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EPISODE · Nov 4, 2022 · 18 MIN

Jeannette Fischer: Reflexionen über Angst, Hass und das Monster in uns

from wissensART · host Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

Krieg mitten in Europa. Gewalt im Iran. Hass an allen Ecken und Enden und eine Schweizer Psychoanalytikerin, die beim 25. Philosophicum Lech sagt: Hass sei immer auch Selbsthass. Anders Breivik war 3 Jahre alt, als ihm seine Mutter gesagt haben soll, dass er ein Monster sei. 29 Jahre später hat er auf einer norwegischen Insel 77 Menschen ermordet. Was hat dazu geführt, dass sich dieser Mann so allmächtig fühlte, über Leben und Tod so vieler junger Menschen zu entscheiden? Unter ihnen 69 Teilnehmer:Innen eines sozialdemokratischen Zeltlagers. Die jungen Menschen pflegten ihre Freundschaften, spielten mitsammen, betrieben Sport. Führte die Lieblosigkeit von Andres Breivik´s Mutter zu diesem Hass? Ja, sagt Jeannette Fischer, aber nicht nur und führt ihre Begründung im wissensART Podcast aus. Folgt man nun der Aussage der Psychoanalytikerin, wonach Hass immer auch Selbsthass sei, dann ist der Andere, der gehasst wird, quasi ein Spiegel des eigenen Selbst. Folgt man diesem Bild, tötet sich dann derjenige der mordet im Ermordeten quasie selbst? Jeannette Fischer's Arbeiten drehen sich um die Dynamiken einer Beziehung, nicht zuletzt als Ausdruck im Kunstwerk oder als deren biografischer Antrieb. Immer wieder spielt Angst eine wiederkehrende und nicht unbedeutende Rolle; Angst als Folge von Missachtung und Verkennung eines sich selbst bestimmenden Subjektes. Bei allemi spielen das Nachdenken und Forschen über Macht, Gewalt und Angst die Grundlage ihrer Arbeiten. Seit den 1990 Jahren beschäftigt sich Jeannette Fischer, nachdem sie eine Ausstellung kuratierte, verstärkt mit Kunst. Impliziert dieses Nachdenken auch ein hineinfühlen in den Künstler um zu verstehen, was der Künstler, die Künstlerin durch die Kunst sagen will? Kann dies Erklärung, ohne Vorkenntnisse über die Kunst des Künstlers, der Künstlerin möglich sein? Hier - wie auch beim Thema Angst und Hass - weist die schweizer Psychoanalytiker, Filmemacherin und Ausstellungskuratorin auf die Anerkennung der Differenz hin, umzu einer breiten Erkenntnis zu gelangen. Mehr darüber ist in ihrem Buch „Angst, vor der wir uns fürchten müssen“, und im Buch „Hass“. Bei Bücher sind bei Klostermann / Nexus erschienen.. Foto: (c) Florian Lechner

Krieg mitten in Europa. Gewalt im Iran. Hass an allen Ecken und Enden und eine Schweizer Psychoanalytikerin, die beim 25. Philosophicum Lech sagt: Hass sei immer auch Selbsthass. Anders Breivik war 3 Jahre alt, als ihm seine Mutter gesagt haben soll, dass er ein Monster sei. 29 Jahre später hat er auf einer norwegischen Insel 77 Menschen ermordet. Was hat dazu geführt, dass sich dieser Mann so allmächtig fühlte, über Leben und Tod so vieler junger Menschen zu entscheiden? Unter ihnen 69 Teilnehmer:Innen eines sozialdemokratischen Zeltlagers. Die jungen Menschen pflegten ihre Freundschaften, spielten mitsammen, betrieben Sport. Führte die Lieblosigkeit von Andres Breivik´s Mutter zu diesem Hass? Ja, sagt Jeannette Fischer, aber nicht nur und führt ihre Begründung im wissensART Podcast aus. Folgt man nun der Aussage der Psychoanalytikerin, wonach Hass immer auch Selbsthass sei, dann ist der Andere, der gehasst wird, quasi ein Spiegel des eigenen Selbst. Folgt man diesem Bild, tötet sich dann derjenige der mordet im Ermordeten quasie selbst? Jeannette Fischer's Arbeiten drehen sich um die Dynamiken einer Beziehung, nicht zuletzt als Ausdruck im Kunstwerk oder als deren biografischer Antrieb. Immer wieder spielt Angst eine wiederkehrende und nicht unbedeutende Rolle; Angst als Folge von Missachtung und Verkennung eines sich selbst bestimmenden Subjektes. Bei allemi spielen das Nachdenken und Forschen über Macht, Gewalt und Angst die Grundlage ihrer Arbeiten. Seit den 1990 Jahren beschäftigt sich Jeannette Fischer, nachdem sie eine Ausstellung kuratierte, verstärkt mit Kunst. Impliziert dieses Nachdenken auch ein hineinfühlen in den Künstler um zu verstehen, was der Künstler, die Künstlerin durch die Kunst sagen will? Kann dies Erklärung, ohne Vorkenntnisse über die Kunst des Künstlers, der Künstlerin möglich sein? Hier - wie auch beim Thema Angst und Hass - weist die schweizer Psychoanalytiker, Filmemacherin und Ausstellungskuratorin auf die Anerkennung der Differenz hin, umzu einer breiten Erkenntnis zu gelangen. Mehr darüber ist in ihrem Buch „Angst, vor der wir uns fürchten müssen“, und im Buch „Hass“. Bei Bücher sind bei Klostermann / Nexus erschienen.. Foto: (c) Florian Lechner

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