wissensART podcast artwork

PODCAST · society

wissensART

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

Publisher-supplied feed metadata · PodParley refreshed May 29, 2026 · Source feed

  1. 162

    "Unter Tieren" mit Nicolas Steman, Caroline Peters und Mavie Hörbiger

    Benko und Peter Thiel, das sind die Inspirationsquellen von Elfriede Jelineks neuestem Stück „Unter Tieren“. Regisseur Nicolas Stemann hat Peter Thiel eingeladen und ist sich sicher, dass er in irgendeiner Art und Weise erscheinen wird. Ob gerade dann Zuschauerinnen oder Zuschauer den Saal verlassen werden, um einen Drink zu nehmen und wie lange sie das Geschehen auf der Bühne draußen verfolgen werden, ist ungewiss. Die Inszenierung wird den Charakter einer Aktionsversammlung haben, das Geschehen wird auf Monitore übertragen. Was Nicolas Steman bei der Urlesung im Wiener Burgtheater erprobte, soll nun auch Teil der Inszenierung auf der Perner Insel sein. Ob sich der Raum dafür eignet, wird sich zeigen. Fest steht: Es geht um Kapitalismus und um Korruption. Dafür schlüpfen die Schauspielerinnen und Schauspieler in Tiergestalten. Da machen sich dann Hasen und Schweine über Finanzskandale her, besprechen Wirecarddebakel und Immobiliendesaster. Die KI macht sich dazu ihren Reim und wenn die Menschheit letztlich abgeschafft ist, dann reden die Tiere. Die Uraufführung von Elfriede Jelineks Stück „Unter Tieren“ ist am 16. August 2026 um 19h auf der Halleiner Perner Insel. Und am 18. August führe ich mit Nicolas Stemann und Caroline Peters eine „Künstlergespräch“ der Freunde der Salzburger Festspiele in der Aula der Universität in der Hofstallgasse. © SF/Jan Friese Weiterführende Links: www.salzburgerfestspiele.at/ www.wissensart.at/

  2. 161

    Carmen: Der Schrei nach Freiheit

    „Carmen ist bestimmt das dunkelste, das gefährlichste und das grausamste Werk des kommenden Sommers“ prophezeite der mittlerweile beurlaubte Intendant der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser. Er sollte recht behalten. Gleich zu Beginn zeigt sich, in welch toxischer Machowelt das Stück angesiedelt ist. Karg die Landschaft, dunkel das Bühnenbild, sadistisch manche Soldaten. Gleich zu Beginn verprügeln sie einen Zivilisten, geben Straßenkindern grausamsten Schießunterricht, lehren sie aufeinander zu schießen. Gabriela Carrizo zeichnet für Regie und Choreografie verantwortlich. Sie kommt vom Tanz. In Belgien prägte sie die Tanztheaterkompanie Peeping Tom. Das merkt man dieser Carmen, der Oper von Georges Bizet auch an. Es ist kein Abend der leichtfüßigen E´le´gance; diese Inszenierung zeigt das Schwerblütige, das Überbedeutsame von Carmen, einer Carmen die ein Weltentwurf für eine emanzipierte Frau ist. Asmik Grigorian debütiert in dieser Carmen. Sie gibt die Carmen als erotischen Feuerkopf. Die Naturfrau verteidigt ihre Freiheit mit Attacken von springflutartiger Heftigkeit. Ihr toxisches Gegenüber demütigt sie mit höhnischen Tönen. Bisweilen entstößt sie sich diese im Parlando. Was für eine Stimme! Was für ein Weib. Ihr gegenüber Jonathan Tetelmann. Bei ihm durchdringen einander die Sphären von Gesang, Physis und Aktion. Manchmal wirkt das Piano des Tenors etwas rau und grobkörnig. Lyrisch passt er sich aber Micaela, gesungen von Kristina Mkhitaryan, an. In der Blumenarie wagt er ein Decrescendo auf dem hohen B. und seine heldischen Reserven mobilisiert er Aug in Aug mit seinem Rivalen Escamillo. Ihn gibt Davide Luciano. Teodor Currentzis dirigiert sein Utopia Orchester sowie den Utopia Chor, ebenso den Bachchor Salzburg und den Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor. Wie immer geht er einen eigenwilligen Weg. Der Erfolg gibt ihm recht. Auch mit der Interpretation dieser dunklen Oper. © SF/Thomas Aurin Weiterführende Links: https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://wissensart.at/

  3. 160

    Jens Harzer, Marina Galic und Jossi Wieler: Peter Handke erspielen

    Er spielte den Tod im "Jedermann" an der Seite von Peter Simonischek und Caliban in Shakespeares "Sturm", er brillierte als verlotterter Raskolnikow in Andrea Breths Dostojewski-Dramatisierung von "Verbrechen und Strafe" und als Kleists Achilles an der Seite von Sandra Hüller. In Peter Handkes vielfach preisgekröntem Familienepos "Immer noch Sturm" verinnerlichte er „mit virtuoser Zerbrechlichkeit“ das Erzähler-Ich. In diesem Festspielsommer ist Jens Harzer wieder zu Gast bei den Salzburger Festspielen: mit dem eindringlichen Monolog De Profundis nach Oscar Wilde – und in der Uraufführung von Peter Handkes Schnee von gestern, Schnee von morgen in der Regie von Jossi Wieler. In diesem Gespräch reißen der Regisseur Jossi Wieler sowie das Schauspielerpaar Jens Harzer und Marina Galic die Erarbeitung an Peter Handkes neuem Stück „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ an. Drei Monate lang haben sie den Text des siebzig Seiten starken Büchleins gelernt, nun galt es ihn auf der Bühne umzusetzen. „Das Besondere an der Beschäftigung mit Handke ist, dass er mit seinen Texten vom Theater fordert, Verantwortung zu übernehmen und etwas Eigenes zu finden. Damit lässt sich ein Schatz heben“, sagt Jens Harzer. Er kennt den Dichter seit vielen Jahren und ist ein Kenner seines Werkes geworden. Noch bis 5. August 2026 machen sich Jens Harzer und Marina Galic auf der Bühne des Salzburger Landestheater bravourös daran, als namen- und ruheloser „Kreuz-und-Quer-Gehender“, den Handke’schen Kosmos weiter zu vermessen. Eine Sternstunde der Salzburger Festspiele 2026. Foto Jens Harzer, aufgenommen beim Terrassentalk auf der Presseterrasse in Salzburg © Elisabeth J. Nöstlinger Weiterführende Links: https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://wissensart.at/

  4. 159

    Faust I. Inszeniert von Ulrich Rasche

    In der Figur von Goethes Faust tritt uns der Archetyp des modernen, nach Wissen, Erfahrung und Erfüllung strebenden Menschen entgegen, den Ulrich Rasche in seiner Neuinszenierung auf der Perner-Insel als Manifestationen widerstreitender Kräfte zeichnen will. Seit dem 16. Jahrhundert gehört die Geschichte des Doktor Faust, der seine Seele dem Teufel verschreibt, zum festen Bestand der europäischen Kultur. In den frühen Fassungen fungiert er als warnendes Beispiel menschlicher Hybris: Wer sich über die göttliche Ordnung erhebt, endet in Verdammnis. Am Ende des 18. Jahrhunderts erfährt der Stoff durch Goethe eine radikale Transformation und wird mitten hinein in die Moderne katapultiert. Goethe, der – so der spanische Philosoph Ortega y Gasset – sein Leben damit verbrachte, „sich selbst zu suchen oder zu meiden“, macht aus dem berühmten Sünder des Volksbuchs Historia von D. Johann Fausten einen rastlos und verzweifelt Suchenden – hin- und hergerissen zwischen extremer Selbstbehauptung und drohendem Selbstverlust. „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“ – in dem berühmten Satz formuliert sich Fausts Grundkonflikt: seine innere Zerrissenheit zwischen Erkenntnis und Begehren, zwischen Geist und Sinnlichkeit. Was ihn antreibt, ist jedoch nicht der Wunsch nach Ausgleich, sondern nach Überschreitung. Faust treibt die Bewegung des Überschreitens so weit, bis sie sich gegen ihn selbst richtet. Was als Suche nach Erfahrung beginnt, wird zur Entfremdung vom eigenen Leben. Ulrich Rasche verdichtet das Geschehen zu einem zeitgenössischen Kammerspiel. Die Welt zieht sich in einen inneren Raum zurück, in dem die Figuren als Manifestationen widerstreitender Kräfte erscheinen. Mephisto (Valery Tscheplanowa) tritt dabei weniger als äußere Macht hervor, denn als Schatten des Faust (Steven Scharf und Johannes Nussbaum) selbst – als Ausdruck seiner eigenen zerstörerischen Energien. „Mephisto ist der Gegenspieler, die Schattenseite des Faust, die Seite, die ihn immer verfolgt, die immer anwesend ist“, erläutert Ulrich Rasche. „Das ist die Verführung, die Triebstruktur, der Rausch, das Erleben von Welt, das Umarmen im Gegensatz zu dem, was Faust bisher getrieben hat, nämlich die Suche nach Erkenntnis, der Rückzug in die Wissenschaft, in das Studierzimmer.“ Foto: Faust I 2026: Ulrich Rasche (Regie / Bühne), Valery Tscheplanowa (Mephistopheles), Steven Scharf (Faust © SF/Jan Friese Von 25.7.2026 bis 6.8.2026 ausgenommen am 27. Juli Weiterführende Links: https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://wissensart.at/

  5. 158

    AI und Kunst: Bedrohung oder Chance

    Die Zukunft der Kunst wird vermutlich durch eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen Menschen und intelligenten Maschinen geprägt sein, denn die künstliche Intelligenz hat sich zu einem der disruptivsten Phänomene der modernen Kunstwelt entwickelt. Während Algorithmen erstaunlich authentische Bilder generieren und Auktionshäuser Millionenumsätze mit KI-Systemen erzielen, steht die Kulturszene vor einer existenziellen Frage: Ist das noch Handwerk oder schon eigenständige Kunst? Die Verschmelzung von Technologie und Schöpferkraft spaltete Kreative weltweit in begeisterte Pioniere und besorgte Kritiker. Experimentelle Projekte mit interaktiven KI-Systemen zeigen bereits, wie dynamische Dialoge zwischen Künstler und Maschine entstehen können. Dabei sind nicht nur technische Weiterentwicklungen entscheidend, sondern auch ein bewusster Umgang mit den sozialen und kulturellen Auswirkungen. Fazit: Künstliche Intelligenz stellt im Bereich der Kunst sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance dar. Sie erweitert die kreativen Möglichkeiten erheblich, erfordert jedoch auch eine kritische Auseinandersetzung mit den damit verbundenen ästhetischen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen. Die Integration von KI in den künstlerischen Prozess ist keineswegs der Ersatz menschlicher Kreativität, sondern vielmehr eine Erweiterung und Neuinterpretation dessen, was Kunst heute und in Zukunft bedeuten kann. In dieser neuen Ära ist es wichtig, die Potenziale von KI verantwortungsvoll zu nutzen und zugleich den einzigartigen menschlichen Beitrag zur Kunst zu würdigen. Elisabeth J. Nöstlinger spricht anlässlich der Ausstellung „AI and its Consequences – Artistic Positions on Post-Digital Futures“ im Kulturforum Warschau, die nun bis Ende August in der AG18 Galerie in Wien zu sehen ist, mit Mag. Andreas Schlichtner über AI und Kunst. Ein Hinweis zum Foto: Es ist zeigt das Ergebnis einer Abbildung einer mit LLM angelernten Gesichtserkennungssoftware mit Kamera, die geschlechtsspezifisch die Penislänge von Menschen, die im Raum sind, misst. Die Arbeit stammt vom Meaningful Noise Collective, einer Forscherin und Künstlerin vom ISTA Institut (das Institut hat aber nichts mit der Arbeit zu tun). Foto: Andreas Schlichtner (rechts), Daniel Mazanik (Mitte), Sebastian Pfeifhofer (links) ©Andreas Schlichtner & The Meaningful Noise Collective In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at/ https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at/ Auskunft: @[email protected]/

  6. 157

    Mit Gefühl und Empathie: Tania Singer im Gespräch

    Es könnte einem das Herz brechen, wenn man erfährt, dass Empathie und Mitgefühl eine Angelegenheit des Gehirns und nicht der Seele sind. Genauso ist es mit der negativen Seite der Gefühle, dem Hass. Tania Singer die Neurowissenschaftlerin und Psychologin leitet innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin die Forschungsgruppe soziale Neurowissenschaften. Dort beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit Emotionen, Empathie und Mitgefühl und schaut sich an, wie aus Hass Fürsorge werden kann. Leidenschaftlich baut sie Brücken zwischen jenen Bereichen, die normalerweise nicht miteinander interagieren. Besonderes Augenmerk legt Professorin Dr.in Tania Singer dabei auf die hormonellen, neuronalen und entwicklungsbedingten Grundlagen menschlichen Sozialverhaltens. Dazu gehören auch negative Emotionen wie Hass und Wut. Durch eine der bislang größten Studien über soziales Verhalten hat sie festgestellt, dass Empathie, Mitgefühl und Fairness durch mentales Training formbar sind. Auch der Umgang mit Hass und Wut. Dafür hat Tania Singer das Dyaden Gespräch entwickelt. Dabei sitzen zwei einander fremde Menschen gegenüber und hören einander achtsam zu. Dabei wird auch das Körpergefühl in der jeweiligen Gefühlswelt angesprochen. Nach fünf Minuten erklingt ein Gong und die Rollen werden getauscht. Nun hört der andere Partner achtsam und empathisch zu, ohne zu unterbrechen. Man könnte das als Meditation zu zweit betrachten, meint Tania Singer. Wie effektiv diese Übung ist, um das empathische Zuhören, aber auch das Wahrnehmen und Ausdrücken der eigenen Gefühle und den Umgang mit schwierigen Emotionen wie Stress zu verbessern, zeigt sich im Gehirn. Es zeigt sich auch, wo Empathie und Mitgefühl verortet sind. Um den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl herauszufinden, hat Tania Singer, einen buddhistischen Mönch in den Scanner gelegt. Schon vorher hat sie die große „Mind and Life“ Konferenz mit dem Dalai Lama mitorganisiert und die daraus erzielten Erfahrungen in ihre Studie miteinfließen lassen. Mehr über den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl sowie über das Dyadenprogramm und die Anwendung in der Medizin aber auch bei Friedensprozessen, erzählt Tania Singer bei den diesjährigen Disputationes im Rahmen der Ouvertüre Spirituelle zum Auftakt der Salzburger Festspiele am 22. Juli 2026, von 15.00 bis 18.00, in der Festspielkulisse in der Hofstallgasse in Salzburg. Anmeldungen sind erbeten unter [email protected] Das Gespräch über das Dyadenprogramm habe ich mit Tania Singer bei den diesjährigen Goldegger Dialogen geführt und sie auch gefragt, ob sie selbst noch das Dyadentraining macht. Hören Sie rein, denn Tania Singer macht das Training auch selbst. ©Max-Planck-Gesellschaft Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: https://wissensart.at/ https://www.social.mpg.de/tania-singer www.taniasinger.de Auskunft: [email protected] [email protected]/

  7. 156

    Bernhard.Fest mit Sven-Eric Bechtolf

    Ein Fest für Thomas Bernhard hat Karin Bergmann, die Leiterin des Schauspiels in Gmunden und Intendantin der Salzburger Festspiele für die Salzkammergut Festwochen Gmunden 2026 auf das Programm gesetzt. Das langjährige Burgtheatermitglied Sven-Eric Bechtolf spielt dabei mehrere Rollen. Gleich zu Beginn gibt der den Großindustriellen Rudolph Herrenstein. „Seit seinem Unfall ist dieser auf den Rollstuhl angewiesen. Mit zwei Angestellten lebt er in einem herrschaftlichen Appartement am Wiener Opernring, Blick auf die Staatsoper. Wien ist ihm unerträglich, darum packt er seine Koffer, nach Altaussee möchte er fliehen. Oder auf den Semmering. Weder den Semmering noch Altaussee erträgt er aber besser als die Stadt. Als die englische Königin auf Staatsbesuch kommt, laden alle möglichen Bekannten sich bei Herrenstein ein, um von seinem Balkon aus die Königin zu sehen.“ (Text Programmbuch Salzburger Festwochen) „Elisabeth II“ ist das vorletzte Stück von Thomas Bernhard. Die Aufführung konnte er selbst nicht mehr miterleben. Claus Peymann hat es im Burgtheater 1988 zur Aufführung gebracht. Gerd Voss spielte die Hauptrolle. Spielte, bis der Luster von der Decke krachte. Am 3., 4. und 6. Juli spielt nun Sven-Eric Bechtolf die Hauptrolle in Elisabeth II. Ein Stück, das als eine Art Bernhardsches Vermächtnis betrachtet werden kann, denn es schreitet den ganzen Theaterkosmos Thomas Bernhards aus. Hochkomisch und tödlich verzweifelt wird sich Sven-Eric Bechtolf drei Abende lang im Rollstuhl winden. Aussichtslos. Einsam. Verzweifelt? Man wird sehen. Jedenfalls: die alten Meister leben noch. P.S.: Im Korrekturverlag ist eine Erzählung von Thomas Bernhards Halbschwester Susanne Kuhn erschienen. Drei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos. Auf wissensART erzählt sie davon. https://wissensart.at/2026/02/thomas-bernhard-und-susanne-kuhn-in-torremolinos/ ©Rudi Gigler Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: https://wissensart.at/ https://www.festwochen-gmunden.at/ Auskunft: [email protected]/

  8. 155

    Cornelia Rainer inszeniert die „Bühne der Macht©“

    Der französische Compagnie-Geist prägt bis heute die Arbeiten von Cornelia Rainer. Dreimal hat die Regisseurin, Autorin und Speakerin bisher in französischen Theatern inszeniert. Jedes Mal wurde sie dabei von einem österreichischen Kulturforum unterstützt. Nun hat sie das Festival „Bühne der Macht©“ gegründet denn: Macht ist überall. Oft bleibt sie verborgen. Die „Bühne der Macht©“ macht sie sichtbar. Seit vielen Jahren beschäftigen sich Cornelia Rainer und Matthias Mamedof mit dem Thema, das oft tabuisiert wird: mit Macht. Mit ihren Chancen und Risiken, in friedlichen Verhandlungen wie in Konflikten. Fünf Tage lang wird von 15. – 19. Juli 2026 ein Theaterzelt mitten in der Landschaft zum Raum, an dem Macht erfahrbar und verhandelbar wird. Der Ort: St. Daniel im Gailtal in Kärnten. Das ganztägige Programm ist offen für alle Altersgruppen und bindet sie in das Programm ein. Macht wird dort nicht nur reflektiert, sondern im eigenen Handeln spürbar. Wer erlebt, dass das eigene Handeln wirkt, stärkt Eigenverantwortung und Handlungskraft. Am Abend verdichtet sich das Erlebte in der Theateraufführung von Joseph Roths Radetzkymarsch. „Bühne der Macht©“ ist mehr als ein Festival – es ist eine Haltung: Macht sichtbar zu machen, Ohnmacht zu überwinden und Menschen in ihrer Fähigkeit zu stärken machtkompetent zu handeln. Die Auszeichnung als Siegerprojekt durch die Kärntner Kulturstiftung (Open Call „Jugend und Kultur“) gab letztes Jahr den Impuls zum Start. Die Stiftungsgründerin Mag. Dr.in Monika Kircher erzählt über die Stiftung und Cornelia Rainer berichtet über die Beweggründe, die zur Festivalgründung führten. Darüber hinaus spricht Cornelia Rainer über ihre Kompetenz, Förderungen für Kulturprojekte zu erhalten. Die „Bühne der Macht©“ macht auch das sichtbar und wissensART macht es hörbar. ©Bühne der Macht In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: https://festival.buehne-der-macht.com/ https://www.kulturstiftung.at/ www.austriakulturinternational.at/ https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at/ Auskunft: [email protected]/

  9. 154

    „Die ganze Welt ist Bühne“ Fotograf:Innen zeigen sie

    „Die ganze Welt ist Bühne“: Fotograf:innen bilden sie ab. Beziehungen halten die Welt am Laufen. Die beiden Preisträger des Wolf Suschitzky-Preises lichten sie ab. Der taiwanesische Künstler Jeremy Chih-Hao Chuang, der in Taipeh und London lebt, lädt in seine Serie „Ephemeral Intimacy“ die Betrachter ein, die Welt des modernen Datings als Bühne zu betrachten. Dort, wo sich persönliche und universelle Dramen entfalten, setzt er auch sich selbst in Szene, dokumentiert die flüchtigen und intimen Momente von Männern, die er über Online-Dating-Apps in London kennengelernt hat. Als Südostasiat, der mit den Zwängen einer konservativen Erziehung zu kämpfen hatte, wandte sich Chuang Dating-Apps zu, um seine eigene Identität jenseits traditioneller heteronormativer Erwartungen zu erkunden. Indem er Männer fotografierte, die er über diese Plattformen kennenlernte, dokumentierte er ihre persönlichen Räume und intimen Momente und enthüllte sowohl ihre Verletzlichkeit als auch die Komplexität des zeitgenössischen Begehrens. Während Suschitzkys Linse die Schönheit im Alltäglichen und im Tiefgründigen enthüllte, zielen Chuangs Fotografien darauf ab, die nuancierten Darstellungen von Individuen in ihrem privaten und öffentlichen Leben zu beleuchten. Jedes Bild dient als Momentaufnahme der menschlichen Erfahrung und fängt die Essenz unserer Rollen auf der sich ständig verändernden Bühne moderner Beziehungen in London ein. Andrej Polukord lebt in Vilnius und in Wien. Er tritt mit der Natur in Beziehung. Malerei, Installation, Performance, Fotografie und Videokunst sind sein Metier. Mit Humor, sinnlichen Aktionen und erzählerischen Mitteln thematisiert er den Alltag, die Ökologie und das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Der Künstler schafft instabile Umgebungen und absurde Situationen, die unvorhersehbaren Folgen, Doppeldeutigkeiten und Mehrdeutigkeiten erzeugen. Ganz anders Anna Jocham. Sie hat einen künstlerischen Zugang zur Fotografie, dekonstruiert ihre Fotos mit einem Scanner und anderen technischen Mitteln. Im „Kunst im Gespräch“ erzählt sie darüber. Wolf Suschitzky, von Freund/innen und Kolleg/innen meist „Su“ genannt, wird 1912 in Wien geboren. Er studiert an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Fotografie. 1934 verlässt er Österreich unter dem Eindruck des Austrofaschismus und beginnt, mit seiner älteren Schwester Edith, die nach England geheiratet hat, in deren Porträtstudio zu arbeiten. Während in Wien Buchhandlung und Verlag der Eltern „arisiert“ werden, fotografiert Suschitzky in London die Straße der Buchläden: Heute gilt seine „Charing Cross Road Series“ als Meilenstein der britischen Reportagefotografie – 1938 ebnet sie ihm den Weg, um das Genre zu wechseln und beim Film anzufangen. Die Arbeiten der Preisträger und jene der Nominierten sind in der Galerie Fotohof in Salzburg bis 30. Juli 2026 zu sehen. Foto: © Helena Kalleitner In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: https://fotohof.at/ www.austriakulturinternational.at/ https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at/ Auskunft: [email protected]/

  10. 153

    Honey & Bunny: Saubermann und Putzfrau

    Der Ausgangspunkt war Ebensee. Im Rahmen eines Kulturfestivals putzten sich das Duo Honey & Bunny durch den Ort am Traunsee. Herausgekommen ist dabei ein Buch über die „Kulturtechnik des Putzens“. Der Bildband liegt seit geraumer Zeit in deutscher Sprache vor. Die englische Ausgabe wird Ende Juni 2026 im Kulturforum London präsentiert. Das Buch erzählt mehr als die Geschichte über die Drecksarbeit in fremden Haushalten; es veranschaulicht Sauberkeit als einen essenziellen Bestandteil von Zivilisation. Gesellschaftspolitischen Themen wie Schmutz und Sauberkeit, Familie, Feminismus und Patriarchat, Migration, Konsum und Kapitalismus, Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden abgebildet und teilweise wissenschaftlich hinterfragt. Ebenso zeigt das Duo auf, wie Hygiene zur Triebfeder für die Entwicklung neuer Wohnideen und natürlich für die Putzmittelindustrie wurde. „Licht, Luft und Sonne“ lautete das Diktat der Stunde. Realisiert wurde es im Rahmen gewaltiger Bau- und Designanstrengungen. Oberflächen und Gebrauchsgegenstände, die einfach zu reinigen waren wurden produziert, fließendes Wasser, Abwassersysteme und Abfallbeseitigung wurden bis ins Detail geplant und umgesetzt. Bis heute ist diese gestalterische Meisterleistung der Moderne Maßstab für zeitgenössische Architektur. Für das Architektenduo Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer war Japan ein Sehnsuchtsland, um ihre Karriere zu starten. Auch davon erzählt Martin Hablesreiter im „Kunst im Gespräch“. Putzen:Eine Kulturtechnik: Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer, Bohlau-Verlag Cleaning: a cultural technique: Sona Stummerer, Martin Hablesreiter, Böhlau. Deutscher Kunstverlag Foto: © honey & bunny und Daisuke Akita In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at/ https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at / https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/verlage/boehlau/srsltid=AfmBOoqCL2_6verm1lVdSaT63nK5Ntwob7zA-vXpVgWsYZMew9e3zbJO Auskunft: [email protected]

  11. 152

    Sandeep Kumar: „Der Woody Allen von Wien“

    Farbenfroh ist die Unterhaltung, dramatisch die Handlung. Darüber streut der Autor, Filmemacher, Schauspieler, Regisseur und Maler Sandeep Kumar einen Hauch Humor. 2010 begründete er mit seinem ersten Spielfilm „Kesariya Balamdas“ das Genre „Austro-Bollywood“. Seither hat er acht Filme gedreht. Sie spiegeln gesellschaftliche Aspekte wider; sei es die der Frauen in Indien oder jene der Zeitungskolporteure in Wien. Dafür hat Sandeep Kumar zahlreiche Preise erhalten. In seinem letzten Film „Happy“ mit Lilian Klebow, Roland Düringer und Sahidur Rhamanan thematisiert er eine besondere Beziehung zwischen Vater und Tochter. Obwohl die drohende Abschiebung des Vaters in naher Zukunft ansteht, versucht er, seiner Tochter ein normales Leben vorzutäuschen. Dieser Film wurde kürzlich beim österreichischen Filmpreis 2026 in den Kategorien bester Hauptdarsteller und beste Musik nominiert. Die Preisverleihung der höchsten Auszeichnung, die in Österreich für einen Film vergeben wird, ist im Juni 2026. In der Zwischenzeit stellt der „Vertreter des österreichischen Films in Indien“ seinen aktuellen Film fertig, der in New York gedreht wurde. Vielleicht schaut er bald wieder im österreichischen Kulturinstitut in New York vorbei. In jenem in New Delhi ist der Österreicher mit indischen Wurzeln bestens bekannt. ©Sandeep Kumar In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at Auskunft: [email protected] https://sandeepkumarfilms.at/

  12. 151

    Dekadenz, Auflösung, Minimalismus und die Wolken von Venedig

    Abenteuer und Leidenschaft sieht die Künstlerin Andrea Bischof, wenn sie in den Himmel von Venedig schaut. Abgebildet findet sie diesen auch in den Bildern von Tintoretto, Tizian, Tiepolo und Veronese. Doch ganz anders als der Künstler Peter Baldinger „Verunklärt“ Andrea Bischof die Werke der Venezianer nicht, sondern schafft ein acht Meter langes, fast 2,70 m hohes Ölgemälde, das die einzigartigen Wolken Venedigs von Veronese auch aus der Nähe erkennen lassen. Ein Farbenrausch betört die Sinne. Zieht den Betrachter in das Bild hinein, regt die Fantasie an. Bei Peter Baldingers Werken muss man oft zweimal hinschauen. Er verzerrt den Ursprung seiner Bilder bis zur Unkenntlichkeit. „Verunklärung“ ist ein Markenzeichen von Peter Baldinger, ein permanenter Grenzgang zwischen realem Abbild und Abstraktion, der zum kritischen Hinterfragen animiert. Was läge in Venedig näher, als eine Serie zu Viscontis Tod in Venedig zu machen. Im Palazzo Pisani Revedin zeigt Peter Baldinger seine neue Serie „Visconti Suite“. Macht erneut einen Grenzgang zwischen realer Abbildung und Abstraktion und regt zum kritischen Hinterfragen an. Jakob Gasteiger, der dritte Künstler der Gemeinschaftsausstellung im Palazzo Pisani Revedin vom 6. – 30. Mai 2026 zeigt Arbeiten aus seinem Atelier im Weinviertel. Er ist einer der bedeutendsten Vertreter der „Analytischen Malerei“ und greift auf große Auswahl seiner Schaffenszeit zurück. Seine singuläre Bildsprache eröffnet sich im Auge des Betrachters exklusiv, immer wieder anders, immer wieder neu.. Peter Baldinger, Andrea Bischof und Jakob Gasteiger könnten in ihrer Ausdruckskraft unterschiedlicher nicht sein. Doch sie eint ein Zitat von Frank Stella, wonach jeder nur sieht, was er sieht. „What you see is what you see”. Nachzuschauen sind die Werke von Peter Baldinger und Jakob Gasteiger in den Kunstbüchern und Katalogen, die bei Artbook erschienen sind. Im Palazzo Pisani Revedin, am Campo Manin in San Marco 4013/A sind die Werke von 6. – 30. Mai 2026 zu sehen. https://artbook.at/ https://wissensart.at/ https://baldinger.cc/ https://www.jakobgasteiger.com/ https://atelier.andrea-bischof.com/

  13. 150

    Ruth Mateus-Berr: Die Pflanzenmalerin

    Ruth Mateus-Berr, die zeitgenössische österreichische Künstlerin, Wissenschaftlerin und Universitätsprofessorin an der Universität für angewandte Kunst, hat viele Talente und ebenso viele Interessen. Ihre Konzeptkunst ist viel beachtet, wird an vielen Orten gezeigt. Ein Beispiel dafür ist ihr vom FWF gefördertes Projekt „D.A.S. Dementia. Arts. Society“. Für ihre Ausstellung im Kulturforum Rom hat sie sich der „Blumenmalerei“ zugewandt. Das klingt lieblich. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch der gesellschaftspolitische Konnex. Er weist auf die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit hin. Unter dem Titel: „Die Pflanze. Das Gedächtnis und wir.“ wurden im Kulturforum Rom 30 Blumenbilder gezeigt, die an historische Florilegien, an die prachtvollen Pflanzenbücher der Renaissance, anknüpfen. Ruth Mateus-Berr widmet sich in diesem Projekt der Frage, „wie Pflanzen, Erinnerung und menschliches Zusammenleben miteinander verbunden sind – was wir aus diesen Beziehungen für einen friedlicheren Umgang mit uns selbst, mit anderen und mit der Umwelt lernen können“. Damit fügt sich die Ausstellung harmonisch „in die grundlegenden Anliegen des Österreichischen Kulturforums Rom ein: ein Schutz und die Wertschätzung der Natur, den Versuch einer offenen, zugewandten Wahrnehmung des Anderen sowie Mitgefühl im Bewusstsein unserer eigenen Verletzlichkeit. Hinzu kommt der Wunsch nach Frieden – ein so oft beschworener und doch schwer zu erreichender Zustand“. Zitat Teresa Indjein, Direktor des Kulturforums Rom. Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog in italienischer und deutscher Sprache. Darin ist auch ein Text von Ruth Mateus-Berr über die Ökofeministische und posthumanistische Verortung zu lesen. Abgebildet ist auch ein Erinnerungsbild an den römischen Modedesigner Valentino Garavani mit der „Witwenblume“. Darüber hinaus erzählt die Konzeptkünstlerin über ihre Leidenschaft zur Malerei und über ihren Anspruch „l'Art pour le sens“. Also nicht Kunst der Kunst, sondern des Sinns wegen. Den verwirklicht sie auch beim Projekt Calliope. Joint he dots des Außenministeriums. Die Verkaufsausstellung findet in der 2. – 3. Septemberwoche in der Galerie Mana, Stuckgasse 4, 1070 Wien statt. Außerdem stellt Ruth Mateus-Berr bei der ECC Venice Biennal im Palazzo Mora aus. 9.5.2026 von 10 – 18 Uhr. ©Thomas Berr In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at Auskunft: [email protected] https://www.dieangewandte.at/

  14. 149

    Marie Gamillschegg: Die preisgekrönte Autorin

    Die Reise ins Austrian Cultural Forum New York beginnt bäuchlings auf dem Bett liegend und einer Spritze in den Popo. Was dann geschieht, ist eine Reise in ein unbekanntes Land mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Irgendwann werden sie zu Papier gebracht, fließen die Gedanken in einen neuen Roman ein. Früh hat Marie In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Gamillschegg zu schreiben begonnen, war bereits in der Volksschule Mitglied der Jugend-Literaturwerkstatt-Graz, studierte nach der Matura Transkulturelle Kommunikation mit den Sprachen Französisch und Russisch an der Karl-Franzens-Universität Graz und ging anschließend nach Berlin, um an der Freien Universität ein Masterstudium für Osteuropastudien zu absolvieren. Gleichzeitig arbeitete sie als Journalistin beim Standard, bei der Süddeutschen Zeitung und der Zeit. Genauer gesagt für die Jugendausgabe Zeit Campus. Schnell stellte sich der Erfolg ihres literarischen Schreibens ein. Sie nahm 2016 am 20. Klagenfurter Literaturkurs im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises teil und veröffentlichte ihre Literarische Arbeiten in den Zeitschriften manuskripte, Lichtungen und Edit. Mehrere Arbeiten wurden mit renommierten Buchpreisen ausgezeichnet. So zum Beispiel ihr Debütroman „Alles was glänzt“ mit dem Depütpreis des Österreichischen Buchpreises 2018 und für den aspekte-Literaturpreis nominiert. „Alles was glänzt“ sollte als Theaterproduktion aufgeführt werden und ihr Roman „Aufruhr der Meerestiere“ schaffte es 2022 auf den zweiten Platz der ORF-Bestenliste und wurde im August für den Deutschen Buchpreis nominiert. Inspiriert wurde Marie Gamillschegg für ihre Bücher auf ihren Reisen und Lesungen in den österreichischen Kulturforen. Nun wendet sie sich Mythen zu. Darum geht es in ihrem neuen Buch. Ein bisschen was verrät sie davon im „Kunst im Gespräch“. ©Marie Gamillschegg In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at http://www.luchterhand.de/

  15. 148

    Karin Bergmann: Die begehrte Theaterfachfrau

    Karin Bergmann leitet seit 2022 das Schauspiel bei den Salzkammergut Festwochen. Gut vernetzt in der Theaterwelt bringt sie Jahr für Jahr große Schauspieler und Schauspielerinnen an den Traunsee, macht ein Programm, das den Vergleich mit anderen Festspielen nicht zu scheuen braucht. Über 20 Jahre hat sie am Burgtheater in verschiedenen Funktionen gearbeitet, zuletzt als Direktorin. 5 Jahre lang hat sie das in Schieflage gekommene Haus wieder aufgerichtet. Das wusste auch Markus Hinterhäuser, der langjährige Intendant der Salzburger Festspiele. Für das Sommerprogramm 2026 tauschte er sich mit seiner „lieben Freundin“ Karin aus, wollte sie für die Salzburger Festspiele als Leiterin des Schauspiels gewinnen. Die Geschichte nahm kein gutes Ende, wir wissen es. Markus Hinterhäuser scheiterte, räumte bereits sein Büro. Sein Programm steht. Wie wird es umgesetzt? Wer spricht mit den Künstlerinnen und Künstlern, wer entscheidend anstehende Problemstellungen? Karin Bergmann hat während der Tumulte um die Salzburger Festspiele nie ein Wort über die Ereignisse verloren. Jedenfalls nicht öffentlich. Aber vielleicht wird sie jetzt gefragt, im Sommer das Theaterprogramm zu übernehmen, um erneut ein Haus aus der Bredouille zu ziehen. Dass sie es kann, hat sie bereits andernorts bewiesen. Vielleicht würde ihr Markus Hinterhäuser aus der Ferne sogar wohlwollend zusehen, wir wissen es nicht. Was wir wissen, ist, was Karin Bergmann im Sommer bei den Salzkammergut Festwochen vorhat. So viel vorweg: Schauspielerinnen und Schauspieler, die bei den Salzburger Festspielen auftreten, sind auch am Traunsee zu sehen. Der ehemalige Intendant Sven-Eric Bechtolf wird Rudolf Herrenstein in Elisabeth II. Keine Komödie in Thomas Bernhards gleichnamigen Stück geben. Man darf sich auf das Thomas Bernhard.Fest, das Bachmann.Fest und auf die Stars der Zukunft freuen. © SF/Marco Riebler / Markus Hinterhäuser © Rudi Gigler/ Karin Bergmann Weiterführende Links: https://salzburgerfestspiele.at https://www.festwochen-gmunden.at https://wissensart.at/ Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify.

  16. 147

    Georg Baselitz Jetzt

    „Licht aus, aus, aus“ heißt ein Werk von Georg Baselitz gleich neben dem Eingang des zweiten Stockwerkes im Museum der Moderne am Mönchsberg in Salzburg. Dort ist dem Gegenwartskünstler anlässlich seines 88. Geburtstages eine Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden Werke aus den Jahren 2015 bis heute. Mit Öl und Gold hat der Wahlsalzburger 2019 das Werk mit dem Titel „Licht aus, aus, aus“ geschaffen. Seine beiden Figuren sind auf den Kopf gestellt. Das macht Georg Baselitz seit den 1960er Jahren. Damals stellte er mit mehreren „Manifesten“ die Kunstwelt der Nachkriegszeit auf den Kopf. Es sind beeindruckende Doppelporträts oder Pendant-Bilder, die in zwei Sälen im Museum der Moderne gezeigt werden. Sie reflektieren Themen wie Alter, Schwäche und Vergänglichkeit – und nicht zuletzt die eigene Biografie des Künstlers und die seiner Frau Elke. Mit ihr ist er seit 1965 verheiratet. Sie ist meist an seiner Seite, dokumentiert den Fortgang seiner Arbeit mit der Pocketkamera und fungiert als erste Kritikerin ihres Mannes. „Ich kann nicht Sex“ heißt ein Riesenformat, das gleich links neben der Eingangstüre der Ausstellung im Museum der Moderne am Mönchsberg hängt. Es zeigt einen Adler mit dem Kopf nach unten. Mit dem Direktor des Museums der Moderne Harald Krejci kuratierte Tina Teufel die Ausstellung. Sie meint zu diesem Gemälde, dass es jede Assoziation mit dem Wappentier verweigere und verweist auf das filigran-durchsichtige Gefieder. Am Ende der Ausstellung zeigt ein Bild zwei Figuren, Skelette. Sie halten einander an der Hand. „Displaced Persons“ heißt das Doppelporträt in denen Baselitz seine Frau Elke und sich darstellt. Es ist 2020 in fast „röntgenartiger Qualität“ entstanden ist, wie Harald Krejci bemerkt. Schade, dass der große Künstler beim Presserundgang an einem Virus erkrankt war und zu diesem Werk nicht befragt werden konnte. 2025 wohnte er im Rollstuhl der Premiere der Strawinsky Oper „Die Geschichte vom Soldaten“ bei. Er hatte dafür die Marionetten entworfen. Auf wissensART ist dazu ein Podcast zu hören. Der Titel: „Georg Baselitz: Große Kunst an feinen Fäden“. ©Martin Müller Weiterführende Links: https://salzburgerfestspiele.at https://ropac.net https://wissensart.at www.museumdermoderne.at Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify.

  17. 146

    Fastentücher von Arnulf Rainer, Erwin Wurm und Peter Baldinger

    Überlegungen zu künstlerischen Fastentüchern von Erwin Wurm, Peter Baldinger und den Kreuzen von Arnulf Rainer im Wiener Stephansdom. 77 Kreuze des Künstlers Arnulf Rainer sind während der Fastenzeit im Wiener Stephansdom zu sehen. Es sind sieben Kreuze auf Holz sowie 70 Kreuz-Kaltnadelradierungen, die der Künstler von 1956 bis 2014 geschaffen hat. Die Werke im Stephansdom stammen aus der Sammlung Werner Trenker. Arnulf Rainer hatte kurz vor seinem Tod die Hängung seiner Kreuze im Wiener Stephansdom verboten. Sie hätten keinen religiösen Zusammenhang meinte der international bekannte Künstler. „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen soll das Kreuz als Symbol an die Kernbotschaften des Christentums – Liebe, Mitgefühl, Vergebung und den unerschütterlichen Glauben an das Gute – erinnern, hieß es in einer Presseaussendung. Das Kreuz sei dabei auch als Symbol der bleibenden Werte des Christentums zu verstehen, das seit Jahrhunderten Orientierung, Trost und Hoffnung spendet. In der 77, so heißt es weiter, spiegle sich die Zahl ‚Sieben‘ als Symbol für Vollendung, Glaube und geistige Ordnung wider, die sich als zentrales Motiv leitend durch die Präsentation im Stephansdom ziehen soll.“ Arnulf Rainer, der als Vorläufer und Wegbegleiter des Wiener Aktionismus zählte, starb im Dezember 2025. Es konnte mit ihm kein Interview über die Hängung seiner Kreuze geführt werden. Seine Werke werden weiter gezeigt, hängen in Sammlungen. Auskunft dazu gerne via E-Mail [email protected] Im Podcast erinnere ich auch an das Fastentuch von Peter Baldinger und an jenes von Erwin Wurm. Erinnern sie sich an die Steine, die im Jahr 2019 im Wiener Stephansdom von der Decke fielen, das Mittelschiff der Kirche ausfüllten? Es war das Ergebnis der zweiten Einladung, die der Künstler Peter Baldinger von Dompfarrer Toni Faber und Dombaumeister Wolfgang Zehetner erhielt, das Fastentuch zu gestalten. Darüber hinaus sollte er die Liturgie vom Aschermittwoch bis zu Pfingsten künstlerisch begleiten. 1.332 Papierobjekte schwebten während dieser Zeit in sieben Meter Höhe über den Köpfen der Besucher. Violett während der Fastenzeit, rot zu Ostern und weiß zu Pfingsten. In diesen drei Lichtstimmungen verwies die Installation „Sky of Stones“ auf die vielen Steinsymbole in der Heiligen Schrift und auf den Steinigungstod des Märtyrers Stephanus. Zeitgenössische Kunst paarte sich mit dem gotischen Bauwerk, ergänzte den Blick aus heutiger Sicht auf den sakralen Ort. Über die Herausforderung das gotische Langhaus des Doms zu gestalten, erzählt Peter Baldinger in diesem Podcast. Kunst und Glaube, diese Beziehung steht während der Fastenzeit in vielen österreichischen Kirchen im Mittelpunkt. Oder sagen wir: zur Diskussion. Regt an oder regt auf, wie seinerzeit die überdimensionierte Wärmeflasche von Erwin Wurm. An liebende und wärmende Zuwendung soll dieses 4 m große, orange Kunstwerk auf der Südseite des Doms erinnern. Drinnen verhüllte ein 80 m² großer violetter Strickpulli den Hochaltar. Erwin Wurm sah in diesem Werk eine Verbindung mit der Schutzmantelmadonna und meinte, dass uns auch ein Pullover umhülle und wärmt. Im Podcast spricht er vom Zweifel des Künstlers. Musikalisch wird der Podcast von Angaangag begleitet, dem Eskimo, der auf seine Art und Weise gegen die Klimaerwärmung kämpft, die von der Eisschmelze begleitet wird. Er hat Anhänger und Gegner. Aber er kämpft für seine Überzeugung, der eine Spiritualität zugrunde liegt. Das erinnert an den Mann von Nazareth und an den Mythos von Ostern.: Arnulf Rainer, Kreuz, Kaltnadelradierung, 30 x 40 cm, re.un. sign. Nr. 4/35 Weiterführende Links: https://wissensart.at

  18. 145

    Internationaler Frauentag: Frauen, Frieden, Sicherheit

    „Wir müssen Frauenrechte immer und überall verteidigen: international, in Europa und auch in Österreich“, sagt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Schon vor dem 8. März machte die „Auslandskultur“ im Außenministerium bei einer Netzwerkveranstaltung zum Internationalen Frauentag deutlich: „Frauenrechte gelten zu jeder Zeit und an jedem Ort! Die Gleichstellung der Geschlechter weltweit ist und bleibt ein Kernthema der österreichischen Außenpolitik“. Fünf Frauen aus unterschiedlichen Kulturen diskutierten anlässlich des internationalen Frauentages im Außenministerium das Thema Frauen, Frieden, Sicherheit. Es waren dies: Miriam Mukalazi, promovierte Politikwissenschafterin am Institut für International Dialoge and Cooperation Sie ist promovierte Politikwissenschaftlerin im Bereich Sicherheitspolitik und forschte u.a. am European University Institute in Florenz, der Georgetown University in Washington D.C. und am Institute for Peace and Security Studies in Addis Abeba. Zuvor arbeitete sie bei UN Women Deutschland sowie als Consultant für die Weltbank, die Europäische Kommission und für politische Stiftungen. Natalie Halla, Regisseurin und Filmemacherin Maryam Mohammadi, Fotografin und Kuratorin Viola Raheb, Theologin, Friedensaktivistin und Programmdirektorin von Pro Oriente Tatja Skhirtladze Regisseurin und Lehrende der Universität für Angewandte Kunst Moderation: Eser Akbaba Die Sängerin Vazista wurde am Klavier von Julius Meisse begleitet. Der Podcast bietet Ausschnitte aus der Veranstaltung zum „Internationalen Frauentag“. Seit 1975 wird dieser am 8. März begangen. Seine Wurzeln reichen weit zurück: Bereits 1910 beschlossen Frauen aus 17 Ländern auf einer internationalen sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentags – damals noch am 19. März. Nur ein Jahr später fanden in mehreren europäischen Ländern sowie den USA erstmals Kundgebungen zu diesem Anlass statt. Zu dieser Zeit stand die Einführung des allgemeinen Frauenwahlrechts, aber auch der Kampf für Arbeitnehmerinnenrechte im Fokus. Heute geht es um Freiheit und Sicherheit, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung. Für alle Frauen. Überall auf der Welt. © Elisabeth J. Nöstlinger In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at Auskunft: [email protected]

  19. 144

    Elias Hirschl: Feuerwerker der Sprache

    Mit Begeisterung wirbelt der Autor, Poetry-Slammer und Musiker Elias Hirschl Fakten und Visionen durcheinander. Sein Schreibstil beschränkt sich auf keine Technik. Für sein Feuerwerk an Geschichten verwendet er alle sich bietenden Möglichkeiten der Postmoderne und führt damit seine Leser mitunter in die Irre. Seine Satire „Salonfähig“ wurde jedoch von der Realität überholt und die „Slim-Fit-Politiker“ haben den Ingeborg Bachmann Publikumspreisträger berühmt gemacht. In seinem neuesten Buch „Schleifen“ hat sich Elias Hirsch mit der Sprachphilosophie des Wiener Kreises beschäftigt. Darin dreht sich alles um die Macht der Sprache. Grausam und großartig zugleich. Elias Hirschl ist ein Meister darin, die Trends und Stimmungen einer ganzen Epoche einzufangen und dabei eine neue Sprache zu kreieren. Provokativ, verirrend und produktiv mixt er Fiktion und Realität durcheinander. Nicht so im Buch „schreibART AUSTRIA“ der Auslandskultur. Hier erzählt der „Liebling der Linksintellektuellen“ begeistert seine Erfahrungen mit österreichischen Kulturforen auf seinen Lesereisen. Wahrheitsgemäß. Für unser „Kunst im Gespräch“ kommt er in Hose und Pullover. Manchmal tritt er im Kleid oder Rock auf. Er findet es praktisch. Mehr nicht. Oder ist es doch ein Statement des Autors, Bandleaders und früheren Meisters des Poetry-Slams der seit Jahren auf den Bühnen steht? ©Petra Weixelbraun In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at https://www.hanser-literaturverlage.de/verlage/zsolnay-c-71

  20. 143

    Harri Stojka: Ein Rom in Paris

    „Gipsy Jazz“, Werke von Ceija Stojka und Gedichte von Johann Mongo Stojka in der österreichischen Botschaft in Paris. Etwa 500.000 Roma und Sinti wurden in den KZ der Nazis ermordet. Etwa 200 von ihnen lebten am Simmeringer Enkplatz 2 in Wien. 6 kamen aus Auschwitz-Birkenau zurück. Unter ihnen der Vater von Harri Stojka. Lange Zeit konnte und wollte er nicht über seine Erlebnisse sprechen, begegnete seinen Traumata mit Kunst. Er komponierte, schrieb Gedichte, auch ein Buch. Seinem Sohn Harri erlaubte er das zu machen, wovon dieser überzeugt war, Gitarre zu spielen bis die Finger rauchen. Ausgebildet von seinem Cousin Karl Ratzer wurde aus Harri Stojka ein Meister der Improvisation, einer der bekanntesten Jazzer in Österreich. Seine Gitarre spricht eine Sprache, die Jazz, Blues, Soul und Swing mit der uralten Musiktradition der Roma verwebt. Gemeinsam mit Claudius Jellinek hat er in der österreichischen Botschaft, anlässlich der Soirée die am Holocaust Gedenktag den Opfern der Shoah, insbesondere der Familie Stojka gewidmet war, musiziert, daran erinnert, dass seine Vorfahren durch die Hölle gegangen sind. Dazu gehört auch seine Tante Ceija Stojka. Auch sie ist zurückgekommen. Auch sie hat die Traumata durch ihre Kreativität bewältigt. Mit 50 Jahren begann sie zu malen, Bücher zu schreiben. Ihre Werke wurden in der österreichischen Botschaft am „Holocaust Gedenktag“ gezeigt. Es war ein Auftakt zur Ausstellung im Kunsthistorischen Museum in Besançon Ende Februar. Etwa 100 Werke werden von ihr zu sehen sein. Organisiert hat die Soirée die Direktorin des österreichischen Kulturforums in Paris Julia Thallinger mit ihrem Team. Es war ein Abend, der im besten Sinne gezeigt hat, was österreichische Kulturdiplomatie leisten kann. Das Interesse an der Geschichte der Familie Stojka war groß, das Interesse an deren künstlerischer Ausdruckskraft beeindruckend. Übrigens: Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und der Nationalfonds schreiben im Rahmen des Projekts „Erinnerung im Dialog“ zwei Forschungsaufenthalte für die Dauer von drei Monaten ab Mai 2026 aus. Sie können Teil des Projekts werden und sich bis 27. Februar 2026 bewerben. Und zwar für einen Aufenthalt in London und einen in Tel Aviv. © Valerie Stojka In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at https://www.nationalfonds.org/erinnerung-im-dialog

  21. 142

    Thomas Bernhard jenseits der Grantlerei

    „Wenn man ganz groß ist, darf man auch einmal klein sein.“ Wer war Thomas Bernhard, der diesen Satz zu seiner Halbschwester Susanne Kuhn sagte. Zweifelsfrei war er einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller. Einer, der es sich selbst und seiner Umgebung nicht immer leicht gemacht hat. Einer der in seinen Theaterstücken die wunden Punkte der Österreicherinnen und Österreicher messerscharf beschrieben hat. Ein Schriftsteller, der in Claus Peymann, einen kongenialen Partner gefunden hat. Der Theatermacher, der von 1986 bis 1999 Direktor am Burgtheater war, hatte immer wieder Werke von Thomas Bernhard uraufgeführt. Einige wurden zu einem Skandal. Man denke an Heldenplatz. Aber auch „Ritter, Dene, Voss“, „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“ oder schon vor der Peymann Ära, „Die Jagdgesellschaft“ 1974 sorgten für Diskussionen. Die Salzburger Festspiele brachten ebenso Stücke von Thomas Bernhard erstmals auf die Bühne. Z. B. 1972 der " Ignorant und der Wahnsinnige" und "Der Theatermacher" 1984 in der Inszenierung von Claus Peymann. Hermann Beil übernahm die Produktionsdramaturgie. Oft sah ich Thomas Bernhard mit Claus Peymann in Gmunden am Traunsse im damaligen Parkhotel sitzen wenn ich in meiner frühen Jugend in die Stadt radelte. Später durfte ich die beiden Herren kennenlernen. Es waren Interviews für die Ö 1 Sendung das Salzburger Nachtstudio. Nun schließt sich der Kreis mit dem Gespräch mit Susanne Kuhn, der Halbschwester von Thomas Bernhard. Sie hat mit ihm drei Wochen in Torremolinos verbracht und ihre Erlebnisse in einem Buch niedergeschrieben, das im Korrektur Verlag erschienen ist. In diesem Buch ist auch ein Gespräch mit dem Germanisten Manfred Mittermayer zu lesen und sind Comics von Nicolas Mahler zu betrachten. © Elisabeth J. Nöstlinger Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: https://thomasbernhard.at https://wissensart.at https://korrekturverlag.com

  22. 141

    Thomas Bernhard und Susanne Kuhn in Torremolinos

    Drei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos von Susanne Kuhn, mit Karikaturen von Nicolas Mahler und einem Gespräch zwischen Susanne Kuhn und dem Germanisten Manfred Mittermayer, erschienen im Korrektur Verlag. Drei Wochen lang hat Susanne Kuhn ihr Improvisationstalent im Süden Spaniens unter Beweis gestellt. Launen ertragen und ihre Ängste nicht gezeigt. Die Flugangst beispielsweise oder die Angst in einen Lift steigen zu müssen, erst recht die Angst aus einem Fenster eines hohen Stockwerks zu blicken. Im Gespräch mit Elisabeth J. Nöstlinger geht Susanne Kuhn weit über die Erlebnisse dieser Reise hinaus, erzählt die Familiengeschichte; erzählt über den Großvater, den Seelenzerstörer. So herausfordernd die Reise für Susanne Kuhn auch war, empfindet sie die Zeit auch beglückend, war sie doch nie zuvor drei Wochen durchgehend mit ihrem verehrten Halbbruder zusammen gewesen. Zum 95. Geburtstag von Thomas Bernhard ist vielen bewusst geworden, wie sehr der Dichter fehlt. Zu seinem Todestag am 12. Februar erzählt Susanne Kuhn weitere Episoden aus ihrem gemeinsamen Leben und der Germanist Manfred Mittermayer fügt hinzu. Zu hören wieder bei wissensART, dem Podcast der Wissenschaft und Kunst vereint und überall wo es Podcasts zu hören gibt. © Privat Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: https://thomasbernhard.at https://wissensart.at https://korrekturverlag.com

  23. 140

    Rosmarie Lukasser: Gespenstische Performance

    Osttiroler Klänge verändern die Wahrnehmung der Terrakotta-Skulpturen im Atelier von Rosmarie Lukasser. Es sind leuchtenden Annäherungen an die digitale Welt. Sie verschieben Nähe und Distanz, lassen Wirklichkeiten ineinander verschmelzen. Draußen der Lärm des belebten zweiten Wiener Gemeindebezirkes, drinnen eröffnet sich eine andere Welt. Es ist die Welt der Rosmarie Lukasser. Eine Welt, die ihre Osttiroler Herkunft in die digitale Welt einbindet. In der gespenstischen Dunkelheit verändert sich die Wahrnehmung. Gestern und heute verschwimmen. Vor mir sitzt die Zitherspielerin in Osttiroler Tracht, einer schwarzen Tracht. Die Kopfbedeckung – ein Stück aus dem Erbe von Rosmarie Lukassers Großmutter - ziert eine Stirnlampe. Sie gibt nicht nur Licht, sondern zitiert die kleinen Lämpchen, die sich in den Ton-Skulpturen von Rosmarie Lukasser finden. Zeit und Raum verschwimmen. Eine performative Erzählung beginnt. Sie ist der Auftakt zur Ausstellung in der Gmunden Keramik, die am 12. Februar 2026 eröffnet wird. Rosmarie Lukassers war mit vier anderen Künstler:innen, im Sommer 2025, Artist in Residence in der Gmundner Keramik. Die Academy of Ceramics Gmunden AoCG ist eine Initiative von Gmundner Keramik und OÖ Landes-Kultur GmbH. Sie fördert Austausch und Inspiration zwischen einem der ältesten Keramikstandorte Europas und zeitgenössischen Künstler:innen. Artist-in-Residence-Aufenthalte, Ausstellungen und Diskursformate stärken den Transfer von künstlerischem und handwerklichem Know-how. Die AoCG knüpft damit an die Tradition der Verbindung von Handwerk und Bildender Kunst an. Diese reicht bis zur Wiener Keramik aus Gmunden zurück. Kuratiert wurde die Ausstellung, die ab 12. Februar 2026 zu sehen ist, von Genoveva Rückert. Eröffnet wird sie von Sepp Schellhorn, Staatssekretär für europäische und internationale Angelegenheiten, Helga Rabl-Stadler und Simon Mraz, Artists Solidarity Program Europe, BMEIA. ASOP ist ein Programm, welches besonders Künstler:innen aus der Ukraine die Chance gibt, in Österreich zu arbeiten und sich zu vernetzen. © Elisabeth J. Nöstlinger In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at https://galerie-krinzinger.at https://gmundner.com Auskunft: [email protected]

  24. 139

    Frieder Danielis: Ein Künstlerleben in Venedig

    Was ist wahr, was ist falsch, was ist Schein. Diese Frage beschäftigte Frieder Danielis lebenslang. Er diskutierte sie mit dem Philosophen Martin Buber, dem Historiker Eric Hobsbawm und dem Schriftsteller Elias Canetti. Allesamt Geistesgrößen des 20. Jahrhunderts. Wer waren diese Männer, die das Denken einer Generation prägten? Martin Buber, das war der große Denker, der wusste, dass sich das Ich am Du entfaltet, Eric Hobsbaum, war der marxistisch orientierte britische Universalhistoriker mit sozial- und wirtschaftshistorischen Schwerpunkten, der das deutsche Kaiserreich, das britische Empire, das Nazireich und schließlich auch das Sowjetreich überlebte und Elias Canetti, das war der bulgarisch, britische Schriftsteller, der 1981 den Literaturnobelpreis erhalten hat. Viele dieser Gespräche haben im Salon des österreichischen Diplomaten Ingo Mussi und seiner Frau Renate stattgefunden. Auch Georg Eissler, der österreichische Maler ging dort ein und aus. Was für ein Umfeld für die Entfaltung des malerischen Talents des Autodidakten Frieder Danielis. Aus Reichenhall war er als Bub nach Salzburg gekommen, um ins Gymnasium zu gehen. Bald jedoch faszinierten ihn die Bilder in den Auslagen der Galerie Welz. Er schmiss die Schule hin und arbeitete in der Buchhandlung und der Galerie Welz. Bald zog es ihn jedoch nach Venedig, Mailand, Udine, nach London und nach New York. Dort hatte er mit seiner geliebten Frau Susan Salm bis zu seinem Lebensende eine kleine Wohnung. Aber auch Venedig und Wien nannte er sein Zuhause. Empfing dort wie da Freunde, bekochte sie und genoss die Musik von Susan Salm, wenn sie am Cello übte. Stets war das Musikalische, das Leichte in seinen Arbeiten präsent, vor allem in jenen, die ich kenne, die in meinem Besitz sind. "Mozart springt kopfüber über die Brücke", heißt eines davon, gemalt mit Farbkreide und Farbstiften. "Mein Quartett" heißen vier Pastellwerke in der Größe von 33 x 39 cm. Ganz besonders sind auch sechs Skizzen, die der Künstler mit Wasserfarben malte und die von der Rahmenhandlung Wohlleb in einem wunderschönen Rahmen zusammengefügt wurden. Themen in Bildzyklen zusammenzufassen, war charakteristisch für Frieder Danielis. Sein Interesse galt der Veränderung und Abwandlung eines fortlaufenden Grundthemas. Innerhalb eines Bildzyklus entstanden durchdachte Kompositionen. Formen und Strukturen variierten - genauso Materialien und Techniken. So entstanden Pastelle und Gouachen auf Papier, sowie Eitemperaarbeiten auf Leinwand. Vorwiegend bemalte Frieder Danielis die gesamte Fläche. Die exzellente Qualität des Papiers kommt dennoch zur Geltung. Meist erfreut ein bewegendes Leuchten in heller oder starker Farbigkeit das Auge. Manchmal sind es auch Pastelltöne. Unbeschwert und leicht. Es muss wohl so um das Jahr 1955 gewesen sein, da setzte der Knabe Frieder Danielis unbeschwert und leicht zu einem Sprung über die Mauer des Schlosses Leopoldskron in Max Reinhards Garten an.Dort fotografierte er mit der Kamera seines Bruders; fotografierte die kleinen Putti, Pferdchen und Statuen und fragte sich, was ist wahr, was ist falsch und was ist Schein. Vieles lässt sich erahnen, denn kein Werk ist final, keine Linie zu Ende gezogen, so als warte es auf eine neue Interpretation. Macht das nicht neugierig? Nach Terminvereinbarung unter der e-mail wissensart@wissensart sind die Werke in der Salon Galerie zu sehen. ©Elisabeth J. Nöstlinger Werke von Frieder Danielis befinden sich in öffentlichen Sammlungen, u. a. in Wien in der Albertina und im Wien Museum; im Rupertinum Salzburg; im Museo Civico Triest; im Lindau-Museum, Altenburg und San Franciso Museum of Modern Art, Kalifornien.

  25. 138

    Siljarosa Schletterer: Zwei Talente einer Frau

    Die Lyrikerin spielt mit Sprache, sieht Worte als ihr Instrument, komponiert mit ihnen eine Sprachmelodie. Viele Jahre hat Siljarosa Schletterer Geige gespielt, doch dann hat sie sich doch entschieden, sich das Verbindende einer poetischen Gesellschaft zum Lebensziel zu machen. Dabei steht das Zusammenspiel von Musik und Sprache im Mittelpunkt ihres Schaffens. Die Geige hat sie zur Seite gelegt. Ihr erstes Buch hat Siljarosa Schletterer den Flüssen gewidmet. Es heißt Flussdikdate. Die Texte sind direkt an Flüssen und Seen entstanden, personifizieren diese Gewässer und erkunden, was Wasser "diktieren" kann. Koordinaten und Orte spielen dabei eine wichtige Rolle. „Entschämungen, Körperkantate“, erschienen bei Limbus Lyrik 2025 ist das neueste Buch von Siljarosa Schletterer. Musik, Körper und Sprache finden in diesem Buch zu einem neuen Rhythmus. Und wie der Titel des Lyrikbandes schon sagt, geht es darin um Körper, um Scham und wie sich das transgenerationelle Trauma in unserem Gedächtnis und Körper festsetzt. © Siljarosa Schletterer, Copyright: Dino Bossnini In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at/ https://www.limbusverlag.at/ https://wissensart.at Auskunft: [email protected]

  26. 137

    Alois Hotschnig: "Der Silberfuchs meiner Mutter"

    Alois Hotschnig ist Romancier. Meist dauert es Jahre, bis er ein neues Buch veröffentlicht, aber wenn es dann so weit ist, ist es große Erzählkunst, die zu lesen ist. „Der Silberfuchs meiner Mutter“ ist kürzlich in englischer Sprache erschienen. Grund genug für das ACFNY und das ACFDC, also das Austria Cultural Forum New York und Washington DC, Alois Hotschnig für eine Lesung einzuladen. Für den Autor war das ein nach Hause kommen, war er doch bereits 1992 Gast im Kulturinstitut, so hieß es damals noch, in New York. Wenn er über diese Erlebnisse erzählt, leuchten noch heute seine Augen. Eine lebenslange Freundschaft habe sich aus der Begegnung mit dem seinerzeitigen Leiter des Kulturinstitutes ergeben, ein lebenslanges Begegnungsglück, erzählt der vielfach ausgezeichnete Autor. Mit den Namensgeber:innen der Preise hat Alois Hotschnig eine literarische Beziehung. Es sind diese Erich Fried, Italo Svevo, Anton Wildgans, Anna Seghers und Christine Lavant. Im „Kunst im Gespräch“ erzählt Alois Hotschnig über diese poetische Beziehung. Alois Hotschnig gilt als verwegener Erzähler – und gehört dennoch zu den ruhigeren Vertretern seiner Zunft. Der Schweizer Essayist Markus Bundi ist Hotschnigs schriftstellerischen Weg bereits seit 2015 nachgegangen – und hat seinen hellsichtigen Lektürereport mit „Vom Verschwinden des Erzählers“ überschrieben. In Hotschnigs Texten, so Bundis Beobachtung, gibt es keine erkennbare Erzählinstanz mehr, kein „Ich“, „Er“ oder „Sie“, der, die oder das die Lesenden durch das Erzählte führt. Es wird nichts vorgekaut oder nachgebetet. Der Text entfaltet sich – ohne Sicherheitsnetz, aber bisweilen mit doppeltem Boden. Er lässt sich nicht einfach (weg-)lesen. Er fordert für sich ein, erlesen zu werden. Gilt das auch für Alois Hotschnig selbst? © Rupert Larl In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at Auskunft: [email protected]

  27. 136

    Markus Hinterhäuser: Die Macht der Liebe

    Was für ein Drama! Was für eine Liebesgeschichte, gleich zu Beginn der Salzburger Festspielsaison! Carmen, die Oper von Georges Bizet, ist „das dunkelste und grausamste Werk des Sommers“, befindet der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, „ihre Energie“ sei „trügerisch und zerstörerisch“. Carmen ist eine Verführerin, doch nichts ist ihr wichtiger als ihre Freiheit. Gabriele Carrizzo wird Regie führen und Theodor Currentzis mit seinem Utopia Ensemble die musikalische Leitung übernehmen. Asmik Grigorian wird die Rolle des Vollblutweibes übernehmen. Für den Star der Salzburger Festspiele ist dies ein Rollendebüt. Am zweiten August folgt das nächste Highlight. "Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, angeregt durch Max Reinhard, wird im Haus für Mozart zu sehen und zu hören sein. Die Stars dieser Inszenierung: Kate Lindsey, Elina Garanca usw. Manfred Honeck übernimmt das Dirigat. Weiter geht es mit Saint Francois d`Assise von Olivier Messiaen. Diese Inzsenierung von Romeo Castellucci wird sich mit der Inszenierung von Peter Sellars im Jahre 1992 messen müssen. Mit ihr hat der damalige Intendant der Salzburger Festspiele, Gerard Mortier, Operngeschichte geschrieben. Sie steht für eine neue „Festspiel“Zeitrechnung nach der Ära Karajan. Insgesamt werden im Festspielsommer 5 Opern, 4 konzertant aufgeführte Opern und 80 Konzerte zu hören und sehen sein. Was für eine Vorfreude! © SF/Neumayr/Leo Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://wissensart.at

  28. 135

    Sophie Reyer: Die Vielschreiberin

    Sophie Reyers Passion ist das Schreiben. Etwas mehr als 160 Bücher hat die knapp Vierzigjährige bereits verfasst. Keine 260 Seiten starke Romane, aber immerhin. Im vergangenen Sommer ist der historische Kriminalroman „Tod bei den Salzburger Festspielen“ erschienen. Das bringt sie ein bisschen ihrem Großvater Walther Reyer näher. Dieser Burgschauspieler der „alten Generation“ stand achtmal als Jedermann auf der Bühne vor dem Domplatz. Eine späte Nähe, denn in ihrer Kindheit war er nicht greifbar. Ausschlaggebend für den Roman war er aber nicht. Viel näher als Theater ist Sophie Reyer die Musik. An der Kunstuniversität in Graz hat sie Komposition bei Klemens Gadenstätter studiert und dieses Studium auch abgeschlossen. Im wissensART „Kunst im Gespräch“ spricht sie darüber, über ihre gegenwärtige Arbeit für einen Film über Rauhnächte und wo sie in 20 Jahren stehen möchte. © Privat In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at http://sophiereyer.com/ Auskunft: [email protected]

  29. 134

    Markus Hinterhäuser: Schnee von morgen

    Nachdem im Festspielsommer 2025 in vielen Werken die dunkle Macht des Daseins aufgeführt wurde, nimmt sich Markus Hinterhäuser 2025 der Macht des Herzens an. Sowohl im Theater als auch in der Oper. In dieser Folge geht es vor allem um das Theaterprogramm, welches er der Not geschuldet konzipieren musste. Was dem Impresario hier gelungen ist, ist wahrlich festspielwürdig. Es ist ein Feuerwerk der Uraufführungen! Nobelpreisträger Peter Handke und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek stellen ihre neuen Werke zur Verfügung, für eine Rehabilitation des schwächelnden Schauspiels ist gesorgt. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Ulrich Rasche, er hat im Festspielsommer 2025 die Oper "Maria Stuarda" von Gaetano Donizetti inszeniert. 2026 kehrt er auf die Pernerinsel zurück. "Faust I" wird unter seiner Regie aufgeführt werden. Oscar Wilde "De Profundis" wird in einer Bearbeitung von Oliver Bonne´ im Landestheater gegeben und "Europa" von Wajdi Mouawad nach dem Theaterstück "Europa´s Pledge" in der Übersetzung von Jacek Poniedzialek wird in der Szene gezeigt. Nicht vergessen werden darf natürlich "Jedermann" und die Komödie "Der Menschenfeind" von Molie`re. Lesungen runden das Theaterprogramm ab. Was für ein Sommer! Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. © SF/Neumayr/Leo https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://wissensart.at

  30. 133

    Traumberuf Diplomatin? Ein Buch der Auslandskultur

    „Sind das alles Ihre Frauen?“, fragte Prinz Philipp von England den österreichischen Botschafter, als sich dieser Königin Elizabeth vorstellte und zu diesem Anlass auch die Mitarbeiterinnen der österreichischen Botschaft in London mitnahm. Was für eine Enttäuschung! Elisabeth Kornfeind, Sektionsleiterin für Europa und Wirtschaft, erzählt in diesem „Kultur im Gespräch“ diese Schnurre. Weitere folgen auch von Botschafterin Regina Rusz, der Leiterin der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten, Ingrid Köhn-Dursy, ehemalige Gleichbehandlungsbeauftrage, sie erzählt über die Aufenthalte in Caracas und Südafrika, Theresia Töglhofer berichtet über ihre Erfahrungen in der Zentrale und David Schriffl, Leiter des historischen Referats im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten fügt als Mitherausgeber des Buches „Traumberuf Diplomatin“ die historischen Fakten der weiblichen Diplomatie in Österreich hinzu. Frauen gelang der Aufbruch in die Männerdomäne der Diplomatie erst 1954. Zuvor bewiesen sich Salonnie`res und Adlige in ihren Salons immer wieder als geschickte außenpolitische Akteurinnen. Auch nachdem es Johanna Monschein gelungen war, als erste Missionschefin Österreichs die österreichische Gesandtschaft in Oslo zu erhalten, blieben Frauen meist Begleiterinnen ihrer Ehemänner im diplomatischen Dienst. Mittlerweile ist der Frauenanteil im diplomatischen Dienst enorm gestiegen, bis hinauf in die höchste Ebene, bis zur Außenministerin. Beate Meinl-Reisinger, die derzeitige Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, schreibt im Vorwort des Buches „Traumberuf Diplomatin?“: „Nachhaltiger Frieden ist nur möglich, wenn nicht über die Köpfe der halben Weltbevölkerung hinweg entschieden wird.“ (…) „und obwohl die oft zitierte ‚gläserne Decke‘ bereits deutliche Risse zeigt, sind strukturelle Verbesserungen weiterhin notwendig. Ich freue mich sehr, dass dieses Buch genau hier ansetzt. Es erzählt die Geschichte der Frauen in der österreichischen Diplomatie – kritisch, differenziert, historisch fundiert. Und es zeigt: Fortschritt passiert nicht von allein. Er braucht Sichtbarkeit, Entschlossenheit – und Menschen, die ihn gestalten wollen.“ Was Diplomatinnen dabei erfahren, erzählen sie im „Kunst im Gespräch“. Traumberuf Diplomatinnen? Lebensrealitäten zwischen Klischees und Verklärung. Luftschacht. Hrsg.: Sarah Ganster, Marina Hassiotis, David Schriffl. © BMEIA In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at Auskunft: [email protected]

  31. 132

    Eva Schlegel im Spiegel ihrer Kunst

    Im Herbst 2025 hat mich die Künstlerin Eva Schlegel in ihr Atelier eingeladen. Es ist ein weitläufiges, helles, prachtvolles Atelier. Von der Decke fallen Eva Schlegels schwerelos anmutenden Spiegelobjekte und definieren den Raum neu. Schwerelos scheinende Spiegelskulpturen sind ein Markenzeichen von Eva Schlegel. Öffentlich ziert beispielsweise die Prachtstiege des österreichischen Parlaments eine permanente Spiegelinstallation. Man sieht von einem Stiegenhaus ins andere hinüber. Die Skulptur geht über eine Höhe von 17 m. Sie erweitert den Raum, dekonstruiert ihn sogar, aber sie spiegelt nicht die Menschen. Menschen schauen sich in den Spiegel, um sich zu sehen, sich ihrer Existenz zu versichern. Was aber passiert, wenn diese Wahrnehmung durch Kunst gestört wird? Was sehen wir? Wie erleben wir einen Raum? Was ist wahr und was bilden wir uns ein? Das sind für Eva Schlegel zentrale Fragen. Auch denkt die passionierte Reiterin in Räumen und erfindet sie neu, schafft mir ihrer Raum-Kunst Freiräume des Denkens und Handelns und erschließt neue Perspektiven; auch des Denkens und Fühlens. Das führt zu einem „In Between“, zu einer Dialektik in der Schwebe. Am frühen Morgen lässt sie sich darauf noch nicht ein. Sie beginnt den Tag am liebsten mit einem Frühstück im Bett gemeinsam mit ihrem Mann. ©Louise Pichler In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://evaschlegel.com wissensART: wissensart.at Auskunft: [email protected]

  32. 131

    Dasha Karetnikowa: Die Geschichte meines Vaters im Gulag

    „Motherland hears, Motherland knows“ ist eine Fotodokumentation von Dasha Karetnikova über die Reise mit ihrem Vater zu den Orten seiner Kindheit. Vier Jahre lang, zwischen 2019 und 2023, waren sie in Kasachstan, Georgien und Russland unterwegs. Nun ist die Fotodokumentation in der Galerie Fotohof, am Salzburger Inge-Morath-Platz 1- 3, bis 21. November 2025 zu sehen. Dank der Unterstützung von ASoP Europe, einer Initiative des österreichischen Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten, konnte auch ein Buch produziert werden, welches die Fotos durch eine Sammlung von Archivmaterial ergänzt. Dasha und ihr Vater recherchierten historische Ereignisse und besuchten die Städte und Orte, in denen Georgiy Karetnikov nach in seiner Kindheit gelebt und gearbeitet hat. Im wissensART „Kunst Gespräch“ Podcast erzählt Dasha Karetnikova über die Inhaftierung ihrer Großmutter, als sie mit ihrem Vater schwanger war. Trotz lebenslanger Nachforschungen und der intensiven Arbeit an dem Buch „Motherland hears, Motherland knows“, starb Dashas Vater, ohne genau zu wissen, warum seine Mutter vor so vielen Jahren verhaftet wurde. Da er 1938 im Gulag geboren wurde und immer im Schatten der Anschuldigungen leben musste, wurde er 2022 im hohen Alter wiederum von staatlichen Behörden verfolgt. In der langen Nacht der Museen wurde die Fotodokumentation, in der Galerie Fotohof am Salzburger Inge-Morath-Platz 1- 3, vorgestellt. Staatssekretär Sepp Schellhorn hob bei diesem Anlass die Bedeutung von Kunst und Kultur in der Politik, insbesondere in der Außenpolitik, hervorhob und Dr. Helga Rabl-Stadler sprach über ASoP Europe, einem Projekt des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten. © Dasha Karetnikova In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://fotohof.at/shop/publikationen/motherland-hears-motherland-knows/ wissensART: wissensart.at Auskunft: [email protected]

  33. 130

    Christoph Ransmayr: Abenteuer eines Schriftstellers

    Ein Ahnungsloser, der die Welt erkundet, das will Christoph Ransmayr sein. Einer, der die Welt nicht bloß beurteilt, sondern erfährt, durchwandert, umsegelt, erklettert, durchschwimmt, notfalls auch erleidet. Als Dichter, Schriftsteller, Erzähler tituliert zu werden, darauf erhebt Christoph Ransmayr keinen Anspruch. Da wolle er schon lieber Tourist sein, erzählte die Co-Intendanten des "Philosophikums Lech" am Arlberg. Seinen ersten Roman begann Christoph Ransmayr mit der Frage: „Was ist bloß mit unseren Abenteuern los“. Seither sind etwas mehr als 40 Jahre vergangen. Mehrere Romane folgten, einige Gedichte, wenige Dramen und immer auch Erzählungen in unterschiedlicher Länge. Anders als die Romane, die aus dem Raum der Imagination, der Fantasie, des Traums, entstanden sind, sind alle Erzählungen der Wirklichkeit, der Erfahrung entsprungen, sie sind, so Christoph Ransmayr, der Erfahrung der Welt gewidmet. Es ist seine Erfahrungen der Welt. Zum Abschluss des 28. Philosophikums Lech erzählte Christoph Ransmayr von seiner Erfahrung der Welt. Er las aus seinem Buch: "Der Weg nach Surabaya". ©Stefanie Lässer Nächste Woche hören Sie aus der Reihe „Kunst im Gespräch“, eine Diskussion mit Staatssekretär Sepp Schellhorn, Mitbegründerin von ASOP Helga Rabl-Stadler und Dasha Karetnikova, die eine Geschichte über die Reise ihres Vaters zu dessen Kindheit im Gulag erzählt. Zu sehen ist die Fotogeschichte in der Galerie Fotohof in Salzburg bis 11. November 2025.

  34. 129

    Andreas Stecher: Der österreichische Schlagzeuger in Ghana

    Ghana, das ist ein Land mit einer jungen Population und vielfältigen, spannenden Möglichkeiten in Sachen Musik. „Im Jänner 2025 schrieb das Außenministerium (BMEIA) in Kooperation mit mica – music austria erstmals eine Dialog-Residenz in Accra, Ghana aus. Ziel ist es, den musikalischen Austausch und die Vernetzung mit den Musikschaffenden in Ghana auszubauen und zu stärken. Die Bewerbungen waren zahlreich und qualitativ sehr hochwertig. Andi Stecher hat die Ausschreibung gewonnen.“ Sechs Wochen lang war er „Artist in Residence” in Accra. Im „Kunst im Gespräch“ erzählt der gebürtige Tiroler Schlagzeuger, Produzent und Komponist über seinen Aufenthalt, über seine Netzwerke und seine künftigen Produktionen. Die Inspirationsquelle: Der Aufenthalt in Westafrika, in Ghana. Andi Stecher verbindet in seiner Musik verschiedene zeitgenössische Produktionsstile. Als Musiker und Produzent setzt er sich für faire Arbeitsbedingungen in der Kunst ein und sucht nach Wegen, wie alle Beteiligten von einer gemeinsamen Produktion langfristig profitieren können. Sein Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung zeitgenössischer globaler Kollaborationen im Bereich Musik, Sound und Kunst im Allgemeinen. Gemeinsam mit Liaam Iman produzierte er die EP „LEAP OF FAITH“ (2024). Das Duo arbeitet mit ethischem Sampling und gibt einen Teil der Einnahmen der EP an die Gemeinden und Communities zurück, aus denen Sounds und Inspirationen für die Songs stammen. In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Auch Künstler und Künstlerinnen des „Artist in Residence“ Programms. Denn dies ist ein Leuchtturmprojekt der österreichischen Auslandskultur. Es zeigt, wie Diplomatie des 21. Jahrhunderts gelingen kann – kreativ, inklusiv und zukunftsorientiert. © Denis Laner In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at wissensART: https://wissensart.at linktr.ee/stecher_ www.instagram.com/andi_stecher andistecher.org

  35. 128

    August Diehl: Film oder Theater?

    Demnächst startet der Film „Das Verschwinden des Josef Mengele“ in den Kinos. August Diehl spielt den Nazi-Massenmörder. Dieser Todesengel entschied an der Rampe, wer gleich ins Gas kam und wer durch Arbeit vernichtet werden sollte. Im Dienst der Nazi-Rassentheorie und Eugenik führte Josef Mengele unsagbar grausame Experimente durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh er wie viele Nazis nach Argentinien. Dort gewährte ihm das Regime Perón Unterschlupf. August Diehl spielt Josef Mengele mit kalter Präzision als Getriebenen und Fanatiker, heißt es, der sich auf Geldzuwendungen aus der Bundesrepublik und auf ein Netzwerk aus untergetauchten Nazis in Südamerika stützt. Am Ende seines Lebens lebt der Nazi-Arzt in einer Hütte in ´o Paulo, noch immer davon überzeugt, der Herrenrasse anzugehören. Regie führte Kirill Serebrennikov, der auch den "Schneesturm" bei den Salzburger Festspielen auf der Pernerinsel inszenierte. Das Theaterstück wird derzeit im Düsseldorfer Schauspielhaus gegeben. Das Gespräch mit August Diehl führte ich auf Einladung der Salzburger Festspielfreude kurz vor einer Aufführung des Theaterstücks „Der Schneesturm“. August Diehl, das ist ein Schauspieler, der wimmert, weint, schreit, tobt, von einem Extrem ins andere fällt. In vielen seiner Rollen. Davon handelt das Gespräch mit August Diehl. Foto: © SF/Sandra Then Weiterführende Links: https://wissensart.at https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://festspielfreunde.at/

  36. 127

    Auslandskultur: Die Power der österreichischen Diplomatie

    Salon Zukunftskultur „Wo Kultur zum Schweigen gebracht wird, wird die Demokratie geschwächt. Wo Flüsse vergiftet und Wälder zerstört werden, verkümmert die Kultur. Die Zerstörung von Demokratie, Kultur und Natur ist ein und derselbe Gewaltakt. Dagegen muss Widerstand geleistet werden.“ Beim „Salon Zukunftskultur“, wie die Auslandskultur des Außenministeriums ihre Jahrestagung nennt, wurde klar, dass kulturelle Diplomatie „nicht nur Brücken baut, sondern auch Haltung gegenüber gesellschaftlichen Herausforderungen zeigt“, Zitat Sektionsleiterin Regina Rusz. Mehrmals wurde betont, dass die vielfach zitierte (Soft-)Power de facto eine (Strong-)Power ist, und es wurde klar, dass Kulturpolitik weit über das Repräsentative hinaus eine starke politische Kraft entfalten kann. Kultureller Austausch schafft nicht nur Verständigung, sondern besitzt auch das Potenzial, für Frieden und Grundrechte einzutreten – sich entschieden gegen Krieg zu stellen. Dieser „Kunst im Gespräch“ Podcast spiegelt in einer Zusammenfassung der Podiumsdiskussion: „Solidarität mit Kunst- und Kulturschaffenden in Zeiten des Umbruchs“ das Schwerpunktthema der Tagung, das unter dem Zeichen eines offenen, kritischen und zugleich zukunftsorientierten Dialoges unter dem Motto; „Kulturelle Vernetzung und künstlerisches Engagement in Zeiten des Umbruchs“ stand. ASoP, das „Artists Solidarity Program Europe“, gegründet von Simon Mraz von der Auslandskultur und der langjährigen Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler wird ebenso vorgestellt, wie die Künstlerinnen Vlada Lysenko und Soli Kiani, die an diesem Programm teilnehmen.Kurdwin Ayub, sowie Veronika Dirnhofer ergänzen das Unterstützungsprogramm mit konstruktiven Vorschlägen. Ein weiteres Projekt ist eine Buchpräsentation und Ausstellung der russischstämmigen Fotokünstlerin Daria Kartenikova. In einer berührenden und zugleich starken Arbeit widmet sie sich der Aufarbeitung der Gulag Vergangenheit ihrer Familie. Ursprünglich als Erinnerungsprojekt für eine ehemalige Gulag Stadt in Russland geplant, gelingt die Realisierung nun mithilfe von ASoP Europe. Während der langen Nacht der Museen findet am 4. Oktober um 20:00 in der Galerie Fotohof in Salzburg, am Inge-Morath-Platz 1 -3, zur Ausstellung »Motherland hears, Motherland knows« eine Diskussion statt. Teilnehmer: Staatssekretär Sepp Schellhorn, Helga Rabl-Stadler und Simon Mraz (Mitgründer:innen ASoP), sowie die Fotografin Dasha Karetnikova im Gespräch mit Andrew Phelps (FOTOHOF). Zuvor, um 18.30, gibt es im Fotohof die Eröffnung der Ausstellungen »Time & Again« und »Photographing Photography«. Um 21.30 ist die Performance Fungi Phuong Tran Minh zu sehen. © Elisabeth J. Nöstlinger In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at wissensART: https://wissensart.at

  37. 126

    Franz Kamlander: Leidenschaft Art Brut

    „Die wahre Kunst ist stets dort, wo man sie nicht erwartet.“ Dieser Satz stammt von Jean Dubuffet, dem französischen Maler, Bildhauer, Aktionskünstler und Weinbauer. Letztgenannte Profession war wohl die Inspirationsquelle für den Namen der Kunstgattung Art Brut. Das ist die rohe, unverfälschte, wahre Kunst. Und wo ist sie zu finden? In Ausstellungen, in Galerien und privaten Sammlungen. Sie hängen zwischen anderen zeitgenössischen Kunstwerken und vielen Büchern. Manchmal steigen die Kühe, Pferde und Hunde von Franz Kamlander oder die „Kopffüssler“ von Oswald Tschirtner von der Wand und suchen ein neues zu Hause. Franz Kamlander ist einer der etabliertesten Gugginger Künstler. Bekannt ist er unter anderem für seine Kühe in den Farben gelb, schwarz-weiß, blau und rot. Schnell und fließend war sein Malstil, intensiv die Farben. Manchmal beschränkte er sich in seiner Farbgebung auf schwarz/weiß. Die abgebildete Kuh aus dem Jahr 1997 auf einer 100 cm x 100 cm großen Leinwand hat er mit einer leuchtenden, roten Acrylfarbe gemalt und links unten signiert. Auch sie eine neue Wand, auf der sie ihre Leuchtkraft entfalten kann. Auskunft: [email protected] Foto: © Elisabeth J. Nöstlinger

  38. 125

    Karl-Markus Gauß: Abenteurer des Schreibens

    Karl-Markus Gauß erschafft aus seiner unaufhörlichen Wanderung Erzählungen über vergessene Völker, Außenseiter, Namenlose. Er schreibt über „schuldhafte Unwissenheit“ und ist dabei ein „trittsicherer Wanderer“, der sich auf dem Boden eines aufgeklärten Humanismus bewegt. „Dabei scheut er weder das Minenfeld des Meinungskriegs, noch ist er sich zu gut, den einen oder anderen Tritt auszuteilen“. (Daniela Strigl). Er schreibt Essays, Reportagen, kritische Zeitungskommentare, Journalbeitrage und Reiseerzählungen. In seinen Büchern nähert er sich oft Minderheiten und Ethnien am Rande Europas an, schreibt über kulturelle Begegnungen in Österreich und Europa. Dafür wurde er vielfach ausgezeichnet. Dazu gehört der Österreichische Kunstpreis für Literatur, der Jean-Améry-Preis für europäische Essayistik und der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Im „Kunst im Gespräch“ Podcast erzählt er bei wisssensART über den Alltag eines Schriftstellers und die Abenteuer des Reisens. Foto: © Stefan Winkler In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at wissensART: https://wissensart.at

  39. 124

    August Diehl: „Der Schneesturm“ und der Wahn

    „Ich liebe den Schnee. Der Schnee bedeckt die Erde und alles wird schön", sagt Vladimir Sorokin im Gespräch über seinen Roman „Der Schneesturm“ und meint weiter: „Da sind die Verwerfungen, all die Widersprüche des Alltags und dann schneit es und die Welt ist schön“. „Wenn Sie unterwegs sind und in einen Schneesturm geraten, war es das. Es ist ein schönes Phänomen, aber auch ein schreckliches, schicksalhaftes Ereignis. Meine Erzählung hat in Wahrheit drei Protagonisten: den Arzt, seinen Kutscher und den Schneesturm. Am Ende siegt der Dritte.“ Sonja Beißwenger ist in der Inszenierung auf der Pernerinsel in Hallein mit anderen Schauspieler:innen dieser Schnee. Kirill Serebrennikov hat das Buch für die Bühne adaptiert und Regie geführt. Bei wissensART erzählen beide Theaterpersönlichkeiten über ihre Arbeit bei dieser Inszenierung und den Salzburger Festspielen. Am Dienstag, dem 26. August 2025, 15h, führt Elisabeth J. Nöstlinger mit dem Hauptdarsteller des Stückes August Diehl ein Künstlergespräch in der Universitätsaula am Max-Reinhardt-Platz, Eingang über den Furtwänglerpark. © SF/Sandra Then "Der Schneesturm" nach Wladimir Sorokin, Bühnenfassung von Kirill Serebrennikov, Deutsch von Andreas Tretner, eingerichtet von Rustam Akhmedshin. Regie, Bühne und Kostüme: Kirill Serebrennikov, Bühne und Kostüme: Vlad Ogay, Musik und Komposition: Alexander Manotskov, Musikalische Leitung: Daniil Orlov, Choreografie: Evgeny Kulagin, Ivan Estegneev, Mit August Diehl, Filipp Avdeev, Sonja Beißwenger u.a., Koproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und KIRILL & FRIENDS Company auf der Perner-Insel, Hallein. Vorstellungen noch am 22., 23., 24., 26.8.August. . www.salzburgerfestspiele.at

  40. 123

    Peter Sellars: Ein Augenblick wird zur Ewigkeit

    Erstarrung, Verzweiflung, Abschied. Abschied vom Geliebten und Abschied von der symphonischen Musik. Beides ist in der Inszenierung von Peter Sellars in "One Morning turns into an Eternity" zu sehen und zu hören. Mit der "Erwartung" schrieb Arnold Schönberg revolutionäre Musik: Die Klänge malen extreme Erregung, ganz aus dem Moment heraus, ohne Tonart, ohne vorhersehbare Form. 1908 war das ein Schock für die Musikwelt. Etwa zeitgleich komponierte Gustav Mahler "Abschied", den halbstündigen Schlusssatz des Stückes "Lied von der Erde". Arnold Schönberg zoomt an den Schock einer einzigen Sekunde, in der sich ein ganzes Leben verdichtet, unglaublich nah heran. Ausrine Stundyte interpretiert dies großartig. Gustav Mahler betrachtet hingegen den Abschied von einem geliebten Menschen aus der Vogelperspektive. Einsam auf der Riesenbühne stehend, singt die Altistin Fleur Barron diesen "Abschied". Eingebettet ist dies alles in ein fantastischs Bühnenbild. Mit Goethes Faust möchte man sagen: Verweile doch, ach Augenblick, du bist so schön. SF/Jan Friese Letzte Vorstellung: 18. August 2025, bei den Salzburger Festspielen

  41. 122

    Lukas Schiemer: Ein Multitalent reist um die Welt

    "Lukas Schiemer wurde 1982 geboren und erreicht jetzt gerade seinen Glanzmoment. Er betätigt sich und andere als Musiker, Komponisten, Songwriter, Pädagogen, Gärtner, Poeten oder Künstler und kocht gerne. Dabei versucht er so einfach wie möglich den Ernst des Lebens zu erledigen. Ohne sich dabei in den Mittelpunkt stellen zu wollen, hält er von Vielem wenig, den Rest findet er großartig.“ Soweit die Selbstbeschreibung des Multitalents, das aus jeder Situation das Beste macht. Mit seinem einzigartigen 360° Video Performance Projekt porträtierte der Musiker und Multimedia Künstler Lukas Schiemer weltberühmte Museen und andere herausragende Orte der Kunst und Kultur. Im „Kunst im Gespräch“ erzählt er, wie er die 360° Videos in den leergefegten Museen produzierte, was es heißt, während eines harten Lockdowns mutterseelenallein durch die Hallen zu flanieren, Titos Bunker in Bosnien Herzegowina oder das Centro de Memoria, Paz y Reconciliación in Bogotázu zu erkunden und dabei zu musizieren. Anekdoten aus neuen Projekten ergänzen das Gespräch. © Theresa Pewal In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: https://www.bmeia.gv.at/ https://wissensart.at https://austriakulturinternational.at/kulturforum-sarajevo/ https://austriakulturinternational.at/kulturforen-weltweit/

  42. 121

    Ulrich Rasche: Maria Stuarda

    Es ist eine bildgewaltige Parabel, die Ulrich Rasche auf die Bühne des großen Festspielhauses in Salzburg bringt. Dabei geht es ihm bei seiner Inszenierung der Belcanto Oper von Donizetti nach dem Libretto von Giuseppe Bardari um mehr als ein Liebesdrama. Es geht ihm um die Intrigen der Macht. Um die Abgründe der Seelen auf der Drehscheibe des Machtgewinns und des Machterhalts. Und zwar aller Beteiligten. Es geht ihm nicht nur um den Hass der getriebenen Protagonistinnen, der sie sowohl voneinander trennt als auch verbindet. Der Tod von Maria bringt Elisabetta keine Befreiung, sie bleibt gefangen in der Mechanik der Macht. Die Mechanik der Inszenierung ist eine Herausforderung sowohl für die Sänger und Sängerinnen als auch für den Dirigenten. Der einzigartige Aspekt der ständigen Bewegung hat Lisette Oropesa und Kate Lindsey zwar inspiriert, wie im wissensART Podcast „Tödliche Feindschaft im Festspielhaus“ zu hören ist, mag aber doch herausfordernd sein. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb weder Lisette Oropesa als Maria Stuarda noch Katey Lindsey als Elisabetta das Bühnengeschehen omnipräsent dominieren, wie man es von anderen Primadonnen der Oper kennt. Das mögen manche Belcanto-Freunde bedauern und den Kritikern in die Hände spielen. Trotz Vereinzelung der Protagonistinnen auf ihren Scheiben kann das Stück nicht auf einen vokalen Schaukampf reduziert zu werden. Wie die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Antonello Manacorda war, erfahren Sie bei wissensART. Maria Stuarda von Gaetano Donizetti ist bei den Salzburger Festspielen, noch zu sehen am 11., 16. 19., 23. Und 30. August im großen Festspielhaus zu sehen. Auf wissensART, dem Podcast der Wissenschaft und Kunst vereint, hören sie demnächst eine Besprechung von „One Morning turns into an Eternity“ in einer Inszenierung von Peter Sellars. ©Elisabeth J. Nöstlinger

  43. 120

    Georg Baselitz: Grosse Kunst an feinen Fäden

    Wenn große Künstler zusammengeführt werden, entsteht Einzigartiges. So geschehen bei den Salzburger Festspielen 2025. Intendant Markus Hinterhäuser und Konzertchef Florian Wiegand ist es in Zusammenarbeit mit der Galerie Ropac gelungen, Georg Baselitz für die Oper „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky zu gewinnen. Er, einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, hat die Marionetten entworfen und das Bühnenbild gestaltet. Leonard Winkler, der Bildhauer und Figurenbauer des Salzburger Marionettentheaters, hat die Bündel aus weißen Holzstäben mit riesigen Schuhen sowie markanten und farbigen Köpfen angefertigt. Regie führt Matthias Bundschuh, der hin und wieder poetische Schattenspiele zeigt oder eine Stichflamme, manchmal führt er auch die Puppenspieler sichtbar auf die Bühne. Ein weißes Bettlaken mit schwarzen Pinselzeichnungen reicht für das Bühnenbild. „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky gilt als Schlüsselwerk der musikalischen Moderne; 1918 in Lausanne uraufgeführt, ist es getränkt von den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges. Die 16 Szenen bestehen aus vielen Tänzen, dissonant angeschrägten Streicherklängen, Schlagzeugattacken, luftigem oder grellem Blech. Es ist ein großes Hörvergnügen, diese tolle, charmant-widerborstige Partitur von einem Ensemble zu hören, das Isabelle Faust anführt. Sie ist eine der größten Geigensolistinnen der Gegenwart. Genial fügt sich Dominique Horwitz, der Rezitator, in die Inszenierung ein. Er säuselt als Teufel in Gestalt einer alten Frau, er brummt und schreit, skandiert wie ein Bänkelsänger auf dem Jahrmarkt, immer synchron mit Strawinskys scharfen Rhythmen. Man folgt ihm auch begeistert, wenn er einmal dem Publikum zugewandt und ein andermal den Rücken zukehrend zur Bühne spricht. 80 Minuten großes Opernvergnügen im kleinen Marionettentheater an der Salzach. Keine plumpe Annäherung an die Gegenwart erregt die Gemüter, nur ein Stahlhelm verweist auf der Bühne auf die Gegenwart der Kriege und die Verführbarkeit des Menschen durch den Teufel, der Geld und Macht verspricht. Die Originalpuppen, die Georg Baselitz für diese Produktion geschaffen hat, zeigen die Salzburger Festspiele in Kooperation mit der Galerie Ropac im Foyer des Festspielhauses. Ebenso die Entwurfsskizzen und die Skulptur Pace Piece (2003/04) . Außerdem soll die Inszenierung auf Tournee gehen und im Repertoire des Marionettentheaters aufgenommen werden. Somit schließt sich der Kreis zu den Wanderbühnen der Nachkriegszeit, in der die Oper von Igor Strawinsky geschrieben wurde. Weiterführende Links: #https://salzburgerfestspiele.at #https://ropac.net #https://wissensart.at © Bernhard Müller

  44. 119

    Peter Baldinger: Ein Fenster für den Stephansdom

    Leicht konnte man die Motive seiner Bilder noch nie erkennen, denn sein Werk beschäftigt sich schon immer mit „Verunklärungen“. Mensch und Gesichter lösten sich im Wasserspiegel auf oder drehten einem gleich den Hinterkopf zu, wie die Exponate, die in den österreichischen Kulturforen in Washington DC und Istanbul zu sehen waren. Seit vielen Jahren verpixelt Peter Baldinger nun seine Motive; nicht mit dem Computer wie Chuck Close, sondern mit dem Pinsel, und diese Pixel-Bilder erschließen sich erst, wenn man genügend Abstand hält. Zweimal, dreimal, ja vielleicht muss man sich sogar viermal auf den Weg im Stephansdom machen, um die Vollendung des gotischen Michaelsfensters (1398) in der Bartholomäuskapelle durch den zeitgenössischen Künstler Peter Baldinger zu sehen. Im Obergeschoss des südwestlichen Kapellenanbaus des Stephansdoms ist ein nicht öffentlich zugänglicher Raum. Eine schmale Wendeltreppe führt zu einer geheimen Tür. Sie öffnet sich nur bei Spezialführungen. Die Habsburger sollen dort ihre Reliquien verwahrt haben. Beachtet man die Michaelsdarstellung, der Schlussstein des Gewölbes, wird klar, dass die Kapelle dem heiligen Michael geweiht war. Und hier in diesem Raum befinden sich noch einige wenige gotische Glasmalereien. Allerdings nur bruchstückhaft. Toni Faber, der Dompfarrer von St. Stephan, hat Peter Baldinger beauftragt, ein Fenster zu vollenden. In der Farbgestaltung hat sich der zeitgenössische Künstler angepasst und auch auf die Auflösung des Motivs durch grobe Verpixelung hat Peter Baldinger bei diesem Auftragswerk verzichtet, obwohl diese Technik seit Jahren das Wesensmerkmal seiner Kunst ist. Den Vergleich mit der aufsehenerregendsten Kirchenfenstergestaltung in Pixel-Ästhetik von Gerhard Richter im Kölner Dom hat er in diesem Fall gescheut. (c) Peter Baldinger In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: https://www.bmeia.gv.at/ austria.kultur international Washington DC, https://www.acfdc.org/ austria.kultur international Istanbul, https://austriakulturinternational.at/2025/01/27/ausstellung-46-kulturforum-istanbul/ austria.kultur international: www.austriakulturinternational.at wissensART: www.wissensart.at

  45. 118

    Tödliche Feindschaft im Festspielhaus

    Maria Stuart und Elisabeth I. hätten Freundinnen sein können, sagt Ulrich Rasche, der Regisseur der Neuinszenierung der Oper Maria Stuarda von Gaetano Donizetti bei den diesjährigen Salzburger Festspielen. Doch die Konstellation der historischen Stunde erlaubt ihnen kein Nebeneinander. Eine von ihnen muss sterben. Maria Stuart, die Königin von Schottland und Elisabeth I., die Königin von England, sind zwei Gegenspielerinnen in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die tödliche Feindschaft entzündet sich an der Frage: wem gehört der Thron. Elisabeth oder Maria. Elisabeth sagen die englischen Kronjuristen; für die katholischen Schotten ist Elisabeth jedoch ein unwürdiger Bastard und Maria die Einzige, die den Thron beanspruchen kann. Der für sein Maschinentheater bekannte Regisseur Ulrich Rasche stellt auf mechanischen Drehscheiben die ganze Brutalität des Konfliktes zwischen Maria und Elisabeth dar. Es ist ein „elementarer Machtkampf im Spannungsfeld von Existenzbedrohung, Manipulation und Reibungen", der den Sängerinnen viel abverlangt. Jenseits der "scheinbar leicht konsumierbaren Musik" verleiht Ulrich Rasche der Oper ein dramatisches Gewicht, um den Inhalt der Oper in den Vordergrund zu rücken. Die Premiere von Maria Stuarda von Gaetano Donizetti ist am 1. August 2025 im Großen Festspielhaus um 18h. Am 7., 11., 16. und 19., August beginnen die Vorstellungen um 19h, die am 23. um 19.30 und die letzte Vorstellung von Maria Stuarda am 30. August, beginnt um 18.30, Noch vor der Premiere, am 31. Juli, erwarte ich Ulrich Rasche zu einem Künstlergespräch der Freunde der Salzburger Festspiele in der Aula der Salzburger Universität in der Hofstallgasse. Ich freue mich darauf. Foto © SF/Neumayr/Leo Antonello Manacorda (Musikalische Leitung), Kate Lindsey (Elisabetta), Lisette Oropesa (Maria Stuarda), Ulrich Rasche (Regie und Bühne)

  46. 117

    Hannah Rieger: Eine Stimme für Art Brut

    „Die wahre Kunst ist immer da, wo man sie nicht erwartet.“ Jean Dubuffet Hannah Rieger zeigte Werke ihrer Art Brut Sammlung während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel und nun präsentiert sie eine Auswahl im Kaisergang des Stiftes Melk. Das ist bemerkenswert für Künstler, die am Rande der Gesellschaft stehen, meist psychisch krank sind. Sie alle eint, dass sie Autodidakten sind. Ihre Arbeiten sind von großer Ausdruckskraft. Art Brut, das ist die Kunst der Außenseiter. „Roh“ und „unverfälscht“ präsentiert Kurator und Präsident von GLOBART Hans Hoffer 45 Werke der Sammlung Rieger zwischen den Porträts der Babenberger und Habsburger. Diese „unverbildete, rohe“ Kunstströmung wurde 1945 begründet, und sieht sich abseits von etablierten Kunstformen. Art Brut ist demnach frei von akademisch-künstlerischer Schulung und entsteht aus einem inneren Ausdrucksbedürfnis, dem der kreativ tätige Mensch in unterschiedlicher Weise nachkommt und somit einen Teil seines Innersten künstlerisch sichtbar machen kann. Die Ergebnisse sind emotionale Meisterwerke. Die Autodidakten arbeiten in erster Linie für sich selbst und nicht für ein Publikum. Hannah Rieger gibt ihnen eine Stimme. Im nächsten „Kunst im Gespräch“ Podcast erzählt der Künstler Peter Baldinger u.a. über seine Arbeit am neuen Fenster in der Bartholomäuskapelle im Wiener Stephansdom. Foto: (c) Aleksandra Pawloff In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at wissensART: https://wissensart.at https://livinginartbrut.com/index.php/de/ https://www.stiftmelk.at/

  47. 116

    Daniela Mitterberger: Die Magie der Veränderung

    Daphne´s Haut, nennt die Architektin Daniela Mitterberger ihre Installation, die von der Magie der Veränderung erzählt. Gezeigt wird ein sich wandelndes Fragment aus Holz - gesteuert aus Mikroorganismen und Robotik. Bisher galt Patina als Zeichen des Verfalls, in Daniela Mitterbergers Arbeit wird sie zum Objekt des Begehrens. Patina wird als ästhetisches und ökologisches Potenzial inszeniert. Holz dient als aktives Trägermaterial, auf dem Mikroalgen und Bakterien eine dynamische grüne Schicht bilden. Vier robotische "Geografen" überwachen das Wachstum und regulieren Licht und Feuchtigkeit in Echtzeit. Architektur wird hier als lebendiges, ökologisches System verstanden, das durch die Interaktion von Technik, Biologie und Material verändert wird. Ein vernetztes Steuerungssystem koordiniert alle Komponenten - Patina, Roboter, Umwelt und audiovisuelle Elemente - und ermöglicht ein adaptives Verhalten. Am Ende der Triennale, am 9. November, werden die Holzschindeln grün sein. Was das mit dem Mythos von Apollo und Daphne zu tun hat, wie unkompliziert die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Kulturforum in Mailand war und wie man mit einer 6 Monate alten Elli erfolgreich arbeitet und um die halbe Welt reist, erzählt Daniela Mitterberger im „Kunst im Gespräch“ mit Elisabeth J. Nöstlinger bei wissensART.  Foto: (c) Elisabeth J. Nöstlinger In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: www.bmeia.gv.at/kf-mailand/ Österreichisches Kulturforum in Mailand:   austria.kultur international: www.austriakulturinternational.at wissensART: www.wissensart.at Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify.

  48. 115

    Elisabeth v. Samsonow im Göttinnenland

    Reiterin, Zirkusdirektorin, Malerin, Bildhauerin, Performancekünstlerin, Philosophin, Theologin, Feministin, Weinbäuerin und Landwirtin, Elisabeth von Samsonow hat viele Talente. In der Nachbarschaft von Erwin Wurm nutzt sie diese seit einigen Jahren auch im vier Hektar großen „Göttinnenland“ im niederösterreichischen Weinviertel. Das Land auf einem Hügel hat sie mit einer Gruppe Gleichgesinnter erworben. Unweit davon steht der Streckhof. Dort, in Hadres, hat sie Atelier und Werkstatt, betreibt eine Landwirtschaft, heißt Künstlerinnen und Künstler willkommen und pflegt ihr weitverzweigtes Netzwerk. Das reicht von Künstlern und Künstlerinnen, Galeristen und Galeristinnen, Mitgliedern der Universität für angewandte Kunst, Feministen, Feministinnen, bis zum Auslandskulturforum in Bukarest, Bratislava, der österreichischen Botschaft im Iran und wieder zurück nach Asparn an der Zaya im Bezirk Mistelbach. Dort hat sie mit Katharina Rebay-Salisbury im MAMUZ die Ausstellung „Die Stimmen der Göttinnen“ kuratiert. Noch bis 30. November treffen dort archäologische Funde und Kunst der Gegenwart aufeinander. Foto: (c) Tamara Stajner. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at wissensART: https://wissensart.at https://www.mamuz.at/de https://kunstanthropologie.samsonow.net/

  49. 114

    "Endspiele" in der Hofstallgasse

    Seit 9 Jahren leitet Markus Hinterhäuser die Salzburger Festspiele. Doch nie waren die Herausforderungen so groß wie heute. Kultur habe keinen stabilen Stellenwert mehr, und das Verständnis für die Wesentlichkeit der Kunst nehme ab, meinte er kürzlich in einem Interview. Da tut es schon gut, einen Impresario an der Spitze der Festspiele zu wissen, der selbst Künstler, besser gesagt Pianist ist. Seit vielen Jahren lebt er in Salzburg, in jener Stadt, die während der Festspielzeit zur Bühne wird. Dort ist er auch gesellschaftlich gut vernetzt. Markus Hinterhäuser weiß um die Strahlkraft der Salzburger Festspiele weit über Österreichs Grenzen hinaus. Bei der Programmierung lässt er daher brisante gesellschaftspolitische Fragestellungen nicht aus. Heuer verdichten sich in den Werken des Festspielsommers unsere Zweifel, unsere Einsamkeit, unsere Ängste, aber auch lichteste Hoffnungen wie unter einem Brennglas. Schon die Eröffnungsrednerin Anne Applebaum wird auf geopolitische Konstellationen eingehen. Die US-amerikanisch-polnische Journalistin, Kolumnistin und Historikerin hat ein Buch über die Technik der Autokraten geschrieben. Sie zeigt auf, wie sich Xi Jinping, Putin, Chamenei & Co. Geld, Macht und Straffreiheit verschaffen und gleichzeitig unsere Demokratie zerstören. Es ist eine hochaktuelle Analyse über die neuen autoritären Netzwerke. Die Salzburger Festspiele beginnen somit hochpolitisch. Kunst kann aber auch auf poetische, subtile und hintergründige Weise für Momente sorgen, die zum Denken anregen und uns über unsere Realität etwas sagen. Jeden Sommer stellt dies Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen unter Beweis. Foto: © SF/Neumayr

  50. 113

    Wolfgang Panhofer: Der Mann, der mit dem Cello reist

    „Was hört man, wenn man nichts hört?“ Vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden lang hat der US-amerikanische Komponist John Cage seinem Publikum volle Aufmerksamkeit ohne Töne abverlangt. Wolfgang Panhofer hat das Stück, geschrieben für Klavier, für Cello umgeschrieben und es als Zugabe nach einem Konzert im österreichischen Kulturforum New York gegeben. Die Folge - eine halbseitige Kritik in der New York Times. Was für ein Erfolg! Das ist aber nur eine Anekdote, die Wolfgang Panhofer, der Mann, der mit dem Cello reist, erzählt. Immerhin führen ihn seine Reisen in viele Teile der Welt und oftmals auch zu Konzerten in österreichische Kulturforen. Foto: © Christine de Grancy In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: www.bmeia.gv.at Österreichisches Kulturforum: www.bmeia.gv.at/kf-pretoria/das-kulturforum austria.kultur international: www.austriakulturinternational.at wissensART: www.wissensart.at Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify.

Type above to search every episode's transcript for a word or phrase. Matches are scoped to this podcast.

Searching…

We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.

No matches for "" in this podcast's transcripts.

Showing of matches

No topics indexed yet for this podcast.

Loading reviews...

ABOUT THIS SHOW

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

HOSTED BY

Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

Frequently Asked Questions

How many episodes does wissensART have?

wissensART currently has 50 episodes available on PodParley. New episodes are automatically indexed when they're published to the podcast feed.

What is wissensART about?

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

How often does wissensART release new episodes?

wissensART has 50 episodes. Check the episode list to see recent publication dates and frequency.

Where can I listen to wissensART?

You can listen to wissensART on PodParley by clicking any episode. We provide an embedded audio player for direct listening, and you can also subscribe via your preferred podcast app using the RSS feed.

Who hosts wissensART?

wissensART is created and hosted by Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum.
URL copied to clipboard!