Kalenderpredigt Himmelfahrt 23
from Tagesimpuls Hosted by Johannes Hilliges
Heute steht im Kalender das Fest „Christi Himmelfahrt“. Wir feiern es 40 Tage nach Ostern, denn, so der Bericht des Lukas, „er (Jesus) ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.“ (Apostelgeschichte 1,3) Jetzt sind es noch 10 Tage bis Pfingsten, denn das jüdische Pfingstfest, hebräisch „Schawuot“, wurde 50 Tage nach Pessach gefeiert. Da Himmelfahrt also vom Osterfest abhängt, ist es ein beweglicher Feiertag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April, der späteste der 3. Juni. In diesem Jahr fällt es also auf den 18. Mai. Folgendes berichtet der Evangelist Lukas zu Beginn seiner Apostelgeschichte: Im ersten Teil meines Berichtes, verehrter Theophilus, habe ich über alles geschrieben, was Jesus getan und gelehrt hat, von seinem ersten Auftreten an bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel hinaufgenommen wurde. Bevor das geschah, gab er den Aposteln, die er ausgewählt hatte, unter der Leitung des Heiligen Geistes Anweisungen für die Zeit nach seinem Weggang. Sie waren es auch, denen er sich nach seinem Leiden und Sterben zeigte und denen er viele überzeugende Beweise dafür gab, dass er wieder lebendig geworden war: Während vierzig Tagen erschien er ihnen immer wieder und sprach mit ihnen über das Reich Gottes und alles, was damit zusammenhängt. Einmal – es war bei einer gemeinsamen Mahlzeit – wies er sie an, Jerusalem vorläufig nicht zu verlassen, sondern die Erfüllung der Zusage abzuwarten, die der Vater ihnen gegeben hatte. „Ich habe darüber ja bereits mit euch gesprochen“, sagte er. „Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden, und das schon in wenigen Tagen.“ Diese Ankündigung führte dazu, dass die Apostel, als sie ein weiteres Mal mit Jesus zusammen waren, ihm die Frage stellten: „Herr, ist jetzt die Zeit gekommen, in der du das israelitische Reich wiederherstellst?“ Jesus gab ihnen zur Antwort: „Es steht euch nicht zu, Zeitspannen und Zeitpunkte zu kennen, die der Vater festgelegt hat und über die er allein entscheidet. Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden, und das wird euch dazu befähigen, meine Zeugen zu sein – in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und überall sonst auf der Welt, selbst in den entferntesten Gegenden der Erde.“ Nachdem Jesus das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben. Dann hüllte ihn eine Wolke ein, und sie sahen ihn nicht mehr. Während sie noch wie gebannt zum Himmel hinaufblickten – dorthin, wo Jesus verschwunden war –, standen mit einem Mal zwei Männer in leuchtend weißen Gewändern bei ihnen. „Ihr Männer von Galiläa“, sagten sie, „warum steht ihr hier und starrt zum Himmel hinauf? Dieser Jesus, der aus eurer Mitte in den Himmel genommen worden ist, wird wiederkommen, und zwar auf dieselbe Weise, wie ihr ihn habt gehen sehen.“ Daraufhin kehrten die Apostel nach Jerusalem zurück; sie waren mit Jesus auf einem Hügel gewesen, der „Ölberg“ genannt wird und nur einen Sabbatweg– etwa eine Viertelstunde – von der Stadt entfernt ist. (Apostelgeschichte 1, 1-12)
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