EPISODE · Jan 13, 2026
Kaube im Gespräch: Michael Hampe und „Krise der Aufklärung“
from Sofa-Akademie · host Evangelische Akademie Frankfurt
„Kaube im Gespräch“ ist eine Reihe zu aktuellen Sachbüchern. Gastgeber und Kurator ist Jürgen Kaube. Der Publizist, Träger des ersten Deutschen Sachbuchpreises und Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellt aktuelle Titel, die ihm besonders aufgefallen sind, im Gespräch mit den Autorinnen und Autoren vor. In der neunten Folge ist der Philosoph Michael Hampe zu Gast. Dieser widmet sich in seinem aktuellen Buch der Aufklärung, einem Begriff, der zugleich eine historische Epoche und ein bis in die Gegenwart wirkmächtiges Emanzipationsprojekt bezeichnet. Die im Jahr 1784 von Kant formulierte Aufforderung, sich mündig des eigenen Verstandes zu bedienen, hat im Zuge des vermeintlich unaufhörlichen gesellschaftlichen Fortschritts keineswegs nur selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger hervorgebracht, sondern auch zahlreiche Verlierer und Verwerfungen, wie Horkheimer und Adorno 1944 in ihrer „Dialektik der Aufklärung“ zeigten. Aus heutiger Perspektive lässt sich die Aufklärung – etwa aus postkolonialistischer Sicht – als unvollendetes oder gescheitertes Unternehmen betrachten, mindestens jedoch als eines, dessen große Illusionen zerplatzt sind. Der Clou allerdings liegt darin, dass diese Einsicht selbst Ausdruck einer aufgeklärten Haltung ist. „Krise der Aufklärung. Über die Fortsetzbarkeit einer Lebensform“ (Suhrkamp) In Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt. Das Gespräch wurde am 10. Dezember 2025 aufgezeichnet.
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„Kaube im Gespräch“ ist eine Reihe zu aktuellen Sachbüchern. Gastgeber und Kurator ist Jürgen Kaube. Der Publizist, Träger des ersten Deutschen Sachbuchpreises und Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellt aktuelle Titel, die ihm besonders aufgefallen sind, im Gespräch mit den Autorinnen und Autoren vor. In der neunten Folge ist der Philosoph Michael Hampe zu Gast. Dieser widmet sich in seinem aktuellen Buch der Aufklärung, einem Begriff, der zugleich eine historische Epoche und ein bis in die Gegenwart wirkmächtiges Emanzipationsprojekt bezeichnet. Die im Jahr 1784 von Kant formulierte Aufforderung, sich mündig des eigenen Verstandes zu bedienen, hat im Zuge des vermeintlich unaufhörlichen gesellschaftlichen Fortschritts keineswegs nur selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger hervorgebracht, sondern auch zahlreiche Verlierer und Verwerfungen, wie Horkheimer und Adorno 1944 in ihrer „Dialektik der Aufklärung“ zeigten. Aus heutiger Perspektive lässt sich die Aufklärung – etwa aus postkolonialistischer Sicht – als unvollendetes oder gescheitertes Unternehmen betrachten, mindestens jedoch als eines, dessen große Illusionen zerplatzt sind. Der Clou allerdings liegt darin, dass diese Einsicht selbst Ausdruck einer aufgeklärten Haltung ist. „Krise der Aufklärung. Über die Fortsetzbarkeit einer Lebensform“ (Suhrkamp) In Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt. Das Gespräch wurde am 10. Dezember 2025 aufgezeichnet.
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