EPISODE · Aug 25, 2026 · 46 MIN
Kinderlärm ist Zukunftsmusik #5
from Sprechstunde Weltschmerz · host LSD
Deutschland hat zu wenige Kinder. Also generell.Aber selbst mit Geburtenraten wie in den 60ern mangelte es uns wohl immer noch an leisen, wohlerzogenen Kindern, die sich benehmen wie 50-jährige Steuerberater.Wir sind natürlich alle kinderfreundlich. Grundsätzlich. Solange Kinder sich wie kleine Erwachsene verhalten. Sie sollen geboren werden – aber bitte nicht im Restaurant stören. Draußen spielen ja, aber halt nicht vor unserem Haus. Selbstständigkeit wäre toll, idealerweise direkt nach der Geburt. Bitte danke. Und wehe, nach 18 Uhr fährt ein Bobbycar über Laminat.“Störfaktor” Kind: Kinder sind laut. Sie nehmen Platz ein. Sie kleckern, rennen, fragen, weinen, lachen und drücken ungefähr 14-mal auf denselben Fahrstuhlknopf. We know. Das ist keine Fehlfunktion. Das ist Kindheit.Wie kinderfreundlich ist eine Gesellschaft wirklich, wenn Kinder vor allem dann willkommen sind, wenn man sie möglichst wenig bemerkt? Warum zählen Kinder nicht unmittelbar als Teil der Gesellschaft, sondern fristen an deren Rand ihr Dasein als zukünftige Erwachsene?In dieser Folge geht es nicht darum, ob Kinder in Deutschland oder den USA freier aufwachsen. Oder gesünder ernährt werden. Oder weniger fremdbetreut sind.Wir schauen auf etwas anderes: Wie begegnen wir Kindern und Eltern in der Öffentlichkeit? Warum wirken die USA in manchen Situationen überraschend kinderfreundlich, während deutsche Familienfreundlichkeit trotz Sozialleistungen oft bei Wickeltischen endet?Zwischen Restaurantbesuch, Flugzeug, Supermarkt und dem missbilligenden Blick aus Reihe 17 stellt sich die zentrale Frage: Wann haben wir beschlossen, dass Kinder sich an eine Welt anpassen müssen, die Erwachsene komplett für sich eingerichtet haben?Wir sprechen darüber,– wo Kinderfreundlichkeit endet und Elternfreundlichkeit beginnt– warum die Toleranzzone zwischen „süß“ und „störend“ so schmal ist– wie Elternschaft unter den Argusaugen von Helga, Claudia und Manfred funktioniert– warum Restaurants, Flugzeuge und Spielplätze gesellschaftliche Hochrisikogebiete sein können– wie Deutschland mehr Kinder wollen kann, ohne mehr Kinderlärm aushalten zu wollenEine Folge über Kinder, Eltern und eine Gesellschaft, die dringend Nachwuchs braucht – aber beim Geräusch eines Bobbycars schon vorsorglich die Hausordnung laminiert.Kinderlärm ist Zukunftsmusik. Isso.Send us Fan MailFollow us on Instagram:https://www.instagram.com/sprechstundeweltschmerz?igsh=MWk5aGI1cm82am50cw%3D%3D&utm_source=qr
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Deutschland hat zu wenige Kinder. Also generell. Aber selbst mit Geburtenraten wie in den 60ern mangelte es uns wohl immer noch an leisen, wohlerzogenen Kindern, die sich benehmen wie 50-jährige Steuerberater. Wir sind natürlich alle kinderfreundlich. Grundsätzlich. Solange Kinder sich wie kleine Erwachsene verhalten. Sie sollen geboren werden – aber bitte nicht im Restaurant stören. Draußen spielen ja, aber halt nicht vor unserem Haus. Selbstständigkeit wäre toll, idealerweise direkt nach d...
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