EPISODE · Feb 19, 2025 · 11 MIN
Kommentar: J. D. Vance: München – Saudi-Arabien – Mar -a-Lago: Postliberalismus und Religion als Fundierung des Politischen
from KlarText Global · host Dr.Andreas Heuer
In diesem Kommentar gehe ich näher auf die ideologischen Grundlagen der aktuellen US-Regierung unter J. D. Vance ein und analysiere die Verbindung zwischen Postliberalismus und Religion als Fundament des Politischen.Der Kommentar zeigt, wie die außenpolitische Wende der USA, die auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich wurde, eine tiefere ideologische Basis hat. Die bedingungslose Loyalität gegenüber Donald Trump, der als Heilsbringer stilisiert wird, ist dabei nur ein Ausdruck eines grundlegenden Wandels: Die neue Regierung verfolgt eine postliberale Agenda, die den klassischen Liberalismus als gescheitert ansieht und durch eine auf religiösen Werten basierende Ordnung ersetzen will.Besonderes Augenmerk liegt auf J. D. Vance, dessen politische Wende mit seiner Konversion zum Katholizismus im Jahr 2019 begann. Er steht in engem Austausch mit postliberalen Denkern wie Patrick Deneen und Adrian Vermeule, die den Liberalismus als Ursache gesellschaftlicher Missstände sehen und eine Neuordnung entlang christlicher Werte fordern. Diese Ideologie prägt nun die US-Politik: gezielte institutionelle Umgestaltung, Ablehnung supranationaler Organisationen und eine verstärkte Rolle des Staates als moralische Autorität.Mit Vance als Vizepräsidenten sind diese Ideen im Machtzentrum Washington angekommen. Sie führen zu einer neuen Form der postliberalen Demokratie, die ich als populistische Demokratie bezeichne. Mehr dazu im nächsten Beitrag.
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In diesem Kommentar gehe ich näher auf die ideologischen Grundlagen der aktuellen US-Regierung unter J. D. Vance ein und analysiere die Verbindung zwischen Postliberalismus und Religion als Fundament des Politischen.Der Kommentar zeigt, wie die außenpolitische Wende der USA, die auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich wurde, eine tiefere ideologische Basis hat. Die bedingungslose Loyalität gegenüber Donald Trump, der als Heilsbringer stilisiert wird, ist dabei nur ein Ausdruck eines grundlegenden Wandels: Die neue Regierung verfolgt eine postliberale Agenda, die den klassischen Liberalismus als gescheitert ansieht und durch eine auf religiösen Werten basierende Ordnung ersetzen will.Besonderes Augenmerk liegt auf J. D. Vance, dessen politische Wende mit seiner Konversion zum Katholizismus im Jahr 2019 begann. Er steht in engem Austausch mit postliberalen Denkern wie Patrick Deneen und Adrian Vermeule, die den Liberalismus als Ursache gesellschaftlicher Missstände sehen und eine Neuordnung entlang christlicher Werte fordern. Diese Ideologie prägt nun die US-Politik: gezielte institutionelle Umgestaltung, Ablehnung supranationaler Organisationen und eine verstärkte Rolle des Staates als moralische Autorität.Mit Vance als Vizepräsidenten sind diese Ideen im Machtzentrum Washington angekommen. Sie führen zu einer neuen Form der postliberalen Demokratie, die ich als populistische Demokratie bezeichne. Mehr dazu im nächsten Beitrag.
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