EPISODE · Jan 15, 2025 · 19 MIN
Kornelia Zauner: Mit Herz und Seele für Bildung im Innviertel
from OÖ ungefiltert · host OÖ Magazin
Cornelia Zauner ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit aus Ried im Innkreis und leitet seit zwei Jahren das Franziskushaus, ein Bildungszentrum für Erwachsene. Mit ihrer vielseitigen Herkunft – kroatische Mutter und österreichischer Vater – bringt sie sowohl Temperament als auch tiefe regionale Verbundenheit in ihre Arbeit ein. Ihr Werdegang führte sie über die Elementarpädagogik zur Erwachsenenbildung. Ausgebildet als Kindergärtnerin und Fortzieherin, unterrichtete sie zunächst an Schulen und bildete Kindergartenpädagoginnen aus, was ihr früh den Wert des lebenslangen Lernens verdeutlichte. Mit zwei Kindern im Gepäck wagte sie den Quereinstieg in die Erwachsenenbildung, wurde Leiterin des Franziskushauses und vertiefte ihre Kenntnisse durch unterschiedliche Managementausbildungen. Beim Franziskushaus handelt es sich um ein Haus der allgemeinen Erwachsenenbildung. Dort werden verschiedene Kurse und Lehrgänge angeboten, die sowohl auf persönliche Weiterentwicklung als auch auf berufliche Neuorientierung abzielen. Einige Programme sind speziell auf Pädagoginnen ausgerichtet, ermöglichen aber auch anderen Berufsgruppen den Einstieg in neue Arbeitsbereiche. Zauner betont, dass das Bildungszentrum nicht nur berufliche Weiterbildung, sondern auch Angebote wie Bewegungs- und Kreativkurse bereitstellt, die auf die verschiedenen Lebenswelten der Teilnehmer eingehen. Hierbei fungiert das Team des Hauses als „Seismografen“, die gesellschaftliche Trends und Bedürfnisse in ihr Programm aufnehmen. Zauner verweist stolz auf die 18 Jahre, die sie mittlerweile im Erwachsenenbildungsbereich tätig ist. Sie ist verantwortlich für die Programmgestaltung und wird dabei von zwei weiteren Pädagoginnen unterstützt. Ihr Ziel ist es, die Teilnehmer zu verändern und zu stärken, indem sie ihnen den Sinn und die Selbstermächtigung vermitteln. Sie freut sich besonders über Rückmeldungen, die zeigen, dass ihre Kurse einen bleibenden positiven Einfluss auf die Teilnehmer haben. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist die Zertifizierung und Qualitätssicherung des Hauses. Das Franziskushaus trägt mehrere Qualitätszertifikate und bemüht sich um nachhaltige Bildungskonzepte. Trotz der Schließung der eigenen Küche, die zuvor bio-regional kochte, bleibt das Haus durch Catering eines Gasthauses nachhaltig orientiert. Zusätzlich zur allgemeinen Erwachsenenbildung engagiert sich das Franziskushaus stark in Themen wie Klima, Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung, in Kooperation mit anderen diözesanen Einrichtungen. Die Finanzierung des Franziskushauses erfolgt zu einem Teil durch die Diözese, die große Personalkosten übernimmt. Der verbleibende Teil wird durch Eigenkurse und die Vermietung der Räumlichkeiten erwirtschaftet. Die wirtschaftliche Verantwortung ist erheblich, zumal das Haus 23 Zimmer und zehn Angestellte hat. Das breitgefächerte Kursangebot hilft dabei, den finanziellen Anforderungen gerecht zu werden. Zauner geht auch auf den Einfluss der künstlichen Intelligenz (KI) ein. Sie berichtet, dass KI in der Programmplanung eine Rolle spielt, sei es durch Textkürzungen oder spezifische Kursangebote zur KI und Digitalisierung. Dieses Thema behandelt das Haus sowohl auf praktischer als auch auf ethischer Ebene, um den Teilnehmern ein umfassendes Verständnis zu vermitteln. Die Teilnehmerstruktur des Franziskushauses ist überwiegend weiblich, was Zauner auf gesellschaftliche Muster und zeitliche Gegebenheiten zurückführt. Es gibt jedoch auch Bemühungen, Männer vermehrt einzubeziehen. Sie hebt hervor, dass Bildung sowohl für Frauen als auch für Männer wichtig ist und dass das Franziskushaus bestrebt ist, ein vielseitiges und ansprechendes Bildungsangebot zu schaffen.
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Cornelia Zauner ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit aus Ried im Innkreis und leitet seit zwei Jahren das Franziskushaus, ein Bildungszentrum für Erwachsene. Mit ihrer vielseitigen Herkunft – kroatische Mutter und österreichischer Vater – bringt sie sowohl Temperament als auch tiefe regionale Verbundenheit in ihre Arbeit ein. Ihr Werdegang führte sie über die Elementarpädagogik zur Erwachsenenbildung. Ausgebildet als Kindergärtnerin und Fortzieherin, unterrichtete sie zunächst an Schulen und bildete Kindergartenpädagoginnen aus, was ihr früh den Wert des lebenslangen Lernens verdeutlichte. Mit zwei Kindern im Gepäck wagte sie den Quereinstieg in die Erwachsenenbildung, wurde Leiterin des Franziskushauses und vertiefte ihre Kenntnisse durch unterschiedliche Managementausbildungen. Beim Franziskushaus handelt es sich um ein Haus der allgemeinen Erwachsenenbildung. Dort werden verschiedene Kurse und Lehrgänge angeboten, die sowohl auf persönliche Weiterentwicklung als auch auf berufliche Neuorientierung abzielen. Einige Programme sind speziell auf Pädagoginnen ausgerichtet, ermöglichen aber auch anderen Berufsgruppen den Einstieg in neue Arbeitsbereiche. Zauner betont, dass das Bildungszentrum nicht nur berufliche Weiterbildung, sondern auch Angebote wie Bewegungs- und Kreativkurse bereitstellt, die auf die verschiedenen Lebenswelten der Teilnehmer eingehen. Hierbei fungiert das Team des Hauses als „Seismografen“, die gesellschaftliche Trends und Bedürfnisse in ihr Programm aufnehmen. Zauner verweist stolz auf die 18 Jahre, die sie mittlerweile im Erwachsenenbildungsbereich tätig ist. Sie ist verantwortlich für die Programmgestaltung und wird dabei von zwei weiteren Pädagoginnen unterstützt. Ihr Ziel ist es, die Teilnehmer zu verändern und zu stärken, indem sie ihnen den Sinn und die Selbstermächtigung vermitteln. Sie freut sich besonders über Rückmeldungen, die zeigen, dass ihre Kurse einen bleibenden positiven Einfluss auf die Teilnehmer haben. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist die Zertifizierung und Qualitätssicherung des Hauses. Das Franziskushaus trägt mehrere Qualitätszertifikate und bemüht sich um nachhaltige Bildungskonzepte. Trotz der Schließung der eigenen Küche, die zuvor bio-regional kochte, bleibt das Haus durch Catering eines Gasthauses nachhaltig orientiert. Zusätzlich zur allgemeinen Erwachsenenbildung engagiert sich das Franziskushaus stark in Themen wie Klima, Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung, in Kooperation mit anderen diözesanen Einrichtungen. Die Finanzierung des Franziskushauses erfolgt zu einem Teil durch die Diözese, die große Personalkosten übernimmt. Der verbleibende Teil wird durch Eigenkurse und die Vermietung der Räumlichkeiten erwirtschaftet. Die wirtschaftliche Verantwortung ist erheblich, zumal das Haus 23 Zimmer und zehn Angestellte hat. Das breitgefächerte Kursangebot hilft dabei, den finanziellen Anforderungen gerecht zu werden. Zauner geht auch auf den Einfluss der künstlichen Intelligenz (KI) ein. Sie berichtet, dass KI in der Programmplanung eine Rolle spielt, sei es durch Textkürzungen oder spezifische Kursangebote zur KI und Digitalisierung. Dieses Thema behandelt das Haus sowohl auf praktischer als auch auf ethischer Ebene, um den Teilnehmern ein umfassendes Verständnis zu vermitteln. Die Teilnehmerstruktur des Franziskushauses ist überwiegend weiblich, was Zauner auf gesellschaftliche Muster und zeitliche Gegebenheiten zurückführt. Es gibt jedoch auch Bemühungen, Männer vermehrt einzubeziehen. Sie hebt hervor, dass Bildung sowohl für Frauen als auch für Männer wichtig ist und dass das Franziskushaus bestrebt ist, ein vielseitiges und ansprechendes Bildungsangebot zu schaffen.
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Kornelia Zauner: Mit Herz und Seele für Bildung im Innviertel
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