EPISODE · Nov 30, 2020 · 1H 4M
L.I.S.A. - Vorwürfe gegen Achille Mbembe und die Provinzialisierung der Kritik
from Zu Gast bei L.I.S.A. · host Georgios Chatzoudis
Ist Achille Mbembe ein Antisemit? Entlang dieser brisanten und folgenschweren Frage entzündete sich im vergangenen Frühjahr in Deutschland eine hitzige Debatte um den weltweit renommierten Historiker, Politikwissenschaftler und Philosophen, der in Johannesburg Research Professor für Geschichte und Politik am Wits Institute for Social and Economic Research (WISER) der University of the Witwatersrand ist. Gegenstand des Vorwurfs in Deutschland gegen Professor Mbembe, er vertrete und verbreite antisemitische Positionen, waren Textstellen insbesondere aus seiner jüngsten in deutscher Sprache erschienenen Monographie Politik der Feindschaft (Original: 2013/ deutsche Übersetzung 2017), in denen er sich antisemitisch geäußert haben soll, den Holocaust leugne und das Existenzrecht Israels insgesamt bestreite. Diese Vorwürfe stießen auf ein internationales Echo, denen zahlreiche Solidaritätsbekundungen für Achille Mbembe folgten, der wiederum in Zeitungsartikeln beispielsweise in Deutschland und Frankreich alle Anklagen von sich wies und sich vom Antisemitismus deutlich distanzierte. Inzwischen ist die Debatte abgeklungen - für uns von der L.I.S.A.Redaktion die Gelegenheit, nach den bisweilen sehr emotionalen Wochen und Monaten und mit etwas Abstand einen nüchternen und kritischen Blick darauf zurückzuwerfen. Dazu haben wir den Philosophen Prof. Dr. Ludger Schwarte von der Kunstakademie Düsseldorf, der unter anderem zur Kritischen Theorie forscht, um ein Gespräch aus einer philosophischen Perspektive gebeten. Im Mittelpunkt stand dabei ein kritischer Blick auf die insbesondere in Deutschland publizierte Kritik an Achille Mbembe. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_schwarte_achillembembe
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Im vergangenen Frühjahr entzündete sich vor allem in Deutschland eine hitzige Debatte um den weltweit renommierten Politikwissenschaftler, Historiker und Philosophen Achille Mbembe, der in Johannesburg am Wits Institute for Social and Economic Research (WISER) der University of the Witwatersrand forscht und lehrt. Gegenstand der Vorwürfe in Deutschland gegen Professor Mbembe waren Textstellen insbesondere aus seiner jüngsten in deutscher Sprache erschienenen Monographie Politik der Feindschaft (Original: 2013/ deutsche Übersetzung 2017), in denen er sich antisemitisch geäußert haben soll. Auf diese Vorwürfe folgten wiederholt internationale Solidaritätsbekundungen für Achille Mbembe aus der Wissenschaft. Achille Mbembe selbst hat in Zeitungsartikeln beispielsweise in Deutschland und Frankreich alle Vorwürfe von sich gewiesen und sich von jeder Form des Antisemitismus deutlich distanziert. Inzwischen ist die Debatte abgeklungen – für uns von der L.I.S.A.Redaktion die Gelegenheit, nach den bisweilen sehr emotionalen Wochen und Monaten und mit etwas Abstand zurückzublicken. Dazu haben wir den Philosophen Prof. Dr. Ludger Schwarte von der Kunstakademie Düsseldorf um ein Gespräch aus einer philosophischen Perspektive gebeten. Im Mittelpunkt standen dabei die insbesondere in Deutschland publizierte Kritik und die internationale Bedeutung von Achille Mbembes Werk.
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L.I.S.A. - Vorwürfe gegen Achille Mbembe und die Provinzialisierung der Kritik
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