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Zu Gast bei L.I.S.A.

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

  1. 117

    L.I.S.A. - Familie und Revolution: Wie 1848 nach Amerika kam

    Nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 suchten tausende Revolutionäre in den USA eine neue Zukunft. Auf der Flucht mussten sie nicht nur ihre Heimat, sondern oft auch Besitz, Freunde und Verwandte zurücklassen. Welche Rolle spielte die Familie bei diesem transatlantischen Neuanfang? Und wie prägten Ehefrauen und Kinder die Erinnerung an die Revolution und ihre Ideale? Diesen Fragen geht die Historikerin PD Dr. Sarah Panter in ihrem Buch „Revolutionäre Familien. Die transatlantischen Leben der ‚Achtundvierziger/Forty-Eighters‘, 1848/49–1914“ nach. In dieser Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ sprechen wir mit ihr über Migration, politische Identität und die oft verschlungenen Lebenswege revolutionärer Familien zwischen Europa und den USA. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_sarah_panter_familie_und_revolution_1848_usa

  2. 116

    L.I.S.A. - Lebendig oder museal? Die deutsche Erinne­rungs­kul­tur im 21. Jahrhundert

    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Per Leo und Janosch Steuwer. Die Kontroversen, die sich an der Erinne­rungs­kul­tur in Deutschland entzünden, reißen nicht ab. Der „Historiker­streit 2.0“, die Debatte um die Gedenk­stätten­kon­zep­tion des Bundes oder Protest­aktionen wie zuletzt „Kufiyas in Buchenwald“ sind nur einige Beispiele. Mit den Histo­ri­kern Dr. Janosch Steuwer (Köln) und Dr. Per Leo (Berlin) blicken wir in der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ zunächst zurück: Unter welchen Bedin­gun­gen entstand die Erinne­rungs­kul­tur und wie wurde sie zur bestim­men­den Form der Aus­ei­nan­der­­setzung der Deutschen mit dem Holocaust und der national­sozia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft? Um davon aus­ge­hend zu fragen, wo heute die Grenzen dieses Umgangs mit der Geschichte liegen – insbe­son­dere, wenn der Holocaust-Erinne­rung eine identitäts­stiftende Funk­tion zu­ge­schrie­ben wird. Und inwie­weit können Geschichts­erzählungen heute überhaupt noch kollektive Bindekraft ent­fal­ten? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_per_leo_janosch_steuwer

  3. 115

    L.I.S.A. - Das Ende der alten politischen Lager

    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Philip Manow. Wieso machen immer mehr Deutsche ihr Kreuz bei der AfD? Warum wählen viele Menschen eine Partei, die – zumindest auf den ersten Blick – gegen ihre eigenen Interessen handelt? Diese Fragen treiben derzeit große Teile der politischen Öffentlichkeit um. Nicht selten wird zur Erklärung auf psychologische Deutungen zurückgegriffen: „falsches Bewusstsein“ lautet dann Befund; für den Politikwissenschaftler Philip Manow eine fatale Psychopathologisierung und Ausdruck einer verkürzten Analyse. In seinem neuen Buch „Spaltungslinien“ entwickelt Manow eine alternative Deutung der gegenwärtigen politischen Umbrüche. Im Zentrum stehen neue Verteilungskonflikte, die das vertraute Koordinatensystem der deutschen und westeuropäischen Politik auf den Kopf stellen. Darüber haben wir mit ihm in einer neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/spaltungslinien_demokratie_philip_manow

  4. 114

    L.I.S.A. - Jerusalem, Princeton, Berlin – Wege der Judaistik

    Dr. Barbara Schäfer-Siems und Prof. Dr. Peter Schäfer haben ihr wissenschaftliches Leben der Judaistik ge­wid­met. In der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ blickt das Wissen­schaft­ler­paar auf die gemein­sa­men Stationen: die Studien­jahre im Israel der 1960er Jahre, die Professuren Peter Schäfers in Berlin und Princeton und schließlich seine Zeit als Direktor des Jüdischen Museums in Berlin. Ein Gespräch über das aschkenasische Judentum, den Zionismus, glückliche Fügun­gen und Niederlagen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_barbara_und_peter_schaefer

  5. 113

    L.I.S.A. - Zeitgeschichte heute

    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Isabel Heinemann. Was bedeutet Zeitgeschichte – traditionell verstanden als „Epoche der Mitlebenden“, wie Hans Rothfels sie prägte – in einer Zeit, in der die Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust zunehmend verschwin­den? Wie verändern sich Themen, Methoden und Quellen der Zeit­ge­schichte unter diesen Bedin­gun­gen – und wie behauptet sie ihren wissen­schaft­lichen Anspruch in der kriti­schen Auseinan­der­setzung mit konkurrie­ren­den gesell­schaft­lichen Deutungs­ange­boten? Darüber sprechen wir mit Prof. Dr. Isabel Heinemann, seit Oktober 2025 Direktorin des Instituts für Zeit­geschichte München–Berlin. In der neuen Folge von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gibt sie Einblicke in ihr Verständnis der Zeitgeschichte als Forschungs­feld, das Orien­tie­rungs­wissen für die Gegenwart bietet, und erläutert, welche Aufgaben dem Institut heute zukommen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_isabel_heinemann

  6. 112

    L.I.S.A. - Adoption und Identität

    Mit dem Zeithistoriker Dr. Carlos Alberto Haas, seit 2025 Geschäfts­führer des Histo­ri­schen Kollegs in München, blicken wir auf die eigene Biografie: Carlos Alberto Haas wurde 1985 in Guatemala geboren, doch bereits im Alter von drei Monaten an Adoptiv­eltern nach Deutschland vermittelt. In der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ erzählt er, was ihm seine guate­mal­te­kische Herkunft heute bedeutet. Ein Gespräch über Identität, das Einwan­derungs­land Deutsch­land und die Erinnerung an den Holocaust in einer post­migran­ti­schen Gesell­schaft. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_carlos_alberto_haas

  7. 111

    L.I.S.A. - Der Geschichts­philo­sophie entkommt man nicht

    Modernisierung, Rationalisierung, Differenzierung, Individualisierung, Säkularisierung, Globalisierung: Die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts wird gerne entlang umfassender Prozessbegriffe erzählt, mit deren Hilfe mal mehr, mal weniger weitreichende Zeitdiagnosen formuliert werden. Diese „Meistererzählungen“ jedoch bringen ein erhebliches geschichtsphilosophisches Gepäck mit sich, das, so die Ansicht des Soziologen Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung, kritisch reflektiert werden muss. In dieser Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. sprechen wir mit Wolfgang Knöbl darüber, wie dies gelingen kann und was die Soziologie von der Geschichtswissenschaft lernen kann und umgekehrt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_knoebl

  8. 110

    L.I.S.A. - Nazis wider Willen?

    Wie standen die Deutschen wirklich zum NS-Regime und zu Hitlers Herrschaft? Dieser Frage geht der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich in seinem neuen Buch „Unwillige Volksgenossen“ nach. Dafür hat er mehrere tausend Seiten offizieller Stimmungsberichte von Gestapo, SD und weiteren Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates ausgewertet. Welche Eindrücke diese Quellen vermitteln und welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, darüber haben wir mit dem Historiker in einer neuen Folge von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_longerich

  9. 109

    L.I.S.A. - Die Zustimmung der Deutschen im NS-Staat

    Wie standen die Deutschen zum national­­sozia­­lis­tischen Regime? Und wie lässt sich das überhaupt ermitteln? Diese Frage beschäftigt die Geschichts­wissen­schaft schon seit langem. Mit seinem Buch „Unwillige Volksgenossen“ hat der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich nun einen neuen Versuch zur Klärung vor­ge­legt, wobei er sich insbe­son­dere auf die offiziellen Lage- und Stim­mungs­berichte stützt. Demzufolge war die Unzufrie­den­heit der Bevöl­ke­rung mit dem Regime deutlich größer als bisher ange­nom­men. In der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ setzen sich die Historiker Prof. Dr. Gerd Krumeich und Dr. Janosch Steuwer mit Longerichs Thesen aus­ei­nan­der. Denn was bedeutete Stimmung oder Meinung eigentlich unter den Bedin­gun­gen der national­sozia­lis­ti­schen Diktatur? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_janosch_steuwer_gerd_krumeich

  10. 108

    L.I.S.A. - Amerikas Evangelikale

    Evangelikale Reformbewegungen – ja, religiöse Bewegungen insgesamt – scheinen in den Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Vormarsch zu sein: Sie betreiben TV-Sender und Universitäten, organisieren Massen­veran­stal­tun­gen und nehmen Einfluss auf Präsident­schafts­wah­len. Manche Beobachter sehen die USA bereits auf dem Weg in eine Theokratie. Das steht nur scheinbar im Widerspruch zu den Vorstellungen einer fortschrei­ten­den Säku­la­ri­sie­rung und der Durchsetzung von Vernunft in der Moderne. Über das Verhältnis von Religion und Moderne, die politische Kultur in den USA und die historischen Ursprünge der dortigen Kulturkämpfe sprechen wir in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. mit der Historikerin PD Dr. Stefanie Coché. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_coche_amerikas_evangelikale

  11. 107

    L.I.S.A. - Demokratie und Diktatur

    Wer von Demokratie und Diktatur spricht, meint damit in den meisten Debatten ein unversöhn­liches Gegensatz­paar. Doch etablierte sich die strikte Unter­schei­dung in zwei konträre Herrschafts­formen erst im frühen 20. Jahr­hun­dert; auch später blieb die Grenz­zie­hung in Deutschland immer wieder Aushand­lungs­prozessen unterworfen. Die Historikerin Dr. Claudia C. Gatzka (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) plädiert dafür, diese Abgren­zung einem genaueren Blick zu unterziehen. Denn auch zur Demokratie gehören mitunter Ele­men­te, die dikta­to­ri­sche Züge tragen, während Diktaturen nicht unerheblichen Aufwand darauf verwen­den, als demo­kra­tisch wahr­ge­nom­men zu werden. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_demokratie_und_diktatur_gatzka

  12. 106

    L.I.S.A. - Vom Landsknecht zum Totalen Krieg: 500 Jahre deutsche Militärgeschichte

    Wer im 19. oder frühen 20. Jahrhundert ein Werk zur Militärgeschichte aufschlug, betrat eine Welt von Schlachtenlinien, Marschplänen und Generalsnamen. Krieg erschien als Drama der Feldherren, aufgeführt auf den Bühnen von Austerlitz, Sedan oder Verdun. Verfasst wurden solche Werke meist von Offizieren für Offiziere, mit dem Ziel, erfolgreiche Taktiken zu erläutern und einmal begangene Fehler nicht zu wiederholen. Lange galt Militärgeschichte auch danach als etwas Verstaubtes, ja Unappetitliches. Im Gespräch mit dem Militärhistoriker Prof. Dr. Stig Förster fragen wir, wie angesichts der Rückkehr des Krieges nach Europa eine moderne Militärgeschichte aussehen kann, die sich nicht in der Nacherzählung großer Schlachten erschöpft. Wir fragen, woher die Faszination für Krieg und Gewalt rührt und welche geografischen und historischen Besonderheiten die deutsche Militärgeschichte prägen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_berg_foerster_militaergeschichte_landsknecht_krieg

  13. 105

    L.I.S.A. - Ist radikale Selbsterkenntnis möglich?

    Was erfährt man, wenn man mit den Mitteln der Philosophie über sich selbst nach­denkt? Wenn man die eigene Persönlich­keit, den eigenen Lebensweg zum Gegen­stand theore­tischer Such­bewe­gun­gen macht? Der Philo­soph Prof. Dr. Peter Trawny (Bergische Universi­tät Wuppertal) hat in seiner jüngst erschienenen Auto­bio­gra­phie „Aschenplätze“ den Versuch einer philo­so­phi­schen Selbst­aus­kunft unter­nom­men. Er ist überzeugt, dass Selbsterkenntnis nicht ohne Gegenüber, nicht ohne „Du“ möglich ist. Über die Potenziale und Risiken dieses Projekts, das Aufwachsen im Ruhr­gebiet und Anre­gun­gen von Hannah Arendt bis Friedrich Nietzsche haben wir mit ihm in der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_radikal_selbsterkenntnis_trawny

  14. 104

    L.I.S.A. - Krieg als Geschäft. Waffenhandel zwischen den Weltkriegen

    Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs sollte der neu gegründete Völkerbund den Weltfrieden sichern. Den Kriegs­verlierern wurden strenge Auflagen gemacht, die eine Wieder­be­waff­nung und neue Kriege verhin­dern sollten. Rüstungsproduktion und Waffenhandel sollten kontrolliert und reguliert werden. Doch die Widersprüche zwischen imperia­lis­ti­schen Interessen, antikolonialen Bewegungen und revanchis­ti­schen Bestrebungen verhinderten eine stabile internationale Friedensordnung. Der Historiker PD Dr. Daniel Stahl (Universität Erlangen-Nürnberg) hat sich mit den Versuchen befasst, den inter­natio­nalen Waffen­handel in der Zwischenkriegszeit zu kontrollieren. In einer neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ haben wir mit ihm über die Ambivalenz der Friedens­ordnung sowie über Parallelen zur heutigen globalen Auf­rüs­tung gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_waffenhandel_stahl

  15. 103

    L.I.S.A. - Mit Luhmann in die deutsche Geschichte

    Für den Soziologen Niklas Luhmann war die Heraus­bildung einzelner gesell­schaft­licher Teilsys­teme wie Politik, Wissen­schaft, Recht, Kultur oder Wirtschaft, die nicht mehr von über­grei­fen­den Sinn­zusammen­hängen erfasst werden können, der zentrale Schlüssel zum Verständnis der modernen Gesell­schaft. Aber lässt sich mithilfe der Theorie funktionaler Diffe­ren­zie­rung auch die neuere deutsche Ge­schich­te beschrei­ben? Der Histo­ri­ker Prof. Dr. Benjamin Ziemann von der University of Sheffield hat sich in seinem jüngst erschienen Buch „Gesell­schaft ohne Zentrum“ auf dieses Wagnis einge­lassen. Wir haben mit ihm darüber in einer neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ ge­spro­chen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_differenzierte_moderne

  16. 102

    L.I.S.A. - Victor Klemperer und die Sprache der Nazis

    LTI – Lingua Tertii Imperii nannte der Romanist Victor Klemperer sein 1947 erschie­ne­nes Werk über die Sprache des National­sozia­lis­mus. Mit dem Titel verwies er auf ein zentrales linguistisches Merkmal, das ihm während der Jahre des „Dritten Reiches“ auffiel: die infla­tio­näre Verwen­dung von Abkür­zun­gen wie BDM, HJ oder KdF. In seinem „Notizbuch eines Philologen“ hielt Klemperer zahlreiche weitere Charak­te­ris­tika der NS-Sprache fest. Doch LTI ist kein Lexikon im klassi­schen Sinne, sondern eine Sammlung ethno­gra­fi­scher Beo­bach­tun­gen und sprach­kri­ti­scher Reflexionen. In einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir mit Dr. Nicolas Berg (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow) und Dr. Jan-Holger Kirsch (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) über Klemperers Sprachkritik und die Korruption der Sprache in der Diktatur gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_berg_kirsch

  17. 101

    L.I.S.A. - Vertreter des ganzen Volkes? Repräsentation und Wahlverhalten

    Bei der jüngsten Bundes­tags­wahl stieg die Wahl­betei­li­gung erneut an und erreichte mit 82,5 Pro­zent den höchsten Wert seit der Wieder­verei­ni­gung. Ist diese Entwicklung ein Indikator dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger von ihren Abgeordneten gut vertreten fühlen? Oder sollte es bei demo­kra­tischer Repräsentation auch darauf ankommen, wer eigent­lich das Volk vertritt, also aus welchen Bevölkerungsgruppen die Volks­ver­tre­ter stammen? Müssten Frauen, Migrantinnen und Migranten oder Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen gemäß ihres Anteils an der Bevölkerung ins Parlament einziehn? Diese und weitere Fragen haben wir in der neuen Folge von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ dem Politik­wissen­schaft­ler Prof. Dr. Armin Schäfer von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gestellt. Im Interview sprach er über Repräsentation und Repräsentativität, den Zusam­men­hang von Wahl­verhal­ten und sozialer Ungleich­heit, und er skizzierte, inwieweit Los­ver­fah­ren eine sinn­volle Ergän­zung zum bestehenden System darstellen können. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_mit_armin_schaefer

  18. 100

    L.I.S.A. - Der Süchtige. Kartografie einer Sozialfigur

    Mit dem Buch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo wurde die drogenabhängige Jugendliche Christiane F. zum Sinnbild einer von Drogen gezeichneten Jugend der 1970er und 1980er Jahre. Bis heute prägt ihr Bild die gesellschaftliche Vorstellung von Sucht in Deutschland. Doch historisch hat Sucht viele Gesichter: Ob die Opium konsumierende Apotheker-Gattin um 1900, der mit Pervitin versorgte Frontsoldat im Zweiten Weltkrieg oder der koksende Manager der 1980er Jahre. In einem Werkstattgespräch mit Prof. Dr. Annelie Ramsbrock (Universität Greifswald) diskutieren wir, wie Sucht in unterschiedlichen historischen Kontexten definiert, problematisiert und reguliert wurde Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_sucht_ramsbrock

  19. 99

    L.I.S.A. - Universitäten im National­sozialismus. Der Fall Köln

    Waren die deutschen Uni­versi­tä­ten Opfer der national­sozia­lis­tischen Herr­schaft? Wie er­folg­te ab 1933 ihre Ein­be­ziehung in die NS-Diktatur? Und wie positio­nier­ten sich die einzelnen Fach­be­rei­che und Wissen­schafts­zweige, von den Geistes­wissen­schaf­ten bis zur Medizin, gegen­über Ideologie und Krieg? Diese Fragen haben wir in einer neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. anhand des Beispiels der Uni­versi­tät zu Köln mit dem Histo­ri­ker Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann (Köln) erörtert. Dabei wird auch die Stellung der Kölner Uni­versi­tät als Groß­stadt­uni­versi­tät und als „Kind der Weimarer Repub­lik“ be­rück­sich­tigt, ebenso die spätere Insze­nie­rung als „Geis­ti­ge Grenzwacht“ sowie die unmittel­bare Nach­kriegs­zeit zwi­schen Entnazi­fi­zie­rung und Wieder­auf­bau. Gerade die Spezifika und „Sonder­wege“ des Kölner Falls lassen deutlich werden, wie stark die deutschen Hoch­schulen in die NS-Herr­schaft ver­strickt waren. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_ullmann_universitaetsgeschichte

  20. 98

    L.I.S.A. - Adorno nach Adorno

    Eigentlich wollte sich Theodor W. Adorno im Sommerurlaub von den Strapazen und Konflikten mit den revoltierenden Frankfurter Studenten erholen, als er in den Schweizer Alpen unerwartet einem Herzinfarkt erlag. Sein plötzlicher Tod im Sommer 1969 markierte eine Zäsur – sowohl für die sogenannte Frankfurter Schule als auch für die Bundesrepublik. Adornos Schülerinnen und Schüler verstreuten sich daraufhin über das ganze Land, von Lüneburg bis zum Starnberger See. Während einige sein geistiges Erbe selbstbewusst weiterführten, setzten andere an, die Kritische Theorie neu zu interpretieren und weiter­zu­ent­wickeln. Der Freiburger Historiker Dr. Jörg Später hat in seinem Buch „Adornos Erben“ die Wege von zwölf dieser Adepten nachgezeichnet. In dieser Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. sprechen wir mit ihm darüber, was von Adorno nach Adorno geblieben ist. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_spaeter_adorno

  21. 97

    L.I.S.A. - Hitler und das Trauma des verlorenen Weltkriegs

    Über das Scheitern der Weimarer Republik und den Aufstieg des National­sozia­lis­mus sind viele Bücher geschrieben worden und doch treibt Historikerinnen und Historiker die Frage nach den Gründen dafür immer wieder von Neuem um. So auch Prof. Dr. Gerd Krumeich (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Experte für die Geschichte des Ersten Weltkriegs. In einer neuen Veröffent­lichung plädiert er dafür, ebenjenen Weltkrieg und seine Nach­wir­kun­gen als Faktor für Hitlers Erfolg deutlich höher zu gewichten. Als Belege dienen ihm das Krieger­gedenken und die Kriegs­narrative in der Weimarer Republik und nicht zuletzt die National­sozialisten sowie Hitler selbst, die in ihren Reden und Insze­nie­rungen immer wieder auf den Krieg von 1914 bis 1918 zurückgegriffen haben. In einer neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir mit Professor Krumeich über diese These gespro­chen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_krumeich_ersterweltkrieg_gedenken_hitler

  22. 96

    L.I.S.A. - Holocaust, Shoah, Churbn: Die Namen der Katastrophe

    Wie lässt sich von einem Verbrechen erzählen, dessen Ausmaße einem schier die Sprache verschlagen? Vor dieser Frage standen die Überlebenden des national­sozia­lis­tischen Völker­mords an den europäischen Juden nach 1945. Seitdem sind verschiedene Bezeich­nun­gen aufgekommen, von denen „Holocaust“ und „Shoah“ heute am häufigsten verwendet werden. Was aber bedeuten diese Begriffe? Und was kenn­zeichnet sie als Namen? Darüber haben wir in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. mit der Sozial­psycho­login und Kultur­wissen­schaft­lerin Prof. Dr. Kristin Platt gesprochen. Wir haben die Leiterin des Instituts für Diaspora- und Genozid­forschung an der Ruhr-Uni­versi­tät Bochum gefragt, welche Benennungs­prozesse mit diesen Namen verbunden sind und in­wie­weit ihr Gebrauch den Wandel der Erinnerungs­kultur widerspiegelt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_platt_holocaust_shoah_churbn

  23. 95

    L.I.S.A. - Das Mittelalter und die Genese der Religionen

    Abraham und Moses, Jesus und die Aposteln, Mohammed und seine Nachfolger: Wer die großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam begründete, wann und wie sie entstanden sind, scheint klar. Dass die Religionen erst rund 900 Jahre alt sein sollen, klingt daher kurios. Um aber zu verstehen, wie sich die Glaubensgemeinschaften herauskristallisierten, muss man in das Mittelalter blicken – davon ist Dorothea Weltecke, Professorin für Europäische Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin, überzeugt. In dieser Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir mit ihr über diese mutige These, die Parabel von den drei Ringen, Gewalt und religiöse Toleranz gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_weltecke_weltreligionen

  24. 94

    L.I.S.A. - Die Welt auf 64 Feldern. Geschichte und Faszination des Schachspiels

    Heute beginnt in Singapur die Schach­welt­meister­schaft. Bis zum 13. Dezember und in maximal 14 Partien ringen der amtierende Weltmeister, der Chinese Ding Liren, und sein Herausforderer, der erst 18-jährige Dommaraju Gukesh aus Indien, der der jüngste Schachweltmeister aller Zeiten werden könnte, um den Titel. Anlässlich dieses sportlichen Großereignisses haben wir den Althistoriker und Internationalen Meister im Schach, Prof. Dr. Christian Mann (Universität Mannheim, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gerda Henkel Stiftung), zum Gespräch über das „Spiel der Könige“ – und an das Schachbrett – gebeten. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_mann_schachgeschichte

  25. 93

    L.I.S.A. - Maschinelles Sehen – Computer Vision und Kunstgeschichte

    Ob in der Medizin, in Supermärkten oder in der Filmindustrie: Computer Vision, maschinelle Bilderkennung mit den Methoden Künstlicher Intelligenz, findet in immer mehr Zusammen­hängen Anwendung. Und auch Kunstwerke lassen sich auf diese Weise zunehmend besser vergleichen, analysieren und rekonstruieren. Über die Potenziale, aber auch Heraus­for­de­rungen, die diese Techno­logie für das Fach der Kunst­ge­schich­te bereithält, haben wir mit Prof. Dr. Peter Bell (Philipps-Universität Marburg), Kunsthistoriker mit dem Schwerpunkt Digital Humanities, in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. gesprochen. Nach den vorausgegan­genen Folgen mit Prof. Dr. Horst Bredekamp und Prof. Dr. Michael Diers sowie mit der Philosophin Prof. Dr. Catrin Misselhorn ist es das dritte Gespräch, das dem Thema „KI und Kunst“ gewidmet ist. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_peterbell_maschinellessehen

  26. 92

    L.I.S.A. - Kann KI Kunst?

    Seit dem Beginn des „KI-Hypes“ vor über einem Jahr scheint die Künstliche Intelligenz immer mehr Lebensbereiche der menschlichen Welt zu durchdringen. Nun macht sie auch vor einem Bereich nicht halt, der traditionell durch Kreativität, Emotion und Genie geprägt ist – ur-menschliche, einzigartige Eigenschaften, die nicht ohne Weiteres von Maschinen imitiert werden können. Oder doch? KI-Anwendungen verfassen Gedichte, entwerfen Gemälde und komponieren Sinfonien. Welche Auswirkungen hat das auf die Kunsttheorie und -praxis? Wie gehen wir mit KI-generierter Kunst um? Und wie verändert sich dadurch unser Verständnis von Kunst? Bedeutet dies womöglich das Ende der Kunst, wie wir sie bisher kannten? In dieser Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. diskutieren wir diese Fragen mit der Philosophin Prof. Dr. Catrin Misselhorn von der Georg-August-Universität Göttingen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_misselhorn_kunstundki

  27. 91

    L.I.S.A. - Helmut Schneider – Eine deutsche Biographie zwischen Auschwitz und Goslar

    Der Kinofilm „The Zone of Interest“, der dieses Jahr in den deutschen Kinos zu sehen war, erzählt die Geschichte des Holocausts, ohne ihn zu zeigen. Stattdessen porträtiert er jenseits der Lagerzäune das Leben der Familie des Auschwitz-Kommandanten Höß, während das Grauen innerhalb des Lagers nur durch die Geräuschkulisse und den Rauch der Krematorien angedeutet wird. Dieser Rauch dürfte bei entsprechendem Wind auch über das wenige Kilometer östlich gelegene Buna-Werk der I.G. Farben gezogen sein. Dort stand der Schreibtisch eines Mannes mit dem Allerweltsnamen „Helmut Schneider“. Der ausgebildete Jurist war verantwortlich für die Zuweisung ausländischer Zwangsarbeiter auf der von der SS kontrollierten Baustelle. Obwohl Schneider im „System Auschwitz“ integriert war, pflegte er Kontakte zur Résistance und zu deutschen Widerstandskämpfern. Noch vor Kriegsende floh er nach Goslar, wo er in der jungen Bundesrepublik zum Oberstadtdirektor und zum Freund von Ernst Jünger wurde. Der Historiker Prof. Dr. Winfried Schulze hat die wechselhafte Biographie von Helmut Schneider zwischen Auschwitz und Goslar erforscht. In einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. sprechen wir über Schneiders Leben, Mittäterschaft und Verdrängung. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_winfriedschulze_auschwitzgoslar

  28. 90

    L.I.S.A. - Künstliche, künstlerische und kunsthistorische Intelligenz

    Noch nicht lange ist es her, dass ein Bild von Papst Franziskus in einer glänzend-weißen Daunen­jacke für Furore sorgte: Was wie ein Foto aussah, war mithilfe Künst­licher Intelligenz erzeugt worden und führte einer breiten Öffentlichkeit erstmals vor Augen, wie leistungsfähig KI-gestützte Bild­genera­toren inzwischen sind. Wie aber verhalten sich diese Bilder zur Kunst? Als nützliches Komplement oder als Konkurrenz? Darüber haben wir in einer neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. mit den Kunsthistorikern Prof. Dr. Horst Bredekamp (Humboldt-Univer­si­tät zu Berlin) und Prof. Dr. Michael Diers (Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Humboldt-Uni­ver­sität zu Berlin) gesprochen. Wir haben sie gefragt, vor welchen Heraus­for­de­rungen die Kunst­geschichte angesichts dieser Ent­wick­lung steht. Und wie reagieren Künstlerinnen und Künstler auf die neuen Möglich­keiten zur Schaffung von Bildern? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_bredekampdiers_kunstundintelligenz

  29. 89

    L.I.S.A. - Knotenpunkte einer globalen Ideengeschichte

    Auf der Suche nach einem westlichen Seeweg nach Indien landete Christoph Kolumbus bekannter­maßen auf den Bahamas und entdeckte Amerika – einer der folgenreichsten Irrtümer der Geschichte. Kolumbus war gleichsam über das Ziel hinaus­ge­schossen. Der Historiker und Philosophen Prof. Dr. Martin Mulsow erkennt in solchen Formen der Fehl­wahr­neh­mung, des „Zu-Weit-Hinaus­greifens“ eine typische Konstellation der Frühen Neuzeit. Verzerrtes Wissen prägte aber nicht nur den Blick auf fremde Länder und globale Verhältnisse, sondern ebenso das Bild von der Vergangen­heit. In der neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir Martin Mulsow gefragt, wie man sich den Denkhorizonten der Menschen in der Frühen Neuzeit annähern kann. Wie haben die vormodernen Gelehrten und Entdecker bisher unbekannte Phänomene eingeordnet und versucht, ihnen einen Sinn zu geben? Und was bedeutete es, wenn neue Erkenntnisse im Gegensatz zu bisherigen Glaubens­gewiss­heiten stand? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_martinmulsow_globaleideengeschichte

  30. 88

    L.I.S.A. - Deals mit Diktaturen – Business as usual?

    In Zeiten, in denen eine wertegeleitete Außenpolitik besonders postuliert wird, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie die Durchsetzung von nationalen Interessen, die mit Werten wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten kollidieren, zu bewerten ist. Sind beispielsweise Handelsbeziehungen oder politische Zusammenarbeit mit autoritär geführten Staaten noch möglich? Wie will man solche Kooperationen rechtfertigen, wenn sie gegen elementare Standards einer Demokratie verstoßen? Dass diese Fragen nicht wirklich neu sind, darüber handelt das neue Buch des Historikers Prof. Dr. Frank Bösch. Entlang der Geschichte der Bundesrepublik untersucht er den Umgang bundesdeutscher Regierungen mit Diktaturen. Welche Rücksichten mussten genommen werden, um die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen oder um der deutschen Wirtschaft möglichst viele Aufträge aus dem Ausland zu verschaffen? Wie wirkte sich das auf die Diktaturen aus, wie aber auch auf die bundesrepublikanische Gesellschaft? Und wie agierten auf diesem Feld der Widesprüche die Medien? Fragen, die wir in unserer Reihe "Zu Gast bei L.I.S.A." Frank Bösch gestellt haben. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_frankboesch_dealsmitdiktaturen

  31. 87

    L.I.S.A. - Das Museum. Eine überkommene Einrichtung?

    Das Museum ist historisch eng mit der Epoche der Aufklärung und dem Beginn der Moderne verbunden. Seither schreiben Museen ihre eigene Erfolgsgeschichte, so dass es wenig verwunderlich ist, wenn sich nur nur Städte mit Museen schmücken, sondern zusehends vor allem private Initiativen. Ob es dabei vor allem um die Anhäufung von kulturellem, symbolischen oder eher von monetärem Kapital, sprich um Profite geht, ist eine vieldiskutierte Frage. Auch die Diskussion, inwieweit Ausstellungen in Museen überkuratiert sind und daher auf Konzepte und vorgegebene Erzählungen gänzlich verzichten sollten, wird kontrovers geführt. Letztlich steht zur Debatte, ob die Institution Museum heute überhaupt noch ein zeitgemäßer Ort der (Re-)Präsentation sein kann. Ist das Museum also eine überkommene Einrichtung? Diese und weitere Fragen haben wir in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. mit dem Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Übersetzer Dr. Christian Welzbacher diskutiert. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_welzbacher_museum

  32. 86

    L.I.S.A. - Die Goldene Bulle von 1356. Grundgesetz und Utopie?

    Die Goldene Bulle von 1356 gehört zu den wichtigsten Urkunden des europäischen Mittelalters. In ihr wurde die Wahl des Königs des Heiligen Römischen Reiches bestimmt. Seither wählten sieben Reichsfürsten den römisch-deutschen König, der daraus wiederum den Anspruch auf die Kaiserwürde ableitete. Insofern verwundert es nicht, dass der Goldenen Bulle der Rang eines Verfassungsdokuments zugesprochen wurde und bis heute auch noch zugeschrieben wird. Die Mediävistin Prof. Dr. Eva Schlotheuber von der Universität Düsseldorf hat jüngst eine umfassende Neueinordnung der Goldenen Bulle vorgelegt, der die Prachtausgabe der Goldenen Bulle von 1400 zugrundeliegt. Wir haben sie zu einem Gespräch über diese neue Ausgabe eingeladen und wollten dabei unter anderem von ihr wissen, inwiefern die Goldene Bulle den Charakter eines Grundgesetzes hatte und was sich für heute aus dem damaligen verfassungsgebenden Prozess ableiten lässt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_schlotheuber_goldenebulle

  33. 85

    L.I.S.A. - Gog und Magog oder die Urangst vor dem Osten

    Die Völker Gog und Magog stammen aus den vier Ecken der Erde. Sie sind mit dem Teufel im Bunde und ziehen mit ihm am Tag des Jüngsten Gerichts in den Kampf. So steht es im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes, und weiter heißt es: "...sie sind so zahlreich wie die Sandkörner am Meer". In den kartographischen Darstellungen des Mittelalters werden Gog und Magog zunächst im Nordosten, später im Osten verortet. Verbunden ist mit ihnen eine Angst vor allem, was aus dem Osten kommt. Aus europäischer Perspektive hatte diese Angst nicht nur mythologische Gründe, sondern auch historische. Zahlreiche Völker, insbesondere Reitervölker, drangen seit der Antike aus Asien kommend in den westlichen Teil der eurasischen Landmasse ein und überfielen Länder und Städte. Dass diese Angst vor dem Osten tief in das Bewusstsein Europas eingewoben ist, davon zeugen in der Neuzeit und bis heute zahlreiche Erzählungen. Ob Hunnen, Awaren, Tataren, Mongolen, Bolschewisten, Russen - sie alle fluten im Sturm nach Europa, um es zu unterwerfen oder zu zerstören. Der Historiker Jörn Happel, Professor für die Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas der Universität der Bundeswehr Hamburg, hat zum Motiv der Urangst vor dem Osten geforscht. Wir haben ihm dazu bei Zu Gast bei L.I.S.A. unsere Fragen gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_happel_urangstosten

  34. 84

    L.I.S.A. - E.M. Cioran. Klarsicht in der Düsternis?

    E.M. Cioran gehört zu den schillernden Denkern des 20. Jahrhunderts, sofern unter einer "schillernden Persönlichkeit" nicht nur jemand von Glanz und Strahlkraft begriffen wird, sondern von vielmehr von auch provokanter Ambivalenz. So war der aus Rumänien stammende und später überwiegend in Frankreich lebende Cioran einer, der sich früh mit der Philosophie von Fichte, Schopenhauer, Hegel und Bergson, aber insbesondere auch mit der Kants intensiv beschäftigt hat, diese aber später nicht nur kritisierte, sondern rundweg ablehnte. Diese Ablehnung führte ihn sogar zu einer totalen Absage an jede Form systematischer Philosophie: "Meine Abkehr von der Philosophie geschah in dem Augenblick, da ich die Unmöglichkeit erkannte, bei Kant auch nur die geringste menschliche Schwäche, auch nur den leisesten Akzent wahrer Trauer zu entdecken." Wozu dann noch über das Leben und den Menschen nachdenken? Was bedeutet dann überhaupt noch menschliche Existenz? Für diese und anschließende Fragen war die Kulturwissenschaftlerin Ass.-Prof. Dr. Kerstin Borchardt von der KU Linz Zu Gast bei L.I.S.A... Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_borchhardt_cioran

  35. 83

    L.I.S.A. - Fluchtpunkt Empires. Wahrnehmung und Erfahrung

    In der neueren Geschichte kommen einem beim Begriff "Empire" bald das Britisch Empire oder das Second Empire bzw. Empire français unter Napoleon III. in den Sinn. So sind mit diesem Begriff konkrete historische Reiche und Erfahrungen verbunden. Dass "Empire" darüber hinaus eine historische Epoche und spezifische Wahrnehmung von Herrschaft umfassen kann, ist der analytische und narrative Fluchtpunkt des Werkes "Empires. Globale Geschichte 1780-1920" der Historikerin Prof. Dr. Ulrike von Hirschhausen und des Historikers Prof. Dr. Jörn Leonhard. "Empires" meint dabei eine Herrschaftsform, der wechselseitige und auch unintendierte Auswirkungen ihrer Politik inhärent sind. Einfache Dichotomien wie allmächtig Herrschende auf der einen und ohnmächtige Beherrschte auf der anderen Seite oder unumschränkte Metropole und handlungsunfähige Randgebiete gilt es dabei zu hinterfragen. Wie das genau zu verstehen ist, darüber haben wir in einer neuen Ausgabe von "Zu Gast bei L.I.S.A." mit Ulrike von Hirschhausen und Jörn Leonhard gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_leonhard_vonhirschhausen_empires

  36. 82

    L.I.S.A. - NFDI4Memory. Forschungsdaten fair, für alle und für immer?

    Seit einigen Jahren geht in den Geschichtswissenschaften die Chiffre NFDI4Memory um. Das Kürzel NFDI steht dabei für Nationale Forschungsdateninfrastruktur, 4Memory für das unter dem Dach der NFDI stehende Konsortium für die Geschichtswissenschaften. Aber auch damit ist noch nicht ausreichend erläutert, was das eigentlich alles meint und bedeutet. Was ist eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur? Und was ist ein darunter laufendes Konsortium? Diese Fragen schießen vielen Historikerinnen und Historikern in den Kopf, wenn sie auf NFDI4Memory in Texten stoßen oder darüber in Vorträgen oder auf Podien gesprochen wird. Wir haben daher drei an NFDI4Memory entscheidend Beteiligte zu einem klärenden Gespräch eingeladen: PD Dr. John Carter Wood, den Geschäftsführer des NDFI-Konsortiums 4Memory, Dr. Marie von Lüneburg als Vertreterin des Historikerverbandes in der Funktion als einer von insgesamt elf Co-Applicants des Geschichtskonsortiums sowie Dr. Cord Pagenstecher als einen von rund 80 sogenannten Participants. Von Ihnen wollten wir wissen, was NFDI4Memory eigentlich ist. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_nfdi4memory

  37. 81

    L.I.S.A. - Vielheit oder Vielfalt? Das Partikulare der Universalismen

    Wie verhalten sich das Universelle und das Partikulare seit der Aufklärung zueinander? Als etwas Gegensätzliches und Unvereinbares - als das jeweils fundamental Andere? Der Historiker Prof. Dr. Till van Rahden von der Université de Montréal hat an dieser klassischen Gegenüberstellung Zweifel. Er bringt stattdessen das Bild der gegenstrebigen Fügung in die Debatte ein, bei der die vermeintlichen Gegensätze in einer zwar spannungsgeladenen und dennoch übergeordneten Einheit zusammengefasst sind. Die Geschichte der deutschen jüdischen Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert sei dafür exemplarisch. Wie das zu verstehen ist, darüber haben wir mit Till van Rahden in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. diskutiert. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_vanrahden_vielheit

  38. 80

    L.I.S.A. - Gibt es noch das Mittelalter? Von der Turteltaube bis zu diskursiven Nachbarschaften

    Mittelalter ist keine zeitgemäße Kate­gorie mehr, um eine Epoche der Vergangenheit zu bezeichnen. So eine der Thesen des Mittelalterhistorikers Prof. Dr. Bernhard Jussen von der Goethe-Universität Frankfurt a.M. in seinem aktuellen Buch Das Geschenk des Orest. In Besprechun­gen wurde daraus der Vorschlag abge­lei­tet, man solle künftig eher vom „Jahrtausend der Turteltaube“ sprechen. Tatsächlich geht es Bernhard Jussen aber um mehr, als „nur“ um die Verab­schie­dung eines Epochen­modells. Im Zentrum steht die Absicht, eine Vorstellung von der Vergan­gen­heit zu vermitteln, die mit der heutigen modernen Zivil­gesell­schaft zu tun hat und ihr beiseite steht, Antwor­ten auf drängende Fragen des Zusammen­lebens von Menschen unter­schied­licher Herkünfte und kultureller Prägungen zu geben. „Diskursive Nachbar­schaf­ten“ ist dabei ein Kern­begriff innerhalb seiner Über­le­gun­gen. Wie man nun von den Turteltauben zu eben jenen diskursiven Nach­bar­schaf­ten gelangen kann, das haben wir Professor Jussen in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. unter anderem gefragt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_jussen_mittelalter

  39. 79

    L.I.S.A. - Vox femina. Zeugnisse von Nonnen im Mittelalter

    Ihre Stimmen verhallten hinter massiven Klostermauern - unzugänglich für die Nachwelt und damit dem Vergessen überlassen. Bis vor einigen Jahren, als im Zuge neuer Forschungen ein erstes Echo der lange Zeit stillen Frauen zu vernehmen war. Die Historikerin Prof. Dr. Eva Schlotheuber von Universität Düsseldorf und die Philologin Prof. Dr. Henrike Lähnemann von der University of Oxford haben in einem gemeinsamen Projekt alte Quellenbestände erschlossen und erforscht. Darin werden die lange Zeit ungehörten Stimmen von Nonnen im Mittelalter wieder lebendig. Stimmen, die bislang ungekannte Geschichten erzählen und ein neues Bild vom Alltag in mittelalterlichen Frauenklöstern bieten. Die beiden Mediävistinnen haben diese unerhörten Geschichten in einem gemeinsam geschriebenen Buch zusammengetragen. Für uns ein guter Grund, in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. mehr über die voces feminarum aus der mittelalterlichen Klausur zu erfahren. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_schlotheuber_laehenmann_voxfemina_nonnen

  40. 78

    L.I.S.A. - Klima und Kunst. Proteste im Museum

    Öl auf Klimt in Wien, Suppe auf van Gogh in London, Kartoffelbrei auf Monet in Potsdam - Klimaktivisten haben vor allem im vergangenen Jahr ihren Protest ins Kunstmuseum hineingetragen. Ziel ihrer Aktionen: Berühmte Kunstwerke verschmutzen. Die Reaktionen auf diese Art des Protestes waren unterschiedlich. Was die einen als Vandalismus bezeichnen, ist anderen angesichts des Klimawandels eine legitime Ausdrucksform gesellschaftlicher Kritik. Wir wollten nun wissen, wie ein Kunsthistoriker das einschätzt. Blutet Prof. Dr. Michael Diers, Emeritus der Hochschule für Bildende Künste Hamburg für Kunst- und Bildgeschichte und Experte für Politische Ikonographie, das Herz, wenn er diese Attacken auf Kunstwerke sieht? Wir haben in zu einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. eingeladen und ihm unsere Fragen gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_diers_klima_und_kunst

  41. 77

    L.I.S.A. - Mittelalter. Europa, Zukunft und Paris

    Das Mittelalter gehört in der Alltagskultur Europas zu den populären Epochen der Geschichte. Vorstellungen von einem einst finsteren Mittelalter scheinen dabei der Beliebtheit jener Zeit als Sujet für unterschiedliche Formate und Erzählungen keinen Abbruch zu tun. Im Gegenteil. Ob Historische Romane, Filmserien, Computerspiele oder Ritterkämpfe und Märkte in Burgen - das Mittelalter bietet dafür die erwünschte ästhetische Kulisse und narrative Rahmung. Die Frage, warum das so ist, ist nicht neu. Aber sie wurde noch nicht jedem gestellt, der dazu kompetent etwas sagen könnte. Wir haben sie in einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. dem Mittelalterhistoriker Prof. Dr. Klaus Oschema von der Universität Bochum gestellt. Dass er demnächst der neue Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Paris wird, war ein Anreiz mehr, ihn nach Düsseldorf ins Haus der Gerda Henkel Stiftung einzuladen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_klausoschema_mittelalter

  42. 76

    L.I.S.A. - Demos und Globus im Neoliberalismus

    Die Demokratie ist in Gefahr, so heißt es seit vielen Jahren. Vor allem Populisten von rechts und links bedrohten die Demokratie. Gestützt wird diese Annahme unter anderem durch den Aufstieg populistischer Parteien, Bewegungen sowie populistischer Politiker und Politikerinnen insbesondere in Staaten des Westens. Eine Renationalisierung von Politik sei die verhängnisvolle Folge, statt mehr globale Verständigung und Vernetzung erfolge ein Rückfall in überkommene Nationalstaatlichkeit. Der Soziologe und frühere Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln sieht das in seinem neuen Buch anders. Nicht der Bezug auf National- bzw. Einzelstaat gefährde die Demokratie, sondern vielmehr die Verlagerung von politischen Entscheidungen auf die globale Ebene, die sich gegen demokratische Verfahren immunisiere. In einer neuen Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. haben wir Professor Streeck zu seiner These befragt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_streeck_demos_globus_neoliberalismus

  43. 75

    L.I.S.A. - Aramäisch. Das Weltreich der Schreiber

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_holgergzelle_aramaeisch

  44. 74

    L.I.S.A. - Russland – ein Kolonialreich?

    Was landläufig als Russland bezeichnet wird, war gemessen an seiner Fläche einst das drittgrößte Reich der Weltgeschichte - nach dem Britischen Empire und dem Mongolischen Reich. Seine größte territoriale Ausdehnung erfuhr es um 1900, als es im Westen an das Deutsche Reich und an die Habsburgermonarchie grenzte, im Nordwesten an Schweden und Norwegen, im Süden bis an die Grenzen von Persien und Afghanistan reichte und im Fernen Osten bis an den Pazifik. Heute noch ist die Russländische Föderation das größte Land der Welt. Was aber genau ist Russland? Eine Föderation, wie es der offizielle Titel vorschreibt, ein Vielvölkerreich, wie es unter anderen vom Osteuropahistoriker Prof. Dr. Andreas Kappeler beschrieben wurde, oder ein Imperium bzw. ein Kolonialreich, als das gegenwärtig immer wieder bezeichnet wird, verbunden mit der Forderung es zu dekolonialisieren? Wir haben diese und weitere Fragen Prof. Dr. Jörn Happel, Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas und Ostmitteleuropas der Universität der Bundeswehr Hamburg, gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_happel_russland

  45. 73

    L.I.S.A. - Wirtschaftskrisen – Pendel oder Fusion?

    Wer über ökonomische Verhältnisse spricht, greift dabei immer wieder auf ein ganzes Arsenal an Metaphern und Analogien zurück. Da ist von der unsichtbaren Hand die Rede, die in den Marktwettbewerb eingreift, wenn der Konjunkturmotor mal nicht so richtig brummt, um den Wirtschaftskreislauf anzuregen und so zu mehr Wachstum zu kommen, sofern denn die Ertragsquellen ordentlich ausgeschöpft werden, was wiederum zu Übernahmenschlachten, Preisstürzen oder Zinssprüngen führen kann. Was aber, wenn es in der Wirtschaft zu Schockmomenten kommt? Und wenn sich Krisen - nach Marx dem Kapitalismus wesenhaft - ereignen, treten diese dann in Wellen auf? Der Historiker Prof. Dr. Harold James von Princeton University hat über ökonomische Schockmomenten der Moderne ein Buch geschrieben und fragt dabei nach den Folgen von Wirtschaftskrisen für die Globalisierung. Wir wollten wissen, ob solche Schockmomente eine Pendelbewegung zwischen Globalisierung und Deglobalisierung auslösen oder ob das Bild der Verschmelzung bzw. der Fusion das passendere ist. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_haroldjames_wirtschaftskrisen

  46. 72

    L.I.S.A. - Die Ambivalenz von Reichen

    Der Begriff Reich wirkt in der heutigen Zeit als etwas Überkommenes. Reiche, das war einmal. Namentlich taucht das Wort in der gegenwärtigen Welt organisierter Herrschaft auch nur noch dreimal auf: Frankreich, Österreich, Vereinigtes Königreich. Das angehängte -reich verweist dabei auf ein Relikt aus früheren Zeiten und unterstreicht zugleich die vermeintliche historische Kontinuität dieser Länder. Andere Reiche sind indes längst untergangen, wie das Perserreich, das Römische Reich und das Byzantinische Reich, oder später das Osmanische Reich, das Habsburgerreich oder das Deutsche Reich. Und dennoch ist der Gedanke an Reiche bis heute nicht verschwunden - im Gegenteil: In Diskursen der jüngeren Gegenwart wird unter Verwendung des lateinischen Begriffs Imperium immer wieder von neoimperialen Politiken gesprochen, so beispielsweise mit Blick auf Russland oder der Türkei. Im Gespräch mit dem Althistoriker Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke stehen Reiche in der Antike im Mittelpunkt, deren Entstehungsbedingungen, Organisation und Ideologien, ein Blick auf aktuelle "Reichsabsichten" bot sich jedoch auch an. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_gehrke_reiche_antike

  47. 71

    L.I.S.A. - Kunst und Politik – documenta und DDR

    Die Documenta in Kassel war schon immer mehr als nur eine der bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Sie war von Beginn an eine Veranstaltung, die politisch aufgeladen war und zu gesellschaftlichen Kontroversen führte. Das hat sich bis heute nicht geändert. In den Anfängen bestimmte vor allem der Kalte Krieg das Klima der Documenta: Ist der sozialistische Realismus Kunst oder nur politische Propaganda? Im Mittelpunkt dieser Frage stand vor allem die Kunst in der DDR. Die Kunsthistorikerin Dr. Alexia Pooth hat in einem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekt das Verhältnis der Documenta zur DDR erforscht und konnte dabei bislang unberücksichtigtes Material auswerten. Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_pooth_documenta_ddr

  48. 70

    L.I.S.A. - Lobbyarbeit für die Geschichtswissenschaft

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_lutzraphael_geschichtswissenschaft

  49. 69

    L.I.S.A. - Der erste digitale Historikertag. Eine Bilanz

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_historikertag2021_bilanz

  50. 68

    L.I.S.A. - Kulturzerstörungen. Die Macht der Bilder

    Keine Bilder, keine Kulturzerstörungen - ist es so einfach? Das nicht, aber dieser Satz birgt eine gewisse Doppeldeutigkeit. Zum einen sind es Bilder, die zerstört werden, Bilder, die an bestimmte Ereignisse oder Persönlichkeiten erinnern sollen und deswegen für immer verschwinden sollen. Zum anderen sind es Bilder über Kulturzerstörungen, die sich ins kollektive Gedächtnis einprägen - so beispielsweise die gezielten und bewusst in Szene gesetzten Sprengungen von antiken Stätten durch den IS in Afghanistan oder Syrien. In beiden Fällen ist es die Macht der Bilder, die im Zentrum von Kulturzerstörungen steht. Und das nicht erst in jüngerer Zeit, sondern seit jeher, wie der Archäologe und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Hermann Parzinger, in seinem neuesten Buch zeigt. Kulturzerstörungen sind demnach ein konstanter Faktor in der Geschichte der Menschheit. Warum das so ist und was zum Schutz von Kulturgütern und kulturellem Erbe getan werden könnte, dazu haben wir Professor Parzinger unsere Fragen gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_parzinger_kulturzerstoerungen

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