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EPISODE · Feb 4, 2019 · 47 MIN

L.I.S.A. - Zum ewigen Krieg?

from Zu Gast bei L.I.S.A. · host Georgios Chatzoudis

Zum ewigen Frieden heißt die Schrift Immanuel Kants, die er 1795 erstmals veröffentlichte. Zuvor hatten allein im 18. Jahrhundert weltweit mehr als zwanzig Kriege getobt, an denen europäische Mächte beteiligt waren - darunter der Siebenjährige Krieg, der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg oder die Französischen Revolutionskriege. Im 19. Jahrhundert gab es für Großbritannien kaum ein Jahr, in dem es nicht irgendwo auf der Welt Krieg führte - gehegte innerhalb Europas, ungehegte außerhalb. Stehen heute Staaten in Konflikt miteinander, gilt Krieg nur noch als das allerletzte Mittel - die sogenannte "Ultima Ratio". Und selbst wenn es soweit kommt, muss er gerechtfertigt erscheinen (ius ad bellum) und möglichst unter Beachtung kriegsvölkerrechtlicher Bestimmungen verlaufen (ius in bello). Der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche hat sich die Kriege Europas in der Moderne genauer angeschaut und darüber nun ein umfassendes Buch geschrieben, das in der vergangenen Woche in der Publikationsreihe Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung erschienen ist. Der gewaltsame Lehrer lautet der markante Titel seines Werks. Entsprechend provokativ fällt der erste Satz aus: "Kriege ordnen den Blick auf die Geschichte." Eine These, die zum Nachhaken auffordert. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/kriege_dieterlangewiesche

Zum ewigen Frieden heißt die Schrift Immanuel Kants, die er 1795 erstmals veröffentlichte. Zuvor hatten allein im 18. Jahrhundert weltweit mehr als zwanzig Kriege getobt, an denen europäische Mächte beteiligt waren - darunter der Siebenjährige Krieg, der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg oder die Französischen Revolutionskriege. Im 19. Jahrhundert gab es für Großbritannien kaum ein Jahr, in dem es nicht irgendwo auf der Welt Krieg führte - gehegte innerhalb Europas, ungehegte außerhalb. Stehen heute Staaten in Konflikt miteinander, gilt Krieg nur noch als das allerletzte Mittel - die sogenannte "Ultima Ratio". Und selbst wenn es soweit kommt, muss er gerechtfertigt erscheinen (ius ad bellum) und möglichst unter Beachtung kriegsvölkerrechtlicher Bestimmungen verlaufen (ius in bello). Der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche hat sich die Kriege Europas in der Moderne genauer angeschaut und darüber nun ein umfassendes Buch geschrieben, das in der vergangenen Woche in der Publikationsreihe Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung erschienen ist. Der gewaltsame Lehrer lautet der markante Titel seines Werks. Entsprechend provokativ fällt der erste Satz aus: "Kriege ordnen den Blick auf die Geschichte." Eine These, die zum Nachhaken auffordert.

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