EPISODE · Mar 20, 2022 · 44 MIN
Mach Dir keine Sorgen
from Podcast de Hans-Claus Ewen
Der einzige Grund warum Christen sich Sorgen machen müssten, ist, wenn sie sich Sorgen machen … Sich Sorgen zu machen, mag zwar menschlich gesehen normal sein, ist aber von der Bibel her eine sinnlose und auch gefährliche Investition von Kraftressourcen in eine Notsituation, die zwar theore-tisch vorstellbar, aber noch nicht Realität geworden ist. Das spanische Wort dafür ist „preocuparse“, was wörtlich bedeutet, „sich vorher mit etwas beschäftigen“, also im Sinne, bevor es eintrifft. Das fast schon absurde daran ist die Tatsache, dass man, während man isst, sich sorgen macht, ob man nächste Woche auch noch essen wird. Ein solcher Gedankengang führt dazu, dass man vergisst, für das, was man im Moment hat, dankbar zu sein und dass man es nicht so richtig genießen kann. Jesus beginnt seinen kleinen Vortrag zum Thema Sorgen mit dem Hinweis auf eine Unmöglichkeit: „Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lie-ben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Sorgen sind somit niemals eine Sache der Umstände, sondern eine Frage des Herzens. Wem oder was diene ich? Jesus beschreibt in den folgenden Versen wie sich Gott sogar in der Schöpfung, der Tierwelt und der Pflanzenwelt, als Versorger offenbart und formuliert daraus die Frage an den Men-schen, wem er denn vertrauen möchte. Sein Fazit ist, dass genauso so wenig, wie man Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen kann, kann man sich auch nicht Sorgen machen und gleichzeitig an Gott als unseren wahren Versorger zu glauben. Das Wort, das in diesem Text mit "besorgt sein" übersetzt wird, bedeutet im griechischen wörtlich "ängstlich sein". Es bezieht sich nicht auf eine reale aktuelle Bedrohung, wie zum Beispiel eine Krebsdiagnose mit schlechter Prognose, sondern auf Situationen in der Zukunft, die noch gar ein-getreten sind. Angst zu haben ist eine schöpfungsgegebene Fähigkeit, die uns beispielsweise vor tatsächlichen Gefahren warnen kann. Gott hat den menschlichen Körper so angelegt, dass in sol-chen Situationen Adrenalin ausgeschüttet wird, welches uns befähigt mit bedrohlichen Situationen umzugehen und beispielsweise schier übernatürliche Kräfte zu entwickeln. Unser Text spricht aber von Ängsten, die man sich einbildet. Leider können diese Gedanken sich schnell auf unsere Gefühle übertragen und uns in jeder Beziehung, aber ohne Not, krank machen.
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