EPISODE · Aug 15, 2026 · 19 MIN
Männergesundheit: Warum Vorsorge ein Zeichen von Stärke ist
from Offene Sprechstunde - Medizin mal anders mit Dr. Kittler · host Dr. med. Helmut Kittler
Männer gelten oft als zurückhaltend, wenn es um Vorsorge geht. In dieser Folge beschreibt Dr. Helmut Kittler Situationen aus seinem Praxisalltag: Manche Männer kommen erst, wenn Beschwerden auftreten — oder wenn die Partnerin den Termin anstößt und im Gespräch zunächst die Symptome schildert. Ausgangspunkt der Folge ist die Frage, was nach den Jugenduntersuchungen passiert. Muss ein junger Mann einfach warten, bis ein regulärer Check-up vorgesehen ist? Dr. Kittler plädiert dafür, Gesundheit als eigene Verantwortung zu verstehen. Wer Veränderungen bemerkt, familiäre Risiken kennt oder eine persönliche Bestandsaufnahme wünscht, kann diese Themen frühzeitig hausärztlich ansprechen. Die Episode behandelt außerdem verschiedene Untersuchungen und Vorsorgeangebote. Dazu gehören einfache Basismaßnahmen wie Gespräch, Blutdruckmessung und Urinuntersuchung ebenso wie individuell zu prüfende Labor- oder Zusatzuntersuchungen. Mehr Diagnostik ist dabei nicht automatisch für jeden Menschen sinnvoll. Welche Untersuchung passt, hängt von Alter, Vorgeschichte, familiären Risiken, Beschwerden und persönlichem Sicherheitsbedürfnis ab. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie Männer überhaupt besser erreicht werden. Dr. Kittler setzt nicht auf zusätzlichen Druck. Er möchte ermutigen, Vorbilder sichtbar machen und Angebote schaffen, deren Schwelle niedrig ist. Das Ziel ist nicht, Angst zu erzeugen, sondern frühzeitige Orientierung zu ermöglichen. Zum Schluss wird Vorsorge mit einem verbreiteten Männerbild verbunden. Wer Hilfe sucht oder eine vertraute Person zum Termin mitnimmt, zeigt aus Dr. Kittlers Sicht keine Schwäche. Im Gegenteil: Stärke bedeutet auch, die eigene Verletzlichkeit anzuerkennen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Themen der Folge: • Warum Männer Vorsorge häufig später wahrnehmen. • Was zwischen Jugenduntersuchungen und späteren Check-ups verloren gehen kann. • Weshalb familiäre Risiken und Veränderungen im Alltag wichtig sein können. • Welche Rolle die hausärztliche Bestandsaufnahme spielt. • Warum fehlende Beschwerden keine vollständige Sicherheit geben. • Wie Motivation und niedrigschwellige Angebote Männer besser erreichen können. • Warum Hilfe zu suchen ein Zeichen von Stärke sein kann.
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