Dr. Florian Ploberger im Gespräch mit Mag. Dr. Sabine Hermisson
from MENSCH. MEDIZIN. WEISHEIT. Dr. Florian Ploberger im Dialog Hosted by Das Zentrum
Die kleinsten Reize überfordern, ob Licht oder Berührung. Oft ist eine anwesende Person schon ein Zuviel an Belastung. Das Leben ist nur mehr äußerst reduziert möglich. Fast wie lebendig begraben. Im November 2020, ein paar Tage vor ihrem achtzehnten Geburtstag, erkrankte Mila Hermisson schwer an ME / CFS... Jahre verbringt Mila in einem absolut dunklem Raum. Einsamkeit. Ungewissheit. Angst. Das Essen muss püriert und gefüttert werden. Kommunikation ist manchmal nur jeden zweiten Tag möglich, denn in manchen Phasen spricht Mila nicht mehr als drei Wörter pro Tag. Sabine Hermisson: „Mila hat eineinhalb Jahre darauf gewartet, bis sie einen Arzt gesehen hat. Eine Fahrt im Krankenwagen ging nicht mehr. Das ist war zu laut." Wie geht man mit einer solchen Situation um, Frau Dr. Sabine Hermisson? Was macht das mit der Mutter, mit der Familie und natürlich mit der betroffenen Tochter selbst? ME/CFS ist eine große Herausforderung für jede betroffene Familie, weil man damit oft alleine dasteht. Zwanzig Prozent aller 80.000 in Österreich ME/CMS-Betroffenen sind ans Haus oder sogar ans Bett gebunden. Von medizinischer Seite gibt es noch viel zu wenig Forschung und Versorgung. So bleibt der Umgang mit einer solch belastenden Situation oft Privatsache. Mag. Dr. Sabine Hermisson ist Religionspädagogin an der Universität Wien und spricht in diesem sehr berührenden Podcast offen über die Erkrankung ihrer Tochter.
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