EPISODE · Apr 15, 2026 · 6 MIN
Mehr Effizienz im Gesundheitswesen: Was wirken könnte, und was eher nicht
Wenn sich nichts ändert - dann steuern die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im kommenden Jahr auf ein zweistelliges Milliardendefizit zu. Und dieses Milliardenminus wäre wohl auch kein einmaliger Ausrutscher, sondern - soweit absehbar - von Dauer. Um das zu verhindern, hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, CDU, gestern eine Reihe von Reformvorschlägen für die GKV vorgelegt. Darin enthalten sind etwa: Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und bei der Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Wobei die Lastenverteilung ungefähr so aussähe: Zwölf Milliarden Euro entfielen auf die professionellen Akteure im Gesundheitswesen, rund acht Milliarden auf die Beitragszahlenden. Professor Stefan Greß leitet den Studiengang Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik an der Hochschule in Fulda. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier schätzt er die Vorschläge der Ministerin ein. So viel vorweg: Er sieht einige Chancen für mehr Effizienz, nur müsste diese mündliche Ankündigung zunächst in ein Gesetz gegossen werden und auf dem Weg dahin gilt es, sich mit vielen Lobby-Interessen auseinanderzusetzen.
Embed this episode
NOW PLAYING
Mehr Effizienz im Gesundheitswesen: Was wirken könnte, und was eher nicht
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
No similar episodes found.
Similar Podcasts
No similar podcasts found.