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Menschen als Software-Erweiterungen

Während Technologien oft als Erweiterungen unserer Körper beschrieben werden, betrachte ich in meinem Vortrag diese Beziehungen aus der entgegengesetzte Perspektive: Menschen als Software-Erweiterungen, die ganz einfach eingesteckt, neu verkabelt und wieder ausrangiert werden können.

Episode 26 of the re:publica 18 - Arts & Culture podcast, hosted by Sebastian Schmieg, titled "Menschen als Software-Erweiterungen" was published on May 4, 2018 and runs 27 minutes.

May 4, 2018 ·27m · re:publica 18 - Arts & Culture

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Sebastian Schmieg Wir erweitern Computernetzwerke durch unsere Körper, unsere Sinne und unser Denken, beispielsweise wenn wir CAPTCHAs lösen und dadurch künstliche Intelligenz trainieren, wenn sich Menschen als Bots ausgeben müssen, wenn Arbeit vermittels Onlineplattform und Handy organisiert wird oder wenn Arbeiter/innen programmierbar werden. Menschen die Maschinen erweitern – so lassen sich schon seit geraumer Zeit viele Formen der Arbeit beschreiben. Da vernetzte Software nun jedoch alle Aspekte unserer Arbeits- und Lebenswelten durchdringt, wird die algorithmische Analyse, Organisation und Modulation von Körpern allgegenwärtig. Die Verfasstheit von Menschen als Software-Erweiterungen, zu denen auch wir uns zählen können, wie auch viele der Menschen, die für uns arbeiten, werde ich anhand einer Reihe von Beispielen illustrieren (z.B. die "Überlebenskreativität" von Gig-Arbeiter/innen, überwachte Arbeitsumgebungen, künstliche Intelligenz als globale Fertigungsstraße), um dann abschließend mögliche Interventionen innerhalb von algorithmischen Systeme vorzuschlagen.

Sebastian Schmieg Wir erweitern Computernetzwerke durch unsere Körper, unsere Sinne und unser Denken, beispielsweise wenn wir CAPTCHAs lösen und dadurch künstliche Intelligenz trainieren, wenn sich Menschen als Bots ausgeben müssen, wenn Arbeit vermittels Onlineplattform und Handy organisiert wird oder wenn Arbeiter/innen programmierbar werden. Menschen die Maschinen erweitern – so lassen sich schon seit geraumer Zeit viele Formen der Arbeit beschreiben. Da vernetzte Software nun jedoch alle Aspekte unserer Arbeits- und Lebenswelten durchdringt, wird die algorithmische Analyse, Organisation und Modulation von Körpern allgegenwärtig. Die Verfasstheit von Menschen als Software-Erweiterungen, zu denen auch wir uns zählen können, wie auch viele der Menschen, die für uns arbeiten, werde ich anhand einer Reihe von Beispielen illustrieren (z.B. die "Überlebenskreativität" von Gig-Arbeiter/innen, überwachte Arbeitsumgebungen, künstliche Intelligenz als globale Fertigungsstraße), um dann abschließend mögliche Interventionen innerhalb von algorithmischen Systeme vorzuschlagen.
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