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EPISODE · Aug 12, 2026 · 1H

Müssen wir weniger arbeiten, um mehr zu leisten, Johannes Wendsche?

from New Work Meets Science – Arbeitspsychologie, Organisationsentwicklung, Führung · host BlackBox/Open

„Der Sinn des Lebens ist die Muße.“So die These Aristoteles’ vor mehr als 2.000 Jahren. Und auch im antiken Ägypten waren Pausen fester Bestandteil des Arbeitsrhythmus. Während monumentale Werke wie die Pyramiden entstanden, saßen Menschen zwischendurch im Schatten der Bäume und erholten sich.Spulen wir vor: Aus dem Schattenplatz unter einem Baum ist ein Schreibtisch geworden, aus dem natürlichen Wechsel von Arbeit und Ruhe ein Kalender ohne Zwischenräume. Wir essen vor dem Bildschirm, springen von Termin zu Termin und nehmen die offene To-do-Liste gedanklich mit ins Bett.Wann wurde pausenloses Arbeiten eigentlich zum Zeichen besonderer Leistungsbereitschaft? Und wie können wir lernen, wieder richtig Pause zu machen?In dieser Folge von „New Work Meets Science“ spricht Dr. Theresa Fehn mit Dr. Johannes Wendsche, Arbeits- und Organisationspsychologe sowie Wissenschaftler bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, über Pausen, Erholung und die Fähigkeit, nach der Arbeit wirklich abzuschalten.Wie lange sollte eine gute Pause dauern, wann brauchen wir sie und wo genau erholen wir uns am besten? Sollten Unternehmen bevorzugt Menschen einstellen, die nach Feierabend gut abschalten können? Oder eher diejenigen, deren Gedanken ständig um die Arbeit kreisen? Ist Detachment ein angeborenes Talent oder eine Fähigkeit, die wir trainieren können? Und was beeinflusst unser Abschalten stärker: unsere Persönlichkeit oder die Bedingungen, unter denen wir arbeiten?Johannes erklärt, warum Erholung eben kein Gegenpol zur Leistung ist, sondern eine Voraussetzung dafür, langfristig gesund und nachhaltig leistungsfähig zu bleiben. Es geht um Schlaf, Grübeln und Abgrenzungsrituale, um „maskierte Pausen“, Desk Detox und die Frage, warum uns in der Pause häufig genau das guttut, was bei der Arbeit zu kurz kommt.Außerdem geht es um praktische Tipps und Tricks: Was können wir selbst tun, um leichter abzuschalten? Wie können To-do-Listen, kurze Ortswechsel oder bewusst gesetzte Grenzen helfen? Und wie müssen Organisationen Arbeit gestalten, damit Beschäftigte sich tatsächlich erholen können?Eine Folge für alle, die Aristoteles’ Kunst der Muße in den modernen Arbeitsalltag integrieren und Pausen gezielt für mehr Erholung, Konzentration und Leistungsfähigkeit nutzen möchten.Viel Spaß beim Hören!Foto: © IRIS FRIEDRICH PHOTOGRAPHYQuellen & Links: 4 Erholungsformen:Sonnentag, S., & Fritz, C. (2007). The Recovery Experience Questionnaire: Development and validation of a measure for assessing recuperation and unwinding from work. Journal of Occupational Health Psychology, 12(3), 204–221. https://doi.org/10.1037/1076-8998.12.3.204DRAMMA-Modell (6 Erholungsformen):Newman, D. B., Tay, L., & Diener, E. (2014). Leisure and subjective well-being: A model of psychological mechanisms as mediating factors. Journal of Happiness Studies, 15(3), 555–578. https://doi.org/10.1007/s10902-013-9492-1Zeigarnik Efffekt:Zeigarnik, B. (1927). Über das Behalten von erledigten und unerledigten Handlungen. Psychologische Forschung, 9, 1–85.Literatur-Tipps:Wendsche, J., Tschetsche, L., Lohmann-Haislah, A., Schulz, A., Schuller, K., & Schöllgen, I. (2025). Mentale Erholung von der Arbeit: Abschalten lernen (2. Aufl.). Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. https://doi.org/10.21934/baua:praxis20250624Pang, A. S.-K. (2016). Rest: Why you get more done when you work less. Basic Books. Aktualisierte Ausgabe: Pang, A. S.-K. (2018). Rest: Why you get more done when you work less (Updated ed.). Basic Books.

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