«No Man’s Sky» - erkunden, erforschen, in den Weiten des Alls verschwinden (für immer!) episode artwork

EPISODE · Aug 22, 2016 · 9 MIN

«No Man’s Sky» - erkunden, erforschen, in den Weiten des Alls verschwinden (für immer!)

from Gamester spielt · host Gamester.tv

«Hello Games» sorgt dafür, dass es kein Game-Sommerloch gibt. Unglaublich, was vor dem Release alles über das Abenteuer im Weltraum geschrieben wurde. Jetzt kann aber auch endlich gezockt werden und die über 18 Trillionen - zufällig generierten Planeten - können entdeckt und erforscht werden. Dies ist auch das spielentscheidende Element: Wer kein virtueller Forscher sein möchte, sollte sich in anderen Galaxien umsehen. Das Spiel ist dabei fast schon meditativ - die Farben der Planeten sind derart bunt, fluoreszierend, grell und doch auch sanft und beschwichtigend, dass der Spieler regelrecht in den Farben versinkt. Der Grafikstil und die simple Sounduntermalung sind ein grosses Plus für das einzigartige Spielgefühl von «No Man's Sky». Nachdem Ihr Euer Raumschiff wieder flugfähig gemacht habt, kennt das Weltall kaum Grenzen, Eure Reisen können ohne entsprechenden Schub schon sehr lange dauern. Das Spielprinzip ist dabei auf einen einfachen Nenner zu bringen: Ihr sammelt Ressourcen, craftet, tauscht Waren und verdient Geld und kauft so neue Raumschiffe. Ihr könnt Aliens finden und deren Sprache erlernen oder etliche Lebewesen erforschen und - ganz wichtig - fotografieren. Riesige Weltraumschlachten oder Duelle gegen besonders übel gelaunte Aliens gibt es dabei aber nicht. Es warten nur kleinere Raumschiff-Scharmützel, die zumindest nach Upgrades Eures Waffensystems etwas dynamischer werden. Negativ fallen besonders die umständliche Menüführung, die augenscheinlich nach einem Maus-Eingabegerät schreit und das limitierte Inventar auf. Der Spielfluss wird hier unnötig verstrickt. Auch der fehlende Multiplayer-Aspekt ist schade, wie schön wäre es doch gewesen mit Freunden neue Galaxien zu entdecken. Zwar gibt es sehr seltene Treffen mit anderen Spielern, die Interaktionen sind - zumindest aktuell - kaum vorhanden. Wer sich mit den genannten negativen Punkten abfinden kann und keine Angst vor Schwarzen Löchern hat (die Euch aus dem vielleicht gefundenen Paradies schleudern werden), wird ein ambitioniertes Spiel vorfinden, dass in seiner Gänze sehr sanft, beruhigend und harmlos ist. Auch werden Emotionen geweckt, die man in Videospielen eher nicht findet - zum Beispiel die Sehnsucht nach der unendlichen Weite. Insgesamt ist die Einsamkeit ist gross, was für mich wiederum in der Videospielwelt neuartig ist, ein ungewohntes Gefühl wird hier aufgerüttelt, was für die Einzigartigkeit dieses Spiels spricht. (raf)

«Hello Games» sorgt dafür, dass es kein Game-Sommerloch gibt. Unglaublich, was vor dem Release alles über das Abenteuer im Weltraum geschrieben wurde. Jetzt kann aber auch endlich gezockt werden und die über 18 Trillionen - zufällig generierten Planeten - können entdeckt und erforscht werden. Dies ist auch das spielentscheidende Element: Wer kein virtueller Forscher sein möchte, sollte sich in anderen Galaxien umsehen. Das Spiel ist dabei fast schon meditativ - die Farben der Planeten sind derart bunt, fluoreszierend, grell und doch auch sanft und beschwichtigend, dass der Spieler regelrecht in den Farben versinkt. Der Grafikstil und die simple Sounduntermalung sind ein grosses Plus für das einzigartige Spielgefühl von «No Man's Sky». Nachdem Ihr Euer Raumschiff wieder flugfähig gemacht habt, kennt das Weltall kaum Grenzen, Eure Reisen können ohne entsprechenden Schub schon sehr lange dauern. Das Spielprinzip ist dabei auf einen einfachen Nenner zu bringen: Ihr sammelt Ressourcen, craftet, tauscht Waren und verdient Geld und kauft so neue Raumschiffe. Ihr könnt Aliens finden und deren Sprache erlernen oder etliche Lebewesen erforschen und - ganz wichtig - fotografieren. Riesige Weltraumschlachten oder Duelle gegen besonders übel gelaunte Aliens gibt es dabei aber nicht. Es warten nur kleinere Raumschiff-Scharmützel, die zumindest nach Upgrades Eures Waffensystems etwas dynamischer werden. Negativ fallen besonders die umständliche Menüführung, die augenscheinlich nach einem Maus-Eingabegerät schreit und das limitierte Inventar auf. Der Spielfluss wird hier unnötig verstrickt. Auch der fehlende Multiplayer-Aspekt ist schade, wie schön wäre es doch gewesen mit Freunden neue Galaxien zu entdecken. Zwar gibt es sehr seltene Treffen mit anderen Spielern, die Interaktionen sind - zumindest aktuell - kaum vorhanden. Wer sich mit den genannten negativen Punkten abfinden kann und keine Angst vor Schwarzen Löchern hat (die Euch aus dem vielleicht gefundenen Paradies schleudern werden), wird ein ambitioniertes Spiel vorfinden, dass in seiner Gänze sehr sanft, beruhigend und harmlos ist. Auch werden Emotionen geweckt, die man in Videospielen eher nicht findet - zum Beispiel die Sehnsucht nach der unendlichen Weite. Insgesamt ist die Einsamkeit ist gross, was für mich wiederum in der Videospielwelt neuartig ist, ein ungewohntes Gefühl wird hier aufgerüttelt, was für die Einzigartigkeit dieses Spiels spricht. (raf)

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This episode is 9 minutes long.

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This episode was published on August 22, 2016.

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