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OpenSCHUFA - Crowdsourcing algorithmic accountability

Ob Kredite, Handyverträge oder Wohnungsbewerbungen - bei wichtigen Verbraucherfragen spielt der Schufa-Score eine zentrale Rolle. Wer zu wenige Punkte hat, geht oft leer aus. Das Scoring-Verfahren des Privatunternehmens Schufa ist allerdings höchst intransparent. Als Geschäftsgeheimnis ist es der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das will das Projekt #Openschufa ändern.

Episode 20 of the re:publica 18 - Politics & Society podcast, hosted by Walter Palmetshofer, Lorenz Matzat, titled "OpenSCHUFA - Crowdsourcing algorithmic accountability" was published on May 3, 2018 and runs 25 minutes.

May 3, 2018 ·25m · re:publica 18 - Politics & Society

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Walter Palmetshofer, Lorenz Matzat Es gibt wenig private Unternehmen, deren Entscheidungen so großen Einfluss auf das Leben so vieler Bürgerinnen und Bürger in Deutschland haben wie die SCHUFA Holding AG. Egal, ob es um einen Handyvertrag, eine Mietwohnung oder einen Baukredit geht - fast immer ist es der Score der Schufa, der über hop oder topp entscheidet. Obwohl die Schufa öffentlicher Kontrolle unterliegt, sind die Ergebnisse dieser Kontrollen geheim - doch nicht nur das: Auch wie die zu ihren Scores kommt, darf die SCHUFA weitgehend geheim halten. Der Rechtsstreit einer Betroffenen auf Auskunft scheiterte in allen Instanzen bis zum BGH. Kann man mit Methoden von Crowdsourcing und Algorithmic Accountability Reporting dafür sorgen, dass mehr Geheimnisse der Schufa gelüftet werden und wir erfahren, auf welcher Grundlage sie ihre nahezu unbegrenzte Macht ausübt? Bei der rp18 werden wir erste Ergebnisse unserer Recherche.Kampagne OpenSCHUFA vorstellen und sie mit der Community diskutieren. Hintergrund: Die Frage, welchen Einfluss automatisierte Systeme auf unsere Rechte und Freiheiten haben, ist in den vergangenen Jahren intensiv diskutiert worden. Allein: Es fehlt die Evidenz. Weltweit gibt es noch immer zu wenige Beispiele dafür, wie derartige Systeme in der Praxis tatsächlich untersucht wurden. Mit dem Projekt Datenspende zur Bundestagswahl 2017 hat AlgorithmWatch gezeigt, dass man auch komplexen Systemen von außen auf den Zahn fühlen kann. Das ist aufwändig und erfordert viel Phantasie, aber es ist möglich. OpenSCHUFA ist ein Beispiel dafür.

Walter Palmetshofer, Lorenz Matzat Es gibt wenig private Unternehmen, deren Entscheidungen so großen Einfluss auf das Leben so vieler Bürgerinnen und Bürger in Deutschland haben wie die SCHUFA Holding AG. Egal, ob es um einen Handyvertrag, eine Mietwohnung oder einen Baukredit geht - fast immer ist es der Score der Schufa, der über hop oder topp entscheidet. Obwohl die Schufa öffentlicher Kontrolle unterliegt, sind die Ergebnisse dieser Kontrollen geheim - doch nicht nur das: Auch wie die zu ihren Scores kommt, darf die SCHUFA weitgehend geheim halten. Der Rechtsstreit einer Betroffenen auf Auskunft scheiterte in allen Instanzen bis zum BGH. Kann man mit Methoden von Crowdsourcing und Algorithmic Accountability Reporting dafür sorgen, dass mehr Geheimnisse der Schufa gelüftet werden und wir erfahren, auf welcher Grundlage sie ihre nahezu unbegrenzte Macht ausübt? Bei der rp18 werden wir erste Ergebnisse unserer Recherche.Kampagne OpenSCHUFA vorstellen und sie mit der Community diskutieren. Hintergrund: Die Frage, welchen Einfluss automatisierte Systeme auf unsere Rechte und Freiheiten haben, ist in den vergangenen Jahren intensiv diskutiert worden. Allein: Es fehlt die Evidenz. Weltweit gibt es noch immer zu wenige Beispiele dafür, wie derartige Systeme in der Praxis tatsächlich untersucht wurden. Mit dem Projekt Datenspende zur Bundestagswahl 2017 hat AlgorithmWatch gezeigt, dass man auch komplexen Systemen von außen auf den Zahn fühlen kann. Das ist aufwändig und erfordert viel Phantasie, aber es ist möglich. OpenSCHUFA ist ein Beispiel dafür.
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