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EPISODE · Feb 18, 2026 · 18 MIN

Palliativ-Versorgung geht uns alle an: SAPV, AAPV und Hospiz erklärt | Dr. Andrea Morawe

from LandMEDchen

Ein Thema, das uns alle früher oder später betreffen wird – trotzdem sprechen wir wenig darüber: Das Sterben.Diese Folge von Dr. Andrea Morawe soll informieren, Ängste nehmen und dabei helfen, Entscheidungen besser zu verstehen. Denn am Lebensende geht es um Würde und darum, gut betreut zu werden.Palliative Versorgung beginnt in dem Moment, in dem klar wird, dass eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist.Palliativ bedeutet dabei, Schmerzen zu lindern, Symptome zu kontrollieren, Lebensqualität zu erhalten, Angst zu nehmen und den Mensch als Ganzes zu sehen: Körperlich, psychisch, sozial und spirituell.Deswegen sollte die Palliativ-Medizin auch nicht tabuisiert werden. Wir sprechen dabei von BSC – Best Supportive Care.AAPV ist die allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung. Dies ist die Basisversorgung für Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung, die aber noch relativ stabil sind. Meist findet diese im häuslichen Umfeld statt durch Hausärzt:innen sowie ambulante Pflegedienste.Im Fokus steht die Schmerz- und Symptomkontrolle, sowie die Kommunikation mit den Angehörigen. Dazu gehört auch der Kontakt zur Pflegekasse oder zu ehrenamtlich Tätigen.Das Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und Stabilität zu erhalten.SAPV ist die folgende Stufe, die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung. Sie kommt ins Spiel, wenn Symptome nur noch schwer beherrschbar sind und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit erforderlich ist.SAPV und AAPV werden durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind.Viele Menschen wünschen sich, zuhause versterben zu können. Dabei muss allerdings Pflege rund um die Uhr gewährleistet sein, was oft Angehörige mit Unterstützung mit Pflegediensten durchführen.Für die Patient:innen ist die emotionale Belastung im häuslichen Setting niedriger, für die Angehörigen ist sie allerdings höher.Wichtig ist hierbei eine ehrliche Einschätzung. Nicht alles, was gewünscht ist, ist dauerhaft realisierbar.Das Hospiz kann eine sehr gute Alternative sein, denn Hospize sind keine Krankenhäuser, sondern Orte der Begleitung. Hier gibt es mehr Zeit für Zuwendung gegenüber Patient:innen und Angehörigen. Man hat Würde bis zuletzt.Die Kosten sind enorm. Die Hospizarbeit wird Andrea’s Meinung nach zu wenig geschätzt, denn sie muss zu großen Teilen über Spenden finanziert werden.Im Hospiz wird niemand abgelehnt. Die Arbeit ist für die Patient:innen und Angehörigen immer kostenfrei.Und am Ende geht es dann auch wieder um Bürokratie. Denn ganz am Ende wird die Todesbescheinigung ausgestellt. Diese Leistung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, denn diese endet mit dem Tod. Die Rechnung kommt für Angehörige oft unerwartet und stellt eine emotionale Belastung dar.Wenn diese Folge dazu beitragen konnte, Gespräche über das Lebensende anzustoßen, hat sie ihren Zweck erfüllt.Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/ ZumPodcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen ZumPodcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu ZumPodcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319

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