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EPISODE · Sep 11, 2026 · 27 MIN

Podcast 328 – F60 oder der liegende Eiffelturm

from Deutsches Reiseradio

Liegender Eiffelturm? F60? Abraum-Förderbrücke? Das sind viele seltsam klingende Begriffe. Hier und jetzt kommt die Aufklärung im Bergbaumuseum F60. Vom Braunkohle-Tagebau zur Seenlandschaft Ich war kürzlich in Brandenburg und habe das Lausitzer Seenland kennengelernt. Darüber werdet Ihr hier noch mehr erfahren. Starten sollen die Berichte aber mit der Historie der sich zur Freizeit- und Urlaubsdestination gemauserten Landschaft. Sie stand über Jahrzehnte im Zeichen des Braunkohle-Tagebaus, den es in geringem Umfang auch noch gibt. Tagebau ist für Umweltaktive sicher ein Reizwort, aber ich finde man sollte auch hier auf die Geschichte schauen, bevor man Stäbe bricht. Die DDR war in Sachen Energieversorgung zum größten Teil auf diese, in der Erde schlummernde, Braunkohle angewiesen. Dass das umwelttechnisch eine Katastrophe ist, wissen wir. Aber damals ging es erst einmal ums Heizen und Strom gewinnen. Die Faszination der F60 502 Meter in der Breite – die “F60” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Wichtig ist vielleicht auch zu erwähnen, dass dieser Tagebau mit Maschinen ausgeführt wurde, die heute noch Ingenieure wie Laien in fasziniertes Staunen versetzen. Wie die F60, die ich erkunden durfte. Dies geschah im „Bergbaumuseum F60“ in Lichterfeld-Schacksdorf im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis. Die „F60“ ist eine Braunkohle-Abraum-Förderbrücke die fasziniert und für deren Erkundung man etwas Zeit mitbringen muss. Immerhin ist sie 502 Meter lang, 204 Meter breit, rund 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer. Technischer Gigant von oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die “Brückentour” Guide Konrad Lehmann zum Start der Tour – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Guide Konrad Lehmann war mit uns, als kleiner Journalistengruppe, fast zwei Stunden unterwegs. Wir haben das technische Wunderwerk von unten gesehen, sowie den Antrieb, die Fahrspur auf Schienen und Vieles mehr. Breit unterwegs: Der “F60”-Fahrweg – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Dann wurde die Abraum-Förderbrücke erklommen, von links unten bis ganz rechts oben. Auf dem Weg gibt es die ehemaligen, riesigen Förderbänder zu sehen (dort, wo sie noch installiert sind). Weg nach oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Ganz oben wartet ein traumhafter Blick auf den ehemaligen Tagebau, der im Lauf der Jahre zum Bergheider See mutierte. Erfahrt Alles über die Technik und die Arbeitsweise der “F60” im Podcast. Der Weg nach ganz oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Der Blick in die Zukunft Eine klasse Aussicht gibt’s da oben und ganz schön viel Wind. Das wird man, trotz aller Vorkehrungen auch im Podcast hören. Erneuerbare Energien rund um die “F60”: Solarpark und Windräder – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die Übersicht gibt gewissermaßen auch den Blick auf die Energiezukunft frei. Zwischen „F60“ und dem See gibt es ein großes Feld mit Solarzellen. Auf einer Seite des erhöhten Seeufers stehen mindestens ein Dutzend Windräder. Rein optisch, treffen hier Vergangenheit und Zukunft der erneuerbaren Energie aufeinander. Die Organisatoren des Bergbaumuseums sind auch in Sachen erneuerbare Energie engagiert. Am See steht mit der „Aquaforum“ ein solarbetriebenes Konferenzboot zur Verfügung. Der liegende Eiffelturm Der Spaß mit dem liegenden Eiffelturm beweist, dass der Eiffelturm gemessen an Maßen und Gewicht, mit der „F60“ nicht mithalten kann. Er wiegt rund 7.500 Tonnen, die „F60“ 11.000. Der Eiffelturm ist (mit Antenne) 324 Meter hoch, auch wenn man ihn umlegt ist die „F60“ mit 502 Metern länger. Der Eiffelturm hat eine Basisbreite von 125 Metern, die „F60“ misst in der Breite 204 Meter. Wie auch immer, man die Maße dreht und wendet. Der Eiffelturm zieht immer den Kürzeren. In der Konstruktionsweise sind sie sich zudem sehr ähnlich. Da kommt Eiffel nicht mit: Die “F60” und der Bergheider See – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Öffnungszeiten des Bergbaumuseums Das Bergbaumuseum F60 ist ganzjährig geöffnet. Zwischen März und Oktober, täglich außer Montag zwischen10 und 18.00 Uhr, im Winter Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr. Der Besuch lohnt. Der Lerneffekt ist groß und das Staunen unbezahlbar. Alte (damals neue) Technik im Leitstand der “F60” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Im Leitstand mit Konrad Lehmann – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Infos & Links Bergbaumuseum F60 Industriekultur Brandenburg Lausitzer Seenland Reiseland Brandenburg Hinweis Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Reiseland Brandenburg und seinen Partnern vor Ort. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst! Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILDThe post Podcast 328 – F60 oder der liegende Eiffelturm first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).

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