Positionen 20: Der große Finanz-Crash – Das Ende der Demokratie episode artwork

EPISODE · Jan 12, 2020 · 2H 47M

Positionen 20: Der große Finanz-Crash – Das Ende der Demokratie

from KenFM: Positionen - Politik verstehen

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde Unendliches Wachstum in einem endlichen Raum führt zum Kollaps. Diese simple Logik scheint in unserer Zeit kaum noch vermittelbar und das hat seinen Grund. Sobald Gier ins Spiel kommt, setzt der Verstand aus und da spielt es dann keine Rolle mehr, dass die Folgen dieses Denkens erstens längst überall zu erkennen sind und zweitens jedem auf diesem Globus schaden werden. Wir alle sind auf einer Titanic, die im All ihre Runden dreht und wenn diese Titanic absäuft, wird es keine Überlebenden geben. Wo liegen die Ursprünge für den Status quo unserer Zeit? Warum können wir die Details der Kollateralschäden so präzise beschreiben, während es den meisten nicht gelingt, die Ursachen für das globale Dilemma auch nur in Ansätzen zu beschreiben. Auch hier ist die Sache bei näherer Betrachtungsweise simpel. Unser Wirtschaftssystem ist für uns so unsichtbar, wie die Software auf einem Computer. Wir müssen die Software nicht verstehen, um den Computer nutzen zu können - nur gegen die Software können wir den Rechner nie benutzen. Software folgt einer Programmierung, die Menschen festgelegt haben, die wir nicht kennen. Wir folgen diesen Regeln, ohne sie zu kennen. Die Regel unseres Wirtschaftssystem ist auf Gewinnmaximierung ausgelegt. Spätestens seit in den 80iger komplett auf die Shareholder-Value-Doktrin umgeschwenkt wurde und sich der Neoliberalismus zur globalen Staatsreligion erhob, nahm das seinen Anfang, was wir heute als Krise begreifen. Den meisten Unternehmen geht es nicht mehr darum Produkte für Kunden zu produzieren, die wertig sind und tatsächlich gebraucht werden und dabei auch Profit zu machen. Heute geht es nur noch um den Profit. Wie kann man diesen gegenüber der Konkurrenz steigern? Löhne drücken! Umweltstandards missachten. Steuern vermeiden. Auf eingebauten Verschleiß setzen. Wenn alle Unternehmer das tun, rutschen immer mehr Menschen ins Elend ab, während immer weniger das Problem haben nicht zu wissen, wohin mit ihrem Geld. Es gibt zu viel davon in immer weniger Händen. Das drückt die Zinsen und setzt eine Verdrängungsspirale in Gang, die am Ende immer in einen Krieg führt. Es ist wie mit Krebs. Wir hatten ihn lange bevor wir ihn bemerkten. Nur wenn wir ihn bemerken, ist es meist zu spät. Das, was wir verharmlosend „Krise“ nennen, ist in Wahrheit Wirtschaftskrebs. Der Crash, der kommen muss, wird uns nicht weiterbringen, wenn wir die Denkschule, die in den Crash führen musste, nicht erkennen. Unser System setzt ausschließlich auf Konkurrenz denn auf Kooperation. Es setzt auf die Gier und den Egoismus des Einzelnen und verkauft den BWL-Studenten weltweit die irre Idee, dass wenn alle nur an sich denken, an alle gedacht sei. Die moderne Wirtschaftswissenschaft kennt nur Kapital und verteidigt pauschal Besitz. Multimilliardäre und Großgrundbesitzer sind Bürger wie Du und ich. Nur das diese 1% auf diesem Planten politisch die Regeln bestimmen, nach denen die 99% zu tanzen haben. Alle Regeln. Überall. Immer. Der Crash ist nicht die Ausnahme, er ist die Regel und ein Geldsystem, das über den Hebel des exponentiellen Zinses alle Menschen kontrolliert, die auf Geld angewiesen sind, kann seine Macht nur deshalb immer wieder neu zum Maßstab machen, da das Leben eines Menschen in der Regel zu kurz ist, um diesen Prozess mehrfach zu erleben, sprich ihn zu durchschauen. Wer nach dem Crash, der kommen wird, einen tatsächlichen Neuanfang beginnen möchte, muss sich von einem Menschenbild verabschieden, das im Menschen nur ein Wesen sieht, das auf den persönlichen Vorteil aus ist und von Gier getrieben bereit ist, über Leichen zu gehen. Menschen gehen über Leichen, wenn man sie dazu zwingt. Nicht weil es ihnen von Natur aus Spass macht. Das Thema der Sendung lautet „Der große Finanzcrash – Das Ende der Demokratie“. Im Studio diskutieren: - Dr. Markus Krall (Vorstandsmitglied der Degussa Goldhandel GmbH) - Dr. Norbert Häring (Ökonom und Wirtschaftsjournalist) - Dr. Thomas Mayer (Volkswirt und Vermögensverwalter) - Prof. Dr. Max Otte (Ökonom und Fondsmanager) Inhaltsübersicht: 0:00:34 Gästevorstellungen 0:03:19 Mögliche Folgen eines Finanzcrashs 0:13:54 Der Euro - Ein Fehler? 0:37:11 Der Markt - Das ideale Steuerungsinstrument? 0:48:12 “robustes” vs. “fragiles” Geldsystem 1:02:52 Folgen einer unkontrollierten Nullzinspolitik 1:37:56 Was kommt nach dem Crash? 1:56:09 Zukunftsperspektiven des Finanzwesens in einer multipolaren Welt 2:13:56 Finanzcrash und Rente 2:24:44 Ist der Kapitalismus reformierbar? +++ Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/ https://www.patreon.com/KenFMde Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Das denkt Deutschland – Über Meinung und Medien WELT Wie unterscheidet sich die Generation Z tatsächlich vom Rest der Bevölkerung? Wendet sich die Politik von den Menschen ab, oder die Menschen sich von der Politik? Und tickt die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland immer noch unterschiedlich?In "Das denkt Deutschland" sprechen Thorsten Thierhoff, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes forsa, und WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt jede Woche über das Auseinanderdriften von öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Anhand von konkreten Themen und auf Basis von empirischen Befragungsdaten widmen sie sich in jeder Folge den aktuellen Debatten."Das denkt Deutschland - Über Meinung und Medien" erscheint jeden Mittwoch um 16 Uhr – überall da, wo es Podcast gibt und auf welt.de/dasdenktdeutschland. Ein Podcast von forsa und WELT. Verfassungspod Verfassungsblog Wir nehmen uns die großen Themen vor, suchen die Leute, die davon wirklich etwas verstehen, und geben keine Ruhe, bevor wir der Sache nicht auf den Grund gegangen sind. Das Ergebnis: eine Podcast-Langstrecke, die sich wirklich lohnt.Jetzt auf Steady unterstützen! https://steadyhq.com/de/plans/7cdcee9d-d81e-4962-95b0-01b1b9ff9941 Die wundersame Rapwoche Mauli & Staiger Fragen und Antworten über Liebe, Leben und Politik. Manchmal auch Rap.WICHTIG: Für alle mit einem IQ über 120 oder unter 70. Based Bros [email protected] Basierte Brüder blabbern über bizzare Politik, brisante Neuigkeiten und besondere Erlebnisse.Brachial, berauschend, bodenständig.Wir labern über eine Pallete an Dingen, welche uns bewegen, amüsieren. interessieren und tangieren. Einfach so, weil wir es können. Es handelt sich hierbei um einen unregelmäßigen Amateurpodcast, in dem wir unseren Senf zum Aufnahmezeitpunkt, kredenzen. Stellt jedoch nur ein Abbild unserer aktuellen Meinung dar.Website |Fediverse |Email

Frequently Asked Questions

How long is this episode of KenFM: Positionen - Politik verstehen?

This episode is 2 hours and 47 minutes long.

When was this KenFM: Positionen - Politik verstehen episode published?

This episode was published on January 12, 2020.

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