EPISODE · Apr 17, 2026 · 1H 9M
Schuld und Scham - oder wie wir Menschen mit Gewalterfahrung begleiten können
from Komplementärtherapie im Fokus · host Tamara Odermatt
Übermässige Schuld- und Schamgefühle sind oft Folgen von Gewalterfahrung. Jede Gewalt stellt eine Grenzverletzung, eine Verletzung der Integrität dar. Sind wir dem früh in unserem Leben, überdauernd oder besonders heftig ausgesetzt, entwickeln sich daraus einerseits Strategien, wie wir damit überleben können. Strategien wie: " Wenn ich mich genug anstrenge, ganz brav bin, andere beschäme, meiner Wut freien Lauf lasse oder unterdrücke.... dann, bekomme ich die notwendige Aufmerksamkeit, die ich so dringend benötige".Je früher oder je überdauernder wir dem ausgesetzt sind, desto eher bildet sich aber auch die eigene Identität um diese Erfahrung. Diese zeigt sich oft in Form von Selbstabwertung, Schuld und Scham. "Es steht mir nicht zu, ich kann es sowieso nicht, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld..." können als tiefe Überzeugungen daraus resultieren. Diese internalisierte Sicht auf uns selbst prägen unser Verhalten und damit unsere Erfahrungen. Sie prägen uns so lange, bis wir ihnen auf die Schliche kommen, realisieren, dass sie nicht stimmen und dass wir heute keiner existentiellen Bedrohung mehr ausgeliefert sind, wenn wir mehr so sind, wie wir eigentlich auf diese Welt gekommen sind: nämlich richtig, so wie wir sind. In diesem Gespräch vertiefen wir die Entstehung von Schuld und Scham und erkunden, wie wir diese Prägungen als Therapeut*innen hin zu mehr Freiheit begleiten können.
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Übermässige Schuld- und Schamgefühle sind oft Folgen von Gewalterfahrung. Jede Gewalt stellt eine Grenzverletzung, eine Verletzung der Integrität dar. Sind wir dem früh in unserem Leben, überdauernd oder besonders heftig ausgesetzt, entwickeln sich daraus einerseits Strategien, wie wir damit überleben können. Strategien wie: " Wenn ich mich genug anstrenge, ganz brav bin, andere beschäme, meiner Wut freien Lauf lasse oder unterdrücke.... dann, bekomme ich die notwendige Aufmerksamkeit, die ich so dringend benötige".Je früher oder je überdauernder wir dem ausgesetzt sind, desto eher bildet sich aber auch die eigene Identität um diese Erfahrung. Diese zeigt sich oft in Form von Selbstabwertung, Schuld und Scham. "Es steht mir nicht zu, ich kann es sowieso nicht, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld..." können als tiefe Überzeugungen daraus resultieren. Diese internalisierte Sicht auf uns selbst prägen unser Verhalten und damit unsere Erfahrungen. Sie prägen uns so lange, bis wir ihnen auf die Schliche kommen, realisieren, dass sie nicht stimmen und dass wir heute keiner existentiellen Bedrohung mehr ausgeliefert sind, wenn wir mehr so sind, wie wir eigentlich auf diese Welt gekommen sind: nämlich richtig, so wie wir sind. In diesem Gespräch vertiefen wir die Entstehung von Schuld und Scham und erkunden, wie wir diese Prägungen als Therapeut*innen hin zu mehr Freiheit begleiten können.
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Schuld und Scham - oder wie wir Menschen mit Gewalterfahrung begleiten können
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