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EPISODE · Aug 3, 2023 · 4 MIN

Seelenhygiene

from Tagesimpuls · host Johannes Hilliges

Mittwoch, 2. August 2023 In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich. Psalm 118,5 Paulus schreibt: Unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil. 2. Korinther 1,7 Seelenhygiene Unser deutsches Wort "Angst" ist sprachlich verwandt mit dem Wort "Enge". Ja, Angst macht eng. Sie schnürt uns den Atem ab. Mancher spürt die Enge im Hals, mancher am Mageneingang - "man kriegt nichts mehr runter". Es kann sogar sein, dass durch solche Symptome uns unser Körper unsere Gefühle erklärt - Gefühle, die wir uns nicht eingestehen oder an die wir uns so gewöhnt haben, dass wir sie schon gar nicht mehr wahrnehmen. Das Wort, das Luther in der heutigen Losung mit "trösten" übersetzt, lautet folgerichtig darum auch wörtlich: "jemandem Raum schaffen". Es geht also um eine gute Portion "Seelenhygiene": Aus seinen Ängsten ein Gebet machen - was wir Gott eingestehen, dass gestehen wir automatisch auch uns selbst ein. Das ist ein erster Heilungsschritt: "Ja, ich habe Angst. Eine Mords-Angst." Ein zweiter könnte dann die aufkeimende Gewissheit sein: " Mein Vater im Himmel hat keine tauben Ohren. Er hört und erhört mich." Und dann schafft Gott wieder Raum - plötzlich ist z.B. der Impuls in mir da, doch einfach mal tief Luft zu holen - und zwar in den Bauch und nicht in die Brust; oder einmal weit die Arme auseinanderrecken. Wir ahnen nicht, wie allein durch bestimmte Körperhaltungen wir Einfluss nehmen können auf unser Gemüt, und wie schlicht und einfach oft das Reden Gottes zu uns ist! Und irgendwann schaltet unser Hirn ein und wir sagen uns: "Ach, eigentlich brauche ich mich gar nicht zu fürchten!" Die Angstmonster gehen bekanntlich auf Schrumpfkurs, wenn wir ihnen fest in die Augen gucken und auf sie zugehen! Der Apostel Paulus weiß noch etwas zum Stichwort "Seelenhygiene": Anteil geben! Wie gut, wenn wir das, was uns plagt - z.B. unsere Angst - mit jemandem teilen können. Wir lassen aus dem, was uns unter Druck setzt oder bedrückt, buchstäblich den Druck raus, wenn wir es mit jemandem teilen: Schon haben wir einen Komplizen oder eine Komplizin! Dass geteiltes Leid halbes Leid ist, weiß schon das deutsche Sprichwort. Zum Grundgesetz des Reiches Gottes, dem "Gesetz Christi", gehört es, füreinander zu Lastenträgern zu werden (Galater 6,2). Paulus weist klugerweise darauf hin, dass wir in einem solchen Fall ja nicht nur die Last miteinander teilen, sondern auch die später einsetzende Entlastung - das Leid und auch den Trost, den Schmerz und auch die Freude, die Angst und auch neue Zuversicht. Einer der genialsten Formen, die Last und das Leid des anderen mitzutragen, besteht übrigens darin, sich die klugen Ratschläge (die bekanntlich auch Schläge sind) zu verkneifen und einfach zu sagen: "Ich bete für dich. Halte mich auf dem Laufenden." Und das dann auch zu tun. In Jesus bist du gesegnet. Er hat stets ein offenes Ohr für dich. Niemand versteht dich so wie er. In Jesus bist du gesegnet mit einem offenen Ohr. Verschließe dich deinem Nächsten nicht. In Jesus bist du gesegnet. https://www.youtube.com/watch?v=m2Ut1nGBDgA

Episode metadata supplied by the publisher feed · Published Aug 3, 2023

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Seelenhygiene

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