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EPISODE · Dec 9, 2025 · 46 MIN

Social Media in der Hochschulkommunikation und der Ausstieg aus X

from Digitalgespräch · host Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Spätestens, seit 60 deutschsprachige Hochschulen im Frühjahr 2025 gemeinsam ihren Austritt aus dem Sozialen Netzwerk X verkündeten, ist offiziell: Für wissenschaftliche Einrichtungen fordert der Umgang mit sozialen Medien eine permanente Prüfung und Reflexion der Ziele und des Selbstverständnisses, mit dem Social Media Teil der Kommunikationsstrategien von Hochschulen integriert ist. Die Plattformen bieten schnellen Zugang zu potentiell breiten Öffentlichkeiten und direktem Austausch mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen, ermöglichen individuelle Präsentationsformen, erzeugen ein Gefühl von Nahbarkeit und machen die Vielfalt der Themen sichtbar, für die Hochschulen stehen. Freilich wissen wir von viel diskutierten negativen Aspekte Sozialer Medien – von Hatespeech und Shitstorms über Falschdarstellungen und Algorithmen, die Emotionalisierung statt Sachlichkeit belohnen. All das scheint nicht nur besonders schlecht zu den Ansprüchen guter Wissenschaftskommunikation zu passen, es schreckt Wissenschaftler:innen auch ab, ihre Forschung in unseriösen Umgebungen zu präsentieren und sich persönlichen Anfeindungen auszusetzen. Solange Social Media als unverzichtbarer Kommunikationskanal auch für Wissenschaft gilt, bewegt sich Hochschulkommunikation in diesem Spannungsfeld. Dr. Patrick Honecker ist Chief Communication Officer oder CCO an der Technischen Universität Darmstadt. Im Digitalgespräch schildert der Experte für Wissenschaftskommunikation und Kommunikationsstrategie, welche Bedeutung Social Media für die Öffentlichkeitsarbeit von Hochschulen wie auch die interne Kommunikation hat, und welche wissenschaftsspezifischen Üblichkeiten wie auch Regeln dabei auf die Logiken Sozialer Medien treffen. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Honecker, wie sich wissenschaftliche Einrichtungen angesichts problematischer Effekte in und durch Social Media verhalten können – und welche Folgen der Einsatz von KI in der Öffentlichkeitsarbeit auch auf Social Media haben könnte. Link zum Originalbeitrag: https://zevedi.de/digitalgespraech-073-patrick-honecker/ Link zur Webseite des Scicomm-Supports, der Wissenschaftler:innen berät, die bei ihrer Wissenschaftskommunikation digitalen Angriffen ausgesetzt sind: https://scicomm-support.de/ Link zur Social Media-Netiquette der Technischen Universität Darmstadt: https://download.hrz.tu-darmstadt.de/media/DezIF/Netiquette-TU-Darmstadt.pdf

Spätestens, seit 60 deutschsprachige Hochschulen im Frühjahr 2025 gemeinsam ihren Austritt aus dem Sozialen Netzwerk X verkündeten, ist offiziell: Für wissenschaftliche Einrichtungen fordert der Umgang mit sozialen Medien eine permanente Prüfung und Reflexion der Ziele und des Selbstverständnisses, mit dem Social Media Teil der Kommunikationsstrategien von Hochschulen integriert ist. Die Plattformen bieten schnellen Zugang zu potentiell breiten Öffentlichkeiten und direktem Austausch mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen, ermöglichen individuelle Präsentationsformen, erzeugen ein Gefühl von Nahbarkeit und machen die Vielfalt der Themen sichtbar, für die Hochschulen stehen. Freilich wissen wir von viel diskutierten negativen Aspekte Sozialer Medien – von Hatespeech und Shitstorms über Falschdarstellungen und Algorithmen, die Emotionalisierung statt Sachlichkeit belohnen. All das scheint nicht nur besonders schlecht zu den Ansprüchen guter Wissenschaftskommunikation zu passen, es schreckt Wissenschaftler:innen auch ab, ihre Forschung in unseriösen Umgebungen zu präsentieren und sich persönlichen Anfeindungen auszusetzen. Solange Social Media als unverzichtbarer Kommunikationskanal auch für Wissenschaft gilt, bewegt sich Hochschulkommunikation in diesem Spannungsfeld. Dr. Patrick Honecker ist Chief Communication Officer oder CCO an der Technischen Universität Darmstadt. Im Digitalgespräch schildert der Experte für Wissenschaftskommunikation und Kommunikationsstrategie, welche Bedeutung Social Media für die Öffentlichkeitsarbeit von Hochschulen wie auch die interne Kommunikation hat, und welche wissenschaftsspezifischen Üblichkeiten wie auch Regeln dabei auf die Logiken Sozialer Medien treffen. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Honecker, wie sich wissenschaftliche Einrichtungen angesichts problematischer Effekte in und durch Social Media verhalten können – und welche Folgen der Einsatz von KI in der Öffentlichkeitsarbeit auch auf Social Media haben könnte. Link zum Originalbeitrag: https://zevedi.de/digitalgespraech-073-patrick-honecker/ Link zur Webseite des Scicomm-Supports, der Wissenschaftler:innen berät, die bei ihrer Wissenschaftskommunikation digitalen Angriffen ausgesetzt sind: https://scicomm-support.de/ Link zur Social Media-Netiquette der Technischen Universität Darmstadt: https://download.hrz.tu-darmstadt.de/media/DezIF/Netiquette-TU-Darmstadt.pdf

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