Syriens Justiz im Wandel: Hoffnung oder Stillstand? episode artwork

EPISODE · Apr 20, 2026 · 15 MIN

Syriens Justiz im Wandel: Hoffnung oder Stillstand?

from Freie Rede · host taz Panter Stiftung

Vor über einem Jahr wurde das Regime von Baschar Al-Assad in Syrien gestürzt. Viel hat sich seitdem im Land verändert – nicht alles zum Guten. Bislang aber genau gleichgeblieben, ist das Rechtssystem in Syrien. Und damit auch die Gesetze, die während der fast jahrzehntelangen Assad-Herrschaft erlassen wurden. Syrien befindet sich heute in einer Übergangsphase. Die fast 55 Jahre Diktatur und fast zehn Jahre Bürgerkrieg hängen der Bevölkerung weiter nach. Viele Verbrechen sind in diesen Jahren geschehen – und sie blieben fast immer straflos. Nun suchen die Menschen im Land nach der Gerechtigkeit, die ihnen so lange verwehrt blieb. Andere suchen nach Gerechtigkeit für Verbrechen, die ihnen unter der neuen Regierung angetan wurden. Zwar zeigt die sich bemüht: Im vergangenen Herbst hatte etwa ein erster Prozess gegen Mitglieder Streitkräfte der syrischen Übergangsregierung begonnen. Es geht um den gewaltsamen Tod hunderter Alawitinnen und Alawiten im März 2025. Der Sprecher des Justizministeriums, Baraa Abdel Rahman, sprach damals von einem „Meilenstein für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit“. Doch kann das alte System überhaupt für Gerechtigkeit sorgen? Darüber spricht in diesem Podcast der taz panterstiftung die syrische Journalistin Clair Akkawi mit dem Richter Anwar Majni; der Menschenrechtlerin Mariana Karkoutly, und dem Aktivisten Bassam Al-Ahmad. Es ist die zweite Podcastfolge des Projekts „Her Turn – Supporting Syrian Female Journalists“, das im April 2025 angefangen hat. Die erste Podcastfolge drehte sich rund um das Thema Versöhnung. Beide Folgen wurden von der taz-Nahostredakteurin Lisa Schneider moderiert. Dieser Podcast erscheint in zwei Fassungen: Sie können ihn hier auf Deutsch hören oder in der arabischen Originalfassung auf der Plattform des syrischen Radiosenders Radio Arta (YouTube, Soundcloud, Facebook). Die Teilnehmerinnen haben auch regelmäßig in der Kolumne Trümmer und Träume geschrieben.

Vor über einem Jahr wurde das Regime von Baschar Al-Assad in Syrien gestürzt. Viel hat sich seitdem im Land verändert – nicht alles zum Guten. Bislang aber genau gleichgeblieben, ist das Rechtssystem in Syrien. Und damit auch die Gesetze, die während der fast jahrzehntelangen Assad-Herrschaft erlassen wurden. Syrien befindet sich heute in einer Übergangsphase. Die fast 55 Jahre Diktatur und fast zehn Jahre Bürgerkrieg hängen der Bevölkerung weiter nach. Viele Verbrechen sind in diesen Jahren geschehen – und sie blieben fast immer straflos. Nun suchen die Menschen im Land nach der Gerechtigkeit, die ihnen so lange verwehrt blieb. Andere suchen nach Gerechtigkeit für Verbrechen, die ihnen unter der neuen Regierung angetan wurden. Zwar zeigt die sich bemüht: Im vergangenen Herbst hatte etwa ein erster Prozess gegen Mitglieder Streitkräfte der syrischen Übergangsregierung begonnen. Es geht um den gewaltsamen Tod hunderter Alawitinnen und Alawiten im März 2025. Der Sprecher des Justizministeriums, Baraa Abdel Rahman, sprach damals von einem „Meilenstein für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit“. Doch kann das alte System überhaupt für Gerechtigkeit sorgen? Darüber spricht in diesem Podcast der taz panterstiftung die syrische Journalistin Clair Akkawi mit dem Richter Anwar Majni; der Menschenrechtlerin Mariana Karkoutly, und dem Aktivisten Bassam Al-Ahmad. Es ist die zweite Podcastfolge des Projekts „Her Turn – Supporting Syrian Female Journalists“, das im April 2025 angefangen hat. Die erste Podcastfolge drehte sich rund um das Thema Versöhnung. Beide Folgen wurden von der taz-Nahostredakteurin Lisa Schneider moderiert. Dieser Podcast erscheint in zwei Fassungen: Sie können ihn hier auf Deutsch hören oder in der arabischen Originalfassung auf der Plattform des syrischen Radiosenders Radio Arta (YouTube, Soundcloud, Facebook). Die Teilnehmerinnen haben auch regelmäßig in der Kolumne Trümmer und Träume geschrieben.

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This episode was published on April 20, 2026.

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