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EPISODE · Mar 22, 2022 · 38 MIN

Verträge automatisieren? Was sind und was leisten „Smart Contracts“?

from Digitalgespräch · host Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Auch, wenn nicht jede:r von uns Expert:in für Zivilrecht ist, gehen wir im Alltag routiniert miteinander vertragliche Verpflichtungen ein. Ob wir Brötchen kaufen, eine Lebensversicherung abschließen oder einen Flug buchen – wir verlassen uns darauf, dass wir uns aufeinander verlassen können. Und wenn doch mal etwas schief geht, regeln Gesetze oder eben Gerichte den Streitfall. Das Internet als Marktplatz macht da auf den ersten Blick keinen großen Unterschied. Wir bestellen beim Versandhandel einfach online statt wie unsere Großeltern per Telefon oder Postkarte. Wir klicken und vom Kredit bis zum Aktienkauf geht alles blitzschnell. Sonst ändert sich nichts – oder? Vielleicht lohnt sich doch ein genauerer Blick. Denn Automatisierung verändert ausbalancierte Garantieregeln im Hintergrund von Verträgen, von denen wir oft gar nicht wissen. Und dass Digitalität möglicherweise großes Potential hat, unser Verständnis von gegenseitiger Verpflichtung zu verändern, zeigt spätestens der Hype um Smart Contracts. Mit ihnen soll eine automatisierte Vertragsabwicklung möglich werden, die zumindest in der Theorie ganz ohne Vertrauen ineinander und staatliche Institutionen funktioniert. Aber inwiefern wäre das ein Fortschritt? Nikolas Guggenberger forscht und lehrt an der Yale Law School zur Automatisierung von Recht und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Zuvor war der Rechtswissenschaftler Juniorprofessor am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster. Im Digitalgespräch erklärt Guggenberger, an welchen Stellen Digitalität einen Unterschied für unsere Vertragspraxis macht und beleuchtet die Hintergründe des Schlagworts „Smart Contract“. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert er, ob ausgeklügelte Technik das Recht ersetzen könnte und stellt klar, wo deutsche Gesetze der Automatisierung Grenzen setzen, die z. B. das Rechtssystem der USA nicht unbedingt kennt.

Auch, wenn nicht jede:r von uns Expert:in für Zivilrecht ist, gehen wir im Alltag routiniert miteinander vertragliche Verpflichtungen ein. Ob wir Brötchen kaufen, eine Lebensversicherung abschließen oder einen Flug buchen – wir verlassen uns darauf, dass wir uns aufeinander verlassen können. Und wenn doch mal etwas schief geht, regeln Gesetze oder eben Gerichte den Streitfall. Das Internet als Marktplatz macht da auf den ersten Blick keinen großen Unterschied. Wir bestellen beim Versandhandel einfach online statt wie unsere Großeltern per Telefon oder Postkarte. Wir klicken und vom Kredit bis zum Aktienkauf geht alles blitzschnell. Sonst ändert sich nichts – oder? Vielleicht lohnt sich doch ein genauerer Blick. Denn Automatisierung verändert ausbalancierte Garantieregeln im Hintergrund von Verträgen, von denen wir oft gar nicht wissen. Und dass Digitalität möglicherweise großes Potential hat, unser Verständnis von gegenseitiger Verpflichtung zu verändern, zeigt spätestens der Hype um Smart Contracts. Mit ihnen soll eine automatisierte Vertragsabwicklung möglich werden, die zumindest in der Theorie ganz ohne Vertrauen ineinander und staatliche Institutionen funktioniert. Aber inwiefern wäre das ein Fortschritt? Nikolas Guggenberger forscht und lehrt an der Yale Law School zur Automatisierung von Recht und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Zuvor war der Rechtswissenschaftler Juniorprofessor am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster. Im Digitalgespräch erklärt Guggenberger, an welchen Stellen Digitalität einen Unterschied für unsere Vertragspraxis macht und beleuchtet die Hintergründe des Schlagworts „Smart Contract“. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert er, ob ausgeklügelte Technik das Recht ersetzen könnte und stellt klar, wo deutsche Gesetze der Automatisierung Grenzen setzen, die z. B. das Rechtssystem der USA nicht unbedingt kennt.

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This episode was published on March 22, 2022.

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