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EPISODE · Jul 3, 2025 · 1H 19M

Von Boom bis Z: „Die schwarze Szene“– Feminismus, Gothic und die Liebe zur Tiefe

from Von Boom bis Z · host frauenseiten Bremen - Frauen lernen gemeinsam e.V.

Gruftie Bravo-Hits werden genannt. Welche Bands hören die Beiden . diesmal haben wir eine Playlist begleitend mit vielen Tipps aus dieser Folge. Zwei bis drei Wavegirls im Gespräch. Die Playlist zum Weiterhören der genannten Musik. Was ist überhaupt „Gothic“? Schon zu Beginn wird deutlich: Die Frage nach der Genre-Zuordnung ist alles andere als eindeutig. Während „Darkwave“ oder „Synthiepop“ für manche verständliche Begriffe sind, greifen viele lieber auf den Begriff „Gothic“ zurück. „Wenn ich sage, das ist Darkwave […] können eher wenige so richtig was anfangen […], und wenn ich sage „Gothic“, dann hat man direkt eine Assoziation“, so die Erfahrung von Anna. Obwohl Gothic sehr breit gefächert ist durch viele Subgenres, wissen viele nur wenig über die Begrifflichkeiten. Hannah erklärt es ganz einfach: „In den 70ern waren es die Waver. […] Man sagt eigentlich die schwarze Szene.“ Zwischen Safe Space und Sichtbarkeit Schnell wird klar: Gothic ist mehr als Musik. Es ist ein Lebensgefühl. Ein Ort für Menschen, die anders denken, fühlen oder tanzen. Ein zentrales Thema der Folge ist der Schutzraumcharakter der Szene – vor allem im Vergleich zu anderen Partykontexten. Anna beschreibt: „Immer wenn ich auf Gothic-Partys bin, hab ich selten so ein Freiheitsgefühl. Wenn ich tanze, wie ich mich anziehe – ich kann einfach sein, habe ich das Gefühl. Ich kann mich einfach sicher fühlen.“ Aber auch der politische Aspekt kommt nicht zu kurz. Die Szene war und ist ein Rückzugsort – für queere Menschen, für Frauen, für alle, die sich abseits patriarchaler Normen bewegen wollen. Dabei wird auch kritisch reflektiert: Warum dominieren trotzdem Männerbands das Line-Up? Wo bleiben feministische Grufti-Bands? Und: Was braucht es, damit mehr FLINTA*-Personen in der Szene sichtbar werden? Hannah sagt dazu: „Für mich ist die schwarze Szene die queere Szene schlechthin gewesen. Als ich in den 90ern das erste Mal heimlich weggegangen bin, war ich überrascht, dass Frauen sich aufreizend anziehen konnten, wie sie wollten – unbelästigt.“

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Von Boom bis Z: „Die schwarze Szene“– Feminismus, Gothic und die Liebe zur Tiefe

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