EPISODE · Jul 30, 2026 · 57 MIN
Von «die Segel streichen» bis «kein Blatt vor den Mund nehmen»
from Dini Mundart - Schnabelweid
So haben Krieg, Rechtswesen und Kunst Redensarten geprägt. Die Kapitulation, die Aufgabe einer Seite hat schon so manchen Krieg beendet. Deshalb verwendet man auch im sonstigen Leben sprachliche Bilder aus dem Kriegswesen, um das Aufgeben zu umschreiben: «die Flinte ins Korn werfen», «die Segel streichen» oder «die weisse Fahne hissen». Auch das mittelalterliche Rechtswesen spiegelt sich in diversen Redewendungen, so etwa in «auf die lange Bank schieben» für «hinauszögern». Der mittelalterlichen Dichtung haben wir wohl «über den grünen Klee loben» zu verdanken - denn die Dichter priesen den Klee wie kaum etwas anderes. Und auf das Theater bezieht sich die Redensart «kein Blatt vor den Mund nehmen» für «ehrlich und direkt sein» - in Zeiten der Zensur hielten sich manche Schauspieler ein Blatt Papier vor das Gesicht, damit sie nicht erkannt und für allfällig heikle Aussagen zur Rechenschaft gezogen werden konnten. In dieser Sendung erfahren Sie die spannenden Geschichten rund um diese und weitere Redewendungen. Und ausserdem erklären wir, was der Familienname Vollenhals ursprünglich bedeutet haben könnte.
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