EPISODE · Mar 21, 2025 · 54 MIN
Von Fuck-up Nights bis Ausgründungen: Florian Schneider über Innovation bei Seibert
from Innovation einfach machen. · host Bianca Prommer
Bianca Prommer [00:00:00]: Sehr schön. Hallo und herzlich willkommen Florian. Schön, dass du da bist. Florian [00:00:05]: Danke für die Einladung. Bianca Prommer [00:00:07]: Ja, ich freue mich total mit dir das Gespräch zu führen, weil ich unser Vorgespräch schon so interessant gefunden habe, wie ihr im Unternehmen Innovation lebt, wie ihr Innovation ermöglicht, was du auch da tust, Innovationen zu ermöglichen. Und meine erste Frage, die ich da sehr, sehr gerne stelle, ist, was verstehst du denn unter Innovation? Florian [00:00:27]: Ja, gleich die schwierigste Frage vorneweg. Ich glaube, Innovationen selbst, also ich glaube, wenn man so ein Bild jetzt zeichnen würde für viele, was ist eine Innovation, dann spricht man immer von so etwas ganz Großem, irgendetwas, was irgendwie so einen Markt disruptet am besten und irgendwie neues Produkt ist und einen riesengroßen Markt aufmacht. Und wenn man dieses Bild im Kopf hat, dann scheitert man sehr häufig an dem Thema Innovation bzw. An diesem Bild in der Organisation. Sondern Innovation ist etwas, was tagtäglich sehr, sehr kleinteilig in der Organisation stattfinden kann und immer auch etwas mit der Haltung zu tun hat. Also natürlich ist es schön, diese großen Dinge zu finden, die einen auch vielleicht persönlich disrupten und man immer neue Geschäftsfelder vielleicht auch aufmachen kann. Es geht aber im Alltag eigentlich diese vielen kleinen Dinge, in denen man sich verbessert. Also irgendwas innovativer macht, besser macht und das vor allem in die Organisation reinbringt. Florian [00:01:17]: Also es bringt nichts an einer Stelle zu sagen, hey ich habe da so ein Innovationsteam, die sollen jetzt mal Forschung und Entwicklung betreiben und sollen schöne neue Ideen generieren und am besten irgendwas Neues erfinden, womit wir dann Geld verdienen können. Auch das ist definitiv nicht Innovation oder Innovationsmanagement, sondern es geht ja darum, dass es eigentlich in einem kompletten Team, in allen Teams etabliert ist und irgendwie etwas Alltägliches ist, an das man mitdenkt und theoretisch gesehen irgendwie in gewissen Abständen bei jedem und jeder einzelnen Organisation irgendwie stattfindet. Bianca Prommer [00:01:46]: Ich finde es total schön, dass du Innovationen nicht nur mit diesen riesengroßen, disruptiven, weil das dauert ja auch über Jahre. Das ist ja dann auch nicht von einem Tag umgesetzt, sondern das dauert, bis man es dann auch wirklich vielleicht im besten Fall auch Geld bringt, sondern dass du auch sagst, erstens Innovation ist eine Haltung und zweitens Innovation darf auch überall passieren. Es sind so die kleinen Schritte, die kleinen Ideen auch, die über die gesamte Organisation passieren. Ist denn das etwas, was du auch in den Unternehmen erlebst? Also, dass Innovation jetzt wirklich über das gesamte Unternehmen gedacht wird? Oder wie erlebst du das denn in der Praxis? Florian [00:02:26]: In der Tat ganz unterschiedlich. Es hängt meistens davon ab, welche Art Unternehmensstruktur das ist oder wo sie herkommt. Häufig gibt es eben gerade diese Forschung- und Entwicklungsabteilungen eher bei so produzierenden Organisationen. Also auch in der Pharma-Branche hat man das sehr häufig. Da wird halt eben das Neue oder das Innovative nur entwickelt in diesen Teams. Und das mag sicherlich auch richtig sein an manchen Stellen, gerade in der Pharma-Branche, dass es das explizit auch gibt oder auch in Gewerbebranchen, wo neue Dinge produziert werden, Produkte gebaut werden. Das muss es da auch geben. Aber ich glaube, zumindest in dem Umfeld, wo wir uns bei Seibert sehr stark bewegen, nämlich in der Technikbranche, gerade im Produktbereich, in der Softwareentwicklung, da sind wir halt einfach eher an so...
What this episode covers
Bianca Prommer [00:00:00]: Sehr schön. Hallo und herzlich willkommen Florian. Schön, dass du da bist. Florian [00:00:05]: Danke für die Einladung. Bianca Prommer [00:00:07]: Ja, ich freue mich total mit dir das Gespräch zu führen, weil ich unser Vorgespräch schon so interessant gefunden habe, wie ihr im Unternehmen Innovation lebt, wie ihr Innovation ermöglicht, was du auch da tust, Innovationen zu ermöglichen. Und meine erste Frage, die ich da sehr, sehr gerne stelle, ist, was verstehst du denn unter Innovation? Florian [00:00:27]: Ja, gleich die schwierigste Frage vorneweg. Ich glaube, Innovationen selbst, also ich glaube, wenn man so ein Bild jetzt zeichnen würde für viele, was ist eine Innovation, dann spricht man immer von so etwas ganz Großem, irgendetwas, was irgendwie so einen Markt disruptet am besten und irgendwie neues Produkt ist und einen riesengroßen Markt aufmacht. Und wenn man dieses Bild im Kopf hat, dann scheitert man sehr häufig an dem Thema Innovation bzw. An diesem Bild in der Organisation. Sondern Innovation ist etwas, was tagtäglich sehr, sehr kleinteilig in der Organisation stattfinden kann und immer auch etwas mit der Haltung zu tun hat. Also natürlich ist es schön, diese großen Dinge zu finden, die einen auch vielleicht persönlich disrupten und man immer neue Geschäftsfelder vielleicht auch aufmachen kann. Es geht aber im Alltag eigentlich diese vielen kleinen Dinge, in denen man sich verbessert. Also irgendwas innovativer macht, besser macht und das vor allem in die Organisation reinbringt. Florian [00:01:17]: Also es bringt nichts an einer Stelle zu sagen, hey ich habe da so ein Innovationsteam, die sollen jetzt mal Forschung und Entwicklung betreiben und sollen schöne neue Ideen generieren und am besten irgendwas Neues erfinden, womit wir dann Geld verdienen können. Auch das ist definitiv nicht Innovation oder Innovationsmanagement, sondern es geht ja darum, dass es eigentlich in einem kompletten Team, in allen Teams etabliert ist und irgendwie etwas Alltägliches ist, an das man mitdenkt und theoretisch gesehen irgendwie in gewissen Abständen bei jedem und jeder einzelnen Organisation irgendwie stattfindet. Bianca Prommer [00:01:46]: Ich finde es total schön, dass du Innovationen nicht nur mit diesen riesengroßen, disruptiven, weil das dauert ja auch über Jahre. Das ist ja dann auch nicht von einem Tag umgesetzt, sondern das dauert, bis man es dann auch wirklich vielleicht im besten Fall auch Geld bringt, sondern dass du auch sagst, erstens Innovation ist eine Haltung und zweitens Innovation darf auch überall passieren. Es sind so die kleinen Schritte, die kleinen Ideen auch, die über die gesamte Organisation passieren. Ist denn das etwas, was du auch in den Unternehmen erlebst? Also, dass Innovation jetzt wirklich über das gesamte Unternehmen gedacht wird? Oder wie erlebst du das denn in der Praxis? Florian [00:02:26]: In der Tat ganz unterschiedlich. Es hängt meistens davon ab, welche Art Unternehmensstruktur das ist oder wo sie herkommt. Häufig gibt es eben gerade diese Forschung- und Entwicklungsabteilungen eher bei so produzierenden Organisationen. Also auch in der Pharma-Branche hat man das sehr häufig. Da wird halt eben das Neue oder das Innovative nur entwickelt in diesen Teams. Und das mag sicherlich auch richtig sein an manchen Stellen, gerade in der Pharma-Branche, dass es das explizit auch gibt oder auch in Gewerbebranchen, wo neue Dinge produziert werden, Produkte gebaut werden. Das muss es da auch geben. Aber ich glaube, zumindest in dem Umfeld, wo wir uns bei Seibert sehr stark bewegen, nämlich in der Technikbranche, gerade im Produktbereich, in der Softwareentwicklung, da sind wir halt einfach eher an so...
NOW PLAYING
Von Fuck-up Nights bis Ausgründungen: Florian Schneider über Innovation bei Seibert
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
No similar episodes found.
Similar Podcasts
No similar podcasts found.