EPISODE · Mar 13, 2026 · 1H 9M
Weinbranche im Sinkflug - Chandra Kurt über Auswege aus der Misere
from Vier Flaschen – Wein entdecken und genießen · host Hamburger Abendblatt
Alkohol ist out. Besonders jüngere Zielgruppen verlangen stärker nach leichten oder gänzlich alkoholfreien Weinen. Und auch bei den Alten dokumentiert der Longevity-Trend ein neues Gesundheitsbewusstsein. Hinzu kommen Überproduktionen, Handelsrisiken durch die US-Zoll-Politik und weniger Geld im Portemonnaie der Verbraucher. Das macht der Branche zu schaffen. Die Schweizer Wein-Autorin Chandra Kurt hat für Ihr Magazin „Weinseller 2026“ mit 40 internationalen Winzern über Auswege aus der Misere gesprochen. Sie sagt, dass Entalkoholisierung in der Umfrage kaum eine Rolle gespielt habe, weil diese Weine auch schlicht nicht schmeckten. Die Branche müssten viel mehr aufhören, so kompliziert über Wein zu reden, um die Jungen nicht zu verschrecken. Zum Glück ist das bei unserem Weinpodcast Programm: In der Verkostung kommt zuerst der portugiesische Niepoort Redoma Branco für 18,90 € ins Glas. Ein Tipp für alle, die viel Extrakt und Mineralität bei wenig Alkohol suchen. Weiter geht es mit dem Schweizer Vorzeigewein Heida Grand Cru für ca. 20 Euro. Dieser Abkömmling des Sauvignon Blancs ist cremig, opulent, trotzdem präzise aber mit 14,4% Alkohol auch etwas unmodern. Danach der Klassiker: „Schloss Johannisberg Gelblack Riesling“ (18 Euro, 12,5% Vol.) . Trocken mit leichter Restsüße, viel Frucht und Mineralität. Für Axel Leonhard ein „perfekter Wein“. Das Finish macht Donnafugata Floramundi 2022 für 18,90 €. Mit 13 % Alkohol ein leichter Rotwein, der v.a. in den USA bei jungen Weintrinkern beliebt ist. Er hat ein überbordend buntes Etikett im Instagram-Look. Chandra Kurts Umfrage zufolge werde modernes Packaging in Zukunft ebenso wichtig sein wie ein Wein-Tourismus, der über reine Probierstuben hinausgehe und echte Verbindungen zu Gütern und Weinregionen aufbaue.
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Alkohol ist out. Besonders jüngere Zielgruppen verlangen stärker nach leichten oder gänzlich alkoholfreien Weinen. Und auch bei den Alten dokumentiert der Longevity-Trend ein neues Gesundheitsbewusstsein. Hinzu kommen Überproduktionen, Handelsrisiken durch die US-Zoll-Politik und weniger Geld im Portemonnaie der Verbraucher. Das macht der Branche zu schaffen. Die Schweizer Wein-Autorin Chandra Kurt hat für Ihr Magazin „Weinseller 2026“ mit 40 internationalen Winzern über Auswege aus der Misere gesprochen. Sie sagt, dass Entalkoholisierung in der Umfrage kaum eine Rolle gespielt habe, weil diese Weine auch schlicht nicht schmeckten. Die Branche müssten viel mehr aufhören, so kompliziert über Wein zu reden, um die Jungen nicht zu verschrecken. Zum Glück ist das bei unserem Weinpodcast Programm: In der Verkostung kommt zuerst der portugiesische Niepoort Redoma Branco für 18,90 € ins Glas. Ein Tipp für alle, die viel Extrakt und Mineralität bei wenig Alkohol suchen. Weiter geht es mit dem Schweizer Vorzeigewein Heida Grand Cru für ca. 20 Euro. Dieser Abkömmling des Sauvignon Blancs ist cremig, opulent, trotzdem präzise aber mit 14,4% Alkohol auch etwas unmodern. Danach der Klassiker: „Schloss Johannisberg Gelblack Riesling“ (18 Euro, 12,5% Vol.) . Trocken mit leichter Restsüße, viel Frucht und Mineralität. Für Axel Leonhard ein „perfekter Wein“. Das Finish macht Donnafugata Floramundi 2022 für 18,90 €. Mit 13 % Alkohol ein leichter Rotwein, der v.a. in den USA bei jungen Weintrinkern beliebt ist. Er hat ein überbordend buntes Etikett im Instagram-Look. Chandra Kurts Umfrage zufolge werde modernes Packaging in Zukunft ebenso wichtig sein wie ein Wein-Tourismus, der über reine Probierstuben hinausgehe und echte Verbindungen zu Gütern und Weinregionen aufbaue.
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