EPISODE · Mar 12, 2025 · 27 MIN
Werner Pamminger: Wirtschaftskraft und Innovation in Oberösterreich
from OÖ ungefiltert · host OÖ Magazin
In der neuen Episode des Podcasts „OÖ Ungefiltert“ wird Werner Pamminger, Geschäftsführer der Oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria, interviewt. Pamminger, der diese Rolle seit 2014 innehat, reflektiert über seine langjährige Karriere, seinen Einfluss auf den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und die Bedeutung der Clusterpolitik sowie Innovation für die Region. Pamminger begann seine Karriere nach einem technischen Studium und fand seine Leidenschaft im Bereich Projektmanagement. Bereits während seines Studiums fokussierte er sich auf dieses Thema und konnte es bei der Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) in Oberösterreich weiter vertiefen. Der Einstieg in das sogenannte Kunststoffcluster markierte den Startpunkt seiner nunmehr 26-jährigen Karriere bei Business Upper Austria und deren Vorgängerorganisationen. Business Upper Austria versteht sich als erste Anlaufstelle für Unternehmen am Standort. Die Hauptaufgaben liegen in der Förderung von Innovationen und Investitionen. Dabei werden Unternehmen unterstützt, wenn es darum geht, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln oder in Anlagen und Gebäude zu investieren. Pamminger betont, dass es vor allem die Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist, die Oberösterreich wettbewerbsfähig hält. Die Region hat, nach Pamminger, bedeutende Fortschritte bei der Innovationsförderung durch Clusterpolitik erzielt. Dieses Modell, das bereits seit fast 27 Jahren besteht, fördert die Kooperation zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und hat sich als zukunftsfähiges und effizientes System etabliert. Ein wichtiger Bestandteil der Innovationsstrategie von Business Upper Austria ist die enge Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Pamminger betont, dass dies weniger die Grundlagenforschung, sondern mehr die anwendungsorientierte Forschung betrifft. Besonders in den Bereichen Mechanik, Software, IT, Materialien, Medizintechnik und chemische Technologien sei Oberösterreich stark aufgestellt. Obwohl man nach der Steiermark nur die zweitgrößte außeruniversitäre Forschungslandschaft Österreichs vorweisen kann, sind die bisherigen Erfolge beachtlich. Zukunftsweisend für Oberösterreich sind laut Pamminger die Twin Transition, also Digitalisierung und Dekarbonisierung. Die Digitalisierung soll helfen, durch technologischen Fortschritt produktiver zu werden, während die Dekarbonisierung eine Reaktion auf den hohen Energieverbrauch der industriestarken Region ist. Unternehmen wie Voest und Borealis sind maßgeblich für den Energieverbrauch verantwortlich und müssen sich auf neue Energiequellen und -technologien einstellen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Business Upper Austria misst den Erfolg ihrer Initiativen primär an der Anzahl umgesetzter Projekte und Investitionssummen sowie neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Pamminger hebt zudem die wichtige Rolle der von ihnen unterstützten Startups hervor, die einen weiteren Innovationsschub für die Region darstellen. Eine herausragende Leistung war die Entscheidung von BMW, eine Milliarde Euro in den Standort Steyr zu investieren. Diese Entscheidung zeigt, wie wichtig und erfolgreich die Standortagentur ist. Pamminger freut sich über die Sichtbarkeit und Anerkennung, die die Clusterpolitik von Oberösterreich sogar über die Grenzen Europas hinaus erlangt hat. Innovation entstehe laut Pamminger oft durch Fehler und Zufälle. Er betont die Bedeutung einer positiven Fehlerkultur und sieht in der werteorientierten Unternehmensführung den Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Persönlich sind ihm Offenheit, Ehrlichkeit und eine positive Lebenseinstellung wichtig. Dies spiegelt sich auch in seiner Führung bei Business Upper Austria wider, wo eine solide Wertorientierung als unabdingbare Grundlage gilt.
What this episode covers
In der neuen Episode des Podcasts „OÖ Ungefiltert“ wird Werner Pamminger, Geschäftsführer der Oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria, interviewt. Pamminger, der diese Rolle seit 2014 innehat, reflektiert über seine langjährige Karriere, seinen Einfluss auf den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und die Bedeutung der Clusterpolitik sowie Innovation für die Region. Pamminger begann seine Karriere nach einem technischen Studium und fand seine Leidenschaft im Bereich Projektmanagement. Bereits während seines Studiums fokussierte er sich auf dieses Thema und konnte es bei der Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) in Oberösterreich weiter vertiefen. Der Einstieg in das sogenannte Kunststoffcluster markierte den Startpunkt seiner nunmehr 26-jährigen Karriere bei Business Upper Austria und deren Vorgängerorganisationen. Business Upper Austria versteht sich als erste Anlaufstelle für Unternehmen am Standort. Die Hauptaufgaben liegen in der Förderung von Innovationen und Investitionen. Dabei werden Unternehmen unterstützt, wenn es darum geht, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln oder in Anlagen und Gebäude zu investieren. Pamminger betont, dass es vor allem die Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist, die Oberösterreich wettbewerbsfähig hält. Die Region hat, nach Pamminger, bedeutende Fortschritte bei der Innovationsförderung durch Clusterpolitik erzielt. Dieses Modell, das bereits seit fast 27 Jahren besteht, fördert die Kooperation zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und hat sich als zukunftsfähiges und effizientes System etabliert. Ein wichtiger Bestandteil der Innovationsstrategie von Business Upper Austria ist die enge Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Pamminger betont, dass dies weniger die Grundlagenforschung, sondern mehr die anwendungsorientierte Forschung betrifft. Besonders in den Bereichen Mechanik, Software, IT, Materialien, Medizintechnik und chemische Technologien sei Oberösterreich stark aufgestellt. Obwohl man nach der Steiermark nur die zweitgrößte außeruniversitäre Forschungslandschaft Österreichs vorweisen kann, sind die bisherigen Erfolge beachtlich. Zukunftsweisend für Oberösterreich sind laut Pamminger die Twin Transition, also Digitalisierung und Dekarbonisierung. Die Digitalisierung soll helfen, durch technologischen Fortschritt produktiver zu werden, während die Dekarbonisierung eine Reaktion auf den hohen Energieverbrauch der industriestarken Region ist. Unternehmen wie Voest und Borealis sind maßgeblich für den Energieverbrauch verantwortlich und müssen sich auf neue Energiequellen und -technologien einstellen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Business Upper Austria misst den Erfolg ihrer Initiativen primär an der Anzahl umgesetzter Projekte und Investitionssummen sowie neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Pamminger hebt zudem die wichtige Rolle der von ihnen unterstützten Startups hervor, die einen weiteren Innovationsschub für die Region darstellen. Eine herausragende Leistung war die Entscheidung von BMW, eine Milliarde Euro in den Standort Steyr zu investieren. Diese Entscheidung zeigt, wie wichtig und erfolgreich die Standortagentur ist. Pamminger freut sich über die Sichtbarkeit und Anerkennung, die die Clusterpolitik von Oberösterreich sogar über die Grenzen Europas hinaus erlangt hat. Innovation entstehe laut Pamminger oft durch Fehler und Zufälle. Er betont die Bedeutung einer positiven Fehlerkultur und sieht in der werteorientierten Unternehmensführung den Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Persönlich sind ihm Offenheit, Ehrlichkeit und eine positive Lebenseinstellung wichtig. Dies spiegelt sich auch in seiner Führung bei Business Upper Austria wider, wo eine solide Wertorientierung als unabdingbare Grundlage gilt.
NOW PLAYING
Werner Pamminger: Wirtschaftskraft und Innovation in Oberösterreich
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
Jun 30, 2026 ·16m
Jun 29, 2026 ·77m
Jun 25, 2026 ·58m