wissensART Flanieren in Max Reinhardts Garten episode artwork

EPISODE · Jul 31, 2021 · 13 MIN

wissensART Flanieren in Max Reinhardts Garten

from wissensART · host Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

Schönheit, Geist und Heiterkeit sollte nach dem ersten Weltkrieg die Völker wieder vereinen. Das wünschten sich die Gründerväter der Salzburger Festspiele. Schloss Leopoldskron schien ein Ort der Umsetzungskraft. Ein Platz für Soireen, für ein Dinner im Park, für Lesungen und Konzerte auf der Terrasse. Auch an ein Gartentheater am Weiher hat er gedacht. 1918 hat Max Reinhardt Schloss und Park erworben. Ein Magier war dieser gewesen, einer der immer das Gesamtkunstwerk im Blick hatte. Bald lustwandelten inmitten steinerner Figuren seine Gäste. Viele Jahre später, Max Reinhardt war bereits in der Emigration gestorben und die Besitzer des Anwesens hatten mehrmals gewechselt, sprang in den späten 1950, Anfang 1960 Jahren ein Junge über die Gartenmauer. Frieder Danielis. Mit der Kamera seines Bruders hielt Frieder die mit Moos und Efeu bewachsenen steinernen Zeugen aus vergangen Tagen fest. Längst sind diese verschwunden, aber der Gartenlust erblüht neu. Experten der Königlichen Gartenakademie aus Berlin wurden nach Salzburg geholt, um markante Details für die Neugestaltung aufzuspüren. Begonnen wird beim Gartenparterre. Diese zum Teich sich öffnende Fläche, war das Herzstück von dem was Max Reinhardts Vorbesitzer Erzbischof Firmian um 1870 geschaffen hat. Was aber passt in unsere Zeit, fragten sich Mäzene. Unter ihnen die Berliner Unternehmer Dieter Mann, Ira Schwarz und der Österreicher Franz Wagner, sowie das Salzburg Global Seminar als Eigentümer. Cord-Siegfried von Hodenberg, Mitglied der Königlichen Gartenakademie in Berlin bekam den Auftrag für die Neugestaltung. Er weiß, dass das Parterre zum Verweilen einladen und das ganze Jahr über blühen soll. Vom Feuerwerk im Frühling hin zu den Herbstanemonen und Astern, bis zu den Gräsern, die sich auch im Winter im Wind biegen. Ein Zaubergarten also auch dann, wenn Nebelschwaden See, Schloss und Park in jene Mystik tauchen, die diesem Ort so eigen ist. Foto (c) Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

Schönheit, Geist und Heiterkeit sollte nach dem ersten Weltkrieg die Völker wieder vereinen. Das wünschten sich die Gründerväter der Salzburger Festspiele. Schloss Leopoldskron schien ein Ort der Umsetzungskraft. Ein Platz für Soireen, für ein Dinner im Park, für Lesungen und Konzerte auf der Terrasse. Auch an ein Gartentheater am Weiher hat er gedacht. 1918 hat Max Reinhardt Schloss und Park erworben. Ein Magier war dieser gewesen, einer der immer das Gesamtkunstwerk im Blick hatte. Bald lustwandelten inmitten steinerner Figuren seine Gäste. Viele Jahre später, Max Reinhardt war bereits in der Emigration gestorben und die Besitzer des Anwesens hatten mehrmals gewechselt, sprang in den späten 1950, Anfang 1960 Jahren ein Junge über die Gartenmauer. Frieder Danielis. Mit der Kamera seines Bruders hielt Frieder die mit Moos und Efeu bewachsenen steinernen Zeugen aus vergangen Tagen fest. Längst sind diese verschwunden, aber der Gartenlust erblüht neu. Experten der Königlichen Gartenakademie aus Berlin wurden nach Salzburg geholt, um markante Details für die Neugestaltung aufzuspüren. Begonnen wird beim Gartenparterre. Diese zum Teich sich öffnende Fläche, war das Herzstück von dem was Max Reinhardts Vorbesitzer Erzbischof Firmian um 1870 geschaffen hat. Was aber passt in unsere Zeit, fragten sich Mäzene. Unter ihnen die Berliner Unternehmer Dieter Mann, Ira Schwarz und der Österreicher Franz Wagner, sowie das Salzburg Global Seminar als Eigentümer. Cord-Siegfried von Hodenberg, Mitglied der Königlichen Gartenakademie in Berlin bekam den Auftrag für die Neugestaltung. Er weiß, dass das Parterre zum Verweilen einladen und das ganze Jahr über blühen soll. Vom Feuerwerk im Frühling hin zu den Herbstanemonen und Astern, bis zu den Gräsern, die sich auch im Winter im Wind biegen. Ein Zaubergarten also auch dann, wenn Nebelschwaden See, Schloss und Park in jene Mystik tauchen, die diesem Ort so eigen ist. Foto (c) Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

NOW PLAYING

wissensART Flanieren in Max Reinhardts Garten

0:00 13:35

No transcript for this episode yet

We transcribe on demand. Request one and we'll notify you when it's ready — usually under 10 minutes.

No similar episodes found.

No similar podcasts found.

Frequently Asked Questions

How long is this episode of wissensART?

This episode is 13 minutes long.

When was this wissensART episode published?

This episode was published on July 31, 2021.

What is this episode about?

Schönheit, Geist und Heiterkeit sollte nach dem ersten Weltkrieg die Völker wieder vereinen. Das wünschten sich die Gründerväter der Salzburger Festspiele. Schloss Leopoldskron schien ein Ort der Umsetzungskraft. Ein Platz für Soireen, für ein...

Can I download this wissensART episode?

Yes, you can download this episode by clicking the download button on the episode player, or subscribe to the podcast in your preferred podcast app for automatic downloads.
URL copied to clipboard!