EPISODE · May 29, 2026 · 1H 4M
Woher kommt der neue Faschismus?
from Critical Theory in Context · host Centre for Social Critique in Berlin
In ihrem neuesten Buch “Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus“ widmen sich Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey dem aktuellen Erstarken faschistischer Bewegungen. Warum wenden sich so viele Menschen Trump, Musk oder der AfD zu? Grund sei die Blockade liberaler Demokratien, die ihr Versprechen auf Aufstieg und Autonomie nicht einlösen. Die beiden Soziologen identifizieren in Teilen der Bevölkerung eine befremdliche Lust Gesellschaft zu zerstören, sie werten dies als verzweifelten Versuch, nicht selbst zum Leidtragenden gegenwärtiger Krisen zu werden. Vor diesem Hintergrund spricht Sabine Nuss mit Robin Celikates und Rahel Jaeggi darüber, welche Blockadeerfahrungen gemeint sind, ob sie nicht über das Scheitern individueller Aufstiegserwartungen hinaus reichen, welchen Stellenwert sozialpsychologische Konzepte haben, was gegen die beobachtbaren Prozesse der Faschisierung helfen könnte und wie sinnvoll es überhaupt ist, von Faschismus zu sprechen. Anlass dieser Folge war die Veranstaltung „Regressive Destruktion – Buchdiskussion mit Oliver Nachtwey“ in der Reihe „Format at Work“ am 17. April 2026 im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit besonderem Dank an Constantin Hühn (Aufnahme, Schnitt, redaktionelle Betreuung, Mixing, Mastering).
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In ihrem neuesten Buch “Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus“ widmen sich Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey dem aktuellen Erstarken faschistischer Bewegungen. Warum wenden sich so viele Menschen Trump, Musk oder der AfD zu? Grund sei die Blockade liberaler Demokratien, die ihr Versprechen auf Aufstieg und Autonomie nicht einlösen. Die beiden Soziologen identifizieren in Teilen der Bevölkerung eine befremdliche Lust Gesellschaft zu zerstören, sie werten dies als verzweifelten Versuch, nicht selbst zum Leidtragenden gegenwärtiger Krisen zu werden. Vor diesem Hintergrund spricht Sabine Nuss mit Robin Celikates und Rahel Jaeggi darüber, welche Blockadeerfahrungen gemeint sind, ob sie nicht über das Scheitern individueller Aufstiegserwartungen hinaus reichen, welchen Stellenwert sozialpsychologische Konzepte haben, was gegen die beobachtbaren Prozesse der Faschisierung helfen könnte und wie sinnvoll es überhaupt ist, von Faschismus zu sprechen. Anlass dieser Folge war die Veranstaltung „Regressive Destruktion – Buchdiskussion mit Oliver Nachtwey“ in der Reihe „Format at Work“ am 17. April 2026 im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit besonderem Dank an Constantin Hühn (Aufnahme, Schnitt, redaktionelle Betreuung, Mixing, Mastering).
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