Zerstört das Internet die Demokratie, Ralph Hertwig? episode artwork

EPISODE · Jan 28, 2026 · 1H 17M

Zerstört das Internet die Demokratie, Ralph Hertwig?

from Nur eine Frage · host DIE ZEIT

Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, Antworten zu bekommen. In dieser Folge geht es um eine der womöglich größten menschlichen Errungenschaften: das Internet. Anfangs wurde es bejubelt als Raum grenzenloser Meinungsfreiheit, der weltweit Demokratiebestrebungen befördern würde. Die Realität heute ist eine andere: Social-Media-Plattformen wie X und Instagram dominieren den digitalen Raum, ihre Algorithmen belohnen Aufregung, während Fake-News, Hass und Hetze nur zögerlich oder gar nicht eingedämmt werden. Hat sich die Demokratie-Maschine Internet ins Gegenteil verkehrt? Zerstört das Internet die Demokratie – das fragen wir dieses Mal bei "Nur eine Frage" den Psychologen und Entscheidungsforscher Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs Adaptive Rationalität am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er beschäftigt sich seit rund fünf Jahren mit den Auswirkungen der Digitalisierung und der sozialen Medien auf die Demokratie – eine Zeit, in der ein Großteil der Forschung hierzu erst entstanden ist. Die Forschung zum Thema ist schwierig: Zum einen lassen sich in der Realität im Vergleich zu Laborbedingungen viel schlechter belastbare Experimente durchführen. Zum anderen ließen die Betreiber der Plattformen kaum unabhängige Forschung zu ihren Effekten zu – sie halten die Algorithmen unter Verschluss, um Geschäftsgeheimnisse zu schützen. Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen digitalen Medien und demokratischen Gesellschaften sind zudem komplex, betont Hertwig. Sich ihre Einflüsse auf demokratische Prozesse anzusehen, sei aber dennoch wichtig – gerade weil sie so verschiedenartig sind. Laut einer Metaanalyse von Hertwig und seinem Forschungsteam können digitale Medien sowohl positive als auch negative Effekte auf Demokratien haben. Positiv wirkt sich offenbar aus, dass Menschen sich Wissen aneignen, politisch teilhaben und unterschiedliche Meinungen kennenlernen können. Zugleich korreliere das Aufkommen digitaler Medien allerdings auch mit Vertrauensverlust in Institutionen, wachsender Polarisierung sowie mehr Hass und Fehlinformationen. Dennoch: Man könne die aktuellen Krisen der Demokratie nicht ausschließlich mit sozialen Medien erklären, sagt der Forscher. Hertwig hebt bestimmte Geschäftsmodelle der großen Plattformen hervor. Ihre Algorithmen, die nach der Logik der sogenannten Aufmerksamkeitsökonomie funktionieren, könnten demokratieschädliche Effekte fördern und extreme Positionen und polarisierende Inhalte favorisieren. Wenn Realitäten verzerrt, Menschen getäuscht und Filterblasen gefördert werden, um Nutzerinteraktionen zu steigern, schade das der Demokratie, sagt Hertwig. Trotz allem plädiert Hertwig für Optimismus. Maßnahmen wie digitale Bildung, Förderung kritischer Denkweisen und kluge Regulierung der Plattformen könnten negative Effekte eingrenzen. Produktion: ifbbw Redaktion: Carl Friedrichs, Jens Lubbadeh Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected].

Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, Antworten zu bekommen. In dieser Folge geht es um eine der womöglich größten menschlichen Errungenschaften: das Internet. Anfangs wurde es bejubelt als Raum grenzenloser Meinungsfreiheit, der weltweit Demokratiebestrebungen befördern würde. Die Realität heute ist eine andere: Social-Media-Plattformen wie X und Instagram dominieren den digitalen Raum, ihre Algorithmen belohnen Aufregung, während Fake-News, Hass und Hetze nur zögerlich oder gar nicht eingedämmt werden. Hat sich die Demokratie-Maschine Internet ins Gegenteil verkehrt? Zerstört das Internet die Demokratie – das fragen wir dieses Mal bei "Nur eine Frage" den Psychologen und Entscheidungsforscher Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs Adaptive Rationalität am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er beschäftigt sich seit rund fünf Jahren mit den Auswirkungen der Digitalisierung und der sozialen Medien auf die Demokratie – eine Zeit, in der ein Großteil der Forschung hierzu erst entstanden ist. Die Forschung zum Thema ist schwierig: Zum einen lassen sich in der Realität im Vergleich zu Laborbedingungen viel schlechter belastbare Experimente durchführen. Zum anderen ließen die Betreiber der Plattformen kaum unabhängige Forschung zu ihren Effekten zu – sie halten die Algorithmen unter Verschluss, um Geschäftsgeheimnisse zu schützen. Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen digitalen Medien und demokratischen Gesellschaften sind zudem komplex, betont Hertwig. Sich ihre Einflüsse auf demokratische Prozesse anzusehen, sei aber dennoch wichtig – gerade weil sie so verschiedenartig sind. Laut einer Metaanalyse von Hertwig und seinem Forschungsteam können digitale Medien sowohl positive als auch negative Effekte auf Demokratien haben. Positiv wirkt sich offenbar aus, dass Menschen sich Wissen aneignen, politisch teilhaben und unterschiedliche Meinungen kennenlernen können. Zugleich korreliere das Aufkommen digitaler Medien allerdings auch mit Vertrauensverlust in Institutionen, wachsender Polarisierung sowie mehr Hass und Fehlinformationen. Dennoch: Man könne die aktuellen Krisen der Demokratie nicht ausschließlich mit sozialen Medien erklären, sagt der Forscher. Hertwig hebt bestimmte Geschäftsmodelle der großen Plattformen hervor. Ihre Algorithmen, die nach der Logik der sogenannten Aufmerksamkeitsökonomie funktionieren, könnten demokratieschädliche Effekte fördern und extreme Positionen und polarisierende Inhalte favorisieren. Wenn Realitäten verzerrt, Menschen getäuscht und Filterblasen gefördert werden, um Nutzerinteraktionen zu steigern, schade das der Demokratie, sagt Hertwig. Trotz allem plädiert Hertwig für Optimismus. Maßnahmen wie digitale Bildung, Förderung kritischer Denkweisen und kluge Regulierung der Plattformen könnten negative Effekte eingrenzen. Produktion: ifbbw Redaktion: Carl Friedrichs, Jens Lubbadeh Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected].

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Alben für die Ewigkeit audiowest, Freddy Kappen, Stephan Kleiber, Dieter Kottnik Es gibt Alben, die sind etwas Besonderes. Da ist nicht einfach nur Musik drauf – sondern Musik, die bleiben wird. Vielleicht für immer. Es sind Alben, die die Geschichte der Rock- und Popmusik um entscheidende Entwicklungen bereichert haben. Die nicht nur Erfolg, sondern auch Wirkung haben. Und hier stellen wir sie vor.Bei uns könnt Ihr zeitlose Klassiker der Musikgeschichte kennenlernen. Oder sie noch einmal neu erleben und sozusagen ein zweites Mal kennenlernen. Ihr erfahrt die Geschichten, die hinter diesen Alben stecken: Wann und wo sind sie entstanden? Was lässt sie hervortreten aus der Menge? Warum sind sie so, wie sie sind? Und was ist das Besondere an ihnen? Und: Natürlich spielen wir auch Musik. Jede Menge sogar — denn darum geht‘s ja bei uns. Verfassungspod Verfassungsblog Wir nehmen uns die großen Themen vor, suchen die Leute, die davon wirklich etwas verstehen, und geben keine Ruhe, bevor wir der Sache nicht auf den Grund gegangen sind. Das Ergebnis: eine Podcast-Langstrecke, die sich wirklich lohnt.Jetzt auf Steady unterstützen! https://steadyhq.com/de/plans/7cdcee9d-d81e-4962-95b0-01b1b9ff9941 iChange Podcast – Für mehr Leichtigkeit Navanita & Khadro – Heart-Leadership, Mindset Mentoring & Authors Der «iChange Podcast» von Navanita und Khadro ist ein Podcast für alle Menschen, die die Wahrnehmung des Bewusstseins erweitern wollen. Wenn du dich für Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Leben, Lieben oder universelle Gesetze interessierst, findest du beim «iChange Podcast» viele spannende, inspirierende Geschichten und Interviews mit berühmten aber auch «normalen» Menschen, die über ihre Lebenserfahrungen und ihren Weg zum Erfolg berichten. Nicht nur auf der Tanz- oder Yogabühne waren Navanita und Khadro ein Paar; auch privat sind sie eng verbunden und es wäre nicht verwunderlich, wenn ihre Namen exemplarisch neben dem Wort «Liebe» stehen würden. Die beiden Seelenverwandten haben sich gefunden, um gemeinsam Menschen zu bewegen und Herzen zu berühren. Auch als Unternehmer sind sie erfolgreich und begleiten und führen Menschen zum Erfolg. Als Holistic Coaches - Ganzheitliche Lebensberater, unterstützen sie Menschen ihre Veränderungen konstruktiv zu nutzen und die Ursachen aufzude Soular Sisters Jana Liebig & Anka Goeker Zwei kosmisch verbundene Wassermann-Frauen, ein Podcast und unendlich Stoff zum reden.Jana ist Traumatherapeutin mit Herz & Tiefe, Anka kreative Brand- und Webdesignerin mit Blick für die Schönheit des Lebens. Zusammen sinnieren sie über innere Prozesse, Psychologie, spirituelle Aha-Momente, Selbstliebe und über das Leben - zwischen Sinnkrise und Magic Moments.Jana teilt dabei ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Traumatherapeutin, Anka bringt ihre kreative Perspektive als Brand- & Webdesignerin mit ein - mindestens genauso gerne reden (& judgen) sie aber auch über fünfzig offene Browser-Tabs, PMS-Mental-Breakdowns, warum man beim Meditieren plötzlich an das peinliche Referat in der fünften Klasse denkt und die Frage, warum das Leben manchmal einfach völlig absurd und dadurch irgendwie divinely aligned ist.Soular Sisters ist der Podcast für alles, was das Leben ausmacht – von früheren Leben über aktuelle Struggles bis hin zu visionären Zukunftsträumen. Sie garantieren für nichts, au

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This episode is 1 hour and 17 minutes long.

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This episode was published on January 28, 2026.

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