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EPISODE · Apr 30, 2021 · 39 MIN

Zünden die Hausärzte jetzt den Impfturbo in Sachsen?

from CoronaCast aus Dresden · host Sächsische.de

Seit Ende Dezember sind in Sachsen Impfungen gegen das Coronavirus möglich. Dazu eingerichtet wurde mit großem Aufwand und Einsatz eine Struktur aus 13 festen und zwei temporären Impfzentren sowie mobilen Teams. Von Anfang an war klar: Irgendwann sollen die Impfungen aber nicht mehr in den zentralen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Einrichtungen stattfinden, sondern in Praxen niedergelassener Ärzte an möglichst vielen verschiedenen Orten. Genau dieser Wendepunkt steht möglicherweise schon im Juni bevor. Dann nämlich, so der noch geltende Beschluss der sächsischen Staatsregierung, sollen bis auf die drei Impfzentren in Dresden, Leipzig und Chemnitz alle anderen schließen. Das Impfziel, so der Plan, soll dann in erster Linie von den Hausärzten erfüllt werden. Für Erik Bodendieck, Präsident der Landesärztekammer, hält das für machbar. Im CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie, erklärt er, dass durch die niedergelassenen Ärzte das Impftempo massiv erhöht werden könne. Aber, schränkt Bodendieck ein: "Die Deadline 30. Juni halte ich nur dann für sinnvoll, wenn sich die Staatsregierung bis dahin um genügend Impfstoff bemüht." Und genau der ist in den vergangenen Monaten oft Mangelware gewesen. Für die kommende Woche seien 146.000 Impfdosen verschiedener Anbieter angekündigt worden. Nur wenn das so weiter gehe, könne es mit einer "großen gemeinsamen Kraftanstrengung" gelingen, im Sommer etwa 60 Prozent der Sachsen geimpft zu haben. Im Podcast spricht Bodendieck, der selbst auch eine Hausarztpraxis in Wurzen führt, über die Vor- und Nachteile der geplanten Dezentralisierung der Coronaimpfung. Für den Mediziner überwiegen offensichtlich die Vorteile. Abgesehen davon, dass die aktuell rund 1.800 von möglichen rund 2.500 Praxen in Sachsen schon jetzt pro Tag genauso viel oder sogar mehr verimpfen könnten als die Impfzentren, sprächen vor allem drei Dinge dafür: das oft örtliche Vorhandensein von Arztpraxen, die geringeren Aufwände bei der Terminabstimmung für Impfwillige und die Möglichkeit für individuelle Aufklärungsgespräche. "Gerade weil es zu den Vektorimpfstoffen wie etwa Astrazeneca viele Fragen gibt, ist Beratung wichtig." Im Gespräch mit den Leuten könnten Hausärzte, weil sie die Patienten und die Patienten meist sie gut kennen, Ängste nehmen. "Und wenn man dann einem über 50-Jährigen erklärt, dass das Auftreten einer Nebenwirkung unwahrscheinlicher ist, als im restlichen Leben vom Blitz getroffen zu werden, stimmen sie dann doch in der Regel zu." Inzwischen sehe Bodendieck deshalb ein wieder wachsendes Vertrauen in die in Verruf geratenen Vektorimpfstoffe, zu denen neben dem von Astrazeneca auch der von Johnson & Johnson sowie Sputnik V gehören. Außerdem geht es in dem Podcastgespräch noch um folgende Themen: - eine geplantes Terminbuchungssystem für Hausärzte in Sachsen - die Tücken bei Transport und Lagerung der Impfstoffe zu und in den Praxen - wie Hausärzte das Impfen neben dem Praxisalltag realisieren - wie man einen Impftermin vereinbart - inwiefern schon jetzt Corona-Patienten mit Spätfolgen zu den Hausärzten kommen - welche Folgen einer Corona-Infektion Erik Bodendieck noch heute spürt Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

Seit Ende Dezember sind in Sachsen Impfungen gegen das Coronavirus möglich. Dazu eingerichtet wurde mit großem Aufwand und Einsatz eine Struktur aus 13 festen und zwei temporären Impfzentren sowie mobilen Teams. Von Anfang an war klar: Irgendwann sollen die Impfungen aber nicht mehr in den zentralen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Einrichtungen stattfinden, sondern in Praxen niedergelassener Ärzte an möglichst vielen verschiedenen Orten. Genau dieser Wendepunkt steht möglicherweise schon im Juni bevor. Dann nämlich, so der noch geltende Beschluss der sächsischen Staatsregierung, sollen bis auf die drei Impfzentren in Dresden, Leipzig und Chemnitz alle anderen schließen. Das Impfziel, so der Plan, soll dann in erster Linie von den Hausärzten erfüllt werden. Für Erik Bodendieck, Präsident der Landesärztekammer, hält das für machbar. Im CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie, erklärt er, dass durch die niedergelassenen Ärzte das Impftempo massiv erhöht werden könne. Aber, schränkt Bodendieck ein: "Die Deadline 30. Juni halte ich nur dann für sinnvoll, wenn sich die Staatsregierung bis dahin um genügend Impfstoff bemüht." Und genau der ist in den vergangenen Monaten oft Mangelware gewesen. Für die kommende Woche seien 146.000 Impfdosen verschiedener Anbieter angekündigt worden. Nur wenn das so weiter gehe, könne es mit einer "großen gemeinsamen Kraftanstrengung" gelingen, im Sommer etwa 60 Prozent der Sachsen geimpft zu haben. Im Podcast spricht Bodendieck, der selbst auch eine Hausarztpraxis in Wurzen führt, über die Vor- und Nachteile der geplanten Dezentralisierung der Coronaimpfung. Für den Mediziner überwiegen offensichtlich die Vorteile. Abgesehen davon, dass die aktuell rund 1.800 von möglichen rund 2.500 Praxen in Sachsen schon jetzt pro Tag genauso viel oder sogar mehr verimpfen könnten als die Impfzentren, sprächen vor allem drei Dinge dafür: das oft örtliche Vorhandensein von Arztpraxen, die geringeren Aufwände bei der Terminabstimmung für Impfwillige und die Möglichkeit für individuelle Aufklärungsgespräche. "Gerade weil es zu den Vektorimpfstoffen wie etwa Astrazeneca viele Fragen gibt, ist Beratung wichtig." Im Gespräch mit den Leuten könnten Hausärzte, weil sie die Patienten und die Patienten meist sie gut kennen, Ängste nehmen. "Und wenn man dann einem über 50-Jährigen erklärt, dass das Auftreten einer Nebenwirkung unwahrscheinlicher ist, als im restlichen Leben vom Blitz getroffen zu werden, stimmen sie dann doch in der Regel zu." Inzwischen sehe Bodendieck deshalb ein wieder wachsendes Vertrauen in die in Verruf geratenen Vektorimpfstoffe, zu denen neben dem von Astrazeneca auch der von Johnson & Johnson sowie Sputnik V gehören. Außerdem geht es in dem Podcastgespräch noch um folgende Themen: - eine geplantes Terminbuchungssystem für Hausärzte in Sachsen - die Tücken bei Transport und Lagerung der Impfstoffe zu und in den Praxen - wie Hausärzte das Impfen neben dem Praxisalltag realisieren - wie man einen Impftermin vereinbart - inwiefern schon jetzt Corona-Patienten mit Spätfolgen zu den Hausärzten kommen - welche Folgen einer Corona-Infektion Erik Bodendieck noch heute spürt Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

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Lebe deine Wahrheit Larissa Geiges Was heißt es eigentlich die eigene Wahrheit zu leben? Und wie finde ich sie überhaupt?Für mich bedeutet es, die ehrlichste Version von mir selbst zu sein. All die Masken abnehmen, mit denen wir durch unser Leben gehen, den Menschen zu leben, der man im Kern ist.Wir dürfen immer entscheiden welchen Weg wir gehen. Den Eigenen oder den, den andere für uns gewählt haben. In diesem Podcast nehme ich dich mit auf meine Reise und wünsche mir, dass du viele wertvolle Impulse für dich und deinen Weg mitnehmen kannst. Ich teile mit dir welche Schritte ich auf dem Weg zu meiner Wahrheit gegangen bin und welche Prozesse ich auch heute noch durchlaufe. Ich teile meine Struggles und Ängste mit dir und meine Erkenntnise aus all den Phasen, durch die ich noch gehe und schon gegangen bin.Ich freue mich sehr, wenn du Teil hiervon bist und ich dich auf deinem Weg zu deiner ganz eigenen Wahrheit ein Stück begleiten darf.Alles Liebe für dich,deine Larissa Alben für die Ewigkeit audiowest, Freddy Kappen, Stephan Kleiber, Dieter Kottnik Es gibt Alben, die sind etwas Besonderes. Da ist nicht einfach nur Musik drauf – sondern Musik, die bleiben wird. Vielleicht für immer. Es sind Alben, die die Geschichte der Rock- und Popmusik um entscheidende Entwicklungen bereichert haben. Die nicht nur Erfolg, sondern auch Wirkung haben. Und hier stellen wir sie vor.Bei uns könnt Ihr zeitlose Klassiker der Musikgeschichte kennenlernen. Oder sie noch einmal neu erleben und sozusagen ein zweites Mal kennenlernen. Ihr erfahrt die Geschichten, die hinter diesen Alben stecken: Wann und wo sind sie entstanden? Was lässt sie hervortreten aus der Menge? Warum sind sie so, wie sie sind? Und was ist das Besondere an ihnen? Und: Natürlich spielen wir auch Musik. Jede Menge sogar — denn darum geht‘s ja bei uns. Frag Big Moes Mama 98.8 KISS FM Big Moes Mama ist genauso crazy wie ihr Sohn und ab sofort part of the podcast family! Ab jetzt jeden Dienstag ab 22 Uhr auf KISS FM in der Podcast Happy Hour: Frag Big Moe’s Mama! Big Moe und seine Mama beantworten gemeinsam alle möglichen Fragen aus der KISS Nation. Jedes Thema ist willkommen. Natürlich nutzt Big Moe’s Mama jede Möglichkeit, um diverse peinliche Geschichten aus Big Moe’s Leben zu erzählen! Was für Big Moe auch mal sehr unangenehm werden kann. Tune in! Beide Seiten Live PULS 24 Jede Geschichte hat immer zwei Seiten!Das tägliche PULS 24 Primetime-Newsmagazin “Beide Seiten Live” beleuchtet in einer Doppelmoderation die wichtigsten Themen des Tages aus verschiedenen Perspektiven und bietet einen Überblick über aktuelle Ereignisse und endet mit einem Interview des Tages mit hochkarätigen Gästen. Das Ergebnis: Das Publikum kann sich so seine eigene Meinung bilden.

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