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Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze

Der dienstälteste deutschsprachige Genrefilm-Podcast. Seit 2012 spricht Patrick Lohmeier mit filmbegeisterten Menschen über Kino abseits des Mainstreams. Egal, ob Horror, Action, Science Fiction, Fantasy, Eastern, Western oder Exploitation – kein Genre ist sicher.Hier findet ihr auch alle Folgen von "Bahnhofskino Galactica" und "Spielfilmen – Der filmographische Podcast".Feedback und Filmwünsche bitte an [email protected] sind 100% werbefrei und unabhängig. Support your Schmuddel-Podcast at https://www.patreon.com/bahnhofskino!

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  1. 717

    Patreon Classic: Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding (1999) mit Fynn Benkert

    Lang lebe Kalle Grabowski! Im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Ralf Richter (1957–2026) schieben ich und mein Gast Fynn Benkert unsere Patreon-Bonusfolge vom November 2024 für euch in den öffentlichen Feed. Falls ihr unsere 100% werbefreien, unabhängig produzierten Podcastformate unterstützen möchtet, freuen wir uns über ein jederzeit kündbares Supporter-Abo ab 3€/Monat unter www.patreon.com/bahnhofskino. Vielen Dank, dass ihr unsere Arbeit unterstützt!

  2. 716

    Bahnhofskino Galactica: "Allein gegen den Hass" (S3E14, 2007)

    Triggerwarnung: Wer gerne dezidiert unpolitische Serien guckt und unpolitische Podcasts hört, dürfte mit unserer aktuellen Episode wenig Vergnügen haben. Denn nicht nur für Helo in seiner neuen Rolle als Leiter eines krankheitsverseuchten Auffanglagers könnte es aktuell besser laufen, auch Showrunner Ron Moore und seine Autor:innen setzen in dieser Woche alles dran, das Fernsehpublikum mit möglichst vielen moralischen Dilemmata und den eigenen Vorurteilen zu konfrontieren. Ist das der Grund, warum "The Woman King" gemeinhin als Tiefpunkt der dritten Battlestar-Staffel gilt? Oder waren die Fans anno 2007 schlicht enttäuscht darüber, dass die Folge herzlich wenig Interesse an den großen Geschichten rund um die Reise zur Erde und den Konflikt mit den Zylonen hat? Vermutlich beides, finden wir …

  3. 715

    Bahnhofskino Galactica: "Zuckerbrot und Peitsche" (S3E13, 2007)

    Nach dem spektakulären Zweiteiler zur Staffelmitte musste man hinter den Kulissen von BSG wieder etwas aufs Budget gucken, weswegen das hochdramatische Kammerspiel "Zuckerbrot und Peitsche" eher mit großen Gefühlen als großen Raumschlachten glänzt. Da wären zum einen die komplizierte Lovestory um Kara und Lee, die sich immer noch an die Wäsche wollen, aber nicht bereit sind, ihre jeweiligen Ehen zu opfern. Außerdem hadert Baltar mal wieder mit seinen Gefühlen, vor allem betreffend seine mutmaßliche zylonische Existenz. Seine Hoffnung erfahren diesbezüglich zwar einen krassen Dämpfer, doch immerhin darf er lebendig in den Abspann heulen. Außerdem: Drogen, Drogen, Drogen – sei es an Joe's Bar oder in der Folterzelle. So hatten wir uns die schöne Zukunft nicht vorgestellt!

  4. 714

    Ratboy (1986) mit Steffen Anton

    Selten war ich so hoffnungsvoll und ehrgeizig bei dem Gedanken, einen mir unbekannten Film gut finden zu wollen. Für Regisseurin und Hauptdarstellerin Sondra Locke (Death Game, 1977) sollte ihr Regiedebüt RATBOY (1986) nämlich der Startschuss in eine Hollywoodkarriere außerhalb des Schattens ihres damaligen Boyfriends Clint Eastwood sein. Doch Lockes tragikomisches Filmmärchen um einen rattengesichtigen Jungen und sein unangenehm toxisches Umfeld wurde bei Erscheinen von Kritik wie Publikum verschmäht. Einer der wenigen Fürsprecher des Kinoflops war der zwölfjährige Steffen Anton, der diesen Film als VHS-Schatz Anfang der 90er ehrte und immer wieder über den Bildschirm flimmern ließ. Doch nicht jeder süßen Kindheitserinnerung kann man trauen, wie Steffen und ich im Filmgespräch erfahren müssen. Seufz!

  5. 713

    Spielfilmen: Joachim Trier 2005-2015 (Auf Anfang, 2005; Oslo, 31. August, 2011; Louder Than Bombs, 2015)

    Gute Laune allerorten, denn Dennis (Lichtspielcast) und Patrick (Bahnhofskino) sprechen über die erste Hälfte von Joachim Triers Filmographie. Aber Spaß (oder Ernst?) beiseite: Was die beiden Herren dann doch überrascht, ist der teils bitterböse Humor in den überwiegend tieftraurigen Geschichten, die der norwegische Regisseur und sein Stammautor Erik Vogt erzählen. Zumindest Triers Spielfilmdebüt AUF ANFANG (Reprise, 2006) kann ganz schön lustig sein, seiner Geschichte rund um gescheiterte Karrieren, Liebschaften und Freundschaften zum Trotz. Wenig bis nichts zu lachen gibt es hingegen im in Drogen, Alkohol und Verzweiflung fast ersaufendem OSLO, 31. AUGUST (2011), dem die beiden Co-Hosts euphorisch Meisterwerk-Qualitäten bescheinigen. Zu solch lobhudeligen Höhenflügen steigt Triers erster und bis Dato einziger englischsprachiger Film LOUDER THAN BOMBS (2015) nicht hinauf, staubt aber Dank seines unter anderem mit Gabriel Byrne und Isabelle Huppert glänzend besetzten Ensemble einige Sympathien ab. Aber was zum Teufel macht eigentlich Jesse Eisenberg in diesem Film?

  6. 712

    Bahnhofskino Galactica: "Die Supernova" (S3E12, 2007)

    "Bitte nicht zu viel herum-nerden!" wünsche ich mir zu Beginn der heutigen BKG-Episode und getreu dieses strikten Mottos haben Britt-Marie und ich es tatsächlich mal wieder geschafft, ein Recap-Gespräch in unter 90 Minuten einzutüten. Diese Leistung ist allein deswegen nicht zu verachten, da Britt-Marie und ich uns gerne in Themen verlieren, die nichts mit BATTLESTAR GALACTICA zu tun haben, aber auch, weil "Die Supernova" genug Drama, Action und Mythologie für einen Dreiteiler böte. Spoiler: Am Ende des Tages – und dieser Folge – ist jedenfalls ein ganzes Sonnensystem futsch, Baby Hera und Baltar sind wieder an Bord der Galactica, D'Anna (Lucy Lawless) wird endgültig eingesargt und es gibt mindestens zwei schallende Backpfeifen. Autsch!

  7. 711

    Rawhead Rex – Er ist das Grauen (1986) & The Mangler (1995) mit Kühne

    Mit dem Spezialisten für die vergessenen Freuden des untersten Videothekenregals Kühne (Moviebreak) grabe ich mich durch zwei krude Horrorstreifen, deren Wiederentdeckung unsere Herzen höher schlagen lässt. Oder, nun, das ist vielleicht leicht übertrieben. Denn selbst ein hoher Bodycount und das pittoreske irische Setting können nicht über das leblose Monsterkostüm in Rawhead Rex – Er ist das Grauen! (1986) hinwegtrösten. Und trotz aller Liebe und Ehrfurcht für den legendären Tobe Hooper (1943–2017) ist das Konzept einer menschenfressenden Wäschemangel, auf der ein dämonischer Fluch liegt, eine steile Herausforderung in Sachen filmischer Umsetzung. Dabei lässt The Mangler (1995) die Kurzgeschichte von Stephen King einfach mal weitgehend hinter sich und baut auf die Sexiness toller Kulissen, blutiger Effekte und seines Hauptdarstellers Ted Levine (Das Schweigen der Lämmer, 1991).

  8. 710

    Lethal Weapon (1987) mit Fynn Benkert (Patreon-Preview)

    Mit Fynn Benkert habe ich für Bahnhofskino-Patreonies über alle vier LETHAL WEAPON-Filme gesprochen und den ersten Teil unseres Schnacks könnt ihr umsonst hören. Falls ihr die Möglichkeit habt, unterstützt unsere Arbeit bitte bei www.patreon.com/bahnhofskino. Vielen Dank! ❤️

  9. 709

    Bahnhofskino Galactica: "Das Auge des Jupiter" (S3E11, 2006)

    Wir brauchen wieder einmal viel zu lange, um zum Kern der Sache vorzudringen – nämlich die Rezension der aktuellen Galactica-Episode! Zuvor haben wir noch ein paar Anekdoten rund um toxische Fandoms und Trek-Stammtische auf Lager. Danach widmen wir uns aber ausführlich der Ménage à trois zwischen Kara, Sam und Lee, wundern uns über die nie versiegende Arroganz von Baltar, vergießen mit Sharon ein paar dicke Krokodilstränen, polieren die Nuklearraketen der Galactica, und entziffern mit Chief Tyrol mysteriöse Schriftzeichen. Und seid lieber dankbar dafür, dass wir das nicht splitterfasernackt tun und dabei mit Sexheftchen um uns wedeln. Aber diese Kindheitserinnerung des Chiefs ist noch der vielleicht am wenigsten geheimnisvolle Aspekt von "Das Auge des Jupiter". Und alle Fragen, die wir unmittelbar nach diesem aufregend-überfrachteten Midseason-Finale nicht klären können, nehmen wir mit in unsere kurze, zweiwöchige Sommerpause.

  10. 708

    Spielfilmen: Paul Verhoeven 2006-2021 (Black Book, 2006; Elle, 2016; Benedetta, 2021)

    Zum Glück spricht Patrick circa 30 Prozent besser französisch als niederländisch, weswegen er sich diesmal nicht die Zunge verknoten muss, um Namen wie Isabelle Huppert, Laurent Lafitte oder Virginie Efira über die Lippen zu bringen. Aber zuvor begeben sich die Herren Bastian und Lohmeier ins besetzte Holland kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs, wo Paul Verhoeven den Spionage-Abenteuerfilm BLACK BOOK (Zwartboek, 2006) angesiedelt hat. Dieser geht nicht nur adäquat respektlos mit dem düstersten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts um, sondert zaubert auch mit Carice van Houten einen neuen Star auf die Leinwand. Ganz anders Madame Huppert, die schon vor ELLE (2016) einer der größten Ikonen des französischen Kinos der letzten Jahrzehnte war. Umso erstaunlicher, dass sich die Schauspielerin für wirklich gar nichts zu fein ist und ihr Porträt einer traumatisierten Frau so schonungslos und ehrlich ist, wie es die düstere Geschichte um Sex, Gewalt und Mord verlangt. Selbiges gibt es auch zur Genüge in BENEDETTA (2021), dem (mutmaßlichen) finalen Werk des niederländischen Regisseurs, das neben lüsternen Nonnen, angriffslustigen Schlangen und platzenden Pestbeulen auch noch einen echten sexy Jesus von Nazareth auffährt. Aber kann dieser pietätlose Historienfilm qualitativ mit dem Rest von Verhoevens Werk mithalten? Hmm, "Jein!", finden Dennis und Patrick ...

  11. 707

    Bahnhofskino Galactica: "Auftrag ausgeführt" (S3E10, 2006)

    Diese Woche sind die Pferde ein wenig mit uns durchgegangen. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass wir uns zur kompetent gemachten, aber eben nicht herausragenden Episode "Auftrag ausgeführt" fast zwei Stunden verquatschen. Okay, let's be real: Wir geben auch noch ausführlich unseren Senf zu den Mitte Juli für den Emmy Award nominierten TV-Serien, trauern um Sam Neill und lassen unsere Gedanken zum Thema künstliche Intelligenz in SciFi-Welten wandern. Doch keine Sorge, auch die psychischen Abgründe von Dr. Baltar und Gaststar der Woche Kat (Luciana Carro) werden ausführlich beleuchtet. Außerdem begleiten wir den alten Trunkenbold Tigh zurück auf die Galactica-Brücke und hoffen auf zukünftige Folgen nicht so häufig wahllos neue Nebenfiguren und Bedrohungen für unsere Crew aus dem Hut zaubern, wie es zuletzt der Fall war ...

  12. 706

    Zombies unter Kannibalen (1980) mit André Wentzel

    An Regisseur Marino Girolami dürften sich selbst Kenner*innen des Genrefilms vergangener Tage nur für seinen prominenten Nachwuchs erinnern, doch vor der Kamera tummelt sich ein Who-Is-Who des sleazigen Italokinos der 70er Jahre: Ian McCulloch (Woodoo – Schreckensinsel der Zombies), Sherry Buchanan (Der Tod trägt schwarzes Leder), Alexandra Delli Colli (Der New York Ripper) und Donald O'Brien (Mannaja – Das Beil des Todes) geben sich in Zombies unter Kannibalen (1980) die Klinke und diverse Körperteile in die Hand. Und die herben Effekte sind auch nicht von schlechten (untoten) Eltern. Wenn man dann solch einen auf Zelluloid gebannten Leckern auch noch gemeinsam mit André Wentzel rezensieren darf–– Holla, die Waldfee!

  13. 705

    Bahnhofskino Galactica: "Der Ring" (S3E9, 2006)

    Bevor wir mit den Adamas, Captain Starbuck und dem Chief in den Ring steigen, müssen wir mit messerscharfem Chronistenblick auf die letzten Folgen ein paar Informationen nachreichen. Wie so oft, geht es dabei auch wieder um Star Trek, aber auch um die Frage, wie viel Sci-Fi wir in einer Sci-Fi-Serie haben möchten. Anschließend schlagen wir uns aber an Bord der Galactica ordentlich die Nasen blutig und geben uns auf New Caprica der Leidenschaft des Moments hin. Oder vielmehr begleiten wir unsere geliebte Crew durch die schmerzhaften Höhen und Tiefen ihrer Emotionen. Und wirklich fast niemand aus dem Main Cast verlässt "Der Ring" ohne seelische oder körperliche Blessuren ...

  14. 704

    Das Airport-Quartett – Teil 2/2: Verschollen im Bermuda-Dreieck (1977) & Airport '80 Die Concorde (1979) mit Franz Köhne

    Wir müssen uns entschuldigen, liebe Passagiere, aber auf diesen Flügen erwarten wir noch mehr Turbulenzen. Mit verzweifelten Bombenbauern und einem irrgeleiteten Privatflugzeug haben wir in den ersten beiden Teilen der Airport-Reihe noch kleine Brötchen gebacken, wohingegen wir uns dieses Mal mit einer Bruchlandung auf dem Meeresboden und dem Raketenbeschuss eines Superschurken auseinandersetzen müssen. Dabei stehen uns Genrelieblinge wie Christopher Lee, Sylvia Kristel, Sybil Danning, David Warner und natürlich George Kennedy als Joe f##kin' Patroni zur Seite … und natürlich mein kundiger Gast und tollkühner Co-Pilot Franz Köhne. Bitte stellen Sie die Sitze aufrecht, stellen das Rauchen ein und dann viel Spaß und guten Flug mit Verschollen im Bermuda-Dreieck (Airport '77, 1977) und Airport '80 … Die Concorde (Airport '79 – The Concorde, 1979).

  15. 703

    Bahnhofskino Galactica: "Helden" (S3E8, 2006)

    Sogenannten Bottle Episodes eilte in seligen Tagen vor dem Streaming-Zeitalter ein schlechter Ruf voraus, waren es doch meist kärglich ausgestattete und ohne Gaststars gesegnete Serienfolgen, die besonders günstig und schnell zu produzieren waren. Und auch "Helden" mag ein Kammerspiel sein, punktet aber mit einer packenden Geschichte rund um Adamas Vergangenheit und hat mit Carl Lumbly (Alias) einen charismatischen Gegenspieler zu bieten. Da hätten wir die kleine Detektivin Kara und den flotten Dreier mit Caprica Six, D'anna und Baltar eigentlich nicht nicht gebraucht. Aber hey, wir möchten uns nicht über Gebühr beklagen!

  16. 702

    Das Airport-Quartett – Teil 1/2: Airport (1970) & Airport 1975: Giganten am Himmel (1974) mit Franz Köhne

    Liebe Passagiere, bitte legen Sie die Sicherheitsgurte an, stellen Sie das Rauchen ein und holen Sie die Gitarren raus – wir erwarten Turbulenzen! Die beginnen und bleiben für den überwiegenden Teil der epochalen 140 Minuten von Airport (1970) auf dem Boden der Tatschen, denn das vollbesetzte Passagierflugzeug mit einem verzweifelten Bombenbauer (Van Heflin) hebt aufgrund heftigen Schneefalls und menschlicher Tragödien erst eine Stunde vor Schluss ab. Bis dahin haben die altgedienten Hollywoodrecken Burt Lancaster und Dean Martin ausreichend Zeit, ihre Ehen zu ruinieren und Affären mit den sexy Euro-Sternchen Jean Seberg und Jacqueline Bisset zu pflegen. Mein geschätzter Gast Franz Köhne kann der Hochglanz-Seifenoper dabei etwas mehr abgewinnen als ich, der viel zu lange Zeit dem actionreichen Finale dieses Mega-Blockbusters entgegenfiebern muss. Zum Glück kommt das sehr günstige, sehr chaotische und teils sehr alberne Sequel Airport 1975 – Giganten am Himmel (1974) viel schneller zur Sache, auch wenn die Qualität etwas auf der Strecke bzw. der Landebahn bleibt. Aber hey, es gibt eine singende Nonne!

  17. 701

    Bahnhofskino Galactica: "Immun" (S3E7, 2006)

    Baltar wandert weiter unter seinem zylonischen Wachpersonal umher, die Galactica sucht weiterhin den Weg zur Erde ... und ansonsten vergessen wir einfach mal, was auf New Caprica und in den Wochen danach geschehen ist, um eine inkonsequente Geschichte über eine Killervirus zu erzählen. So zumindest würde Patrick den Inhalt von "Immun" beschreiben, die er vielleicht nicht für die bisher schwächste Episode von Battlestar Galactica hält, dafür aber für die frustrierendste. Da kann man nur hoffen, dass Britt-Marie in einem fitten körperlichen und geistigen Zustand ist, um kerngesund aus dieser Seherfahrung und dem gemeinsamen Recap zu kommen. Aber zum Warm-up (oder Cool-down?)müssen die beiden von der sommerlichen Hitze verstrahlten Hosts erst einmal ein paar Gedanken zu Hollywood-Millionären und -Milliardären loswerden.

  18. 700

    Spielfilmen: Paul Verhoeven 1995-2000 (Showgirls, 1995; Starship Troopers, 1997; Hollow Man, 2000)

    Nach drei großen Kinohits in Folge war es vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis Paul Verhoeven wieder auf dem Boden der Tatsachen landen würde – oder auf dem heißen (und harten!) Pflaster von Las Vegas. Showgirls (1995) wurde von Kritik und Publikum in aller Welt derart mit Häme überschüttet, dass bis heute fast alle Beteiligten mit Zorn auf den kolossalen Flop zurückblicken, allen voran Hauptdarstellerin Elizabeth Berkley. Aber wie steht es Jahrzehnte später um den Status Quo dieses Millionengrabs aus der Feder von Joe Eszterhas? Meisterwerk? Trashperle? Purer Camp? Der Film ist alles und nichts davon, meinen zumindest Dennis und Patrick. Sehr viel einiger sind sich die beiden Herren hinsichtlich Starship Troopers (1997), für dessen ätzende Satire die Welt vor knapp 30 Jahren nicht bereit schien und der sich mittlerweile x-fach rehabilitiert hat. Ganz anders als Hollow Man (2000), den Verhoeven selbst als kreative Bankrotterklärung betrachtete und ihm den letzten guten Grund lieferte, Hollywood den Rücken zu kehren. Aber so streng sollte der skandalträchtige Regisseur wirklich nicht mit sich selbst ins Gericht gehen ...

  19. 699

    Bahnhofskino Galactica: "Virus" (S3E6, 2006)

    "Virus" ist eine Episode zweier Hälften, von denen die eine deutlich mehr kann als die andere. Deswegen mag der Originaltitel "Torn" hier sogar besser passen, denn nicht nur kämpfen hier zwei voneinander losgelöste Storylines um unser Interesse, auch bezüglich einiger Drehbuch– und Regieentscheidungen fühlen wir uns hin- und hergerissen. Ausnahmsweise hat Britt-Marie dabei sogar einmal mehr zu meckern als Patrick, ist sie doch kein großer Fan von Admiral Adamas harter Hand. Ihr Co-Host ist unterdessen vom Chaos im Baltar-Handlungsstrang leicht genervt, weil man das Papier des Scripts zu oft und zu laut rascheln hört. Und was für Leibesübungen sind das eigentlich, die die nackte Nummer Acht an Bord der zylonischen Basestar macht?

  20. 698

    BEEzilla #6 (Classic): Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (1971) mit André Wentzel

    In einer Classic-Episode anno Januar 2019 besuchte mich der fabelhafte André Wentzel zum dritten Mal überhaupt im Bahnhofskino und zum ersten Mal, um seine Godzilla-Expertise und -Leidenschaft im Podcast zu Gehör zu bringen ... in diesem Fall zum elften und vermutlich ungewöhnlichsten Godzilla-Film aus den Toho Studios. Und ein geschüttelt Maß an Fachkenntnis wurde damals dringend benötigt, denn ich brillierte angesichts der kenntnisreichen Begeisterung meines Gastes vor allem mit glänzenden Kinderaugen bei maximaler Ahnungslosigkeit. Naja, ganz so schlimm wird es nicht. Und sowieso macht es Yoshimitsu Bannos funky Beitrag zur Godzilla-Reihe allen Monsterfilmfans und solchen, die es werden wollen, leicht, sich in den Titelhelden und dessen schleimig-schlackigen Gegenspieler Hydrox zu verlieben. Nun schnüren wir diese oldie-but-goldie Episode über FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFELSMONSTER (1971) in unsere offizielle BEEzilla-Reihe und hoffen, sie klingt noch ebenso frisch wie vor siebeneinhalb Jahren.

  21. 697

    Bahnhofskino Galactica: "Verräter" (S3E5, 2006)

    Nach der erfolgreichen Flucht von New Caprica haben sich manch erhitzte Gemüter abgekühlt und Kämpfe werden nicht mehr offen ausgetragen ... doch die moralischen Fragen sind groß wie nie. Auch Britt-Marie und Patrick sind fassungslos ob so mancher Wendung in "Verräter", sei es aufgrund charakterlicher Schieflagen oder manches Drehbuch-Kniffs, der nicht hundertprozentig schlüssig ist. Zum Glück navigiert am Ende des Tages unsere alte und neue Präsidentin Roslin die Menschheit politisch wieder in eine versöhnliche Zukunft. Oder?

  22. 696

    Sleepy Hollow (1999) mit Michael Tierse

    Zwar können weder mein Gast Michael noch ich große Expertise in Sachen hessische Völkerkunde vorweisen, dafür bringen wir aber eine umso größere Begeisterung für das fett budgetierte 90er-Genrekino made in Hollywood mit. Eines der strahlendsten Beispiele hierfür ist Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen (1999), der nicht nur Tim Burton und seinen Hauptdarsteller Johnny Depp auf der Höhe ihrer jeweiligen Kunst zeigt, sondern zudem erstaunlich großzügig in der Darstellung handgemachter Blutsuppe ist. Da stört es auch kaum, dass die Lovestory mit Christina Ricci so kalt ist wie der Nebel im Dörfchen Sleepy Hollow. Und wenn Christopher Walken seine scharf geschliffenen Zähne bleckt, macht sich auch der mutigste Dorfbewohner in die Hose.

  23. 695

    Bahnhofskino Galactica: "Exodus" – Teil 2 (S3E4, 2006)

    Action! Action! Action! Im abschließenden Kapitel des New Caprica-Zyklus verbraten die Showrunner Ron Moore und David Eick das Effektbudget einer halben Staffel, um den kümmerlichen Rest der Menschheit aus den Fängen der Zylonen ins All zu retten. Dabei müssen einige unserer Heldinnen und Helden große Verluste verkraften, allen voran unser liebster Brummbär Saul Tigh und die frisch gebackene Mutti Kara "Starbuck" Thrace. Und last but not least: Goodbye, Battlestar Pegasus! Die Zeit mit dir war zu kurz. Schluchz!

  24. 694

    Grizzly – Eine Bestie läuft Amok (1976) & Panik in der Sierra Nova (1977) mit Heiko Hartmann

    Mit Heiko Hartmann spreche ich über zwei Karrierehöhepunkte des umtriebigen William Girdler (Der Manitou, 1978), der uns in GRIZZLY (1976) und PANIK IN DER SIERRA NOVA (Day of the Animals, 1977) nicht nur zurück in die Natur und ins Risiko tödlicher Tierangriffe schickt, sondern auch noch sehr menschliche, mordlüsterne Ungeheuer zu bieten hat. Und während der schunkelige Vierkampf mit Meister Petz im Fahrwasser von _Der weiße Hai _vor allem für einige haarige Gore-Effekte gut ist, bietet das halbe Sequel deutlich reizvollere Qualitäten – vor allen Dank eines irre tobenden Leslie Nielsen (Airplane!, 1980). Und mit dessen Wahnsinn kann weder der Charme von Hauptdarsteller Christopher George (Pieces: Stunden des Wahnsinns, 1982)) noch das bissige Getier konkurrieren. Uff!

  25. 693

    Bahnhofskino Galactica: "Exodus" – Teil 1 (S3E3, 2006)

    Falls ihr unsere Rubrik 'Housekeeping' vermisst habt, in der wir Buße für unsere Versäumnisse und Missverständnisse aus früheren Podcastfolgen tun, könnt ihr euch freuen. Denn nicht nur rekapitulieren wir den risikoreichen Rettungsplan der Galactica für die auf New Caprica gestrandeten Zivilisten, wir widmen uns auch ein weiteres Mal Jamie Bambers (Lee/Apollo) Fatsuit. Außerdem stürzen wir uns in zwei Feuergefechte, in die Traumwelt der Zylonen, Baltars Verzweiflung, Karas Muttergefühle und fragen uns, ob die Alkis Ellen und Saul Tigh wirklich so schlechte Zieheltern wären. Und zum Ende geht's nach viel militärischem Pathos dann auch noch auf die Alm!

  26. 692

    Bahnhofskino Galactica: "Am Abgrund" (S3E2, 2006)

    Wieder einmal packt BATTLESTAR GALACTICA so viele Storylines, wechselnde Allianzen und große Gefühle in 45 Minuten, dass wir kaum hinterher kommen. Und Britt-Marie hat Fragen. Warum macht plötzlich niemand mehr blöde Sprüche über Lee Adamas Plauze? Warum sieht Colonel Tigh wie ein Pirat aus, spricht aber nicht wie einer? Und wer genau unterrichtet die Schulkinder auf New Caprica, wenn Oberlehrerin Laura Roslin zum Schafott gefahren wird? Das Ende von "Am Abgrund" hinterlässt uns zwar mit vielen offenen Fragen, aber auch einem erfüllenden Seherlebnis. Und wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel, oder? Und der ist diese Woche ebenso schweißtreibend wie sehenswert.

  27. 691

    Dead Presidents (1995) mit Franz Köhne

    Nachdem die Hughes-Brüder Albert und Allen mit Menace II Society (1993) einen Hit inszeniert hatten, der sowohl Publikum als auch Kritikerschaft begeisterte, wurden sie ausgerechnet von Disney bzw. dessen Konzerntochter Hollywood Pictures mit Geld beschmissen, um ihren ambitionierten Coming-of-Age-Schrägstrich-Kriegsdrama-Schrägstrich-Actionthriller Dead Presidents (1995) auf die Leinwand zu bringen. Und obwohl der wüste Genremix nicht nicht in jeder Minute dramaturgisch überzeugen kann, hat er doch so viele irre Ideen, grandiose Bilder und ein Ensemble zum Niederknien, um Patrick und Franz auch Jahrzehnte nach dem ersten Videothekenkontakt zu begeistern. Ach ja, und für die Gorebauern (50 Prozent der heutigen Podcastbesetzung mitgedacht) gibt's auch noch explodierende Körper und abbe Köppe galore!

  28. 690

    Spielfilmen: Paul Verhoeven 1987-1992 (RoboCop, 1987; Total Recall, 1990; Basic Instinct, 1992)

    Nach einem holprigen Start mit der US-europäischen Co-Produktion FLESH + BLOOD (1985) fasste Paul Verhoeven mit seinem englischsprachigen Zweitling ROBOCOP (1987) so richtig Fuß in Hollywood – und im Rest der Welt. Nicht nur ließ die actionreiche SciFi-Satire die Kinokassen klingeln, auch die Kritikerschaft zeigte sich begeistert und machte den umtriebigen Niederländer zum gefeierten wie begehrten Regisseur für starbesetzte Filmprojekte. Und größer als eine Zusammenarbeit mit Arnold Schwarzenegger konnte es in Hollywood anno 1990 kaum werden, weswegen sich auch die Philip K. Dick-Verfilmung TOTAL RECALL: DIE TOTALE ERINNERUNG (1990) wenig überraschend zum dicken Blockbuster mauserte. Das Verhoeven nicht nur großes Effektkino und kontroverse Satire perfekt beherrscht, sondern auch ganze Karrieren wie die von Rutger Hauer auf den richtigen Weg bringen kann, bewies er wiederum mit BASIC INSTINCT (1992). Dessen Erfolg wurde nicht für einige Jahre zum Maßstab für erotische Thriller und ebnete ganz nebenbei Newcomerin Sharon Stone den Weg zum Superstar-Status. Aber ihr mörderischer und grandios inszeniertes Koitus mit Michael Douglas war auch für einen mittelgroßen Skandal gut. Ach, Paul!

  29. 689

    Bahnhofskino Galactica: "Okkupation" (S3E1, 2006)

    Neue Staffel, unzählige Fragen – oder zumindest so viele, um damit unsere längste BKG-Folge seit der Serienpremiere zu füllen. Genau genommen sezieren wir aber nicht nur die erotischen, politischen und mörderischen Intrigen in im Emmy-nominierten "Occupation", sondern widmen uns auch den zwischen den Seasons veröffentlichten, dreiminütigen Webisodes mit dem Titel "The Resistance". Inwieweit die Ereignisse darin als Spoiler begriffen werden können, wie viele blöde Sprüche über Apollos Körpergewicht bereits als Fatshaming gelten, und was genau Sharon und Adama da in ihrer Wohnzimmer-Zelle zu bereden haben, interessiert uns natürlich frakkin' brennend.

  30. 688

    Turkey Shoot – Insel der Verdammten (1982) & Dead-End Drive-In (1986) mit Markus Köhler

    Zum wiederholten Mal bringt Markus Köhler feinste Actionkost mit in den Podcast, diesmal vom anderen Ende der Welt. Denn im Lande Oz gibt es nicht nur Känguruhs, Fosters und jede Menge menschenleere Steppe, sondern auch eine unerschütterliche Liebe für brummende Motoren und beinharte Action im Kino. Aus der Blütezeit australischen B-Movies stammen auch die dystopischen Thriller Turkey Shoot (Insel der der Verdammten, 1982) und Dead-End Drive-In (Crabs – Die Zukunft sind wir, 1986), die in Sachen Gewaltdarstellung keine Gefangenen machen und auch politisch klare Kante zeigen. Danke, Brian Trenchard-Smith, King of Ozploitation!

  31. 687

    Bahnhofskino Galactica: "Das neue Caprica" – Teil 2 (S2E20, 2006)

    Good Morning, Mister President! Das Staffelfinale der zweiten Season BATTLESTAR GALACTICA wartet nicht nur mit einigen überraschenden Wendungen und Schocks auf, sondern erfindet vermeintlich die gesamte Serie zu Teilen neu. Dabei entpuppen sich manche Moralapostel als durch und durch korrupt, politische Leitfiguren zerbrechen unter der Bürde ihrer Verantwortung, und es zeigt sich wieder mal, dass Alkohol nicht alle Probleme lösen kann. Und was wir in unserem Gespräch gar nicht erwähnt hatten: Der frischgebackene Schnauzbartträger Admiral Adama raucht filterlose Zigaretten. Holy frak!

  32. 686

    Invasion vom Mars (1986) mit Steffen Anton

    Wer bei Tobe Hoopers Remake von Invasion vom Mars (Invaders From Mars,1986) denkt, das sei doch ein für den ollen Lohmi geradezu maßgeschneiderter Film … nun ja, Bingo! Kaum ein Film hat mich länger vom Kindesalter bi hinein in mein Filmbuch TRAUMA-TV begleitet, weswegen ein Podcast hierzu eigentlich um Jahre überfällig ist. Glücklicherweise kann ich das gleichermaßen gruselige wie bonbonbunte Filmspektakel aus dem Hause Cannon Films mit Steffen Anton besprechen, dessen Herz nicht nur genau wie meines für gut abgehangenes Genrekino schlägt, sondern sich ebenfalls noch gut daran erinnert, welch unbezahlbarer Schatz die eigene kleine Videosammlung inmitten des provinziellen Alltags war. Amen, Bruder!

  33. 685

    Bahnhofskino Galactica: "Das neue Caprica" – Teil 1 (S2E19, 2006)

    Dafür, dass der erste Teil des berühmt-berüchtigten zweiten Staffelfinales von Battlestar Galactica viel Setup, aber kaum Payoff bereithält, haben Britt-Marie und Patrick ganz schön viel zu bereden. Nicht zuletzt über Lieblingsserien vergangener Tage, die mal mehr, mal weniger in Würde gealtert sind. Neben der Freude über Gaststar Dean Stockwell (Zurück in die Vergangenheit) gibt es aber auch reichlich Irritation über den Mangel an effizienter Strafverfolgung nach dem gewalttätigen Ausraster von Chief Tyrol (Aaron Douglas), viel Diskussionsstoff über Herz gegen Verstand in der Politik von BSG und in unserer Realität, und ganz viel Herz für Kompetenzbolzen Kara. Und über den missglückten deutschen Titel dieser Episode müssen wir noch einmal reden …

  34. 684

    Bahnhofskino Galactica: "Download" (S2E18, 2006)

    In einer A Very Special Episode™ verschlägt es Britt-Marie und Patrick auf das von Zylonen besetzte Caprica. Warum dort nur die immer gleichen vier Zylonenmodelle herumlungern, können sie auch nicht beantworten … genau wie viele andere Fragen, die das Abenteuer rund um Six, Boomer und die durchtriebene Nummer Drei bereithält. Aber vielleicht verstehen die beiden Co-Hosts auch wieder mal nicht alles, obwohl sie sich von "Downloaded" rundum gut unterhalten fühlen. Und da ist ja auch noch die weniger komplexe Nebenhandlung um das sehr tote und dann wieder sehr lebendige Baby Hera …

  35. 683

    Spielfilmen: Paul Verhoeven 1980-1985 (Spetters, 1980; Der 4. Mann, 1983; Flesh + Blood, 1985)

    Hatten wir erwähnt, wie sehr wir die (meisten) Filme von Paul Verhoeven lieben? Natürlich hatten wir das. Aber auf der zweiten Etappe unserer filmographischen Reise durch das Werk des holländischen Blockbuster-Provokateurs haben wir wiederum viel Gelegenheit zum kritisch-analytischen Lobhudeln. Mit dem expliziten Teen-Drama Spetters (1980) und dem symbolgeladenen Psychothriller Der 4. Mann (1983) stehen dabei nicht nur zwei wirkliche Highlights auf unserer to-do-Liste, sondern auch die Werke, die Verhoeven schlussendlich Richtung Hollwood wandern ließen. Dass ihm mit dem US-europäischen Abenteuerfilm Flesh + Blood (1985) nicht gleich der ganz große Wurf in Übersee gelang, war sicher nicht nur sein Versagen. Auch Rutger Hauer wollte da ein Wörtchen mitreden. Aber das ist nur eine von zahlreichen Anekdoten zur Produktion dieser drei Filmperlen, die wir für unsere heutige Podcastfolge aus den Archiven gekramt haben.

  36. 682

    Bahnhofskino Galactica: "Mensch und Maschine" (S2E17, 2006)

    Was hat es nur mit dieser verfluchten Pegasus auf sich, dass ein kommandierender Offizier nach dem anderen kurz nach Antritt seines Postens ins Gras beißt? Immerhin ist der schnelle Abschied vom neuesten Battlestar-Commander Garner (RIP!) etwas würdevoller als der seines Vorgängers Fisk (RIP!), darf er sich doch in letzter Minute noch als Held beweisen. Der Weg dahin ist allerdings gepflastert von zickigen Wortgefechten mit Starbuck und Apollo, schlechten Entscheidungen und einer beinahe mit der Zerstörung der Pegasus endenden Raumschlacht. Phew! Außerdem: Wie steht es um die Moral von Laura Roslin? Britt-Marie und Patrick sind sich nicht ganz einig und spielen guter Cop und böser Cop.

  37. 681

    The Vast of Night – Die Weite der Nacht (2019) mit Kolja Senteur

    Das Frühjahr im Bahnhofskino bietet mehr als Explosionen, Vampire und Tentakel. Womit wir nicht behaupten wollen, dass diese Freuden nicht stabile Gesprächsgrundlagen für unsere Podcastfolgen der letzten Wochen boten. Aber gelegentlich gelingt Filmschaffenden auch der Kunstgriff, aus einem vermeintlich trivialen Genrestoff erzählerisch und ästhetisch so viel herauszukitzeln, dass man sich jeden Frame in einem Rahmen an die Wand nageln möchte. Das finden zumindest Maler, Comiczeicher und B-Movie-Aficionado Kolja Senteur und ich mit Blick auf The Vast of Night (2019), in den wir uns zu Beginn der Coronapandemie verliebt haben. Und dass Andrew Pattersons Lowbudget-Perle irgendwo zwischen Twilight Zone, Krieg der Welten und Paranoiakino sechs Jahre später eine Wiederentdeckung lohnt, würden wir euch gerne verklickern. Let's bake biscuits, Daddy-O!

  38. 680

    Bahnhofskino Galactica: "Das Opfer" (S2E16, 2006)

    Hundertprozentige Gewissheit über die Gründe für Paul Campbells (Billy Kekeya) Ausscheiden aus Battlestar Galactica werden wir wohl nie erlangen. Vielleicht ist sein dramatischer Exit aber auch für etwas gut. Immerhin ebnet Billys Tod den Weg für eine Romanze zwischen Lee und Dualla … und für Mary McDonnell, die als Laura Roslin hier Krokodilstränen vergießen darf. Und hey, Campbell scheint sich in seiner neuen Rolle als smarter Junggeselle in unzähligen TV-Schmonzetten sehr wohl zu fühlen. Und sonst so? Ach ja, da war noch diese Sache mit der Geiselname und der Terroristin-Schrägstrich-Rächerin mit dem unaussprechlichen Namen. Wie hieß sie noch?!

  39. 679

    Octalus – Tod aus der Tiefe (1998) & Deep Blue Sea (1999) mit Christian 'Kühne' Kühnemann

    Die Origin Story meines rundum beglückenden Podcast-Schnacks mit Kühne von Moviebreak war begleitet von Zähneknirschen. Denn Octalus – Tod aus der Tiefe (Deep Rising, 1998) hatte ich weder als besonders witzig noch gruselig noch sonstwie beeindruckend in Erinnerung. Beim Wiedersehen fielen mir aber die sprichwörtlichen Brocken aus dem Gesicht, denn Stephen Sommers' Tentakel-Actioner überzeugt fast in jeder Hinsicht. Zumindest begeistert er aber genug, um ihn als Double-Feature mit dem besten Haihorror seit anno Spielberg zu paaren: Deep Blue Sea (1999) von Renny Harlin. Direkt nach dem Trailer tentakeln wir los los mit Octalus, ab 00:47:35 widmen wir uns den Haien in der Deep Blue Sea.

  40. 678

    The Pitt – Season 2 (2026) mit Britt-Marie Robrecht

    Was kann wichtig genug sein, damit Britt-Marie und ich mal eine Woche nicht über _Battlestar Galactica_ sprechen? Die zweite Staffel der HBO Max-Hitserie The Pitt (2026) zum Beispiel, die seit ihrem Debüt im letzten Jahr die Herzen von Publikum, Kritik und Fernsehpreis-Jurys erobert hat. Nur meine Brummbärigkeit tut sich schwer, ganz große Gefühle für Doctor Robby (Noah Wyle) und sein zu gleichen Teilen neurotisches, traumatisiertes und gestresstes Personal zu entwickeln. Kann Doc Britt-Marie meinen Vitamin B(egeisterung)-Mangel kurieren? Und was hat uns so richtig gut gefallen am Wiedersehen mit dem Personal der Notaufnahme in Pittsburgh? Und was weniger? Welche körperlichen Blessuren schmerzten besonders und für welche seelischen Leiden würden wir das Ensemble besser in Therapie schicken? Was erwarten wir uns von **The Pitt –Season 3**? Was würden wir lieber nicht sehen? Und wie zum Teufel geht es Baby Jane Doe?!?

  41. 677

    Blade (1998) mit Franz Köhne

    "Du wirst vermutlich überrascht davon sein, wie sehr ich Blade (1998) mag …" So oder so ähnlich sprach mein Gast Franz, als wir uns erstmals zum ersten Kinofilm über den Marvel-Blutsauger austauschten. Dem gegenüber stand meine Nervosität, wieder über ein Werk von Stephen Norrington sprechen zu müssen, der sich mit Death Machine (1994) und Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (2003) nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte. Aber hätte ich Franz mal mehr vertraut, denn Wesley, Kris und Stephen sind wirklich ganz famos, und auch die Action und Effekte sind (überwiegend!) in Würde gealtert. Und dass wir N'Bushe Wrights Namen kaum über die Lippen kriegen, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sowas wie der heimliche MVP des Streifens ist. Bämm!

  42. 676

    Bahnhofskino Galactica: "Der beste Jäger der Zylonen" (S2E15, 2006)

    So uneinig über die Qualität einer Battlestar-Episode waren sich Britt-Marie und Patrick selten. Dabei sollte so eine actiongeladene, konfliktreiche Geschichte rund um unsere liebste Viperpilotin Kara a.k.a. Starbuck und gleich zwei beinharte Widersacher doch alle glücklich machen, oder? Und immerhin gibt es so manchen zwischenmenschlichen (und zwischenzylonischen!) Moment, der die Herzen beider Hosts höher schlägen lässt. Doch beim Blick auf hässliche Bierkrüge, martialisches Gepöbel und unübersichtliche Raumschlachten verfinstert sich Patricks Blick zunehmend. Doch die letzten drei Minuten entschädigen für vieles ...

  43. 675

    Spielfilmen: Paul Verhoeven 1971-1977 (Wat zien ik, 1971; Türkische Früchte, 1973; Keetje Tippel, 1975; Soldiers, 1977)

    Ein Traum wird wahr! Oder vielmehr: Een droom komt uit! Wir sprechen über niemand geringeren als Paul Verhoeven, den wohl größten Kinoprovokateur seiner Generation, der sowohl in Europa als auch Hollywood so ziemlich jedes Tabu brach und dabei auch noch die Kinokassen klingeln ließ. Dennis' Blick auf das Frühwerk des Crazy Dutchman ist dabei noch jungfräulich, hat er doch keinen der in Holland produzierten Filme von Verhoeven bisher gesehen. Sein Verlust, wie sein Co-Host und Türkische Früchte (1973)-Megafan Patrick findet. Letztendlich werden sich die beiden Herren aber schnell einig über die Qualitäten der ersten drei rezensierten Filme zu denen neben der tragischen Liebesgeschichte mit der zuckrigen Süßigkeit im Titel noch die Sexfarce Was seh ich …! Was seh …! (1971) und die Lebensgeschichte des _Mädchens Keetje Tippel _(1975) gehören. Nur Der Soldat von Oranien (1977) sorgt für kritische Stimmen, denn im Kriegsgetümmel geht ein bisschen das Herz verloren …

  44. 674

    Bahnhofskino Galactica: "Schwarzmarkt" (S2E14, 2006)

    Zwanzig Jahre Fandom, hitzige Onlinedebatten und drölfzig Bestenlisten zu Battlestar Galactica haben eine Erkenntnis so gut wie in Stein gemeißelt: "Schwarzmarkt" ("Black Market") gilt vielen Fans und Kritiker*innen als die schlechteste Episode der ansonsten heißgeliebten Serie. Aber teilen wir diese Meinung? Nun ja, so richtig schlecht-schlecht ist das Abenteuer rund um Lee Adama und seinen Liebeskummer, den er mit der Ermittlung in der Flottenunterwelt in den Griff kriegen will, nicht – sondern einfach nur ziemlich öde und belanglos. Das ein oder andere Lob für diese unterwältigende Folge haben wir jedenfalls gut in unserem ausführlichen Schnack versteckt ... und der große Rest ist Frust!

  45. 673

    Bahnhofskino Galactica: "Sabotage" (S2E13, 2006)

    Unsere Offenbarung der Woche: Der deutsche Titel von "Epiphanies" geht haarscharf, aber eindeutig am Herz dieser sehr guten BSG-Folge vorbei. Denn neben Baltars verzweifelter Übergriffigkeit steht Laura Roslin im Mittelpunkt des Geschehens. Doch kurz, bevor der böswillige Krebstumor ihrem Leben ein Ende bereitet, geschieht ein Wunder. Zumindest erscheint es uns so, denn mit wissenschaftlicher Präzision nehmen es die Drehbuchautoren nicht so genau. Davon abgesehen stimmt aber fast alles an diesen wiederum sehr morbiden 45 Minuten. Und ja, wir wollen nicht zu streng sein: Sabotiert wird nämlich auch. Say what?!

  46. 672

    Explosiv – Blown Away (1994) & The Specialist (1994) mit Stefan Jung

    Ich teile mir die Wanne in dieser Woche mit Filmkritiker und Hans Dampf in allen Gassen Stefan Jung (www.filmcontext.de)), wo wir ein Wechselbad der Gefühle nehmen. Denn eigentlich war unsere Begeisterung für den etwas gemächlichen Blown Away (1994) von Stephen Predator 2 Hopkins nicht allzu, nun, explosiv. Das änderte sich allerdings nach dem Wiedersehen mit dem thematisch ähnlich bombigen The Specialist (1994), der außer einer völlig entfesselten Schauspielleistung von James Woods und dem Schaulaufen der Hollywoodkörper von Sly Stallone und Sharon Stone nicht viel zu bieten hat. Im Vergleich dazu guckt sich Blown Away nämlich wie ein feurig loderndes Meisterwerk! Zum Glück macht aber selbst eine filmische Gurke Spaß, wenn man sie mit Stefan genießt. Und dann wären da ja noch zweieinhalb sehr kompetente Explosionen und ein besoffener Jeff Bridges im Whirlpool …

  47. 671

    Bahnhofskino Galactica: "Die Wiederauferstehung" – Teil 2 (S2E12, 2006)

    Falls ihr noch nicht ausreichend schlechte Laune habt, kann diese Folge nachhelfen: Mit Mord, Folter, Krankheit, Suizid und Vergewaltigung fasst BSG in dieser Woche gleich fünf heiße Eisen an. Dass es der Serie dabei gelingt, auch noch als actionreiches Scifi-Spektakel zu überzeugen, sollte auch die stärksten Zweifler von der Qualität der Serie überzeugen. Wir lassen uns trotz allgegenwärtig morbider Themen jedenfalls nicht die Laune verderben und klamüsern einmal auseinander, wie sich das Battlestar-Reboot die Komplexität seiner Geschichten und Figuren in den vergangenen anderthalb Staffeln erarbeitet hat. Und ja, RIP Admiral Cain. Wir haben dich kaum gekannt ... und wollten das auch gar nicht!

  48. 670

    BEEzilla #5: Frankenstein und die Monster aus dem All (1968) & Godzilla – Attack All Monsters (1969) mit André Wentzel

    Frankenstein hier, Frankenstein da! Da bin ich doch zumindest erleichtert, dass Godzilla – Attack All Monsters (1969) in der hiesigen Veröffentlichung auf einen reißerischen und deutlich besser zu merkenden Verleihtitel zurückgreift. Das war es aber auch schon fast an positiven Aspekten dieses zehnten Godzilla-Films aus den Toho-Studios, der seine schmalen 70 Minuten überwiegend mit Clips aus älteren Krachern rund um unsere Lieblingsechse füllt. Mein Gast André Wentzel und ich ringen jedenfalls mit unseren Gefühlen zu diesem Kinderfilm vom Recyclinghof. Aber da wäre ja noch **Frankenstein **(duh!) und die Monster aus dem All (1968), der einfach mal zu den absoluten Sahneschnitten der gesamten Godzilla-Filmographie gehört. Und ein knappes Dutzend unserer liebsten Riesenmonster sind auch dabei, um fliegende Untertassen und King Ghidorah zu zerlegen. Heissa!

  49. 669

    Bahnhofskino Galactica: "Die Wiederauferstehung" – Teil 1 (S2E11, 2006)

    Vier Monate sind (k)ein Tag … und so startet Battlestar Galactica nach dem Cliffhanger zum Beginn der Staffelpause auch ohne Umwege gleich voll durch. Doch bevor es Tote bei einer drohenden Schlacht zwischen den Kampfschiffen Pegasus und Galactica gibt, rettet ein glücklicher Zufall allen Beteiligten das Leben. So wird zwar das versprochene Action-Fest auf die nächste Folge vertagt, dennoch ist auch Teil 1 dieses Zweiteilers mehr als nur ein bedächtiges Vorspiel. Dafür gibt es viel zu viele Intrigen, Tränen, Hass und schockierende Wahrheiten, die – nicht nur, aber auch – unter Alkoholeinfluss herauskommen. Außerdem gibt es Antworten auf die Fragen, was denn aus dem ehemaligen Pegasus-Captain wurde und was sogar ein gestandenes Schlachtross wie Adama den Glauben an die Menschheit verlieren lässt.

  50. 668

    Spielfilmen: Jordan Peele 2017-2022 (Get Out, 2017; Wir, 2019; Nope, 2022)

    Es ist wieder einmal Zeit für ein One-and-Done bei #Spielfilmen, und diesmal trifft es den US-Horror-Shootingstar Jordan Peele. Dabei hätten wir uns durchaus gewünscht, über mehr als nur drei Peele-Kracher zu sprechen, doch seit Nope (2022) ist es bedauerlich still um den Regisseur geworden. Dafür ist sein überschaubares Oeuvre umso feiner, beginnend mit Get Out (2017), der von Kritik und Publikum bereits kurz nach Erscheinen als moderner Klassiker gefeiert wurde. Aber wie frisch guckt sich des gesellschaftskritische Horror knapp zehn Jahre später? Besser denn je, wie wir finden. Und mit dem ambitionierten und tonal sprunghaften Wir (Us, 2019) legte Peele gleich doppelt so ambitioniert nach. Allein zum dritten Film gehen unsere Meinungen etwas auseinander, sind aber trotz dramaturgischer Schwächen sehr angetan von der pittoresken Weirdness von Nope.

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