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Das Infomagazin aus Polen

Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks - ist ein Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Der Auslandsdienst bietet objektive Informationen über Polen und den polnischen Standpunkt zum Geschehen in diesem Teil Europas sowie in der Welt. Die Sendungen vermitteln ein Bild der polnischen Nation, ihrer Errungenschaften in Wissenschaft und Kultur.

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  1. 80

    Russische Drohne hatte Sprengkopf, Ingeborg Bachmanns Polenreise UND: Polens Renaissance

    Eine russische Drohne sorgt an der polnischen Ostseeküste für Aufsehen. Das unbemannte Fluggerät war am Montag aus der Ostsee geborgen worden. Inzwischen wurden sie unschädlich gemacht. Außerdem geht es um die schlesische Sprache: Sie soll künftig den Weg zum UNESCO-Kulturerbe einschlagen. Und wir berichten über Ingeborg Bachmann. Für viele Leser gilt sie als die bedeutendste deutschsprachige Autorin des 20. Jahrhunderts. Doch nur wenige wissen, dass ihre letzte Lesereise sie nach Polen führte.

  2. 79

    NATO schießt Drohne über Litauen ab, Trumps Kurswechsel, Thomas Mann auf Polnisch

    Über Litauen haben NATO-Kampfjets eine unbekannte Drohne abgeschossen; der Flughafen in Vilnius stellte den Betrieb vorübergehend ein. Wechselt Donald Trump im Ukraine-Krieg erneut die Front? Der frühere polnische Botschafter in Washington, Marek Magierowski, sieht in der amerikanischen Diplomatie ein Appeasement, das die Schuld am Krieg wieder in Kiew sucht und nicht im Kreml. Außerdem: Russland wirbt Männer in Asien mit erfundenen Jobangeboten an. Im Magazin geht es um Thomas Mann: Paweł Pawlikowskis Film „Vaterland" läuft in den deutschen Kinos, und die „Buddenbrooks" sind neu ins Polnische übersetzt worden, erschienen im Warschauer Verlag W.A.B. Übertragen hat sie Jerzy Koch, der sonst aus dem Niederländischen und dem Afrikaans übersetzt. Arkadiusz Łuba hat mit ihm gesprochen. Mehr dazu im Infomagazin.

  3. 78

    Drohne trifft Zug nahe Polens Grenze, Streit ums Schulessen, wer zahlt für die Ukraine?

    Eine russische Drohne hat auf der Bahnstrecke Kyjiw–Warschau einen Personenzug getroffen, rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Verletzt wurde niemand, der polnische Luftraum blieb unverletzt. Warschau warnt dennoch vor einer neuen Stufe der Eskalation. Außerdem: Außenminister Radosław Sikorski über Putins Winterstrategie, eine Umfrage zur Bündnissolidarität mit dem Baltikum, ein Rekordetat für den Kirchenfonds und die extremen Unterschiede bei Polens Renten. Die Presseschau blickt auf den Drohnenangriff, auf den 25. Jahrestag des 11. September und auf den Streit ums Schulessen: Seit dem 1. September gilt in polnischen Schulkantinen Fleisch nur noch zweimal in der Woche. Im Magazin: Beim Schadensregister des Europarats für die Ukraine sind rund 180.000 Anträge eingegangen. Der Jurist und Entschädigungsexperte Norbert Wühler erklärt, wie das Register arbeitet und woher das Geld für Entschädigungen kommen könnte. Mehr dazu im Infomagazin.

  4. 77

    Stanisław Lem – 105. Geburtstag und das historische Hörspiel „Der Planet des Todes“

    Wir erinnern zunächst an einen der bedeutendsten polnischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: Stanisław Lem. Der Autor von „Solaris“ und „Die Sterntagebücher“ war nicht nur ein international gefeierter Science-Fiction-Schriftsteller, sondern auch ein scharfsinniger Beobachter der menschlichen Natur und ein visionärer Denker. Gestern jährte sich sein Geburtstag zum 105. Mal. Aus diesem Anlass holen wir eine besondere Rarität aus unserem Archiv: das Hörspiel „Der Planet des Todes“ nach Lems Roman „Astronauti“ aus dem Jahr 1955. Eine Reise zur Venus – und zugleich ein Blick in eine Zukunft, wie man sie sich damals vorstellte. Später geht es um einen Ort, an dem sich Religion, Geschichte und nationale Identität auf besondere Weise verbinden: Jasna Góra in Częstochowa.

  5. 76

    Bedrohung an der Grenze, Plüschtiere beim V4-Gipfel und Schulstart mit neuen Regeln

    Polnische und ukrainische Dienste haben nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk eine direkte Bedrohung für einen Grenzübergang abgewendet. Zum Visegrád-Gipfel in Bratislava brachte der Regierungschef zwei ungewöhnliche Begleiter mit: die Plüschfiguren Reksio und Krtek, als Zeichen gegen eine mutmaßlich russische Desinformationskampagne. In der Presseschau wirbt die Rzeczpospolita für eine europäische Armee aus Freiwilligen. Außerdem: Laut einer Umfrage für den Super Express halten 59 Prozent der Befragten ein Bündnis zwischen Tusks Bürgerkoalition und Ex-Premier Morawiecki für nicht möglich. Im Magazin geht es um den Schulstart mit neuen Regeln. Kamila Lutostańska war am Zbigniew-Herbert-Lyzeum in Warschau zu Gast und hat mit der Deutschlehrerin Joanna Skibińska-Jaroch über den Umgang mit Smartphones, das Pflichtfach Gesundheitserziehung und das Interesse an Deutsch gesprochen. Auch der deutsch-polnische Schüleraustausch ist Thema.

  6. 75

    Das Zugunglück in Sokolniki UND im Gespräch mit der Schriftstellerin Dorota Danielewicz

    Im heutigen Infomagazin berichten wir zuerst über das Bahnunglück, das sich gestern an einem Bahnübergang in der Woiwodschaft Masowien ereignete. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler fuhr ein Lastwagen trotz roter Ampel auf die Gleise. Der Zug der Eisenbahngesellschaft PKP Intercity war auf dem Weg nach Szczecin, Stettin. Bei dem Zusammenstoß entgleisten die Lokomotive und die beiden ersten Waggons. Mehr über das Unglück hören Sie gleich in den Nachrichten. Wir erinnern außerdem an den polnisch-belarussischen Aktivisten und ehemaligen politischen Gefangenen Andrzej Poczobut, der nach seiner Freilassung nach Belarus zurückgekehrt ist und bringen ein Gespräch mit der Schriftstellerin und Kulturmanagerin Dorota Danielewicz. Die Autorin von „Auf der Suche nach der Seele Berlins“ erzählt über ihre Ankunft in Westberlin im Jahr 1981, die deutsche Teilung, die Ostalgie und die deutsch-polnischen Beziehungen.

  7. 74

    US-Basen in Polen, „Versuchsgelände" für Russland – und der stille Protest von Jasna Góra

    An diesem Donnerstag kommt eine amerikanische Delegation nach Polen, um mögliche Standorte für dauerhafte US-Militärbasen zu besichtigen. Wie weit sind diese Planungen tatsächlich gediehen? Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel" nennt Polen zugleich ein Versuchsgelände für eine neue Form russischer Aggression. Was macht ausgerechnet dieses Land zur bevorzugten Zielscheibe? In der Presseschau: Warum legt sich Polens Regierung für einen Milliardär mit dem Konzern Meta an, bleibt beim Schutz der eigenen Medien aber untätig? Was verändert sich in den Schulpausen, wenn die Handys weg sind? Und warum sollte Polen nach dem AfD-Wahlsieg weniger die Russlandnähe der Partei fürchten als ihre Europapolitik? Im Magazin blicken wir 70 Jahre zurück: Auf Jasna Góra versammelten sich 1956 Hunderttausende zum Gelübde der Nation – ohne den inhaftierten Primas Stefan Wyszyński. Ein Beitrag von Wojciech Osiński. Danach führt uns eine Archivaufnahme aus dem Jahr 1966 ins goldene Zeitalter der Jagiellonen.

  8. 73

    Wird die AfD langfristig auch Polens Sicherheit gefährden? Richard Herzingers Essays

    Die Sonntagswahlen in Sachsen-Anhalt bleiben weiterhin ein aktuelles Thema – auch in Polen. Wird der Triumph der AfD langfristig auch Polens Sicherheit gefährden? Hat Ministerpräsident Donald Tusk recht, wenn er die Alternative für Deutschland als eine „offen prorussische und offen antipolnische“ Partei bezeichnet? Außerdem sprechen wir über die Essaysammlung „Letztes Wort: Freiheit“. Die Publikation erinnert an das intellektuelle Vermächtnis von Richard Herzinger.

  9. 72

    AfD gewinnt Wahlen in Sachsen-Anhalt. Tusk: über AfD-Sieg freuen sich „Idioten"

    Fast 44 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt – ein Wahlergebnis, das die politische Landschaft in Deutschland erschüttert. Die Partei ist damit stärkste Kraft, die CDU liegt weit abgeschlagen dahinter. Und während die AfD ihren Erfolg feiert, sorgt das Ergebnis auch in Polen für Unruhe. Ministerpräsident Donald Tusk beschimpft diejenigen, die sich über den AfD-Sieg freuen, als „Idioten oder Verräter“. Was bedeutet ihr Erfolg für Polen – ein Land, das sicherheitspolitisch besonders genau auf die deutsche Politik und den Umgang mit Russland schaut? Darüber sprechen wir gleich. Können Deutsche und Polen auf Augenhöhe kommunizieren? Allerdings, findet Matthias Kneip. Und genau das möchte der Autor bereits den ganz Kleinen in seinem neuesten Buch vermitteln.

  10. 71

    Paweł Pawlikowskis Film „Vaterland“ in deutschen Kinos

    Der Film „Vaterland“ erzählt von der Odyssee Thomas Manns und seiner Tochter Erika durch das zerbombte Nachkriegsdeutschland, zwischen amerikanischen und sowjetischen Besatzungszonen. Am vergangenen Donnerstag ist der Film „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski in die deutschen Kinos gekommen. An einer Stelle im Film stellt sich wörtlich die fragt, wo nun das Zuhause ist. Ein Ausschnitt aus dem Leben Thomas Manns, der zu einer universelleren Geschichte wird. Arkadiusz Łuba sprach über den Film mit dem Regisseur Paweł Pawlikowski und dem Darsteller von Thomas Mann, Hanns Zischler.

  11. 70

    Infomagazin aus Polen: Ade, Russisches Haus!

    Die Außenminister von Polen, Deutschland und Frankreich haben sich in Weimar getroffen. Das Treffen stand im Zeichen des 35-jährigen Bestehens des Weimarer Dreiecks. Wer braucht das Dreieck heute noch? Die Rede des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki zum 87. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs ist in Teilen der deutschen Medien auf Kritik gestoßen. Was genau hat deutschen Journalisten daran nicht gefallen? Im Europäischen Parlament in Brüssel wurde eine Ausstellung über Kunstwerke und Kulturgüter eröffnet, die während des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Besatzern aus Polen geraubt wurden. Die Ausstellung trägt den Titel „Von den Deutschen 1939–1945 geraubt. Niemals zurückgegeben“. Ein kluger politischer Schachzug oder doch mangelndes diplomatisches Gespür? Über diese und weitere Themen sprechen wir mit Patryk Szostak, dem Pressesprecher des Pilecki Instituts in Berlin.

  12. 69

    Polen sichert Luftraum – Kriegszustand im Herbst? – Broder über „Der ewige Antisemit"

    Polnische Kampfjets haben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Die Regierung reagiert und will den polnischen Luftraum künftig stärker sichern. Und: Kündigt Russland nach den Herbstwahlen den Kriegszustand gegen den Westen an? Ein polnischer General hält das für möglich, eine Expertin für die baltischen Staaten sieht dagegen derzeit keine Anzeichen für einen Angriff. Außerdem in der Presseschau: Ex-Präsident Andrzej Duda verteidigt den Weißen-Adler-Orden für Wolodymyr Selenskyj? Und: Was ist aus dem deutschen Traum geworden? Im Magazin: Ende August ist Henryk M. Broder 80 geworden. Pünktlich zum Geburtstag erschien sein Erstlingswerk „Der ewige Antisemit" von 1986 neu, mit einem neuen Vorwort. Der in Katowice geborene „Welt"-Kolumnist spricht über das Buch, über das Überleben seiner Eltern und über seine ungebrochene Sympathie für Polen. Mit ihm sprach unser Berlin-Korrespondent Wojciech Osiński.

  13. 68

    Sicherheitslage in Deutschland, "Vaterland" kommt in Kinos UND: 35 Jahre Weimarer Dreieck

    Die Sicherheitslage in Deutschland nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen bleibt weiterhin ein hochaktuelles Thema. Überhaupt hat sich die Sicherheitslage in Europa seit einigen Monaten sehr verschlechtert. Sabotage und Terrorakte kommen immer häufiger vor. Auch in Polen. Letztens wurde eine Drohnenfabrik in Brand gesetzt. Premierminister Tusk spricht von Sabotage. Außerdem berichten wir von dem polnischen Film „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski, der heute in die deutschen Kinos kommt. Und gehen auf das Weimarer Dreieck ein – ein Format, das Polen, Deutschland und Frankreich zusammenbringen sollte und das in diesem Jahr seinen 35. Jahrestag feiert.

  14. 67

    Russischer Staatsterrorismus, US-Militärbasen bald in Polen? UND: Unbekannte Schicksale

    Der Vorwurf wiegt schwer: Russland soll hinter einem Vorfall am Flughafen Leipzig stehen. Dort war neben einem ukrainischen Transportflugzeug eine Drohne mit Sprengstoff gefunden worden. Die Bundesregierung spricht von einem hybriden Angriff auf Deutschland, die EU sieht darin Züge eines staatlich unterstützten Terrorismus. Russlands hybrider Krieg ist eines unserer Themen. Außerdem sprechen wir mit Prof. Dominik Markl. Ihm ist es zu verdanken, dass bislang unbekannte Schicksale an die Öffentlichkeit gelangen.

  15. 66

    Was, wenn Russland gewinnt? Ein Gespräch mit Prof. Carlo Masala

    Heute, vor genau 87 Jahren, um 4.20 Uhr, fielen ohne Vorwarnung Bomben auf die zentralpolnische Stadt Wieluń. Eine weitere Welle von Bomben folgte. Der Angriff auf Wieluń und die Beschießung der Halbinsel Westerplatte gelten als Beginn des Zweiten Weltkriegs. Außerdem sprechen wir mit Prof. Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München über ein Szenario, das gar nicht so unwahrscheinlich ist: Was, wenn Russland den Krieg gewinnt?

  16. 65

    An die Romantik glauben? – „Jahrbuch Polen 2026 – Romantik“ ist erschienen

    Die polnische Romantik – sie liegt fast zwei Jahrhunderte zurück und wirkt doch bis heute nach. In Politik, Gesellschaft und im Umgang mit der eigenen Geschichte sind ihre Spuren noch deutlich sichtbar. Das neue „Jahrbuch Polen 2026“ des Deutschen Polen-Instituts widmet sich deshalb dem romantischen Erbe Polens und fragt, warum es bis heute so prägend ist.

  17. 64

    Polens Streit mit den Big-Techs

    Warschau fordert von der EU-Kommission ein Verfahren gegen Meta wegen betrügerischer Werbung auf Facebook und Instagram. Außerdem will Warschau eine Diskussion über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine anstoßen. Nach einem Flopp will die Regierung die Position der Regierungsbeauftragten für die Förderung der Marke Polen vorerst nicht neu besetzen. Warum tut sich Polen mit der eigenen Promotion so schwer? Unser Gast ist Dr. Marzenna Guz-Vetter, Politikwissenschaftlerin, Expertin bei Visegrad Insight und Team Europe Direct sowie ehemalige Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Warschau.

  18. 63

    Infomagazin aus Polen: 35 Jahre Weimarer Dreieck - brauchen wir das Format noch?

    Vor genau 35 Jahren wurde das Weimarer Dreieck gegründet – ein Format, das Polen, Deutschland und Frankreich zusammenbringen sollte. Damals ging es vor allem darum, Polen auf seinem Weg in die Europäische Union zu unterstützen. Heute, 35 Jahre später, stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat das Weimarer Dreieck noch – und was erwarten die Gesellschaften von dieser Zusammenarbeit? Und wir berichten von einer neuen Ausstellung, die heute in Bremen eröffnet wurde. Sie trägt den Titel „Wanda Wiłkomirska – Zwischen Musik und Freiheit“.

  19. 62

    US-Basis in Polen, CIA-Chef in Moskau und polnische Firmen auf dem deutschen Markt

    Polen verhandelt heute in Brüssel erneut über eine dauerhafte amerikanische Militärpräsenz. Wie weit sind Warschau und Washington bislang gekommen? Außerdem war der CIA-Direktor in Moskau – zum ersten Mal seit über fünf Jahren. Steht eine Eskalation bevor? In der Presseschau hält General Roman Polko in der „Rzeczpospolita" dagegen: Für einen Angriff mit Panzerdivisionen fehle Russland heute schlicht das Geld. Im Magazinteil geht es um die Wirtschaft. Deutschland kommt seit Jahren nicht aus der Stagnation heraus, Polen wächst im selben Zeitraum um mehr als drei Prozent. Marcin Król, Leiter der Wirtschaftsabteilung der polnischen Botschaft in Berlin, erklärt im Gespräch mit Wojciech Osiński, warum die deutsche Schwächephase für polnische Unternehmen vor allem eine Chance ist. Anschließend spricht Jakub Kukla mit Leo Mausbach von der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer über Firmen aus den polnischen Regionen, die sich durch Übernahmen in den deutschen Markt einkaufen.

  20. 61

    Dilemmata der Selbstvermarktung UND: Martin Piekar über sein neuestes Buch

    Ein Bericht über die polnische Gesellschaft sorgt derzeit für Aufsehen – und teilweise auch für Spott. In dem Dokument steht unter anderem, dass 95 Prozent der jungen Polen fließend Englisch sprechen und viele von ihnen zusätzlich Deutsch, Französisch oder sogar Mandarin beherrschen. Doch das ist nicht der einzige fragwürdige Punkt: In dem Dokument finden sich auch geografische Fehler – etwa bei der Lage von Kattowitz – sowie falsche Angaben zur Zahl polnischer Nobelpreisträger. Wie konnte ein solcher Bericht entstehen? Außerdem sprechen wir mit dem Schriftstellerm Martin Piekar über sein neuestes Buch „Vom Fällen eines Stammbaums“. Eine herbe, polnische Familiengeschichte.

  21. 60

    Russlands Benzinkrise, Polens SAFE-Führung und die Roma-Dichterin Papusza

    Nach ukrainischen Drohnenangriffen fehlt an fast 80 Prozent der russischen Tankstellen Benzin der Sorte 95 – das melden russische Branchenportale. Mehr als 20 von 34 großen Raffinerien mussten ihre Produktion stoppen. Polen wiederum übernimmt bei einem gemeinsamen Rüstungseinkauf im europäischen SAFE-Programm die Führung: Für rund acht Milliarden Zloty bestellt Warschau tragbare Piorun-Flugabwehrsysteme, auch für Litauen, Lettland und Norwegen. Außerdem im Infoteil: der Streit um den EU-Haushalt und das gesetzliche Handyverbot an polnischen Grundschulen. Die Presseschau fragt, ob die Regierungskoalition in einer unsichtbaren Krise steckt. Im Magazin geht es um Bronisława Wajs, genannt Papusza – die erste Roma-Dichterin Polens, die unter eigenem Namen veröffentlichte und dafür aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Zum muslimischen Fest Miełlud führt uns zudem ein Archivbeitrag aus dem Jahr 1963 zu den polnischen Tataren, deren Geschichte in Polen mehr als 600 Jahre zurückreicht.

  22. 59

    Zwischen Polen und Deutschland. Artur Becker über Identität, Erinnerung und Europa

    Artur Becker wurde in Bartoszyce in Masuren geboren und verließ Polen als Jugendlicher in Richtung Deutschland. Seitdem lebt und arbeitet der Schriftsteller in der Bundesrepublik. Ein Gespräch über seine Erfahrungen mit dem Leben zwischen Polen und Deutschland, über unterschiedliche Sichtweisen auf Geschichte, gegenseitige Stereotype und Missverständnisse. Außerdem dürfen die aktuellen Nachrichten und die Presseschau nicht fehlen.

  23. 58

    Kommentar: Alle Szenarien offen

    Trotz der Sommerpause verliert das politische Leben in Polen in diesem Jahr nicht an Tempo. Die Regierungskoalition muss sich mit immer neuen Imageproblemen auseinandersetzen. Nach dem Skandal in einem Warschauer Krankenhaus sind nun auch Unregelmäßigkeiten bei der Auszahlung von Hilfsgeldern für die Flutopfer von 2024 ans Licht gekommen. Zum Teil hilft dabei unbeabsichtigt die Opposition. Die inneren Spannungen und die darauffolgende Spaltung innerhalb der bislang größten oppositionellen Gruppierung PiS haben in den vergangenen Wochen das Augenmerk der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Wie gestaltet sich die politische Lage vor den kommenden Parlamentswahlen? Darüber sprechen wir unter anderem mit der Journalistin Aleksandra Rybińska.

  24. 57

    NATO-Jets in Nordpolen: Nur eine Übung? Spaltung der Rechten und die Volleyball-EM

    Deutsche Pioniere bauen seit vier Wochen an Polens Ostgrenze mit: Bundeswehr-Soldaten unterstützen den Ausbau des Ostschilds an der Grenze zum Königsberger Gebiet. Was ist bisher erreicht worden? Tankflugzeuge, Aufklärer, elektronische Kampfflugzeuge – eine ungewöhnlich große NATO-Formation stand diese Woche über Nordpolen. Handelte es sich tatsächlich um Übungen, oder steckt mehr dahinter? Außerdem im Infoteil: Präsident Nawrocki legt die sogenannte Lex Scharlatan dem Verfassungsgericht vor, und ab Sonntag können im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen in Polen ins Personenstandsregister übertragen werden. Im Magazin geht es um das Beben im konservativen Lager: Mateusz Morawiecki hat Recht und Gerechtigkeit verlassen, zusammen mit mehr als 40 Abgeordneten. Vier konservative Parteien konkurrieren nun um dieselben Wähler – die Journalistin Aleksandra Rybińska ordnet die Lage ein. Und vor dem Start der Volleyball-EM der Frauen fragen wir, wie weit Polen kommen kann.

  25. 56

    Großangriff auf Kiew, Pekings Blick nach Polen und ein Museum für Schlesien

    Nach dem neuesten russischen Großangriff ändert das Regierungszentrum für Sicherheit sein Warnsystem für Grenzregionen. In Kroatien wurde ein Ukrainer festgenommen, dessen Auslieferung nach Deutschland ein polnisches Gericht vor einem Jahr abgelehnt hatte – es geht um die Sprengung der Nord-Stream-Leitungen. Und: Wie tief reicht Pekings Blick nach Polen, über Windparks und Solaranlagen dicht an der russischen Grenze? Die Presseschau blickt außerdem auf die beschädigte Glaubwürdigkeit der USA als Bündnispartner und auf Zehntausende Russen, die vor einer möglichen neuen Mobilmachung ihr Land verlassen. Im Magazin: Heute vor 106 Jahren begann der Zweite Schlesische Aufstand. Wir nehmen das zum Anlass für einen Besuch im Schlesischen Museum zu Görlitz. Arkadiusz Łuba hat mit der Direktorin Agnieszka Gąsior über eine Region gesprochen, die deutsch, polnisch und schlesisch zugleich ist.

  26. 55

    Könnte Russland noch in diesem Herbst eine Provokation gegen ein NATO-Land starten?

    „Wir müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein“, warnt Polens Innenminister. Seiner Meinung nach könnte Russland noch in diesem Herbst eine Provokation gegen ein NATO-Land starten. Doch ist Russland wirklich darauf vorbereitet? Und wie könnte eine solche Provokation aussehen? Außerdem erinnern wir heute an ein vergessenes Talent – den Dirigenten Benjamin Bilse. Der im niederschlesischen Liegnitz (heute Legnica) geborene Musiker gründete eines der besten Orchester der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und leitete es jahrelang.

  27. 54

    Polandmaxxing, Polens Wirtschaftswunder UND: Die Geschichte von Czesław Bojarski

    Polen galt lange als der wirtschaftliche Nachzügler Europas – als Land, das vor allem durch niedrige Löhne und günstige Produktionsbedingungen attraktiv war und dessen Menschen auf der Suche nach besseren Chancen nach Westen gingen. Heute verändert sich dieses Bild grundlegend. Polen wächst schneller als viele seiner westlichen Nachbarn, zieht internationale Investitionen an, baut seine Infrastruktur aus und entwickelt sich zu einem wichtigen Industrie- und Exportstandort. Gleichzeitig wächst das wirtschaftliche Selbstbewusstsein der Polen – und in Deutschland stellt sich zunehmend die Frage, ob der einstige Schüler inzwischen in manchen Bereichen zum Vorbild geworden ist. Was steckt hinter diesem Aufstieg? Wie nachhaltig ist Polens Wirtschaftswunder – und kann das Land seinen Vorsprung gegenüber Deutschland weiter ausbauen? Wir berichten auch über Czesław Bojarski, den Mann, der die französische Notenbank hinters Licht führte.

  28. 53

    Die Themen der Woche mit Małgorzata Kopka-Piątek

    Eine Mehrheit der Polen unterstützt die Abschiebung ukrainischer Männer im wehrpflichtigen Alter, wenn sie in Polen keiner legalen Beschäftigung nachgehen. Die Beziehungen zur Ukraine dürften damit zu einem wichtigen Thema des bevorstehenden Wahlkampfs werden. Gibt es bereits Anzeichen für eine negative Stimmungsmache gegen Ukrainer? Eine klare Mehrheit der Polen beurteilt die bisherige Arbeit der von Donald Tusk geführten Koalition negativ. Was läuft nicht? PiS-Chef Jarosław Kaczyński sieht in der schwindenden Unterstützung für die Regierung bereits ein Vorzeichen für einen Machtwechsel in Polen. Ist diese Diagnose nicht verfrüht? Und: Ein Busfahrer in Warschau sorgt mit einem ungewöhnlichen Protest für Aufmerksamkeit. Weil männliche Fahrer bei Hitze keine kurzen Hosen tragen dürfen, erschien er kurzerhand im Rock zur Arbeit. Unter anderem über diese Themen sprechen wir mit Małgorzata Kopka-Piątek vom Institut füt Offentliche Angelegenheiten in Warschau.

  29. 52

    Infomagazin aus Polen: Zum 60. Todestag des Tenors Jan Kiepura

    Heute erinnern wir an einen der berühmtesten und teuersten Tenöre des 20. Jahrhunderts: Jan Kiepura. Er stammt aus dem schlesischen Städtchen Sosnowiec und machte eine steile und kontinuierliche Karriere an den führenden Opernhäusern Europas und den USA. Er und seine Frau Marta Eggerth galten als Traumpaar von Bühne und Film der 30er Jahre. Da beide jüdischer Herkunft waren, emigrierten sie in die USA, und Jan Kiepura erwarb später die britische Staatsbürgerschaft. 1943 verabschiedete sich Kiepura von der Opernbühne und widmete sich fortan nur noch der Operette und dem Film. Vor 60 Jahren ist der polnische Tenor Jan Kiepura in der Nähe von New York gestorben. Unsere Mitarbeiterin Hildburg Heider hat sich mit seinem ehemaligen Sekretär Marcel Prawy unterhalten und zeichnet ein Porträt des Sängers aufgrund von historischen Rundfunkinterviews.

  30. 51

    Infomagazin aus Polen: Die siegreiche Schlacht vor Warschau

    Um Józef Piłsudski zu demütigen, bezeichneten seine politischen Gegner den Sieg über die bolschewistischen Truppen vor Warschau als „Wunder an der Weichsel“. Die griffige und einprägsame Bezeichnung setzte sich in der Publizistik und später auch in der Geschichtsschreibung schnell und dauerhaft durch. Tatsächlich aber war der Sieg kein Wunder: Im August 1920 wurde ein gut durchdachter und sorgfältig vorbereiteter strategischer Plan umgesetzt – mit entscheidendem Erfolg. Janusz Tycner berichtet, wie es zu dem polnisch-bolschewistischen Krieg kam, wie er verlief und wie er endete. Die Fragen stellt Joachim Ciecierski.

  31. 50

    Polen zeigt militärische stärke, Abtreibung in Polen UND: Jan Kiepuras goldene Kehle

    Er war absoluter Weltstar. Der polnische Tenor Jan Kiepura- der wohl bekannteste und erfolgreichste Sänger der Vorkriegszeit in Europa. Er und seine Frau Marta Eggerth galten als Traumpaar von Bühne und Film der 30er Jahre. Kiepuras steile Weltkariere ist eines unserer Themen. Außerdem sprechen wir mit der Frauenrechtaktivistin Sarah Diel über ein in Polen weiterhin sehr umstrittenes Thema: Abtreibung.

  32. 49

    Millionen Polen von Cyberangriff betroffen, Moniuszkos Musik soll weltweit bekannt werden

    Fast 19 Millionen Menschen in Polen könnten von einem massiven Datenleck betroffen sein. Nach einem Cyberangriff auf das Unternehmen MyDr könnten persönliche Daten von Patienten in die Hände der Angreifer gelangt sein. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Was ist über den Cyberangriff bekannt? Welche Daten könnten betroffen sein – und was können Bürger jetzt tun? Außerdem sprechen wir mit Prof. Andrzej Szadejko, einem Danziger Komponisten und Dirigenten über Stanisaw Moniuszkos Musik. In Polen beliebt, im Ausland kaum bekannt. Das soll sich aber schon bald ändern.

  33. 48

    Polen und die Ukraine – warum hat sich das Verhältnis zum Schlechteren verändert?

    Das Verhältnis zu den Ukrainern hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen – sei es verbal, aber auch körperlich. Doch wie konnte es dazu kommen – und gibt es einen Ausweg aus dieser schwierigen Situation?

  34. 47

    Skandal in Deutschland um das Massaker von Wola UND: Das Rote Kreuz in der Ukraine

    Kürzlich haben wir ein Interview mit der Leiterin des Pilecki-Instituts in Berlin über Heinz Reinefarth ausgestrahlt. Der SS-General war für die Ermordung von mehr als 60.000 Polen im Warschauer Stadtteil Wola verantwortlich. Nach dem Krieg machte er auf der Insel Sylt eine politische Karriere und bekleidete dort ein wichtiges Amt. Das Interview hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Unter dem Beitrag entwickelte sich eine intensive Debatte, in der teilweise sogar die deutsche Verantwortung für die Verbrechen infrage gestellt wurde. Was steckt dahinter? Dazu gleich mehr. Außerdem sprechen wir mit Jürg Eglin. Er stand an der Spitze einer der schwierigsten Missionen in der Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

  35. 46

    Heinz Reinefarth und die Geschichte der Straflosigkeit UND: Sommerkolleg vor dem Aus?

    Zwei Themen stehen heute auf dem Programm. Es geht um die Verfolgung der Täter aus der Zeit der deutschen Besatzung. Am Fall Heinz Reinefarth sprechen wir darüber, wie glaubwürdig die Aufarbeitung auf deutscher Seite war. Außerdem geht es um ein Projekt, das seit über 30 Jahren besteht, aber schon bald für immer zu Ende gehen könnte.

  36. 45

    Infomagazin aus Polen: Der Fall Heinz Reinefarth

    Mit Gedenkveranstaltungen hat Warschau in dieser Woche an die Opfer des Wola-Massakers erinnert. In den ersten Augusttagen, kurz nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstands 1944, ermordeten die deutschen Besatzer innerhalb weniger Tage schätzungsweise 15.000 bis 60.000 Zivilisten. Niemand wurde verschont – auch Frauen und Kinder wurden erschossen. In der heutigen Sendung sprechen wir über den Mann, der hinter diesem Verbrechen stand, dafür aber nie verurteilt wurde: Heinz Reinefarth. Er war der einzige SS-General des Dritten Reiches, der nach 1945 auf Landesebene ein politisches Amt bekleidete. Um den Fall Reinefarth entwickelte sich schließlich eine publizistische Debatte, die den Anstoß für die juristische Aufarbeitung der deutschen Verbrechen während des Warschauer Aufstands gab. Dennoch starb Reinefarth 1979 auf Sylt – ohne jemals verurteilt worden zu sein und weitgehend in Vergessenheit geraten. Unser Gast ist Dr. Philipp Marti, Historiker und Autor des Buches „Der Fall Reinefarth"

  37. 44

    Infomagazin aus Polen: War der Warschauer Aufstand berechtigt?

    Vor 82 Jahren erhoben sich die Soldaten der Polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzer. 63 Tage lang kämpften sie um die Freiheit Warschaus – in der Hoffnung, dass die Rote Armee der eingeschlossenen Stadt zu Hilfe kommen würde. Doch diese Hilfe blieb aus. Nach der Niederschlagung des Aufstands zerstörten die Nationalsozialisten Warschau nahezu vollständig. Hunderttausende Menschen verloren ihr Leben, die polnische Hauptstadt lag in Trümmern. Angesichts dieses ungeheuren Ausmaßes an Leid und Zerstörung stellt sich bis heute eine zentrale Frage: War der Warschauer Aufstand gerechtfertigt?

  38. 43

    Ein Jahr Karol Nawrocki als Präsident, UND: deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag lebt

    Heute vor genau einem Jahr wurde Karol Nawrocki als Präsident der Republik Polen vereidigt. Ein Jahr später fällt die Bilanz seiner Amtszeit in der Bevölkerung mehrheitlich positiv aus. Laut einer Umfrage im Auftrag des Nachrichtenportals Wirtualna Polska bewerten 56 Prozent der Befragten seine bisherige Präsidentschaft positiv, rund 40 Prozent äußern sich kritisch. Ähnlich gegensätzlich fallen die Bewertungen in der Politik aus. Während die Regierung Nawrocki vorwirft, ihre Arbeit mit Vetos und Blockaden zu torpedieren, spricht die Opposition von einem starken und unabhängigen Staatsoberhaupt. Außerdem blicken wir auf den 35. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Und wir hören jungen Auslandspolen zu, die in Straßburg debattieren. Denn wer eine Sprache wirklich beherrschen will, muss nicht nur sprechen, sondern auch lernen, in ihr zu argumentieren und andere zu überzeugen.

  39. 42

    Massenmord von Wola jährt sich zum 82. Mal UND: Im Gespräch mit Opernstar Łukasz Konieczny

    Heute jährt sich der Massenmord von Wola zum 82. Mal. Am 5. August 1944 haben deutsche Besatzer innerhalb von drei Tagen fast 65 Tausend Zivilisten des Warschauer Stadtteils Wola ermordet. Verantwortlich für die grausame Tat war der SS-Offizier Heinz Reinefahrt. Doch für seine Verbrechen wurde er niemals zur Verantwortung gezogen. Außerdem ist bei uns der prominente Bass Łukasz Konieczny zu Gast. Was macht ein Opernsänger, wenn er gerade ein paar freie Wochen hat?

  40. 41

    Berlin ehrt den Warschauer Aufstand UND: August ist Pilgerzeit

    Der Warschauer Aufstand war die größte bewaffnete Erhebung einer Untergrundarmee im von Deutschland besetzten Europa. Anlässlich des 82. Jahrestags seines Ausbruchs erinnerte auch das Pilecki-Institut in Berlin mit einer Gedenkveranstaltung an den heldenhaften Kampf. Fast 290 Kilometer trennen Warschau von Jasna Góra. Mit dem Auto dauert die Fahrt rund vier Stunden. Doch jedes Jahr entscheiden sich Tausende von Menschen dafür, diese Strecke zu Fuß zurückzulegen. Pünktlich zum Beginn des Augusts startet in Polen die Pilgersaison.

  41. 40

    Infomagazin aus Polen: Im Gespräch mit Hanns Zischler

    Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski ist bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes für seinen Spielfilm „Fatherland“ („Ojczyzna“) mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet worden. Das Drama erzählt, inspiriert vom Leben des deutschen Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, von dessen Rückkehr in das zerstörte Nachkriegsdeutschland. Die Hauptrolle spielt Hanns Zischler. „Es ist ein Film darüber, wie man einem Fremden begegnet“, sagt unser heutiger Gast Hanns Zischler, der im Film Thomas Mann verkörpert.

  42. 39

    Besuch im Museum des Warschauer Aufstands

    Gestern gedachte Polen des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. Um Punkt 17 Uhr – zur sogenannten „Stunde W“, dem Beginn des Aufstands am 1. August 1944 – heulten in der hauptstadt die Sirenen, Tausende Menschen standen auf Straßen und Plätzen für eine Schweigeminute still. Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnerte die Hauptstadt an die Kämpfer der Heimatarmee und an die zivile Bevölkerung, die den höchsten Preis für den Freiheitskampf bezahlte. Auch das heutige Infomagazin widmen wir dem Warschauer Aufstand. Zunächst sprechen wir über die historischen Hintergründe, die militärischen und politischen Entscheidungen sowie über die Rolle der Sowjetunion. Anschließend besuchen wir das Museum des Warschauer Aufstands und gehen der Frage nach, wie der Alltag im kämpfenden Warschau aussah und wie das Museum die dramatischen Wochen des Sommers 1944 vermittelt.

  43. 38

    Folgen des Einschlags eines russischen Marschflugkörpers in Polen UND Radio "Błyskawica"

    Das Thema Nummer eins ist seit gestern in Polen der Einschlag eines russischen Marschflugkörpers. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag im Zusammenhang mit russischen Angriffen auf die Ukraine. Ministerpräsident Donald Tusk sagte gestern, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Polen gezielt angegriffen werden sollte. Der Vorfall hat auch eine Reaktion der NATO ausgelöst. Mehr dazu im Infomagazin. Wir berichten außerdem über die Vorbereitungen auf die morgigen Feierlichkeiten anlässlich des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. Anschließend senden wir einen Archivbeitrag über die Rolle des Untergrundradios während der Erhebung von 1944. Außerdem geht es um eine deutsch-polnische Wissenschaftsinitiative. Für wen ist sie gedacht? Mehr dazu im Infomagazin.

  44. 37

    Ein mutmaßlich russischer Marschflugkörper verletzt den polnischen Luftraum

    Nach der nächtlichen Verletzung des polnischen Luftraums im Osten des Landes hat die Regierung in Warschau ein Krisenverfahren aktiviert. Nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk handelte es sich dabei vermutlich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Mehr dazu in den Nachrichten. Doch das ist nicht unser einziges Thema heute. Wir fragen: Warum bleiben die Menschen in Polen immer länger berufstätig – und wie schneidet das Land im Vergleich zu anderen EU-Staaten ab? Und schließlich erinnern wir an den polnischen Franziskaner Maximilian Kolbe. Vor 85 Jahren meldete er sich im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz freiwillig, um anstelle eines Mitgefangenen in den Tod zu gehen.

  45. 36

    Wird Polen Anti-Ukrainisch? Festival der Alten musik UND: Die polnischen Tataren

    Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 galt Polen als Musterbeispiel der Solidarität. Das Land gehörte zu den ersten, die den aus der Ukraine Geflüchteten umfassende Hilfe anboten. Viele Polinnen und Polen nahmen sie in ihren eigenen Wohnungen auf, unterstützten sie im Alltag und litten mit ihnen. Polen wurde international als Vorzeigeland der humanitären Hilfe wahrgenommen. Vier Jahre später hat sich die Stimmung jedoch verändert. Das Verhältnis vieler Menschen zu den Ukrainern ist kritischer geworden. Immer häufiger kommt es zu Auseinandersetzungen und Angriffen auf Ausländer im öffentlichen Raum. Die zunehmende antiukrainische Stimmung in Polen ist eines unserer heutigen Themen. Außerdem berichten wir über das Festival Forum Musicum, das am Samstag in Wrocław beginnt, und stellen Ihnen die Geschichte der polnischen Tataren vor.

  46. 35

    Das Berlin der 20er Jahre UND: Der „Fußballkrieg“ aus der Sicht eines Jahrhundertreporters

    Wir nehmen Sie mit in das Berlin der Goldenen Zwanzigerjahre. Die polnische Publizistin Dorota Danielewicz, die seit Jahrzehnten in der deutschen Hauptstadt lebt, streift gerne langsam durch Berlin und entdeckt dabei immer wieder neue Facetten der Stadt. Außerdem sprechen wir über Politik und Fußball. Denn jeder erfolgreiche Torschuss kann zur Metapher für Hoffnung werden – oder sogar einen militärischen Konflikt auslösen.

  47. 34

    Deutsch-polnischer Schüleraustausch UND: Wieso Friedrich der Große in Polen umstritten ist

    Es ist das politische Thema der letzten Tage in Polen: Der ehemalige Ministerpräsident Mateusz Morawiecki verlässt gemeinsam mit 44 Abgeordneten die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Die Spannungen hatten sich zugespitzt, nachdem PiS-Vorsitzender Jarosław Kaczyński den früheren Bildungsminister Przemysław Czarnek als Kandidaten der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr nominiert hatte. Czarnek gilt als Vertreter eines nationalkonservativen und europaskeptischen Kurses. Morawiecki kündigte inzwischen an, eine eigene Partei gründen zu wollen. Außerdem berichten wir über den deutsch-polnischen Schüleraustausch. Und wir sprechen über Friedrich II., der in Polen als Totengräber der Republik Polen-Litauen gilt. Warum ein renommiertes Fachbuch über den preußischen König dennoch jetzt auf Polnisch erschienen ist, hören Sie ebenfalls in dieser Sendung.

  48. 33

    „Berlin hat mich sehr geprägt“. Interview mit Joanna Parys

    Die "Berliner Trilogie" von Magdalena Parys ist eine preisgekrönte Krimi- und Thrillerreihe. Nun ist in Polen der dritte und letzte Teil der Trilogie erschienen. In düsterer Atmosphäre beleuchtet Magdalena Parys die Nachkriegsgeschichte Europas. Der erste Band, „Der Magier“, wurde 2015 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Nun ist in Polen der dritte und letzte Teil der Trilogie erschienen. Aus diesem Anlass reiste die in Berlin lebende Autorin nach Polen. Jakub Kukla sprach mit ihr über ihre Lebens- und Literaturerfahrungen.

  49. 32

    Zwischen Rauschen und Weltpolitik. Die Geschichte des Auslandsrundfunks

    Wir blicken zurück auf eine Zeit, in der die Kurzwelle weit mehr war als nur ein Übertragungsweg. Sie war Informationsquelle, Propagandainstrument und für Millionen Menschen ein Fenster zur Welt. Auch das deutschsprachige Programm des Polnischen Rundfunks spielte dabei eine wichtige Rolle. Daniel Kaiser erzählt die Geschichte des internationalen Auslandsrundfunks – und zeigt, warum seine Bedeutung bis heute nachwirkt.

  50. 31

    Machtkampf in der PiS UND Literatur zwischen Polen und Deutschland

    Im heutigen Infomagazin sprechen wir über die wachsenden Spannungen in der oppositionellen PiS-Partei und die Frage, ob ihr eine Spaltung droht. Außerdem geht es um neue Erkenntnisse aus der Wolfsschanze: Archäologen haben das Rätsel um menschliche Überreste unter dem ehemaligen Wohnhaus von Hermann Göring aufgeklärt. Und: Die Schriftstellerin Magdalena Parys erzählt, wie sie Deutschland mit dem Blick einer Beobachterin von innen und außen beschreibt – und was Identität und Literatur für sie bedeuten.

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