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Der Märchendoktor

Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte.Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen. Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert.Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln.Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnli

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  1. 81

    Die verwunschene Alm

    Die Vorauer Schwaig, gelegen auf einer Seehöhe von 1.511 Metern, ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto über die Mautstraße über Festenburg bei St. Lorenzen am Wechsel erreichbar. Von dort aus gelangt man in etwa einer Stunde zum Gipfel des Hochwechsels.Wanderwege führen von St. Lorenzen, Bruck/Lafnitz und Waldbach/ Mönichwald - Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark - über Forststraßen oder gekennzeichneten Wegen direkt zur Almhütte. Die Vorauer Schwaig hat ausschließlich im Sommer geöffnet! Die freundliche Bewirtung mit Jause und Getränken wird von Wanderern und Besuchern gerne angenommen.Zum steirischen Dialekt:1)   „Schwaigern“ Sennerin, in der Steiermark oder Brentlerin“ genannt.2)   „Felddirn“ (oder Feldmagd) aus der historischen bäuerlichen Arbeitswelt - die erste Magd eines landwirtschaftlichen Betriebs.3)   „Kuhdirn“ ein historischer, regionaler Begriff für eine Magd, die in der Landwirtschaft ausschließlich für die Betreuung und das Melken der Kühe zuständig war.4)   „Küchendirn“ (Kuchile oder Kuchldirn) ein veralteter, regionaler Begriff für eine weibliche Küchenmagd. Sie war für das Zubereitung von Speisen, das Kochen und die Instandhaltung der Küche zuständig.5)   „garstiger Butznigl“  ungezogenes Männlein oder Schimpfwort für geringe Dinge.6)   „Kraxen“ - Holzgestell [mit Korb] zum Tragen auf dem Rücken, Rückentraggestell, Rückenkorb.7)   „Kemenate“  beheizbares Gemach, meist wohnten dort die Frauen.8)   „Urschel“ ein alter, umgangssprachlicher Ausdruck bedeutet meist eine alberne, leichtsinnige oder weniger intelligente Frau.9)   „Zinnlichter“ sind einfache Kerzen oder Lampen in einer Halterung aus Zinn.Quelle: aus „Kinder- und Hausmärchen der Steiermark“, 1942, gesammelt von Viktor von Geramb, mit heimatlichen Bildern geschmückt von Emmy Singer-Hießleitner.

  2. 80

    Der Schmied und der Teufel

    As Märchen  stand in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm nur in der 1. Auflage von 1812 an Stelle 81. Varianten der Geschichte finden sich auch in anderen Sprachen, sodass einige Forscher sie auf die Proto-Indoeuropäer zurück führen.Als ein lebhafter und streitbarer Schmied pleite ist und sich im Wald aufhängen will, bietet ihm der Teufel endlosen Reichtum an. Dafür soll der Schmied nach zehn Jahren ihm gehören. Der Schmied nimmt an und erhält vom Teufel zusätzlich einen Sack, aus dem niemand entkommt. Als der Teufel den Schmied nach zehn Jahren abholen will, verlangt dieser, dass sich der Teufel – als Identitätsbeweis wie beim ersten Treffen – zunächst in eine Tanne und dann in eine Maus verwandle. Der Schmied steckt die Maus in den Sack und prügelt solange auf den verwandelten Teufel ein, bis er der Aufhebung des geschlossenen Paktes zustimmt.Nunmehr lebt der Schmied unbehelligt, und als er eines natürlichen Todes stirbt, lässt er sich einen Hammer und zwei Nägel mit in den Sarg legen. Als ihm weder in den Himmel noch in die Hölle Einlass gewährt wird, lärmt er, bis zwei Teufelchen aus der Hölle herausschauen. Diese nagelt er mit den Nägeln am Tor fest. Daraufhin bewirkt der Teufel, dass der Schmied in den Himmel eingelassen wird.

  3. 79

    Die Geschichte vom Leben des Marcello Martini und vom KZ-Gedenkplatz in der Hinterbrühl

    Mein lieber Freund, der wunderbare Journalist Heinz Nußbaumer, (1943- 2025) und unser Pfarrer, Pater Jakob Mitterhöfer, (1936- 2026) erzählen die bittere und doch wunderbare Geschichte vom Leben des Marcello Martini, einem Menschen, der es geschafft hat, Hass, Gewalt und Rache auszulöschen. Der Schauplatz: der kleine Ort Hinterbrühl, eine Marktgemeinde mit 3895 Einwohnern, südlich von Wien – in unmittelbarer Nähe von Mödling und an der Straße zum Stift Heiligenkreuz. Bereits vor 6000 Jahren war das Gebiet, wie Funde am Kalenderberg und in Wassergspreng beweisen, besiedelt. Wie auch die übrige Umgebung litt die Hinterbrühl unter den beiden Türkenbelagerungen 1529 und 1683. Da ein Großteil der Bevölkerung getötet oder verschleppt wurde, wurde der Ort mit Siedlern aus der Steiermark besiedelt.Unter dem Einfluss von Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein erfolgte die Ausgestaltung der ganzen Gegend zu einem romantischen Naturpark mit vielen künstlichen Ruinen von Mödling bis Sparbach. Schon immer war er ein gesuchter Urlaubsort von großen Komponisten, Malern und Entdeckern. In der Biedermeierzeit bis zum ersten Viertel des 20. Jahrhunderts war Hinterbrühl ein beliebter Aufenthaltsort von Künstlern wie Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Ferdinand Raimund, Johann Nestroy, Ferdinand Georg Waldmüller oder Alois Arnegger.Die „Göttliche Brühl“, wie sie Beethoven nannte, war also seit jeher ein Refugium von Kunst und Kreativität und erlebte einen steten Aufschwung zur populären Sommerfrische. Berühmt wurde sie auch durch das SOS-Kinderdorf und durch die Seegrotte, einst ein Gipsbergwerk, heute ein Touristenmagnet – mit Europas größtem unterirdischen See.Meine Familie und ich leben seit fast 50 Jahren in der schönen Brühl und ich darf ein kleines Mosaiksteinchen dieser Geschichte sein. Diese Nacherzählung betrifft ganz schlimme Ereignisse der Nazizeit und ist daher für Menschen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr nur mit Erwachsenenbegleitung geeignet!

  4. 78

    König Laurin und sein Rosengarten

    König Laurin ist eine der bekanntesten Sagenfiguren aus dem Alpenraum, er war der mächtige König eines Zwergenvolkes, das im Inneren der Dolomiten (speziell im Gebiet des heutigen Rosengartens in Südtirol) über unterirdische Kristallpaläste herrschte.Laurin besaß zwei mächtige Zaubergegenstände: einen Gürtel, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh, und eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar machte. Sein ganzer Stolz war ein prächtiger Garten vor seinem unterirdischen Palast, der von einem dünnen, goldenen Seidenfaden geschützt wurde. Das Betreten und Pflücken der Rosen war strengstens verboten.Laurin entführte die Königstochter Similde in seinen Rosengarten. Daraufhin zogen die Recken um den berühmten Helden Dietrich von Bern in die Berge, um die Prinzessin zu befreien. Sie zerrissen den seidenen Faden und zerstörten den Rosengarten.Dietrich von Bern, die berühmteste Sagengestalt der deutschen Heldendichtung, entspricht historisch dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen (ca. 455–526 n. Chr.). Der Beiname „von Bern“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Namen für Verona ab. Im Nibelungenlied ist Dietrich ein edler, aber oft tragischer Recke und Diplomat. Begleitet wird er von seinem treuen Waffenmeister Hildebrand. Ihm werden fantastische Fähigkeiten zugeschrieben: er soll Drachen und Zwerge bekämpft haben und in der Lage gewesen sein, bei Wut Feuer aus dem Mund zu speien.Trotz seiner magischen Hilfsmittel wurde König Laurin von Dietrich von Bern im Zweikampf besiegt, gefangen genommen und sein Zwergenreich fiel.Laurin belegte den verlorenen Garten mit einem Fluch. Er verzauberte ihn so, dass er weder bei Tag noch bei Nacht von Menschen gesehen werden kann. Da er aber den Sonnenuntergang vergaß, erstrahlen die Felsen der Dolomiten heute noch an klaren Abenden in einem atemberaubenden Rot – die sogenannte Enrosadira (das Alpenglühen). Das Wort stammt vom Ladinischen "rosadüra"  ab und bedeutet "sich rosa verfärben".

  5. 77

    Weitere Geschichten vom Pfeifer Huisele

    Liebe Märchen- und Sagenfreunde, unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.Unsere Großmutter  Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald. Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017  in Bozen auf die Welt gekommen.Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953. Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel). Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem  Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.

  6. 76

    Geschichten über den Pfeifer Huisile aus Südtirol

    Liebe Märchen- und Sagenfreunde, unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.Unsere Großmutter  Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald. Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017  in Bozen auf die Welt gekommen.Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953. Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel). Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem  Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.

  7. 75

    Sagen aus dem Bregenzerwald

    Heute erzähle ich Euch von sagenhaften Ereignissen aus meiner Heimat Vorarlberg. Quelle: Die Sagen Vorarlbergs, Franz Josef Vonbun, * 1824 in Laz am Muttersberg,  + im 46. Lj. 1870 in Schruns.Als sechstes Kind von Franz Josef und Katharina Vonbun, wurde er mit 4 Jahren in die Obhut seines Vetters Johann Martin in Raggal gegeben. Dort besuchte er die Dorfschule und lernte Latein beim Pfarrer Johann Baptist Rinder. Dieser veranlasste auch die Aufnahme in das Gymnasium in Feldkirch im Herbst 1836. 1842 bezog er das Lyzeum in Innsbruck, um sich der Philosophie zu widmen.1844 ging er an nach Wien, um dort Medizin zu studieren, wechselte 1848 an die Universität München und kehrte 1849 wieder nach Wien zurück, wo er promovierte. Er ließ sich kurzzeitig in Feldkirch als Arzt nieder, zog aber 1850 wegen fehlender Praxis nach Schruns um.Dr. Vonbun war eine bedeutende Persönlichkeit für Vorarlberg und Liechtenstein. Er machte sich vor allem durch seine reichhaltige schriftstellerische Tätigkeit einen Namen. Er wurde der erste und wichtigste Sammler und Herausgeber von Sagen aus Vorarlberg. von großer, kultureller Bedeutung. Zudem war er auch als Mundartdichter und Reiseschriftsteller tätig.Seinem Schaffen verdanken wir zahlreiche Werke zu den Sagen Vorarlbergs. Ohne seine Sagenforschung wäre sicher ein wertvoller Teil schriftlichen und mündlichen Kulturguts nicht überliefert worden. 

  8. 74

    Das Märchen von den sieben Schwaben

    Ein lustiges Märchen, in dem es um die Abenteuer von sieben, etwas ungeschickten Schwaben geht. Das Herzogtum Schwaben -es wurde bis Mitte des 11. Jahrhunderts überwiegend als Herzogtum Alamannien bezeichnet.Der Name Alemannia leitet sich von „Menschen/Männer insgesamt“ ab.Es war neben Bayern, Franken, Lothringen und Sachsen eines der fünf jüngeren Stammesherzogtümer im ostfränkischen Reich. Es umfasste ein deutlich größeres Gebiet als das heutige „Schwaben“  im Südwesten Deutschlands.Es bestand etwa 350 Jahre, vom Jahr 911 bis 1250 und reichte im Osten über den Lech hinaus bis zum Ammersee, grenzte im Westen an die Vogesen, im Norden ungefähr bis Straßburg und im Süden, bis in die gesamte heutige Ostschweiz (inklusive Zürich) sowie Vorarlberg.Höhepunkt ist der Kampf mit einem Untier, das sich als Hase herausstellt. In Ludwig Bechsteins Märchenbuch  steht das Märchen ab 1845 als Nr. 3, In der Märchensammlung der Gebrüder Grimm steht der Dummenschwank ab der 2. Auflage von 1819 an Stelle 119.

  9. 73

    Knut, der Regenwurm

    Die Geschichten von Knut dem Regenwurm habe ich ab 1978 schon unseren Kindern erzählt.Heute sind beide längst erwachsen und ich erzähle die Geschichte unseren beiden Enkelkindern, natürlich auch Euch allen, liebe Märchenfreunde!Im Laufe der Jahre entstanden viele Geschichten über das Leben der Regenwürmer, hier seien einige erzählerische Ansätze genannt:Fridolin der Regenwurm: Eine Abenteuerreise, auf der er das „Regenwurm-Schlaraffenland“ sucht, neue Freunde findet und von seinem Leben unter der Erde berichtet.Ronny der Regenwurm: Ein Regenwurm mit grüner Mütze, der mutig Blätter holt, dem Vogel entkommt und die Schnecke Erna trifft.Der nasse Regenwurm: Eine Geschichte über einen Regenwurm, der es leid ist, im Regen zu laufen, und versucht, einen Regenschirm zu kaufen.Viel Spaß beim ZuhörenEuerJoachim der Märchendoktor!

  10. 72

    Burgenland: Die Geschichte vom Waasensteffel

    Die dritte Geschichte ist die bekannteste von den Sagenfiguren um den See, es ist die tragische Gestalt des „Hany Istok“ oder Waasensteffel. Die Figur des Hany Istók gilt als Symbol für die unberührte Natur des Seewinkels und das tragische Schicksal eines Wesens zwischen zwei Welten. Das Märchen vom Waasensteffel kennt jedes Kind im Burgenland und in Westungarn.Quelle: Adolf Parr und Ernst Löger, Sagen aus dem Burgenland, 1931

  11. 71

    Burgenland: Der Neusiedler See & die verhexten Kühe

    Die erste Geschichte erzählt vom Burgherr von Forchtenstein, er verirrte sich bei der Jagd, kam nach Mädchenthal und verliebte sich dort in Maria, das schönste Mädchen des Dorfes. Die Geschichte wird in der Region um den Neusiedler See oft im Zusammenhang mit der Volkskultur rund um den Neusiedler See erwähnt. Der Neusiedler See – das Meer der Wiener, (ungar. Fertő tó, fertő bedeutet wörtlich „Sumpf“) ist, wie der Plattensee, einer der wenigen Steppenseen in Europa und der größte ohne natürlichen Abfluss ausgestattete See in Mitteleuropa. Er liegt flächenmäßig überwiegend auf österreichischem und zu einem weit geringeren Teil auf ungarischem Staatsgebiet. Der See zeichnet sich durch seinen Schilfgürtel, seine geringe Tiefe und sein mildes, aber windiges Klima aus. Noch vor rund 150 Jahren gehörte die Fischerei in den Ortschaften um den See zum Haupterwerb der Bevölkerung, doch bald nach 1910 sollte ihre Bedeutung zugunsten von Viehzucht, Ackerbau und Weinbau schwinden.===========================Die zweite Geschichte erzählt von einem Hirtenbuben namens Resch Schurl, der nahe der Burg Forchtenstein Kühe hütete. Er hatte große Probleme, da ihm ständig Kühe davonliefen, was auf einen bösen Zauber zurückgeführt wurde.Märchen und Sagen aus dem Burgenland spiegeln die reiche pannonische Kultur wider, oft geprägt von der Grenzlage und der Vielfalt der Volksgruppen. Bekannte Sammlungen umfassen Erzählungen über Naturgeister, Hexen, Teufel sowie spezifische Geschichten der Burgenland-Kroaten, Roma und der Hianzen.Hianzen (auch Heanzen) bezeichnet die mittelbairische Mundart im österreichischen Bundesland Burgenland und angrenzenden Gebieten. Charakteristisch ist der sogenannte „Ui-Dialekt“ (z.B. „drei“ wird zu „drui“). Ursprünglich als Spottname für Bewohner, die „hiaz“ (jetzt) sagten, entstanden, ist es heute ein kulturelles Identitätsmerkmal.Quelle: 1. Die schönsten Sagen aus Österreich, 19542.  Adolf Parr und Ernst Löger, Sagen aus dem Burgenland, 1931

  12. 70

    Fischlein kleb an

    Das ist ein Märchen aus dem tirolischen Unterinntal, es gehört zur regionalen Erzähltradition.handelt sich um eine Geschichte, in der oft drei Knaben von ihrer herben Stiefmutter schlecht behandelt werden.Der Titel ähnelt bekannten Motiven wie "Die goldene Gans", wird aber spezifisch als Tiroler Variante aufgeführtQuelle: Zingerle, Ignaz Vinc. und Josef: Kinder- und Hausmärchen aus Tirol. Innsbruck: Verlag Heinrich Schwick, 1911

  13. 69

    Der arme Spielmann und die goldenen Schuhe

    Dieses Märchen aus Salzburg handelt von einem wandernden Musiker, der trotz großer Armut seine Geige liebt und sich damit mühsam seinen Lebensunterhalt verdient.Er erhält von einem Wunderwesen Hilfe und wird für seine reine Herzenshaltung belohnt.Es ist ein typisches Volksmärchen, das von Belohnung für Tugenden wie Bescheidenheit und Güte erzählt.Die Geschichte betont, dass innere Güte und Liebe zur Musik mehr wert sind als Reichtum.Quelle: österreichische Volksmärchen, gesammelt von Josef Pöttinger, Wien 1957.Wichtiger Unterschied:1848 erschien eine Rahmennovelle von Franz Grillparzer mit dem Titel. „Der arme Spielmann“.Darin mischt sich der Erzähler bei einer Kirchweih in der Wiener Brigittenau unter das Volk. Er begegnet einem alten Spielmann, der auf seiner Geige eine Art stümperhafte Katzenmusik spielt. Als er ihm eine Münze gibt, kommen sie kurz miteinander ins Gespräch. Dadurch wird der Erzähler neugierig auf dessen Schicksal und besucht ihn eines Morgens in seiner ärmlichen Behausung. Dort erzählt ihm der alte Musikant seine Lebensgeschichte.

  14. 68

    3 Sagen und Märchen vom Attersee

    Die Sage von der Nixe AdharaDie gütige Nixe lebte einst im tiefen Wasser des Attersees und verkörperte die magische, teils machtvolle Natur des Wassers.Der Name Attersee wird erstmals im Jahr 798 als super lacum Aterse erwähnt.Er leitet sich höchstwahrscheinlich von der vorkeltischen Wurzel „ata“ ab, was Wasser bedeutet. Eine andere Theorie besagt, dass er von der Nixe „Adhara“ abstammt.Der Sage nach schenkte die Nixe Adhara dem See seinen einzigartigen Wert, indem sie ihn mit Edelsteinen und Gold bereicherte. Doch mehr noch: Sie half den Menschen der Region in schwierigen Zeiten, schenkte Zuversicht und förderte das Miteinander.Sie unterstützte die notleidende Bevölkerung, indem sie glitzernde Kostbarkeiten am Ufer hinterließ.Die Gier der Menschen führte dazu, dass sie nicht mehr half und sich zurückzog. Es heißt, sie wohnt seither hinter dem Nixenfall im Weißenbachtal.Der Nixenfall, ein ca. 80 Meter hoher Wasserfall, ist das Ziel einer Wanderung im Weißenbachtal. Die Wanderung gilt als kinderfreundlich und führt durch ein ruhiges Waldgebiet.Adhara wird nachgesagt, für das charakteristische Funkeln des Attersee-Wassers verantwortlich zu sein.In Kammer,  eine Ortschaft der Gemeinde Schörfling am Attersee wurde eine Metallplastik der Nixe aufgestellt.Die Sage von der TeufelsbrückeDie Bewohner von Weyregg (oder ein Müller) baten den Teufel, eine Brücke über den Attersee zu bauen, um den beschwerlichen Weg zu verkürzen.Der Teufel forderte als Lohn die Seele des ersten Wesens, das die Brücke überquert. Der Teufel arbeitete nachts, wobei er eine Landzunge errichtete und Pfähle in den See rammte.Als der Bau sich verzögerte, brachte der Müller den Hahn zu vorzeitigem Krähen, wodurch die magische Arbeitszeit endete.Wütend über das Scheitern, zerstörte der Teufel die Brücke, wobei ein Teil unterging.Die Rache des DachsteinkönigsDie Sennerinnen auf der Dachsteinalm feierten und tanzten, statt zu arbeiten, und zeigten keinen Respekt vor den Bergen.Der Dachsteinkönig verwandelte die Sennerinnen samt ihrem Vieh zur Strafe in Felsgestein.An heißen Sommertagen fließt laut Sage ein milchweißer Bach vom Eisfeld hinab über Fels und Geröll in die Gosau-Seen. Dieser Bach wird als die "Tränen" oder die "Rache" des Dachsteinkönigs interpretiert, der die verwünschten Sennerinnen damit symbolisch weiter büßen lässt.Die Geschichte des Dachsteingebirges und des Inneren Salzkammerguts ist geprägt vom prähistorischen Salzbergbau in Hallstatt. Die erste Anwesenheit des Menschen ist durch einen Hirschgeweihpickel aus dem Salzberg-Hochtal, dessen Entstehung mittels der Radiokarbonmethode auf 5000 v. Chr. bestimmt wurde, belegt. Der erste Salzabbau im Hallstätter Salzberg lässt sich in der Bronzezeit um 1500 v. Chr. nachweisen.Erzherzog Johann war einer der ersten Erschließer, der als Jäger und begeisterter Bergsteiger bereits 1810 das östliche Dachsteingebirge überschritt. Den Hauptkamm überquerte er über die Feister Scharte im Bereich des heutigen Guttenberg Hauses. Zwei Jahre später unternahm Erzherzog Karl einen Versuch, den Gipfel des Hohen Dachsteins zu erreichen, musste aber am Hallstätter Gletscher umkehren.

  15. 67

    Die Sage vom „lieben Augustin“

    Die Sage vom „lieben Augustin“ ist eine berühmte Wiener Volkssage aus der Zeit der Pest (1679).Während der Pest-Epidemie 1679 in Wien zog, der 1643 in Wien geborene Sänger Marx Augustin, Dudelsack spielend durch die Wirtshäuser.Er war bekannt für seinen Humor und seinen Alkoholkonsum im Gasthaus zum roten Dachl.Augustin schlief dann oft betrunken auf der Straße, dabei wurde er einmal für tot gehalten, in eine Pestgrube geworfen, überlebte jedoch gesund.Er blieb unbeschadet, da er laut Sage „keine Angst“ hatte und die Pest nichts gegen seinen Humor ausrichten konnte.Die Geschichte, die bereits vom Prediger Abraham a Sancta Clara (1644–1709) erzählt wurde, lebt in dem Lied fort, das in Österreich noch immer beliebt ist, es gilt als Symbol für den Wiener Optimismus.Das "Griechenbeisl", das älteste Wirtshaus  in Wien, am Fleischmarkt hieß ehemals "Zum roten Dachl".Es stammt aus dem Jahr 1447, gerne gesehene Gäste waren auch Beethoven, Mozart, Franz  Schubert, Johann Strauss, Richard Wagner, Egon Schiele, Graf von Zeppelin, und Mark Twain, Künstler, Gelehrte und Politiker, speisten und tranken, diskutierten und sinnierten – oft bis in die frühen Morgenstunden.Am Augustinplatz im 7. Bezirk steht der von Johann Scherpe geschaffene Augustinbrunnen (1908).

  16. 66

    „Die mit Birnen verkaufte kleine Tochter“ oder "Margheritina im Birnenkorb"

    „Die mit Birnen verkaufte kleine Tochter“ oder "Margheritina im Birnenkorb" ist ein italienisches Volksmärchen, das eng mit dem Typus "Die kleine Myrte" (La mortella) verwandt ist. Es ist ein traditionelles Volksmärchen, das Domenico Comparetti (1835 – 1927) in seiner Sammlung Novelline popolari italiane (Italienische Volksmärchen) veröffentlichte.Es handelt von einem aus einer Blume oder einem Korb stammenden Mädchen und ist in Sammlungen italienischer Volksmärchen zu finden.Margheritina - "kleine Margerite" ist ein armes, aber schönes und tugendhaftes Mädchen.Sie muss schwierige Aufgaben lösen, ähnlich wie in anderen Volksmärchen erhält die Heldin Unterstützung durch übernatürliche Wesen oder magische Gegenstände.Die Märchen behandeln oft Gegensätze wie Arm und Reich, Gut und Böse.

  17. 65

    Ritter Blaubart

    Ritter Blaubart-Original: La barbe bleue, das Märchen steht in Charles Perraults Histoires ou contes du temps passé, avec des moralités: contes de ma Mère l’Oye („Geschichten oder Märchen aus vergangener Zeit einschließlich Moral: Märchen meiner Mutter Gans") ab 1697. Durch mündliche Weitergabe über Familie Hassenpflug kam es als Blaubart in die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in die 1. Auflage von 1812.Das Märchen erzählt die Geschichte eines wohlhabenden blau- bärtigen Mannes, der seine Ehefrauen ermordet, wenn sie sein Verbot missachten, einen bestimmten Raum zu betreten.Seine neue Frau entdeckt die Leichen, wird aber durch ihre Brüder gerettet, während Blaubart stirbt.Die junge Witwe erbt alle Reichtümer Blaubarts, verschafft ihren Brüdern damit Offizierspatente, verhilft ihrer Schwester zur Ehe mit einem lange geliebten Mann und heiratet selbst glücklich einen ehrenwerten Mann, so dass sie Blaubart bald vergessen hat.Die Geschichte warnt vor Neugier und Ungehorsam.Blaubart symbolisiert eine zerstörerische Kraft im Menschen, die in ihre Schranken gewiesen werden muss.Der Stoff um den frauenmordenden Blaubart wurde auch für andere Erzählungen, Dramen, Filme, Opern und Illustrationen adaptiert und weiterverarbeitet.

  18. 64

    Das Märchen von dem Witzenspitzel

    Der kluge und geschickte Edelknabe Witzenspitzel vermag jeden Auftrag des Königs von Rundumherum zu erledigen und wird deshalb von diesem geliebt und beschenkt.Deshalb hat er viele Neider am Hof, die ihm seine Arbeit erschweren und ihm Misserfolge wünschen. Als Rundumherum zur Gebietserweiterung um die Königin des benachbarten Reiches, Frau Flugs, wirbt, bekommt er von dieser zur Antwort, sie habe noch weitere Verehrer. Wer am nächsten Montag um halb zehn als erster in der Kirche sei, den heirate sie. Die falschen Hofdiener raten nun dem König, zur Lösung der Aufgabe das schnelle Pferd Flügelbein seines Feindes, des Riesen Labelang, von Witzenspitzel stehlen zu lassen, und hoffen, dass dieser bei seiner Aktion umgebracht wird. Mit dem schnellen Flügelbein wird der König Sieger im Wettbewerb und damit Gemahl von Frau Flugs. Noch zweimal muss sich Witzenspitzel in ähnlicher Weise bewähren. Die Hofleute setzen dem König zuerst den Floh ins Ohr, die prächtigen, aus verschiedenen Pelzen, Federn bzw. Fischhäuten kunstvoll zusammengesetzten Kleider des Riesen zu entwenden, und dann, ihm sein Schloss wegzunehmen. Wieder entwickelt der Edelknabe listige, erfolgreiche Strategien, als Belohnung darf er die schöne Prinzessin Flink, die Tochter der Königin aus erster Ehe, heiraten und mit ihr das Riesenschloss bewohnen.

  19. 63

    Goldener

    „Goldener“, ein Kunstmärchen des deutschen Arztes und schwäbischen Romantikers Justinus Kerner (1786–1862).Es erzählt die Geschichte eines armen Hirten, der mit seiner Familie in einem Wald lebt und dessen jüngstes Kind, Goldener, wundersame Abenteuer erlebt, eingebettet in eine märchenhafte, teils melancholische Stimmung.Das Märchen ist ein Beispiel für Kerners literarisches Schaffen abseits seiner medizinischen Tätigkeit als Geisterseher.

  20. 62

    Das Walsermännlein

    Sagen aus Vorarlberg zeigen den Glauben an Naturgeister und die Interaktion der Menschen mit diesen unsichtbaren Wesen in den Alpen.Sie sind Teil des kulturellen Erbes und erzählen von der Beziehung zwischen Mensch und Natur, wie sie in der Geschichte der Walser geprägt war. Die Sage vom Walsermännlein erzählt von einem kleinen, schelmischen Haus- oder Berggeist, der in den Walser Tälern (wie dem Kleinwalsertal in Vorarlberg) um 1772 bei einer Witwe in Riezlern umging, Streiche spielte, Milch stahl, Suppen verunreinigte, aber auch magische Fähigkeiten besaß, indem er gefüllte Knödel in Gold verwandelte, und schließlich mit einem verschwundenen Topf verschwand, wobei er sich dem Jungen zeigte, der ihn entdeckte. Es ist ein typisches Beispiel für lokale Berggeister-Sagen, die von Naturgeistern, Schabernack und verborgenen Schätzen handeln. Ich kenne das Märchen seit 1956 aus dem Buch „Die Sagen Vorarlbergs“, von Franz Josef Vonbun (Vorarlberger Heimatforscher und Priester), Erstausgabe 1870.

  21. 61

    Der junge Graf, der in die Unterwelt kam

    Märchen und Sagen aus Vorarlberg entführen in eine Welt voller Naturgeister, Hexen, Teufel und mutiger Helden, oft verwurzelt in der alpinen Landschaft und Geschichte des Landes."Der junge Graf, der in die Unterwelt kam" ist ein traditionelles Märchen aus Vorarlberg (Österreich), das die Geschichte eines reichen Grafensohns erzählt, der in der Unterwelt gefangen ist, aber durch seine wahre Liebe und Prüfungen entkommen kann.Das Märchen „Der junge Graf, der in die Unterwelt kam“ (auch bekannt als „Der schwarze Graf“) stammt nicht direkt von den Brüdern Grimm, sondern wurde von Ludwig Bechstein in sein „Neues deutsches Märchenbuch“ aufgenommen. Die Geschichte hat eine ähnliche Thematik wie im Märchen der Gebrüder Grimm „Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“.Ich kenne das Märchen seit 1953 aus dem Buch „Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg“, vom Schrunser Richard Beitl.

  22. 60

    Die Geschichte von der Füchsin und dem Wolf

    Die älteste Variante stammt aus Russland. Die klassische Fassung ist als erstes Märchen in der Sammlung von Alexander Afanassjew von 1848 enthalten. In älteren deutschen Übersetzungen heißt es Schwesterchen Füchsin und der Wolf.Das Märchen handelt von der listigen Füchsin und dem dummen Wolf, die sich gegenseitig überlisten, wobei die Füchsin meist durch ihre Intelligenz gewinnt – ein klassisches Beispiel für Tierfabeln über List und Dummheit.

  23. 59

    Das Rübchen

    Das Rübchen- Ripka,  ist ein in der Ukraine und Russland beliebtes Märchen.In der Antike lebten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine viele Völker, die nacheinander ankamen oder gleichzeitig lebten. Dies waren die Anten und Sklaviner (alte Slawen), Skythen und Sarmatien (iranischsprachige Stämme), Goten (germanische Stämme) sowie Turkvölker.In dieser Zeit spielten die Wikinger, bekannt als Waräger, eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Staates, der als Kiewer Rus bekannt wurdeDas Märchen vom Rübchen, das unter der liebevollen Pflege von Opa zu einer solchen Größe heranwächst, dass alle mithelfen müssen, um es aus der Erde zu ziehen, wurde im 19. Jahrhundert vom ukrainischen Schriftsteller Ivan Franko aufgeschrieben.Opa Andruschka ist ein fleißiger Gärtner. Im Frühling eilt er mit Schaufel und Harke in den Garten, und im Nu ist das Beet bereit. Sachte legt er den Samen eines Rübchens in die Erde, trägt jeden Tag das Wasser herbei und schaut dem Spross beim Wachsen zu. Und wie es wächst, das Rübchen, es wird größer und größer!Das Märchen, das oft Alexej Tolstoi zugeschrieben wird, betont die Kraft der Zusammenarbeit und Gemeinschaft.

  24. 58

    Die goldene Gans

    Die goldene Gans ist ein Märchen. Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm -erschienen im Jahr 1819.Der jüngste dreier Söhne einer Familie wird verachtet und heißt Dummling. Er darf auch Holzhacken gehen, kriegt nur Aschekuchen und sauer Bier als Wegzehrung mit, teilt das aber gern mit einem wunderlichen Männchen. Zum Lohn zeigt es ihm einen alten Baum, den er umhaut und darunter eine goldene Gans findet. Später in einer Herberge wollen drei Töchter des Gastwirts eine Feder der Gans erhaschen, die drei Schwestern bleiben aber mit der Hand daran hängen, so nimmt der Dummling sie einfach mit. 

  25. 57

    Der Schneider im Himmel

    Der Schneider im Himmel ist eigentlich ein Schwank. Er steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der 2. Auflage von 1819.Gott geht spazieren. Nur Petrus bleibt da. Er darf niemand einlassen, doch erbettelt sich ein Schneider, hinter der Tür zu sitzen. Als Petrus weg ist, sieht er sich um und setzt sich auf Gottes Stuhl. Er sieht die Welt und wirft zornig den Fußschemel auf eine diebische Wäscherin. Dann versteckt er sich wieder. Als Gott den Verlust bemerkt, lässt er den Schneider kommen, der ihm alles erzählt. Gott rügt seine Anmaßung und schickt ihn weg.

  26. 56

    Die 3 Vögelchen

    "De drei Vügelkens", ist der plattdeutsche Titel für das Grimm-Märchen KHM 96: "Die 3 Vögelchen". Es handelt von neidischen Schwestern, die eine Königin verleumden, deren Kinder (symbolisiert durch Vögel) ihre Mutter schließlich befreien und die bösen Schwestern bestrafen.

  27. 55

    3 kurze Märchen der Gebrüder Grimm

    1. "Der alte Großvater und der Enkel" ist eine moralische Parabel. Grimms Anmerkung nennt neben der Quelle, Johann Heinrich Jung-Stillings Heinrich Stillings Jünglingsjahre, darin wird die Geschichte gegen Anfang von einem Jungen in der Lateinschule erzählt und passt zu den veränderten häuslichen Verhältnissen nach dem Tod des Großvaters. Das Märchen ist völlig untypisch für die Sammlung der Brüder Grimm, es handelt sich mehr um eine kurze belehrende Erzählung.2. "Der Bauer und der Teufel,"  das Märchen steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und wurde 1815 erstmals veröffentlich. Im Vergleich zu anderen Teufelsmärchen, in denen der Teufel ein ernst zu nehmender Gegenspieler für den Helden ist, erscheint er hier als Tölpel, dessen Dummheit selbst für kleine Kinder offensichtlich ist.3. "Das Lumpengesindel" ist ein Schwank und wurde 1812 erstmals von den Brüdern Grimm veröffentlich. Die Geschichte erinnert in der Grundtendenz an das bekanntere Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, in dem sich ebenfalls Tiere für die schlechte Behandlung durch Menschen rächen, und zwar auf eine Art, durch die das Opfer lächerlich gemacht wird.Man erkennt die starke Tendenz zum Grotesken und es wirkt fast wie spontan ausgedachter Nonsens, um ein Kind zum Lachen zu bringen.

  28. 54

    „Da Russ“ – Gedicht von Hans Klöpfer

    Hans Kloepfer - Heimatdichter, Landarzt, Nazi?Er war und ist wegen seiner deutschnationalen Einstellung und seiner Sympathie für den Nationalsozialismus umstritten.Hans Kloepfer war ein österreichischer Arzt und Schriftsteller, der vor allem durch seine weststeirische Mundartdichtung Popularität erlangte.Er wurde im August 1867  als zweites Kind des Wundarztes und Geburtshelfers Johannes Kloepfer und der Ludovika Kloepfer geb. Fuchs in der weststeirischen Gemeinde Eibiswald geboren.Das Elternhaus wird als „großdeutsch“ beschrieben, was ihn bereits ab seiner Jugend prägte.Kloepfer war 1938 und in den folgenden Jahren expliziter Parteigänger des Nationalsozialismus.Sein Gedicht „Da Ruß“ ist ein wichtiger Beweis für die menschliche Einstellung Kloepfers in diesem Zusammenhang gewertet.Klöpfer verstarb, 77-jährig, im Juni 1944 in Köflach nach einem Schlaganfall.Wie bei Waggerl gilt es, nicht nur die Lebensgeschichte zu betrachten, sondern auch deren Lebenswerk mit wunderschönen Geschichten!

  29. 53

    Karl Heinrich Waggerl und 2 seiner Erzählungen

    Darf man Waggerl heute noch lesen?Ja, denn  -  so unerträglich seine Weltanschauung auch war - Waggerls Erzählungen und Weihnachtsgeschichten sind und bleiben berührend - wunderbar.Waggerl wurde am 10.Dezember 1897 als 3. Kind in Bad Gastein geboren, Armut und Hunger prägten die Kindheit und Jugend der Geschwister, er  besuchte vom 2. Mai 1904 bis Mitte September 1911 die Volksschule in Bad Gastein. Sein Maturazeugnis wurde im Februar 1917 ausgestellt, zu einem Zeitpunkt, als Waggerl bereits eingerückt war.Von August 1916 bis zu seiner Gefangennahme am 30. Juni 1918 war er an der Front in Südtirol stationiert. Im August 1919 wurde Waggerl entlassen, er kehrte mit einem schweren Lungenleiden nach Salzburg zurück.Waggerl gehörte im Jahr 1934 der NS-Interessensvertretung „Reichsverband Deutscher Schriftsteller“ – und ab April 1938 dem NS-Lehrerbund an. Der Künstler beantragte am 31. Mai 1938 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen. Nach dem Krieg gab er fälschlicherweise an, sich nie um eine Aufnahme bemüht zu haben.

  30. 52

    "Wie ich das Glöckchen entdeckte“ - Günter Goepfert & "Tierlegenden um die Flucht nach Ägypten" von Gerd - Heinz Mohr

    Günter Goepfert war ein original Münchner Kindl, er wurde am 21. September 1919 in München geboren. Er war bis 1982 im Verlagswesen tätig und von 1984 bis 1989 Schriftleiter der Zeitschrift „Bayerland“.Zu Günter Goepferts bevorzugten Themen gehören die kleinen, oft scheinbar nebensächlichen Begebenheiten, deren Heimat die Stille ist und denen das leise Lächeln das poetische Geleit gibt.In der Hinwendung zur Schöpfung findet der Münchener Autor einfühlsame Worte der Dankbarkeit, verbunden mit einer Fülle zeitloser Erkenntnisse, die dem Leser Hoffnung und Zuversicht vermitteln. Er starb am 10. Januar 2017 in München.Das zweite Kapitel des Matthäusevangeliums beschreibt die Ereignisse nach der Geburt Jesu, einschließlich des Besuchs der Weisen aus dem Morgenland, den Versuch König Herodes, Jesus zu töten, die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und ihre spätere Rückkehr nach Nazareth.Gerd Edwin Heinz-Mohr (*1913 - † 1989),ein deutscher evangelischer Theologe, Kunsthistoriker und Publizist erzählt in seinem Werk: "Tierlegenden um die Flucht nach Ägypten" sehr humorvolle Details.Heinz-Mohr studierte evangelische Theologie, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Nach dem zweiten theologischen Examen 1939 wurde er 1940 zum Wehrdienst eingezogen. Er geriet 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft, in verschiedenen sibirischen Lagern gelang es ihm, trotz der extremen Lebensbedingungen sich schriftstellerisch zu betätigen.Er schrieb verschiedene volkstümliche Theaterstücke zum Trost und Ablenkung für die Mitgefangenen.Heinz-Mohr kam 1949 krank  aus Sibirien zurück.1957 wurde sein „Trostbuch aus russischer Kriegsgefangenschaft“ veröffentlicht.Heinz-Mohrs publizistischer Erfolg als Schriftsteller und Redner war sicher auch darin begründet, dass „er als Mensch mit eigener schwerer Lebenserfahrung in verstehendem Glauben vielen anderen Menschen durch Wort und Schrift neu leben half“.

  31. 51

    Nikolaus und Krampus

    …ich erinnere mich noch sehr genau,  wie ich mich als kleines Büblein vor dem schwarzen Teufel mit dem großen Sack und der Rute gefürchtet habe.Da ich nie sehr brav war, bekam ich auch vom Nikolaus mein Sündenregister und eine heftige Standpauke vorgelesenMein heutiger Podcast enthält auch Information über den heiligen Nikolaus von der Wiener Gruppe Archäo-NOW.Dieses junge Rätselteam wird von Miriam Träumer-Weberstorfer, der Gründerin & Geschäftsführerin unter anderem so beschrieben:„Durch das Lösen alter Mysterien und geheimnisvoller Rätsel setze ich auf spielerische Wissens- und Kulturvermittlung. Es war mein Kindheitstraum, selbst eine Entdeckerin zu sein und Geheimnissen auf den Grund zu gehen – ein Traum, den ich mir im Laufe meines Lebens erfüllt habe und immer wieder aufs Neue erfülle.„

  32. 50

    Strohalm, Kohle und Bohne & Löwe und der Frosch

    Liebe Märchenfreunde, heute erzähle ich Euch 2 weitere Märchen der Gebrüder Grimm: Strohalm, Kohle und Bohne  aus dem Jahr 1812, sowie der Löwe und der Frosch aus dem Jahr 1815. Viel Freude beim Zuhören und eine gute Zeit wünscht Euch Euer märchendoktor.at

  33. 49

    „Läuschen und Flöhchen“ & „Der Bauer schickt den Jockel aus, er soll den Hafer schneiden.“

    Heute erzähle ich Euch 2 kurze Geschichten:„Läuschen und Flöhchen“ ist ein humorvolles Märchen ohne tiefere moralische Botschaft der Brüder GrimmWilhelm Grimm hörte das Geschichtchen wohl 1808 von Dorothea Catharina Wild. Es steht in der handschriftlichen Urfassung der Sammlung von 1810 als Nr. 3. Die Anmerkung von 1856 vergleicht es mit einem alten Kinderreim: „Der Bauer schickt den Jockel aus, er soll den Hafer schneiden.“Viel Freude auch mit der deutschen Ballade vom Bauer und dem Jockel, ein früher Druckbeleg für dieses Zählgeschichte erschien 1609 in Wien.

  34. 48

    Allerleirauh

    Ein König verspricht seiner im Sterben liegenden Frau, nur dann wieder zu heiraten, wenn die neue Frau ebenso schön ist wie sie. Das Auge des Königs fällt auf die eigene Tochter, die ihrer Mutter an Schönheit nichts nachsteht. Zum Entsetzen aller Hofräte begehrt der König seine Tochter zur Frau. Die Königstochter versucht, sich dem Inzest zu entziehen, indem sie allerlei Wünsche an den Vater richtet, die sie für unerfüllbar hält: drei Kleider (silbern wie der Mond, golden wie die Sonne und glänzend wie die Sterne) und schließlich einen Mantel aus tausenderlei Pelz. Der Vater lässt nicht von ihr ab und erfüllt alle ihre Wünsche. Deshalb flieht sie schließlich aus dem elterlichen Schloss.Anmerkung: Auch wenn die öffentliche und mediale Erregung oft etwas anderes suggeriert: Inzest und häusliche, sexuell motivierte Gewalt waren schon immer ein Thema und haben daher auch ihren Weg in die Märchenerzählungen gefunden.

  35. 47

    Das Schneiderlein und die 3 Hunde

    Die Geschichte erzählt von einem tapferen Schneider und seinen 3 Hunden. Er lässt sie ihm nachlaufen, obwohl er für sie nichts zum Füttern hat. Die Hunde folgen ihm dennoch treu und ergeben, lassen ihn bei einer Wirtin das beste Essen bestellen, essen wie Menschen mit und tragen ihm sein Felleisen-also seinen Rucksack-, Hut und Elle nach, als er ohne zu zahlen geht. Die  drei Hunde helfen dem Schneiderlein mit magischen Kräften zuerst 3 böse Riesen dann noch den Riesenkönig zu töten.Die Hunde und das Schloss werden vom Schneider entzaubert, auch die 3 Hunde werden wieder zu Prinzessinnen und ihrem König.

  36. 46

    Der Müllersbursch und das Kätzchen

    „Der Müllersbursch und das Kätzchen“ Gebrüder Grimm: Ein alter Müller will sich zur Ruhe setzen und stellt seinen drei Söhnen eine Aufgabe: Wer von ihnen das beste Pferd nach Hause bringt, soll seinen Besitz erben. Die drei Söhne begeben sich auf Wanderschaft, doch schon bald wird der jüngste, Hans, von seinen Brüdern verlassen. Zu albern sei er und er habe das Erbe nicht verdient. Während man in einer Höhle nächtigt, verlassen die Brüder ihren unliebsamen Verwandten. Betrübt über den Betrug irrt Hans im Wald umher, wo er auf eine Katze trifft, die ihm einen Handel unterbreitet: Diene er ihr sieben Jahre lang, so wolle sie ihm das schönste Pferd schenken, das er je gesehen habe. Nach sieben Jahren wird der Junge aus seiner Knechtschaft entlassen und die Katze verspricht ihm, in drei Tagen ein Pferd zu bringen. Wieder bei seinen Verwandten angekommen, wird Hans ob seiner scheinbaren Erfolglosigkeit verhöhnt. Sein neuer Platz ist nun der Gänsestall. Am dritten Tag jedoch erscheint eine Kutsche mit prächtigen Rossen und alles wird gut!

  37. 45

    Die Schneekönigin

    Ein Märchen in von Christian AndersenDie Geschichte handelt von der jungen Gerda, die ihren Freund Kay retten will, nachdem dieser von der eisigen Schneekönigin verzaubert wurde, sie lässt alles zu Eis gefrieren, auch die Herzen der Menschen.Die Geschichte beginnt mit einem dämonischen Spiegel, der die Herzen der Menschen zerschmettert und mit Kälte infiziert.Die Freundschaft zwischen Kay und Gerda ist so sanftmütig und zart wie die Lieblingsblume der beiden: die Rose. Zusammen mit Gerdas Großmutter können sie stundenlang unterm Dach sitzen und sich Geschichten erzählen.Dann aber verändert sich Kay. Sein Herz scheint zu erkalten, er wird grob und unnahbar, und eines Tages ist er nicht mehr da. Gerda will nicht glauben, dass er tot ist. Sie macht sich auf eine lange Reise in den tiefen Norden, zum kältesten Ende der Welt.Dorthin, in ihr Schloss aus Schnee und Eis, hat die Schneekönigin Kay verschleppt. Er soll ihr Sohn, der Prinz über ihr kaltes Reich werden. Gerda sucht ihren Freund überall und bekommt Hilfe von 2 Krähen, einem Prinzenpaar, einem Räubermädchen sowie von lieben Menschen im hohen Norden.

  38. 44

    Die Prinzessin auf der Erbse

    Prinzessin auf der Erbse: Das Kunstmärchen von H.C. Andersens zeigt, dass wahre Sensibilität und Empfindlichkeit ein Zeichen für echte Adligkeit und feine Natur sein können, da nur eine echte Prinzessin die Erbse unter zwanzig Matratzen spüren würde. Das Märchen zeigt aber auch, dass man andere Menschen und ihre Bedürfnisse nicht unterschätzen sollte, und dass eine genaue Beobachtung und Urteilsfindung wichtig sind.

  39. 43

    König Drosselbart

    König Drosselbart, ein Märchen der Brüder Grimm erzählt die Geschichte einer hochmütigen Prinzessin, die sich durch Spott und Überheblichkeit gegen alle Freier wendet und schließlich durch Demütigungen und harte Arbeit Entscheidung lernt. Am Ende wird sie für ihre Einsicht belohnt. Das Märchen zeigt, wie wichtig Respekt und Demut im Umgang mit anderen sind. Hochmut und Oberflächlichkeit führen zu schmerzhaften Konsequenzen, während wahre Werte und Einsicht zum Glück führen. Die Prinzessin muss ihre Fehler erkennen und Verantwortung übernehmen, bevor sie Liebe und Zufriedenheit findet.

  40. 42

    Der Rattenfänger von Hameln

    Hameln ist die Kreisstadt des Landkreises Hameln-Pyrmont und liegt an der Weser südwestlich von Hannover etwa auf halber Luftlinie zwischen Herford im Westen und Hildesheim im Osten. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Naturparks Weserbergland Schaumburg.Die Entstehung und der eventuelle historische Kern der Rattenfängersage lassen sich nicht mit letzter Sicherheit ermitteln.Als gesichert kann jedoch gelten, dass es sich hierbei um zwei ursprünglich selbständige Sagen handelt, die dann miteinander verbunden wurden.Die Geschichte beruht auf dem Auszug der „Hämelschen Kinder“ im Jahre 1284.Die ursprüngliche Kinderauszugssage wurde wahrscheinlich erst Ende des 16. Jahrhunderts mit einer Rattenvertreibungssage verknüpft.Der Rattenfänger wurde um seinen Lohn geprellt und lockte mit seiner Flöte 130 Kinder aus der Stadt, die mit ihm in einem Berg verschwanden und nie wieder gesehen wurden.Die Sage wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und  betont die Wichtigkeit, Verträge einzuhalten, und ist weltweit bekannt.

  41. 41

    Bi Ba Butzemann

    Der Biba-Butzemann: Der Begriff "Butzemann" stammt wahrscheinlich vom mittelhochdeutschen Wort "bôzen" („schlagen, poltern“) oder dem früh-neuhochdeutschen "butze" („Larve, Maske, Gespenst“) ab.Der Butzemann wird auch Butz, Bütze, Butze, Putz, Buschemann,  Bullebeiß, Buhmann, Boesman, Böölimann, oder Böögg genannt.Der Begriff ist eine Sammelbezeichnung für zwergartige Dämonen und Gespenster, insbesondere auch Kobolde.Die Figur ist vorwiegend im süddeutschen, schweizerischen, aber auch im norddeutschen und skandinavischen Raum bekannt und wurde stark gefürchtet. In neuerer Zeit taucht sie hauptsächlich als Kinderschreckfigur auf, ähnlich dem „schwarzen Mann“, wenn dies auch nicht ihr ursprünglicher Charakter war.In der modernen Fassung des Kinderliedes Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann wird aus der Schreckfigur ein lustig tanzender Zwerg, der gute Kinder mit Äpfeln aus seinem Säcklein beschenkt.

  42. 40

    Die kleine Meerjungfrau - Teil 2

    Das Kunstmärchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen von 1837, wurde sehr früh als  autobiografisch mit der vermuteten unglücklichen Homosexualität Andersens in Verbindung gebracht. Das Märchen basiert auf der Sage der Undine.Der Begriff Undine stammt aus der Sage des oberrheinischen Rittergeschlechts der Staufenberg. Der Stoff ist in einem Gedicht um 1320 enthalten und wurde vielfach adaptiert. Es handelt sich dabei um einen, im Wasser hausenden, weiblichen Elementargeist (Wasserfrau), der nur durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen kann. Ähnliche Wesen in der slawischen Mythologie werden als Russalka bezeichnet.Meerjungfrauen tauchen als Naturgeister und mythische Wasserwesen auch in vielen Volksmärchen auf, insbesondere in den keltischen Märchen, die auch Andersen gekannt hat.Wie in dem Märchen von der kleinen Meerjungfrau sind die weiblichen Wasserwesen auch in den Volksmärchen häufig mit der unglücklichen Liebe zwischen Menschen und den verführerisch-schönen Bewohnerinnen des Meeres, der Seen und Flüsse verbunden.

  43. 39

    Die kleine Meerjungfrau - Teil 1

    Das Kunstmärchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen von 1837, wurde sehr früh als  autobiografisch mit der vermuteten unglücklichen Homosexualität Andersens in Verbindung gebracht. Das Märchen basiert auf der Sage der Undine.Der Begriff Undine stammt aus der Sage des oberrheinischen Rittergeschlechts der Staufenberg. Der Stoff ist in einem Gedicht um 1320 enthalten und wurde vielfach adaptiert. Es handelt sich dabei um einen, im Wasser hausenden, weiblichen Elementargeist (Wasserfrau), der nur durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen kann. Ähnliche Wesen in der slawischen Mythologie werden als Russalka bezeichnet.Meerjungfrauen tauchen als Naturgeister und mythische Wasserwesen auch in vielen Volksmärchen auf, insbesondere in den keltischen Märchen, die auch Andersen gekannt hat.Wie in dem Märchen von der kleinen Meerjungfrau sind die weiblichen Wasserwesen auch in den Volksmärchen häufig mit der unglücklichen Liebe zwischen Menschen und den verführerisch-schönen Bewohnerinnen des Meeres, der Seen und Flüsse verbunden.

  44. 38

    Joseph Jacobs - Hans und die Bohnenranke

    Joseph Jacobs - Hans und die Bohnenranke: Eine Geschichte aus der Märchensammlung des bekannten australischen Märchenschriftstellers Joseph Jacobs. Das beliebte Märchen erzählt von einem armen Jungen, der eines Tages in den Besitz von Zauberbohnen kommt und an deren Ranken bis in den Himmel klettert. Oben angekommen, stiehlt er die Reichtümer eines Riesen und schafft es, damit nach Hause zurückzukehren. Der Riese aber plumpst bei der Verfolgung des Diebs in einen Teich und wird nie wieder gesehen.

  45. 37

    Däumelinchen

    Hans Christian Andersen - Däumelinchen: Eine Frau wünscht sich ein Kind und bittet dafür eine alte Hexe um Hilfe. Sie erhält von ihr ein magisches Gerstenkorn, das sie in einem Blumentopf anpflanzt. Daraus wächst eine Blume, in deren Blüte sich ein kleines Mädchen findet, das nicht länger als ein Daumen ist und darum Däumelinchen genannt wird.Eines Nachts, Däumelinchen schläft in ihrem Walnussschalen-Bett, springt eine alte Kröte ins Zimmer und entführt Däumelinchen auf einen See, denn die Kröte sieht in Däumelinchen eine geeignete Braut für ihren dummen und hässlichen Krötensohn. Freundliche Fische nagen das Seerosenblatt los, auf dem Däumelinchen gefangen ist.So treibt sie auf dem Blatt in die Freiheit, gezogen von einem Schmetterling. Ein Maikäfer verliebt sich unterwegs in Däumelinchen, doch als die anderen Maikäfer Däumelinchen als hässlich bezeichnen, lässt er sie fallen. Der Winter kommt und Däumelinchen hungert und friert. In ihrer Not bittet sie um Unterschlupf bei einer alten Feldmaus, die sie gütig aufnimmt. Für Kost und Logis muss Däumelinchen das Haus der Feldmaus sauber halten und ihr Geschichten erzählen, um die langen Winterabende zu vertreiben.

  46. 36

    Der Geist aus der Flasche

    Ein armer, hart arbeitender Holzhacker schickt von seinem Ersparten seinen einzigen Sohn auf eine hohe Schule. Der lernt dort auch gut und fleißig, muss aber vorzeitig wieder heim, weil seinem Vater das Geld ausgeht. Der Vater ist darüber sehr betrübt, aber der Sohn ist guter Dinge.Er begleitet seinen Vater zum Holzhacken, obwohl der Bedenken hat wegen der schweren Arbeit.Der Junge sucht nach Vogelnestern und findet schließlich eine große, alte Eiche. Er hört eine Stimme, die bittet, herausgelassen zu werden und findet ein froschähnliches Ding in einer Glasflasche unter den Baumwurzeln. Als er es herauslässt, wird es zu einem riesenhaften Geist, der droht, ihn umzubringen. Er sei der große Mercurius, und zu seiner Strafe hier eingesperrt gewesen.Der Sohn fürchtet sich aber nicht und überlistet den Geist, wieder in die Flasche zurückzugehen, damit er sehen könne, dass er auch der richtige sei.Der Geist will unbedingt wieder aus der Flasche heraus! Und – würdest du ihn rauslassen?

  47. 35

    Die Geschichte vom Kalif Storch

    "Die Geschichte vom Kalif Storch" von Wilhelm Hauff aus dem Märchen-Almanach vom Jahr 1826:Der Kalif Chasid zu Bagdad und sein Großwesir Mansor kaufen von einem Krämer ein Pulver, mit dem sie sich in Tiere verwandeln und deren Stimmen verstehen können.Die beiden aber gegen die Auflage, nicht lachen zu dürfen. Sie müssen Störche bleiben, weil sie durch das Lachen den Zauberspruch „mutabor“ (lat. „ich werde verwandelt werden“) vergessen haben, der sie wieder in Menschen zurückverwandelt hätte. Der Kalif bemerkt rasch, dass sie auf seinen alten Feind, den Zauberer Kaschnur hereingefallen ist .Die beiden verzauberten Störche müssen zuerst die  Prinzessin  Lusa,  eine ebenfalls vom Zauberer verwunschene Prinzessin in Eulenform befreien, um ihre menschliche Gestalt wiederzuerlangen.

  48. 34

    Zwerg Nase - Teil 2

    Der Originaltext des Märchens stammt von Wilhelm Hauff. Es erschien erstmals 1826 in seinem „Märchen-Almanach für Söhne und Töchter gebildeter Stände“. In der Geschichte geht es um den jungen Jakob, der von einer Kräuterhexe verzaubert wird und als Zwerg mit einer langen Nase und einem Buckel lebt. Er arbeitet am Hof eines Herzogs und trifft dort die Gans Mimi, die ihm verrät, wie er seine menschliche Gestalt zurückerlangen kann. Ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist das „Kräutlein Niesmitlust“, das Jakob benötigt, um seine Verwandlung rückgängig zu machen. Dieses Kraut wird auch als Christrose oder Nieswurz (Helleborus niger) bezeichnet. Die Geschichte endet damit, dass Jakob mit Hilfe des Krauts und mit der Unterstützung von Mimi seine menschliche Gestalt wiedererlangt und zu seinem Vater zurückkehrt.

  49. 33

    Zwerg Nase - Teil 1

    Der Originaltext des Märchens stammt von Wilhelm Hauff. Es erschien erstmals 1826 in seinem „Märchen-Almanach für Söhne und Töchter gebildeter Stände“. In der Geschichte geht es um den jungen Jakob, der von einer Kräuterhexe verzaubert wird und als Zwerg mit einer langen Nase und einem Buckel lebt. Er arbeitet am Hof eines Herzogs und trifft dort die Gans Mimi, die ihm verrät, wie er seine menschliche Gestalt zurückerlangen kann. Ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist das „Kräutlein Niesmitlust“, das Jakob benötigt, um seine Verwandlung rückgängig zu machen. Dieses Kraut wird auch als Christrose oder Nieswurz (Helleborus niger) bezeichnet. Die Geschichte endet damit, dass Jakob mit Hilfe des Krauts und mit der Unterstützung von Mimi seine menschliche Gestalt wiedererlangt und zu seinem Vater zurückkehrt.

  50. 32

    Jorinde und Joringel

    Das Märchen "Jorinde und Joringel" steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 69. In einem Schloss im Wald wohnt eine alte Zauberin. Sie verwandelt sich tagsüber in eine Katze oder Nachteule (in Jung-Stillings Version auch in einen Hasen). Sie lockt Tiere an, um sie zu schlachten. Wer dem Schloss zu nahe kommt, der kann sich nicht mehr bewegen. Jungfrauen verwandelt sie in Nachtigallen, die sie im Schloss aufbewahrt. Jorinde und Joringel sind ein junges Liebespaar, das versehentlich in die Nähe des Schlosses kommt. Sie weinen erst und werden ganz traurig, dann wird Jorinde zu einer Nachtigall, und während Joringel sich nicht bewegen kann, fängt die Hexe sie ein und nimmt sie fort. Joringel fleht sie an, sie freizulassen, doch sie lässt sich nicht erweichen.

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Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte.Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen. Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert.Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln.Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnli

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