PODCAST · music
Der Wochenliederpodcast
by Martina Hergt & Kathrin Mette
Eine Kirchenmusikerin und eine Theologin nehmen sich in jeder Folge eins der evangelischen Wochenlieder vor. Sie reden über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und teilen Ideen, wie man es im Gottesdienst einsetzen kann. Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der sächsischen Ehrenamtsakademie sind die Gesprächspartnerinnen. Hin und wieder begrüßen sie auch Gäste beim Wochenliederpodcast.Zu erreichen ist der Wochenliederpodcast über [email protected].
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Jesus lebt, mit ihm auch ich (EG 115)
Zum ersten Mal nachweisbar veröffentlicht wurde unser Wochenlied im Jahr 1653 und zwar gleich in zwei Gesangbüchern: im "Gesangbuch für die Reformierten in der Mark Brandenburg", das der Berliner Verleger Christoph Runge herausgab, und in der fünften Auflage von Johann Crügers berühmtem Gesangbuch "Praxis Pietatis Melica". In beiden Sammlungen stand es damals als Osterlied. Heute singen wir es im Herbst, am 16. Sonntag nach Trinitatis. Aber das Tolle ist: Die biblischen Texte dieses Sonntags sind österlich. Und deswegen kann man diesen Sonntag auch "Herbstostern" nennen.
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Wer nur den lieben Gott lässt walten (EG 369)
Als Trostlied hat Georg Neumark sein Lied "Wer nur den lieben Gott lässt walten" beschrieben. Der Überlieferung nach liegen die Ursprünge des Liedes in einer Reise Neumarks nach Königsberg, bei der er überfallen und ausgeraubt wurde. Zu Gast ist in dieser Folge der Referent für Jugend- und Popularmusik in der Sächsischen Landeskirche: Carsten Hauptmann.
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Danket dem Herrn (EG 333)
Ein Text voller Anspielungen auf Psalmen und andere biblische Texte, ein großer Tonumfang, ein Zeitstopper mitten im Lied. "Danket dem Herrn" wurde von Karl Friedrich Wilhelm Herrosee und Karl Friedrich Schulz geschrieben und schnell sehr beliebt. 1912 empfahl es die preußische Regierung für den Schulunterricht. Aber das ist lange her.
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294
So jemand spricht: Ich liebe Gott (EG 412)
Am 13. Sonntag nach Trinitatis dreht sich alles um die Nächstenliebe. Wenn ich mich nicht für die Menschen verantwortlich fühle, mit denen ich zu tun habe, dann kann es mit meiner Liebe zu Gott nicht weit her sein. So könnte man die ersten Zeilen des Wochenliedes für diesen Sonntag paraphrasieren. Dort heißt es: Gott ist die Lieb und will, dass ich den Nächsten liebe gleich als mich. Unser Gesprächsgast in dieser Folge ist Michael Markert. Michael Markert ist Rektor und Studienleiter des kirchlichen Fernunterrichts in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands.
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Wir haben Gottes Spuren festgestellt (EG.E 20)
Ein Wochenlied mit internationaler Gemengelage. Das französische Original von Michel Scouarnec hat Diethard Zils ins Deutsche übertragen. Die helle Melodie stammt von dem griechisch-französischen Komponisten Jo Akepsimas. Das Lied nimmt uns hinein in die Frage: Wo entdecken wir heute Gottes Wunder ? Und es weiß, dass das gar nicht immer so eindeutig ist. Bei dieser Folge des Wochenliederpodcast haben wir uns einen Gast eingeladen - Christian Kollmar. Er ist Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik und ist Pfarrer im Ehrenamt.
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292
Meine engen Grenzen (EG.E 12)
Dieses Lied von Eugen Eckert ist ein richtiger Hit. In Form eines Gebets bringt es unsere Bedürftigkeit vor Gott und bittet um Verwandlung. Kathrin hat ihre Mühe mit dem Lied, lässt sich aber von Martina überzeugen, dass gerade diese Mühe zur Qualität des Liedes gehört.
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Lobt und preist die herrlichen Taten des Herrn (EG 429)
Dieses Lied aus der Feder des Dominikaners Diethard Zils und des Komponisten Lucien Deiss steht im Evangelischen Gesangbuch in der Rubrik "Bewahrung der Schöpfung". Dort hat es nichts zu suchen, finden Martina und Kathrin , denn das Lied dreht sich um die sog. "letzten Dinge", also um die Eschatologie und bringt damit einen besonderen, eigenen Akzent in das Proprium des Israelsonntags.
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Die Erde ist des Herrn (EG.E 32)
Glaubt man dem Autor Jochen Riess und dem Komponisten Matthias Nagel, dann ist dieses Lied in nur 30 Minuten entstanden. Die erste Zeile greift das Motto des Kirchentags von 1985 in Düsseldorf auf, der mitten in einer konfliktreichen Phase des Kalten Kriegs stattfand. Trotzdem ist der Text nicht von gestern, sondern passt auch noch in unsere Zeit, die sich ganz anderen Herausforderungen gegenübersieht als Mitte der 80er Jahre.
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Sonne der Gerechtigkeit (EG 262 und 263)
Im Sommer machen viele Podcasts Pause. Aber wir nicht. Freut euch auf eine neue Folge, in der wir dem Lied "Sonne der Gerechtigkeit" nachgehen. Dafür reisen wir nicht nur einige Jahrhunderte in der deutschen Kirchengeschichte zurück, sondern schauen sogar mal kurz bei den alten Ägyptern vorbei. Stichwort Sonnengott Re. Ja - damit hat die Sonne der Gerechtigkeit etwas zu tun.
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288
Nun lasst uns Gott dem Herren (EG 320)
"Ein Dancklied, nach Essens und sunst, fur allerley Wohlthaten Gottes" - So hat Ludwig Helmbold sein bekanntestes Lied genannt, dass wir heute unter dem Namen "Nun lasst uns Gott, dem Herren" kennen.
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Ich sage Ja (EG.E 10)
Okko Herlyn hat Text und Melodie dieses modernen Glaubenslieds geschrieben. Es ist für den 6. Sonntag nach Trinitatis als Wochenlied vorgesehen und überzeugt Martina und Kathrin auf der ganzen Linie. Dass der Nachname von Okko Herlyn auf der zweiten Silbe betont wird, haben wir leider erst nach der Aufnahme dieser Folge erfahren.
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286
Wach auf, du Geist der ersten Zeugen (EG 241)
Vermutlich wird es dieses Lied nie in die Top Ten von Martinas und Kathrins Lieblingsliedern schaffen. Aber das muss ja auch gar nicht sein. Trotzdem machen die beiden wieder viele Entdeckungen in Text und Melodie von "Wach auf, du Geist der ersten Zeugen". Hört am besten gleich einmal in die Folge hinein.
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285
Mein Seel, o Herr, muss loben dich (EG 308)
Heute haben wir ein ganz besonderes Lied zu einem ganz besonderen Festtag für Euch dabei. Es geht um den "Tag des Besuchs Marias bei Elisabeth" oder um "Mariä Heimsuchung", wobei es nicht Maria ist, die heimgesucht wird, sondern Maria sucht heim. Das passende Lied dazu hat Erasmus Alber geschrieben. Die Melodie wurde wohl von Bartholomäus Gesius komponiert. Lasst Euch überraschen und verzaubern.
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Komm in unsre stolze Welt (EG 428)
Das Lied "Komm in unsre stolze Welt" ist über 50 Jahre alt, aber kein bisschen altbacken. Martina mag am liebsten Strophe 3, Kathrin Strophe 4. Ursprünglich war das Lied als Adventslied gedacht, es passt aber auch zum Ende des Kirchenjahres und natürlich für den 4. Sonntag nach Trinitatis. Unbedingt am Sonntag singen!
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283
Kam einst zum Ufer (EG 312)
Dieses ursprünglich niederländische Kirchenlied hat Jürgen Henkys in den 70er Jahren ins Deutsche übertragen. Das Lied gehört immer noch zu den ungehobenen Schätzen des Gesangbuchs, was auch daran liegen könnte, dass der Johannistag nicht überall gefeiert wird. Wir haben diese Misere jedenfalls zum Anlass genommen, eine lange Folge aufzunehmen. Wir reden über die Verfasser des Liedes, die Melodie, über Johannes den Täufer und über den Johannistag. Und in den Shownotes gibt es Hinweise, wie Ihr Teil eines Promotionsprojektes über den Wochenliederpodcast werden könnt.
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282
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (EG.E 17)
Für diese Folge haben wir uns mal wieder eine Gästin eingeladen - Friederike Kaltofen, die nicht nur Pfarrerin, sondern auch Musikerin ist. Bei dem Lied "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt" waren wir uns erfreulich uneinig. Kathrin treten zum Beispiel Text und Melodie der Strophen zu sehr auf der Stelle. Friederike sagt: Das muss genauso sein. Was meint Ihr?
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Komm, sag es allen weiter (EG 225)
Endlich einmal Gospel. Davon brauchen wir mehr in der Kirche, finden Martina und Kathrin. In der aktuellen Folge des Wochenliederpodcast geht es um die Wurzeln des Gospel, um Friedrich Walz - den Texter der deutschen Version dieses ja ursprünglich amerikanischen Liedes, um die Frage, wie wir heute Abendmahl feiern und natürlich auch mal kurz um "Sister Act".
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280
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr (EG 382)
Bin ich nur ein Gott der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott der ferne ist? (Jeremia 23,23). So heißt es in der alttestamentlichen Lesung für den ersten Sonntag nach Trinitatis.Und das könnte auch die Überschrift zum Wochenlied "Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr" sein. Es geht sehr existentiell zu in diesem Lied. Statt vollmundiger Bekenntnisse gibt es Fragen und zögernde Annäherungen. Das gefällt uns gut. Zu Gast ist in dieser Folge Dr. Magdalena Herbst vom Pastoralkolleg der Sächsischen Landeskirche.
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Brunn alles Heils (EG 140)
Martina Hergt vom Wochenliederpodcast findet ja, dass die Melodie des Liedes "Brunn alles Heils" plätschert und blubbert und das meint sie ganz positiv. Außerdem passen Melodie und Text aus ihrer Sicht hervorragend zusammen und das ist ungewöhnlich, weil die Melodie ursprünglich für einen anderen Text geschaffen wurde.
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278
Strahlen brechen viele (EG 268)
In der Genfer Zentrale des Ökumenischen Rates findet sich im Eingangsbereich an der Wand ein Zitat des Kirchenvaters Cyprian von Karthago. Es lautet: „Lampades sunt multae, una est lux“. Das heißt übersetzt: Es sind viele Flammen, aber nur ein Licht. Von diesem Zitat ließ sich der Schwede Anders Frostenson zu seinem Lied „Lågorna är många“ inspirieren. Als "Strahlen brechen viele" wurde dieses Lied in der Übertragung durch Dieter Trautwein auch bei uns populär. Die Melodie schuf Olle Widestrand.
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277
Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (EG 126)
Auch wenn der Text so fremd wirkt wie die Melodie (in der Tonart F-mixolydisch) sind die beiden Hosts des Wochenliederpodcasts ziemlich angetan von diesem Lied. Martin Luther hat es auf der Grundlage des Hymnus „Veni creator spiritus“ geschrieben, den Hrabanus Maurus Anfang des 9. Jahrhunderts verfasst hat. Die Melodie ist fast genauso alt. Wenn das keine Neuentdeckung ist!
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Wir feiern deine Himmelfahrt (EG.E6)
Die biblische Rede vom Himmel ist vielschichtig. Er ist zuallererst mal ein Schöpfungswerk, aber aufgrund seiner Weite auch ein Gleichnis für Gottes Güte, Wahrheit und Weisheit. Und auf dieser letzten Linie liegt nun auch die Vorstellung, dass der Himmel die Wohnung Gottes ist und Christi Rückkehr zu seinem himmlischen Vater die Gestalt einer Himmelfahrt hat. Jetzt wisst Ihr's.
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275
Vater unser im Himmelreich (EG 344)
Behüt uns, Herr, vor Unfried, Streit, / vor Seuchen und vor teurer Zeit, / dass wir in gutem Frieden stehn, / der Sorg und Geizens müßig gehn. So heißt es im Wochenlied für den Sonntag Rogate. Geschrieben hat es Martin Luther und zwar ganz allein.
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274
Ich sing dir mein Lied (EG.E 19)
Wie hört sich das Lied an, in dem dein Leben klingt? Wie Rumba, Tango oder Walzer? Und: Darf man sich fremde Melodien so zurechtmachen bis sie kaum noch zu erkennen sind? Martina plädiert jedenfalls dafür, dem ursprünglichen Sound dieses brasilianischen Liedes wieder auf die Spur zu kommen.
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273
Die ganze Welt, Herr Jesu Christ (EG 110)
Ein Frühlingslied, in dem das Erwachen der Natur zum Sinnbild der Auferstehung wird. Das ist "Die ganze Welt, Herr Jesu Christ". Und was die Redewendung "Da feiert etwas fröhliche Urständ" bedeutet, haben wir in die Folge auch endlich mal geklärt. Sun, sun, sun, here it comes.
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272
Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG 274)
Martina findet: Das Lied "Der Herr ist mein getreuer Hirt" ist so ein richtiger Renaissance-Song. Am liebsten hätte sie während der Aufnahme sofort das Tamburin ausgepackt oder die Trommeln und wild durch den Raum getanzt. Allerdings geht das mit den Kabelkopfhörern, die wir während der Aufnahme immer tragen, schlecht. Und so haben sich Martina und Kathrin dann doch ganz gesittet über dieses Lied unterhalten, dessen Grundlage natürlich der berühmte 23. Psalm ist.
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271
Der schöne Ostertag (EG 117)
Ein kleines Gesamtkunstwerk ist dieses Lied, findet Martina. Es hat die Qualität eines Solostücks, ist mitreißend und die Melodie genau richtig für den Ostertext. Falls dieses Lied bisher nicht in Euren Top Ten war, wird es Zeit, das zu ändern.
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270
Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100)
Das Lied "Wir wollen alle fröhlich sein" (EG 100) ist schnell lernbar, schwungvoll und mit seinem fröhlichen Zugriff in Form des kurzen Auftaktes beinahe springfreudig. Aber springen und hopsen passt ja auch gut zum Osterfest.
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269
Wir stehen im Morgen (EG.E 5)
Ein tanzender Puls, im 6/8 Takt. Ein leuchtendes G-Dur. Christus, der sich dreht und lacht und außer sich ist vor österlicher Freude, der uns ansteckt und mitzieht und zum Tanzen bringt - so klingt das Wochenlied für Ostersonntag. Wir haben uns darüber mit Christiane Dohrn unterhalten. Christiane ist Pfarrerin in Leipzig und Gottesdienstberaterin ist sie auch.
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268
Christ ist erstanden (EG 99)
Das Lied gilt als der älteste erhaltene liturgische Gesang in deutscher Sprache und hat es ganz schön in sich. Was uns bisher noch nicht bewusst war: Jede Strophe spannt sich zwischen dem Lobruf "Christ ist erstanden" am einen Ende und einer Art Hilferuf am anderen Ende aus. Zu Gast in dieser Folge ist Kantorin Ulrike Pippel, die Ihr schon von vielen "Gesangseinlagen" in unserem Podcast kennt.
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267
Du Schöpfer aller Wesen (EG 485)
"Das Lied singt sich nicht ab, sondern auf." So lautet Martinas Fazit zum Grauduallied für Karsamstag. Der Text von Otto Riethmüller basiert auf einer Vorlage des Ambrosius von Mailand. Die Hosts des Wochenliederpodcast sind sehr angetan. Wieder eins dieser unentdeckten Kleinode!
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266
O Haupt voll Blut und Wunden (EG 85)
Wieder einmal ist es Paul Gerhardt, der den Text dieses Liedes geschrieben hat. Martina und Kathrin reden in dieser Folge über das wohl berühmteste protestantische Passionslied und kommen zum Ergebnis, dass die Qualität des Textes überzeugt genauso wie das Zusammenspiel von Text und Melodie. Übrigens: 2026 ist Paul Gerhard-Jahr, weil Gerhard vor 350 Jahren gestorben ist.
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265
Ich bin das Brot, lade euch ein (EG.E 11)
In dieser Folge war Mira Körlin, die Rundfunkbeauftragte der Sächsischen Kirche zu Gast. Sie redet mit Martina und Kathrin über das Lied "Ich bin das Brot". Mira Körlin verbindet mit dem Lied die - wie sie sagt - warme, von Willkommen geprägte Atmosphäre beim Gründonnerstags-Agapemahl in Dresden-Prohlis.
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264
Herr, stärke mich dein Leiden zu bedenken (EG 91)
„Das Kreuz stürzt mich tief und es erhebt mich wieder.“ Allein wegen dieser Zeile hat das Lied einen festen Platz in Kathrins Herzen - einer der beiden Gastgeberinnen des Wochenliederpodcasts.
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263
Holz auf Jesu Schulter (EG 97)
Das Lied "Holz auf Jesu Schulter" holt die Paradiesgeschichte in die Passion hinein, auch wenn das Lied ursprünglich von Willem Barnard für den letzten Sonntag des Kirchenjahres geschrieben wurde.
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262
Jesu, meine Freude (EG 396)
Kennt Ihr Flora? "Flora, meine Freude"? Noch nie gehört? In dieser Folge des Wochenliederpodcasts werdet Ihr sie kennenlernen, jedenfalls das Gedicht, das ein gewisser Christoph Kaldenbach auf sie geschrieben hat und das die Vorlage für "Jesu meine Freude" von Johann Franck bildet. Zu Gast war in dieser Folge des Wochenliederpodcasts die wunderbare Cordula Scobel.
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261
Kreuz, auf das ich schaue (EG.E 22)
22 Töne, 8 Takte. Mehr braucht das Lied "Kreuz, auf das ich schaue" nicht, um seine Botschaft an die Gemeinde zu bringen. Eckart Bücken und Lothar Graap haben das Lied 1982 geschrieben. Das war das Jahr, in dem 350.000 Menschen auf den Beueler Rheinwiesen gegen Atomraketen und die Rüstungspolitik demonstrierten.
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260
Du schöner Lebensbaum (EG 96)
Bei diesem ursprünglich ungarischen Passionslied sind wir an unsere Grenzen gekommen, was die Aussprache von Textern und Komponisten angeht. Dafür gab es wieder jede Menge Entdeckungen zu Text und Melodie, zum Beispiel die Erkenntnis, dass das gar kein so junges Lied ist wie die Stellung im Gesangbuch suggeriert.
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259
Ach bleib mit deiner Gnade (EG 347)
"Ach bleib mit deiner Gnade" ist ein liedgewordenes Flehen. Und das können wir gerade gut gebrauchen. Leider.
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Wir gehn hinauf nach Jerusalem (EG.E 3)
Das ist eins dieser "neuen" Wochenlieder, bei denen wir aus vollem Herzen sagen können: Wie gut, dass es Euch gibt. Allgemeines Entzücken prägt daher diese Episode und zwar gleichermaßen, was den Text wie die Melodie angeht. Findet Ihr da draußen das Lied auch so toll?
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257
Gott hat das erste Wort (EG 199)
Ein kurzes Lied - eine lange Folge. Irgendwie gab es viel zu bereden: Über die Schöpfung, über das Weltgericht und vor allem über eine faszinierende Melodie. In dieser Folge ist Markus Leidenberger zu Gast. Als wir sie aufgenommen haben, war er noch Landeskirchenmusikdirektor in Sachsen. Mittlerweile ist er im Ruhestand.
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256
Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)
Ja, wie ist nun, dieses Lied? Feierlich? Rätselhaft? Spröde? Anmutig? Martina und Kathrin wissen es auch nicht so richtig, aber sie finden es auf alle Fälle gut.
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255
In Christus gilt nicht Ost noch West (EG.E 13)
Für Martina und Kathrin ist das Lied ein junger Bekannter, will sagen: Viel hatten sie noch nicht damit zu tun. Also begeben sie sich auf Entdeckertour und finden vor allem Interessantes rund um die Entstehung des Liedes heraus.
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254
Du Morgenstern, du Licht vom Licht (EG 74)
Die Melodie dieses Liedes leuchtet hell in einem fröhlichen D-Dur. Jede Melodieziele beginnt mit einem Sprung. Das hat Charakter und wirkt sehr belebt. Der Melodieabgang hat demgegenüber etwas beruhigendes mit dicken breiten Halbe-Noten und dem Grundton als Ziel. Alles sehr hübsch, wenn man alte Musik mag!
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253
Christus das Licht der Welt (EG 410)
Ein Text aus England, eine Melodie aus Paris! Und dazwischen volle 287 Jahre. Wenn das nicht aufregend ist!
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252
Stern über Bethlehem (EG.E 1)
Das Lied "Stern über Bethlehem" hat auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Trotzdem wirkt es nicht ausgeleiert, sondern wird nach wie vor mit Inbrunst gesungen. Beim Sternsingen oder in der Epiphaniaszeit.
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Wie schön leuchtet der Morgenstern (EG 70))
In diesem Lied erleben wir die menschliche Seele in ewigen Flitterwochen mit ihrem Jesusbräutigam. Das klingt etwas kitschig. Trotzdem sind Kathrin und Martina Fans. Philipp Nicolai war vielleicht ein Brummelbär. Aber Lieder schreiben konnte er richtig gut!
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250
Der du die Zeit in Händen hast (EG 64)
Jochen Klepper hat den Text dieses Liedes am 20. Oktober 1937 geschrieben und am 1. Januar 1938 in der Deutschen Allgemeine Zeitung veröffentlicht. Im alten Gesangbuch (EKG) wurde der Text mit der Melodie des Liedes “Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn” kombiniert. Heute ist das Lied im EG mit Tönen von Siegfried Reda unterlegt.
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Von guten Mächten (EG 65)
Heute geht es um ein vertontes Gedicht – ein Gedicht, das Dietrich Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamtes in der Berliner Prinz Albrecht Straße an seine Verlobte Maria von Wedemeyer schrieb, auf einem Papierbogen, der zum Ende hin knapp wurde. Das Blatt ist erhalten. Und übrigens 2025 ist Bonhoefferjahr (80. Todestag) und 2026 (120. Geburtstag) auch.
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Zu Bethlehem geboren (EG 32)
Kathrin findet das Lied zart und verletzlich und mag es, wenn in Kirchenliedern das Wort "Eia" vorkommt. Martina befremdet der kindliche Charakter des Liedes, vor allem, weil "Zu Bethlehem geboren" aus ihrer Sicht kein wirkliches Kinderlied ist, sondern nur kindlich spricht. Wer jetzt denkt, dass sich die beiden Hosts des Wochenliederpodcast deswegen in die Haare bekommen haben, irrt allerdings. Schließlich ist ja Weihnachten.
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Eine Kirchenmusikerin und eine Theologin nehmen sich in jeder Folge eins der evangelischen Wochenlieder vor. Sie reden über Geschichte, Melodie und Text des Liedes und teilen Ideen, wie man es im Gottesdienst einsetzen kann. Martina Hergt von der Arbeitsstelle für Kirchenmusik in Sachsen und Kathrin Mette von der sächsischen Ehrenamtsakademie sind die Gesprächspartnerinnen. Hin und wieder begrüßen sie auch Gäste beim Wochenliederpodcast.Zu erreichen ist der Wochenliederpodcast über [email protected].
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Martina Hergt & Kathrin Mette
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