PODCAST · society
Die Anachronistin
by Nora Hespers
Am 12.12.1903 wurde mein Großvater geboren: Theodor Franz Maria Hespers. Für mich ist mein Großvater ein Mythos. Eine Heldenfigur. Und jemand, der mein Leben bis heute beeinflusst. Er starb am 09.09.1943 in Berlin Plötzensee - ermordet von den Nazis.
Episodes
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#46 - Das Damals im Heute verstehen
Aus heutiger Sicht scheint es absurd von einem "Großdeutschland" zu reden. Aber vor noch nicht mal 100 Jahren war das ein Thema. Ein wichtiges sogar. Eines, das über Parteigrenzen hinweg diskutiert wurde. Und bei dem der Grat ins völkisch-nationalistische ziemlich schmal war.
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#45 - Dreieckige Bütterken
Vor über einem Jahr habe ich euch hier im Podcast mit einer Geschichte zurückgelassen, die nach sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland abgespielt hat. Zu einer Zeit als seine beiden Eltern - und meine Großeltern - beide im Gefängnis saßen. Meine Oma im Frauengefängnis in Vechta. Und mein Opa…
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#44 - Der Hespers sieht genau aus wie ein Jude
Heute ist der 21. Februar 2020. Heute wäre mein Vater 89 Jahre alt geworden. Heute ist auch der Tag nach dem rechtsextremen Anschlag auf zwei Shisha-Bars und einen Kiosk im hessischen Hanau bei dem der Attentäter neun Menschen ermordet und sechs weitere verletzt hat. Im Anschluss an die Tat…
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#43 - So wollen wir Deutschland
Von all den Texten, die mein Großvater und seine Mitstreiter veröffentlicht haben, taucht einer immer wieder ausführlich auf. Er trägt den Titel: "So wollen wir Deutschland" und erscheint in Heft 12 von "Die Kameradschaft" im Dezember 1938. Darin ist unter anderem folgender Abschnitt enthalten:...
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#42 - Kein Wort über die Lage der Juden
Wo fängst du an ein Feuer zu löschen, wenn es eigentlich schon überall brennt? Welche Themen setzt du in einer Widerstandszeitschrift, wenn du informieren und aufklären, aber eben auch möchtest, dass deine Leser wütend genug werden, um endlich aufzubegehren? Und was, wenn sich die Gewalt eines...
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#41 - Schlimmer als ein Pogrom
"Die ganze Welt ist tief erregt über das, was in Deutschland geschieht. Das Wort 'Pogrom' ist in aller Mund. Man glaubt, damit die Ausschreitungen als besonders barbarisch zu kennzeichnen. Aber man erkennt nicht, dass das, was da geschehen ist, schlimmer ist als ein Pogrom." So beginnt der…
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#40 - Zwei Sommer in Amsterdam. Teil 2
Im September 1938 kommen zwei weitere Jugendliche in Amsterdam an. Heinz S.* genannt "Lux" und sein Freund Bruno Ciepiela genannt "Bruzzi". Die beiden jungen Männer sind damals zwischen 17 und 19 Jahre alt. Und zumindest Bruzzi scheint ein ziemlich verschlagenes Kerlchen zu sein ...
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#39 - Zwei Sommer in Amsterdam. Teil 1
Fast 30 Grad im Schatten. Um mich herum wuseln Menschen mit Regenbogenflaggen und wackelnden Penis-Hörnchen-Haarreifen. Sie plappern fröhlich. Ein Mix aus Sprachen. Hinter mir rattert eine Bahn vorbei, Fahrräder, Bromfietsen … mir wird ganz schwindelig, während ich auf das Haus starre, in dem die...
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#38 - "Ist Hitler legal?"
Januar 1938. Fünf Jahre ist die Hitler-Regierung bereits an der Macht. Aber das Jahr 1938 wird die Situation vieler Menschen in Deutschland noch einmal verschärfen. Das konnten mein Großvater und seine Mitstreitern natürlich noch nicht wissen als sie im Januar 1938 die dritte Ausgabe der...
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#37 - Was man nicht sieht
Sommer 1937. Ein belgischer Pfarrer reist durch Deutschland um sich selbst ein Bild davon zu machen, ob und, wenn ja, wie sehr seine Glaubensbrüder und -schwestern vom NS-Regime unterdrückt werden. Was er erlebt ist subtil und vielleicht gerade deshalb so bedrohlich. Denn aktiven Widerstand…
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#36 - Über unendliche Wege
Dieser Artikel ist eine Zäsur. Und ich weiß gar nicht so recht, wie oder wo beginnen. Denn einerseits seid ihr schon eine ganze Weile mit mir auf einer sehr persönlichen Reise unterwegs. Andererseits möchte ich euch nicht in Schock oder Trauer versetzen. Wohl wissend, dass ich auf beides keinen...
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#35 - Die Kameradschaft: Schriften junger Deutscher. Teil 3
Eigentlich galt mein Interesse in der ersten Ausgabe der Kameradschaft nur den beiden Artikeln von Plato und meinem Großvater. Aber dann stoße ich auf einen weiteren Artikel: "In der Reichsjugendführung – Bericht eines Engländers". Der Titel hat mich jetzt nicht übermäßig gereizt. Aber der erste...
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#34 - Die Kameradschaft: Schriften junger Deutscher. Teil 2
Während sich Plato vor allem mit dem militärischen Teil und den innenpolitischen Querelen des NS-Regimes auseinandersetzt, liegt der Fokus von meinem Großvater ganz klar auf dem, was der katholischen Jugend passiert. Beziehungsweise mit den Leitern der katholischen Jugendgruppen. Sein Artikel...
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#33 - Die Kameradschaft: Schriften junger Deutscher. Teil 1
November 1937 – der erste Versuch der Widerstandsgruppe, sich im niederländischen Exil gegen die Nazis zu verbünden ist gescheitert. Aber mein Großvater Theo und sein Freund Plato alias Dr. Hans Ebeling denken gar nicht daran aufzugeben. Im Gegenteil. Es ist ihnen gelungen, genug Geld…
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#32 - Eine Konferenz in Dublin
Im Sommer 1937 reist Theo Hespers zu einer katholischen Friedenskonferenz nach Dublin. Im Verhörprotokoll seiner Geliebten, Antonia Verhagen, finde ich die Aussage, dass von dieser Veranstaltung ein Foto existiert - mit meinem Großvater drauf! Das Problem: Ich habe weder eine Ahnung, wie die...
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#31 - Ein Komplott und eine bemerkenswerte Frau
In den Gestapo-Akten ist immer wieder von der DJF, der "Deutschen Jugendfront" die Rede. Dass es diesen Zusammenschluss wirklich gab, ist fraglich. Aber er war in Planung. Für die offiziellen Vertreter der deutschen Jugend im Dritten Reich waren diese Bestrebungen lebensgefährlich. Denn viele von...
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#30 - Organisierter Widerstand und der Paragraf 175
"Invertito - Jahrbuch für die Geschichte der Homosexualitäten" steht auf dem Cover des Buches, in dem wohl die umfangreichsten Informationen über das Widerstandsnetzwerk meines Großvaters stehen. Ein guter Freund meines Vaters hat das Buch gefunden. Aber nicht, weil er den Inhalt kannte. Nein.…
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#29 - Das Kreuz mit dem Kreuz
Die Mitarbeit an dieser Zeitschrift war meinem Großvater aus zweierlei Gründen wichtig: Zum einen konnte er so natürlich zum Widerstand aufrufen und zumindest die katholische Gemeinde darauf aufmerksam machen, dass der katholische Glaube mit dem Nationalsozialismus nicht vereinbar ist (Stichwort...
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#28 - Von Widerstand und Terrorismus
Mein Großvater hat als Journalist in den Niederlanden gearbeitet - auch wenn er das rein rechtlich gesehen gar nicht durfte, denn Emigranten oder Flüchtlinge aus Deutschland durften sich nicht politisch engagieren, geschweige denn arbeiten. Trotzdem hat da in den Niederlanden kein Hahn nach...
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#27 - Beste Kontakte ins Reich - Teil 2
Kennt ihr die Theorie von der wellenförmigen Bewegung, die Zivilisationen durchlaufen? Wir entwickeln uns, erreichen ein zivilisatorisches Hoch gekennzeichnet durch schnelle Entwicklung, Reichtum und Frieden, und dann geht’s wieder eine Runde abwärts. Menschen werden ärmer, die Entwicklung...
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#26 - Beste Kontakte ins Reich - Teil 1
So um 1937 herum bekommt Theo Hespers Kontakt zum niederländischen Journalisten Dr. Marcus van Blankenstein. Er galt als der scharfer Analytiker und beste Adresse, wenn es um die Auslandsberichterstattung - und besonders um Deutschland ging. Bereits im 1. Weltkrieg war van Blankenstein...
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#25 - Alfred und die Spitzel - Teil 2
"Daß diese Episode nicht in einer Tragödie endete, ist wahrscheinlich nur der Tatsache zuzuschreiben, daß in diesem halben Jahr nach der Machtübernahme die Bürokratie der Nazis noch nicht richtig auf Touren gekommen war. Ein oder zwei Jahre später hätte mir dieses Capriccio zweifellos KZ...
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#24 - Alfred und die Spitzel - Teil 1
"Mit einem anderen HJ-ler verstand ich mich ebenfalls sehr gut. Wir diskutierten später sehr oft über weltanschauliche Fragen, wobei er mehrfach den Standpunkt vertrat, die Juden seien das Unglück der Menschheit und müßten ausgerottet werden. Ich sei jedoch eine Ausnahme! Das war damals ein...
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#23 - Eine Dreiecksbeziehung
Ich versuche mir immer vorzustellen, wie das gelaufen sein kann. Alles, was ich über meine Oma weiß, und was mein Vater über sie erzählt, klingt nicht so, als hätte sie einfach gesagt: na klar! Gar kein Problem, zieht die Toos eben hier mit ein. Macht doch nichts. Zumindest dann nicht, wenn sie…
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#19 - Helmond - Noch ein Spion?
Wenn mein Vater nicht draußen am Kanal war, um den Wasserratten zuzusehen, hat er manchmal einfach aus dem Fenster gestarrt, in der Hoffnung, irgendetwas zu sehen. Manchmal kam sein Opa aus Mönchengladbach zu besuch. Aber an diesem Tag war es jemand anderes. Als mein Vater den Mann auf der…
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#20 - Eindhoven - Eine schicksalhafte Begegnung
Irgendwann zwischen Ende 1935 und Anfang 1936 kommt Max auf die Idee, meinen Großvater und Toos Verhagen miteinander bekannt zu machen. Er wusste, dass sie jede Menge Kontakte hatte und sicher eine gute Ansprechpartnerin war, wenn es darum ging, neue Kunden für die vegetarischen Reformartikel...
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#18 - Plato und Pläne
Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sich Plato und mein Großvater Theo intensiv über die politische Situation in Deutschland ausgetauscht haben. Und sie werden auch darüber gesprochen haben, wie sich das wohl ändern lässt. Ganz sicher werden sie sich auch darüber gestritten haben, auf welchem…
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#21 - Mein Vater, der Kriegsflüchtling
Eigentlich wollte ich die Geschichte meines Großvaters erst zu Ende erzählen, bevor ich das schreibe, was jetzt kommt. Weil das, was jetzt kommt, so viel näher an mir dran ist. Und weil ich dabei von mir erzählen muss. Nicht durch die Blume, sondern direkt. Und das, obwohl ich für die Geschichte...
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#17 - Over de Waterkant
Als Ende 1934 die Freunde meines Großvaters reihenweise verhaftet und zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt werden, wird es still in dem kleinen Bauernhaus an der holländischen Grenze. In einem Film wäre das die Stelle, wo die Nadel vom Plattenteller rutscht, ein Glas zerbricht – und statt...
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#16 - Ein Geheimgefängnis und große Pläne
"In der gemeinsamen Zelle sprachen wir nicht nur über unsere Erlebnisse im antifaschistischen Kampf, sondern – und das ist mir fest im Gedächtnis haften geblieben – darüber, wie einmal das zukünftige demokratische Deutschland nach der Niederwerfung des Hilter-Regimes aussehen solle. Und so...
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#15 - Melick - Von Onkels, Schlägern und Eiern
Bis jetzt war das Haus in Melick für mich einfach nur ein halb verrotteter Schuppen irgendwo im Nirgendwo. Ich hab mir vorgestellt, dass vielleicht ein Bauernhaus in der Nähe war und sonst nichts. Aber da sollte mich mein Vater eines besseren belehren. Er erinnert sich an eine Kneipe, eine…
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#14 - Unter Papier vergraben
Fünf Monate ist es jetzt her, dass ich das Blog gestartet hab. Die meiste Zeit ist es mir gelungen, wöchentlich zu schreiben. Grade hängt‘s. Das liegt vor allem daran, dass sich mein Schreibtisch biegt unter dem Material, das ich inzwischen rangeschafft habe. Ich komm einfach nicht nach mit...
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#13 - Erste Station: Melick
Es ist ein bisschen schwierig, sich eine Geschichte vorzustellen, wenn man das Ende schon kennt. Wenn man die gesamte Entwicklung bereits vor Augen hat. Und trotzdem versuche ich mir immer klar zu machen: das Ganze war ein Prozess. Geschichten erzählen ja nur die Spitze des Eisberges. Aber so ein...
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#12 - Klopapier aus Goebbels Briefen
“Die (Tante von Joseph Goebbels, Anm. d. Autorin) brachte immer die neuesten Nachrichten und Briefe von ihrem Neffen und dann wurden die Briefe und die Zeitungen, die wurden zu Klopapier geschnitten. Damals gab es ja kein Klopapier, das waren ja Plunschklos waren das und da wurde Zeitung kaputt...
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#11 - Kein Weg zurück
Wenn mein Vater von der Flucht und seiner Zeit in Holland spricht, bekommt er oft leuchtende Augen. Für ihn war das alles ein riesiges Abenteuer. Das meiste davon zumindest. Und er freut sich, darüber sprechen zu können: “Ich erlebe das dann alles noch mal”, hat er bei meinem letzten Besuch…
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#10 - Zwischen den Zeiten - Teil 3
Historische Orte sind immer ein bisschen seltsam. Und Berlin hat ganz schön viele davon. Vor allem da, wo die ganzen Regierungsgebäude sind, schreien einen die Epochen regelrecht an. Ich bin in der Niederkirchner-Straße 8 verabredet in der Topografie des Terrors. Direkt gegenüber dem...
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#8 und #9 - Zwischen den Zeiten 1 + 2
Da liegt er jetzt. Der dicke schwere Aktenordner. Als der Zug losrollt, muss ich wieder an mein Gespräch mit meinem Kollegen Matthias von Hellfeld denken. Bei unserem Gespräch im August 2014 hat er mir erklärt, wie man solche Akten lesen muss – und woran ich zum Beispiel Folter erkenne: “Es gibt…
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#7 - Ein Leben in Freiheit
Wir halten das oft für selbstverständlich. Ein Leben in Freiheit. Ein Leben mit allen Freiheiten. Ein Leben, für das die Jugend zur Zeit meines Großvaters noch ziemlich kämpfen musste. Das waren ganz seltsame Anwandlungen, die die jungen Leute da damals hatten. Ich will euch nicht unnötig auf die...
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#6 - Über die Verhältnisse
Als junge Frau muss sie eine besondere Faszination auf meinen Großvater gehabt haben. Sie war laut, schlagfertig, lachte gerne und liebte die Natur. Ihr Vater war Schreiner. Und auch der Rest der Familie stammte aus dem Handwerker-Millieu. Mein Großvater gehörte zu dieser Zeit dem Quickborn an.…
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#5 - Viel Stoff, wenig Schlaf
Mein Aufnahmegerät läuft schon seit über einer Stunde. Und mein Vater redet und redet. Er hat diese Geschichten schon hunderte Male erzählt. Manche davon kenne ich schon. Trotzdem sitze ich einfach nur da und höre zu. Wer mich kennt, weiß, dass das selten ist. Als er eine kurze Pause macht, sieht...
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#4 - Der Tag der Flucht
“Wir sahen, dass die Vertreter des Sozialismus sich nicht entschieden für eine soziale Neuordnung einsetzten, dass die Vertreter des Nationalismus nicht das Wohl des Volkes und der Nation, sondern egoistische Ziele im Auge hatten, dass die Vertreter des Katholizismus nicht die Weite zeigten, die...
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#3 - Damit prokrastiniert man nicht
Wenn ich mich recht erinnere war ich auf der Suche nach einem Thema. Und wie das so ist, wenn man ziellos vor sich hin surft in diesen unendlichen Weiten namens WWW – irgendwann landet man auf einer Seite, die mit dem Ausgangspunkt der eigenen Bemühungen genau nichts mehr zu tun hat. Ich bin auf...
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#2 - Die Vergangenheit sitzt am Nachbartisch
Es gibt diese Situationen im Leben, die einen komplett fassungslos machen. Ein Satz, ein ungläubiger Blick, die Suche nach der versteckten Kamera – und die kurz aufkeimende Frage, ob jetzt Zufall oder Schicksal ihre Finger im Spiel haben. Wie die Geschichte weitergeht? Auf…
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#1 - 111 Jahre oder drei Generationen
Am 12.12.1903 – vor genau 111 Jahren – wurde mein Großvater geboren: Theodor Franz Maria Hespers. Für mich ist mein Großvater ein Mythos. Eine Heldenfigur. Und jemand, der mein Leben bis heute beeinflusst. Er starb am 09.09.1943 in Berlin Plötzensee – ermodert von den Nazis. Wie die Geschichte...
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Am 12.12.1903 wurde mein Großvater geboren: Theodor Franz Maria Hespers. Für mich ist mein Großvater ein Mythos. Eine Heldenfigur. Und jemand, der mein Leben bis heute beeinflusst. Er starb am 09.09.1943 in Berlin Plötzensee - ermordet von den Nazis.
HOSTED BY
Nora Hespers
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