PODCAST · society
Die letzte Flasche
by Clemens Hoffmann
Jeder kennt sie, jeder hat sie: Die letzte Flasche! Eine, die noch im Keller herumgeistert oder im Weinregal verstaubt. Fast vergessen, aber aus bestimmten Gründen doch verwahrt. Weil Sie ein Geschenk einer lieben Person war, die "gute Flasche" zum Abitur, ein Erbstück oder die letzte Flasche aus einem legendären Jahrgang. Hier bekommen diese letzten Flaschen ihren großen Auftritt!Im Gespräch mit Clemens Hoffmann, Journalist aus Berlin mit einer großen Leidenschaft für gutes Essen und guten Wein, verkosten die Gäste ihre letzte Flasche, erzählen die Geschichte dahinter und sprechen über ihre Leidenschaft für den Genuss. Viel Spaß beim Hören und Genießen!
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#55: Mit Tee-Sommeliere Kwok Ying von Beuningen über die Leidenschaft für besten Tee
Mit Tee-Sommeliere Kwok Ying von Beuningen vom veganen Fine Dining Restaurant "Oukan" in Berlin-Mitte taucht Clemens ein in das genussvoll-faszinierende Universum des Tees.
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#54: Mit 3-Sterne-Koch Marco Müller über exzellente Zutaten, die Liebe zur Natur und Handschrift am Herd
Die letzte Flasche" live auf dem Feinschmeckerfestival Eat!Berlin: Clemens unterhält sich mit Berlins einzigem Drei-Sterne-Koch Marco Müller.
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#53: Mit Anabela Campos-Neves über portugiesische Aromaküche und das Glück, im Restaurant keine Wahl zu haben
In "Anabelas Kitchen" in Berlin ist der Name Programm. Hier steht die Portugiesin Anabela Campos-Neves in ihrer winzigen Küche. Und vermählt, was ihr beim Einkaufen an guten Produkten in die Hände fällt, mit den Aromen ihrer Kindheit.
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#52: Mit Jinok Kim-Eicken über koreanische Küche jenseits von BBQ & Bibimbap und Minimalismus am Herd
In ihrem Kreuzberger Restaurant "NaNum" trifft Clemens auf die Köchin und Keramikerin Jinok Kom-Eicken, die nach ihrer Karriere als Opernsängerin an den Herd gefunden hat - als Autodidaktin und in einem Alter, in dem andere schon an Rente denken.
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#51: Mit Jennie Kießling vom Mindful Drinking Club über inklusive Trinkkultur und Spaß im Glas ohne Promille
Zum Auftakt des "Dry January" trifft Clemens Jennie Kießling in ihrem "Mindful Drinking Club". Der Concept-Store in Berlin bietet prickelnde und stille Wein-Alternativen, sogenannte Proxies, sowie alkoholfreie Aperitifs, Destillate und servierfertige Cocktails. Doch wonach schmeckt Achtsamkeit im Glas? Zum Beispiel nach Zitronenmelisse, Weidenröschen und Waldmeister. Zutaten, die in Jennies letzter Flasche des spritzig-schäumenden Proxie „ENG“ nach der ursprünglichen Rezeptur „01“ weiterleben. Damit bringen die Macherinnen von Villbrygg die Essenz einer norwegischen Wildblumenwiese direkt ins Glas. Clemens, sonst überzeugter Weintrinker, staunt über die erstaunliche Frische und die feinen Tannine. Weil Jennie täglich Kunden und Gastronomen berät, kreist das Gespräch schnell um den gesellschaftlichen Wandel rund ums Trinken. Jennie beobachtet, dass die Akzeptanz für Null Promille stetig wächst, auch wenn mancher Wirt damit noch etwas Nachhilfe braucht. Ihr Tipp: Schon beim Aperitif sollten Gastgeber und Bars alkoholfreie Alternativen anbieten. Das setze den Ton für den Abend – und schaffe ein Klima, in dem sich alle willkommen fühlen. Egal, was sie im Glas haben. Für Jennie ist achtsames Trinken keine Verzichtsübung, sondern Genusskultur. Auch darum sind ihr eigenständige Getränke-Kreationen lieber als entalkoholisierte Weine, die – da sind sich Clemens und sie einig – leider noch zu oft schmecken, als sei eine Dampfwalze darübergerollt. Und obendrein selten nachhaltig produziert sind. Zum Schluss gibt Jennie noch ein paar inspirierende Tipps für alkoholfreie Ergänzungen des heimischen Barschranks. Ein bewußtseins-erweiterndes Gespräch zum Jahresbeginn. Mit Leichtigkeit, Neugier – und völlig ohne Promille
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#50: Wein- und Genussjournalist Ulrich Amling über den Kulturkampf ums Weintrinken und wie Genießen wieder Spaß macht
Die 50. Folge von „Die letzte Flasche“ wird gefeiert – mit einem besonderen Jubiläums-Gast: Wein- und Genussjournalist Ulrich Amling vom Tagesspiegel. Gemeinsam mit Clemens blickt er zurück auf fünfzig Folgen voller Genussmomente – und auf die großen Fragen des Kulinarik-Jahres 2025: Warum Wein plötzlich ein Kulturkampfthema ist, wie Gastronomen mit immer launischeren Gästen umgehen und was gutes Essen heute eigentlich bedeuten sollte. Ulrich hat eine letzte Flasche "Scheurebe Alte Reben 2018" im Gepäck, die er in der Corona-Zeit als Lohn für schweißtreibende Arbeitseinsätze in den Steillagen des fränkischen Weinguts "Am Stein" erhalten hat. Die beiden philosophieren über die Bewertungsmaßstäbe für Gastrokritiken, rätseln über den ersten alkoholfreien 100-Euro-Wein, und verabschieden sich von einer Berliner Delikatessen-Institution nach 97 Jahren. Für die Zukunft wünschen sie sich mehr Restaurants mit schmackiger Bistro-Küche, statt langatmiger Menüfolgen und überteuerter Weinkarten. Zum Schluss verrät Ulrich noch, dass er an die Renaissance der deutschen Küche glaubt, welche Restaurants er aktuell empfiehlt, und welcher Lieblingsmensch für ihn am ersten Weihnachtstag den Kochlöffel schwingt.
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#49: Mit Winzerin Simone Adams über straffe Burgunder vom Kalk, deutsche Klonvielfalt und Biodynamie ohne Dogmen
In Folge 49 trifft Clemens Simone Adams, eine der spannendsten Winzerinnen Rheinhessens, die auf dem Familienweingut in Ingelheim eine ganz eigene Handschrift entwickelt hat. Simone ist eine Frau mit Mut und Ideen, die sich nicht scheut, eigene Wege zu gehen – mit viel Gefühl fürs Terroir bringt sie berührende Burgunder-Weine auf die Flasche, die dank des Kalkbodens eine unverwechselbare Frische ausstrahlen. Besonders freut sich Clemens über Simones Spätburgunder aus der Premium-Lage „Pares“ – 2020 ist ihr erster Jahrgang aus diesem lange vernachlässigten Filetstück, das sie mit den besten deutschen Pinot-Noir-Klonen neu bestockt hat. Dass Simone heute kompromisslos und leidenschaftlich Winzerin ist, war nicht vorhersehbar: Eigentlich wollte sie Jura in Berlin studieren, hat dann aber in Geisenheim promoviert und stand plötzlich nach dem Tod ihres Vaters 2010 vor der Entscheidung, das Familienweingut weiterzuführen. Simone beschreibt sich selbst als „zäh“ – halbe Sachen gibt es für sie nicht. Ihr größtes Ziel: Die Reben in eine natürliche Balance bringen – ohne Dogmen, mit Blick aufs Wesentliche. Biodynamische Prinzipien sind ihr wichtig, aber noch wichtiger ist, dass die Reben produzieren dürfen, was sie wollen und können. Bei ihren Lagenweinen setzt sie auf Ganztraubenpressung. So holt sie noch mehr Herkunftscharakter über die Rappen in den Keller – das Ergebnis sind elegante, komplexe und trotzdem strahlend frische Weine. Simone verrät auch, warum ihre Weine regelmäßig beim VOX-Dating-Format "First Dates" zu sehen sind, warum sie in ihrer neuen Sektcuvée mit Frühburgunder experimentiert und welche anderen Ingelheimer Weine sie besonders schätzt.
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#48: Mit Mosel-Winzer Nik Weis über seine Liebe zur Spätlese und Energie, die aus dem Schiefer kommt
In Folge 48 trifft Clemens Winzer Nik Weis vom Weingut St. Urbanshof an der oberen Mittelmosel. Der passionierte Hobbykoch Nik kam schon als Abiturient mit feiner Kulinarik, Genuss und Tischkultur in Berührung, weil sein Schwager Harald Rüssel damals als Sous-Chef im Zwei-Sterne-Restaurant "Die Traube" in Grevenbroich arbeitete. Bis heute treibt es ihn an, Weine zu produzieren, die zu gutem Essen getrunken werden. Bei einer gereiften Spätlese aus dem Piesporter Goldtröpfchen, erzählt Nik, durch welchen unglaublichen Zufall er seinen Besitz in einem nicht flurbereinigten Teil der berühmten Steillage bedeutend erweitern konnte. Mit Clemens spricht er über das unberechtigte Häckeldeckchen-Image der Spätlese, den gegenwärtigen Kabi-Hype und das Restsüße-Dilemma des Moselrieslings. Nik erklärt, warum jung verkostete Spitzenrieslinge oft recht fordernd sind, während sie in gereifter Form viel bekömmlicher daherkommen. Die beiden philosophieren darüber, wie Salz und Säure Energie und Spannung in Weinen erzeugen - und warum dafür ein harter Gesteinsboden unerlässlich ist. Am Schluss stellt Nik noch sein neustes Baby vor: einen frisch angelegten Spätburgunder-Rebgarten auf dem Dhroner Hofberg, einem kühlen Seitental der Mosel, von wo er in zehn Jahren die ersten roten Großen Gewächse präsentieren möchte. Für alle, die nicht so lange warten mögen, empfiehlt Nik noch die interessantesten Rotwein-Perlen im Top-Riesling-Anbaugebiet der Welt.
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#47 Mit Winzerin Eva Clüsserath-Wittmann übers Pendeln fürs Terroir und die Magie der Mittelmosel
In Ihrem Weingut an der Mittelmosel trifft Clemens zwei Wochen nach Ende der Turbo-Lese 2025 auf eine tiefenentspannte Eva Clüsserath-Wittmann. Obwohl die Moselwinzerin fast wöchentlich im Auto sitzt, um die rund 150 Kilometer zwischen dem Weingut ihres Mannes Philipp Wittmann im rheinhessischen Westhofen und ihrem eigenen Betrieb zu überbrücken. Im Weingut ihres Vaters Ansgar Clüsserath in Trittenheim arbeitet Eva schon seit dem Jahrgang 2001 mit und hat dort 2014 offiziell das Kommando übernommen. Die beiden Betriebe nach der Hochzeit mit Philipp 2007 einfach zusammenzulegen, kam für sie aber nie infrage. Der Ausbau der Weine aus Toplagen der Mittelmosel im Weinkeller in Trittenheim gehört für Eva nämlich klar mit zum Terroir. Eleganz und bestmögliche Lagen-Charakteristik bei moderaten Alkoholwerten - danach strebt Eva im Keller. Entsprechend ausführlich sprechen die beiden über die Besonderheiten der Schiefersteillagen, in denen die Trauben für ihre mittlerweile weltweit nachgefragten Moselrieslinge stehen. Warum sie sich nach Studium in Geisenheim und einem Praktikum in einer Limonadenküche doch entschieden hat, Winzerin zu werden, erzählt Eva bei einer letzten Flasche, die sie an ihre ersten Berufsjahre in der Geschäftsstelle des VdP-Pfalz erinnert. Der herrlich gereifte Riesling GG "Im Sonnenschein" aus dem Hitzejahr 2003 stammt von Weingut Ökonomierat Rebholz, dem Betrieb ihres damaligen Chefs, Hansjörg Rebholz. Eva erzählt, welche Synergien sich für sie und ihren Mann Philipp durch ihre beiden Weingüter ergeben. Und verrät, warum sie den Genusstourismus für eine wichtige Säule beim Weinabsatz der Zukunft sieht. Ganz zum Schluss gibt sie dann noch konkrete Einkaufstipps für Eure Mittelmosel-Weinprobe zum Mitschreiben.
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#46 mit dem Falkenseer Sternekoch Marco Wahl über Fine Dining in der Vorstadt und eine verwechselte Flasche
Clemens trifft seinen Nachbarn – und der ist kein Geringerer als Sternekoch Marco Wahl. Im brandenburgischen Falkensee hat Marco mit seinem Restaurant Sawito einen Michelin-Stern erkocht – ein Lebenstraum, der wahr wurde. Darauf stoßen die beiden mit einem Schluck aus seiner letzten Flasche an. Der exquisite Condrieu von André Perret, Jahrgang 2000, hat nur dank einer Verwechslung überlebt. Im Gespräch mit Clemens blickt Marco zurück auf seine französisch geprägte Koch-Ausbildung, die auch seinen Anspruch als Küchenchef formte: nämlich seine Gäste auf hohem Niveau mit modernen Gerichten auf klassischer Basis zu verwöhnen. Marco spricht offen über die Herausforderungen, ein Fine-Dining-Restaurant in einer bodenständigen Kleinstadt im Berliner Speckgürtel zu etablieren. Und verrät, wie er die Skeptiker mit niedrigschwelligem Sonntagsbrunch und Grill-Sessions vor dem örtlichen Edeka aus der Reserve lockt.
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#45: Sonderfolge Weinland Ungarn: Vulkanweine, unaussprechliche Rebsorten und ein Gulasch-Missverständnis
Egészségedre! Clemens war ein paar Tage in Ungarn unterwegs - erst auf dem BOR 2025 Hungarian Wine Summit in Budapest und danach im vulkanisch geprägten Norden des Balaton. Er durfte Rebsorten mit unaussprechlichen Namen kennenlernen und aufregende Sekt-Newcomer verkosten. Er hat das Potenzial der großen Rotweine Kékfrankos und Kadarka verstanden und war begeistert, mit welcher Akribie eine neue Generation Winzer gerade den Terroirgedanken nach vorne bringt. Statt nachzumachen, was in der Weinwelt gerade schick ist, zeigen sie ihre eigene Handschrift mit den heimischen Sorten und Böden. Wie immer gibt es auch jede Menge kulinarischer Eindrücke zu verarbeiten und ein Missverständnis über Gulasch zu klären. Eine Sonderfolge über ein Weinland im Aufbruch. Mit Unterstützung von Wines of Hungary.
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44: Mit 2-Sternekoch René Frank vom "Coda" über Freiheit am Herd, Umami in Desserts, Kaviar am Stiel und Süß ohne Zucker
Was ist ein Dessert? "Der emotionalste Gang eines Menüs", sagt René Frank, vielfach ausgezeichneter Küchenchef und Miteigentümer des jüngst erneut mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants "Coda" in Berlin. Der gebürtige Süddeutsche zählt ohne Übertreibung zu den außergewöhnlichsten Köchen Deutschlands. Was 2016 als hippe „Dessert Bar“ im Multikulti-Kiez Neukölln begann, bezeichnet René mittlerweile lieber als nonkonformes Fine Dining-Erlebnis. Seine avantgardistischer Stil wurzelt in den Techniken der Patisserie, ohne zwingend süß zu ein. Es ist eine von Desserts inspirierte Küche mit raffinierten Speisen, die in keine Schublade passen. Auf industriell raffinierten Zucker verzichtet der Koch dabei konsequent, auf Fisch und Fleisch weitgehend. Im Gespräch mit Clemens erinnert sich René an die Genüsse seiner Kindheit (Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, Bum-Bum-Eis am Stil im Freibad) und seine frühe Faszination für Küchen (Berufswunsch laut Poesiealbum: "Koch oder Kommissar"). Er erklärt, wie sein Mentor, der 3-Sterne-Koch Thomas Bühner, ihm die absolute Freiheit am Herd und damit das daraus erwachsende Selbstvertrauen schenkte, sich in die gastronomische Selbständigkeit zu stürzen, für die wiederum das Projekt "Room4Dessert" auf Bali von US-Patissier Will Goldfarb einen Teil der Inspiration lieferte. Bei einem Glas Sekt "Christmann & Kauffmann: Cuvee No. 204 Brut Nature 2021" bekennt René, dass er kaum letzte Flaschen besitzt, weil er sich nur ungern Wein oder Lebensmittel schenken lässt. Wenn er nicht gerade selbst am Herd steht, geht er immer noch gerne essen, am liebsten "klassisch authentisch": Grandios fand er zuletzt das Ristorante "Scannabue" in Turin, das er allen Podcast-Hörern wärmstens ans Herz legt.
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43: Koch & Hotelier Philipp Vogel über Kreuzberger Enten, seine Heimatstadt Köln und die Jagd nach den Michelin-Sternen
Seit sieben Jahren serviert Philipp Vogel im Orania.Berlin seine legendäre „X-berg-Ente“ – einen Vier-Gänge-Klassiker, der längst zum Markenzeichen geworden ist. Ist das noch ein Signature Dish oder einfach ein genial durchgezogenes Konzept? Darüber philosophieren wir bei Philipps letzter Flasche, einem gereiften Sauvignon Blanc Reserve 2015 vom Pfälzer Weingut Erich Stachel. Vogel, der als Hoteldirektor das schicke Boutiquehotel im linksalternativen Kreuzberg auch als Gastgeber prägt, verrät: Er liebt gesellige Abende mit Freunden und Wein – kann aber auch wochenlang auf Alkohol verzichten. Der gebürtige Kölner Philipp und der kölsche Ex-"Immi" Clemens sind sich einig: Die Domstadt mag architektonisch fordern, aber nirgendwo trifft man herzlichere Menschen. Und sie kann Karneval. Passend zur neuen Guide-Michelin-Ausgabe blicken die beiden auf Vogels holprigen Weg zum ersten Stern – von Drei-Sterne-Koch und Mentor Dieter Müller in Bergisch-Gladbach über London nach Shanghai und Wien. Warum ihn der Sterneregen heute kaltlässt, er aber Michelin-Tester respektiert, erklärt Vogel offen. Außerdem: Seine Bewunderung für Selbstvermarkter Tim Raue, die Erfahrungen bei „Kitchen Impossible“ (nach zwei Duellen gegen Tim Mälzer steht’s unentschieden) und was der TV-Ruhm für das Restaurant bedeutet. Am Ende gewährt der Mann am Entenofen auch noch einen kurzen Blick auf seine „dunkle Seite“.
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42: Mit FAZ-Redakteuerin Friederike Haupt über Gesellschaftsschlemmerei, schlechten Wein und Mettbrötchen im Berliner Po
Die Journalistin Friederike Haupt beobachtet im Berliner Büro der FAZ die AfD und die FDP und ist für das Bundesland Brandenburg zuständig. Als bekennende Gerne-Esserin interessiert sie sich aber auch für die sozio-gastronomischen Zusammenhänge in der Politik. Also dafür, was geschieht, wenn Leute beim Politikmachen essen und trinken. Als teilnehmende Beobachterin veröffentlicht Friederike regelmäßig ihre witzig-scharfsinnigen Beobachtungen bei politischen Gesellschaftsschlemmereien wie Pressefrühstücken, Parteitagsbuffets, Hintergrundrunden, Sondierungsgesprächen oder Empfängen. Bei einem letzten Fläschle "Gutedel" aus der Weinbar "Nö!" im Regierungsviertel (auch Ex-Kanzler Scholz war schon da) gesteht Friederike ihre Leidenschaft für Mettbrötchen und ihre Abneigung gegen schlechten Wein. Friederike analysiert, warum Trinkfestigkeit in der Berliner Politblase fast nichts mehr gilt, und Politiker öffentlich immer noch lieber zu Bratwurst und Bier greifen, als sich bei 5-Gänge-Menüs und teuren Weinen "erwischen" zu lassen. Während Clemens ein paar Anekdoten aus seinen Bonner Reporterzeiten beisteuert, erzählt Friederike von den Umtrieben in der legendären Busen-Bar und von der "Abrißparty" der FDP nach ihrem Bundestags-Aus. Sie verrät, warum man im Café Einstein Unter den Linden am besten im hinteren Teil Platz nimmt, wer die besten Kokosmakronen im Regierungsviertel bäckt, welche Landesvertretungen Gutes auftischen - und warum sie auf Abendveranstaltungen gerne mal länger bleibt.
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41: Mit Botschaftskoch Robert Burgmeier übers Kochen für gekrönte Häupter, englische Küche und British Sparkling
Seit 2008 kocht Robert Burgmeier für die wechselnden britischen Botschafter in Berlin. Bei einer Flasche British Sparkling, einem wahrhaft royalen 2014er Nyetimber Tillington Single Vineyard, erzählt Robert, wie er aus dem bayerischen Wirtshaus seiner Eltern an den Herd der Residenz im Berliner Grunewald gefunden hat. Und was ein Besuch im Münchener Gourmettempel "Tantris" damit zu tun hatte. Im Alltag begleitet Robert Veranstaltungen wie Kaminrunden, Salonkonzerte und Vortragsabende kulinarisch. Er sieht seine Rolle dabei selbst als "Entertainer", der dafür sorgt, dass die Diplomatie funktioniert. Größtes Event im Jahreskalender ist das jährliche Sommerfest im Park der Residenz. Sein Arbeitsplatz bringt es mit sich, dass er auch schon für King Charles, dessen Mutter Queen Elisabeth, für Prinz William, Herzogin Kate und Prinz Harry aufkochen durfte. Im Gespräch mit Clemens räumt Robert einen gewissen Underdog-Charakter der britischen Küche ein. Und schwärmt von der Kernigkeit walisischer Lämmer, dem Schmelz schottischer Langoustines, unvergleichlichen Jersey-Kartoffeln und buttrigem clothbound Cheddar, der in einem schmalzgetränkten Leinentuch reifen durfte. Wir erfahren außerdem, wie Robert den 3.000 Flaschen umfassenden Weinkeller der Residenz mit vielen Gewächsen aus Deutschland kuratiert. Und warum "Fish 'n Chips" für ihn die ultimativen Endgegner auf Veranstaltungen mit vielen Gästen sind.
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40: Mit Önologe Patrick Honnef von Chateau Mukhrani über georgische Wein- und Esskultur
Seit mehr als zehn Jahren ist ein Deutscher für die Weine des georgischen Spitzenbetriebs "Chateau Mukhrani" verantwortlich. Patrick Honnef ist in dieser Zeit zum gefragten Experten für die kleine Kaukasusrepublik geworden, die stolz auf 8000 Jahre Weinbaugeschichte verweist. Unter der Sowjetherrschaft stand in Georgien jahrzehntelang die Massenproduktion von Wein auf dem Plan. Seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 hat sich dieses faszinierende Weinland aber definitiv in die Zukunft aufgemacht. Bei einer Flasche "Shavkapito Reserve Royale 2015", mit der Patrick seine Chefs einst von den Vorzügen der Spontanvergärung überzeugte, blicken die beiden genauer auf die aufregendsten Weinregionen und besprechen das Potenzial des autochthonen Rebsortenschatzes. Auch die Qvevris dürfen in dieser Folge natürlich nicht fehlen - Georgiens einzigartige Tonamphoren, in denen auch Patrick einen kleinen Teil seiner Weine mit langem Maischekontakt ausbaut. Und da Clemens 2022 selbst im Land war, ist es ihm ein Herzensanliegen, dass auch ausführlich über die ausgesprochen köstliche Landesküche und die großartige Gastfreundschaft der Georgier gesprochen wird.
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39: Mit Trüffel-Auskenner Ralf Bos über Wintertrüffel im Sommer und den Edelpilz als Geschmacksbooster
Ralf Bos war mal Tourmanager einer Schlagerband und hat Anrufbeantworter verkauft. Seit 35 Jahren aber handelt er mit Delikatessen. Seine Firma BosFood beliefert Gastronomie und Fachhandel, aber auch ambitionierte Hobbyköche. Eine besondere Leidenschaft hegt der gebürtige Düsseldorfer für Trüffel. Er hat ein dickes Buch darüber geschrieben, in der Saison verkauft er täglich 20 Kilo davon und er weiß einfach alles über die köstlichen Knollen. Im Gespräch mit Clemens verrät Ralf, was Kellner- und was Köche-Trüffel sind. Warum Trüffelöl uns geschmacklich so oft auf die falsche Fährte setzt und warum Chinatrüffel höchstens als Deko taugen. Schließlich zeigt Ralf seinem Gastgeber, wie er den mitgebrachten schwarzen Wintertrüffel aus Italien am liebsten genießt: nämlich großzügig über ein gutes Butterbrot gehobelt. Hmmmh!
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38: Mit Rheingau-Winzer Alex Saltaren Castro über das Glück, einen Weinberg zu finden
Alex Saltaren Castro wurde in Kolumbien geboren, jobbte in der Gastronomie, kam dort mit Wein in Kontakt und entschied sich für eine Sommelierausbildung in Argentinien. Danach zog es ihn nach Europa, um die Weinwelt besser kennenzulernen. Im Rheingau machte er ein Praktikum bei Schloss Vollrads. Zur Offenbarung wurden für ihn die Arbeitsweise von Biodynamie-Pionier Peter Jakob Kühn. Kein Wunder, dass auch Alex' letzte Flasche von diesem Vorbild stammt: ein stoffig-dichter, würzig-eleganter 2014er Riesling Großes Gewächs aus dem Mittelheimer St. Nikolaus. Lange träumte Alex Saltaren von einem eigenen Weinberg, 2019 hatte er das Glück, eine freie Parzelle übernehmen zu können. Inzwischen produziert er drei Rieslinge. Ein wenig will er noch wachsen, aber nicht um jeden Preis: die ebenso intensive wie beglückende Arbeit im Weinberg will er nämlich weiter selbst erledigen. Im vollsten Vertrauen in die Kräfte von Mensch und Natur.
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37: Fritz Keller, Gastro-Unternehmer und Winzer vom Kaiserstuhl
Seine südbadische Heimat hört man ihm an. Manchmal verfällt er sogar ins Elsässische. Fritz Keller blickt auf eine lange Karriere als Winzer, Gastronom, Hotelier und Weinhändler zurück. Fast genauso bekannt ist er vielen als Fußball-Funktionär. Von 2010 bis 2019 als Präsident des SC Freiburg, von 2019 bis 2021 sogar als DFB-Präsident. Heute bringt er das Genussfestival „Pinot and Rock“ auf Touren und investiert in den Hamburg Ableger des Berliner Szene-Lokals „Grill Royal“. Der Mann tanzt auf vielen Hochzeiten. Entsprechend wild springt er mit Clemens durch seine Herzensthemen. Politische sind dabei, wie die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Krieg - bei der Hummerkarkassen, edle Weine und günstige Aale eine nicht unerhebliche Rolle als Brückenbauer spielten. Oder sein Kampf für die Gasthauskultur, die er von unsinnigen Arbeitszeitregeln und Steuerlasten bedroht sieht. Er kann unerbittlich wirken, wenn er gegen süße Moden in Küchen und Weinkellern wettert. Aber auch sehr weich, wenn er sich an die Gerichte und Geschmäcker seiner Kindheit erinnert: das gute Sauerteigbrot seiner Oma, Zwiebelkuchen, oder Baeckeoffe. Mit seiner „letzten Flasche“, einem Spätburgunder "Jechtinger Enselberg Erstes Gewächs" aus seinem VdP-Weingut Franz Keller (mittlerweile geführt von Sohn Friedrich), beweist der Seniorchef, das man auch in einem Rekordsommer wie 2022 am Kaiserstuhl ultrafeine Weine produzieren kann - wenn man's kann.
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36: Mit der Food-Bloggerin und Kochbuch-Autorin Sissi Chen über traditionelles chinesisches Essen
Sissi Chen wuchs bei ihren Großeltern in Peking auf, bevor sie als Achtjährige nach Wien zog. Seit 2010 lebt sie in Berlin, wo sie sich zu einer Art Botschafterin für chinesische Hausmannskost wie Teigtaschen, Nudel- und Tofu-Gerichte entwickelt hat. Mit schnellen Kochvideos und Restauranttests baute Sissi sich in kürzester Zeit eine riesige Community auf Social Media auf. Wie genau, das verrät sie Clemens bei ihrem Lieblingsgetränk, einer Kanne Pu-Erh-Tee aus der südchinesischen Provinz Yunnan. Inzwischen hat Sissi auch ein Kochbuch veröffentlicht und schreibt im ZEIT Magazin über Essen und Trinken. Kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest philosophieren die beiden über die Symbolik langer Nudeln (langes Leben) und Klebreiskuchen (Zusammenhalt), sprechen über die Bedeutung von Essen in der chinesischen Gesellschaft, und klären, warum diese schon seit Jahrtausenden den Nose-to-Tail-Ansatz praktiziert. Sissi überzeugt Clemens, dass westliche Erwartungen an "authentische Küche" den Blick darauf verstellen, dass traditionelle Gerichte je nach Region und Familie durchaus unterschiedlich schmecken können. Zum Schluss gibt sie noch Tipps, um im Angebotsdschungel des Asia-Supermarkts die wichtigsten chinesischen Zutaten zu finden.
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35: Mit der Food-Fotografin Julia Hoersch
Die Hamburger Food-Fotografin Julia Hoersch setzt Genuss in Szene: Seit über 35 Jahren arbeitet die gebürtige Krefelderin für alle wichtigen Food- und Lifestyle-Magazine und bebildert Kochbücher. Bei einer letzten Flasche Chateauneuf-du-Pape, die noch aus dem gut sortierten Weinkeller ihres genussaffinen Vaters stammt, schwärmt Julia vom Sauerbraten und dem warmen Pfirsich-Pie ihrer Mutter, die auch mit 91 Jahren beim Weihnachtsessen die Küchen-Regie führt. Sie verrät, was ihr Einstieg in die Food-Fotografie mit dem Gastrokritiker Wolfram Siebeck zu tun hatte und wie sie heute im Team mit Foodstylisten und Requisiten-Scout Gerichte so fotografiert, dass sie eine Geschichte erzählen und zum Nachkochen animieren. Clemens erfährt, wie das perfekte Saucen-Foto gelingt, warum bei vielen Gerichten fürs bessere Bild das Salz weggelassen wird, welchen Trick Julia benutzt, falls die Serviette den falschen Bordeauxton hat - und wer sich am Ende eines Fotoshootings über die ganzen herrlichen Speisen und Produkten freuen kann. Ein sehr persönliches Gespräch zum Jahresausklang!
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34: Sonderausgabe Ribera del Duero: Tempranillo! Vielfalt und Finesse
Clemens war dreieinhalb Tage in Nordspanien unterwegs, im Weingebiet Ribera del Duero, einer der besten Gegenden der Welt, um die Rebsorte Tempranillo anzubauen, die dort Tinta del País heißt. Er hat eine Gegend kennengelernt, in der mit hohen Qualitätsansprüchen gearbeitet wird und Klassik und Aufbruch nebeneinander zu finden sind. Einerseits spielen Holz und Reifezeiten eine große Rolle, aber auch die Herkunft verschafft sich immer mehr Raum im Denken der Weinmacher: mächtige Kalkböden, das Hochplateau mit seinen extremen Temperaturschwankungen und natürlich der namensgebende Fluss. Aus der Ribera del Duero kommen Flaggschiffe wie der „Unico“ von Vega Sicilia oder der „Pingus“ von Peter Sissek, die zu den teuersten und gesuchtesten Rotweinen der Welt gehören. In dieser Ausgabe stellt Clemens Önologinnen, Winzerinnen und Winzer vor, die er auf seinem Trip getroffen hat, berichtet von den kulinarischen Spezialitäten der Region und gibt Weinkauf-Tipps. Dazu verkostet er die Reserva 2018 von „Condado de Haza“.
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33: Andrea Kuhn, Chefin der Green Door Bar
In Episode 33 trifft sich Clemens mit Andrea Kuhn, Chefin der Green Door Bar. Das Urgestein der Berliner Barszene wurde im Oktober 2024 vom Mixology Magazin zu Deutschlands "Bar des Jahres 2025" gekürt. Die Filmwissenschaftlerin und Dramaturgin hatte 2015 die Bar übernommen, nachdem der Gründer, ihr Mann, der Drehbuchautor und Schauspieler Fritz-Müller-Scherz verstorben war. Bei einem Cubra Libre schwelgen Andrea und Clemens in Erinnerungen an drei Jahrzehnte Nachtleben, sprechen über das künstlerisch gestaltete Interieur, einen prominenten Türsteher, der später Tatort-Karriere macht, den Segen des Rauchverbots, den Zauber lebendiger Gespräche am Tresen und den Respekt vor schweigenden Stammgästen. Andrea ist überzeugt, dass früher heftiger und härter, heute dagegen raffinierter und bewusster getrunken werde. Ihr ist es ein Anliegen, die Bar behutsam an geändertes Trinkverhalten anzupassen, auch mit kreativen alkoholfreien Drinks. Und sie freut sich über eine junge Generation von Gästen, der stilvolles Genießen wichtiger ist, als Statussymbole wie Autos. Andrea ist auch heute noch fast täglich in der Bar anzutreffen, denn sie wohnt direkt darüber. Das Mixen der Cocktails überlässt sie allerdings von Anfang an dem Team um ihre genialen Barkeeperin Maria Gorbatchova, die soeben als "Bartenderin des Jahres 2025" ausgezeichnet wurde.
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32: Mit Kochbuch-Autor Stevan Paul über Kochen als Lebenshaltung
Im Hamburg trifft Clemens den Food-Journalisten und Kochbuch-Autor Stevan Paul. Stevan hat es sich seit 25 Jahren auf die Fahnen geschrieben, Menschen zum Kochen zu verführen. Seine „Schneller Teller“-Kolumne in der Zeitschrift Efilée ist bei Hobbyköchen ebenso populär wie seine zahlreichen Kochbücher. Neben japanischen Kochtechniken und Zutaten wie Miso oder Wasabi begeistert sich Stevan bereits seit geraumer Zeit auch für Sherry. Bei einem Glas „Solera 1842 Medium Sweet VOS“ der Bodegas Valdespino verrät er, was er an dem „flüssigen Umami“ so schätzt. Stevan erinnert sich, dass seine Kindheit in Ravensburg nach frisch gebackenen Keksen duftete und er bereits als Grundschüler Restaurant-Kritiken in eine orange Kladde schrieb. Clemens erfährt, warum Kochen für Stevan seit seiner Lehrzeit viel mit Haltung zu tun hat, und wieso er sein Gemüse vor dem Verarbeiten salzt. Dass Stevan Gästen immer drei Gänge vorsetzt, wie er für „Essen-und-Trinken“-Verlegerin Angelika Jahr zu Probe kochte, und warum die Kulinarik ihn auch beim literarischen Schreiben nicht loslässt.
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31: Mit Brot-Aufklärer Lutz Geißler über die Kraft des Selberbackens
Lutz Geißler kann gutes Brot riechen. In seiner Mikro-Bäckerei im ehemaligen Wohnzimmer seines Hauses im Hamburger Vorort Gasel trifft Clemens den Mann, der ihn vor einigen Jahren dazu brachte, selbst mit dem Brotbacken anzufangen – und nicht mehr damit aufzuhören. Bei einem naturtrüben Bio-Apfelsaft blättern die beiden durch Clemens‘ völlig zerfleddertes Backbuch. Dabei erzählt Lutz, wie er sich 2008 als Ausgleich zum Geologie-Diplom ins Brotbacken hineingefuchst hat. Und wie er vom Blogger zum Bestsellerautor und gefragten Back-Coach wurde, weil er mit „leicht missionarischen“ Ansatz einen veritablen Hype ums Zuhausebacken entfacht hat. Die beiden sprechen auch über das allseits beklagte Bäckereisterben und wundern sich, warum viele Bäcker die deutsche Brotkultur hochhalten, aber auf Hilfs- und Zusatzstoffe in ihren Backwaren nicht verzichten mögen. Schließlich verrät Lutz auch, warum Hobbybäcker unbedingt eine Waage benutzen und die Teigtemperatur im Auge behalten sollten. Und warum die Angst vor dem Sauerteig völlig unbegründet ist.
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30: Mit dem Hamburger Online-Weinhändler Hendrik Thoma Wein probieren am Limit
Zum Finale der dritten Staffel trifft Clemens in Hamburg den Master-Sommelier, Social-Media-Pionier und Online-Weinhändler Hendrik Thoma. Bei der Blindprobe seiner letzten Flasche, dem 2006er „Palladius“ von Eben Sadie aus dem südafrikanischen Swartland, führt Hendrik Clemens gekonnt in die Irre. Aber beide sind sich einig: was zählt, ist die Selbsterkenntnis - und natürlich der „Spaß im Glas“. Mit Clemens spricht Hendrik über die Gerichte seiner westfälischen Oma („Graupensuppe, gekochte Zunge, Pfannkuchen“), seine erste Flasche Wein mit 17 und die prägenden Jahre als Chef-Sommelier im 5-Sterne-Hotel Louis C. Jacob. Bewegtbild-Pionier Hendrik erklärt, wie er seit 2012 aus seinem Vinotainment-Kanal „Wein am Limit“ auf Youtube einen erfolgreichen Online-Weinhandel geformt hat. Er verrät, was er am Austausch mit seiner Community in den sozialen Netzwerken schätzt, wie Wein-Influencer großen Marken Authentizität einhauchen können und warum er sich durchaus eine Alterskarriere als Tiktok-Star vorstellen kann.
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29: Mit der Deutschen Weinkönigin Eva Brockmann über Krone, Ehrenamt und deutschen Wein im Ausland
Hoheitlicher Besuch am "Letzte-Flasche"-Mikrofon: Clemens trifft die amtierende Deutsche Weinkönigin Eva Brockmann. Die gelernte Winzerin und studierte Önologin ist noch bis Ende September 2024 Gesicht und Sprachrohr des Deutschen Weins im In- und Ausland. Eva erzählt, wieviel Fachwissen und welche persönlichen Fähigkeiten sie für dieses Ehrenamt mitbringen musste. Wie sie es schafft, trotz 300 offizieller Termine den Geburtstag ihrer Oma mitzufeiern. Wieso sie ihre goldene Krone als Erkennungszeichen, Türöffner und Gesprächsaufhänger durchaus noch für zeitgemäß hält. Dass sich in Japan hartnäckig das Image von Deutschland als "Süßwein"-Nation hält. Weshalb sie ein chinesischer Riesling beeindruckt hat, warum deutscher Wein für den skandinavischen Markt unbedingt in der klimafreundlichen Leichtglasflasche abgefüllt sein sollt. Und wieso sie deutschen Erzeugern rät, Polen als Absatzgebiet im Auge zu behalten. Eva verrät, weshalb sie ihre Besuche an der Nahe und in Saale-Unstrut in besonders guter Erinnerung behalten wird. Welche Herausforderung sie im sinkenden Weinkonsum hierzulande sieht. Und wie sie in ihrem mittlerweile ordentlich angewachsenen Weinkeller den Überblick behält. Bei einem 2019er Silvaner "Sulzfelder Alte Reben", einem Ortswein mit "Wumms und Länge" aus Evas Lehrbetrieb, dem fränkischen VdP-Weingut Zehnthof Luckert, spekulieren die beiden auch darüber, wann es den ersten Deutschen Weinkönig geben wird - und ob er eine Krone tragen wird.
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28: Mit Kai Fryder von Ginza Berlin über Mirin, Sake und Shochu
Mit dem Japan-Spirituosen-Spezialisten Kai Fryder von "Ginza Berlin" taucht Clemens in dieser Folge ein in den faszinierenden Kosmos von Mirin, Sake, Shochu und Co. Schon die „letzte Flasche“, ein dunkelbrauner, 20 Jahre gereifter Mirin-Reiswein führt Clemens geschmacklich auf ungewohntes Terrain. Nach diesem „Teriyaki-Likör“ serviert Kai einen Sake, der deutlich subtilere Töne anschlägt, bevor er schließlich mit einem Destillat aus geröstetem schwarzen Sesam Clemens einen kleinen Einblick in die unendlichen Spielarten der japanischen Universal-Spirituose „Shochu“ gibt. Nebenbei klären die beiden, warum der Reis ein weißes Herz hat und warum man für Sake die Körnchen poliert. Welche Rolle der Koji-Pilz für die alkoholische Gärung spielt und warum die traditionellen japanischen Flaschengrößen für Spirituosen eine Ausnahme-Zulassung in der EU haben.
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27: Andreas Buxbaum vom griechischen Weinladen „Inofilos“ über unaussprechliche Rebsorten und Weine ohne Klischees.
Mit Andreas Buxbaum vom griechischen Weinladen „Inofilos“ in Berlin räumt Clemens in Folge #27 die gängigsten Vorurteile über griechischen Wein ab - von Schlager bis Retsina. Bei einem Orange ausgebauten Moscato Alexandrias von der Insel Limnos in der nordöstlichen Ägäis, philosophieren die beiden über Reberziehung bei Windstärke acht, gefräßige Kaninchen und die animierend-salzige Mineralik des "Terra Ambera". Der gebürtige Wiener Andreas entdeckte nach dem Abitur seine Lebensliebe für die ursprüngliche Inselwelt der Kykladen. Seit mehr als zehn Jahren hat er dort einen zweiten Wohnsitz. Für „Die letzte Flasche“ ordnet er den unübersichtlichen griechischen Weinkosmos, spricht über aktuelle Trendregionen (Thessalien!) und unbekannte Weinstile wie den Verdea, den grün gelesenen, „gemischten Satz“ der Insel Zakynthos. Clemens erfährt, warum die griechische Mentalität einem professionellen Wein-Marketing bisweilen im Wege steht, wie der Over-Tourism auf Santorini die dortigen Weinpreise verändert hat, und dass die griechische Meze-Kultur schon immer eine Sharing-Küche ist. Zum Ran- und Reinschmecken empfiehlt Andreas dann noch einige Rebsorten, die man nur noch bis zum zweiten Glas fehlerfrei aussprechen kann: die Weissen Assyrtiko, Malagousia oder Moschofilero und die Roten Agiorgitiko oder Xinomavro. Auf den "schlafenden Riesen" Griechenland: Jámas!
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26: Top-Sommelière Nancy Großmann über das Streben nach Trinkigkeit statt Opulenz zur Sterneküche
Nancy Großmann verantwortet die Weinauswahl in Berlins einzigem Dreisterne-Restaurant „Rutz“. Mit Clemens spricht die vielfach ausgezeichnete Sommelière über die Suche nach der perfekten Harmonie zwischen Weinen und Speisen, und wie Sie dabei mit Intuition und Spontaneität vorgeht. Nancy, die sich als geborene Entdeckerin und Sammlerin bezeichnet, geht am liebsten mit einem Plan durchs Leben, auch wenn das natürlich nicht immer durchzuhalten ist. Im Gespräch erklärt sie, warum Weinreisen für sie harte Arbeit sind und wie sie der Versuchung entgeht, ständig Alkohol zu trinken. Warum sie den Nachwuchs für die Arbeit in der Gastro begeistern will und warum sie Chianti Classico für einen zeitlosen Klassiker hält. Mit der letzten Flasche erschmecken die beiden den Vibe von Nancys beruflichen Wanderjahren: den 2013er „Primus“ der Quinta da Pellada aus dem portugiesischen Dao - einen Blend aus uralten autochthonen Sorten wie Bical, Cerceal, Encruzado und Verdelho.
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25: Mit Jan-Göran Barth, Koch des Bundespräsidenten, über Bankette, deutsche Küche und selbsterklärende Weine
Ob festliches Staatsbankett für König Charles, große Empfänge oder Flying Barbecue im Schlosspark mit 750 Gästen: Jan-Göran Barth, der Koch des Bundespräsidenten, steht seit 24 Jahren im Berliner Schloss Bellevue am Herd. Ob der Präsident Johannes Rau heißt, Horst Köhler, Christian Wulff, Joachim Gauck oder Frank-Walter Steinmeier: Jan-Göran versorgt dessen Gäste mit einer ebenso feinen wie verspielten, saisonalen, deutschen Küche. Für ihn macht es dabei keinen Unterschied, ob er für Staatschefs oder "einfache" Bürger kocht. Im Gespräch mit Clemens verrät er, warum im großen Weinkeller des Bundespräsidenten kein Champagner mehr zu finden ist, wieso er "selbsterklärende Weine" bevorzugt, welche Gäste am meisten trinken, weshalb er Gänsestopfleber und Olivenöl aus der Küche verbannt hat und wie er sich auf die wachsende Zahl von Vegetariern und Veganern an der präsidentiellen Tafel einstellt. Dazu trinken die beiden einen vulkanisch geprägten Weißwein von den Kapverden.
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24: Winzerin Theresa Breuer über die Magie der Böden und den Riesling als Terroir-Transporteur
Mit Winzerin Theresa Breuer spricht Clemens über ihre Rheingauer Toplagen, die Magie der Böden, den Riesling als Terroir-Transporteur und die leise Schönheit „normaler“ Jahrgänge. Theresa, die seit diesem Jahr von sich sagen kann, dass sie schon „ihr halbes Leben lang“ Wein macht, erzählt von ihren familiären Wurzeln, die bis in die Rüdesheimer Drosselgasse reichen. Und ihrer unbändigen Lust, mit ihren Weinen die Welt zu entdecken. Dabei gibt sie preis, warum sie nie ohne goldenen Edding nach Japan reist. Im Glas haben die beiden – nein, keinen Riesling, sondern einen gereiften Bordeaux „Ducru Beaucailou“ (Deuxième Grand Cru Classé) aus Theresas Geburtsjahrgang, den noch ihr früh verstorbener Vater Bernhard für sie zurückgelegt hatte. Und sind sich - bei aller Nostalgie - einig: aus letzten Flaschen sollte man keinen heiligen Gral machen, sondern sie rechtzeitig öffnen und genießen.
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23: Künstlerin und Konditorin Kristiane Kegelmann über Pralinen als Kunstobjekt und beste Schokolade
Sie ist ein Mensch, die aus ihren unterschiedlichen Talenten ein faszinierendes Ganzes schafft: Kristiane Kegelmann, gelernte Konditormeisterin, autodidaktische Künstlerin und seit kurzem mit ihrem Casual Fine Dining Restaurant „Pars“ auch noch Gastgeberin in Berlin, im ehemaligen Café Savigny, einem traditionsreichen Westberliner Ort, an dem sie Handwerk, Genuss und Kunst in einen ganz neuen Rahmen setzt. Mit Kristiane trinkt Clemens den Champagner, der sie zum ersten Mal „so richtig abgeholt“ hat, und spricht dabei über die Gefühlsküche ihrer Küchenchefin Alina, aber auch über die verrücktesten Torten-Projekte ihrer Wiener Ausbildungszeit, die bildhauerischen Qualitäten von Lebensmitteln, beste Schokolade und wie daraus die aufwändigste (und teuerste) Pralinenkollektion der Hauptstadt entstand. Probiert werden darf natürlich auch. Eine genussvolle Stunde zwischen Kunst und Kulinarik.
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22: Käse-Kenner Fritz Blomeyer über Handwerk und seinen Weg zum Käse
In Episode 22 trifft Clemens den Berliner Käsehändler Fritz Blomeyer, der sich auf handwerklich gemachten Käse aus Deutschland fokussiert. Und damit Hauptstadt-Gastronomen wie Privatleute beglückt. Bei einer letzten Flasche Pinot Gris aus der Amphore, den ihm ein übereifriger Winzer vor Jahren aufdrängte, verkosten die beiden das Gepfefferte Ärschle, einen Weichkäse aus Allgäuer Heumilch, einen gereiften Weinbauernkäse aus dem Schwabenland und ein herrlich cremiges Ziegenkäse-Lavendel-Brikett aus der Uckermark. Sie philosophieren über geizige Franzosen, knausrige Bayern und großzügige Schwaben, und klären, warum guter Käse mit artgerechter Tierhaltung beginnt. Ach ja: um den ersten Weltkrieg und die Holländer, um Diplomatie, Architektur, Design und Juristerei geht es auch, aber wirklich nur am Rande…
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21: Yvonne Heistermann, Präsidentin der Sommelier Union, über Kulinarik im Osten, Schweizer Weine und den Nachwuchs
Präsidialer Glanz zum Auftakt der 3. Staffel: Mit Yvonne Heistermann, der Präsidentin der Sommelier Union Deutschland, taucht Clemens ein in den kleinen, feinen Kosmos der Schweizer Weine. Dazu genießen die beiden den Wein eines veritablen Weinkönigs: Den 2019er Clos du Rocher Grand Cru Yvonne vom Weingut Obrist im Waadtland. Yvonne, die aus Sachsen-Anhalt stammt und in der DDR eine Kellnerlehre absolvierte, bevor sie mit ihren Eltern in den Westen ging, verrät, warum viele Westdeutsche den Arbeiter-und-Bauernstaat kulinarisch unterschätzen. Und wie eine Flasche Taittinger-Champagner ihre Weinleidenschaft entfachte. Die langjährige Dozentin an Wein-und Sommelierschulen erzählt Clemens aber auch, wie sie auf den heutigen Sommelier-Nachwuchs blickt. Und warum Fingerspitzengefühl und Freundlichkeit für die Arbeit am Gast auch in Zukunft mindestens so wichtig bleiben wie profundes Weinwissen.
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20
20: Mit Spitzenkoch Arne Anker über Fine Dining ohne Zwänge, Säure im Menü und die aktuelle Gastrokrise
Zum zweiten Staffelfinale trifft Clemens Hoffmann den Spitzenkoch Arne Anker vor dem Abendservice in seinem Berliner Restaurant Brikz. Bei einer letzten Flasche "Friulano Collio 2022" vom Weingut Picéch im Friaul geht es kreuz und quer: Arne erklärt, warum er Fischblutwurst und Buddas Hand auf die Karte setzt, wie er mit Essig sein Pastinakenpüree in höhere Sphären katapultiert und mit seltenen Kräutern Gerichten eine völlig neue Wendung gibt. Die beiden reden über Teamarbeit in Küche und Service, Fine Dining ohne Zwänge, Kinder im Restaurant und die Gastrokrise, die unter anderem dazu führt, dass im Brikz auch Gäste bewirtet werden, die nur einen Gang essen.
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19: Die Geheimnisse der Fermentation mit Markus Shimizu von "Mimi Ferments Berlin"
In Folge 19 weiht Markus Shimizu von „Mimi Ferments Berlin“ Clemens in die Geheimnisse der Fermentation ein. Markus stellt als echter Autodidakt Miso-Pasten und Sojasaucen wie in Japan her. Und beglückt damit Spitzenköche im In- und Ausland. Bei einer Flasche PetNat, die ihm ein Koch aus Dänemark in einem Berliner Freibad geschenkt hat, erklärt Markus, warum Fermentiertes völlig zu Recht den Ruf als Superfood genießt. Er stellt seinen besten Mitarbeiter „Koji“ vor, philosophiert über Essen als kulturelle Aneignung, isländischen Gammelhai, Jahreszeiten-Unterschiede bei handwerklich gebrauter Sojasauce und verrät, was er zuletzt aus 60 Kilo Jacobsmuschel-Rogen fermentiert hat. Zum Schluss gibt es noch in paar Tipps fürs milchsaure Gemüse-Fermentieren zuhause.
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18: Mit Bar-Chef Elias Heintz über Cocktail-Pairing ohne Koma und einen gut gehüteten Schatz
Mit seinem Gast Elias Heintz begibt sich Clemens in dieser Folge in die Welt der Cocktails. Elias wurde vom Falstaff zum Rookie-Bartender des Jahres 2022 gekürt und verantwortet aktuell die Bar des vegetarisch-veganen Berliner Cocktailbistros "Bonvivant", das unlängst mit einem Michelin Stern dekoriert wurde. Gemeinsam diskutieren sie, wie ein anregendes Cocktail-Pairing funktioniert, ohne komatös zu enden, warum manche Gäste trotzdem eine Alternative brauchen und was Theater und Gastronomie gemeinsam haben. Dabei hat Elias die Flasche dabei, die ihn zuerst für Spirituosen begeistert hat - ein gut gehüteter Schatz aus Mexiko.
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17
17: Mit Weinmarktexperte Paul Truszkowski über Weinhandel, sein alternatives Weinmagazin "Schluck" und neue Weintrends
"Die letzte Flasche" meldet sich mit einem echten Weinmarktexperten zurück aus der Sommerpause. Paul Truszkowski kennt sich nicht nur bestens aus in den spannendsten Appellationen, sondern versteht auch ziemlich viel vom Weinhandel. Bei einer Flasche „Jurtschitsch Quelle Riesling 2010, Kamptal DAC Reserve“, den die beiden intensiv verkosten, besprechen Clemens und Paul, was herkunftstypische Bio-Weine von den Klischee-Naturweinen früherer Jahre unterscheidet, wie man heute on- wie offline Wein verkauft, warum die Sinnlichkeit nicht fehlen darf und mit welchen Mitteln Paul seinen Kunden Lust auf Wein macht. Zudem erzählt der Geschäftsführer der Berliner Weinhandlung "Suff" nochmal, wie es zu seinem alternativen Weinmagazin "Schluck" kam und was die neuen Weintrends werden.
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16: Mit Ahr-Winzer Philipp Nelles über die Flut und den Wiederaufbau in der Weinregion
Für Folge 16 ist Clemens Hoffmann an die Ahr gereist. Zwei Jahre nach der Flutkatastrophe blickt er mit VdP-Winzer Philipp Nelles vom Weingut Nelles in Heimersheim zurück: Philipp erzählt, wie er selbst die Flutnacht erlebte, welche Schäden es in seinem Betrieb gab und wie er wochenlang ohne Strom und fließendes Wasser gegen das Chaos gekämpft hat. Bei einen frischen Blanc de Noir, den Philipp aus dem ersten Saftabzug seiner Spätburgunder gewinnt, blicken die beiden aber auch nach vorn! Sie sprechen über Philipps Leidenschaft für die eleganten Spätburgunder von Schiefer und Basalt, über seinen Großvater, der lieber Riesling trank, über kontrolliertes „Nichtstun“ im Keller und die Herausforderungen des Gebiets Ahr für die nächsten Jahre. Philipp sagt: Winzer und Gastronomiebetriebe freuen sich über alle Gäste, die jetzt wieder ins Ahrtal kommen. Sie sollten aber noch nicht wieder überall die "heile Welt" erwarten. Hinweis: Mit dieser Folge geht "Die letzte Flasche" in die Sommerpause. Macht Euch einen sonnigen, genussreichen Sommer!
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15
15: Mit KaDeWe-Chef-Sommelier Hagen Hoppenstedt über den kleinen Luxus, rare, teure und letzte Flaschen
In Folge 15 wird an einem ganz besonderen Ort verkostet: Die Schlemmeretage des KaDeWe ist weit über die Stadtgrenzen Berlins hinaus beliebt und bekannt bei Gastrophilen. Genießer jeder Nationalität treffen sich hier zum Essen, Trinken und Lebensmittel-Shoppen. Mit Hagen Hoppenstedt, dem Chef-Sommelier und passionierten Gastgeber der Sechsten, spricht Clemens Hoffmann über das gastronomische Angebot von Austernbar bis Kartoffelacker - und über die Stammgäste, die sich hier täglich ihren kleinen Luxus gönnen. Die beiden umkreisen die Raritäten in Hoppenstedts 3.800 Flaschen umfassenden Wein-Sortiment und sprechen über Whiskeyflaschen im Wert von Einfamilienhäusern. Dabei verkosten sie Hagen Hoppenstedts letzte Flasche, die ihn an einen ganz besonderen Urlaub erinnert: Chateau Musar 2009 von Gaston Hochar aus dem Libanon. Und zum Schluss klären sie auch die Frage: Was passiert eigentlich mit den letzten Flaschen im KaDeWe?
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14
14: Über Champagner mit Victoria Bourgignon vom Champagnerhaus Gosset
In dieser Folge knallt endlich der Korken: Es gibt Champagner! Mit der gebürtigen "Champenoise" Victoria Bourgignon verkostet Clemens Hoffmann eine rare Flasche Grand Blanc de Meunier Extra Brut aus dem Champagnerhaus Gosset. Dessen Markenbotschafterin erklärt, was genau ein Champagnerhaus ist, wie man Champagner ohne eigene Weinberge erzeugt und warum langes Hefelager und Säureabbau (oder nicht) bei diesem prickelnden Getränk den Unterschied machen. Und wie sagt Victoria so treffend zum Schluss: Champagner braucht keinen Anlass! Santé!
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13: Vorkoster Thomas Platt über Köche, Künstler, Worte und die einfachen Genüsse
Bonvivant, Vorkoster und Philosoph des Genusses: Thomas Platt, Kolumnist, Künstler und Kenner der Berliner Gastro-Szene plaudert über sein Leben und gutes Essen bei einer Flasche Wildzwetschgenbrand von Vittorio Capovilla aus Venetien. Der "Kritikator" erzählt von seinem Karriereweg als Zeichner und Drehbuchautor der "Werner"-Filme hin zum Gastro-Tester, schwärmt von einfachen Genüssen auf dem Teller und berichtet von kulinarischen Begegnungen mit Helge Schneider, Dietmar Bär, Klaus Wowereit, Joseph Beuys und Wolfram Siebeck. Dabei philosophieren Thomas Platt und Clemens Hoffmann auch darüber, wie man Geschmack eigentlich in Worte fasst und warum nicht jeder Koch ein Künstler ist.
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12: Mit Chef-Patissière Anna Plagens über das Glück, süße Erinnerungen und vegane Macarons
Diesmal dreht sich alles um das Glück: Anna Plagens, Gründerin und Chefin der Patisserie "Du Bonheur" in Berlin, gibt in dieser Folge Einblicke in das Universum des Desserts. Bei einer ganz besonderen letzten Flasche schwelgen Anna Plagens und Clemens Hoffmann in Erinnerungen, die in Süßem stecken. Zudem verrät die gelernte Patissière, warum ihr Texturen bei einem guten Dessert so wichtig sind, was es mit Schwellenkuchen und Stückdesserts auf sich hat und warum ihre Macarons jetzt auch vegan daher kommen.
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11: Alkoholfrei-Pionierin Isabella Steiner über nüchterne Phasen, Alkohol und Emotionen sowie Flexi-Trinker
Zum Auftakt der zweiten Staffel trifft Clemens Hoffmann eine echte Pionierin: Isabella Steiner ist Gründerin und Geschäftsführerin von Nüchtern Berlin, dem ersten Fachgeschäft nur für alkoholfreie Getränke. Bei einer Flasche 2020er Riesling Kungfu Girl von Charles Smith Wines aus den USA klären die beiden, wie Alkohol Momente aufwertet und wieso Trinken so stark mit Emotionen aufgeladen ist. Isabella Steiner will niemanden zu Null Prozent-Getränken bekehren, sondern Alternativen aufzeigen, die unser Trinkspektrum erweitern. Außerdem reden die beiden auch über nüchterne Phasen im Leben, grübeln, wie man wohl Flexi-Trinker nennt und ob die Zukunft alkoholfrei ist.
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10: Mit Geschirr-Beraterin und Keramikerin Wiebke Lehmann über Teller, Farben und die Sinfonie eines Menüs
Im Staffelfinale von "Die letzte Flasche" dreht sich alles ums Geschirr - vom Vorfreudeteller bis zum Instagram-Teller. Mit Geschirr-Beraterin und Keramikerin Wiebke Lehmann spricht Clemens Hoffmann über die Königin der Tafel und Kuchengabeln von Marie-Antoinette. Dabei fragen sich die beiden, welche Farbe wohl gar nicht auf den Tisch gehört, wieso manche Menschen gerne von der Fliese essen und wie man sich vom Zwang zum Komplett-Service freimacht. Zum Abschluss der ersten Staffel darf es dann auch eine Magnum-Flasche sein, nämlich ein 2007er Spätburgunder Selektion S vom Weingut Franz Keller in Baden.
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9: Brotversteher Florian Domberger über Teigführung, Brotgenuss und Bäckerhandwerk
In dieser Folge geht es um ein deutsches Kulturgut: Brot. Bei einer Flasche Landwein „Glow Glow Weiss“ 2021 vom Weingut Baumberger/ Nahe erzählt Brotversteher Florian Domberger, wie die Schweizer Armee seinen Einstieg ins Brotgewerbe unterstützt hat, wie er am liebsten sein Brot isst und lüftet Geheimnisse der Teigführung. Der leidenschaftliche Biertrinker macht Lust aufs Brotbacken und -essen und verrät die ersten Schritte zum perfekten Roggenbrot.
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8: Portwein-Auskenner Axel Probst über die Faszination Süßwein und Flaschen, die einen überleben werden
Vom Leistungsschwimmer und Tornado-Piloten zum Süßwein-Experten: Der Rheinländer Axel Probst hat in englischen Offiziersclubs Portwein lieben gelernt und ist in Deutschland so etwas wie sein inoffizieller Botschafter. Bei einer letzten Flasche Vintage-Port aus seinem Geburtsjahr 1970 erklärt Axel die feinen Unterschiede zwischen den Herstellungsmethoden Ruby und Twany, schwärmt von der himmlischen Ruhe im Douro-Tal und philosophiert über die ewige Frage: Port zum Essen oder lieber pur? Zum Schluss lüften wir noch das Geheimnis um den Bishop of Norwich und Axel empfiehlt den idealen Einsteiger-Portwein.
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7: Gastrokritiker Wolfgang Fassbender über seine Berufswahl, die Atmosphäre beim Essen und seine Lieblingsköche
Mit Wolfgang Fassbender ist nicht nur ein renommierter Genuss-Journalist, Buchautor und Gastrokritiker zu Gast, sondern auch ein ehemaliger Hobby-Winzer an der Mosel. Wolfgang bringt eine letzte Flasche des ersten Jahrgangs seines eigenen Weinguts „Mannwerk“ mit. Bei dem zwölf Jahre alten Riesling verrät er, wie der Komiker Louis de Funès seine Berufswahl beeinflusste, warum sein riesiger Weinkeller ziemlich ungeordnet ist, für wie entscheidend er die Atmosphäre bei einem Restaurantbesuch hält und welche Bedeutung Influencer für die Gastronomie haben. Zudem empfiehlt Wolfgang Fassbender seine aktuellen Lieblingsköche und gewährt Einblicke in die diskrete Arbeit als Restaurant-Tester.
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6: Auf einen Kräuter-Bitter mit Getränkeunternehmerin und Apothekerin Dr. Christina Jagla
Bei einer Magnumflasche Sake aus Japan spricht Clemens Hoffmann mit Dr. Christina Jagla über die Welt der Kräuter-Bitter. Die promovierte Apothekerin hat aus dem Wuppertaler Familienrezept für ein Magen-Elixier eine angesagte Spirituosen-Marke gemacht. Im Gespräch gibt sie Einblicke, wie sie Tradition und Fortschritt verbindet, was einen guten Bitter ausmacht und welche geheime Bezugsquelle sie für Kochkräuter empfiehlt. Und ganz nebenbei lernt Clemens Hoffmann noch, wie man den Bitter richtig im Mund rolliert.
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ABOUT THIS SHOW
Jeder kennt sie, jeder hat sie: Die letzte Flasche! Eine, die noch im Keller herumgeistert oder im Weinregal verstaubt. Fast vergessen, aber aus bestimmten Gründen doch verwahrt. Weil Sie ein Geschenk einer lieben Person war, die "gute Flasche" zum Abitur, ein Erbstück oder die letzte Flasche aus einem legendären Jahrgang. Hier bekommen diese letzten Flaschen ihren großen Auftritt!Im Gespräch mit Clemens Hoffmann, Journalist aus Berlin mit einer großen Leidenschaft für gutes Essen und guten Wein, verkosten die Gäste ihre letzte Flasche, erzählen die Geschichte dahinter und sprechen über ihre Leidenschaft für den Genuss. Viel Spaß beim Hören und Genießen!
HOSTED BY
Clemens Hoffmann
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