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PODCAST · society

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Spannende Geschichten von hier & aus aller Welt – vielschichtig & klangvoll erzählt – jedes Mal eine neue & unerwartete Entdeckung

  1. 51

    Ein Totenschädel und kein Ende. Die Kirche und die Deutsche Kolonialherrschaft

    Tausende Totenschädel aus Afrika lagern in den ethnologischen Museen Deutschlands. Im Deutschen Kaiserreich wollte man an diesen Relikten wissenschaftlich beweisen, dass die Bewohner Afrikas „Untermenschen“ waren. Jahrzehntelang hat der pensionierte Gymnasial-Lehrer Gerhard Ziegenfuß dafür gekämpft, dass ein Schädel, ein Mitbringsel seines Großonkels und Missionars Alois Ziegenfuß, dorthin zurückgebracht wurde, wo er hingehörte: Nach Namibia, ehemals Deutsch-Südwestafrika. Nachdem dies 2018 erfolgt war, hätte sich der 80-Jährige endlich zur Ruhe setzen können. Doch zu viele Fragen standen noch offen. Welche Rolle spielten die deutschen Missionare während des Aufstands der Herero- und Nama-Ethnien? Inwiefern trugen sie zum Völkermord bei? Die Rolle der deutschen Kirche in Deutsch-Südwestafrika ist in seiner Tragweite noch nicht erfasst. Autor: Bernhard Pfletschinger Regie: Antje Vowinckel Redaktion: Gabriela Hermer Produktion: rbb/WDR 2015/2020

  2. 50

    Was vom Schutzversprechen bleibt

    Eine jesidische Familie zwischen Hoffnung und Abschiebung Im Sommer 2014 überfällt der sogenannte Islamische Staat den Nordirak. Tausende Jesidinnen und Jesiden werden ermordet, entführt und versklavt. Familie Qasim überlebt den Völkermord nur knapp. Jahre später findet sie Schutz in Deutschland – wo der Bundestag den Jesiden öffentlich Sicherheit zugesagt hatte. Doch plötzlich droht der sechsköpfigen Familie die Abschiebung. Sie seien Wirtschaftsflüchtlinge, heißt es, ihre Heimat sei mittlerweile wieder sicher. Die Familie beschließt, gegen den Ablehnungsbescheid zu klagen. Während in Deutschland die rechtlichen Verfahren laufen, reisen die Autorinnen in den Nordirak. Sie besuchen das während des Kriegs zerstörte Haus der Familie Qasim, sprechen mit Angehörigen und fragen: Wie sicher ist die Region heute wirklich für Jesidinnen und Jesiden? Und welche Perspektiven haben Rückkehrerinnen und Rückkehrer? Am 22. Juli 2025 eskaliert der Fall Qasim: Mitten in der Nacht wird die Familie aus ihrer Unterkunft in Lychen geholt und in den Irak abgeschoben – obwohl ein Urteil noch unmittelbar bevorsteht. Johanna Sagmeister und Maria C. Wölfle begleiten die dramatischen Stunden zwischen Eilanträgen, widersprüchlichen Behördenaussagen und politischen Versprechen. Erst durch die Berichterstattung der Autorinnen für den rbb wird der Fall bundesweit bekannt. Medien, Politik und Öffentlichkeit reagieren, der brandenburgische Innenminister schaltet sich ein und kündigt an, die Familie zurückholen zu wollen. Am Ende entscheiden elf Minuten über das Schicksal der Familie. Autorinnen: Maria Caroline Wölfle & Johanna Sagmeister Regie: Giuseppe Maio Redaktion: Gabriela Hermer Produktion: rbb 2026

  3. 49

    Queer, Katholisch, Mexikanisch. Die Muxes von Juchitán

    Party. Ohrenbetäubende Salsa-Kombo. Auf der Tanzfläche paradieren Männer mit bestickten Kleidern und Blumen im Haar, andere stolzieren in Anzügen wie Pfauen umher. Berlin? San Francisco? Ein Event zum Christopher Street Day? Nein, ein kleiner Ort im Südwesten Mexikos - einem Land, das sonst eher für Machismo und Homophobie bekannt ist. Hier im erzkatholischen Juchitán werden die „Muxes“ gefeiert – das „dritte Geschlecht“: feminine Männer, Männer in Frauenkleidern, Trans-Frauen, homo- oder bisexuell orientiert. Der Großteil der Bevölkerung liebt ihre Muxes, ist stolz auf die Diversität, die als Teil der uralten Kultur der Zapoteken verstanden wird. Und doch ist Juchitán alles andere als ein queeres Paradies. Diskriminierung auch innerhalb der Familien und brutale Überfälle auf Muxe gehören hier zur Tagesordnung. Mit: Carolina Vera, Inka Löwendorf, Ole Lagerpusch u.a. Produktion: rbb/NDR 2019 Regie: Philippe Brühl Redaktion: Gabriela Hermer

  4. 48

    Musik ist unser Leben

    Im gesamten arabischen Raum ist die syrische Sängerin Mais Harb ein Star. Mit ihren Songs, die sie während des Krieges geschrieben hat, wurde sie zur Stimme all derer, die gegen das fanatische Blutvergießen und Morden sind. 2021 verließ sie ihre Heimat und zog nach Berlin. Der Neuanfang ist schwer - hier ist sie weit weniger bekannt. Dann kommt die Al Farabi Musikakademie auf sie zu - ein Verbund renommierter Musiker*innen, der es geflüchteten und einheimischen Kids ermöglicht, kostenlos ein Musikinstrument zu erlernen, zusammen zu musizieren oder zu singen. Mais Harb soll Chorunterricht an drei Berliner Grundschulen mit hohem Migrantenanteil geben und die Kids innerhalb kurzer Zeit auf einen Auftritt im Berliner Konzerthaus vorbereiten. Arabische Liebeslieder stehen auf dem Programm - begleitet vom Konzerthaus-Orchester und dem renommierten Musikensemble "Syriab". Werden die Kinder und ihre Eltern das notwendige Engagement einbringen? Und wie gelingt die Zusammenarbeit mit den Profi-Musiker*innen? Von Gabriela Hermer Mit Malina Ebert, Gabriela Hermer Meriam Abbas Regie: Gabriela Hermer Produktion: rbb 2023

  5. 47

    Flieg oder stirb

    Brodski Varoš ist ein unscheinbarer Ort im Osten Kroatiens. Hier, im Hinterhof einer kleinen Provinz-Schule, lebt der pensionierte Hausmeister Stjepan Vokić. Vor 28 Jahren rettete Stjepan einer verletzten Baby-Störchin das Leben. Da sie nicht mehr fliegen konnte, nahm er sie zu sich, baute ihr ein Nest und nannte sie "Malena" – auf Kroatisch: "Die Kleine". Dann, 2002, trat ein männlicher Storch in ihr Leben: Klepetan, der "Klapperer". Seitdem kam Klepetan jedes Jahr zu Malena. Sie verbrachten die Sommermonate im Nest zusammen mit ihrer Brut, bis Klepetan und die Kleinen sich am Ende des Sommers auf den Weg nach Afrika machten. Diese außergewöhnliche Liebesgeschichte aus Kroatien lockte jede Menge Journalisten und Besucher aus der ganzen Welt in Stjepans Hinterhof. Doch hinter dem wunderbaren Märchen steckt das tägliche Leben eines Mannes, der sich abmüht, die Storchendame am Leben zu erhalten. Die kroatische Originalfassung des Features wurde mit dem Prix Europa 2021 ausgezeichnet. Von Marta Medvešek Regie: Marta Medvešek, Bodo Pasternak ToningenieurIn / Assistenz: Bodo Pasternak, Martin Scholz Redakteur:in: Gabriela Hermer, Katrin Moll, Ingo Kottkamp Produktion:rbb/DLF Kultur 2024

  6. 46

    Der doppelte Theo - Meine russlanddeutsche Familiengeschichte

    In fast jeder Familie gibt es Geheimnisse. Etwas steht im Raum, über das nicht gesprochen wird. Auch in der Familie unserer Autorin Merle Hilbk gab es solch ein Geheiminis – über zwei Generationen hinweg. Bis sich ein unbekannter Mann mit russischem Akzent meldete, der den Namen der Familie nicht richtig aussprechen konnte – aber behauptete, sie seien verwandt. Um das Rätsel ihrer Verwandtschaft zu lösen, forschte die Autorin über viele Jahre hinweg in Archiven, fand bisher unbekannte Fotos auf dem Dachboden ihrer Eltern und reiste bis nach Kasachstan. Eine bewegende Spurensuche nach den gemeinsamen Wurzeln und verborgenen Geheimnissen einer Familie, die durch Diktaturen und Kriege zerbrochen wurde. Von Merle Hilbk Sprecher*innen: Yekaterina Nesytowa, Timo Weisschnur, Torsten Föste Ton: Bodo Pasternak, Martin Schulz Regie: Roman Ruthardt Redaktion: Gabriela Hermer rbb 2025

  7. 45

    Der Abstieg - Ein Facharbeiter auf dem Weg nach unten

    Nach 28 Jahren verliert Norbert Kabbeck seinen Arbeitsplatz als Schlosser. Mit der Arbeit sind die sozialen Kontakte zu den Kolleg:innen verschwunden, der Rhythmus des Lebens ist verloren gegangen. Plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Mit knapp 50 Jahren wird Norbert zum Handlanger bei Zeitarbeitsfirmen. Erstsendung: 21.2.2007 Autor und Regisseur: Reinhard Schneider Produktion: rbb/DLR Kultur/WDR 2007

  8. 44

    Doris Dörrie und das Glück des Schreibens

    Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“ – so heißt eines der erfolgreichen Bücher von Doris Dörrie. Schon der Titel sagt, wohin die Reise geht: ins eigene Leben. Doris Dörrie will Lust machen, dieses Leben im eigenen Schreiben neu zu entdecken und es wiederum als Inspirationsquelle für das Schreiben zu nutzen. In ihren Lesungen lässt sie das Publikum schreiben und erntet hunderte glücklicher Gesichter. Der Autor Horst Konietzny begleitet Doris Dörrie bei ihrer Arbeit und betreibt mit ihren Anregungen den Selbstversuch, glücklich zu werden. Produktion: rbb 2020 Regie: Horst Konietzny

  9. 43

    Nur der Irrtum ist das Leben

    Kurt Böwe stammt aus der Prignitz, wohin es ihn auch immer wieder zieht. Fontane hat er schon früh entdeckt und geliebt. Später widmete sich der deutsche Schauspieler, der durch unzählige Rollen in Film und Fernsehen und nicht zuletzt durch seine Arbeit am Deutschen Theater Berlin bekannt geworden ist, auch beruflich dem großen Romancier. Er verkörperte Fontanes Figuren im Film, auf der Bühne und hat seine Texte für die Schallplatte gelesen. Böwes Lieblingslektüre sind "Der Stechlin", der letzte große Roman des Apotheker-Sohnes aus Neuruppin, und seine Briefe aus dem letzten Lebensjahrzehnt. Wer den Schauspieler in Interviews erlebt, wird bemerken, daß sich in seinen Gedanken viele Zitate aus Werken des märkischen Meisters eingenistet haben. "Nur der Irrtum ist das Leben", sagt Fontane und sagt Kurt Böwe. Regie: Gerda Zschiedrich PRODUKTION: ORB 1994,

  10. 42

    Der Zauberer Oz

    In seinem weltweit gepriesenen Roman „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ erzählt Amos Oz von der schmerzhaften Vergangenheit seiner Vorfahren in Osteuropa und von ihren großen Träumen, einen jüdischen Staat, ein modernes Paradies zu schaffen. Doch viele ihrer Träume scheiterten im jungen Staat Israel. Die Mutter des Schriftstellers Amos Oz nahm sich das Leben, als er selbst noch ein Jugendlicher war – ein Trauma, über das Amos Oz erstmals in seinem Familienroman schreibt. Die finnische Feature-Autorin Barbro Holmberg besuchte Amos Oz 2008 in der israelischen Negev Wüste, wo Amos Oz den Großteil seines Lebens wohnte, sprach mit ihm über sein Leben und Werk, über die komplexe Geschichte Israels und seine Hoffnungen auf Frieden in der Region. Vor sechs Jahren, am 28.12.2018, ist Amos Oz in Tel Aviv gestorben. Produktion: Finnish Broadcasting Company/ORF/rbb 2008

  11. 41

    Oh Tannenbaum. Wie der Weihnachtsbaum in die gute Stube kommt

    Alle Jahre wieder der gleiche Stress. Am 24. Dezember soll ein Weihnachtsbaum leuchten. Von wegen Stille Nacht: es muss gekocht, geschmückt und gekauft werden. Und wo ist eigentlich der Weihnachtsbaumständer? Der Heilige Abend ist Großkampftag. Das Feature begleitet die letzten turbulenten Vorbereitungen in einer Familie. Es wird falsch gesungen, getrunken und ausgepackt. Gleichzeitig werden die wichtigsten Fragen rund um das zentrale Objekt des jährlichen Festes geklärt: den Tannenbaum. Woher kommt die Tradition des Weihnachtsbaumes? Wo wachsen die Bäume? Wer erntet sie? Warum hängen an ihnen Kugeln? Und warum heißt es Nordmanntanne? Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: rbb 2019

  12. 40

    Die Vollbluttänzerin – Sighilt Pahl

    Sighilt Pahl hat als Ballett-Tänzerin mit den bedeutendsten Choreografen und Choreografinnen Europas zusammen gearbeitet: Tom Schilling, Birgit Cullberg, Mats Ek, Maurice Bejart und anderen. Dennoch ist die gebürtige Eberswalderin immer bescheiden geblieben. Nach ihrer Tänzerinnen-Karriere hat sie Jahrzehnte lang als Ballett-Trainerin gearbeitet. So hat auch Nathalie Nad-Abonji sie kennengelernt. Nathalie Nad-Abonji wurde später Feature-Autorin und erzählt in der folgenen Dokumentation von dem außergewöhnlichen Leben der Tänzerin Sighilt Pahl. Vor fünf Jahren, am 14. Dezember 2019 ist Sighilt Pahl verstorben.

  13. 39

    Queer, Katholisch, Mexikanisch. Die Muxes von Juchitán

    Party. Ohrenbetäubende Salsa-Kombo. Auf der Tanzfläche paradieren Männer mit bestickten Kleidern und Blumen im Haar, andere stolzieren in Anzügen wie Pfauen umher. Berlin? San Francisco? Ein Event zum Christopher Street Day? Nein, ein kleiner Ort im Südwesten Mexikos - einem Land, das sonst eher für Machismo und Homophobie bekannt ist. Hier im erzkatholischen Juchitán werden die „Muxes“ gefeiert – das „dritte Geschlecht“: feminine Männer, Männer in Frauenkleidern, Trans-Frauen, homo- oder bisexuell orientiert. Der Großteil der Bevölkerung liebt ihre Muxes, ist stolz auf die Diversität, die als Teil der uralten Kultur der Zapoteken verstanden wird. Und doch ist Juchitán alles andere als ein queeres Paradies. Diskriminierung auch innerhalb der Familien und brutale Überfälle auf Muxe gehören hier zur Tagesordnung. Produktion: rbb/NDR 2019 Regie: Philippe Brühl Redaktion: Gabriela Hermer

  14. 38

    Luthers Lebensräume - Eine Reise in die Reformation

    1983 - anlässlich des 500. Geburtstags Martin Luthers - begab sich der renommierte Radio-Essayist Horst Krüger auf eine Reise zu Luthers Wirkungsstätten – nach Erfurt, Eisleben, Wittenberg und Eisenach. Die Reise führte Krüger damals noch in ein anderes Land, in die DDR. Horst Krüger folgt Luthers Lebensstationen von Ort zu Ort und beschreibt dabei auch ein Stück DDR-Vergangenheit. Der Reisende ist aber vor allem auf der Suche nach Luther selbst, dem Menschen hinter dem Mythos. Sprecher: Der Autor Regie: Klaus Lindemann Redaktion: Barbara Enturp Produktion: SFB; DLF; BR; SWF 1983

  15. 37

    Werd ich mit Singen deutsch? - Ein Feature zur Einbürgerung

    "Ich geh jetzt Neuköllner machen", sagt der Bürgermeister zweimal im Monat zu seiner Sekretärin. Er hängt sich seine Amtskette um und hält eine Rede auf der Einbürgerungsfeier, die mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne endet. Es war an einem Dienstag, da wurde Herr S. Deutscher. Dafür musste er seine türkische Staatsangehörigkeit aufgeben. Frau H. wartet seit Monaten, ihr irakischer Pass ist abgelaufen. Wenn eine Person mit Migrationshintergrund die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten möchte, muss sie sich auf eine bürokratische Prozedur mit neuen Tests einstellen. Die Sendung verfolgt den Weg von der Antragstellung bis zum feierlichen Gelübde. AutorIn: Inge Braun und Helmut Huber SprecherIn: Julia Hummer (Erzählerin), Katharina Zapatka (Zitatorin), Irm Hermann (Stimme) Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: Deutschlandfunk Kultur, NDR, rbb 2009

  16. 36

    Hybris - Die Leben des Gavino Ledda

    Er ist der berühmteste Hirtenjunge der Welt, der Sarde Gavino Ledda. Seine ersten 20 Jahre verbringt er, dem Diktat seines Vaters folgend, auf der Weide, als Analphabet, beinahe stumm. Dann erwacht in ihm der Wille, sich mitzuteilen und sein Leben wendet sich. Er lernt Lesen und Schreiben, unterrichtet bald Sprachwissenschaften und schreibt seine Lebensgeschichte auf. Das Buch "Padre Padrone" wird ein Welterfolg, ebenso die Verfilmung der Brüder Taviani 1977. Für sein Feature trifft der Autor Andreas F. Müller Gavino Ledda und Vittorio Taviani und erfährt, was aus ihnen über 30 Jahre später geworden ist.

  17. 35

    Flieg oder stirb

    Brodski Varoš ist ein unscheinbarer Ort im Osten Kroatiens. Hier, im Hinterhof einer kleinen Provinz-Schule, lebt der pensionierte Hausmeister Stjepan Vokić. Vor 28 Jahren rettete Stjepan einer verletzten Baby-Störchin das Leben. Da sie nicht mehr fliegen konnte, nahm er sie zu sich, baute ihr ein Nest und nannte sie "Malena" – auf Kroatisch: "Die Kleine". Dann, 2002, trat ein männlicher Storch in ihr Leben: Klepetan, der "Klapperer". Seitdem kam Klepetan jedes Jahr zu Malena. Sie verbrachten die Sommermonate im Nest zusammen mit ihrer Brut, bis Klepetan und die Kleinen sich am Ende des Sommers auf den Weg nach Afrika machten. Diese außergewöhnliche Liebesgeschichte aus Kroatien lockte jede Menge Journalist*innen und Besucher aus der ganzen Welt in Stjepans Hinterhof. Doch hinter dem wunderbaren Märchen steckt das tägliche Leben eines Mannes, der sich abmüht, die Storchendame am Leben zu erhalten. Die kroatische Originalfassung des Features wurde mit dem Prix Europa 2021 ausgezeichnet. Regie: Marta Medvešek und Bodo Pasternak Produktion: rbb/DLF Kultur 2024

  18. 34

    Not. Lust. Seyn. Zu Fuß auf Spuren des Dichters Friedrich Hölderlin

    Not. Lust. Seyn Zu Fuß auf Spuren des Dichters Friedrich Hölderlin von Astrid Alexander Der junge Hölderlin war voller Ideale, einer, der die Welt neu denken wollte. Ein Supergenie. Ein Zweifler. Ein Wanderer. Zum Denken und Schreiben brauchte er das Laufen. Im Frühjahr 1795 unternahm der Dichter nach einem dunklen Winter „eine kleine Fußreise“: 300 km in sieben Tagen, von Jena nach Halle, Dessau und Leipzig. Astrid Alexander begibt sich mit zwei Künstlerinnen, der Sängerin Anne Schneider und der Akkordeonistin Susanne Stock, die einen Konzertabend zu Friedrich Hölderlin entwickeln, auf Spurensuche. Sie versuchen mit dem Poeten Schritt zu halten, laufen einen Teil seiner Strecke nach, 20 bis 25 Kilometer am Tag. Sie erspüren Rhythmus und Musikalität seiner komplexen Sprache, die sich im Schreiten entfalten. So nähern sie sich der scheinbar schwer zugänglichen Poesie und transportieren seine Themen ins Hier und Jetzt: unterwegs sein, Grenzen überschreiten, Scheitern, Weitermachen. Regie: Astrid Alexander · Produktion: rbb/Dlf 2020

  19. 33

    Auf dem Krokodil in die Moderne

    Jiovanny Rivadeineira, Kichwainindianer vom Río Napo, will eine Luxuslodge bauen – eine Lodge, die keiner Hotelkette gehört, sondern seinem Dorf Anangu. Mit dieser Vision beginnt seine Abenteuergeschichte. Nicht nur die Dörfler denken, er spinnt total – er hat kein Geld, kein Know-how. Das Vorhaben scheint unmöglich. Auch internationale Ölfirmen und Militärs sind ernstzunehmende Gegner. Aber Jiovanny gibt nicht auf. Heute ist das Napo Wildlife Center die erfolgreichste Luxus-Dschungellodge im Amazonasbecken. Eine akustische Reise in die Anderswelt des Amazonasdschungels Regie: Iris Dissse Produktion: rbb 2016

  20. 32

    Kafka unchained. Der entfesselte Kafka

    Vor rund einhundert Jahren ist Franz Kafka gestorben – viel ist in den letzten Wochen über ihn geschrieben und geredet worden. Im unserem Feature wollen wir uns Kafka mit Hilfe zweier Comic-Zeichner nähern, sowie weiterer ungewöhnlicher Künstler und Künstlerinnen nähern, die sich mit Kafka befasst haben: Robert Crumb und Chantal Montellier haben Kafka erfolgreich illustriert. „Jaromir 99“ – so heißt ein Sänger aus Prag, der eine Kafka Band gegründet hat und der junge Schwabe Tobias Stoll erfreut seinen Deutschlehrer als "Kafka Rapper". Den Autoren zur Seite stehen ausserdem: der Kafkaologe Mbaye Seye aus dem Senegal, der Kafka in der Wolof-Sprache zitiert, und ein gewisser Franz Kafka - aus Salzburg! Regie: Malgorzata Zerwe und David Zane Mairowitz DLF/ORF 2014

  21. 31

    Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen - Helmut Schmidt, ein Porträt

    1974, vor 50 Jahren wurde Helmut Schmidt zum 5. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Seine Kanzlerschaft wurde von der unversöhnlichen Konfrontation zwischen Staatsgewalt und linksrevolutionärem Terrorismus überschattet, die in den blutigen Ereignissen des „Deutschen Herbstes“ von 1977 ihren Höhepunkt fand. Für sein Feature hat Detlef Michelers 2008 Helmut Schmidt porträtiert. Zu Wort kommen neben dem SPD-Politiker auch Helmut Kohl, Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher, Hildegard Hamm-Brücher und weitere Wegbegleiter und Konkurrenten. Produktion: NDR/SR/RB/RBB 2008 Regie: der Autor

  22. 30

    Zanzibar oder die Suche nach dem Glück, das sich Leben nennt

    Eine Familiengeschichte, an der die DDR mitgeschrieben hat: In Leipzig verliebt sich Mitte der 1960er Jahre eine junge Lehrerin in einen Medizinstudenten aus Zanzibar. Sie bekommen einen Sohn und dem Familienglück scheint nichts im Wege zu stehen. Doch alles kommt anders. Weil er politisch aktiv ist, muss der junge Vater die DDR verlassen. Die alleinstehende Mutter bleibt mit ihrem Sohn Sven zurück. Nicht nur wegen seiner Hautfarbe wird er später diskriminiert. Als junger Mann schließt er sich einer kirchlichen Friedensbewegung an und kommt dafür in Haft. Sobald er wieder entlassen wird, zieht Sven seine persönlichen Konsequenzen. Von Leslie Rosin Mit Gudrun und Sven Wetzig, Barbara Castillo, Yussuf Mohammed Said und Joachim Schönfeld Regie: die Autorin Produktion: SFB/MDR 1997

  23. 29

    10. Todestag Peter Liechti: LIECHTIS HASEN

    "Jemand hat einmal gesagt, man hat seine Eltern wie eine Kugel im Kopf!", schrieb der Schweizer Regisseur, Kameramann und Autor Peter Liechti. Ein Grenzgänger, der in seinen Themen immer wieder die Spannungsfelder und die komplexen Verhältnisse zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Eigensinn und sozialer Norm, thematisiert hat. Seine Filme geben schonungslos auch eigene Geschichte preis. In seinem letzten Projekt "Vaters Garten" reflektiert er Jugend und persönliche Revolte in einer Dokumentation über seine fast 90-jährigen Eltern. Dabei entlarven die beiden, ganz ohne fremdes Zutun, die Schwächen ihres Gesellschaftsbildes, die Schwächen ihrer Generation, ein heute großteils überkommenes Rollenbild mit all seinen negativen und traurigen Aspekten, ohne aber das Positive zu verleugnen. In guten wie in schlechten Tagen – ein Satz, den diese Generation verinnerlicht hatte. Das Interview mit Peter Liechti hat Grace Yoon im November 2013 geführt. Regie: Grace Yoon Produktion: rbb/ORF 2014

  24. 28

    Jeder ist seines Glückes Schmied oder: Das Glück der Fülle

    Philosophen und Religionswissenschaftlerinnen, Hirnforscher und Psychologinnen, Heiler, Hellseherinnen und Astrologen beschäftigen sich immer wieder mit der Frage: Welche Wege gibt es zum Glück? Nachdem der Autor Jean-Claude Kuner auf der Suche nach der Glücksformel enttäuscht alle Ratgeber zur Seite gelegt hat, versucht er auf andere Weise die Antwort auf die Frage, was unser Glücklichsein ausmacht, zu finden. Regie: der Autor Produktion: NDR/RBB 2005

  25. 27

    Der Arm des Dirigenten Oder: Die Magie des Taktstocks

    Sie sind die großen Zampanos der klassischen Musik, divenhafte Taktstockdespoten, weltentrückte Einzelgänger oder eben jene, die charismatisch zum gefeierten Genius emporsteigen. Ohne sie läuft nichts auf den Opernbühnen der Welt, im Orchestergraben und auf den Konzertpodien. Wie aber kommt der individuelle, interpretatorische Klang des Dirigenten zustande? Wie vereint er einzelne Musiker zum Klangkörper? Und wie kann man den Klang mit den Händen "formen"? Der Feature-Autor Andreas M. Simon hat die Dirigenten Kent Nagano, Kurt Masur und andere getroffen, um diesen Fragen nachzugehen. Mit: Bibiana Beglau, Ulrich Noethen und anderen Regie: Martin Heindl Produktion: rbb 2006

  26. 26

    Alle meine Weihnachten

    "In meiner Kindheit gab es in unserer Familie kein Weihnachtsfest, weil wir Kommunisten waren. Später war ich zur Weihnachtszeit oft auf Reisen. Meistens verbringe ich den Heiligen Abend auf der Autobahn, ich fahre nach Ljubljana, wo ein Teil meiner Familie immer noch wohnt. Wir wechseln die Sender, hören „Stille Nacht“ in allen Sprachen. 1993 habe ich Weihnachten in Sarajewo verbracht. Es fielen so viele Granaten und die Scharfschützen waren so unermüdlich, dass man den Krieg vergaß und sich in eine Silvesternacht versetzt fühlte.“ In ihrem Feature erzählt dei Autorin Marus Krese über die Schwierigkeit Weihnachten zu feiern und über die Unmöglichkeit Weihnachten zu ignorieren. Regie: Grace Yoon Produktion: SFB-ORB/SWR 2001

  27. 25

    Ich war doch mal berühmt, ich war sogar berüchtigt - Der Kabarettist Wolfgang Neuss

    Wolfgang Neuss – Am 3. Dezember wäre der Star-Kabarettist der jungen Bundesrepublik 100 Jahre alt geworden. Bereits während seiner Lazarettaufenthalte und im Internierungslager organisierte er bunte Abende, erzählte Witze und trat als Komiker auf. Aus diesem Talent machte er einen Beruf. Im West-Berlin der 1950er Jahre schrieb er Theaterstücke, führte Regie, spielte auf Kleinkunstbühnen, unter anderem bei den "Stachelschweinen". Später bekennt er sich zur APO und bricht mit seinen scharf-satirischen Soloprogrammen die Tabus der Adenauerzeit. In den 70ern zieht er sich zurück, praktiziert Askese und Hanfkonsum. Die Feature-Autoren Inge Braun und Helmut Huber trafen einstige Weggefährten wie Matthias Bröckers, Hans-Magnus Enzensberger, Wolfgang Gruner, Dieter Hildebrandt, Volker Kühn und Gaston Salvatore. Regie: Leslie Rosin Produktion: SFB-ORB/BR/WDR/SWR 1998

  28. 24

    Vier Frauen in der Wüste Gobi – Auf den Spuren der Wildkamele

    Vier Frauen folgen ihrem Traum: Sie reisen in die Mongolei auf der Suche nach den vom Aussterben bedrohten Wildkamelen. Tagelang sitzen sie schaukelnd auf dem Rücken ihrer Kamele und trotzen Hitze und Kälte der Wüste Gobi. Die Frauen kennen einander kaum, aber sie verbindet ein gemeinsames Ziel: Der Schutz der letzten Wildkamele. Von Saar Slegers

  29. 23

    Taekwondo oder: Auch Affen fallen mal vom Baum

    Die koreanische Kampfart Taekwondo erfordert vor allem eines: Respekt. Die Autorin Elodie Pascale lässt sich nicht abhalten von der rätselhaften Geschichte, noch von den strengen Regeln. Sie schwitzt, kämpft und gräbt nach den Wurzeln des Taekwondo. Und muss sich dabei vor allem selbst bezwingen.

  30. 22

    Mord im Tiergarten

    Am 23. August 2019 wurde ein Mann im Tiergarten in Berlin-Moabit erschossen. Er war Tschetschene und Feldkommandant im Zweiten Tschetschenienkrieg. Der Mörder ist ein Russe. Im Urteil spricht das Gericht von Staatsterror.

  31. 21

    Hören, wie die Sterne kreisen

    Marianne Kaiser bereitet ihren Gesangsschüler auf den Deutschen Musikwettbewerb vor. Gewinnt er ihn, ist der Grundstein für seine Karriere gelegt. Philipp ist 20, so alt wie sie, als sie ihre Karriere als Koloratursopran begann und die DDR gerade gegründet war. Feature-Autorin Astrid Alexander hat die Sängerin und ihren Schüler während der Vorbereitungen für den Wettbewerb begleitet.

  32. 20

    Pfeifen auf Jiddisch

    Der ukrainisch-jüdische Künstler Prinz Nazaroff konnte hervorragend singen und pfeifen. Doch in New York wird er nicht beachtet. 1954 zeichnet ein Produzent Nazaroffs Songs auf, 60 Jahre später fällt die Platte dem Komponisten Daniel Kahn in die Hände. David Mairowitz und Magorzata Zerve erzählen die erstaunliche Geschichte des Prinzen Nazaroff und seiner Wiederentdeckung.

  33. 19

    Anselm Kiefer - Die Schöpfung und ihre Elemente

    Feuer, Wasser, Erde und Luft – das sind die Elemente des künstlerischen Schaffens von Anselm Kiefer. Am 6.7.2023 wird er mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Der 78-jährige Künstler forscht nach dem, was er für die "Grundbewegung der Welt" hält und folgt dabei einer Überlegung von Novalis: "Ich vergeheimnisse die Materie, indem ich sie entkleide." Feature-Autor Klaus Dermutz hat ihn getroffen.

  34. 18

    Missione Bellezza - Ein Tag im Leben der Ornella Fiorini

    Die Italienerin Ornella Fiorini fährt täglich mit ihrem VW durch die Po-Ebene, besucht alte Leute und raspelt ihnen die Hornhaut von den Füßen. Bei ihren Hausbesuchen als Pediküre sammelt sie die Geschichten und Anekdoten der Menschen. Feature-Autor Christian Försch hat Ornella Fiorini zwei Tage lang begleitet.

  35. 17

    Vier Schüsse und das Schweigen danach

    Im Herbst 2016 erschießt die Polizei einen Mann in einem Berliner Flüchtlingsheim. Aus Notwehr, sagt die Polizei. Der Geflüchtete trug ein Messer bei sich. Spätere Ermittlungen konnten das nicht bestätigen.Die Staatsanwaltschaft hat sich bis heute nicht zu einem öffentlichen Prozess entscheiden können. Die Autorinnen Ruth Waldeyer und Ulrike Ertl haben den Fall rekonstruiert.

  36. 16

    Animalische Konversation

    Es gibt Menschen, die Tiere verstehen, ihre Laute und Sprache deuten können. Wie der bekannte Verhaltensforscher Prof Dr Günter Tembrock. Er hat ein gewaltiges Archiv aus Tierlauten aufgebaut. Ihm verraten diese Aufnahmen, wer der Größte, der Stärkste, der Ranghöchste ist. Die akustischen Signale spielen eine wichtige Rolle im tierischen Verhalten. Und wir fragen uns: Was assoziieren wir dabei für die menschliche Kommunikation? Ein Feature von Gerda Zschiedrich

  37. 15

    Ohne Geigen küsst man nicht Oder Der Klang von Babelsberg

    Im Herbst 1911 kauft der Berliner Kameramann Guido Seeber ein altes Fabrikgebäude in Babelsberg und legt damit den Grundstein für das älteste Filmstudio der Welt. Wenige Monate später beginnen die Dreharbeiten zum ersten Film - „Der Totentanz“ mit Asta Nielsen. Das ist der Auftakt, mit dem die deutsche Kino-Geschichte beginnt. Die unzähligen Filme, die hier entstanden sind, waren und sind Spiegel ihrer Zeit. Nirgendwo sonst hat das Kino so viele Brüche überstanden: vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Nazi-Zeit bis zur DDR und zum wiedervereinigten Deutschland.

  38. 14

    Ich werde schwanger, wann ich will

    Als junge Geigerin will Marie Luise Höfer-Szepes, Jahrgang 1933, eigentlich nur eines: ihre Fähigkeiten in einem renommierten Orchester beweisen. Leider besteht die deutsche Orchesterlandschaft damals aus Männerbünden, die Frauen bestenfalls an der Harfe dulden. Ihre Begabung steht außer Frage. Dennoch hagelt es Absagen: Ein hübsches “Fräulein” wie sie werde doch ohnehin bald heiraten und Kinder kriegen! Welchen Weg legt Marie Luise Höfer zurück, bis man sie schließlich als erste Frau in die Geigengruppe der Deutschen Oper Berlin aufnimmt? Wie kommt es, dass sie dabei, ohne je diese Absicht verfolgt zu haben, zur Vorkämpferin für gleiche Rechte von Frauen in der Musik wird?

  39. 13

    Auf Wiedersehen Deutschland - Salam Iran?

    Die Feature-Autorin Magdalena Delir lebt in Deutschland, stammt aus Polen. Ihr Mann kommt aus dem Iran, möchte dorthin zurückkehren. Ist es für sie vorstellbar wieder in einer Diktatur und in einem frauenfeindlichen Regime zu leben? Eine Reise in den Alltag hinter der Fassade.

  40. 12

    Mein "Klein-Versailles": Max Liebermanns Heimkehr an den Wannsee

    Seine Sommerresidenz hatte der Maler Max Liebermann in seiner Villa am Wannsee. Doch nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren, wurde er als Jude enteignet. Auch nach dem Krieg war für die Erinnerung an den Maler lange kein Platz – bis 2006, als das Haus rekonstruiert und ein Museum eröffnet wurde. Renate Beckmann erzählt die Geschichte der Villa Max Liebermanns, der am 20. Juli 1847, vor 175 Jahren, geboren wurde.

  41. 11

    Der ewige Faschist - Eine Spurensuche

    Der Autor Claas Christophersen entdeckt auf Fotos Ähnlichkeit zwischen seinem Großvater Karl-Heinz Christophersen und dem Alt-Nazi Thies Christophersen. In der Familie heßst es, es gebe da zwei "Christophersen-Linien". Mit derjenigen, aus der Thies stammt, hätten sie nichts zu tun. In seinem Feature macht sich der Autor auf die Suche nach der Wahrheit.

  42. 10

    Walther Rathenau - Ein Mann mit zu vielen Eigenschaften

    Vor einhundert Jahren, am 24. Juni 1922, wurde der damalige deutsche Außenminister Walther Rathenau von ein paar rechtsradikalen Attentätern auf offener Straße erschossen. Anhand von Selbstzeugnissen und Aussagen von Zeitgenossen zeichnet die Autorin Valerie Stiegele in ihrem Feature ein umfassendes Porträt des außergewöhnlichen Politikers.

  43. 9

    Herzwäsche - Eine verhängnisvolle Affäre

    M. ist Witwer und eines von Tausenden Opfern Romance Scams. Die Autorin Martina Groß ist seine Schwester und hat Zugang zu den Chats. Sie geht der Frage nach, warum so viele Menschen auf das Geschäft mit der Liebe hereinfallen.

  44. 8

    Im Dickicht der Stadt - Ein Großstadtmärchen mit Rainer Werner Fassbinder

    1985. Ein Theaterskandal entlädt sich über Deutschland. Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“ soll in Frankfurt uraufgeführt werden. Der Vorwurf: Stück und Autor seien antisemitisch. Feature-Autor Jean-Claude Kuner geht der Frage nach, ob der Protest gerechtfertigt war.

  45. 7

    Zwischen Shakespeare und Stalin - Der legendäre Schauspieler Solomon Michoels

    Solomon Michoels war einer der bekanntesten Theaterkünstler der Sowjetunion. Schauspieler, Regisseur und Leiter des ersten jüdischen Staatstheaters der Welt, dem in Moskau ansässigen GOSET- Theater. Hierzulande ist Michoels nahezu unbekannt. In ihrem Feature „Zwischen Shakespeare und Stalin“ erinnert Brigitte van Kann an das Leben des faszinierenden Künstlers – und an sein tragisches Ende.

  46. 6

    Smilie - Leben auf dem Alexanderplatz

    Für Smilie ist der Berliner Alexanderplatz ein Zuhause. Er ist Anfang 20 und obdachlos. Drogen gehören hier zum Alltag. Manchmal hat Smilie genug. Er träumt von einer eigenen Wohnung und davon, anderen Straßenkindern zu helfen. Julia Illmer und Massimo Maio haben Smilie und weiteren obdachlosen Jugendlichen Mikrofone gegeben, damit sie ihr Leben am Alex dokumentieren.

  47. 5

    Jeff Buckley in London

    Vor 25 Jahren ist er gestorben: Jeff Buckley, der junge US-Musiker, dessen außergewöhnliche Stimme und emotionsgeladene Songs Millionen von Menschen berührten. Noch heute zählt er laut Rolling Stone zu den „100 besten Sängern aller Zeiten“. In seinem Feature beleuchtet der Autor Alan Hall einen Tag im Jahr 1994, als Jeff Buckley in London ein Radio-Interview gibt, das legendär werden sollte.

  48. 4

    Bomben statt Premieren - Wie ukrainische Theaterschaffende den Krieg erleben

    Vor fast drei Monaten begann der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Seitdem kontaktiert die in Berlin lebende Autorin Inga Lizengevic ukrainische Theaterschaffende regelmäßig per Video-Call und fragt sie, wie sie den Alltag in Mariupol, Kyiv, Irpin und Rivne erleben.

  49. 3

    Das Land, in dem es immer regnet - Zurück in Litauen

    Vor neunzehn Jahren hat die Autorin Litauen mit ihrer Familie verlassen. Jetzt kehrt sie mit dem Aufnahmegerät zurück. Und hört vier Frauen zu, die ihr Leben hier verbracht haben. Eine sehr persönliche akustische Reise in ein teils noch unbekanntes Land.

  50. 2

    Der Tod des Fotografen

    Im Januar 1980 wird in Hamburg ein Mann tot aufgefunden. Sven Simon, Pressefotograf, 38 Jahre alt, mit bürgerlichem Namen Axel Springer – Junior. Zeitgleich wird in Berlin Rudi Dutschke, Hauptfeind der Springerpresse, beerdigt. Sven Simons Freitod - Zufall oder letzte Revolte gegen den Vater? Feature-Autor Stefan Zednik geht dieser Frage nach.

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