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Flassbeck Europa, Verschuldung Handelsgleichgewicht
Deutschld hat gespart, unter seinen Verhältnissen gelebt. - Haben andere über ihren Verhältnissen gelebt? Wer spart in Deutschland.? Da gibt es die privaten Haushalte, die Unternehmen, der Staat. Vierte Gruppe das Ausland. Das Gesparte wird zur Bank gebracht.Die Bank muss etwas damit machen, sie könnte sonst keine Zinsen zahlen.Sie muss einen finden der das Geld nimmt, es investiert, Soll-Zinsen zahlt, woraus sich eine Rendite ergibt. Aus der Rendite kann die Bank dann die HabenZinsen bezahlen und hat noch eine kleine GewinnMarge für sich selbst. Von den Einkommen ,100 Millionen Euro oder mehr werden jeden Monat 10 % gespart, nur 90 % fliessen zurück an Staat oder Untemehmen. Wer gibt das gesparte Geld aus, wer macht Schulden ? Vielleicht, machen Untemehmen Schulden, investieren machen vielleicht Rendite aus der man die Zinsen für die Sparer bezahlen kann .. Das sind „vergangene Zeiten“ (tempi passati) In Deutschland machen die Untertıehmen per Saldo derzeit keine Schulden, sondern sparen. „Haben wir doch so gewollt ? Wir haben ihnen die Steuern gesenkt, Vermögenssteuer abgeschafft, die Löhne nicht mehr erhöht. Die Untemehmen haben die Taschen voller Geld und sparen.
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Flassbeck , vom Schock zum Handeln, 2011, (II)
Die Krise der globalen wirtschaftlichen Ungleichgewichte, Handelsbilanzen, Rohstoffspekulation braucht eine mulit-laterale Lösung. Ein Grossteil der Politiker haben nicht begriffen was die „Werte“ sind, die Finanzmärkte schaffen. Sie betrachten als Investoren, Merkel zur Finanzkrise : „die Banken sind ein bisschen zu stark ins Risiko gegangen“ (unsere Investoren waren leider etwas zu risikoreich“ . Der Staat soll uns unter die Arme greifen. Eine hohe Volatilität bedeutet, dass der Wertpaperkurs stark schwankt. Je höher die zu erwartende Schwankung, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Optionsschein für den Anleger vorteilhaft entwickelt. Daher sind sie bereit, einen höheren Preis für den Optionsschein zu akzeptieren Ein Kern der Krise ist, dass Institutionen geschaffen wurden, die sich massiv mit „Casino-Aktivitäten“, Spekulation beschäftigen, mit unglaublich viel Geld, eingesammeltem Geld, geliehenem Geld, mit von den Zentralbanken zur Verfügung gestelltem Geld. {Anmoderatio FES „die Volatilität (schwankend und flüchtig) der Finanzmärkte hat gravierende Auswirkungen auf die Arbeitsmärikte weltweit ´. Seit 2008 sind weltweit 35 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden.“ (Eine hohe Volatilität bedeutet, dass der Wertpapierkurs stark schwankt. Je höher die zu erwartende Schwankung, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Optionsschein für den Anleger vorteilhaft entwickelt. Daher sind sie bereit, einen höheren Preis für den Optionsschein zu akzeptieren)
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KlimaEndspiel KlimaArbeit
Die Anreicherung der Klima-Treibhausgase in der Atmosphäre hat sich mehrere vergangene Jahre beschleunigt. Mit Methan aus Leckagen, aus tauenden Perma-Frost-Böden, und aus Ozean-MethanHydrat können es bald über 50 Mrd Tonnen Co2 eq Emissionen pro Jahr sein. Das noch emittierbare Co2 – Budget (für das 2° C Ziel) ist schon etwa 2026 ausgeschöpft, und wir müss(t)en Co2 aus der Atmosphäre wieder entfernen ....
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Kampf ums Klima
Wenn es überhaupt eine Hoffnung geben soll, das vereinbarte 2° -Grad-Ziel einzuhalten, müssen reiche Volkswirtschaften das Ende der fossilen Energieträger zu ihrer obersten Priorität machen. Zwei Sendebeiträge zur fahrlässingen Verschleppung beim Klimawandel, KlimaEngineering.
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Vortrag von Prof. Hermann Weber "Sozialdemokratie und Gewerkschaften"
Vortrag von Professor Hermann Weber im Mannheimer Technoseum am 6. Februar. Sozialdemokratie und Gewerkschaften. „Das Mannheimer Abkommen von 1906“
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Global countdown I , zum Klimawandel
Klima-Wandel , Der globale Count-Down I Radio Dreyeckland Mi 29 Febr 2012, 19 uhr Do 11 uhr auch RDL.de livestream , Der globale Count-Down I II III auch www.freieradios.net + Kontakt → [email protected] Jingle und Anmod o+1 Lange Zeit herrrschte Fortschritts-Optimismus, und Umweltschutz-politik gibt es schon einige Jahrzehnte. Sie kümmerte sich um NaturSchutz, Lebensraum der Kondore, um die KorallenRiffe, Feuchtraum-Gebiete usw. Später kam die Qualität der Luft, Gewässer, Böden hinzu. Gesetze zur Schad-stoff-Begrenzung wurden durchgesetzt.Verbot besonders gesundheitsschädlicher Substanzen, Filterung von Abgasen und Abwasser, Umgestaltung einiger Produktions-Prozesse → Nach 25 Jahren waren die Schaumberge von den Flüssen verschwunden und die industriellen BallungsRäume wurden sauberer. In den 1980 er Jahren glaubte man an ein Paradigma - „ Die Wirtschaft soll zuerst wachsen, später kümmern wir uns um die Umwelt.“ „Die Länder starten arm und sauber, dann kommt die Industrialsierung, sie werden reich und schmutzig, und wenn sie reich genug sind, um sich den teuren Umweltschutz leisten können, werden sie reich und sauber“ → ein Happy-End ? Dieses Paradigma kann für die globalen Umwelt-Probleme heute nicht gelten. Die lokale Schadstoff-kontrolle ist nur ein sehr begrenzter Teil der ökologischen Realität. Verlust der Bio-Diversität und Klima-Wandel folgen einer völlig anderen Logik. Die „reichen und sauberen“ Länder sind diesbezüglich die grössten Verschmutzer. Der sogenannte „Co2-FussAbdruck“ und der „ökologische Fussabdruck“ steigt mit wachsendem Wohlstand. O+1 Heute ist die Aufgabe : → die Umwelt als Grundlage des Lebens zu retten, und das weltweit , bis in die Stratosphäre hinein. In unserem 21. Jahrhundert hat die Menschheit die Möglichkeit ihre eigenen Lebensgrundlagen zu vernichten.. Es braucht tief greifende Veränderungen quer durch alle Gesell-schaften, Kulturen , und Wirtschaften. Es braucht Veränderungen die vor dem Desaster retten können, und zugleich die Lebensqualität , und das soziale Miteinander, und die Gerechtigkeit erheblich verbessern. 2´48 O+2 Das „Weiter-So“ - „Business as usual“ , würde zu einer Verdoppelung der jährlichen Co2- Emissionen bis 2050 führen. Alle EffizienzSteigerungen , die Ressourcen sparen und Umwelt und Klima schützen sollten , würden durch zusätzlichen Konsum aufgefressen. Diese wäre die falsche Richtung: → Steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde um 4 ° C, würden Ernten vertrocknen, Wasser-Reserven schwinden, es gäbe verheerende Überschwemmungen und Stürme, und der Meeresspiegel würde gefährlich ansteigen. In der Folge gäbe es Zerrüttung von Infrastruktur und Zivilisation, Zerfall von Städten. Die Erd-Erwärmung über + 1,5 °C ist jetzt schon nicht mehr verhinderbar. Wenn wir die Co2 – Konzentration auf 450 ppm (parts per million) Anteile in der Luft stabilisieren wollen, müssen wir die Emissionen um den Faktor 2,5 reduzieren. O+1 Seit dem Einbruch der Finanzmärkte und Weltwirtschaft 2008 ist Kapitalismus-Kritik in vieler Munde.Die de-regulierten Finanzmärkte brachten verheerende Auswirkungen. Nach neuen Regelungen wird von vielen Köchen gesucht, die Widerstände gegen effiziente Veränderungen sind riesig, die Mass-nahmen sind schwach. O+2 Auch für die Umwelt brauchen wir wirtschaftliche Regulierungen, die verhindern, dass das Kapital in zerstörerische Aktivitäten wandert, statt in wertschaffende Aktivitäten, die Natur und ÖkoSysteme erhalten. Die kapitalistischen MarktMechanismen erlauben den Preisen nicht, die ökologische Wahrheit zu sagen. Externe Kosten werden nicht eingerechnet, - sie werden über den Staat vergesellschaftet, und die Bevölkerungen müssen dafür aufkommen. Märkte sind da schlecht und oft kontraproduktiv, wenn es um die Sicherung und den Schutz öffentlicher Güter geht, und wenn es darum geht, den Fortschritt in eine langfristig nachhaltige Richtung zu lenken. O+2 Wir brauchen adäquate rechtliche und (moralische) diskursive Rahmenbedingungen , Beteiligung von engagierten Bürgern, Zusammenarbeit der Instanzen der Zivilgesellschaft und der internationalen Staaten-Gemeinschaft. Wir brauchen permanente Auseinandersetzung mit Märkten, Technik, Invovat-ionen und Konsum. Wir brauchen Wachheit und Engagement gegen Zerstörung, und Verschleppung von notwendigem Wandel. Technik, Infrastruktur, Recht, AlltagsGewohnheiten, Bildung sollen so zusammenwirken können, dass Wirtschaft und Ökologie; Ressourcen-Schutz, und Klima-schutz gleichzeitig möglich werden. - 1 - 5´20 - 6´05 ~ ~ ~ ~ m 1 cut südosteurop blues ´45 sec o+ 2 Der Klimawandel bedroht 100 derte Millionen Menschen der Länder des Südens mit Dürren, Überschwemmungen, Bodenverlust, Hunger, instabiler Landwirtschaft, Vertreibung Die.Wahrnehmungs, Deutungs- und Problemlösungs-formen hinken gnadenlos hinter den Notwendig-keiten zu Handeln hinterher. Die Konzerne der Energie-Versorgung und energie- und fossil- intensiven Produktionen blockierten den Energie-Umstieg. Die Regierungen versagten bei der Regelung der Krisen und Raubzüge der Finanzwelt und der Schaden-bringenden Kapitalismus-Ausrichtung auf Wachstum und Renditen, Externe Kosten werden in Markt – und Wirtschafts-Kalkulationen nicht einbezogen. Das müssen die Bevölkerungen ausbaden. Weitläufig hält sich auch der Glaube, dass der westliche Lebensstil mit der bedenkenlosen Ver-Nutzung von extern bezogenen Ressourcen globalisierungsfähig sei. Statt der notwendigen Senkung des Aus-stosses von Co2 steigen die Klimagas- Emissionen weiter o+ „Die Leute meinen: Über den Klimawandel müssen sich spater mal unsere Kinder Sorgen machen“, - nein.Klimawandel ist jetzt ! → Eine Beschränkung auf 2 °C Erwärmung ist bei der gegen-wärtigen Entwicklung aber schon nicht mehr erreichbar. Die Zeit läuft davon im globalen Coutn-Down. O+1 „Die Welt ist nicht mit einer Umweltkrise, einer Entwicklungs- und einer Energiekrise konfrontiert, sondern diese Krisen verschmelzen zu einer einzigen : „Klimawandel“. sagt die norwegische Politikerin Gro Hartem Brundtland - # Klimawandel das sei, „die Summe aller Fehler“. urteilt die indische Umweltschützerin Sunita Narain. Vermutlich sogar ihr gemeinsames Vielfaches. Der „fortschrittliche“ Teil der Menschheit hat sich auf ein Wirtschaftssystem geeinigt das dem Grund-gesetz aller lebenden Systeme widerspricht: → der „Syntropie“ , das heisst der bestmöglichen Aus-nutzung der ständig eintreffenden Sonnenenergie“ o+2 Die Erwärmung der Erde steht mit anderen Ressourcenkrisen in enger Wechselwirkung und geht teils auf die gleichen Ursachen zurück. Die Verbindungen und Rückkopplungen müssen aufgezeigt und mitgedacht werden.„Wir leben weit über unsere Verhältnisse“ Die Weltbevölkerung ist jetzt derart gross, dass die Mengen an Ressourcen, die sie zum Überleben braucht, das Angebot übersteigen. Vor allem der reiche Teil der Menschheit beansprucht übergrosse Anteile der öffentlichen Güter für sich. meldet der 4. Bericht des Umwelt Programms der Vereinten Nationen (UN EP) o+1 Der Klimawandel kann Entwicklungserfolge zunichtemachen und neue Infrastrukturen erzwingen, mit immensen Anstrengungen zur Anpassung an die neue Lage, o+2 Ausgerechnet die, die an der Entwicklung von Wirtschaft und Technik nicht teilhaben können, diese Abgehängten, die den Klimawandel am wenigsten zu verantworten haben, sind die ersten Opfer, sind von den Folgen der ErdErwärmung am heftigsten betroffen. Sie müssen die Konsequenzen ertragen, die sich aus der EnergieVerschwendung der Reichen, auch in ihren eigenen Ländern, ergeben. → Ihnen muss geholfen werden mit dem Schutz ihrer Lebensräume, mit Energie- und Anbau-Alternativen und mit Versicherungen. Ihren Ländern muss dabei geholfen werden, sich von vorneherein emissions-arm wirtschaftlich zu entwickeln. O+1 Wird die doppelte historische und aktuelle Ungerechtigkeit nicht ausgeglichen, dann wird es langfristig keinen Frieden mehr geben. Schon heute kommt es zu einer neuen Selektion zwischen Begünstigten und Überflüssigen : Überflüssige werden als Bedrohung der bisherigen Lebensverhält-nisse ausgegeben ,232 Die MenschenVerachtung zeigt sich.an Europas Südgrenzen: Die ausge-mergelten, total erschöpften Männer und Frauen aus Afrika, die in zusammengeflickten Booten ver-suchen, die Strände Spaniens, Griechenlands oder Italiens zu erreichen, werden nicht selten zurück-gestossen. Griechische und italienische Grenz- und Marinesoldaten zwingen regelmäßig leck-geschlag-ene Flüchtlingsboote auf hoher See zur Umkehr, setzen Flüchtlinge auf unbewohnten Inseln aus, ohne Wasser und Nahrung, oder lassen sie einfach so ertrinken, berichteten die Organisationen Pro Asyl und Amnesty International. ,233 - 2 - 9´28 - 10´40 ~ ~ ~ ~ ~ ~ m 2 cut afrikan voc blues o+2 Erscheinungen Die Häufung von Ereignissen und ihre grössere Intensität kann dem Klimawandel zugeschrieben werden, das ist unter den Experten , des KlimaRats der Vereinten NationenIPCC inzwischen unbestritten. O+1 : Im Jahr 2007 : O+1 China : in 80 chinesischen Bezirken ist über Monate das Trinkwasser rationiert. Reis kann nicht angebaut werden. O+2 Bangladesch, ein Zyklon fordert im November tausende Tote. O+1 Südostasien 30 Millionen Menschen werden von sintflutartigem Monsunregen und Überflutung -en getroffen, das Wasser zerstört ihre Hütten und reisst fruchtbaren Boden mit sich. O+2 Mittlerer Osten : Vor den Küsten Irans und Saudi-Arabiens tobt der erste jemals aufgezeichnete, , tropische Zyklon im Arabischen Meer. O+1 Türkei : Im August muss in Ankara wochenlang das Wasser rationiert werden. O+2 Afrika Wetterkatastrophen in Mauretanien Uganda Togo Sudan treffen 1,7 Mill Afrikaner, o+1 Mexiko , der Bundesstaat Tabasco steht Ende Oktober unter Wasser o+2 Dominikanische Republik steht zu drei Vierteln unter Wasser. O+1 Australien ist schon im sechsten Jahr, in einigen Landesteilen bereits im zwölften Jahr der Trockenheit , .. ausgeliefert. In einer der grössten Kornkammern der Welt ist das Flusswasser vielerorts bedroht von Ver- .. schlammung und Veralgung. # Die australischen Bauern ernten nur halb so viel Getreide wie früher. O+2 Kanada, Bundesstaat Alberta, British Columbien: Der Borkenkäfer, „mountain pine beetle“ verwandelt prächtige Kiefern in rostrote Gespenster, nadellose Gerippe recken nackte Zweige in den Himmel . Flächen von der Grösse Bayerns sind bereits vernichtet. Sie fallen als grüne Lunge und Wasserspeicher aus.Der Käfer frass sich weiter in Richtung Rocky Mountains vor. Früher blieben Populationen solcher Schädlinge durch Winter bis zu minus 20 Grad begrenzt. Aufgrund steigender Temperaturen ist die Vermehrung der Insekten ausser Kontrolle o+1 Europa: Im Januar tobt der Orkan Kyrill, England erlebt im April hochsommerliche Temperaturen, im ….. Juli im Norden die schwersten Überschwemmungen seit 70 Jahren, im Süden die schlimmste Trockenheit. . , o+2 Ein Sprung ins Jahr 2012: In Mexiko gibt es die schwerste Dürrekatastrophe seit 70 Jahren. Die Ernte-ausfälle des vorigen Jahres sind vor allem auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Hälfte aller Land-kreise und rund 1,4 Millionen Hektar sind betroffen.3,2 Millionen Tonnen Mais, 600.000 Tonnen Bohnen und 60.000 Stück Vieh gingen verloren. Im Südosten sind viele Menschen der indigenen Bevölkerung ohne ausreichende Nahrung .Mindestens sechs Angehörige sind schon verhungert. (q 120131pcl) [ + extract aus Vandana Shiva ] ( u U mod o+2 + O.Ton ) 13´38 - 14´23 ~ ~ ~ ~ ~ ~ m 3 cut Dikanda , Sturm o+2 2007 war das Jahr der Gewissheit. Der IPCC (Intergovcrnmental Panel on Climate Change) Klimarat der Vereinten Nationen, hatte 29 000 Datenserien aus 75 großen Einzelstudien analysiert; von 2500 wissenschaftlichen Gutachtern aus 130 Ländern. ,221 die Diagnose :„Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig“ und : der Klimarat korrigierte alle früheren Prognosen deutlich nach oben Um 0,74 Grad Celsius ist die globale Durchschnittstemperatur bereits gestiegen gegenüber dem vor-industriellen Zeitalter Regional ist der Zuwachs noch höher. In der Arktis das Doppelte → 1,5 ° Grad. 1996 bis 2007 waren 11 von 12 Jahren die wärmsten seit Beginn der Temperaturmessungen o+1 Zum ersten Mal, seit es Aufzeichnungen gibt, war die Nordwestpassage in der Arktis im Spät-sommer 2007 komplett frei von den mächtigen Eis-Schollen ,222 o+2 die weitere Erwärmung um 0,9 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts wäre selbst dann nicht mehr aufzuhalten, wenn die Emissionen von einem Tag auf den anderen gestoppt werden könnten. Denn das Klima reagiert äusserst träge und spiegelt die Auswirkungen längst vergangener Aktivitäten und Emissionen. O+1 0,9 Grad wärmer, das bedeutet laut IPCC # Gletscher werden schmelzen, # die Meeresspiegel steigen an, # Überschwemmungen, # Hurrikane.# Missernten und Dürren häufen sich Die # NiederschlagsVerteilung wird sich weltweit verändern, # Schädlinge und # neue ansteckende Krankheiten breiten sich aus . O+2 # Schon bei Temperaturanstieg um 2,5 Grad wären 1/3 der Arten vom Aussterben bedroht. O+1 # Im schlimmsten Fall kann die Durchschnitts-Temperatur bis Ende des Jahrhunderts um 6 Grad steigen Dann wäre die Erde eine andere Erde, mit anderen Küstenlinien, Klimazonen, + radikal dezimierter Lebenswelt. - 3 - O+2 Das Schmelzen der Gletscher und Eiskappen hat längst begonnen o+1 In Afrika, Kenia : Der Mount Kenya ist jetzt nicht mehr „Kirinyaga“, „Berg mit der weissen Feder-haube“, / SchneeHaube o+2 Südamerika: In den Anden ist durch das Abschmelzen der Eiskappen und Gletscher die stete Wasser-Versorgung für 77 Mill Menschen gefährdet. Lima die Hauptstadt von Peru wird auf Dauer seine 8 Mil -lionen Menschen nicht mehr mit Wasser versorgen können. [Lima könnte die erste Stadt sein, die wegen des Klima-Wandel aufgegeben wird ] Die Polizei bereitet sich für diesen Fall, auf Bürger-kriegs-ähnliche Zustände vor . q tv-splflm O+1 Auch in Europa, in den Alpen schmelzen die Gletscher . O+2 In Grönland : schmelzen die Eis-Schilde sichtbar beschleunigt ab - Besichtigungen von Politikern als medienbewusste Arktis-Touristen gibt es von Ban Ki Moon bis Angela Merkel O+1 In Tibet, in Nepal, in Indien : Wenn die Eiskappen der 2500 Km weiten Himalajakette schmelzen, steigen die Wasserspiegel der Himalajaflüsse, überschwemmen, und reissen fruchtbares Land mit sich – gerade dort wo Menschen besonders dicht siedeln.( Und nach dem Abschmelzen des Eises, - dann würde das Schmelzwasser aus den Gebirgen sich minimieren). Die sieben grossen Flüsse Asiens könnten in 20 , 30 Jahren , in den trockenen Monaten zu Rinnsalen verkommen. (nur noch der Monsun wäre eine Quelle //) ) Bisher schmelzen diese Eispanzer im Sommer langsam, - so war kontinuierlich Wasser vorhanden. Jetzt müssen die Menschen dieser Region im Frühjahr grössere Überschwemmungen erleiden. Das Wasser versickert und die restliche Zeit des Jahres reicht der Süsswasser-Nachfluss zur Versorgung nicht aus. Auch steigt Salzwasser die Flüsse hoch, weil der Gegendruck fehlt. (q tv-spflm) Wenn der Ganges, der Brahmaputra, der Huang Ho, der Jangtse, der Indus, der Mekong , der Salween die Felder Asiens nicht mehr speisen, wäre das „ein „schlimmer Destabilisierungsfaktor“ [sagt Malini Mehra vom indischen Centre for Social Markets]. ,238 Dann werden sich die Menschen in Bewegung setzen. Wohin sollen sie gehen ? - Welche Gemeinschaften werden sie aufnehmen wollen?« UNEP-Chef Steiner warnte vor ÜberlebensKämpfen und MassenFluchten infolge des KlimaWandels.,237 Aus Angst vor Klima-Flüchtlingen aus Bangladesh hat Indien jetzt einen 3 000 km langen bewachten Grenzzaun errichtet “(q tv-splflm)/ 18´00 – 18´12 ~~ ~ ~ ~ ~ m 4 Trenner Dikanda sturm o+2 Überflutungen: Bangladesch, weite Teile des Landes werden schon jetzt immer häufiger vom an-schwellenden Wasser-spiegel der Flüsse und Meere überschwemmt, in Zukunft womöglich verschlungen. Millionen von armen Menschen in Bangla-Desh werden Opfer sein. Sie werden ihre Hütten, ihre wenige Habe, ihr Zuhause , und vielfach auch ihr Leben verlieren. Zwei Drittel der Weltbevölkerung lebt in Küstennähe. Hochverdichtete Wohnquatiere, Hafen-Anlagen, Infrastrukturen für Energie, Verkehr, Industrie, Tourismus sind gefährdet. 18´46 - 20´02 m 4 cut , bombay the hard way, dj shadow o+1 Dürre, Austrockung , Land-Verlust, Desertifikation, Wüstenbildung, [ Immer schneller werden Teile der Welt zu Staub ] In den 1990ern wurden knapp 3440 km² pro Jahr zu Wüste , mehr als doppelt so viele Flächen als in den 70 Jahren. Bis Ende des Jahrhunderts drohen sich einige südliche Regionen in Wüsten zu verwand -eln, auf dem nord-amerikanischen Kontinent, im Mittelmeerraum von Südspanien bis zum Peleponnes. Im Südlichen Afrika :→ kann die Hälfte der ärmsten Länder durch Austrocknung ein weiteres Fünftel ihrer kargen Getreideproduktion verlieren. Ihre Abhängigkeit von Importen steigt dann.Die Zahl der Unteremährten steigt,- und sinkt nicht, wie in internationalen Verträgen versprochen. ([ → Ziegler exkurs ]) Infolge höherer Temperaturen des Indischen Ozeans werden sich die Dürren in Teilen Afrikas ver-schlimmern. Die Austrocknung rührt “bis zu einem gewissen Grad von der, vom Menschen ver-ursachten Erderwärmung her“ erklärte Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon ,215 Die reichen Staaten sind mitverantwortlich für das Geschehen . O+2 Die durchschnittliche jährliche Regenmenge in der Region Darfur, Sudan ist in 20 Jahren um 40 % gesunken, sie nimmt weiter ab. Die Wüste dringt nach Süden vor, seit 20 Jahren mit immer grösserem Tempo. Die ohnehin kurze Regenzeit fällt manchmal ganz aus, und wenn der Regen dann nach langer Trockenheit, zu-rückkehrt, werden grosse Teile des fruchtbaren Schwemmlandes fortgewaschen. Die uralten Regeln werden ausser Kraft gesetzt, nach denen Ackerbauern und Viehzüchter seit jeher in Frieden miteinander gelebt, Boden und Brunnen geteilt und einander mit allem Nötigen versorgt hatten. Die Bauern stellen Zäune auf, verweigern durchziehenden Hirten und Kamelzüchtern den Zugang zu ihren Weiden. Das Land reicht nicht mehr für alle – Kleinbauern und Hirten waren gezwungen, in bereits dicht besiedelte Regionen abzuwandern. - 4 - O+1 ÜberlebensKämpfe und MassenFluchten Der KlimaWandel verstärkt schon existier-ende ökologische Probleme → Austrocknung, ausgeräumte Landschaften, trockene Böden fördern dann - die Überhitzung ← << o+1 Erosion ihrer Lebensräume treiben viele Menschen zur Flucht → weil in regenarmen Zeiten so viele Brunnen versiegen, häufen sich im Norden Kenias, und in Uganda Konflikte um Vieh, Grund und Wasser-löcher. In der Senegalesisch-mauretanischen Grenzregion gab es dabei 2005 zahlreiche Tote.Um das Wasser des Senegal-flusses kam es beinahe zum Krieg.,236 ( Misstrauen und Spannung schwelt zwischen den Ländern, die von Nil und Okavango durchflossen werden, auch am Ober- und Unterlauf des Jordans oder Tigris). - O+2 : Mehr als 1 Mrd Menschen lebt heute mit Wasserknappheit – 2025 könnten es 3 Mrd sein. Ghana [ Hitze und Mangel an Niederschlägen treffen auch den wichtigsten Motor der Wirtschaft ]: Der Volta-Stausee.versorgte in den 1980er Jahren das Land vollständig mit Elektrizität. Wenn der Wasser-spiegel sinkt, dann müssen im Wasserkraftwerk Turbinen abge-schaltet werden. O+2 De-stabilisierung von Landwirtschaften und Ernährung. 2006 war ein Treffen von fast 5000 Klein-erzeugern aus aller Welt, „Terra Madre«, Mutter Erde“ Männer, Frauen von Kirgisien, Argentinien, von England bis Madagaskar. Eine „planetarische“ Versammlung in bunten Ponchos und Saris, mit Strohhüten, bestickten Umhängen, mit der Vielfalt ihrer Podukte . ,224 Sie sind besorgt über das Schwanken der Wetter-bedingungen.. Sie können nicht mehr wie ihre Vorfahren die Zeichen der Natur lesen. Viele Teilnehmer des Terra-Madre-Kongresses erzählen von # Ausfällen und wachsender Unzuverlässigkeit bei der Ernte Kanada, Eine Mohawk-Indianerin, am Sankt-Lorenz-Strom sagt, „die Saison ist sehr kurz, aber jetzt könne man sich auf nichts mehr verlassen: „Im Frühling, wenn wir säen, regnet es manchmal kaum, hinterher gibt es so starke Güsse, dass wir wieder ganz von vorne beginnen mussten“ Viele sind fortgezogen aus der Gegend, weil sich der Anbau nicht mehr lohne. Thailand Eine Bäuerin aus dem Süden pflanzt Kaffee und eine Vielfalt saftiger Früchte fast acht Monate im Jahr. „In letzter Zeit habe es für die Reifung manchmal nicht mehr gereicht:“Die Fruchte sind gestorben“-, 24´15 - 24´35 ~~ ~~ ~~m 5 cut adiysmaa kandan, tuva o+2 Blick auf Ursachen Die Erwärmung der Erde steht mit anderen Ressourcen-krisen in enger WechselWirkung und geht teils auf die gleichen Ursachen zurück. Dramatische Übernutzung der natürlichen Ressourcen, wurde möglich mit der Energie -gewinnung aus fossilen Rohstoffen, angewendet in: Agro-business mit Wasserpumpen, Technik und Chemi-kalieneinsatz, in : Zentralisierung und Verstädterung, Konsumkultur und massenhaftem Waren-transport # Individualverkehr, Antrieb von Autos und Flugzeugen, m Energie-Verbrauch. Alle Merkmale der west-lichen Industriegesellschaften gründen bisher auf Kohle, Gas und Öl, die über Jahrzehnte billig zu haben waren. O+1 Wachsender Fleischkonsum, und Fleisch-produktion : Auf 9 Mrd wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 angewachsen sein. - das sind 1/3 mehr Esser als Heute. Um einen Menschen auf Fleischbasis zu er-nähren, wird die 7 – 10 fache Agrarfläche benötigt gegenüber Ernährung auf Pflanzenbasis. Und : → aus Hunderten Millionen Rindermägen steigt Methangas auf - fast 40 % des emit-tierten Methans, Methan ist 20-mal schädlicher ist als Co2 → Für die Herstellung der benötigten Futtermittel werden immer grösseere Anbau-flächen benötigt. Einschliess -lich der Entwaldung für Rinderzucht, erzeugt der Fleischkonsum 18 % aller weltweit emittierten Treibhausgase [mehr als im gesamtem Transportsektor ] Aufgrund der sich verbessernden LebensVerhältnisse in den Schwellen -ländern kann es bis zum Jahr 2020 zu nochmaliger Verdoppelung der Fleischerzeugung kommen O+2 Entwaldung, Abholzung ist eine der Hauptursachcn des Klimawandels, weltweit verantwortlich für rund 30 % des Co2-Eintrags. Bäume sind Co2-Speicher und sorgen dafür, dass Wasser und Nährstoffe im Boden bleiben. [q phoe 120105,23u] Durch die Abholzungen geht auch die Kraft verloren, Feuchtigkeit und Kohlen-stoff zu binden. Torfböden oder Moore drohen gleichzeitig auszu-trocknen und in Flammen aufzugehen; riesige Kohlenstoff Speicher würden in schädliche Klimagase umge-wandelt.. [ erklärte Klimaexperte Gerald Knauf vom Forum Umwelt & Entwicklung ].Die Europäer hatten ihre eigenen Urwälder schon vor Jahrhunderten vollständig vernichtet Heute schlagen weltweit die Bauern Bäume ab, um Platz für neue Felder zu bekommen. für die wachsende Bevölkerung, für Brenn-Material zum Heizen und Kochen. Und Der Druck auf die WaldBestände wird noch immens verschärft durch den globalen Biomasse-Boom, die industrielle AgrarStoff - und Bio-treibstoff-Produktion. O+1 Ein Kollaps der Regenwälder in Amazonien, würde den Naturraum Südamerikas radikal umgestalten, „mit unabsehbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen“, erklärte der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umwelt-veränderungen der Bundesregierung (WBGU) 2007 ,239 - 5 - O+1 Agrarproduktion - Ist mitverantwortlich für ein Drittel der TreibhausGase Allein für die Düngemittel-herstellung werden z B in den USA pro Jahr etwa 16 Millionen m³ Öl (100 Millionen Fass) eingesetzt. Hinzu kommt die benötigte Energie für Pestizide und Landmaschinen. # Schon 1968 warnte [der „Vater“ der „grünen Revolution“,] der vielfach ausgezeichnete Agrarwissenschaftler M.S. Swaminathan: „Wenn die Motive nur Profit oder unmittel-bare Produktivitätserhöhungen sind, dann wird ein IntensivAnbau, der sich nicht um BodenFrucht-barkeit und - Bodenerhaltung kümmert, am Ende zur Entstehung von Wüsten führen. Bewässer-ungssysteme ohne die ent-sprechende Entwässerung werden die Böden versauern und versalzen. Der unterschiedslose Einsatz von Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden kann die biologische Balance ausser Takt bringen ,227 Das ist vielerorts genau so gekommen : In den australischen Weiten, in den Ebenen Anatoliens. Auch in Europa gilt ein Drittel der Böden als angegriffen. → o+2 Die industrielle Landwirtschaft hat in vielen Ländern ihre Grundlagen bereits zerstört, ehe der Klimawandel mit Dürren und Fluten zu gefährden begann .,214 Nicht Experten für Pflanzen, Boden, Wasser, sondern Wirtschafts-Planer haben die sensible Agrar-produktion einer Handels- und Subventionspolitik unterworfen , optimiert allein nach komparativen Vorteilen auf den Weltmärkten, und der „Economy of Scale“ . Die globalen HandelStrategien der Agrar- und Nahrungsmittel-indu-strie förderten weltweit die industrialisierte Produktion auf grossen Flächen und trieben mehrere Hundert Millionen Menschen in die Slums der Städte. Mit urbaner Arroganz haben die meisten Regierungen in Nord wie Süd, sich jahrelang nicht um ihre Landwirt-schaft gekümmert. Aufgrund verengter Weltsicht wurden in den 1990er Jahren Fördermittel und BeratungsStruk -turen für Bauern in den armen Agrarländern beinahe flächen-deckend eingespart. Statt zu reformier -en wurden ihre Organisationen und Genossenschaften aufgelöst. Die Hilfsgelder für ländliche Entwicklung sanken bis 2000 auf fast die Hälfte. Der Etat der FAO wurde laufend gekürzt. Der Klimawandel trifft bei den Agrarsystemen auf bereits geschwächte Opfer. 30´37 - 31´20 ~ ~ m 6 cut bombay the hard way, 1, dj shadow O+2 Weitere Ursachen : die Transport-Schifffahrt hat sich in den letzten 15 Jahren mehr als versiebenfacht. Sie belastet die Atmosphäre jedes Jahr mit ca 6 % des Co2 -Ausstoss doppelt so viel wie der Flugverkehr. O+1 Der Flugverkehr ist für rund 3 % - 5 % Anteil der Emissionen an den Treibhaus-Gasen verantwortlich, Die stiegen von 1990 bis 2003 um fast 90 % und können sich bis 2020 noch mal verdoppeln. 0+2 Der globale Energieverbrauch nimmt weiter zu, bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent – wenn es nicht gelingt, sehr schnell auf emissionsfreie Energiequellen umzusteigen .[ q Internat. Energieagentur (IBA) der OECD-Staaten ] Der Aufbau in den Schwellenländern verdoppelt den Energiebedarf mit zunehmendem Wohlstand. Wegen der höheren Öl- und Gas-Preise wird die Energie überwiegend aus Kohle gewonnen. ,225 Die KohlenStoff-Intensität des Wirtschafts-wachstums , die zusätzlich an die Atmosphäre abgegebene Co2-Menge für jedes Prozent Wachstums steigt weiter. Wir haben momentan pro Dollar Produktions-Einheit noch etwa 760 g Co2 Ausstoss → Für Beschränkung auf 2° Temperatur-Steigerung, müssten wir den Kohlendioxid -Ausstoss pro Dollar Produktions-Einheit auf 6 g CO2 -Ausstoss reduzieren in den nächsten 35 Jahren ( Jackson 2009 , KlimaKulturen s 83, Priddat ) [Die Erde wird sich noch früher + stärker als erwartet erwärmen (GCP-Studien] o+1 Die Co2-Aufnahmefähigkeit des Ozeans sinkt: Der Klimawandel peitscht auf den südlichen Welt-meeren Winde auf, diese wirbeln tiefere Wasserschichten mit höherem Kohlendioxydgehalt an die Ober-fläche Das Wasser ist gesättigt, und kann nicht mehr Co2 aufnehmen. In den 1990er Jahren hat das Meer noch 60 % des zusätzlich emittierten Co2 absorbiert. Seit 2000 aber sank diese Aufnahme-Rate auf 54 % . Es bleiben größere Mengen des Klimagases in der Atmosphäre. o+2 Wenn die Permafrost / Dauerfrost-Böden in den Polarregionen schnell auftauen, setzen sie grosse Mengen Methan frei, in kurzer Zeit. Die Treibhauswirkung von Methan ist viel stärker ist als die von Kohlen- dioxid. Allein in Westsibirien haben die noch gefrorenen Torfböden und Sümpfe mindestens 70 Milliarden Tonnen des Methan gespeichert. Im Auftauen der Perma-Frost-Böden könnte ein Kipp-Punkt liegen, Das Klima könnte sprunghaft dann in einen anderen Gleichgewichts-Zustand kippen . 33´38 - 34´20 ~~ ~~ ~ m 7 cut sitar , fading O+1 Der Biosprit – Irrweg In Asien wurde der grosse Teil der Baumriesen und Urwälder schon vor längerer Zeit für die Palmölplantagen der Kosmetik- und Speiseölindustrie gefällt. Jetzt haben Regierungen in 41 Ländern die Ener-gie-gewinnung auf den Äckern eingeführt und mit Steuererleichterungen und Subventionen gefördert. In den ProduktionsLändern Malaysia, Indonesien, oder Papua-Neuguinea werden für die neuen Öl-Palmen-Plantagen zumeist intakte Regenwälder abgeholzt, vernichtet. Entwaldung ist verantwortlich für 30% des weltweiten Co2-Eintrags. riesige Kohlenstoff-Speicher werden in schädliche Klimagase umgewandelt. o+2 In Indonesien ist die Hälfte dieser Überlebens-notwendigen NaturRäume bereits verloren..Wo Abholzung verboten ist, wird nachgeholfen. 4/5 tel er Wald- und Moor-Brände gelten als vorsätzlich gelegt. Indonesien ist inzwischen nach USA und China der drittgrösste Emittent von Treibhausgasen - 6 - Wenn der Nachfrage-Boom anhält werden sich die Öl-Palmen-Plantagen von derzeit 6,4 Millionen Hektar auf 20 Millionen Hektar erhöhen Die schönere Energie-Bilanz bei uns, durch Bio-Kraftstoffe, nachwachsende Rohstoffe, ( „Nawaros“), wird erkauft mit hohen Emissionen und Verlust unwiederbringlicher Artenvielfalt in tropischen Ländern. „Kahlschlag-Energie“ sagen die Umweltgruppen „BUND für Umwelt- und Naturschutz“ , „Robin Wood“, und „Rettet den Regenwald“. Haupt-Ursache für den Boom ist das Automobil, - die Energie-Veschwendungs-maschine mit der grössten Verbreitung, [seltener ist der Verbrauch für WärmeKraftwerke, und Wärme-Kraft-Kopplung ]. Der Transportsektor bindet die Welt an rückständige und politisch gefährliche Regime, an Iran, Saudi-Arabien u a . Noch immer fahren 97 Prozent aller Fahrzeuge weltweit mit Treibstoff, hergestellt aus Erdöl Die ineffizient- en und längst veralteten Verbrennungsmotoren erhalten mit dem „grünen Mantel“ Biosprit eine weitere Schonzeit Bio-Kraftstoffe, Biodiesel aus Palmöl, Soja, Raps, Ethanol, Alkohol aus vergorenem Mais und Weizen, Zucker-rohr und Zuckerrüben, sollen im Verkehrsbereich klimapolitische Erfolge erzielen und auch Versorgungs-sicher-heit geben. [ In Deutschland hatten die pflanzlich erzeugten Kraftstoffe 2007 bereits einen Anteil von 6,3 % der Treibstoffversorgung, dreimal mehr als 2003. Dieser Anteil soll auf 20 Prozent steigen.-Die EU insgesamt strebt bis dahin einen Biosprit-Anteil von mindestens 10 Prozent an. ] O+1 „Exzellente Gewinnchancen bei den „neuen Superrohstoffen“ verkünden Anlageberater der Banken. ,311 Die Tankfüllung eines grossen Geländewagens erfordert, alle lnputs eingerechnet, so viel aus Mais gewonnene Kalorien, wie ein Mensch ein Jahr lang für die Ernährung benötigt. ,316 O+1 Beginnt der Wettlauf um Getreide zwischen 800 Millionen Autobesitzern und den zwei Milliarden ärm-sten Menschen der Welt ? Ist es ethisch vertretbar, Nahrungspflanzen für Spritztouren zu vergeuden? ( Der “runde Tisch für nachhaltige Entwicklung“ der Fachleute der OECD, (der großen Industrienationen) fordert : Europa müsse die Ziele 10 % -Steig-erung der Biosprit-Verwendung im TransportSektor zurücknehmen. ,317 ) Auch Soja- Öl wird immer öfter zu Biodiesel verarbeitet O+2 Um ein „Verbrechen gegen die Menschheit zu verhindern“, fordert der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, ein fünfjähriges Moratorium – Ein Stopp, so lange, bis eine zweite Generation von Pflanzentreibstoffen (Zellulosebasis etc) zur Verfügung stehe. ,306 Die Herstellung von Nahrungsmitteln und Biotreibstoff konkurrieren gegeneinander. Weltweit ist Speiseöl 2005 bis 2007 bis zu 50 % teurer geworden, der Maispreis stieg auf fast 200 %. # In den vergangenen 10 Jahren hat sich der Preis für Mais und Soja verdreifacht, für Reis vervier -facht.(M.Detering, Finanzreporter f. Habla, q Bankspiegel 11/3 Gls) Parallel stieg der Preis von Viehfutter um 85 %. weil: → Mais ebenso wie Soja, ist der wichtigste Rohstoff für Viehfutter.. In der Folge stieg der Preis für Fleisch, Milchprodukte und Eier bis zu 25 %. Und - um ein Kilo Fleisch herzustellen müssen rund 8 Kg Getreide verfüttert werden. o+1 Mit jedem Prozent Preissteigerung nimmt das Risiko der Unter- und Mangelernährung zu. [Schon vor dem Run auf Bio-Treibstoffe hatten weltweit mehr als 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, weil sie nicht dafür bezahlen konnten. In Mexiko führte das FreihandelsAbkommen mit den USA dazu, dass der Import amerikanischer Getreide-Überschüsse den größten Teil der mexikanischen kleinbäuerlichen Mais-produktion verdrängte. Die USA drosselten dann wegen des Ethanol-booms ihre Maisexporte, und der Mais-Preis stieg. Die Mexi-kaner waren den hohen Preisen wehrlos ausgeliefert. Bei der „Tortilla-Krise“ im Frühjahr 2007 demonstrierten Hunderttausende Mexikaner ,313 ] o+1 Oft nur noch ein Zehntel ihres Einkommens geben europäische oder amerikanische Durchschnittsbürger für´s Essen aus Ein paar Euro Mehrausgaben für Lebensmittel spüren sie nicht. Die ärmeren Bevölkerungs-schichten aber werden existenziell hart getroffen: In den Entwicklungsländern, müssen sie bis zu zwei Drittel ihrer Einkommen für Lebensmittel ausgeben. # Es betrifft heute 2 Milliarden Menschen der südlichen Halbkugel die in absoluter Armut leben o+2 2008 starben 36 Millionen Menschen durch Hunger, Fehl- und Mangel-Ernährung und unmittelbare Folgen.. 2010 litten durch höhere Nahrungsmittel-Preise 40 Millionen Menschen zusätzlich an Hunger und absoluter Armut. (q Foodwatch Report „die Hungermacher.. Wie deutsche Bank, Goldman Sachs und Co auf Kosten der Ärmsten spekulieren ) 2025 könnten bereits 1,2 Milliarden Menschen Hunger leiden – 600 Mill-ionen mehr als nach früheren Prognosen. ,314 Durch den Klimawandel wird in den nächsten 40 Jahren die Zahl unterernährter Kinder in Afrika um 10 Millionen auf 52 Millionen steigen. (q terre des hommes, ökologische Kinderrechte S 3, WHO, PAN, IFPRI ) o+1 In 37 Ländern des Südens von Ägypten bis zu den Phillippinen, von Bangladesh bis Haiti brachen HungerAufstände aus .(q Ziegler ) Der IWF verordnet den ärmsten dieser Länder regelmässig „Struktur-anpassungs-Massnahmen“ um Devisen zu beschaffen : Export-Landwirtschaft für Baumwolle, Soja, Zucker, Palmöl, Kaffee, Tee, Kakao, geht aber auf Kosten des Nahrungsmittel-Anbau. o+2 Alle UN-Staaten hatten für die Jahrtausend-“Milleniums“- Entwicklungsziele gestimmt: Die Zahl der Hungernden sollte bis 2015 halbiert werden. Doch auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wird wegen der steigenden Nahrungsmittel- Preise seine Hilfe einschränken müssen. ,315 - 7 - o+2 Dass die Preise für Lebensmittel weltweit steigen hat nicht nur mit katastrophalen Ernten z B in Australien zu tun. Die Entwicklung wird getrieben von spekulativen Anlegern, und Rohstoff-wetten mit unkalkulierbaren Folgen. Die Rohstoffmärkte sind viel weniger reguliert als andere Märkte. Nach der Krise an den Finanzmärkten steckten Grossspekulanten , HedgeFonds, Banken, Versicherungen, Pensionsfonds mehr als 600 Milliarden Dollar in die Agrar- und Nahrungs-mittel-Börsen ,(q Foodwatch -Report) weil dort mit Preisauftrieb und Termin-Geschäften grosse Gewinne zu holen sind. Nur 2 % der Kaufverträge für Mais, Soja, Weizen münden tatsächlich in Warenlieferungen. ( q International Food Policy Research Institute ) Langfristig steigen die Preise für Nahrungsmittel und Öl. Wer recht-zeitig bei den End-Abnehmern höhere Preise durchsetzt , bleibt nicht auf gestiegenen Kosten sitzen. (q M.Detering , Finanzreporter, für Gls Bankspiegel 11/3 ) 41´10 - 42´13 ~ ~~ ~ ~ m 8 cut vivaldi cover, Sturm o+2 Wie wirksam schonen die Bio- treibstoffe überhaupt das Klima? o+2 In den USA, betreiben die Farmer den Ackerbau fast nur noch mit industriellen Methoden. Soja und Mais, Mais und Soja. Mais, Mais, Mais - Hunderte von Meilen das immer gleiche Bild längs der Strassen durch den Mittleren Westen . Im Hochsommer links vom Highway das gelbliche Grün der Sojapflanze, und rechts das Flaschengrün des stramm stehenden Mais. Am Horizont ragen Silos in den Himmel. Im US- Maisgürtel,wachsen im feuchtwarmen Klima rund 40 Prozent der Weltproduktion dieser anspruchsvollsten Getreidepflanze.Hier soll die erzeugte Menge an Ethanol in den nächsten zehn Jahren auf 110 Millionen Tonnen verfünffacht werden . Nur wer jeden Dollar in neue Flächen investierte, überlebte. Bei lange Zeit sinkenden GetreidePreisen drückten die steigenden Produktionskosten zu sehr auf die Einnahmen. Hunderttausende mussten aufgeben, mit der Folge einer extremen Konzentration des Landbesitzes. (( Mehr als ein Fünftel der gesamten Mais-produktion endet nun in den Motoren der US-Autoflotte. Zusätzlich wird weiteres Ethanol aus Brasilien importiert.)) Im Biosprit-Rausch verzichten viele Großfarmer jetzt sogar auf den Fruchtwechsel mit Soja, produzieren mehrere Jahre hintereinander nur noch ihren „King Corn“ - und gehen ein hohes Risiko für die Bodenfruchtbarkeit ein. # << Monokulturen werden noch ausgeweitet, obwohl sie aus Ökologischen Gründen zurückgeführt werden müssen. Als Folge der agroindustriellen Intensivproduktion der hungrigen und durstigen Pflanze gehen in Teilen der USA jährlich 6,5 Tonnen Mutterboden pro Hektar verloren. Umso mehr chemische Nachhilfe wird vielerorts für den Anbau gebraucht. Der Abfluss des Kunstdüngers aus den Feldern verschmutzt über den Lauf des Missi-ssippi sogar den Golf von Mexiko. Die Herstellung von 1 Liter Ethanol braucht 3 bis 5 Liter Grundwasser, verur-sacht bis zu 13 Liter Abwasser – und dessen Klärung erfordert wiederum Energieaufwand. O+1 Die ökologische und energetische Bilanz des Mais- alkohols ist verheerend. Vier Fünftel des gesamten Energieertrags werden durch die Verwendung von Mineraldünger und Pestiziden, durch den Betrieb der Land-maschinen und für die zur Destillation benotigten Heizanlagen schon vorab von Maschinen verbraucht. Die werden mit fossilen Brennstoffen angetrieben. Der chemisch erzeugte Dünger setzt darüber hinaus hohe Mengen Di-Stickstoff-monoxid (Lachgas) frei, ein Treibhausgas, das 300-mal wirksamer ist als Kohlendioxid. # << Das Ethanol-Projekt als angeblich unerschöpflicher Füllhorn- Biokraftstoff erweise sich als Mythos -. (sagt Eric Holt-Gimenez, Direktor des renommierten kalifornischen Instituts für Agrarentwicklung Fiood First,) ,307 Für den Klima-schutz ist das ganze Programm folglich nutzlos, trotz des enormen Aufwandes ersetzt es nur etwa 3, 5 % des amerikanischen Benzinverbrauchs. O+2 Ethanol aus Zuckerrohr , ist deutlich effizienter als die Mais-variante und verursacht 80 Prozent weniger Treibhausgase als normaler Sprit. Klima-neutral ist aber auch Zuckerrohr nur dann, wenn es auf schon einge-richteten (etablierten) Landwirtschaftsflächcn wächst. Werden für Zuckerrohr-Anbau erst Sumpfgebiete neu er-schlossen oder gar tropische Wälder abgeholzt, dann kann deutlich mehr Co2 in die Atmosphäre entweichen als bei Sprit auf fossiler Basis. Zuckerrohr trägt in Brasilien 40 % zur heimischen Spritversorgung bei und soll Export-schlager werden. Brasil -ianische Politiker versichern zwar , - die Ausbaupläne für Zuckerrohr auf mehr als das Doppelte der Flächen würden keine Urwaldgebiete betreffen. Kritiker halten dagegen, dass von den beabsichtigten Flächen dann eben Viehzucht und Sojaanbau nach Norden in Richtung Amazonasgebiet verdrängt würden ,318 [ Es gibt aber auch Alternativen ohne derartige negative Effekte → die Bio-Gas erzeugung.]] O+1 In Deutschland hat sich die Anbaufläche für Energie-Mais im Jahr 2005 verdoppelt und seither laufend vergrößert. Auf 12 Prozent der knapp 12 Millionen Hektar Ackerfläche wächst zudem als bedeutendste Ener-gie Pflanze der leuchtend gelb blühende Raps. Der nach der Öl-gewinnung abgetrennte Raps-kuchen kann als Vieh-futter und das Stroh zur Verstromung in Biogas-anlagen verwertet werden. Raps hat deshalb eine bessere EnergieBilanz als der Maisalkohol. Doch auch Raps wird zumeist in Monokultur mithilfe von Kunstdünger und Pestiziden angebaut . Auch Raps ist ein Klimaschädling zur Rettung des Klimas. Und in Deutschland werden die Bauern nachlässiger bei abwechslungsreichen Fruchtfolgen und wandeln ( im Hype um die Bioenergie ) immer mehr Grünland wieder in Ackerland um, obwohl dieses zur Regeneration benötigt wird. -8- 46´03 - 47´20 ~ ~ ~ ~ m 8 Don´t mess around with mother nature , Blues O+2 Der selbstbetrügerische Umgang mit der Bioenergie folgt der alten industriellen Logik : → das Aufbäumen der mächtigen Agrarindustric gegen sich abzeichnende „Involution“, ihre Rückbildung Die Auto-, die Mineral-ölindustrie und das Agrobusiness und ihre Interessen beharren auf überkommenen Strukturen und wirken als Hemmnis gegen ökologisch sinnvolle dezentrale Entwicklungen. Die Konzerne, stossen an Grenzen ihres Wachstums. Die rasanten Ertragssteigerungen sind heute oft ausgereizt. Höhere Investitionen in die Erforschung neuer Dünger und Pflanzenschutzmittel, Saaten und Landmaschinen bringen keine entsprechend hohen Produktionssteigerungen auf den Äckern mehr. Die hoch subventionierten Biokraftstoffe, sollen den schwindenden Gewinnen wieder aufhelfen . O+1 Der Konzern ADM, Archer Daniels Midland profitiert in Milliardenhöhe von den staatlichen Förder-programmen für Biosprit. Dafür hatte der Konzern zuvor mit hohem Finanzeinsatz Lobbyarbeit betrieben..Die Konzerne ADM und Gargill beherrschen weltweit 65 Prozent des Getreidehandels. In Deutschland gehört die ADM-Zweigstelle zu den führenden Herstellern von Biodiesel. Auch für die AgroChemie-Konzerne zahlt sich das Biosprit-Gechäft aus. Konzern Monsanto, beherrscht gemeinsam mit Syngenta ein Viertel der 60 Milliarden Dollar schweren Gentechnikindustrie und ist bei der Agrochemie zum Weltmarktführer aufgestiegen. 2007 er-zielte Monsanto Gewinnsteigerung um 71 %.. Bayer Crop Science erzielte einen Gewinnsprung von 23 %, Das Management erwartet eine Verdoppelung des Weltmarkts für Biokraftstoffe innerhalb der nächsten sieben Jahre. 0+2 >> Transgene Rapssorten mit höherem Ölgehalt, und genmanipulierte Sorten sollen Energiepflanzen ertragreicher und anspruchsloser machen. Der Anbau scheiterte bisher an der Opposition der Landwirte. Die bangen um ihre Kunden. Zur Zähmung der Widerspenstigen forderte die Bundeskanzlerin in einer Regierungs-erklärung von den Bürgern im Interesse von „Energiesicherheit und Klimaschutz“ „ein etwas unbefangeneres Verhälrnis zur Gentechnologie“ Wenn es um die nachwachsenden Rohstoffe gehe „dann müssen wir Vorreiter sein“ ,309 Die Interessen des GetreideSektor und des MobilitätsSektors fliessen ineinander und treiben die bodenzerstörende Industrialisierung der Landwirtschaft zur Spitze. Hier gedeihen „nachwachsende Monopole“ und eine Risikotechnologie bekommt im Zeichen des Klimaschutzes ein Ökoimage. ,308 50´12 - 50´40 ~~ ~~ ~~ m 9 vivaldi cover , sturm o+1 globale Co2 - Emissionen : Allein die USA stossen heute pro Jahr fast 25% der globalen Co2-Emissionen aus. Indien stösst nur 4 % aus – trotz der vierfachen Einwohnerzahl ,246 Im pro Kopf -Vergleich verursacht jeder Amerikaner gegenüber einem Chinesen fast das 7- fache an schädlichen Emissionen, im Vergleich gegenüber einem Inder das 20- fache . Ein Europäer verursacht im Verhältnis zu einem Inder einen 10- fachen klima-schädlichen Ausstoss. Die globalen Emissionen steigen inzwischen schneller an, → in den 90er Jahren stiegen sie mit zusätzlich 1 % jetzt mit 3 % ermittelten Forscher des Global Carbon Project (GCP) in Australien ,245 Mit jedem Zehntelgrad Temp-eraturErhöhung wächst die Tendenz, dass die Folgen des Klimawandels nicht mehr bewältigt werden können, O+2 Die Emissionen müssen so schnell wie möglich,, so weit wie möglich, „schnell“ und „sofort“.gesenkt wer-den. Folgt man den wissenschaftlichen Analysen, dann bleiben nur noch weniger als 10 Jahre für die entscheiden- -den Weichenstellungen. Die bisherige Bilanz der Welt-Klima-Politik ist aber „Global reden - national aufschieben“ kritisiert Hermann Scheer, Verfechter der deutschen solaren EnergieWende. ,314 o+1 Viele Industrie-nationen konnten nicht einmal ihre bisher geringen Verpflichtungen zur Minderung der Emissionen einhalten. Wenn nichts entscheidendes geschieht, steigern die westlichen Länder bis 2012 ihre Emissionen gegenüber ihren Reduktions-Versprechungen : Kanada um 44 % , Österreich um 30 % , Spanien um 25 % , Italien um 20 % , Portugal um 17 % , Japan um 12 % . Die Europäische Union insgesamt kommt nach derzeitigen Berechnungen statt auf versprochene 8 % auf nicht mal 2 % Reduktion. o+2 Wenn es keine dramatischen Fortschritte gibt, dann bricht ausgerechnet Europa seine völkerrechtlich bind-enden Verpflichtungen. Und selbst wenn die reichen Staaten ihre Ziele auf dem Papier erreichen, heisst das noch nicht, dass sie ihre Emissionen im eigenen Land tatsächlich gesenkt haben; noch nicht einmal , dass überhaupt weniger Co2. Emittiert wird. Mit dem sogenannten Clean Development Mechanism (CDM) und auch mit dem bisherigen Emissionshandel bekam das „Weiter So“ vieler Länder eine billige Fluchthilfe in die Hand. –> das wird in Teil 2 behandelt. O+2 Trotz 30 Jahre währender Umwelt-Debatte, trotz enormer technischer Effizienz-Gewinne bei Maschinen aller Art, steigt der Energie- und Emissions-Aufwand der durchschnittlichen Verbraucher in der Wohlstandszone weiter aufwärts. In den USA stieg der Energie-Verbrauch pro Kopf von 1975 bis 2005 um 40 % . In Japan und in Europa ist der Trend der gleiche. Diese 25 % der Menschheit , verursachen mit der Wahl der Verkehrsmittel, ihrer UrlaubsReisen, ihrer Wohnungen, ihres Konsums mindestens 40 % der TreibhausGase. ,331 - 9 - Erst „ressourcen-leichte Lebensstile“- Konsum mit geringerem und intelligenterem Einsatz von Rohstoffen und Energie, könnte die Bekämpfung des Klima-Wandels ermöglichen. [ W. Sachs , Wuppertal Institut f. Klima, Umwelt, Energie ] o+1 Eine Umfrage der BBC in 21 Ländern ergab - 83 % der Befragten halten eine Änderung ihres Lebensstils für nötig. Wenn jedoch nach persönlichen Konsequenzen gefragt wird, → Weniger Flug-Reisen, Auto-fahrten, Investitionen in Ökofonds u a , antworten allerdings nur noch 30 % , 40 % mit ja. Die Spaltung zwischen Denken und Handeln ist tief. [ q Kuckartz, Sozialwisseschaftler , Marburg, untersuchte das Umweltbewusstsein ] o+2 Latente Bewusstseinsspaltung der Gesellschaft spiegelt sich an vielen Orten. : Die Lufthansa, lobt in doppelseitigen Anzeigen ihren Einsatz für geringere Co2-Emissioncn durch Leicht-bauweise, zugleich verführt sie zu „1 Million zusätzlichen Plätzen ab 99 Euro“, zu energieaufwendigen Spass-trips quer durch Europa. O+1 Bundeskanzlerin Merkel, wegen ihrer Klimapolitik von der Bild-Zeitung zur „Miss World“ ernannt, forderte die Autoindustrie auf, sich um „kurzfristiger Vorteile“ willen nicht aus der Verantwortung für Co2-Verringerung-en zu stehlen –- Im gleichen Atemzug formuliert sie das Zugeständnis, „größere Autos nicht zu sehr belastet“ werden dürften. Das neue visuelle Label für Autos kennzeichnet irreführend die Co2 – Ratio, den Co2-Ausstoss im Verhältnis zum Gewicht, - Schwere grosse Geländewagen und Spritfresser scheinen so am besten abzuschneiden - kleine Autos mit niedrigem Verbrauch schneiden dabei schlecht ab [q Odyssee 120119 ] o+2 Es gilt immer noch anhaltend eine falsche Wachstumslogik für das Wirtschaften.Die Marktwirtschaft des westlichen Kapitalismus wächst vorrangig über die Ausdehnung des materiellen Verbrauchs anstatt über die Hersteilung und Vermarktung von dauerhafteren Waren und höherer Lebensqualität. In der Folge verschwinden Effizienzgewinne im KonsumRausch. ( Bumerang oder Rebound-Effekt) # Der Volkswagen-Käfer von 1955 hatte 30 PS, wog 730 Kilogramm und verbrauchte im Schnitt 7,5 Liter auf 100 km Der Motor des neuen Volkswagen-Käfer, „Beetle“ von 2005 holt aus dem Treibstoff das Doppelte an Bewegungsenergie heraus, verbraucht aber so viel wie der Alte : weil er ist 500 Kilogramm schwerer und hat in der Basis-version doppelt so viel PS . Das gleiche Phänomen findet sich in allen Bereichen des Lebens. # Der Strom- Verbrauch von Elektrogeräten sinkt, gleichzeitig steigt die Zahl der Geräte. # Die Wärmedämm-ung wird immer besser, gleichzeitig werden die Wohnungen immer grösser. . 55´40 - 56´10 m 11 cut change your way Verwendete Quellen unter anderen : Schumann Harald, Grefe Christiane „Der globale CountDown“ Kiepenheuer Witsch, Latif Mojib , „Bringen wir das Klima ausser Takt ?“ Fischer Weizsäcker Ernst.Ulrich, „Faktor V“ , Droemer, Scheer Herman, der „EnergEthische Imperativ“ , Kunstmann Abmoderation O+2 Ankündigng : „Der globale Count-Down II“ im 2. Teil werden folgende Inhalte beleuchtet : Das Beharren auf Energie aus Kohle, Fossilien, Atom Die Energie-Konzerne blockieren den Energie -Wechsel Die Macht über die Stromnetze Falsche Pfade : Emissionshandel CDM , Clean Development Managments 56´35 - 57´53 m 12 cut change your way , 2 , 57´53 - 60´00 m 13 cut I can see it clearly now, bob marley - 10 -
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9
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Den Maschinen die Arbeit . . . uns das Vergnügen
Livemitschnitt einer Lesung /Buchvorstellung im JosFritz Café Freiburg am 12.Januar unter dem Motto "Her mit dem guten Leben ohne Zwang und was wir dafür brauchen" mit Holger Schatz, Ingrid Wagner und Harald Rein
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Europa am Abgrund
Gespräch mit Gesine Lötzsch anlässlich ihres Besuchs in Freiburg zu einer Veranstaltung mit dem o.g. Titel. Themen: Mindestlohn, Sozialpolitik, Bedingungsloses Grundeinkommen, Neuorientierung der Agrarpolitik, Berliner Erklärung (Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft), BAG Hartz IV und BAG Grundeinkommen
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Kurswechsel für Deutschland
„Kurswechsel für Deutschland“ Gewerkschaft und soziale Bewegungen sind auf Pfad-Suche - in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Wie soll der Kurswechsel verlaufen ? Ausgangspunkt ist der Reader, das Buch von Berthold Huber, IGM Metall, mit Co-Beiträgen. Werden die „Sachzwänge“ de-konstruiert ? Die Wirtschaftswissenschaften sind gesplittet, produzieren einseitigen Mainstream. Welche besseren Konzepte und Konstruktionen werden entwickelt ? Es geht erst mal um einen Gesamtüberblick :
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Teil 1 :: Hauptsache Gewerkschaft, Rückschau und Diskussion vom 7.4.2011
Diskussion um Vergangenheit und Zukunft der Gewerkschaftsarbeit. Referent Sauerborn, Ver.di
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Flassbeck II „Vom Schock zum Handeln“
Inhalt: Flassbeck II „Vom Schock zum Handeln“ 3. März 2011 Colloqium Politikum an der Uni in Freiburg Einleitung : Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung schreibt 3/2011: „Aus der Krise nichts gelernt“ FES Friedrich Ebert Stiftung: “Die Volatilität der Finanzmärkte hatte schwere Auswirkungen auf die Arbeits-märkte weltweit. Seit 2008 sind weltweit 35 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden Heiner Flassbeck : Es gab den Zusammenhang von sich überlagernden Krisen : Krise der globalen wirtschaftlichen Ungleichgewichte, der Handelsbilanzen, Nahrungsmittelkrise durch Rohstoffspek-ulation, Finanzmarktkrise, Euro-Krise. Vieles ist geblieben wie es war, wir machen gerade weiter so. Die Finanzkrise ab 2007 : Die Märkte bewegen sich fast gleichsinnig, sind dann eingebrochen. Die NotenBanken mussten reagieren auf die wirtschaftliche Lage, die Inflationsrate etc . Sie haben um-fassend reagiert. Zusätzlich mussten die Staaten noch einschreiten, mussten die Welt-konjunktur stabilisieren, mit Defizit-Spending etc. 2008, 2009, machten all die Charts [die Ausgang für „Investments“ sind ] gleichzeitig eine Wende. Das signalisierte „Konjunkturwende“, „es ist geschafft“ es geht wieder aufwärts. Die Finanz- „Investoren“ können wieder in relativ riskante Assets investieren. Nachdem die Unsicherheit über die Konjunktur weg war, haben sich die Herden von HedgeFonds, Investment-Banker wieder auf diese Märkte gestürzt. Man kann da wieder viel verdienen an den Kapital-Märkten . Die BZ berichtet im März 2011: Hedge-Fonds haben im 2. Halbjahr 28 Milliarden $ verdient, Banken haben 25 Mrd $ verdient. Vielleicht wird gefragt, - warum verdienen Banken nicht mal soviel wie Hedgefonds ? . Doch gibt es jemand der die Frage stellt : – wo kamen diese 50 Mrd $ im Halbjahr her ? Haben die die verdient ? Haben die Maschinen gebaut, Güter hergestellt, verkauft und daran verdient ? Was ist das Verdienst, das ein HedgeFonds , eine Finanz-Institution als Gewinn darstellt ? Bei den Casino-Aktivitäten geht es nicht um 2 , 3 % Renditen, es geht um die 25% Rendite von der Herr Ackermann spricht, (oder mehr) . → Der effektive Ertrag, den man erzielt hat, wenn man in diesen Ländern wie Brasilien, Island o.ä. „investiert“ hat, → war in Brasilien mindestens 10% im Vierteljahr , mindestens 50% pro Jahr. Das wurde dann ge-“leaveraged“, gehebelt mit dem Faktor 5 oder 6 durch ausgeliehene Kredite.Da kamen riesige Renditen dabei raus. (die 25 % von Ackermann sind schwach dagegen ) Wie kam es zur Krise ? - Manche sagen „es war zuviel Geld auf der Welt, die Notenbanken waren zu grosszügig, die Absenkung der Zinsen 2000 hat die Banken in die Spekulation getrieben“ Das ist nicht der Grund für die Spekulation . Kern der Finanzkrise ist, dass Institutionen geschaffen wurden die sich massiv mit „Kasino“-Aktivität -en / Spekulation beschäftigten. Mit unheimlich viel Geld, eingesammeltem Geld, geliehenem Geld, von den Zentralbanken zur Verfügung gestelltem Geld „Investments“ machen. Ein grosser Teil was die Banken tun beim „Werte schaffen“ besteht darin, dass Papiere gekauft werden . Sie taten es selbst und vergaben auch massiv Kredite an Hedge-Fonds, an Institutionen die Geld sam-meln – von Quellen, die nicht wissen was sie mit dem Geld machen sollen. Investments mit gehebelten Geldmengen, ge-“leaveraged“, mit dem 10-fachen, was sie mit dem Eigenkapital an Kredit bekom-men können. Wenn viele das tun, werden mit solchen Geldmengen an der Börse die Preise der (Finanz) - Werte hochgetrieben. Die Gewinne steigen – > „wir haben hohe Werte geschaffen“ . Die Frage , ob da wirklich * Werte entstanden sind, wird nicht mehr gestellt. # Das hat mit Investitionen nichts zu tun – weil vieles von dem was da entstand , kann keinen Ertrag bringen. Kasinos sind Null-Summen-Spiele , verdienen nichts produktiv. Was sind diese Werte wert ? Was steht dahinter ? Es zählt nur was die Preise treibt, und dass die„Investoren“ einen Gewinn in ihrer Bilanz stehen haben – Ob das Unternehmen schlechter wirtschaftet, schlechter dasteht, ist vollkommen egal weil es nur um Gewinn und kurzfristige Abschöpfung geht. Entscheidendes Phänomen an den Finanzmärkten ist „Herding“. Anders als am Gütermarkt ist am Finanzmarkt die Herde erfolgreich, Wenn Herden von Investment-Bankern (Gamblern) sich auf einen Markt stürzen und so viele, diesselben Aktien, Papiere kaufen , werden diese Papiere im Wert steigen, und in der Bilanz ( in dieser Phase) einen Gewinn darstellen. - 1- Wenn alle zur gleichen Zeit ins Risiko gehen, gibt es dann eine Information, die alle in der gleichen Weise bearbeiten. Kann man dann noch sagen, das ist ein * Markt ? Diese Märkte zeigen gleiche Muster. Diese Märkte werden nicht gesteuert von vielfältigen, tausendfach unterschiedlichen Informa-tioen , wie dies der Markt (idealiter ) der Ökonomen tut. Der Markt, wie ihn Hajek und die Ökonomen (idealiter) sehen ist anders : ein unabhängig atomistisch organisierter Markt: Millionen Marktteilnehmer kommen zusammen jeweils auch mit Informations -teilen. Die wollen ihre individuellen Wünsche, Bedürfnisse, Angebote einbringen, wollen Güter kauf-en, verkaufen, Dienstleistungen anbieten. Aus all den Millionenfachen Infos auf der Angebots- und Nachfrageseite schafft es der Markt einen Preis zu bilden. Aus der Anonymität des Marktes heraus entsteht ein Preis. Das schafft kein Staat, er kennt die Informationen nicht, kann sie nicht erfahren. Am Gütermarkt ist erfolgreich , wer ein (Schumpeterianischer) Pionier ist, eine Idee hat, und diese gegen die allgemeine Meinung durchsetzt. Der ExtraGewinn verschwindet dann, wenn viele das Produkt produzieren, es technisch verstanden ist, und Nachfrage für viele Produzenten da ist. Die Finanz-Märkte werden nicht gesteuert von vielfältigen tausendfach unterschiedlichen Information -en. Sie schaffen auch keine realen Werte. Doch die Politiker betrachten die Finanzmarkt-Akteure alle als „Investoren“ . Frau Merkel zur Finanzkrise : „ die Banken sind ein bisschen zu stark ins Risiko gegangen“ - Das klingt so, als hätten die Banken Investoren gehabt, einige hätten schlecht investiert, seien ausgefallen“ …. Wenn die FinanzPapiere einbrechen, Wert verlieren, dann sind die Gewinne weg, die „Investments“ verloren. Es heisst dann „unsere Investitionen waren etwas zu risikoreich“ Der Staat soll uns unter die Arme greifen. “Werte schaffen“ das klingt auch wie „Schaffe schaffe Häusle baue“. Das ist ein Falsches Bild, eine verkehrte Vorstellung. Wo sind die hohen Zinsen hergekommen, die die Isländer zahlten auf die wunderschönen Investments der Japaner, der HedgeFonds dieser Welt. Vom Wahlfang ? So viele Wale gibt’s nicht auf dieser Welt, dass man damit die Massen der Investoren hätte bezahlen könnte. Die Isländer haben die Zinsen erhöht für die eigenen Leute, nicht für die Japaner und Hedgesfonds. Island wurde überschwemmt mit dem vielen Geld, weil die alle die hohen Zinsen haben wollten, dann haben sie noch die Aufwertung dazu bekommen, → Island ist jetzt ein kaputtes Land, weil es zu oft auf der Gegenseite der InvestBanker gesessen hat. Was steht dahinter, wenn der Wert des brasilianischen Real gegenüber dem japanischen Yen gestiegen ist? Wo ist der Wert der geschaffen wurde ? Wo ist die Gegenbuchung ? Dazu kommt, dass man in Brasilien hohe Zinsen hat, Sind die vom Himmel gefallen ? Wer hat die Zinsen bezahlt ? Der Kurs des Öls zum brasil.Real relativ zum japanischen Yen – korrelliert die letzten 1 , 2 Jahre fast zu 100 % Sie haben die gleichen Wendepunkte etc, Woran liegt das ? - weil die Brasilianer soviel Öl verbrauchen ? Es hat nichts damit zu tun, ist ein Markt, wie andere Finanzmärkte. Der Wechselkurs des brasil Real zum japan Yen ist ein Finanzpreis, nicht ein Wechselkurs. „Das ist ein WährungsKrieg der stattfindet mit unserer Währung, wir leiden grossen Schaden dabei“ (brasil.. Finanzminister) Wenn die CDS Credit Default Swaps, / Kreditausfall-Versicherung für ungarische Staatsanleihen hoch korrelliert sind zum Wechselkurs des australischen Dollar und dem japanischen Yen , - ist der einzige Grund dafür , dass sie auf denselben Finanzmärkten gehandelt werden. Wenn auf dem Ölmarkt der Preis für Öl nicht mehr von Öl-Angebot : Öl-Nach -frage bestimmt wird - ist das eine massive Verzerrung der Märkte durch Finanzmärkte . All diese Märkte haben nicht mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun. Das ist eine massive Verzerrung von Märkten, von dem was wir von der Marktwirtschaft erwarten. (Preise von Angebot und Nachfrage bestimmt ) Wissen wir noch, in welcher Wirtschaft wir wirtschaften ? Ist diese noch effizient ? Ist der internation -ale Handel effizient ? All diese Preise, die sich so verhalten sind „finanzialisierte“ Preise „financialized Markets, + financialized Prices. Die Preise werden in einer Kunstwelt, der Finanzwelt bestimmt. Wir wissen nicht in einer Weise, wie diese Preise richtig sind. Wir haben uns ein Scheinbild von Wirtschaft geschaffen, schauen gar nicht in der Wirklichkeit hin, wo wir sehen könnten dass das Scheinbild der Ökonomomen nicht existiert. Es gibt all diese effizienten Märkte nicht. # Brasilianische Real, isländische Krone, japanische Yen : es gibt Zinsdifferenzen, darauf baut der CarryTrade [Spekulation mit Währung] „Carry Trade“ klingt schön neutral, ordentlich, hat aber -3- Folgen: Brasilien hat hohe Zinsen, weil es eine hohe Inflation von 5 % hat. ( für Brasilien ist das noch genial, es hatte schon 1000te % Inflation) . Island hatte 8 %, 9 % Inflation zeitweise. Weil diese Länder hohe Inflation haben, haben sie höhere Zinsen. [der Ökonom würde sagen: wenn es eine Zinsdifferenz gibt fliesst Kapital ins Land, + je mehr ins Land fliesst, sinkt der Zins, es kommt zu Ausgleich. Das ist schön, es gibt keine Probleme. ] Das hat nichts mit d Wirklichkeit zu tun . Warum nicht ? Der Zins wird von der Zentralbank festge halten. Die Japan ZentralBank kämpft gegen Deflation, hält den Zins bei 0% . Die brasil. ZentralBank kämpft gegen Inflation, hält den Zins bei 8 % . [ In Lehrbüchern steht : Der Zins wird bestimmt durch Angebot +Nachfrage] Das stimmt nicht. Der Zins, auch der langfristige Zins zum grossen Teil wird von der Notenbank bestimmt. [ist der Zins hoch + Inflation hoch würde in Lehrbüchern stehen : weil die Inflation da hoch ist, wird die Währung bald abwerten, und du brauchst du da gar nicht hingehen, weil die Abwertung deinen ZinsGewinn auffrisst] Hast du japan-ische Yen und tauschst in brasilianische Real, und der Real wertet ab, dann ist dein Gewinn weg` Das hat auch nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Auf den brasil.Real da stürzen sich Herden von Finanz-Händler drauf, weil sie hohe Zinsen bekommen, → über die Währung denken sie nicht nach, denn wenn Horden sich einkaufen wertet der Real auf, und nicht ab viele Jahre. Die Hedgefonds interessiert die Inflationsrate nicht, ob 8 oder 28 % , denn sie wollen ja kein Waren-handel betreiben . Die wollen ihr Geld drei Wochen anlegen, 3 Tage, 3 Std . Inzwischen gibt es High-speed-Trader Computerprogramme , die legen 3 ms an, ziehen nach 3 ms wieder ab , und legen dann wieder 3 ms an, und so fort. Wenn ein Land viele Jahre aufwertet, kommt es in Schwierigkeiten, weil hohe Inflation die Wett-bewerbsfähigkeit mindert. Durch Aufwertung kommen noch mehr Schwierigkeiten, eines Tages ist Krise da. Das Land exportiert nicht mehr so viel, importiert mehr , bekommt Leistungsbilanz Schwierig -keiten, + die Gläubigerländer kommen, und sagen : du bist pleite “du musst dich jetzt anpassen !“ – Der Wechselkurs des brasilian Real läuft 5 Jahre in die falsche Richtung - voll gegen die verträglichen Daten und schädigt diese Volkswirtschaft. Interessiert uns das ? Nein – wir gucken nur auf die Gewinne in unseren Bilanzen. Es gibt mehr so Länder, - Türkei, u andere – Die Ökonomen schweigen, obwohl in jedem ökonom Lehrbuch steht : Die Wechselkurse folgen den realen Daten. - Eine Situation in der die Inflation 3 % höher ist, als im Rest der Welt interssiert die Ökonomen nicht. Wir haben da fundamentale Fehler gemacht : Wir haben so getan, als könnten wir diese Entwicklungs -länder in unsere Märkte integrieren, als könnten sich die Entwicklungsländer dieser Welt in Märkte integrieren, die gar keine Märkte sind, sondern von FinanzSpekulation getriebene Preise haben. Das kann nicht funktionieren, weil dese Märkte tun genau das Gegenteil von dem,was wir bei Eröffnung dieser Märkte versprochen haben. Wir, der internationale Währungsfond, und andere versprachen: Wenn ihr alle Grenzen aufmacht, wenn ihr jedes Kapital in jede Richtung fliessen lasst, kurz oder lang, dann werdet ihr hoch belohnt → dann werdet ihr hohe Erträge erzielen, weil dies internationale Kapital euch ja Technologie, Beziehungen etc. bringt.# Es hat aber niemand gesagt dass dies Kapital nur für 3 Monate, 3 Tage kommt, hohe Zinsen verlangt, weil im Land hohe Zinsen geboten werden, und der Wechselkurs in die falsche Richtung geht. Viele Länder geraten über Jahre – wegen Inflation, Zinsen, Wechselkursen etc . mit Verlust der Wett-bewerbsfähigkeit an die Grenze ihrer Verschuldungsfähigkeit, Wo sind die Ökonomen ? Es gibt grosse volkswirtschaftliche Fakultäten → Köln, Freiburg, Tübingen, -alle tummeln sich auf irgendwelchen ModellEbenen rum oder machen Ökonometrie. Kein Lehrstuhl bringt zeitrelevante Ökonomie den Studenten bei. Das fundamentalste wird nicht mehr dargestellt, nicht mehr analysiert. Wir haben eine losgelöste akademische Elite die nichts mit den politischen Problemen u. wirklichen Problemen in unserer globalisierten Welt zu tun hat. – Ein einziges Land das sich raushält ist China. Und was tun wir - China bashing, China beschimpfen. China hat die Inflationsrate niedrig gehalten, hat die Zins-differenz zu den USA auf 0 % gestellt, und wenn ein Kapital ins Land strömte was stattfand, haben sie interveniert, den Wechselkurs konstant ge - halten um die Wettbewerbsfähigkeit zu halten. Über Jahre hat China sehr stabile Entwicklung, niedrige Inflation, niederen Zins, stabilen Wechselkurs. Doch ist als einziges Land unter internationaler Kritik . Warum? – weil sie am Markt intervenieren ! das ist böse. Das Ergebnis der Politik interessiert keinen – Wie können sie sich erlauben den Wechselkurs gegenüber dem Dollar konstant zu halten ! denn -4- → der Markt findet doch den richtigen Preis oder ? Nein findet der Markt findet nicht den richtigen - Chinesen können sagen : weil der Markt nie den richtigen Wechselkurs findet, vor allem für ein Entwicklungsland, warum sollte er dann dem Irrsinn ausgesetzt werden, der internationale Spekulation heisst. Dieses Land, hat nicht spekuliert, hat im Innern massiv investiert, hat Wohlstand vermehrt, und viele Menschen aus der Armut geholt, hat ein stabiles monetäres System eingerichtet, - – das einzig vernünftige, das man unter den Umständen, dass der Markt immer die falschen Preise findet, einrichten konnte. Dafür kritisieren wir sie. Man mag über das politische System denken wie man will … Ein erschütterndes Beispiel in Ghana, Westafrika. In Ghana wurde zum 1. Mal von d. Zentralbank die Zinsen veröffentlicht, die man für Kredite zahlen muss, + die man als Zinsen erhalten kann. Ghana hatte 10% Inflation. Der SollZins, den Banken verlangten lag bei 25% - 36% , Habenzins 5% Natürlich ist Entwicklung unmöglich unter solchen Bedingungen. Wir haben in einer Untersuchung festgestellt: In 2/3 der Länder in denen wir Daten fanden existiert dieses Phänomen. (für die meisten Länder existieren keine Daten ) Woran liegt das ? In Ghana wurde das BankenSystem pri-vatisiert. Unter der Ägide des Internationalen Währungsfond und Weltbank hat man dafür gesorgt, dass 7 westliche Banken das ghanaische Kreditsystem sich aufteilten. Von den sieben hatten dann 5 noch überlappende Eigentumsverhältnisse Was heisst überhaupt das ghanaische KreditGeschäft ? - Die Banken bekommen von der Zentralbank Geld, die geben es dem Staat weiter (die Zentralbank darf es ja nicht dem Staat direkt geben -das ist „gefährlich“) Das Geld wird über die Banken weitergeleitet an den Staat. Dann haben sie noch ein paar Wohnungsbau-Kredite vergeben, an westliche Einwanderer oder Arbeiter. Das wars dann, davon haben sie gut gelebt. Wenn man gefragt hat, warum vergebt ihr keinen Kredit, und wieso kostet er mindest 25 % für einfache Menschen ? - dann sagten sie „die Ausfall-Wahrscheinlich-keit ist zu hoch, unser Risiko ist zu hoch“ . Wenn Sie hier in Europa 25 – 36 % Zinsen zahlen sollten, dann wäre das Ausfallrisiko auch hier so hoch. Es ist dadurch hoch , dass man soviel verlangt. Das gleiche Problem gibt es auch mit den Mikrokrediten , die werden auch zu 20 % Zinsen vergeben. Auch das ist Unsinn. Fragt man: Wie kann das sein ? Der IWF kommt jedes Jahr nach Ghana, macht einen Bericht, schreibt „es ist alles in Ordnung“ In Ordnung ? - in einem Land mit prohibitiv hohen Zinsen ? Das kommt daher weil der IWF sich nur interessiert ob es einen Markt gibt für Kredite gibt, egal welcher Preis da rauskommt. Er interessiert sich nicht für den Preis, [- der ist ja immer richtig, weil er wird ja am Markt gebildet.] # Brasilien hat wenigstens eine staatliche Bank, die ¾ der Kredite für die privaten Investoren vergibt zu vernünftigen Zinsen. [ Wenn die Ghanaer auf die Idee gekommen wären, eine staatliche Bank zu gründen – dann hätte es geheissen , die wollen in den Markt intervenieren, die wollen eine staatliche Bank neben die effizienten privaten Banken setzen , die den Markt kaputt macht. Das wäre ja eine Subvention für den ghanaische Kreditnehmer, und Subvention -en sind schlecht.] Lieber keine Investitionen als subventionierte Investitionen. Das ist die einfache Logik unserer Ökonomie. Es genügt uns irgendein System zu installieren, von dem wir glauben, dass dann der Markt atomistisch, ohne Macht – die Dinge verteilt, für eine ordentliche Allokation der Ressourcen sorgt, und machen uns keine Gedanken mehr über die Ergebnisse. Nur so kann man erklären, dass wir weltweit in eine solche Situation gelaufen sind. Weil die herrschende Ökonomie in dramatischer Weise versagt hat, müssen auch Nicht-Ökonomen sich Gedanken machen über die Ökonomen. Weil sich die Ökonomen nicht lösen können von ihrem Dogma des allwissenden, alles richtig machenden Marktes Wird es den Ökonomen überlassen, geht es schief. Sie werden nicht genügend pragmatisch vernünftige Lösungen finden können unter ihren Dogmen. Lösungs-ansätze : Für die Währungsprobleme : Man darf nicht dem Markt die Bestimmung über die Wechselkurse überlassen, - weil er niemals die richtigen findet. Die Wechselkurse direkt den Fundamental-Daten der Volkswirt-schaft anpassen. In der G20 heisst die Formulierung: Man findet Wechselkurse die den Fundamental-daten des Marktes entsprechen.. Die Fundamental- Daten : Die Wechselkurse sollen die Inflationsdif- ferenzen widerspiegeln, - die sind praktisch gleichzeitig die Zinsdifferenz. → dann ist die Spekulation erledigt. Man muss die Regel in Kraft setzen § : [die Wechselkurse folgen den Inflationsdifferenzen] Die Währung eines Landes muss um so viel abwerten, wie seine Inflation über der Inflation des anderen Landes liegt. Dann schwindet der effektive Ertrag der Spekulation, und die verletzende Spekulation wird gestoppt . Dann bleibt der „reale“ Wechselkurs konstant, verliert nicht durch hohe Inflation oder Spekulation an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern die Deflation -5- oder sonst was haben. Länder können dann auf gleicher Augenhöhe mit uns exportieren. Die Unter-nehmen treten in Wettbewerb, nicht d Nationen. Die Lösung geht gegen Dogmen : 1. dass der Markt den richtigen Wechselkurs findet Dogma 2: Der Staat darf niemals intervenieren # Wenn die internationale Gemeinschaft, + G20 das durchsetzen würde, würde sich das einregeln, weil kein HedgeFonds könnte gegen die G20 einen andern WechselKurs durchsetzen. [ weil 10 Notenbanken dabei sind, die das Geld drucken können, um zu intervenieren und drucken kann man immer mehr, als ein Hedgefond Geld hat] Dafür braucht es ein Verständnis,dafür braucht es multilaterale Vereinbarung . P. Bofinger u. H. Flassbeck arbeiten derzeit an einem Regelwerk um den Wechselkurs täglich neu zu fixieren. [ alle Spekulantis dieser Welt können sich dann austoben mit ihren Millisekunden-Tradern von morgens bis abends. Aber abends ist vorbei. ] Die BrettonWoods-Regel hatte die richtige Idee im Hintergrund, war aber deswegen falsch, weil sie zuliess dass sich Ungleichgewichte auf-kumulierten über die Jahre, und erst dann beseitigt wurden mit Ab/Auf-wertung. Rohstoff-Märkte ist ein eigenes Feld. Den richtigen Preis d. Rohstoff zu bestimmen ist schwieriger wie bei Wechselkurs. Institutionelle Aktionen sind zu bedenken. Aber es geht kein Weg vorbei : die inter-nationale Staatengemeinschaft muss für sorgen dass finanzielle Spekulation nicht über Rohstoffpreis entscheidet. Das gilt aus Klima-Gründen, und vielen andern Gründen. Wie können wir den Preis für das wichtigste fossile Gut, das wir auf d Welt haben, das Öl, den Finanzmärkten überlassen ? Wir reden übers Klima und … Wenn die Finanzmärkte den Öl-Preis morgen wieder auf 30 $ abstürzen lassen, was dann ? Dann sind all diese Investitionen die viele ver- nünftige Menschen geplant haben, weil sie damit gerechnet haben, dass sie sich lohnen werden, -sind dann obselet, - sind dann unprofitabel . Ist das vernünftig oder nicht ? Nein ! Es geht nicht ohne die Staatengemeinschaft. Wir können nicht globalisierte Wirtschaft haben und gleichzeitig Casino an entscheidenden Preisen spielen. Die wichtigste Finanzmarkt-Regulierung : Man muss die Banken trennen.Wer spekulieren will, soll immer mit eigenem Kapital spekulieren. Die Eigenkapitalquote für all diese Casino-Geschäfte im weitesten Sinne , [ das sind auch in der Zeit verschobene Geschäfte, die irgendwann dazu werden] – die müssen mit 100 % Eigenkapital belegt werden. Weil : Casino-Geschäfte bringen keinen [realwitschaftlichen ] Ertrag. Deswegen kann keine vernünftige Bank darauf Kredit geben. (Gehen sie zur Bank und fragen einen Kredit um ins Casino zu gehen, - dann sagt der am BankSchalter : Nicht bei mir, -gehen sie zum Psychiater) Diese Regel muss global umgesetzt werden . Dann dürfen die Banken solchen Geschäftsmodellen keinen Kredit mehr geben. Die Banken müssen wieder langweilige Banken werden. „3 6 3 Banker“ = Geld sammeln für 3 %, verleihen für 6%, + um 3 Uhr ist der Direktor auf dem Golfplatz. Das ist ok Doch Herr Ackermann will das nicht - er darf dann Investbanker werden - ohne alle diese Spielwiesen ! Dann gehen Banken wieder der Tätigkeit nach, die sie können + dürfen: Kredite vergeben an richtige Investoren, an Menschen, die etwas tun, was einen Ertrag für die Gesellschaft hat, was die Produktivität der Wirtschaft, der Gesellschaft insgesamt erhöht. Banking ist ein ungemeines Privileg, besonders in Zeiten wo wir 0 % Zinsen haben. Banken bekom-men Geld vom Staat für (fast) nichts, und können damit im Finanz -Casino spielen. Es ist ein Geschäft, ohne „schaffe, schaffe“, ohne Anstrengung. Auch wenn sie nur damit Staatsanleihen kaufen: das Geld bekommen sie für 1% , und für die gekauften Staats-Anleihen [ das Geld an den Staat zurückgeben] bekommen sie dann 3,5% Zinsen vom Staat. Dieses privilegierte Geschäft ist nur zu rechtfertigen, wenn die Banken einen gesellschaftlichen Auftrag haben, und dafür sorgen dass vernünftige Kredite vergeben werden. Wenn sie hinter den Kreditnehmern herlaufen, und nicht nur warten bis ein Investor vorbeikommt. Im übrigen: schöne „Investments“ zu machen das kann sich keine Gesellschaft mehr leisten. Dann gibt es diese 50 Mrd Gewinne, (Bz( , die man in die Bücher geschrieben hat, weil man die Preise all dieser Assets nach oben getrieben hat,die gibt es dann nicht mehr. Dann sind wir zurückgeworfen auf das was wir haben + das müssen wir auch begreifen : In einer Wirtschaft die real jährlich um 2% wächst gibt es eine Rendite von 2% - für alle . Das ist für die Arbeiter da, das ist für das Kapital da, aber nicht mehr. * Viele müssen an die Nase greifen, - ob sie nicht völlig überzogene Erwartungen haben an das, was man erzielen kann durch - - 5 -„Ich lasse mein Geld für mich arbeiten“ Geld arbeitet nicht Menschen arbeiten ! . Menschen können mit Kapital Erträge erhöhen, unter Bedingungen : wenn wir ökologische, soziale, ökotrophe und andere Bedingungen erfüllen, kann man das vereinbaren. Dann können Menschen mit Kapital mehr erzielen als sie vorher erzielten. Aber in reifen Gesellschaften, wenn wir gut sind , immer nur 2 % (keine 25 % auch sonst nichts) Das müssen wir den Bankern beibringen, uns selbst, Politikern, und den Medien. Fragen, Antworten, Diskussion: Flassbeck : das ist entscheident : Banking ist eine Dienstleistung . Da haben wir überhaupt keinen Schritt gemacht. Weil wir haben zum grossen Teil nicht begriffen, was abläuft, haben auch nicht versucht zu begreifen. Keine Regierung hat Auftrag gegeben, von unabhängigen heterodoxen Experten aufarbeiten zu lassen, was da passiert ist. Wir sind sofort übergegangen zu „ business as usual“.Die Banker könnten abwandern hiess es . Wenn in Deutschland eine Gesetzgebung dazu führte, dass alle InvestmentBanker nach London gehen.Was geht der deutschen Gesellschaft verloren ? Nichts ! Es würde uns besser gehen dadurch dass wir nicht zur Haftung gezogen werden.Da müssen dann die Engländer geradestehen, wenn die über die Stränge schlagen und ge“bailoutet“ werden müssen. Das Argument, - dann gehen sie alle auf die Cayman-Islands ? Sollen sie ! Bitte, sofort, Geht nur alle auf die Cayman-Islands. Nur - die Cayman-Islands sind selbst pleite. Wenn ihr alle über die Wupper geht rettet euch keiner auf der Welt mehr. Es ist ein Skandal, uns von diesen Leuten erpressen zu lassen „ihr müsst uns aber retten, und grosszügige Bedingungen geben, - sonst wandern wir ab“ . Wir könnten auch dafür sorgen, dass sie in Deutschland,in Europa keine Geschäfte mehr machen können. Dann können sie Geschäfte zwischen Cayman-Islands +Andorra machen Da können wir viel radikaler vorgehen. Nur- Wir, die Politik stehen ja massiv unter Druck dieser Leute und lassen uns einschüchtern. Das ist das Problem ! ? ! Die gesamte EU-Kommission ist extrem neoliberal, neoklassisch geprägt. Das ist Versäumnis der Politik über viele Jahre, oder eine gute Strategie der neoLiberalen, diese EU -Kommission und andere internatonale Institutionen umzudrehen in ihre Richtung, Multplikatoren für ihre Position zu bekommen. Da sind wir heute. Wir können hoffen, dass mit neuen Leuten Diskussion wieder möglich ist. Das muss auch im Kleinen wieder anfangen. : Wenn in Wirtschafts-Fakultäten 12 Lehrstühle alle mit Leuten der gleichen DenkRichtung besetzt sind, dann sorgt das dafür, dass wir nicht mehr Jugendliche bekommen, die kritisch denken können, weil sie gar nicht zum kritischen Denken hingeführt werden,. In wirtschaftlichen Fragen muss Politik in Freiheit d Forschung einmischen. Wenn der Wettbewerb der Ideen unterdrückt wird ,- das ist keine Freiheit der Forschung. Es muss Auseinandersetzungen da -rüber geben, offene Diskussionen. Die Fakultäten können offensichtlich nicht dafür sorgen, oder wollen nicht. [Tobin´s Idee war: Etwas Sand in die fetten Räder streuen. Das ist richtig als flankierende Massnahme. –Die Ausschweif- ung, die Verirrung der Märkte werden nicht grundsätzlich verhindert. Einführung der Transaktionssteuer ist eine Selbstverständlichkeit. Bei Margen von 100 % reicht eine grössere TransaktionSteuer auch noch nicht aus, um Missstände zu verhindern. Transaktionssteuer ist eine Möglichkeit das ganze etwas zu verlangsamen, und etwas Geld in die Kasse zu bekommen. In Frankreich ist die Diskussion über diese Fragen offener , breiter und weniger dogmatisch. Bei der G20 wurde ein entscheidender Schritt gemacht, - ob er letzen Endes tragend sein wird ist noch offen. In der G20 , in der StaatenGemeinschaft wird diskutiert über ein Internationales Währungssystem + über Rohstoff-spekulation . Weil fundamentales Versagen der herrschenden Ökonomie dieser Welt vorliegt, deswegen diskutieren jetzt wir in der G20 auf politischer Ebene :Was kann man tun, welches Modell, welches System braucht man, dass man diese Kapitalströme bremsen kann. Das zeigt dass in einer Gesellschaft, die bereit ist offener zu diskutieren, etwas passieren kann. Deutschland gibt kein so gutes Bild ab, - wir sind nicht bereit so offen zu diskutier -en.Vor allem die Ökonomen in diesem Land sind viel dogmatischer, als in den meisten andern Länder n der Welt. → Dazu kommen die Medien: da haben wir keine vernünftige Diskussion. Die Wirtschaftsteile der grossen Leitmedien kann man teils beiseite legen. Insofern müssen wir auf allen Ebenen anfangen : 1. an der Kompetenz der Politik – die muss auch Sach-Kompetenz in höherem Masse haben, - das ist ein Problem in vielen Ländern. Es ist beliebig jedes Ressort zu füllen. Ein Jurist kann Finanzminister werden, Wirtschaftsminister werden. Juristen können immer alles . Wir müssen eine andere Haltung, andere Attitüde entwickeln und fragen: Können wir so komplexe Gesellschaften in die Zukunft führen ? Es geht nicht nur um unsere komplexe Gesellschaft, es geht um die Weltgesellschaft. G20 ist der Versuch auf Weltebene Dinge ernsthaft zu diskutieren Es zeigt was wir brauchen eigentlich. Wir müssen solche ambitionöse Verfahren haben. Anders kann die globalisierte Wirtschaft nicht gut funktionieren. Sonst müssen wir sagen , es ist gescheitert, geht zurück an den Dorfteich, schottet euch ab gegen den Rest der Welt. Eine solche Entwicklung würde dann nicht ohne politische Folgen, in Form von neuen Nationalismen + Eruptionen und ähnlichem laufen. Das ist eine Gefahr ! Wo ist die unabhängige Politik? ! Flassbeck : Wir können uns Politiker nicht schnitzen, müssen mit denen leben,die wir haben und versuchen solang wir das System so haben, durch Wahlen die Dinge in eine andere Richtung zu drängen. Das müssen wir auch machen durch Zivilgesellschaft. Jeder Einzelne kann sich eingagieren , in NGO´s + in andern Orgs dafür sorgen, dass diese Debatte belebt wird , dass die Politiker den Druck spüren, spüren, dass die Menschen unzufrieden sind, nachdenken ,Möglichkeit haben zu verstehen was passiert ,sich ein eigenes Urteil bilden,+ wenn sie das haben dann überall dort wo sie sind äussern.. - 6 -
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Heiner Flassbeck I „Europa am Ende?“
Inhalt: Heiner Flassbeck I „Europa am Ende?“ 2.03.2011 Freiburg, Mensa der Hebelschule ess.Begl.info „ Meine These: Weil die Menschen in Deutschland so wenig verdienen, müssen wir jetzt für die andern bezahlen. Das klingt erst komisch. Es geht nicht um ideologische Fragen, sondern um logische Fragen.Am Ende kommt man weit damit + kann daraus politische Folgerungen ziehen. Warum ist das so? Da wird vielfach gesagt : Der Grund für die Krise sei, dass nicht alle gespart haben. Viele haben über die Verhältnisse gelebt, einige unter – d h hätten mehr ausgeben können. [ Die Welt kann nur das verbrauchen was sie produziert. Sie muss auch versuchen das zu verbrauchen, sonst wird es schwierig.] Deutschland hat gespart, unter seinen Verhältnissen gelebt. - Haben andere über ihren Verhältnissen gelebt ? Wer spart in Deutschland. Da gibt es die privaten Haushalte, die Unternehmen, der Staat. Vierte Gruppe ist das Ausland. [ Das Gesparte wird zur Bank gebracht.Die Bank muss etwas damit machen, weil sie könnte sonst keine Zinsen zahlen.Sie muss einen finden, der das Geld nimmt, es investiert, Soll-Zinsen zahlt, woraus sich eine Rendite ergibt . Aus der Rendite kann die Bank dann die HabenZinsen für die Sparer / Einleger bezahlen + hat noch eine kleine GewinnMarge für sich selbst.] Von den Einkommen , 100 Milliarden Euro oder mehr werden jeden Monat 10 % gespart, nur 90 % fliessen zurück an Staat oder Unternehmen.Wer gibt das gesparte Geld aus, wer macht Schulden ? Unternehmen vielleicht, die machen vielleicht Schulden, investieren machen vielleicht Rendite, aus der man dann die Zinsen für die Sparer bezahlen kann. Das sind vergangene Zeiten (tempi passati) ! In Deutschland machen die Unternehmen per Saldo derzeit keine Schulden, sondern sparen. * Das haben wir doch so gewollt ? Wir haben ihnen die Steuern gesenkt, Vermögenssteuer abgeschafft, die Löhne nicht mehr erhöht. Die Unternehmen haben die Taschen voller Geld und sparen. Statt zu investieren tragen sie Geld zu Herrn Ackermann und sagen „Mach mir ein Investment auf dieser Welt !“ [ Feiner Unterschied: „Investment“ statt investieren: Investment hat in der Regel nichts mit investieren zu tun.] Das deutsche.Parlament hat mit 2/3 Mehrheit beschlossen, dass der Staat auch keine Schulden mehr machen soll. Nun: Der Staat spart, die Unternehmen sparen, die Haushalte sparen → das ergibt ein Problem: Den Ersparnissen müssten Schulden/ Investe gegenüberstehn, die sie produktiv verwenden. Damit wir daraus vielleicht unsere Rente bezahlen können. Irgendjemand muss in 30 Jahren ja unsere Rente bezahlen.. Deutschland altert, (die Zahl der Älteren nimmt im Verhältnis zu) deswegen muss das er-sparte Geld investiert werden. Wer bleibt dazu ? Das Ausland müsste unser Geld nehmen, um in 30 Jah -ren unsere Rentengelder zu bezahlen. – Dumm ist, dass wir das Ausland für pleite erklären, kollektiv Die Griechen haben sich angestrengt, unsere Rente zu verdienen, hat leider nicht geklappt . Das hat die Bildzeitung nie geschrieben, über die „faulen“ Griechen. Die Griechen haben am meisten investiert, (nicht so sehr in Häuser, wie die Spanier) → in Maschinen und Ausrüstungen, mehr als jedes andere Land in der Euro-WährungsUnion Die haben sich bemüht, jetzt erklären wir sie für pleite. Die Rechnung geht nicht auf. Man kann nicht alle Gruppen im Land zum Sparen bringen, den Unternehmen soviel Gewinne geben, dass sie auch sparen, dass sie nicht investieren [ Unternehmen investieren nicht, wenn sie Taschen voll Geld haben, sie investieren, wenn sie kein Geld haben, u sich Gewinn erhoffen in 10 Jahren. Warum sollten sie investieren, wenn sie Geld genug haben, und keine Nachfrage zusätzlich ]. # Durch Sparen / unter den Verhältnissen leben, ergibt sich ( zwingend) dass wir das Ausland in die Situation bringen, dass es entweder unsre Ersparnisse aufnimmt, Schulden macht. Oder wir scheitern. Wenn niemand die Ersparnisse verwendet + Geld ausgibt können auch deutsche Unternehmen nicht überleben. Nur haben wir keine Kontrolle darüber, was das Ausland mit dem Geld macht. [Ihr dürft das Geld nur von der Bank nehmen, wenn ihr es gut investiert, eine gute Rendite er-zielt] Wenn die Amerikaner mit dem Geld das wir dahin transferiert haben (um uns Rente in 30 Jahren zu bezahlen) Porsche oder Mercedes-Autos gekauft haben, werfen die keine Rendite ab, dann kann man in 30 Jahren daraus keine Rente bezahlen.Wenn andere Länder toll konsumiert haben mit dem Geld, oder andere Gruppen in den USA oder sonstwo mit dem Geld Casino gespielt haben, wer zahlt dann unsere Rente in 30 Jahren ? # Wir haben das Ausland in Schwierigkeiten gebracht : → Nicht nur dadurch, dass wir fleissig sparen, wir haben den Ländern Anreize gegeben, dass sie nur unsere Güter, Autos etc. kaufen, statt ihre eigenen. Wir haben zur Spar-neigung auch unsere Löhne nicht mehr erhöht. In den 90er Jahren, waren wir schon unter der Regierung Kohl fest davon überzeugt „Jetzt kommt die gefährliche Globalisierung ,die die Arbeitsplätze kaputt macht.“ Dafür müssen wir jetzt den Gürtel enger schnallen. Wir müssen unsre Preise senken, unsre Kosten senken, damit die anderen unsre Produkte kaufen. Wenn ich eigene Kosten + Preise senke, zwinge ich den Nachbarn dazu „über seine Verhältnisse zu leben“. Der Nachbar merkt es nicht zunächst, kauft meine Produkte, weil sie günstiger sind. Ich gebe ihm grosszügig Kredit, -1- weil ich meine Ersparnisse für die Rente loswerden will. Nach 10 Jahren merkt man : da ist was schiefgelaufen, der Nachbar kann meine Produkte nicht mehr kaufen. - Warum ? Weil inzwischen kann er selbst fast nichts mehr verkaufen, - weil ich fast alles verkaufe. Dann gibt es ein Problem: Ich spare, bin über -legen auf allen Märkten. Ich glaube, ich bin hocheffizient. Ich habe meinen Arbeitnehmern beigebracht dass sie keine LohnErhöhungen mehr bekommen dürfen, die nächsten 20, 30 Jahre wegen der Globalisier- ung. Deswegen bin ich inzwischen so gut gegenüber dem Rest d Welt, und die kauften lange meine Produkte. Jetzt stellen sie fest, sie können die Produkte nicht mehr kaufen, weil sie die nächsten Jahre noch weniger verdienen, weil die Deutschen schon alles Geld verdienen. Es ist eine absurde Vorstellung man könne durch eigenes Gürtel-enger-schnal-len andere Länder „wirtschaftlich besiegen“ und sie könnten dann noch unsere Produkte kaufen. Diese absurde Vorstellung wurde in Deutschland als „Standort-Wettbewerb“ 30 Jahre gepredigt : wurde gros-ser Schaden angerichtet. Herr Henkel war der grosse Prediger dafür, und er wird immer noch durch die Talkshows gereicht. Henkel hat den einfachen Wettbewerb zwischen Unternehmen auf Länder über-tragen „Wir müssen Wettbewerb zwischen Nationen haben“ .Zwischen Unternehmen mag das funk -tionieren. Wenn ein Unternehmen beim anderen verschuldet ist, dann muss es neue Kunden finden, neue Märkte erobern, - das interressiert die GläubigerUnternehmen nicht. Bei Nationen ist das vollkommen anders : Wenn eine Nation über die andere „siegt“ im Wettbewerb, dann verliert sie Käufer. Wenn die wichtigste Handelsnation alle ihre Nachbarn wirtschaftlich besiegt, sozusagen, dann besiegt sie ihre Kunden! Wir haben StandortWettbewerb gegen unsere Kunden geführt.Das kann nicht gutgehen, weil irgendwann kommt der Punkt, wo sie unsere Produkte nicht mehr kaufen können, wo sie die Verschuldungsgrenze erreicht haben. Wir sagen dann : Ihr seid überschuldet, ihr müsst jetzt eure Verhältnisse umkehren, und endlich unter euren Verhältnissen leben . Alle sollen es jetzt so machen wie Deutschland. Der WettbewerbsPakt für Europa (6 Punkte) sagt : alle machen das gleiche wie Deutschland .Alle zusammen schnallen den Gürtel enger, dann wird alles gut. Dann stellt sich die Frage,wer ist dann derjenige der den Gürtel weiterschnallt ? → Die USA haben gerade beschlossen sich nicht mehr zu verschulden Die Chinesen verschulden sich nie, wir bleiben wie wir sind, die Deutschen sagen Überschüsse sind gut, und sparen, Die Engländer sagen, wir wollen jetzt auch mal Überschüsse haben , die Japaner sagen, wir haben immer schon Überschüsse gehabt, daran kann sich gar nichts ändern. .Wer verschuldet sich dann? Der Mond ? die Venus ? Man muss diese Frage beantworten! Wer nicht versucht diese Frage zu be-antworten , der redet ökonomisch Blödsinn. Ich war bei der G20, wir hatten Beobachterstatus bei der Anhörung der Minister, Ministervertreter, und den Notenbank-Gouverneuren. Niemand hat diese einfache Frage gestellt. Wer verschuldet sich auf dieser Welt, obwohl es das zentrale Thema ist. Wir können nicht zum Sparen drängen, wenn wir nicht jemand haben der sich verschuldet. [das geht von voll aktiven Finanzflüssen aus ] Wird eine Politik gemacht die dafür sorgt, dass der Gürtel enger geschnallt wird - , durch relative Lohnsenkung im Verhältnis zu den Handelspartnern, - und dadurch, dass die anderen sich verschulden, - dass sie nicht merken, in welche Falle sie da hineinlaufen, dann kann nicht in 10 Jahren gesagt werden: ` ihr habt alle über eure Verhältnisse gelebt, ihr seid schuld daran, dass wir in einer Krise sind, ihr müsst jetzt genau das machen was wir gemacht haben `. Nein es ist umgekehrt : Richtige Politik läuft darauf hinaus, dass man sagt, - Wenn die anderen, die hoch verschuldet sind, ihre Schulden zurückzahlen sollen, [ unsere Ren te in 30 Jahren] dann gibt es eine logische Folgerung : Sie müssen insgesamt Überschüsse machen im Aussenhandel, in der Leistungsbilanz. Um Schulden zurückzuzahlen müssen sie mehr exportieren als importieren. Wer importiert dann mehr , als er exportiert, - wenn es nicht Deutschland ist ? Weiter Überschüsse machen kann nicht gehen, weil wir dann keinen finden der Defizite macht.[? Eigentum, Imm obilien-Kauf im Ausland ] Deutschland muss Defizite machen, muss über seine Verhältnisse leben. Wird damit nicht ernst gemacht dann wird diese Euro-päische Währungs Union zusammenbrechen. Eine grosse Krise, die dafür sorgt, dass Länder aus-steigen, oder Deutschland aussteigt.Die deutsche Währung, wird um 50 % oder mehr aufgewertet gegenüber anderen Ländern ,die abgewertet werden. Dann sind viele viele Arbeitsplätze weg. Es gab solche Fälle: Argentinien hat 1992 seinen Wechselkurs 1 : 1 fixiert zum US $ - für immer, fixing for your live. Das hielt 8 Jahre, dann ist das System zusammengebrochen, die Argentinier hatten ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren,. Der Argentinische Peso wurde dann abgewertet von 1:1 auf 4: 1 gegenüber Dollar. Nach der Abwertung wurde die Wettbew erbsfähigkeit wieder gewonnen. # Wir aber, (Deutschland in Europa) sind mit anderen Ländern in eine Währungs-Union gegangen, bei der das nicht verabredet war, dass der eine seinen Gürtel dauernd enger schnallt. Es gab eine Verabredung ,wie man den Gürtel zu schnallen hat, : die Inflationsrate, das Inflationsziel soll 2 % sein. - 2 - Die deutsche Inflationsrate lag aber dauernd unter 2 % . Wieso ? - Weil die deutschen Löhne dauernd unterhalb der Norm lagen, die richtig gewesen wäre. Richtig wäre gewesen , dass jedes Land seinen nationalen Produktivitätszuwachs konsumiert . plus 2 % Inflationsrate in seinen Nominal-Löhnen Die Lohnstückkosten wären 2% gestiegen pro Jahr, wie die Inflationsrate. In Deutschland sind sie aber nur um 0,3% - 0,4 % gestiegen über die gesamte Zeit der WährungsUnion . In Griechenland sind sie um 2,4 % gestiegen , in Portugal um 2,6 % in Spanien um 2,8 % . Frankreich hat sich mit 2 % Steiger-ung an diese Regel gehalten: InflationsZiel 2% Wer hat gegen die Regel verstossen – Deutschland hat quantitativ weit mehr gegen die verabredete Regel der Gemeinschaft verstossen. Sowohl aus dieser Logik, als auch aus der Logik der Verschuldung ist klar, dass das Land, das am meisten gegen die Regel verstossen hat, in erster Linie sich ändern muss, massiv seinen Gürtel weiter schnallen muss. Die anderen müssen sich ein bisschen ändern, ein bisschen den Gürtel enger schnallen . Diese Entwicklung, diese Lohnentwicklung die wir hatten, die wir uns eingeredet haben, die Gewerk -schaften habens mitgemacht, bis sie gemerkt haben, auf was sie sich eingelassen haben. Diese Lohnentwick-lung muss umgedreht werden. Wenn man es vernünftig macht, sollten über 10 , 15 Jahre in Deutsch- land die Löhne über die Norm von 2% Lohnstückkosten steigen. Die NominalLöhne müssten um mehr als 2% über die Produktivität steigen, so dass die Reallöhne mehr als die Produktivität steigen. In den anderen Ländern müsste es etwas weniger sein, wenn man noch an dem Inflationsziel von 2 % festhält. Das ist aber überhaupt nicht in der Diskussion. Merkel und Brüderle haben sich durchgerungen + sogar Arbeitgeberpräsident Hundt sagte: „in Dtschld müssen die Löhne mal steigen“. Es geht aber nicht um „mal steigen“ Sie müssten 10, 15 Jahre über Norm steigen .[ 2011 laufen noch die meisten TarifVerträge und 2012 wird was anderes passiert sein, was dazu führt, dass die Konjunktur nicht mehr so läuft, die Löhne nicht steigen können.Wir müs -sen 15 Jahre den Gürtel weiter schnallen als die andern Länder, damit es für die Eurozone eine Chance gibt zu überleben. Das ist unmöglich , werden viele sagen. # Ja dann kann das ganze Konstrukt explodieren. # - oder die andere Variante: diesen Ländern unsere Produkte schenken. Wenn sie sie nicht mehr kaufen können, weil sie nicht mehr es leisten können, was machen wir dann mit unserem Zeug ? Die Mercedesse hier im Kreis fahren lassen? BadenWürttemberg ist schon ziemlich voll, Nordrhein-Westfalen noch voller. Wenn die immer alle im Kreis fahren ist das auch ökologisch nicht toll Anfang der 90er Jahre hatten wir ein ähnliches Modell, da gab s eine WährungsUnion zwischen Ost + West-Deutschland. Da haben wir gesagt: Ja, die 18 Mill Ostdeutsche, wenn die nichts mehr produzier -en können, nicht so schlimm, die kriegen dann von uns das Geld. Das läuft in der GrössenOrdnung darauf hinaus, dass wir 80 Milliarden pro Jahr bezahlen, um die 18 Millionen Ostdeutsche zu aliment- ieren. Stellen wir uns das mit 180 Millionen Südeuropäern vor, sagen wir mal Faktor 10 = 800 Mrd Alimentierung . Das ist die einzige Lösung, wenn wir nicht begreifen, dass unser Wirtschaftsmodell grundlegend falsch ist. → Wir bezahlen massiv + auf Dauer, weil wir keine Löhne erhöht haben , nicht unsern Gürtel weiter geschnallt haben. Der jetzige Aufschwung ist wieder ein ExportÜberschuss -Aufschwung. Der Überschuss wird noch mehr steigen als im vergangenen Jahr . Es ist nichts von dem, was in der G20 verabredet war, dass Deutschland seinen Überschuss senkt.Wir haben nichts daran getan. Wir haben von vornherein gesagt, wir haben nichts damit zu tun, Krise ist Krise, Finanzkrise, Eurokrise, - Deutschland hat alles richtig gemacht ! - Nein Deutschland hat alles falsch gemacht. Das sieht man daran, dass in Deutschland die Binnen-Nachfrage seit 15 Jahren absolut stagniert. Am Anfang war es Idee des Modells,auch vieler Gewerkschafter man hätte es diskutieren , aber nach einiger Zeit schnell merken müssen. Die Idee war : durch Lohnzurückhaltung würde mehr Beschäftig -ung generiert, dadurch steige dann die BinnenNachfrage, - mehr, als wenn die Löhne höher gewesen wären - weil ja die Unterrnehmer Kapital durch Arbeit ersetzt hätten. Dann wären mehr Beschäftigte dagewesen. Man hätte weniger hohe Lohnsteigerung gehabt, die Nachfrage wäre aber trotzdem gestiegen. Sie ist aber nicht gestiegen . Die deutsche BinnenNachfrage ist seit 15 Jahren konstant. Das ist der Beweis dafür, dass dieses Modell grundlegend schiefgegangen ist. Lassen Sie sich nichts erzählen, - was in der Öffentlichkeit rausposaunt wird : Konsumrausch und so, es ist alles Lüge! Es gibt auch keine Belebung des Konsums. Am Ende d letzten Jahres ist er noch gesunken dramatisch. Das einzige des Aufschwungs ist der Export .Nur dieser Export ist zu m Scheitern verurteilt, weil es ein Export-Überschuss ist. Man kann exportieren soviel man will, wenn es gleichzeit- ig den Import in der Grösse gibt. *Wenn man die andern Länder in eine Situation bringt, in der sie hoch-ver-schuldet sind, weil sie laufend Defizite hatten, dann müssen die anderen so lange wieder Überschüsse machen , bis sie ihre Schulden bezahlen können. Das setzt voraus, dass derjenige der vorher Überschüs -se machte, gespart hat, jetzt entspart d.h Defizite macht. Deutschland müsste 15 Jahre Defizite machen. - 3 - machen, in der Leistungsbilanz, gegenüber dem Rest der Welt [ privat und öffentich zusammen, (nicht der Staatshaushalt ) [ Im Reagan-Boom wurde der Dollar massiv aufgewertet, Deutschland erzielte dann wieder Riesen-Überschüsse. Nach der Deutschen Vereinigung war man eine zeitlang bei 0 -Überschüssen, weil Ostdeutschland riesige Defizite hatte, die hatten nichts mehr zu produzieren, weil wir alles für sie produzierten. Dann kam die erste Krise, die dot.com Krise (überbewertete Internetfirmen die Pleite machten) Durch Kohl wurde ein „Bündnis für Arbeit“ angeregt → ` Deutschland nimmt die Her -ausforderung der Globalisierung an, schafft wieder Überschüsse `: Inzwischen hat Deutschland die grössten Überschüsse der Welt, in % des BIP gemessen grösser als der chinesische, auch absolut gesehen letztes Jahr. Die Wirtschaft von 80 Million Deutschen produziert soviel Verschuldung für den Rest der Welt, wie 1,3 Milliarden Chinesen. Deutschland sitzt so massiv auf der internationalen Anklagebank wie die Chinesen. Das steht nicht in deutschen Zeitungen, mit solchen Kleinigkeiten wollen wir uns nicht beschäftigen. Wie geht das nun, wie drehen wir das Modell um ? Wer muss sich verschulden in Deutschland ? Wenn wir nicht wollen dass der Staat sich dauernd verschuldet, gibt es nur eine Variante die realistisch ist: So wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders müssen sich die Unternehme n wieder verschulden.Die privaten Haushalte können wir nicht zwingen, nichts zu sparen.Der Staat soll nur Schulden machen, wenn die andern gar nichts machen. Und wenn das Ausland sich nicht mehr verschulden kann, weil wir es für pleite erklärt haben→ dann gibt es nur einen Akteur, dann müssen die deuschen Unternehmen Schulden machen. Wie kriegt man sie dazu ? Indem wir ihnen ihre Gewinne wegnehmen, und dadurch Nachfrage-Perspektive im Inland bieten, wenn in Deut-schland die Löhne mal wieder steigen, stärker als vorher. Wenn die Besteuerung normalisiert wird, weg von 25 % Körperschaftssteuer, hin zu einer vernünftigen, die der Einkommenssteuer mindestens entspricht , und den Grenzsteuersatz noch etwas hochsetzen, und eine Vermögenssteuer einführen, und noch eine kleine BörsenUmsatzsteuer u ä . Dann werden die dt Unternehmen wieder investieren und nicht Geld H.Ackermann überweisen damit er „ein schönes Investment macht. Dann haben wir die Rückkehr zu ein -er normalen Marktwirtschaft : Wenn die Unternehmen investieren, weil sie sich Gewinne in 10 Jahren erhoffen, und niemand ihnen Gewinne in die Tasche steckt, ohne dass sie investieren müssen. Dann haben wir ein normales und global verträgliches Modell. Ob + wie ein umweltverträgliches Modell, das können wir noch diskutieren. Mit einem solchen Modell kann sich Dtschlnd in die internationale Arbeitsteilung einbringen ohne die internationale Arbeitsteilung zu zerstören. Und kann in Europa sich in einer Weise betätigen , wie Europa auch zukünftig eine Chance hat zu überleben. Wenn nichts passiert und in 3, 4 Jahren die EU-WährungsUnion auseinanderknallt, hat dies unglaubliche soziale und politische Folgen. Wenn Daimler, Porsche und Audi zumachen , wenn die Leute sagen Europa ist gescheitert, wo sollen wir hingehen.Sie werden nach rechts gehen, dahin wo ihnen nationale Lösungen versprochen werden, die es natürlich nicht gibt. Aber die wird man ihnen versprechen. Sie brauchen dann nur einen finden, der sie führt … - ein neues Modell für unsere Kinder . Wenn jetzt nicht bald die Kurve gekriegt wird zu einem anderen Wirtschaftsmodell in Dtsld Wenn in Europa der Pakt für Wettbewerb sfähigkeit geschlossen wird, und alle so mac hen sollen wie Dtschld – dann werden die andern Länder nicht gemerkt haben, dass sie in eine Falle laufen , die nicht zu einem guten Ergebnis führen kann. # Gegenüber dem Rest der Welt haben wir keine Chance unser Modell durchzusetzen Wenn ganz Europa versuch t den Gürtel enger zu schnallen, Überschüsse zu machen gegen den Rest der Welt, - dann haben wir Handelskrieg. Dann ist jeder Versuch der Kooperation ,wie er im G20 Prozess mit einigen vernünftigen Ansätzen läuft am Ende, und wir haben auch von daher Rückzug in die nationalen Kartenhäuser. Des- wegen muss man darauf beharren : Marktwirtschaft muss in einen Rahmen gesetzt werden wo insgesamt internatinal, national, sozial, ökologisch eine vernünftige Politik gemacht werden kann + die Menschen teilhaben können am Prozess . und die Menschen die Chance haben teilzuhaben. # Was ist im mittleren Osten passiert ? Es gab gewaltige wirtschaftliche Erfolge, Wachstumsraten, aber die Menschen dur-ften nicht teilhaben. Sie gehen auf die Barrikaden weil sie nicht teilhaben dürfen. Ägypten ist das Land mit der schlecht-esten Lohnquoten-entwicklung ungefähr international, die wir kennen. Wir schauen uns gerade die Zahlen an, In all diesen Ländern ist massiv umver-teilt worden, Das was dazu gekommen ist, die riesigen Erlöse aus Öl + anderen Quellen sind alle in die Taschen weniger geflossen und die Menschen haben nicht teil haben dürfen. Auch dieses Modell ist gescheitert. Wir scheitern gerade, weil wir in Europa mit der WährungsUnion einen konstitutionellen Rahmen geschaffen haben, den wir massiv verletzt haben.*Ohne diese WährungsUnion hätte das deutsche ExportModell nie funktioniert. Früher die DM hätte auf gewertet in 2, 3 Jahren hätte der Spuk ein Ende gehabt. Wir haben im konsti-tutionellen Rahmen den andern versprochen uns vernünftig zu verhalten, haben uns aber nicht ver-nünftig verhalten . Diese Unvernunft war zugleich die Nicht -Teilhabe der Menschen am Fort-schritt der Gesellschaft. Beides ist international und national unverträglich , und es muss geändert werden. Danke Fragen und Anmerkungen : Wir machen einen wahnsinnigen Ressourcen-Verbrauch , ist das überhaupt zu beantworten mit diesem rein finanzpolitischen Modell …? F : Die ökologische Frage bedeu -tet wir müssen Instrumente des Umsteuerns haben.Aber wir können umsteuern ,man kann die Wirtschaft in eine ganz andere Richtung bringen, wo wesentlich weniger Ressourcen-intensiv ist, wo wesentlich - 4 - weniger fossile Energie verbraucht, nur man muss es wollen das muss man über Preise umsteuern. Man muss aber sich und den Menschen klarmachen dass wir dann mehr von unserm Lohn, mehr von unserer Produktivität – die wir dann aber wenigstens bekommen – mindestens eine Zeit -lang mehr für andere Produkte / Produktion einsetzen müssen, andere Produkte kaufen als die wir gewohnt sind. Das ist kein Problem, das tun wir bei privaten Produkten jeden Tag. Wir bekommen von den Unternehmen neue Produkte aufgezwungen od. anerzogen, die wir vorher nicht hatten, die wir teils nicht brauchen, aber trotzdem kaufen. Genauso muss der Staat als Unternehmer für eine überlebensfähige Erde dafür sorgen, dass wir Produktionsverfahren + Produkte kaufen, die überlebens-verträglich sind. Das ist möglich nur wir müssen es tun, wir tun es aber nicht. Wir überlassen den wichtigsten Preis für fossile Energie, den ÖlPreis den FinanzMärkten, den Ackermännern dieser Welt. Der Öl-preis ist rein spekulationsgebundener Preis, hat nichts mit Angebot +Nachfrage zu tun .Wenn er übermorgen einbricht wieder auf 30 $ geht, dann sind unheimlich viele Investitionen für nicht-fossile EnergieVersorgungen obsolet. Wer hat von den verantwortlichen Politikern je gesagt, dass wir da eingreifen müssen? Dieser Preis darf nicht von Finanzmärkten bestimmt werden, diesen Preis muss man vom Markt nehmen. Er muss massiv von der internationalen StaatenGemeinschaft global bestimmt werden, damit wir ein anderes Wirtschaften bekommen. Das wird nur funktionieren, wenn trotzdem die Menschen in der Lage sind, das zu bezahlen. Sie sind nur dazu in der Lage wenn wir ihnen unsere technologische Errungenschaft in Form von höheren Löhnen ausbezahlen.[ s.Flassbeck „Marktwirtschaft des 21 . Jahrhundert“ die eine andere Marktwirtschaft sein soll ] Frage : Europäische WirtschaftsRegierung, - von wem wird sie dominiert, - wird sie auch die Erfolge erbringen die wir erhoffen? In Dtschlnd haben wir eine BundesRegierung, trotzdem gibt’s Disharmonien zwischen Län dern im Süden und im Nordern, + grosses Gefälle zwischen Ost- und West - ? Fl: Wenn wir nicht diese massive AuseineinanderEntwicklung im Verhältnis der Löhne zur nationalen Produktivität gehabt hätten, sehe ich keinen Grund warum die andern Länder nicht wirtschaftlich vernünftig über die Runden hätten kommen können. Aber wenn es so ist, dass in Südeuropa Länder in 10 Jahren ihre Wettbewerbsposition um 20 – 30 % verschlecht - ern, alle ihre Produkte um 20 , 30 % zu teuer sind im Verhältnis zu Deutschland Dann hat man ökonomisch keine Chance. Ökonomisch ist international eine eindeutige Regel: Wann immer ein Land überbewertet ist, seine Währung zu hoch ist um 20 – 30 % , verliert es dauernd Marktanteile, + der „Sieger“ im Wettbewerb der Nationen gewinnt dauernd Marktanteile. Da kann man nichts daraus machen , es funktioniert nicht. Wirtschafts-Regierung, da kann man streiten was das sein mag. Man braucht nicht so weit zu gehen wie eine Wirtschafts -Regierng Zunächst muss man diese zentrale Frage hinkriegen : WährungsUnion heisst : ich habe einheitliche Inflations-rate, habe einheitliche Preise, in einer einheitlichen Währung. Das fundamentalste dieser WährungsUnion haben wir nicht hingekriegt. Der Haupt-Sünder daran ist Dtschlnd, weil es massiv gegen diese Regel verstossen hat wenigstens 2% Inflationsrate über die Löhne darzustellen. Deswegen sollte man pragmatisch erst mal diese zentrale Frage der Währungs-Union lösen, dann kann man sehen ob man noch weitere Regelungen braucht. Frage ? - Warum ist das noch nicht angekommen ? Deutschland muss anfangen mehr als national zu denken, international zu denken, wenn es in einer EU-WährungsUnion sein will, dann muss es für andere Länder mitdenken, und das geht anders, als man es im Augenblick tut . Fl: Sie haben recht. Wenn Sie sich immer nur auf das ´Soziale´ zurückziehen, sind sie in einer schwachen Position, dann kommt der berühmte Spruch, „Sozial ist was Arbeit schafft“ - Wenn niedrige Löhne Arbeit schaffen , wie kann man dann dagegen sein ! Deswegen muss man sagen : Nein, niedrige Löhne tun das Gegenteil zu „Arbeit schaffen Der Satz müsste umgekehrt lauten : „Was sozial ist schafft Arbeit“ das ist anderer Zugang. Dann läuft man nicht in die Falle, dass man sich aus den Wirtschaftsfragen völlig raushält, -` da haben wir keine Ahnung von, - das überlassen wir den Unternehmern`. - Das ist eine völlig falsche Strategie. Man muss diese Wirtschaftsfragen aufnehmen, selbstbewusst sagen :wir haben eine andere Auffassung / Überzeugung dazu. Nicht nur sich an der sozial-en Frage festhalten. Was kann man heute und hier tun ? Fl: Zunächst Bewusstsein wecken, die Zusammenhänge erklären, um weiterzu kommen. Dann dafür werben dass mehr Menschen sich engagieren vielleicht auch auf die Strasse gehen für solches Ziel. Das tun sie nur, wenn sie begreifen, wie vital wie zentral diese Enstscheidung ist, wenn wir diese Entscheidung nicht treffen. Das wird durch die Medien voll zurückgehalten. Schauen Sie was die Leitmedien Quatsch schreiben → dass alles eine Frage von öffentlichen Haushalten ist,- dass selbstverständlich ist dass die Griechen ihre Schulden runterfahren müssen und können ohne Probleme , [wir mussten als Krise war, unsere Schulden hochfahren, wieso können das die Griechen umgekehrt machen ? ] Das ist alles Lüge, und Manipulation aus unterschiedlichen Gründen # das in den Wirtschaftsredaktionen konservative und nach dem Mainstream ausgebildete Leute sitzen, die nach dem Mainstream ausgerichte sind, # es ist eine politische Manipul-ation derer, die versuchen ihre Haut zu retten, weil sie sagen, wir haben alles richtig gemacht # + die Lobbyarbeit der deutschen Export-Industrie : es sind wenige riesige ExportUnternehmen, die vor allem davon profitieren [ nicht die ganze Wirtschaft]Die Unternehmen, die den Binnenmarkt beliefern sind gekniffen, wie die Arbeitnehmer. Hier muss man mobilisieren . Man muss versuchen über Parteien, über Nicht-Regierungs-Organisationen und andere Wege versuchen genügend politische Resonanz zu bekommen und vielleicht politisch was verändern kann. 46´ Frange : Warum schaffen wir uns hier ab an Zahlen, aber ne` Reihe von Ländern sehen das völlig anders , das wird hier aber nicht diskutiert ? Fl: Es ist unglaublich, dass es gelingt. Das zeigt , dass wir eine Medien-Vereinnahmung durch die Politik haben, oder die Medien sich selbst-vereinnehmen in bestimmten Fragen , - die WirtschaftsRedaktionen, - dass die kritisches Denken ab-schalten. # In Brüssel wird nicht in erster Linie das Haushaltsproblem diskutiert, das in den deutschen Medien dominiert. Es wird auch nicht in erster Linie diskutiert , dass Griechenland an allem Schuld ist. In Brüssel gibt es mindest 2 gleich-berechtigte Wege. Schauen sie an wie die Interviews von JeanClaude Junker sich veränderten. Das zeigt wie kritisch dieser Mann mittlerweile ist. Weil er sieht, dass Deutschland Europa in einer absolut vitalen Frage blockiert : „Wir haben ein -5 - grosses Problem in Europa, - das Wettbewerbsfähigkeits-Problem, und wir haben ein anderes , das Haushalts-Problem.Wir müssen erst mal das grosse Problem lösen, bevor wir uns dem anderen zuwenden“ Das ist in den deutschen Medien überhaupt nicht vorgekommen. Am nächsten Tag stand davon nichts in den Medien. Das war eine Riesen-Veranstaltung mit 3000 Bankern in Frankfurt. Dass Brüderle und Frau Merkel jetzt höhere Löhne wollen, zeigt nur , unter welchem inter -nationalen Druck sie stehen . Dennoch gelingt es Ihnen, das aus der deutschen Diskussion voll rauszuhalten, - ausser dass sie ein paar flapsige Sätze fallen lassen `die Löhne müssen auch mal steigen´ Das zeigt Ein-Nordung unserer grossen Medien. Es gibt wenige Ausnahmen: Frankfurter Rundschau schreibt mal was anderes, Financial Times Deutschland, das wars dann auch fast.Und die Junge Welt´ natürlich, - aber das sind Randmedien.In den LeitMedien kommt es nicht vor. Die FAZ schreibt über das Thema „Wettbewerbsfähigkeit in der EU“ nur, wenn sie gleichzeitig jemand hat, der sagt: ´das ist Unsinn´. z.B. Wenn der SachverständigenRat sagt: das ist falsch was Brüssel diskutiert, dann steht in der FAZ : ´die Sachverständigen haben recht, dass es falsch ist` Die Leser wissen gar nicht dass es diskutiert wird, weil sie nicht darüber geschrieben haben. Diese Schizophrenie halten die durch. Frage : „Beggar my neighbour -policy“. Ich mache meinen Nachbarn arm. Das war die Konsequenz der Depression , dass die Länder in nationalistische Handelspolitik eintreten + versuchen ihre Marktanteile alleine zu sichern. Hat nicht die Diskussion darüber zu Bretton Woods geführt, und zu Neuordnung der NachkriegsZeit ? warum sprechen wir es dann nicht aus ? 2. Die Rolle der Bank für intenationalen . Zahlungsausgleich, die verschiedenen Basel? 3. Ist es nicht möglich [ohne ihre Konsequenz rauszunehmen denn das muss sich ändern ]einen Shortcut zu machen, ein grosses Entschuldungs-programm Fl : Das ist genau das Problem der Entwicklungspolitik , viele Jahrzehnte gewesen. Wir bringen die Entwicklunsländer genau in die Position, dass sie sich verschulden, dass sie aus dieser Situation nicht mehr rauskommen. Anstatt ihnen die Möglichkeit zu geben , durch eigene Anstrengung rauszukommen, - durch Überschüsse machen → die wir auch zulassen müssen, entschulden wir sie lieber. (wie im Fall Griechenland jetzt auch ) + machen so weiter wie bisher] denn wir müssen unser Verhalten überhaupt nichts ändern [ In 10 Jahren stehen sie wieder da, müssen wieder entschuldet werden.) Fl: Wir müssen begreifen – Handel ist keine Einbahnstrasse, ist immer eine Zwei /Mehrbahn -strasse. Freier Handel ist auch kein Naturgesetz . Niemals kann ein Land, das in der Ecke steht, das nicht mehr weiss was es tun soll, daran hindern Importzölle zu erheben. Selbst in der EWU Dann können sie schreien, vor den Gerichtshof gehen – das ändert nichts Staaten tun in verzweifelten Situationen das was sie tun müssen um zu überleben, - und nicht das was in internationalen Verträgen steht. Wir müssen begreifen, wie Wirtschaft überhaupt geht. Zumindest seit dem Ende von Bretton -Woods hat es Deutschland nicht begriffen worum es geht. - Ich habe die Situation in den 70er Jahren erlebt, in den 80er Jahren, immer wieder haben wir die gleiche Situation.* Jetzt haben wir eine Chance, im Rahmen der G20 , Diskussion über neues Weltwährungssystem. Selbst die USA haben zugestanden, dass wir ein neues mulitlaterales System brauchen, bei dem die Überschüsse reduziert oder begrenzt werden. Frage: Was können wir von der Schweiz lernen? Fl: Die Schweizer Gewerkschaften haben relativ flächendeckend ein hohen Mindestlohn durchgesetzt. -zwischen 16 u 18 Sfranken das ist ~ 14 Euro . Das ist also ohne Problem möglich. Es gibt auch keine ökonomischen Gründe gegen Mindest-lohn -[ niemand kennt die Produktivität der Gering-Qualifizierten ]- das ist eine Frage des politischen Willens und des ökonomischen Grundverständnisses. Das hat nichts damit zu tun, ob dann 500 000 Arbeitslose dann entstehen, oder 5 Millionen, - das ist Quatsch, das rechnet Herr Sinn aus, das ist keine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage # Man muss sich auch beschäftigen mit : wie wir unsere Gewerkschafts-Bewegung wieder reanimieren, dass sie in der Lage ist, die Position durchzusetzen, die wir brauchen. Die Gewerkschaft ist massiv geschädigt worden - ist geschwächt worden in den letzten Jahren .Ich rede immanent von einem funktionierenden Marktsystem, dafür brauchen wir einen FlächenTarirf-Vertrag. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit - kann man als sozialen Grundsatz ansehen, - es ist aber einer der wichtigsten ökonomischen Grundsätze, dass die Unternehmen für gleiche Arbeit, gleichen Lohn bezahlen. Sie müssen über die Produktivität konkurrieren, nicht dadurch das der eine besser ist im Würgen seiner Arbeiter als der andere. Immer nur ans„Soziale“ zu appellieren das tropft von vielen ab, weil sie sagen, der hat keine Ahnung von Wirtschaft, versteht nicht dass Marktwirtschaft Wettbewerb ist. - Nein: Marktwirtschaft ist nicht einfach Wettbewerb , Marktwirtschaft ist Produktivitäts-wettbewerb wenns richtig geht. Nicht Lohn-Wettbewerb, wer kriegt die Löhne besser runter, Es ist auch kein Wettbewerb wenn die Steuern stärker gesenkt werden als das Nachbarland. # Den orthodoxen Ökonomen (in Freibrg) muss klargemacht werden : Das normale Bankgeschäft trennen vom Spekulat -ionsgeschäft. [USA hatte das nach der Weltwirtschaftskrise früher eingeführt Obama kon nte das leider nicht gegen die Lobby der Banken durchsetzen] Bankgeschäft ist dort spekulativ wo Leute mit Rohstoffen, Nahrungsmitteln,Währungen, Aktien massiv Casino spielen. -und zwar mit geliehenem Geld.Das müs -sen wir dadurch unterbinden, dass sie sich nicht mehr Banken nennen dürfen, und die Richtigen Banken, die die vom Staat unterstützt werden diesen Leuten keine Kredite mehr geben dürfen. Für Casino darf es kein Kredit geben, darf es nur eine Eigen-kapitalgrösse geben die richtig ist : 100 % Ins Casino gehen, niemals mit geliehenem Geld . Aber worüber diskutieren wir im Augen -blick, wir diskutieren im Rahmen der G20 um eine Erhöhung der Eigenkapitalquote auch für solche Geschäfte von 8 auf 9 oder 10 % . Das ist absolut lächerlich, da sind wir unendlich weit von einer richtigen Lösung entfernt. Warum dürfen Banken nicht ins Ca-sino, und keine Kredite dafür geben.- Banken sind ein hochsubventioniertes Geschäft.Wenn sie Bank sind, dürfen sie bei der Zentralbank. -bei der Europäischen Zentralbank ein paar Wertpapier aus ihrem Tresor , in den Tresor der EZB legen, und die EZB gibt ihn-en Geld praktisch für nichts. Und wird von diesem Geld nur das einfachste gemacht, - Staatsanleihen, deutsche Staatsanleihen ge-kauft für 3,5 % , dann haben sie vom Staat Geld gekriegt, und dafür, dass sie es dem Staat wieder zurückgegeben haben (Anleihe) kriegen sie 2,5 % Zinsmarge für nichts. Geld ohne Risiko für nichts. Und das ist durch nichts zu rechtfertigen. Das ist nur gerechtfertigt, wenn man diese Banken dazu verpflichtet, der Gesellschaft einen vernünftigen Dienst zu erweisen, - der einzige ist : hinter-herrennen hinter richtigen Investoren, die richtige Projekte machen, die Arbeitsplätze schaffen und die finanzieren. -7 -
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INTERNSTIONALE KAMPAGNE FÜR NACHHALTIGEN BANANEN & ANANASHANDEL
INTERNSTIONALE KAMPAGNE FÜR NACHHALTIGEN BANANEN & ANANASHANDEL Bananen und Ananas für europäische Supermärkte werden oft von ArbeiterInnen produziert, die keine existenzsichernden Löhne bekommen und entlassen werden, wenn sie einer Gewerkschaft beitreten. Exportfrüchte werden hauptsächlich auf riesigen, monokulturellen Plantagen angebaut, deren Vermarktung werden von grossen Fruchtkonzernen wie „Chiquita“, „Dole“ und „Del Monte“ kontrolliert. Die europäischen Supermärkte wollen möglichst billige Früchte. Aber Millionen Menschen in Lateinamerika, Afrika, der Karibik oder Südostasien sind von diesen Handel abhängig. Die wahren Produktionskosten tropischer Früchte werden von den ArbeiterInnen, ihrern Familien und ihrer Umwelt bezahlt. Das wollen wir ändern: gemeinsam mit „Banana Link“ aus Grossbritannien, „Peuples Solidaires“ aus Frankreich und „Spolecnost pro Fairtrade“ aus Tschechien, mobilisiert „BanaFair“ europaweit Unterstützung für faire und nachhaltige Bedingungen in der Produktion und im Handel von Bananen und Ananas. Als KonsumentInnen haben wir die Macht, Supermärkte, Fruchtunternehmer und Regierungen zu beeinflussen, damit existenzsichernde Löhne und Preise auf den Plantagen gewährleistet werden, sowie die Einhaltung von Arbeitsrechten, einschliesslich des Rechtes, sich in unabhängigen Gewerkschaften zu organisieren, als auch für den Schutz der Umwelt und einer Verringerung des Einsatzes hochgiftiger Pflanzenschutzmittel zu sorgen. Die Internationale Kampagne für nachhaltigen Bananen- & Ananashandel könnt ihr unterstützen! www.makefruitfair.de
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