Global countdown I , zum Klimawandel
from freie-radios.net (arbeitsweltradio)
Klima-Wandel , Der globale Count-Down I Radio Dreyeckland Mi 29 Febr 2012, 19 uhr Do 11 uhr auch RDL.de livestream , Der globale Count-Down I II III auch www.freieradios.net + Kontakt → [email protected] Jingle und Anmod o+1 Lange Zeit herrrschte Fortschritts-Optimismus, und Umweltschutz-politik gibt es schon einige Jahrzehnte. Sie kümmerte sich um NaturSchutz, Lebensraum der Kondore, um die KorallenRiffe, Feuchtraum-Gebiete usw. Später kam die Qualität der Luft, Gewässer, Böden hinzu. Gesetze zur Schad-stoff-Begrenzung wurden durchgesetzt.Verbot besonders gesundheitsschädlicher Substanzen, Filterung von Abgasen und Abwasser, Umgestaltung einiger Produktions-Prozesse → Nach 25 Jahren waren die Schaumberge von den Flüssen verschwunden und die industriellen BallungsRäume wurden sauberer. In den 1980 er Jahren glaubte man an ein Paradigma - „ Die Wirtschaft soll zuerst wachsen, später kümmern wir uns um die Umwelt.“ „Die Länder starten arm und sauber, dann kommt die Industrialsierung, sie werden reich und schmutzig, und wenn sie reich genug sind, um sich den teuren Umweltschutz leisten können, werden sie reich und sauber“ → ein Happy-End ? Dieses Paradigma kann für die globalen Umwelt-Probleme heute nicht gelten. Die lokale Schadstoff-kontrolle ist nur ein sehr begrenzter Teil der ökologischen Realität. Verlust der Bio-Diversität und Klima-Wandel folgen einer völlig anderen Logik. Die „reichen und sauberen“ Länder sind diesbezüglich die grössten Verschmutzer. Der sogenannte „Co2-FussAbdruck“ und der „ökologische Fussabdruck“ steigt mit wachsendem Wohlstand. O+1 Heute ist die Aufgabe : → die Umwelt als Grundlage des Lebens zu retten, und das weltweit , bis in die Stratosphäre hinein. In unserem 21. Jahrhundert hat die Menschheit die Möglichkeit ihre eigenen Lebensgrundlagen zu vernichten.. Es braucht tief greifende Veränderungen quer durch alle Gesell-schaften, Kulturen , und Wirtschaften. Es braucht Veränderungen die vor dem Desaster retten können, und zugleich die Lebensqualität , und das soziale Miteinander, und die Gerechtigkeit erheblich verbessern. 2´48 O+2 Das „Weiter-So“ - „Business as usual“ , würde zu einer Verdoppelung der jährlichen Co2- Emissionen bis 2050 führen. Alle EffizienzSteigerungen , die Ressourcen sparen und Umwelt und Klima schützen sollten , würden durch zusätzlichen Konsum aufgefressen. Diese wäre die falsche Richtung: → Steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde um 4 ° C, würden Ernten vertrocknen, Wasser-Reserven schwinden, es gäbe verheerende Überschwemmungen und Stürme, und der Meeresspiegel würde gefährlich ansteigen. In der Folge gäbe es Zerrüttung von Infrastruktur und Zivilisation, Zerfall von Städten. Die Erd-Erwärmung über + 1,5 °C ist jetzt schon nicht mehr verhinderbar. Wenn wir die Co2 – Konzentration auf 450 ppm (parts per million) Anteile in der Luft stabilisieren wollen, müssen wir die Emissionen um den Faktor 2,5 reduzieren. O+1 Seit dem Einbruch der Finanzmärkte und Weltwirtschaft 2008 ist Kapitalismus-Kritik in vieler Munde.Die de-regulierten Finanzmärkte brachten verheerende Auswirkungen. Nach neuen Regelungen wird von vielen Köchen gesucht, die Widerstände gegen effiziente Veränderungen sind riesig, die Mass-nahmen sind schwach. O+2 Auch für die Umwelt brauchen wir wirtschaftliche Regulierungen, die verhindern, dass das Kapital in zerstörerische Aktivitäten wandert, statt in wertschaffende Aktivitäten, die Natur und ÖkoSysteme erhalten. Die kapitalistischen MarktMechanismen erlauben den Preisen nicht, die ökologische Wahrheit zu sagen. Externe Kosten werden nicht eingerechnet, - sie werden über den Staat vergesellschaftet, und die Bevölkerungen müssen dafür aufkommen. Märkte sind da schlecht und oft kontraproduktiv, wenn es um die Sicherung und den Schutz öffentlicher Güter geht, und wenn es darum geht, den Fortschritt in eine langfristig nachhaltige Richtung zu lenken. O+2 Wir brauchen adäquate rechtliche und (moralische) diskursive Rahmenbedingungen , Beteiligung von engagierten Bürgern, Zusammenarbeit der Instanzen der Zivilgesellschaft und der internationalen Staaten-Gemeinschaft. Wir brauchen permanente Auseinandersetzung mit Märkten, Technik, Invovat-ionen und Konsum. Wir brauchen Wachheit und Engagement gegen Zerstörung, und Verschleppung von notwendigem Wandel. Technik, Infrastruktur, Recht, AlltagsGewohnheiten, Bildung sollen so zusammenwirken können, dass Wirtschaft und Ökologie; Ressourcen-Schutz, und Klima-schutz gleichzeitig möglich werden. - 1 - 5´20 - 6´05 ~ ~ ~ ~ m 1 cut südosteurop blues ´45 sec o+ 2 Der Klimawandel bedroht 100 derte Millionen Menschen der Länder des Südens mit Dürren, Überschwemmungen, Bodenverlust, Hunger, instabiler Landwirtschaft, Vertreibung Die.Wahrnehmungs, Deutungs- und Problemlösungs-formen hinken gnadenlos hinter den Notwendig-keiten zu Handeln hinterher. Die Konzerne der Energie-Versorgung und energie- und fossil- intensiven Produktionen blockierten den Energie-Umstieg. Die Regierungen versagten bei der Regelung der Krisen und Raubzüge der Finanzwelt und der Schaden-bringenden Kapitalismus-Ausrichtung auf Wachstum und Renditen, Externe Kosten werden in Markt – und Wirtschafts-Kalkulationen nicht einbezogen. Das müssen die Bevölkerungen ausbaden. Weitläufig hält sich auch der Glaube, dass der westliche Lebensstil mit der bedenkenlosen Ver-Nutzung von extern bezogenen Ressourcen globalisierungsfähig sei. Statt der notwendigen Senkung des Aus-stosses von Co2 steigen die Klimagas- Emissionen weiter o+ „Die Leute meinen: Über den Klimawandel müssen sich spater mal unsere Kinder Sorgen machen“, - nein.Klimawandel ist jetzt ! → Eine Beschränkung auf 2 °C Erwärmung ist bei der gegen-wärtigen Entwicklung aber schon nicht mehr erreichbar. Die Zeit läuft davon im globalen Coutn-Down. O+1 „Die Welt ist nicht mit einer Umweltkrise, einer Entwicklungs- und einer Energiekrise konfrontiert, sondern diese Krisen verschmelzen zu einer einzigen : „Klimawandel“. sagt die norwegische Politikerin Gro Hartem Brundtland - # Klimawandel das sei, „die Summe aller Fehler“. urteilt die indische Umweltschützerin Sunita Narain. Vermutlich sogar ihr gemeinsames Vielfaches. Der „fortschrittliche“ Teil der Menschheit hat sich auf ein Wirtschaftssystem geeinigt das dem Grund-gesetz aller lebenden Systeme widerspricht: → der „Syntropie“ , das heisst der bestmöglichen Aus-nutzung der ständig eintreffenden Sonnenenergie“ o+2 Die Erwärmung der Erde steht mit anderen Ressourcenkrisen in enger Wechselwirkung und geht teils auf die gleichen Ursachen zurück. Die Verbindungen und Rückkopplungen müssen aufgezeigt und mitgedacht werden.„Wir leben weit über unsere Verhältnisse“ Die Weltbevölkerung ist jetzt derart gross, dass die Mengen an Ressourcen, die sie zum Überleben braucht, das Angebot übersteigen. Vor allem der reiche Teil der Menschheit beansprucht übergrosse Anteile der öffentlichen Güter für sich. meldet der 4. Bericht des Umwelt Programms der Vereinten Nationen (UN EP) o+1 Der Klimawandel kann Entwicklungserfolge zunichtemachen und neue Infrastrukturen erzwingen, mit immensen Anstrengungen zur Anpassung an die neue Lage, o+2 Ausgerechnet die, die an der Entwicklung von Wirtschaft und Technik nicht teilhaben können, diese Abgehängten, die den Klimawandel am wenigsten zu verantworten haben, sind die ersten Opfer, sind von den Folgen der ErdErwärmung am heftigsten betroffen. Sie müssen die Konsequenzen ertragen, die sich aus der EnergieVerschwendung der Reichen, auch in ihren eigenen Ländern, ergeben. → Ihnen muss geholfen werden mit dem Schutz ihrer Lebensräume, mit Energie- und Anbau-Alternativen und mit Versicherungen. Ihren Ländern muss dabei geholfen werden, sich von vorneherein emissions-arm wirtschaftlich zu entwickeln. O+1 Wird die doppelte historische und aktuelle Ungerechtigkeit nicht ausgeglichen, dann wird es langfristig keinen Frieden mehr geben. Schon heute kommt es zu einer neuen Selektion zwischen Begünstigten und Überflüssigen : Überflüssige werden als Bedrohung der bisherigen Lebensverhält-nisse ausgegeben ,232 Die MenschenVerachtung zeigt sich.an Europas Südgrenzen: Die ausge-mergelten, total erschöpften Männer und Frauen aus Afrika, die in zusammengeflickten Booten ver-suchen, die Strände Spaniens, Griechenlands oder Italiens zu erreichen, werden nicht selten zurück-gestossen. Griechische und italienische Grenz- und Marinesoldaten zwingen regelmäßig leck-geschlag-ene Flüchtlingsboote auf hoher See zur Umkehr, setzen Flüchtlinge auf unbewohnten Inseln aus, ohne Wasser und Nahrung, oder lassen sie einfach so ertrinken, berichteten die Organisationen Pro Asyl und Amnesty International. ,233 - 2 - 9´28 - 10´40 ~ ~ ~ ~ ~ ~ m 2 cut afrikan voc blues o+2 Erscheinungen Die Häufung von Ereignissen und ihre grössere Intensität kann dem Klimawandel zugeschrieben werden, das ist unter den Experten , des KlimaRats der Vereinten NationenIPCC inzwischen unbestritten. O+1 : Im Jahr 2007 : O+1 China : in 80 chinesischen Bezirken ist über Monate das Trinkwasser rationiert. Reis kann nicht angebaut werden. O+2 Bangladesch, ein Zyklon fordert im November tausende Tote. O+1 Südostasien 30 Millionen Menschen werden von sintflutartigem Monsunregen und Überflutung -en getroffen, das Wasser zerstört ihre Hütten und reisst fruchtbaren Boden mit sich. O+2 Mittlerer Osten : Vor den Küsten Irans und Saudi-Arabiens tobt der erste jemals aufgezeichnete, , tropische Zyklon im Arabischen Meer. O+1 Türkei : Im August muss in Ankara wochenlang das Wasser rationiert werden. O+2 Afrika Wetterkatastrophen in Mauretanien Uganda Togo Sudan treffen 1,7 Mill Afrikaner, o+1 Mexiko , der Bundesstaat Tabasco steht Ende Oktober unter Wasser o+2 Dominikanische Republik steht zu drei Vierteln unter Wasser. O+1 Australien ist schon im sechsten Jahr, in einigen Landesteilen bereits im zwölften Jahr der Trockenheit , .. ausgeliefert. In einer der grössten Kornkammern der Welt ist das Flusswasser vielerorts bedroht von Ver- .. schlammung und Veralgung. # Die australischen Bauern ernten nur halb so viel Getreide wie früher. O+2 Kanada, Bundesstaat Alberta, British Columbien: Der Borkenkäfer, „mountain pine beetle“ verwandelt prächtige Kiefern in rostrote Gespenster, nadellose Gerippe recken nackte Zweige in den Himmel . Flächen von der Grösse Bayerns sind bereits vernichtet. Sie fallen als grüne Lunge und Wasserspeicher aus.Der Käfer frass sich weiter in Richtung Rocky Mountains vor. Früher blieben Populationen solcher Schädlinge durch Winter bis zu minus 20 Grad begrenzt. Aufgrund steigender Temperaturen ist die Vermehrung der Insekten ausser Kontrolle o+1 Europa: Im Januar tobt der Orkan Kyrill, England erlebt im April hochsommerliche Temperaturen, im ….. Juli im Norden die schwersten Überschwemmungen seit 70 Jahren, im Süden die schlimmste Trockenheit. . , o+2 Ein Sprung ins Jahr 2012: In Mexiko gibt es die schwerste Dürrekatastrophe seit 70 Jahren. Die Ernte-ausfälle des vorigen Jahres sind vor allem auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Hälfte aller Land-kreise und rund 1,4 Millionen Hektar sind betroffen.3,2 Millionen Tonnen Mais, 600.000 Tonnen Bohnen und 60.000 Stück Vieh gingen verloren. Im Südosten sind viele Menschen der indigenen Bevölkerung ohne ausreichende Nahrung .Mindestens sechs Angehörige sind schon verhungert. (q 120131pcl) [ + extract aus Vandana Shiva ] ( u U mod o+2 + O.Ton ) 13´38 - 14´23 ~ ~ ~ ~ ~ ~ m 3 cut Dikanda , Sturm o+2 2007 war das Jahr der Gewissheit. Der IPCC (Intergovcrnmental Panel on Climate Change) Klimarat der Vereinten Nationen, hatte 29 000 Datenserien aus 75 großen Einzelstudien analysiert; von 2500 wissenschaftlichen Gutachtern aus 130 Ländern. ,221 die Diagnose :„Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig“ und : der Klimarat korrigierte alle früheren Prognosen deutlich nach oben Um 0,74 Grad Celsius ist die globale Durchschnittstemperatur bereits gestiegen gegenüber dem vor-industriellen Zeitalter Regional ist der Zuwachs noch höher. In der Arktis das Doppelte → 1,5 ° Grad. 1996 bis 2007 waren 11 von 12 Jahren die wärmsten seit Beginn der Temperaturmessungen o+1 Zum ersten Mal, seit es Aufzeichnungen gibt, war die Nordwestpassage in der Arktis im Spät-sommer 2007 komplett frei von den mächtigen Eis-Schollen ,222 o+2 die weitere Erwärmung um 0,9 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts wäre selbst dann nicht mehr aufzuhalten, wenn die Emissionen von einem Tag auf den anderen gestoppt werden könnten. Denn das Klima reagiert äusserst träge und spiegelt die Auswirkungen längst vergangener Aktivitäten und Emissionen. O+1 0,9 Grad wärmer, das bedeutet laut IPCC # Gletscher werden schmelzen, # die Meeresspiegel steigen an, # Überschwemmungen, # Hurrikane.# Missernten und Dürren häufen sich Die # NiederschlagsVerteilung wird sich weltweit verändern, # Schädlinge und # neue ansteckende Krankheiten breiten sich aus . O+2 # Schon bei Temperaturanstieg um 2,5 Grad wären 1/3 der Arten vom Aussterben bedroht. O+1 # Im schlimmsten Fall kann die Durchschnitts-Temperatur bis Ende des Jahrhunderts um 6 Grad steigen Dann wäre die Erde eine andere Erde, mit anderen Küstenlinien, Klimazonen, + radikal dezimierter Lebenswelt. - 3 - O+2 Das Schmelzen der Gletscher und Eiskappen hat längst begonnen o+1 In Afrika, Kenia : Der Mount Kenya ist jetzt nicht mehr „Kirinyaga“, „Berg mit der weissen Feder-haube“, / SchneeHaube o+2 Südamerika: In den Anden ist durch das Abschmelzen der Eiskappen und Gletscher die stete Wasser-Versorgung für 77 Mill Menschen gefährdet. Lima die Hauptstadt von Peru wird auf Dauer seine 8 Mil -lionen Menschen nicht mehr mit Wasser versorgen können. [Lima könnte die erste Stadt sein, die wegen des Klima-Wandel aufgegeben wird ] Die Polizei bereitet sich für diesen Fall, auf Bürger-kriegs-ähnliche Zustände vor . q tv-splflm O+1 Auch in Europa, in den Alpen schmelzen die Gletscher . O+2 In Grönland : schmelzen die Eis-Schilde sichtbar beschleunigt ab - Besichtigungen von Politikern als medienbewusste Arktis-Touristen gibt es von Ban Ki Moon bis Angela Merkel O+1 In Tibet, in Nepal, in Indien : Wenn die Eiskappen der 2500 Km weiten Himalajakette schmelzen, steigen die Wasserspiegel der Himalajaflüsse, überschwemmen, und reissen fruchtbares Land mit sich – gerade dort wo Menschen besonders dicht siedeln.( Und nach dem Abschmelzen des Eises, - dann würde das Schmelzwasser aus den Gebirgen sich minimieren). Die sieben grossen Flüsse Asiens könnten in 20 , 30 Jahren , in den trockenen Monaten zu Rinnsalen verkommen. (nur noch der Monsun wäre eine Quelle //) ) Bisher schmelzen diese Eispanzer im Sommer langsam, - so war kontinuierlich Wasser vorhanden. Jetzt müssen die Menschen dieser Region im Frühjahr grössere Überschwemmungen erleiden. Das Wasser versickert und die restliche Zeit des Jahres reicht der Süsswasser-Nachfluss zur Versorgung nicht aus. Auch steigt Salzwasser die Flüsse hoch, weil der Gegendruck fehlt. (q tv-spflm) Wenn der Ganges, der Brahmaputra, der Huang Ho, der Jangtse, der Indus, der Mekong , der Salween die Felder Asiens nicht mehr speisen, wäre das „ein „schlimmer Destabilisierungsfaktor“ [sagt Malini Mehra vom indischen Centre for Social Markets]. ,238 Dann werden sich die Menschen in Bewegung setzen. Wohin sollen sie gehen ? - Welche Gemeinschaften werden sie aufnehmen wollen?« UNEP-Chef Steiner warnte vor ÜberlebensKämpfen und MassenFluchten infolge des KlimaWandels.,237 Aus Angst vor Klima-Flüchtlingen aus Bangladesh hat Indien jetzt einen 3 000 km langen bewachten Grenzzaun errichtet “(q tv-splflm)/ 18´00 – 18´12 ~~ ~ ~ ~ ~ m 4 Trenner Dikanda sturm o+2 Überflutungen: Bangladesch, weite Teile des Landes werden schon jetzt immer häufiger vom an-schwellenden Wasser-spiegel der Flüsse und Meere überschwemmt, in Zukunft womöglich verschlungen. Millionen von armen Menschen in Bangla-Desh werden Opfer sein. Sie werden ihre Hütten, ihre wenige Habe, ihr Zuhause , und vielfach auch ihr Leben verlieren. Zwei Drittel der Weltbevölkerung lebt in Küstennähe. Hochverdichtete Wohnquatiere, Hafen-Anlagen, Infrastrukturen für Energie, Verkehr, Industrie, Tourismus sind gefährdet. 18´46 - 20´02 m 4 cut , bombay the hard way, dj shadow o+1 Dürre, Austrockung , Land-Verlust, Desertifikation, Wüstenbildung, [ Immer schneller werden Teile der Welt zu Staub ] In den 1990ern wurden knapp 3440 km² pro Jahr zu Wüste , mehr als doppelt so viele Flächen als in den 70 Jahren. Bis Ende des Jahrhunderts drohen sich einige südliche Regionen in Wüsten zu verwand -eln, auf dem nord-amerikanischen Kontinent, im Mittelmeerraum von Südspanien bis zum Peleponnes. Im Südlichen Afrika :→ kann die Hälfte der ärmsten Länder durch Austrocknung ein weiteres Fünftel ihrer kargen Getreideproduktion verlieren. Ihre Abhängigkeit von Importen steigt dann.Die Zahl der Unteremährten steigt,- und sinkt nicht, wie in internationalen Verträgen versprochen. ([ → Ziegler exkurs ]) Infolge höherer Temperaturen des Indischen Ozeans werden sich die Dürren in Teilen Afrikas ver-schlimmern. Die Austrocknung rührt “bis zu einem gewissen Grad von der, vom Menschen ver-ursachten Erderwärmung her“ erklärte Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon ,215 Die reichen Staaten sind mitverantwortlich für das Geschehen . O+2 Die durchschnittliche jährliche Regenmenge in der Region Darfur, Sudan ist in 20 Jahren um 40 % gesunken, sie nimmt weiter ab. Die Wüste dringt nach Süden vor, seit 20 Jahren mit immer grösserem Tempo. Die ohnehin kurze Regenzeit fällt manchmal ganz aus, und wenn der Regen dann nach langer Trockenheit, zu-rückkehrt, werden grosse Teile des fruchtbaren Schwemmlandes fortgewaschen. Die uralten Regeln werden ausser Kraft gesetzt, nach denen Ackerbauern und Viehzüchter seit jeher in Frieden miteinander gelebt, Boden und Brunnen geteilt und einander mit allem Nötigen versorgt hatten. Die Bauern stellen Zäune auf, verweigern durchziehenden Hirten und Kamelzüchtern den Zugang zu ihren Weiden. Das Land reicht nicht mehr für alle – Kleinbauern und Hirten waren gezwungen, in bereits dicht besiedelte Regionen abzuwandern. - 4 - O+1 ÜberlebensKämpfe und MassenFluchten Der KlimaWandel verstärkt schon existier-ende ökologische Probleme → Austrocknung, ausgeräumte Landschaften, trockene Böden fördern dann - die Überhitzung ← > Transgene Rapssorten mit höherem Ölgehalt, und genmanipulierte Sorten sollen Energiepflanzen ertragreicher und anspruchsloser machen. Der Anbau scheiterte bisher an der Opposition der Landwirte. Die bangen um ihre Kunden. Zur Zähmung der Widerspenstigen forderte die Bundeskanzlerin in einer Regierungs-erklärung von den Bürgern im Interesse von „Energiesicherheit und Klimaschutz“ „ein etwas unbefangeneres Verhälrnis zur Gentechnologie“ Wenn es um die nachwachsenden Rohstoffe gehe „dann müssen wir Vorreiter sein“ ,309 Die Interessen des GetreideSektor und des MobilitätsSektors fliessen ineinander und treiben die bodenzerstörende Industrialisierung der Landwirtschaft zur Spitze. Hier gedeihen „nachwachsende Monopole“ und eine Risikotechnologie bekommt im Zeichen des Klimaschutzes ein Ökoimage. ,308 50´12 - 50´40 ~~ ~~ ~~ m 9 vivaldi cover , sturm o+1 globale Co2 - Emissionen : Allein die USA stossen heute pro Jahr fast 25% der globalen Co2-Emissionen aus. Indien stösst nur 4 % aus – trotz der vierfachen Einwohnerzahl ,246 Im pro Kopf -Vergleich verursacht jeder Amerikaner gegenüber einem Chinesen fast das 7- fache an schädlichen Emissionen, im Vergleich gegenüber einem Inder das 20- fache . Ein Europäer verursacht im Verhältnis zu einem Inder einen 10- fachen klima-schädlichen Ausstoss. Die globalen Emissionen steigen inzwischen schneller an, → in den 90er Jahren stiegen sie mit zusätzlich 1 % jetzt mit 3 % ermittelten Forscher des Global Carbon Project (GCP) in Australien ,245 Mit jedem Zehntelgrad Temp-eraturErhöhung wächst die Tendenz, dass die Folgen des Klimawandels nicht mehr bewältigt werden können, O+2 Die Emissionen müssen so schnell wie möglich,, so weit wie möglich, „schnell“ und „sofort“.gesenkt wer-den. Folgt man den wissenschaftlichen Analysen, dann bleiben nur noch weniger als 10 Jahre für die entscheiden- -den Weichenstellungen. Die bisherige Bilanz der Welt-Klima-Politik ist aber „Global reden - national aufschieben“ kritisiert Hermann Scheer, Verfechter der deutschen solaren EnergieWende. ,314 o+1 Viele Industrie-nationen konnten nicht einmal ihre bisher geringen Verpflichtungen zur Minderung der Emissionen einhalten. Wenn nichts entscheidendes geschieht, steigern die westlichen Länder bis 2012 ihre Emissionen gegenüber ihren Reduktions-Versprechungen : Kanada um 44 % , Österreich um 30 % , Spanien um 25 % , Italien um 20 % , Portugal um 17 % , Japan um 12 % . Die Europäische Union insgesamt kommt nach derzeitigen Berechnungen statt auf versprochene 8 % auf nicht mal 2 % Reduktion. o+2 Wenn es keine dramatischen Fortschritte gibt, dann bricht ausgerechnet Europa seine völkerrechtlich bind-enden Verpflichtungen. Und selbst wenn die reichen Staaten ihre Ziele auf dem Papier erreichen, heisst das noch nicht, dass sie ihre Emissionen im eigenen Land tatsächlich gesenkt haben; noch nicht einmal , dass überhaupt weniger Co2. Emittiert wird. Mit dem sogenannten Clean Development Mechanism (CDM) und auch mit dem bisherigen Emissionshandel bekam das „Weiter So“ vieler Länder eine billige Fluchthilfe in die Hand. –> das wird in Teil 2 behandelt. O+2 Trotz 30 Jahre währender Umwelt-Debatte, trotz enormer technischer Effizienz-Gewinne bei Maschinen aller Art, steigt der Energie- und Emissions-Aufwand der durchschnittlichen Verbraucher in der Wohlstandszone weiter aufwärts. In den USA stieg der Energie-Verbrauch pro Kopf von 1975 bis 2005 um 40 % . In Japan und in Europa ist der Trend der gleiche. Diese 25 % der Menschheit , verursachen mit der Wahl der Verkehrsmittel, ihrer UrlaubsReisen, ihrer Wohnungen, ihres Konsums mindestens 40 % der TreibhausGase. ,331 - 9 - Erst „ressourcen-leichte Lebensstile“- Konsum mit geringerem und intelligenterem Einsatz von Rohstoffen und Energie, könnte die Bekämpfung des Klima-Wandels ermöglichen. [ W. Sachs , Wuppertal Institut f. Klima, Umwelt, Energie ] o+1 Eine Umfrage der BBC in 21 Ländern ergab - 83 % der Befragten halten eine Änderung ihres Lebensstils für nötig. Wenn jedoch nach persönlichen Konsequenzen gefragt wird, → Weniger Flug-Reisen, Auto-fahrten, Investitionen in Ökofonds u a , antworten allerdings nur noch 30 % , 40 % mit ja. Die Spaltung zwischen Denken und Handeln ist tief. [ q Kuckartz, Sozialwisseschaftler , Marburg, untersuchte das Umweltbewusstsein ] o+2 Latente Bewusstseinsspaltung der Gesellschaft spiegelt sich an vielen Orten. : Die Lufthansa, lobt in doppelseitigen Anzeigen ihren Einsatz für geringere Co2-Emissioncn durch Leicht-bauweise, zugleich verführt sie zu „1 Million zusätzlichen Plätzen ab 99 Euro“, zu energieaufwendigen Spass-trips quer durch Europa. O+1 Bundeskanzlerin Merkel, wegen ihrer Klimapolitik von der Bild-Zeitung zur „Miss World“ ernannt, forderte die Autoindustrie auf, sich um „kurzfristiger Vorteile“ willen nicht aus der Verantwortung für Co2-Verringerung-en zu stehlen –- Im gleichen Atemzug formuliert sie das Zugeständnis, „größere Autos nicht zu sehr belastet“ werden dürften. Das neue visuelle Label für Autos kennzeichnet irreführend die Co2 – Ratio, den Co2-Ausstoss im Verhältnis zum Gewicht, - Schwere grosse Geländewagen und Spritfresser scheinen so am besten abzuschneiden - kleine Autos mit niedrigem Verbrauch schneiden dabei schlecht ab [q Odyssee 120119 ] o+2 Es gilt immer noch anhaltend eine falsche Wachstumslogik für das Wirtschaften.Die Marktwirtschaft des westlichen Kapitalismus wächst vorrangig über die Ausdehnung des materiellen Verbrauchs anstatt über die Hersteilung und Vermarktung von dauerhafteren Waren und höherer Lebensqualität. In der Folge verschwinden Effizienzgewinne im KonsumRausch. ( Bumerang oder Rebound-Effekt) # Der Volkswagen-Käfer von 1955 hatte 30 PS, wog 730 Kilogramm und verbrauchte im Schnitt 7,5 Liter auf 100 km Der Motor des neuen Volkswagen-Käfer, „Beetle“ von 2005 holt aus dem Treibstoff das Doppelte an Bewegungsenergie heraus, verbraucht aber so viel wie der Alte : weil er ist 500 Kilogramm schwerer und hat in der Basis-version doppelt so viel PS . Das gleiche Phänomen findet sich in allen Bereichen des Lebens. # Der Strom- Verbrauch von Elektrogeräten sinkt, gleichzeitig steigt die Zahl der Geräte. # Die Wärmedämm-ung wird immer besser, gleichzeitig werden die Wohnungen immer grösser. . 55´40 - 56´10 m 11 cut change your way Verwendete Quellen unter anderen : Schumann Harald, Grefe Christiane „Der globale CountDown“ Kiepenheuer Witsch, Latif Mojib , „Bringen wir das Klima ausser Takt ?“ Fischer Weizsäcker Ernst.Ulrich, „Faktor V“ , Droemer, Scheer Herman, der „EnergEthische Imperativ“ , Kunstmann Abmoderation O+2 Ankündigng : „Der globale Count-Down II“ im 2. Teil werden folgende Inhalte beleuchtet : Das Beharren auf Energie aus Kohle, Fossilien, Atom Die Energie-Konzerne blockieren den Energie -Wechsel Die Macht über die Stromnetze Falsche Pfade : Emissionshandel CDM , Clean Development Managments 56´35 - 57´53 m 12 cut change your way , 2 , 57´53 - 60´00 m 13 cut I can see it clearly now, bob marley - 10 -
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