PODCAST · society
Hallo Hamburg! Stadt neu bauen - der Podcast
by IBA Hamburg GmbH, Anke Hansing
Dieser Podcast zur Zukunft der Stadt diskutiert mit wechselnden Gästen Themen wie bezahlbares Wohnen, Freiraum, Architektur, Kultur, Mobilität, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz, Verkehr, Sport, Arbeitsplätze, Bildung, Mitwirkung, Nachbarschaften und Bürgerbeteiligung etc. Die Stadtentwicklung von morgen wird auch anhand von best practice Beispiele der Gäste vorgestellt. Die Shownotes jeder Podcastfolge ergänzen die diskutierten Themen und Projekte.Die IBA Hamburg als Gastgeberin entwickelt lebenswerte Wohnquartiere und neue Stadtteile in Hamburg durch eine zukunftsgerichtete Stadtplanung am Puls der Zeit. Ausführliche Informationen zu den Projekten der IBA Hamburg sind hier zu finden: www.iba-hamburg.de und unter www.oberbillwerder-hamburg.de
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Angsträume, Wahrnehmung und gute Planung
Warum fühlen wir uns in scheinbar perfekt geplanten Quartieren manchmal unsicher? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, spricht mit Dr. Anke Schröder, Expertin für urbane Sicherheit und Kriminalprävention. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Angsträume entstehen, warum Sicherheitsempfinden und tatsächliche Kriminalität oft auseinanderliegen und wie Planung darauf reagieren kann. Dabei wird deutlich: Angsträume sind selten eindeutig. Dunkle Unterführungen, schlecht gepflegte Orte oder fehlende soziale Kontrolle können Unsicherheitsgefühle auslösen selbst dann, wenn dort keine Straftaten stattfinden. Gleichzeitig spielen persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Prägungen und die konkrete Gestaltung des Raums eine zentrale Rolle. „Ein typischer Angstraum existiert eigentlich in dieser Form nicht, denn es ist ja eine individuelle Empfindung.“ Diskutiert wird, wie Planung das Sicherheitsempfinden beeinflussen kann: fehlende Beleuchtung, unübersichtliche Wegeführungen oder ungepflegte Grünanlagen können Unsicherheit verstärken. Es geht um Lösungen, die über Technik hinausgehen, etwa durch bessere Orientierung, alternative Wege oder die bewusste Gestaltung von Aufenthaltsräumen. Schröder berichtet vom Konzept einer interdisziplinären stadträumlichen Begehung „Walk around your hood“. Dabei wechseln Teilnehmende bewusst die Perspektive. „Dann kann man sich auf Augenhöhe über die wirkliche Nutzung des öffentlichen Raums unterhalten.“ So wird sichtbar, wie sich Planung beispielsweise aus Sicht einer älteren Frau, eines Kindes oder einer jungen Frau auf dem Heimweg anfühlt. Sicherheit entsteht vor allem durch Nutzung, Sichtbarkeit und ein gutes Zusammenspiel von Gestaltung und sozialem Miteinander. Im Gespräch wird außerdem deutlich, dass Städte stärker vom Menschen her gedacht werden müssen: weg von rein technischen oder verkehrlichen Fragestellungen, hin zu Aufenthaltsqualität, Orientierung und Teilhabe. „Ein guter und sicherer Ort für mich ist ein Ort, an dem ich kommunizieren kann […] so viel Nähe wie möglich und so viel Distanz wie nötig.“
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Weniger Autos, mehr Stadt: Wie Mobilität Lebensqualität schafft
Wie verändert sich unsere Stadt, wenn Mobilität neu gedacht wird und welche Rolle spielen Lebensqualität, Teilhabe und gerechter Zugang zum öffentlichen Raum dabei? In dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit der Mobilitätsexpertin, Autorin und Podcasterin Katja Diehl über Flächengerechtigkeit und darüber, wie Mobilitätsangebote Städte lebenswerter machen können. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, welche strukturellen Voraussetzungen nötig sind, damit weniger Autoverkehr nicht als Verzicht, sondern als Gewinn wahrgenommen wird und welche Erfahrungen aus europäischen Städten Orientierung geben können. Katja Diehl richtet den Blick dabei konsequent auf die Perspektiven der Menschen im Alltag: „Für mich ist der Mensch erst frei, wenn er eine Wahl hat.“ Sie plädiert dafür, Mobilität stärker als gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen: „Mobilität darf nicht davon abhängen, dass man ein Auto hat.“ Und sie macht deutlich, welches Potenzial in der Umverteilung von Stadtraum liegt: „Viele Dinge, die die Stadt stressig machen, kommen vom Autoverkehr.“ Im Gespräch geht es außerdem um neue Quartierskonzepte und um internationale Beispiele, die zeigen, wie konsequente Veränderungen gelingen können. Dabei wird deutlich: Wenn öffentliche Räume neu gedacht werden, entstehen Orte der Begegnung. Katja Diehl dazu: „Für mich ist die Stadt der Zukunft Nukleus von Demokratie.“
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Wien: Leistbares Leben und klimafitte Stadt. Was kann Hamburg davon lernen?
Was macht Wien zu einer der spannendsten Städte Europas, wenn es um leistbares Leben, Klimaanpassung und strategische Stadtentwicklung geht? In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wirft Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, gemeinsam mit ihren Gästen einen Blick auf einen Stadtentwicklungsplan, der international Maßstäbe setzt. Mit dem Wienplan 2035 verfolgt die österreichische Hauptstadt einen konsequent integrierten Ansatz: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität werden zusammen gedacht. Maria Samek und Michael Rosenberger aus der Wiener Stadtplanung geben Einblicke in die Prinzipien und Herausforderungen. Dabei wird deutlich, wie umfassend Stadtentwicklung heute gedacht werden muss. „Es geht im Prinzip darum Orte zu schaffen, die wirklich lebenswert für die Bevölkerung sind und gleichzeitig auch einen Anspruch an Ressourcenschonung und Flächensparen haben“, beschreibt Maria Samek. Urbanität entstehe nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Dichte, Nutzungsmischung, Grünräumen und kurzen Wegen – im Bestand ebenso wie in neuen Stadtquartieren. Gleichzeitig betont Michael Rosenberger die Bedeutung langfristiger Planung: „Wir wissen, wie das alles zusammenhängt, wir wissen, wie wir vorgehen wollen.“ Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wiener Verständnis von „leistbarem Leben“, das weit über das Thema Wohnen hinausgeht. Rosenberger erklärt: „dass einfach das Leben ganz grundsätzlich für Normalbürger gut leistbar ist, auch ohne viel Geld in der Tasche haben zu müssen.“ Öffentliche Verkehrsmittel, frei zugängliche Grünräume, sichere Rad- und Fußwege sowie kommunale Angebote tragen dazu bei, dass Teilhabe im Alltag unabhängig vom Einkommen möglich bleibt. Diese Podcastfolge zeigt anschaulich, wie strategische Planung Orientierung gibt, ohne starr zu sein – und warum gerade diese Mischung aus klaren Leitbildern und Flexibilität entscheidend für die Zukunft wachsender Städte ist.
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Altwerden in Hamburg – neu gedacht
Wie können Pflegeorte so in unsere Städte integriert werden, dass sie ein selbstverständlicher Teil des urbanen Lebens werden? In der neuen Podcastfolge „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Katja Lohmann über nichts Geringeres als die Zukunft der Pflege in einer wachsenden Stadt. Pflege ist für die Geschäftsführerin von PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG weit mehr als Versorgung – sie ist sozialer Anker, Nachbarschaftsort und Teil urbaner Identität. Seit 2020 führt sie einen der größten Pflegeanbieter Hamburgs mit 14 Standorten und rund 2.400 Pflegeplätzen. „Ich glaube, das ist das Grundproblem in der Pflege, dass man es sehr differenziert vom normalen Leben sieht, obwohl ja Altwerden und auch pflegebedürftig werden einfach mit dazugehört.“ Für Katja Lohmann ist klar: Pflege muss als selbstverständlicher Teil des Lebens gedacht und generationenübergreifend sichtbar integriert werden. Im Gespräch geht es zudem um Bezahlbarkeit, Fachkräftemangel und die Frage, wie Quartiere so geplant werden können, dass ältere und pflegebedürftige Menschen wirklich dazugehören – etwa durch Kitas im Haus, barrierefreie Wege und Parks, ambulante Angebote und neue Wohnformen. Dabei wird deutlich: Die Zukunft der Pflege entscheidet sich im Zusammenspiel von Stadtplanung, sozialer Infrastruktur, WLAN und gesellschaftlicher Haltung. Dabei habe stationäre Pflege häufig ein Imageproblem. „Es spricht keiner darüber, wie schön dieser Beruf ist und wie viel Freude er bereitet“, sagt Lohmann mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung. Und sie ergänzt: „Ich kenne keine Fernsehserie, wo man eine schöne Berichterstattung über ein Leben in einer Pflegeeinrichtung zeigt.“
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Leidenschaft für Stadtentwicklung: Staatsrätin Jacqueline Charlier im Gespräch mit der IBA Hamburg
„Meine Leidenschaft ist wirklich die Stadtentwicklung, die Bodenpolitik. Und ich bringe wahnsinnig viel Enthusiasmus für das Thema per se mit.“ Mit diesem Satz macht Jacqueline Charlier gleich zu Beginn klar, mit welcher Haltung sie ihre neue Aufgabe angeht. In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit der neuen Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen über die Zukunft Hamburgs. Nach 22 Jahren in der Münchner Stadtplanung ist Jacqueline Charlier seit Juli 2025 zurück in ihrer Geburtsstadt. Sie bringt nicht nur einen großen Erfahrungsschatz mit, sondern auch einen klaren Blick auf die Herausforderungen, vor denen wachsende Metropolen stehen. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, wie neue Quartiere sozial ausgewogen und lebendig bleiben können. Für Charlier ist klar: „Eine Mischung ist ganz, ganz wichtig, um eben ein ausgewogenes Quartier zu schaffen“ mit gefördertem Wohnraum, frei finanziertem Mietwohnungsbau, passender sozialer Infrastruktur und kurzen Wegen. Dabei geht es auch um Geschwindigkeit und Kosten im Wohnungsbau. Der Hamburg Standard sei „ein wichtiger Baustein“, um Baukosten zu senken und Prozesse zu verbessern, betont Charlier. Entscheidend sei aber, kontinuierlich aus Pilotprojekten zu lernen, ein Umdenken herbeizuführen und Verfahren weiterzuentwickeln. Stadtentwicklung bedeute immer auch unterschiedliche Anforderungen zusammenzubringen wie Klimaschutz, Bezahlbarkeit, soziale Infrastruktur und wirtschaftliche Machbarkeit. Zum Abschluss wagt Jacqueline Charlier einen Blick in die Zukunft und formuliert eine klare Vision: „Ich würde gerne Olympiastadt sein.“
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Hamburgs digitaler Schatz: Stadtentwicklung mit neuen Instrumenten
Wie lassen sich komplexe Stadtentwicklungsprozesse verständlich machen, fundiert diskutieren und vorausschauend gestalten? In dieser Folge des Podcasts „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit einer ausgewiesenen Expertin für datenbasierte und digitale Stadtentwicklung über neue Chancen für Hamburg. Zu Gast ist Prof. Dr. Gesa Ziemer, Professorin für Digitale Urbane Kulturen an der HafenCity Universität Hamburg und Leiterin des City Science Labs. Sie bewegt sich mit ihrer Arbeit genau an der Schnittstelle von Stadt, Gesellschaft und Digitalisierung und macht deutlich, dass Stadtentwicklung immer auch eine gemeinschaftliche Aufgabe ist. Hamburg bietet dafür besondere Voraussetzungen. Durch eine leistungsfähige urbane Datenplattform stehe der Stadt ein großer Datenschatz zur Verfügung, der Planungsprozesse verbessern kann. „Und diese Daten können wir auf Karten visualisieren, um Stadtentwicklung zu unterstützen“, so Ziemer. Zum Einsatz kommt dabei auch ein digitaler Zwilling – eine virtuelle Abbildung der Stadt, mit denen sich Planungen simulieren, Varianten vergleichen und Auswirkungen frühzeitig erkennen lassen. Dabei geht es in der Forschung von Gesa Ziemer ausdrücklich um konkrete Anwendungsfälle: „Indem man erst virtuell abbildet, bevor man es in der Realität macht, um bestimmte Fehler vielleicht zu vermeiden, um Szenarien zu bilden und vor allem auch, um Menschen zusammenzubringen, die interdisziplinär über bestimmte Szenarien nachdenken können.“
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Zwischen Schönheit, Alltag und Nachhaltigkeit: Was gute Quartiere ausmacht
Wie gelingt Architektur, die Menschen berührt – und Städte schafft, in denen wir wirklich leben wollen? Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, spricht mit dem Schweizer Architekten und Professor Dan Schürch über zentrale Zukunftsthemen der Stadtentwicklung – von bezahlbarem Wohnen über nachhaltige Quartiere bis hin zu neuen Formen des Zusammenlebens. Gleich zu Beginn dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wird klar: Gute Stadt beginnt im Kleinen. „Der Maßstab beginnt in der Wohnung … es beginnt im Zimmer und endet im Quartier“ , sagt Schürch von Duplex Architekten. Architektur wirke als Zusammenspiel aus privatem Rückzug, gemeinschaftlichen Räumen und lebendigen Außenbereichen. Gebraucht werden Orte, die Begegnung ermöglichen, Vielfalt zulassen und Stadt als sozialen Raum definieren. Ein Beispiel dafür ist das vielbeachtete Zürcher Projekt Mehr als Wohnen. Dort wurden veränderte Wohnformen, Partizipationsprozesse und soziale Experimente in großem Maßstab erprobt. Schürch beschreibt es als ein „Projekt, in dem soziale Nachhaltigkeit, ressourcenschonendes Bauen und preisgünstiges Wohnen zusammenkommen“. Die dort gewonnenen Erfahrungen zeigen, wie Quartiere funktionieren können, wenn sie bewusst gestaltet, gemeinsam entwickelt und offen für Lernprozesse bleiben. Thematisiert wird auch die Bedeutung lebendig gestalteter Erdgeschosse, die das „Wohnzimmer“ eines Quartiers bilden. Kuratierte Nutzungen und neue wirtschaftliche Modelle sollen dort Alltagsangebote, Begegnung und städtisches Leben verankern – so entstehen die lebendigen Quartierszentren, wie sie etwa die IBA Hamburg entwickelt. Dan Schürch betont, dass Urbanität auch Reibung braucht: „Die gute Stadt ist nicht in Harmonie, perfekt und rundum romantisch, sondern […] hat schwierige Zonen.“
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Parkhäuser – einst Schmuddelkind der Stadtplanung jetzt Treffpunkte im Quartier
Wie sieht ein Parkhaus aus, das mehr kann, als Autos unterzubringen? Was passiert, wenn es zum Treffpunkt der Nachbarschaft, zur Energiezentrale und zum Scharnier moderner Mobilität wird? In der neuen Folge des Podcasts „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, über die Zukunft des Parkens und darüber, wie Mobility Hubs zu lebendigen Bausteinen nachhaltiger Stadtentwicklung werden. „Wir müssen weg von der Vorstellung, dass Parkhäuser nur Stellplatzflächen sind. Sie können Orte sein, an denen sich Mobilität, Alltag und Nachbarschaft begegnen,“ so Christopher Conrads, Produktmanager bei der Firma Goldbeck. Doch dieser Gedanke geht noch weiter: Parkhäuser der Zukunft können vielfältige Nutzungen aufnehmen und zum Herzstück eines Quartiers werden. „In Wien betreiben wir ein Parkhaus, wo es (…) auch Möglichkeiten gibt, sich den Rasenmäher oder weitere Geräte auszuleihen“, erzählt er. Für ihn bietet der Mobility Hub beispielsweise Paketshops, einen kleinen Lebensmittelladen und einen Gemeinschaftsraum, den man sich für private Feiern mieten kann. Damit werden Parkhäuser zu Orten, die den Alltag erleichtern und die Nachbarschaft stärken. „Deshalb ist auch meine Philosophie, dass Quartiersparkhäuser keine schmuddeligen Gebäude am Ende eines Quartiers sein müssen, sondern sie können gern ein zentraler Anlaufpunkt sein.“ Auch das Thema nachhaltiges Bauen steht im Fokus des Gesprächs: „Wir wollen Gebäude bauen, die ressourceneffizient sind und deren Materialien sich später sortenrein rückbauen und wiederverwenden lassen,“ so Conrads. Ob in Oberbillwerder, Bremen oder Wien – moderne Mobility Hubs zeigen, wie Parkhäuser zum Dreh- und Angelpunkt zukunftsfähiger Mobilität werden. Eine Folge über neue Ideen für den Stadtraum, smarte Bauweisen und die Frage, wie das Parken von morgen unser Zusammenleben prägen kann.
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KI in der Stadtentwicklung – zwischen Vision und Praxis
Wie sieht das Quartier der Zukunft aus – und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz dabei? In der neuen Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Gastgeberin Sabine de Buhr, städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, mit Prof. Dr. Vanessa Borkmann vom Fraunhofer-Institut über zukunftsfähige Stadtquartiere, KI-gestützte Planung und die Chancen innovativer Technologien für unser Zusammenleben. Borkmann betont gleich zu Beginn: „Wir bauen Quartiere für Menschen und deswegen sind natürlich Menschen im Quartier der Zukunft, die aber im Hintergrund oder in der Begleitung von Technologie bis hin zum Roboter in ihren Lebenswelten bestmöglich Unterstützung finden.“ Dabei macht sie deutlich, dass die Auseinandersetzung mit KI für alle relevanten Akteure unverzichtbar ist: „Ich würde doch jeder Person empfehlen, die in diesen Arbeitsbereichen tätig ist, dass man sich zumindest mal damit auseinandersetzt, was es in Zukunft für Chancen gibt.“ Im Gespräch wird klar, welche Potenziale KI für die Stadtentwicklung birgt – von der parametrisierten Planung ganzer Quartiere in Minuten, über digitale Avatare für Bürgerbeteiligung und Quartiersmanagement, bis hin zu Robotern als sichere Begleiter im Alltag. Gleichzeitig betont Borkmann die Notwendigkeit, die Menschen mitzunehmen: Akzeptanz und Partizipation bleiben zentrale Schlüssel. Borkmann hebt hervor: „Hier müssen wir aufpassen, dass wir die Menschen nicht verlieren im Prozess, weil wir der KI zu viel Aufmerksamkeit geben.“ Auch für Hamburgs große Projekte wie Oberbillwerder oder in Wilhelmsburg eröffnet sich ergänzende Zukunftsaussichten durch den Einsatz von neuen Technologien beispielsweise in Pilotprojekten.
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Ein Blick hinter die Kulissen: Finanzsenator Dr. Andreas Dressel spricht Klartext
Wer in Hamburg baut, braucht nicht nur gute Ideen – sondern auch Geld, Fläche und Geduld. In der neuen Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, mit einem Mann, der über all das mitentscheidet: Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator der Freien und Hansestadt Hamburg. Dressel, ein echtes Hamburger Eigengewächs mit über 25 Jahren Erfahrung in Politik und Verwaltung, gibt tiefe Einblicke in die Stadt- und Liegenschaftspolitik. Dabei wird klar: Hamburg verfolgt konsequent eine neue Bodenstrategie. Grundstücke werden nur noch in Ausnahmefällen verkauft – stattdessen setzt die Stadt auf das Erbbaurecht. Dabei bleibt der Boden im Besitz der Stadt und Bauherren zahlen eine jährliche Pacht. Für Dressel ist das ein zukunftsweisendes Modell: „Die Zeiten, in denen wir Grundstücke im Höchstgebotsverfahren vergeben haben, die sind natürlich absolut vorbei.“ Kritik aus der Wohnungswirtschaft nimmt er ernst und lädt zum offenen Austausch ein: „Kommt gerne her und zeigt uns den Business Case, wenn er nicht aufgeht.“ Seiner Einschätzung nach rechnet sich das Erbbaurecht langfristig, vor allem durch niedrige Pachtzinsen und lange Laufzeiten: „Unsere Vermutung ist nämlich, es geht auf – durch die lange Laufzeit.“ Neben politischen Strategien lässt Dressel auch Persönliches durchblicken, etwa seine Anfänge bei den Jusos, seine Verbundenheit zur Stadt und seine Vision für ein Hamburg mit olympischen Ambitionen. Mit viel Klartext, Sachkenntnis und hanseatischem Pragmatismus wirft diese Podcastfolge einen spannenden Blick hinter die Kulissen einer Stadt, die nicht nur wachsen, sondern auch gerecht und nachhaltig gebaut werden will.
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Heilige Räume, neue Wege – Kirche baut für das Gemeinwohl
Was kann die Kirche zur Stadtentwicklung beitragen? In dieser Folge des Podcasts „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ unterhält sich Sabine de Buhr von der IBA Hamburg mit Propst Frie Bräsen. Er ist Pastor, Musiker und Vorsitzender des Aufsichtsrats von "Bauwerk", die auf die Entwicklung und Verwaltung kirchlicher Immobilien spezialisiert sind. Am Beispiel des St. Trinitatis-Quartiers wird deutlich, wie kirchliche Grundstücke gemeinwohlorientiert entwickelt werden können. Gemeindeleben, Kita, Pilgerherberge, soziale Wohnprojekte und ein Nachbarschaftscafé verschmelzen dort zu einem Modellprojekt, das Bräsen als „Gesamtkunstwerk aus sehr verschiedenen Nutzungseinheiten“ beschreibt. Auch Friedhöfe rücken in den Blick – als stille Ressourcen in einer wachsenden Stadt. In Hamburg werden bestehende Friedhöfe aufgegeben und sollen u.a. zu einem Park umgewandelt werden. Dabei wünscht sich Bräsen neue Kooperationsmodelle: „Wir werden auch angesichts des Klimawandels […] auf diese Friedhöfe als Grünflächen, Erholungsorte und als Ressourcen für ein gesundes Klima angewiesen sein.“ Friedhöfe könnten künftig Orte des Lebens und Erinnerns zugleich sein – Räume, in denen „Tod und Sterben, Park und Erholung so ineinandergreifen“. Neben kirchlichen Bauprojekten geht es in dieser Folge auch um neue Formen von Beteiligung und die Frage, wie sich Kirche in Neubauquartieren relevant verankert. Die Kirche will dabei – bei allem Strukturwandel – als Teil der Lösung für viele Herausforderungen der Stadtgesellschaft agieren.
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Baukosten bis zum Himmel – Wie der neue Hamburg-Standard gegensteuern soll
Ob steigende Baukosten, strenge Normen oder das umstrittene Erbbaurecht – Podcastgast Andreas Breitner nimmt kein Blatt vor den Mund: „Erbbaurecht ist bei unseren Mitgliedsunternehmen beliebt wie Fußpilz.“ Warum diese Form der städtischen Grundstücksvergabe dennoch historisch gewachsen ist, aber heute bei Genossenschaften auf Widerstand stößt, erklärt er pointiert und mit Blick auf die Realität der Wohnungsunternehmen. In der neuen Folge von Hallo Hamburg! Stadt neu bauen spricht Gastgeberin Sabine de Buhr, städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, mit Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), über die dringendsten Herausforderungen und wegweisende Ansätze für den Wohnungsbau in Hamburg. Ein Hoffnungsträger ist der Hamburg-Standard – eine freiwillige Vereinbarung zur Kostenreduktion und Prozessoptimierung im Hamburger Wohnungsbau. Breitner lobt die breite Allianz hinter dem Projekt: „Der Hamburg-Standard ist eine konzertierte Aktion – alle, die am Bau beteiligt sind, haben mitgewirkt.“ Wie sich diese Maßnahmen in der Praxis bewähren können, zeigt sich unter anderem im IBA-Modellquartier Wilhelmsburger Rathausviertel. Im Gespräch wird darüber diskutiert, wie aus Konzepten gebaute Realität wird – und warum gemeinsame Werte und echte Kooperation entscheidend sind, um kostengünstigen und zugleich qualitätsvollen Wohnraum zu schaffen. Diese Podcastfolge bietet klare Worte, fundierte Perspektiven und macht das gemeinsame Ziel deutlich: ein Hamburg, in dem sich alle das Wohnen leisten können.
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Wenn alle reden, aber keiner zuhört – Warum Beteiligung oft scheitert
Wie gelingt es, Bürgerbeteiligung wirksam zu gestalten? Was braucht es, damit Kommunikation zwischen Fachleuten funktioniert? Und welchen Beitrag kann Kultur zu einer vielfältigen Stadtentwicklung leisten? In der neuen Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Prof. Dr. Gesa Birnkraut – Kulturmanagerin, Beraterin und Expertin für Beteiligungsprozesse. Gesa Birnkraut bringt es auf den Punkt: „Wenn beteiligt wird, dann soll es bitte so passieren, dass alle das Gefühl haben, dass diese Beteiligung auch einen positiven Effekt hat.“ Doch gerade darin liegt die Herausforderung. Nicht selten fühlen sich Bürgerinnen und Bürger übergangen – etwa, wenn Erwartungen an Mitgestaltung geweckt werden, die letztlich nicht erfüllt werden können. Umso wichtiger sind eine klare Rollenverteilung und Kommunikation von Anfang an. Auch über die Gesprächskultur unter Fachleuten wird diskutiert: Was passiert, wenn unterschiedliche Sprachen aufeinandertreffen – von der Verwaltung über die Kultur bis hin zur Stadtplanung? „Wir reden vielleicht alle Deutsch – aber trotzdem nicht die gleiche Sprache“, erklärt Birnkraut. Manchmal bedarf es einfach einer interdisziplinären Verständigung und Moderation von Prozessen und gemeinsamen Planungen. Ein weiteres zentrales Thema der Folge: die Rolle von Kultur in der Stadtentwicklung. „Wenn Kultur nicht nur sendet, sondern auch empfängt,“ so Gesa Birnkraut, „dann wird sie zum aktiven Motor für gesellschaftliche Teilhabe und Stadtgestaltung.“ Sie fordert: Kultur muss frühzeitig und strategisch in Entwicklungsprozesse eingebunden werden – als integraler Bestandteil lebenswerter Quartiere. Dafür braucht es verlässliche Räume, langfristige Perspektiven und das Zusammenspiel von Verwaltung, Planung und Kulturszene. Denn eine lebendige Stadt braucht mehr als Wohnraum – sie braucht kulturelle Identität, Begegnung und Austausch.
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Mehr als Planschen: Warum Schwimmbäder Orte des Miteinanders sind
In dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ tauchen wir ein in die Zukunft des Schwimmens in der Hansestadt. Sabine de Buhr spricht mit Dirk Schumaier, dem langjährigen Geschäftsführer von Bäderland Hamburg, über die Herausforderung, Tradition und Innovation in Einklang zu bringen. Wie schafft es die Hansestadt, trotz steigender Betriebskosten und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen, attraktive Schwimmbäder für alle Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen? Hamburgs Schwimmbäder sind weit mehr als Sportstätten – sie sind lebendige Treffpunkte für Bewegung, Erholung und Integration. „Unsere Bäder sind Orte der sozialen Begegnung. Am Ende, wenn man ins Schwimmbad kommt, ist irgendwie jeder gleich“, betont Schumaier. Während andernorts Bäder schließen, verfolgt Bäderland eine klare Strategie: „Wir haben hier in dieser Stadt einen Bäderbestand, den wir regelmäßig in Stand gehalten haben.“ Dirk Schumaier gibt spannende Einblicke in aktuelle Projekte, darunter das geplante Schwimmbad in Oberbillwerder – ein Meilenstein für die wachsende Stadt. Außerdem stehen Fragen im Fokus, die viele Hamburgerinnen und Hamburger bewegen: Wie kann jedes Kind schwimmen lernen? Und warum bleibt das Baden in Elbe und Alster weiterhin tabu? Also, abtauchen und reinhören!
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Grüne Städte, kluge Strategien – Wie plant Berlin?
Was haben Ampeln mit grüner Stadtentwicklung zu tun? Und warum braucht es ein ausgeklügeltes Management, um urbane Freiräume langfristig lebendig zu halten? In dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, IBA Hamburg, mit Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin, über die komplexen Zusammenhänge von grüner Stadtentwicklung, Finanzierung und integrativen Planungsansätzen. „Wir sind keine reine Grünflächenverwaltung – wir denken Stadt als Ganzes“, sagt Schmidt. Dazu gehören nicht nur innovative Parklandschaften wie der Spreepark Berlin und das Tempelhofer Feld, sondern auch nachhaltige Mobilitätslösungen und moderne Infrastruktur. Wie gelingt es Grün Berlin, Großprojekte nachhaltig zu finanzieren und effizient zu steuern? „Wir arbeiten mit einem Finanzierungsmodell, das verschiedene Förderquellen nutzt und zweckgebundene Mittel sichert“, erklärt Schmidt. Ein Beispiel ist der beliebte Park am Gleisdreieck, dessen langfristige Pflege durch ein eigenes Management-Team vor Ort gesteuert wird – mit festen Budgets, klaren Verantwortlichkeiten und direkter Abstimmung mit Anwohnenden und Nutzergruppen. Diese Folge gibt wertvolle Einblicke in die Mechanismen hinter einer erfolgreichen grünen Stadtentwicklung – von der ersten Idee bis zur langfristigen Bewirtschaftung. Gemeinsam werden Strategien diskutiert, um urbane Räume klimaresilient zu gestalten. Ob smarte Regenwasserbewirtschaftung oder die richtige Auswahl von hitzetoleranten Pflanzen – der Schlüssel liegt in einer ganzheitlichen Herangehensweise. „Wenn wir nicht übergreifend denken, lösen wir nur einzelne Probleme, aber schaffen keine nachhaltigen Stadtstrukturen“, so Schmidt.
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Bauen, Mieten, Nachbarschaft: Herausforderungen im Wohnungsbau
Bezahlbarer Wohnraum ist in Hamburg gefragter denn je – doch steigende Baukosten, Fachkräftemangel und hohe regulatorische Anforderungen erschweren den Neubau. Wie geht Hamburg mit diesen Herausforderungen um? In dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Gastgeberin Sabine de Buhr, IBA Hamburg, mit Snezana Michaelis, Vorständin der SAGA, über Strategien für eine bezahlbare Stadtentwicklung. Als größtes kommunales Wohnungsunternehmen Deutschlands verwaltet die SAGA rund 140.000 Wohnungen in Hamburg. Doch die Fluktuation ist gering – im Schnitt wird eine SAGA-Wohnung nur alle 20 Jahre frei. „Die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein Vielfaches. Um Wohnraum zu sichern, müssen wir kontinuierlich neu bauen und modernisieren“, erklärt Michaelis. Dabei steht die SAGA vor einem Balanceakt: Einerseits muss Wohnraum bezahlbar bleiben, andererseits steigen Bau- und Energiekosten enorm. „Wir setzen auf klare Kostenobergrenzen und optimierte Bauprozesse, um weiterhin wirtschaftlich bauen zu können“, so Michaelis. Im Gespräch wird auch deutlich, wie wichtig die aktive Quartiersentwicklung mit ergänzenden sozialen Projekten ist. Die SAGA-Stiftung Nachbarschaft unterstützt zahlreiche Initiativen, um das gemeinschaftliche Miteinander zu stärken. Ein beeindruckendes Beispiel ist das Stipendium für eine Quartierskünstlerin, die aktuell in Dulsberg kreative Impulse setzt. „Es geht darum, Menschen über Kunst und Kultur miteinander zu verbinden und den Stadtteil erlebbar zu machen“.
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Neue Sehnsuchtsorte am Stadtrand?
In dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ stellt sich die Frage: Wie sieht die Zukunft des Wohnens aus, wenn die Grenzen zwischen Stadt und Land immer mehr verschwimmen? Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, begrüßt den Experten Prof. Dr. Uwe Altrock, Dekan und Professor für Stadterneuerung und Planungstheorie an der Universität Kassel. Gemeinsam diskutieren sie die Suburbanisierung – die Entwicklung neuer Wohn- und Lebensräume am Stadtrand. Warum zieht es immer mehr Menschen aus den Stadtzentren an den Rand, und was bedeutet das für die Stadtplanung? Uwe Altrock erklärt: „Eigentlich zeigen Umfragen seit Jahrzehnten, dass über 70 Prozent der Haushalte am liebsten im Einfamilienhaus wohnen möchten. Doch neue Lebensstile führen auch zu einer stärkeren Nachfrage nach urbanen Qualitäten in den Vorstädten.“ Es entsteht aktuell eine neue Suburbanität mit Wohnquartieren am Stadtrand, die urbane Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Naturnähe verbinden. Das Gespräch beleuchtet die Herausforderungen dieser Stadterweiterungen. Wie gelingt es, den wachsenden Bedarf an Wohnraum in Ballungszentren zu decken, ohne dabei die Landschaft zu zersiedeln? Wie und für wen können Stadterweiterungen lebendig, nachhaltig und vielfältig gestaltet werden? „Neue Quartiere haben oft den Anspruch, Ressourcen zu schonen und Funktionen anzubieten, die sonst nur mit Innenstädten verbunden werden – etwa Arbeitsplätze oder lebendige öffentliche Plätze,“ beschreibt Prof. Altrock bisherige Forschungsergebnisse. Diskutiert wird auch über die Kritik an Hamburgs neuem Stadtteil Oberbillwerder. Prof. Altrock weist darauf hin, dass Quartiere wie Oberbillwerder kompakt geplant werden, während eine Verlagerung von Wohnungsbau weiter nach außen zu längeren, weniger nachhaltigen Verkehrswegen führe. In kleineren Städten oder Gebieten in Randlangen seien die Wohnquartiere weniger dicht bebaut. Daher wäre deutlich mehr Fläche nötig, um die gleiche Anzahl an Wohnungen zu schaffen.
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Die Zukunft beginnt jetzt – Megatrends und ihre Auswirkungen auf die Stadtentwicklung
In der neuesten Folge des IBA Hamburg-Podcasts „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Zukunftsforscher Marcel Aberle mit Sabine de Buhr über die großen Herausforderungen und Chancen der Stadtentwicklung im Kontext globaler sogenannter Megatrends. „Wir leben in einer superdiversen Gesellschaft mit vielfältigen Bedürfnissen und Ansprüchen. Klassische Lösungen reichen nicht mehr aus“, betont Aberle. Er zeigt auf, wie Konzepte der Flexibilität und Innovation zum Schlüssel für die Zukunft werden. Wie gesellschaftliche Transformationsprozesse in städtebauliche Planung integriert sind, wird am Beispiel des neuen Hamburger Stadtteils Oberbillwerder deutlich. Ein Schwerpunkt liegt auf Bewegung und Gemeinschaft. „Sport und Bewegung sind ein riesiger Hebel in Bezug auf Transformationen – sowohl physisch als auch gesellschaftlich“, erklärt Aberle. Das Konzept der Active City in Oberbillwerder macht Bewegung zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Alltags und schafft gleichzeitig Räume für generationsübergreifende Begegnungen. Von multifunktionalen Sportflächen bis hin zu Ruhezonen – der Stadtteil soll gestaltet werden, dass er vielfältige Lebensstile anspricht und nachhaltige Lebensqualität bietet. Diese Episode beleuchtet, wie urbane Quartiere nicht nur auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren, sondern aktiv dazu beitragen können, neue Maßstäbe für die Zukunft zu setzen.
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Mehr Wohnungen, weniger Bürokratie: Wie Hamburg neue Wege geht
Wie schaffen wir es, in einer Stadt wie Hamburg neuen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – trotz steigender Baukosten und geringer werdender Flächenangebote? In der neuen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ geht Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, gemeinsam mit Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, dieser Frage auf den Grund. Dr. Bösinger gibt exklusive Einblicke in die Novelle des Baugesetzbuches (BauGB), die darauf abzielt, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. „Die Novelle des BauGB verspricht, private wie staatliche Investitionen schneller, effizienter und zielsicherer zu tätigen“, erklärt er. Besonders interessant für Hamburg: der sogenannte „Bau-Turbo“, der zeitlich begrenzte Erleichterungen für den Wohnungsbau in angespannten Märkten vorsieht. „Wir stehen vor einer massiven Krise im Wohnungsbau und müssen befristete Maßnahmen ergreifen, um diese zu überwinden“, betont Bösinger. Sabine de Buhr erläutert eine aktuelle Maßnahme: Mit dem „Hamburg-Standard“ - eine richtungsweisende Neuerung im Wohnungsbau – will die Stadt diesen Herausforderungen begegnen. Dabei spielt das Wilhelmsburger Rathausviertel als zukünftiges Modellquartier eine wichtige Rolle. Außerdem sprechen die beiden über die Chancen der Digitalisierung im Bauwesen und wie der Städtebau einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.
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Reduzieren, um besser zu bauen – Prof. Endres im Gespräch
Wie wenig ist genug, um gut zu leben?“ Mit dieser provokanten Frage führt die Architektin und Professorin Elisabeth Endres in das Thema der Lowtech Architektur ein. Energiekrisen und steigende Baukosten verschaffen nachhaltigen und sparsamen Bauweisen neue Dringlichkeit. In dieser Podcastfolge von "Hallo Hamburg! Stadt neu bauen" spricht Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit ihrem Gast über einfaches Bauen, das nicht nur Ressourcen schont, sondern auch den ökologischen Fußabdruck der Bauindustrie reduziert. Endres hinterfragt dabei kritisch die gängigen Effizienzansätze: „Seit über 30 Jahren optimieren wir auf Effizienz, doch sitzen wir vielleicht in einer Effizienzfalle?“ Ihr Ansatz, die Konstruktion zu vereinfachen und technische Systeme in Gebäuden zu reduzieren, ohne dabei Komfort und Lebensqualität zu opfern, eröffnet neue Perspektiven für den nachhaltigen Städtebau. Dabei gilt es zunächst noch einige Herausforderungen bei Planung und Genehmigung zu bewältigen. Freuen Sie sich auf ein spannendes Gespräch über die Zukunft des Bauens, das zeigt, wie nachhaltiges und kosteneffizientes Bauen ohne Verzicht auf Ästhetik und Lebensqualität möglich ist.
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Herausforderung Starkregen: welche Antworten findet Hamburg?
In der neuesten Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ steht ein hochaktuelles Thema im Mittelpunkt: die urbane Starkregenvorsorge. Lutz Krob, Hydrologe und Geschäftsführer der BWS GmbH, bringt seine über 25-jährige Expertise in der Wasserwirtschaft ein und erläutert die Herausforderungen, denen Hamburg angesichts zunehmender Starkregenereignisse und Sturmfluten gegenübersteht. Lutz Krob hebt die Fortschritte in der Planung neuer Quartiere wie Oberbillwerder hervor und betont: „In den Konzepten der letzten zehn Jahre sind wir in Hamburg in puncto Starkregenvorsorge weit vorangekommen.“ Die Umsetzung der Konzepte könne noch besser werden, da hier oft nicht integral, sondern nur in eigenen Zuständigkeiten gedacht wird. Gleichzeitig verweist er auf die Schwierigkeiten im Bestand: „Die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung ist in dicht bebauten Stadtgebieten eine enorme Herausforderung. Neben den technischen Aspekten beleuchtet Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Krob die gesellschaftliche Akzeptanz von Hochwasserschutzmaßnahmen. Er mahnt, dass „bestimmte Maßnahmen, die angedacht werden, von Bürgerinnen und Bürgern beklagt werden“, und plädiert für ein Umdenken in der Bevölkerung, um das „NIMBY-Prinzip“ (Not In My Backyard) zu überwinden. Diese Podcastfolge zeigt, wie Hamburg und Städte wie Kopenhagen innovative Ansätze zur Starkregenvorsorge umsetzen und welche Rolle die interdisziplinäre Zusammenarbeit dabei spielen muss. Hören Sie rein, um mehr über die Anpassung an die klimatischen Herausforderungen zu erfahren.
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Dringend benötigt: Realisierungswillen und Mut in der Stadtentwicklung
„Wir brauchen wieder mehr Mut und Entscheidungsfreude“, sagt Prof. Jörn Walter im Podcast „Hallo Hamburg“! Stadt neu bauen.“ 18 Jahre lang regte er als Oberbaudirektor zukunftsfähige städtebauliche Entwicklungen an, die das Gesicht Hamburgs maßgeblich veränderten. Große Stadtplanungsprojekte wie die HafenCity, den „Sprung über die Elbe“ und die Internationale Bauausstellung hat er in seiner Amtszeit planerisch geprägt. In der Diskussion mit Sabine de Buhr, Städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, macht Jörn Walter deutlich, dass es konkrete Lösungsansätze für die sehr langwierigen Prozesse in der Stadtplanung braucht. Es müssen wieder zeitliche Ziele gesetzt werden, empfiehlt der ehemalige Oberbaudirektor. Man kann umfassende Diskussionen führen, die dann mit einer Entscheidung zur Umsetzung gebracht werden. Mit Rückblick auf vergangene Projekte sei festzustellen: „Man muss Entscheidungen auch mal erzwingen. Selbst wenn es viele, viele Bedenken gibt, führt uns das voran.“ Besprochen wird, dass in einer Phase wie der derzeitigen Stagnation die kommende Phase des Wachstums mit neuen Visionen vorzubereiten ist, um dann die passenden Konzepte umsetzen zu können. Jörn Walter appelliert, die großen Zeitfragen wie bezahlbarer Wohnraum mit den Themen Klima, Energie und Mobilität intelligent miteinander zu verbinden. Wichtig sei neben der langfristigen Planung auch die Überlegung: „Was können wir mit relativ kostengünstigen Maßnahmen in kurzer Zeit erreichen?“ Der ehemalige Oberbaudirektor schätzt eine zügige Umsetzung von machbaren Maßnahmen in der Stadtentwicklung, die bereits kleine Effekte erzielen. Nicht nur hier bedarf es eines mutigen Realisierungswillens von lösungsorientierten Entscheidungsträgern und Führungskräften in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. „Auch die Bürger wollen Entscheidungen sehen. Das ewige Diskutieren - immer wieder von vorne - und die dadurch entstehenden Verzögerungen, machen die Welt nicht zufriedener.“
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Einsamkeit - welchen Beitrag kann die Stadtplanung leisten?
„Gemeinsam gegen einsam,“ ist der Slogan, den die Stadt Stuttgart für ihre Einsamkeitsstrategie gewählt hat, berichtet Dr. Petra Potz, Inhaberin des Berliner Planungsbüros location³. In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ diskutiert Sabine de Buhr von der IBA Hamburg über das Thema Einsamkeit im Kontext der Stadt- und Quartiersplanung. Sinnvolle Strategien gegen die zunehmende Vereinsamung von Menschen sind als Thema in der Stadtentwicklung angekommen. Wie wichtig Einsamkeit und ihre Auswirkungen in der Gesellschaft sind, wird auch an Statistiken deutlich. Während sich 2017 nur 14% aller Deutschen einsam fühlten, stieg die Zahl während der Corona Pandemie im Jahr 2021 auf 42%. Inzwischen sind Menschen in allen Lebensphasen betroffen. Jugendliche, Berufstätige und natürlich Rentner:innen fühlen sich zeitweilig oder dauerhaft einsam und ausgeschlossen. Im Gespräch wird der Frage nachgegangen, wie man einer subjektiv gefühlten Einsamkeit auch auf Quartiersebene begegnen kann. Um Kontakte zu einsamen Menschen in einer Nachbarschaft herzustellen, „braucht es sicherlich intelligente Angebote und sehr kleinteilige, niederschwellige und behutsame Wege“, sagt Petra Potz. Im Gespräch wird die Komplexität des neuen Themenfeldes deutlich. Dargestellt werden mögliche präventive Maßnahmen und Rahmenbedingungen wie soziale Teilhabe, barrierefreie Freiräume, lebendige Nachbarschaften, Begegnungsorte mit besonderen Kriterien, frühzeitige Angebote eines Quartiersmanagements oder Wohnkomplexe mit Gemeinschaftsräumen.
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Hamburger Wirtschaft entwickelt Ideen zur Zukunft der Stadt
„Es sind alle wichtigen Zukunftsfragen der Stadt, die in der Handelskammer auch behandelt werden,“ beschreibt Jan-Oliver Siebrand das Aufgabengebiet der Hamburger Handelskammer, die die Interessen von 180.000 Hamburger Unternehmen mit ca. 1 Millionen Beschäftigten über alle Branchen hinweg vertritt. Im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ ist der Leiter des Bereichs Nachhaltigkeit und Mobilität aktueller Gast. Das große Ziel der Hamburger Wirtschaft ist es, bis 2040 klimaneutral zu sein. Das soll auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken. Welche Rolle die Handelskammer im Bereich der Stadtentwicklung spielt, wird im Gespräch mit Sabine de Buhr, Städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, diskutiert. „Die Innovation in der Wirtschaft ist viel schneller, als wir es uns vorstellen können,“ macht der Vertreter der Hamburger Handelskammer deutlich. In der Stadt spielen Fragen der Standortbedingungen von Unternehmen, das Angebot an Grundstücken, die Erreichbarkeit, das Verhältnis zur Nachbarschaft sowie gute Lebens- und Arbeitsbedingungen für Arbeitskräfte eine zentrale Rolle. In der gemischt genutzten Stadt entstehen häufig Nutzungskonflikte zwischen Handel, Dienstleistung, Gewerbe und beispielsweise Wohnen oder Freizeit. Die bekanntesten Konfliktpotentiale sind dabei die Organisation des ruhenden Verkehres und die Erreichbarkeit. Besprochen werden Beispiele, bei denen mit städtebaulichen Lösungen das gegenseitige Stören von Nutzungen minimiert wurde.
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Trotz Wohnungskrise – junge Genossenschaften gehen ihren Weg
Was haben ein altes Finanzamt und ein ungenutztes Parkhaus gemeinsam? Beide sind jeweils Teil nachhaltiger, kreativer und gemeinwohlorientierter Genossenschaftsprojekte. Beim Neuen Amt Altona handelt es sich um einen innovativen Co-Workingspace mitten in Hamburg-Altona und beim Gröninger Hof um zukunftsfähiges Wohnen und Arbeiten in Hamburgs Altstadt. Wo Wohnungs- und Büromieten für manche unerschwinglich sind, gehen zwei Projekte andere Wege. „Wir konnten es schaffen - auch aus der Kraft der Genossenschaft heraus“, erläutert Christina Veldhoen vom Neuen Amt Altona. In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, IBA Hamburg, mit ihr und Björge Köhler, Gröninger Hof, über Finanzierungsmodelle, Engagement und die Idee einer anderen Art der Immobilienentwicklung. Im Gespräch wird deutlich: „Man braucht auch Mut“.
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Gehört auch das Scheitern von Ideen zu einer innovativen Stadtentwicklung?
„Bauausstellungen sind das deutsche Experimentierformat für den Städtebau und für die Architektur“, sagt Uli Hellweg als aktueller Gast im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Der ehemalige Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg 2006-2013 erläutert, dass mit diesem Format ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und innovatives ausprobiert wird. Die gefundenen Lösungen bleiben als nachhaltige gebaute Projekte erhalten. Einige der Hamburger Ideen haben deutschlandweit Schule gemacht. Dazu zähle das erfolgreiche IBA-Projekt der Bildungsoffensive. „Die Frage der sozialen Spaltung der Stadt treibt viele Städte um“, berichtet Uli Hellweg. Im Gespräch mit Sabine de Buhr, Städtebauliche Leitung der IBA Hamburg, wird deutlich, dass es auch zur „Stadt im Klimawandel“ Nachfolgeprojekte gibt. Der Aufbau eines eigenen Nahwärmenetzes in Wilhelmsburg war ein eher unauffälliges Projekt der Internationalen Bauausstellung Hamburg. Aus heutiger Sicht zeigt sich, wie visionär und nachhaltig insbesondere diese Idee war. Für Uli Hellweg ist „der Wert unserer Städte auch als soziale Integrations- und Innovationsmotoren enorm groß.“ Dabei stehe die Zukunftsfähigkeit der Städte auf drei Säulen: Einer frühzeitigen Kommunikation mit der Zivilgesellschaft unter Einbeziehung von Stadtpionieren, dem Bau von ökologisch und klimatisch nachhaltigen Projekten sowie vernünftigen robusten städtebaulichen Konzepten mit Offenheit für Anpassung und Veränderung in der Zukunft.
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Was macht eine Stadt zukunftsfähig?
Welche Themen für die Stadt von übermorgen eine zentrale Rolle spielen diskutiert Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg mit ihrem aktuellen Gast. „Veränderungsprozesse brauchen Leadership,“ sagt Dr. Julian Petrin, Gründer von Urbanista und Nexthamburg im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Städte wie Hamburg müssen sich grundsätzlich zukunftsfähig aufstellen, flexibler sein und Planungshorizonte länger denken, um Lösungen für Zukunftsfragen zu finden. Zentrale urbane Fragestellungen ergeben sich aus den fünf Themen Hypervielfalt, Zuwanderung, technologische Entwicklungen, innovative Produktionsformen und neue Mobilitätstrends. Julian Petrin möchte hier weiterdenken: „Wie organisiert man Stadtentwicklung unter Einbeziehung aller ökonomischen Kräfte anders und zwar gemeinwohlorientiert und nicht versteckt kommerzialisiert?“ Im Gespräch werden zudem Beispiele für zukunftsfähige Stadtplanung in Aarhus, Malmö und Offenbach erläutert. Julian Petrin schätzt das reale Experiment: „Wir müssen Dinge auch erproben.“ Darüber hinaus geht es auch um die Entwicklung von Hamburg Wilhelmsburg in den vergangenen Jahren.
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Hamburger Perlen: Wohnstifte bieten bezahlbare Wohnungen
Hamburger Wohnstifte sind eine ideale Lösung für ältere Menschen mit kleinem Geldbeutel. Die Hansestadt verfügt über eine historisch gewachsene Wohnstiftkultur mit über 100 unterschiedlichen Stiftungen, die bezahlbare Mieten für ca. 8.000 bis 10.000 Wohnungen anbieten. So entstanden über die ganze Stadt verteilt Gebäude für beispielsweise Seefahrerwitwen, Waisen, unversorgte Frauen oder ältere Künstler mit niedrigem Einkommen. „Der Schwerpunkt vieler Wohnstifte ist tatsächlich die Vermietung von Wohnraum an ältere Menschen“, erläutert Christina Baumeister, Sprecherin des Hamburger Bündnis für Wohnstifte im aktuellen Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Im Gespräch mit Sabine de Buhr von der IBA Hamburg wird deutlich, dass Wohnstifte nicht nur über einen umfänglichen Bestand verfügen, sondern auch neue Wohnungen zumeist auf ihren eigenen Grundstücken bauen. Darüber hinaus wollen vier Stiftungen gemeinsam im Wilhelmsburger Rathausviertel ca. 200 Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen errichten. Die größte Herausforderung liege aber in der Sicherung der Existenz der Vielfalt der Wohnstifte. Diese müssen zeitgemäß weiterentwickelt werden insbesondere im Bereich der Barrierefreiheit und der energetischen Ausstattung, erläutert Christina Baumeister. Die IBA Hamburg-Podcasthörer:innen erfahren auch, wie man sich um Wohnraum bewerben kann. Wie überall gilt hier: „Es gibt immer mehr Bewerbungen als Wohnungen.“
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Neue Parks in der Stadt: Was zeichnet eine gute Planung aus?
Die Aufgabe von Landschaftsplaner:innen ist wichtig: sie entwerfen grüne Orte, die von vielen unterschiedlichen Menschen jeden Alters genutzt werden und die über Jahrzehnte bestehen. Angebote für Aktivität sowie Orte der Begegnung zu schaffen ebenso wie Räume für Ruhe und Naturnähe im Park anzubieten, gehören zu den planerischen Aufgaben. „Wir arbeiten mit dem Bühne-Tribüne-Prinzip: Es gibt immer Menschen, die etwas machen und welche die zugucken wollen“. Landschaftsplaner und Partner des Berliner Planungsbüro Atelier Loidl Leonard Grosch ist zu Gast im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Leonard Grosch hält es für wichtig „nicht alle Angebote mit der Gießkanne über den Park zu verstreuen, sondern eine Hierarchie zu schaffen zwischen intensiven Hotspots und Naturnähe auf der anderen Seite“. Im Gespräch mit Sabine de Buhr wird deutlich, dass gute Sichtbeziehungen, Anpassungen an den Klimawandel und grüne Ruhezonen ebenso bedeutsam sind wie Spiel, Sport und Spaß. Das Planungsbüro Atelier Loidl hat u. a. den Berliner Gleisdreieckpark sowie den Baakenpark in der Hafencity geplant und gestaltet nun in Oberbillwerder den Grünen Loop und den Aktivitätspark.
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Ist Hamburg Vorbild bei der Bewältigung der Klimakrise?
„Wir sind mittendrin im Klimawandel“ Der diesjährige Sommer bietet erneut Anlass über die Themen Hitze, Starkregen und Frischluft in der Stadt zu sprechen. Jens Kerstan, Hamburgs Senator für Umwelt, Energie, Klima und Agrarwirtschaft ist zu Gast im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ der IBA Hamburg. In den Blick genommen werden die städtischen Strategien zur Entsiegelung von Flächen, die Grundidee der Schwammstadt sowie die Auswirkung von grünen Dächern und Fassaden auf das Stadtklima. Dabei müsse die Umsetzung jetzt von erfolgreichen Pilotprojekten in die Breite gehen, sagt Jens Kerstan. Seine Behörde hat neben Klima, Umwelt und Energie auch die Aufsicht über große städtische Unternehmen wie Hamburg Wasser, die Stadtreinigung oder die Energiegesellschaften und verwaltet den Naturschutz, die Grünflächen, die Gewässer und die Luftqualität in Hamburg. Das bietet Moderatorin Sabine de Buhr viel Stoff für ein spannendes Podcastgespräch. Der Umweltsenator macht deutlich, dass Klimaschutz und Soziales immer zusammengedacht werden müssen, um ein nicht mehr zeitgemäßes gegeneinander ausspielen zu beenden. „Guter Klimaschutz ist gleichzeitig auch Sozialpolitik, wenn man es richtig macht.“ Diskutiert werden zudem die Energie- und Wärmewende in Hamburg mit der Tiefengeothermie in Wilhelmsburg sowie Förderprogramme zur Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien. „Mich stört immer an der Klimadebatte, dass nur über die Investitionskosten geredet wird und nicht über das, was man damit einspart.“ Kerstan lädt dazu ein, auf die Vorteile des erneuerbaren Stroms und der Wärme aus Hamburg zu setzen: „…von Hamburger Handwerker:innen auf das Dach oder in den Keller geschraubt, dann ist man unabhängig von den Schwankungen der Rohstoffmärkte“.
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Die Zukunftsthemen der Stadtentwicklung: im Gespräch mit Senatorin Karen Pein
„Wir haben eine deutlich gehemmte Bautätigkeit in Hamburg. Das dürfen wir nicht unterschätzen,“ sagt die Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein. In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ werden Lösungswege angesichts eines stagnierenden Wohnungsbaus diskutiert. Die Stadtentwicklungsbehörde erhöhte die öffentliche Wohnraumförderung und passte Förderdarlehen an, um Maßnahmen zu ergreifen. Laut Karen Pein ist der wichtigste Faktor die 1% Finanzierung, die für mehr geförderten Wohnungsbau sorgt. Die Hamburger Stadtentwicklungssenatorin beschäftigt sich seit Beginn ihrer Amtszeit intensiv mit dem Themenfeld Klimawandel und der Anpassung des Hamburgischen Klimaschutzgesetz. Karen Pein sieht es als ihre Aufgabe an den „Dreiklang der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales“ zusammenzubringen. Es gilt insbesondere Antworten zu finden, wie bestehende Gebäude Klimaneutralität erreichen, ohne dass die Bürgerinnen und Bürger finanziell überfordert werden.
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Muss in Hamburg nachhaltiger gebaut werden?
„Das Thema Nachhaltigkeit kontra Bezahlbarkeit ist die falsche Frage. Wir können uns gar nicht mehr erlauben nicht nachhaltig zu bauen,“ sagt Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer. Im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wird deutlich, dass Architektur und Städtebau sich derzeit nicht besonders schnell verändern lassen. Hohe Standards verteuern das Bauen und Genehmigungsprozesse der Verwaltung machen es zäh und langwierig. In der Diskussion wird gefordert, dass alle viel stärker sektorübergreifend agieren müssten, um Zielkonflikte zeitnah erfolgreich zu lösen. Sabine de Buhr, Städtebauliche Leitung der IBA Hamburg fragt kritisch nach, ob in Hamburg ausreichend innovative Bauten realisiert werden, die Antworten zum Thema Klimaschutz und Klimaanpassung in der Stadt geben. Dazu Karin Loosen „Was wir im Moment wirklich brauchen, sind mutige Bauherren, die auch Chancen und Möglichkeiten sehen.“ Dabei könnten auch ein überzeugende Grün- und Freiraum eine Lösung für Hitzeperioden und Stress in der Stadt bieten. Die Menschen wünschen sich auch mehr Zugänge zum Wasser in Hamburg. Gefordert sei Mut für neue Wege.
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Wie gelingt die Mobilitätswende in der Stadt?
Über Mobilität und Verkehr lässt sich jederzeit streiten. In dieser Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wird mit dem Verkehrsexperten und -planer Konrad Rothfuchs über die kritischen Stellschrauben der Mobilitätswende diskutiert. In Hamburg entwickelt sich laut einer aktuellen Studie der Individualverkehr mit dem PKW deutlich zurück. Die erfolgreiche Stärkung des Radverkehrs bei Entfernungen bis zu 8 km sind laut Rothfuchs von großer Bedeutung. Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, sieht die Akzeptanz der Bevölkerung als bedeutsam für die Verkehrsentwicklung an, setzt aber auch auf mutige Verkehrsversuche, um Erfahrungen sammeln zu können. Gemeinsam diskutiert werden die Dauerbrenner der Verkehrsplanung wie sichere Radwege, Geschwindigkeitsbeschränkungen, der Ausbau des ÖPNV, Parkverbote sowie Anwohnerparken. „Verkehr ist ein Thema, das man behutsam entwickeln muss“, sagt Konrad Rothfuchs, der seine Arbeit auch mit Verkehrspsychologie beschreibt. Ein weiteres Thema im Podcast ist das autonome Fahren mit seinen Chancen und Risiken.
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Bleibt die Stadtplanung auf einem Auge blind?
Expertinnen des Gender Planning entwickeln und realisieren Projekte, die auf die Bedürfnisse aller Menschen und deren unterschiedliche soziale Rollen eingehen. „Man kann sich planerische Themen auch durch die Geschlechterbrille anschauen,“ sagt Eva Kail von der Stadtbaudirektion Wien im aktuellen Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen.“ Gender bedeutet mehr als Geschlecht. Es geht dabei um Lebensphasen, Alter, kulturelle Prägung, soziale Rollen, d.h. Unterschiede, die es erforderlich machen, zielgruppengerecht zu bauen. Die Planungsansätze der gendergerechten Stadt sind nicht überall bekannt. Die Themen sind es schon: Fragen zur Nutzung öffentlicher Freiräume, der Gestaltung öffentlicher Straßen und des Verkehrsnetzes, die Einstellung der Gehgeschwindigkeit bei Ampelschaltungen sowie Qualitäten der lokalen Nachbarschaft bzw. der unmittelbaren Wohnumgebung. Wo schafft die Planung Angsträume oder Wohlfühlräume, auf welche Nutzungswünsche im öffentlichen Raum geht sie ein und welche Wegeketten und „Fußgehwunschlinien“ finden bei der Planung Beachtung. Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, diskutiert mit ihrem Gast konkrete Beispiele zur Umsetzung vom gendergerechten öffentlichen Raum. Ziel ist es, möglichst verschiedene Nutzer:innengruppen parallel zu erreichen und eine Angebotsvielfalt zu schaffen, die unterschiedlichen Bedürfnissen einen Raum gibt. „Es muss eine Chancengleichheit für das Nutzungsangebote geben“, sagt Eva Kail. Das Sportangebot sollte sich nicht nur auf Fußballplätze und Skaterpark beschränken, die überwiegend von Jungen genutzt werden. Mädchengruppen fühlen sich laut einer Wiener Studie stärker von anderen Angeboten angesprochen. Die Stadt Wien hat inzwischen konkrete Handlungsempfehlungen und Richtlinien für die Stadtplanung veröffentlicht. Neben Wien finden sich auch in Barcelona, Paris, Umea (Schweden), München und Berlin Beispiele für eine zielgruppenorientierte und damit gendergerechte Stadtplanung.
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Stadt und Stadtraum im Wandel: Welche Antworten bietet die IBA27 in Stuttgart?
In dieser Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ ist Andreas Hofer zu Gast. Der Geschäftsführer und Intendant der Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart sieht bei seiner Arbeit aktuelle Parallelen zur Stuttgarter Weißenhofsiedlung, wo im Jahre 1927 Architekten eine Blaupause für moderne Architektur schufen. Er erwartet von den neuen IBA-Projekten eine innovative Architektur bezogen auf die aktuellen Fragen zu Klimawandel, Materialität und Struktur. Im Gespräch mit IBA Hamburg Geschäftsführerin Sabine de Buhr werden Lösungsansätze zu Themen wie Nutzungsmischung, produktive Stadt sowie Flächenkonkurrenz diskutiert. Die IBA27 sucht mit ihren Projekten Antworten für Maßstab und Dichte von Quartieren, für rationelles Bauen sowie zur Zukunft der Zentren. Andreas Hofers positive Utopie zur Innenstadtentwicklung beschreibt das Florenz des 16. Jahrhunderts, „wo gebetet, geschlachtet, gehandelt, diskutiert, gestritten und geliebt wird.“
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Die Kreativwirtschaft als willkommener Partner in der Stadtentwicklung
„Wir müssen daran arbeiten, dass eine Vielfalt in die innere Stadt zurückkommt“, fordert Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Mit dem aktuellen Zwischennutzungsprogramm „Freiflächen“, dass in 50 Einzelprojekten Kreativen günstige Räume und Flächen insbesondere in zentralen Lagen vermittelt, ist die erfolgreiche Arbeit der Kreativ Gesellschaft in der Stadt sichtbarer geworden. In dieser Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wird deutlich, dass es weiterhin eine große Nachfrage nach bezahlbaren Räumen gibt. Sabine de Buhr, Interims-Geschäftsführerin der IBA Hamburg, diskutiert mit ihrem Gast, wie auch in Neubauquartieren Angebote für Kreative geschaffen werden können. Wichtig sei ein Angebot an unterschiedlich großen Flächen, die Lage im Quartier, eine bauliche Flexibilität sowie Standards, die niedrige Mietpreise ermöglichen, so Egbert Rühl. Zumeist stehen Neubauquartiere in der Anfangsphase vor der Herausforderung, die Flächen in den Erdgeschosszonen zu beleben. Seit 2010 sorgt die Hamburger Kreativ Gesellschaft dafür, dass es eine eigene Wirtschaftsförderung für die Kreativen in der Hansestadt gibt. Dabei sollen die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft u. a. mit Hilfe von mehr als 60 Mitarbeiter:innen verbessert werden.
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Mobility Hub: Was kann dieser neue Stadtbaustein für Hamburg leisten?
Mobility Hubs könnten sich zu belebten Treffpunkten der Nachbarschaft entwickeln: Parken, ein- und umsteigen, einkaufen, Sport treiben und Nachbar:innen treffen. Hier sollen sich idealerweise Funktion und Freizeit verbinden. In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ geht Sabine de Buhr von der IBA Hamburg mit ihren Gästen der Frage nach, wie das gelingen kann. Christian Scheler, von 1komm2, erläutert die Idee und das Konzept von Mobility Hubs am Beispiel von Hamburgs 105. Stadtteil Oberbillwerder. Dabei gehe es für ihn nicht nur um das Thema der parkenden PKW, sondern er fragt grundsätzlicher: „Was für Mobilitätsangebote brauche ich, um meinen Alltag zu organisieren?“ Ein Mobility Hub muss als zusätzlicher Stadtbaustein noch seine Form und Funktion in neuen Quartieren finden. Neben dem Parkraumangebot gilt es hier weitere Leistungen anzubieten. Von der Fahrradwerkstatt und Paketstation kann es im Gebäude zusätzliche Angebote wie Kultur, Sport, Gastronomie, Einzelhandel etc. geben. „In den Erdgeschosszonen soll das Platz finden, was ein lebendiges Quartier braucht“, sagt Andrea Soyka von der steg Hamburg. Es wird ein Ort der Begegnung, an dem sich idealerweise die alltäglichen Wege der Bewohner:innen kreuzen. Sabine de Buhr stellt darüber hinaus zusätzliche Funktionen und Nutzungen für die Dächer der Mobility Hubs in Oberbillwerder vor. Hier seien Energiegewinnung, Regenretention durch begrünte Dächer sowie öffentliche Sportflächen als Dachnutzungen denkbar. Gemeinsam diskutiert werden auch bereits realisierte Mobility Hubs in Kopenhagen, Aarhus und Wien. Da das Thema noch neu ist, fördert das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebau 2018/19“ das Hamburger Projekt „Mobility Hubs für eine nachhaltige Quartiersentwicklung“.
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Bezahlbarer Wohnraum und Wohnperspektiven für Mieter:innen
In der derzeitigen Situation von Preissteigerungen lohne sich eine Überprüfung der Nebenkostenabrechnung immer, betont Dr. Rolf Bosse, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Mietervereins zu Hamburg. Ca. 75-80% des Wohnungsbestandes in der Hansestadt sind Mietwohnungen. In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ diskutiert IBA-Geschäftsführerin Karen Pein mit ihrem Gast Strategien für bezahlbares Wohnen, Forderungen von Mieter:innen an die Quartiersentwicklung und die Erreichung von Klimaschutzzielen. Der Mieterverein zu Hamburg bietet Beratung für Mieter:innen rund um ihre Rechte und umfasst mehr als 73.000 Mitgliedshaushalte. Dabei liegen die Schwerpunktberatungen bei den Themen Nebenkostenabrechnung, Mieterhöhungen, Wohnungsmängel, Mietpreisbremse und Modernisierungen. Das Selbstverständnis umfasst mehr als Verbraucherschutzinformationen zum Thema Mietrecht. „Der Mieterverein macht sich stark für Mieter:innen und versucht sich Gehör zu verschaffen bei der Politik und der Wohnungswirtschaft“ erläutert Dr. Rolf Bosse. Gemeinsam besprochen wird, wie Wohnen und Wohnungsbau bezahlbar bleiben kann bei gleichzeitiger Einhaltung der Klimaschutzziele. Das Energieversorgungskonzept für Oberbillwerder beispielsweise zeige, dass eine vollständig erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung bereits in naher Zukunft in einem Neubauquartier umsetzbar ist, hebt Karen Pein hervor.
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Welche Aufgabe haben Marketing und Branding in der Stadtentwicklung?
Im aktuellen Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ geht es um die Fragen, ob eine Stadtentwicklung ein Branding braucht und was eine erfolgreiche Markenentwicklung für Städte und Quartiere ausmacht. „Branding ist im Grunde das neue Wort für Identitäten bzw. Identitätsfindung“, sagt Claudia Fischer-Appelt, die in der Werbe- und Kommunikationsbranche wohl jede:r kennt. Sie arbeitete als Kreativchefin der Agentur fischerAppelt und ist Gründerin von Karl Anders, einer Hamburger Agentur für Design und Kommunikation. Markenentwicklung in der Stadtplanung sei wichtig, da es sich hier um viele sehr fachliche und abstrakte Themenbereiche handelt, die nicht für jede:n verständlich sind. „Branding schafft die Möglichkeit, Visionen sichtbar zu machen“, hebt Claudia Fischer-Appelt hervor. So gelingt es, komplexe Dinge vereinfacht herunterzubrechen. Beispielsweise werde die Marke Oberbillwerder u. a. durch diesen Podcast sehr gut sichtbar und erlebbarer gemacht. IBA-Geschäftsführerin Karen Pein bestätigt die positiven Effekte von Kommunikation und Marketing auf die Quartiersentwicklung. Diskutiert wird u. a. welche Trends im Marketing von Stadtentwicklung zukünftig zu erwarten sind. Das Thema Partizipation wird wichtig bleiben, sagt Claudia Fischer-Appelt. Das gelte nicht nur für Stadtteilmarken, sondern eigentlich überall in der Markenkommunikation: „Das Wir-Gefühl ist entscheidend“.
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Entscheiden die Schulgebäude über die Bildung der Zukunft?
In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ geht IBA Hamburg Geschäftsführerin Karen Pein der Frage nach, wie innovativ der Schulbau in Hamburg ist. Bei Schulgebäuden wird häufig ihre große Bedeutung betont: „Konjunkturprogramm Schulbau: für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“ und „Innovative Schulbauten für die Bildung der Zukunft“ lauten dann die Schlagzeilen. „Wir sind schon seit langem dabei, nicht nur Klassenräume zu denken, sondern gemeinsam mit den Schulen Lernräume, Lernfelder, Lernwelten zu entwickeln“, sagt Jan Schneck, Leiter des Bereich Nord bei Schulbau Hamburg. Der Landesbetrieb unter dem Dach der Finanzbehörde der Stadt Hamburg ist verantwortlich für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung von 365 Schulen mit rund 3000 Gebäuden. Der Klimawandel hat auch in Hamburg Einfluss auf Gebäude, Technik und Schulhofgestaltung. Jan Schneck berichtet von der Umsetzung der Gründachstrategie, so dass bis Ende 2022 rund 100 Schulgebäude ein Gründach haben. Ebenso gibt es die Nutzung von Photovoltaik in Verbindung mit Wärmepumpen beim Schulneubau sowie eine Energieeffizienz von kfw 40. Bei der Materialauswahl wird verstärkt Holz genutzt, um Schulen in Holzbauweise zu errichten. Der Podcastgast macht deutlich: „Gute Räume sind wichtig für gute Bildung.“ Weitere Gesprächsthemen im Podcast sind u. a. Beteiligung bei Planungen, Finanzierung sowie die Rolle von Schulen in der Quartiersentwicklung.
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Lebenslanges Lernen für große Stadtentwicklungsprojekte
„Die Seestadt versteht sich sehr stark auch als lernendes urbanes Labor, in dem man neue Dinge ausprobieren kann.“ sagt Lukas Lang, Planungsleiter bei Wien 3420 aspern development AG und verantwortlich für die Seestadt aspern. Sie ist mit 240 ha Gesamtfläche eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Europa. Aktuell leben dort 10.000 Menschen, von denen die ersten 2014 eingezogen sind. Bei Fertigstellung werden es rund 25.000 Bewohner:innen sein. Der aktuelle Podcast “Hallo Hamburg! Stadt neu bauen” thematisiert u. a. die Herausforderungen zu Beginn von großen Quartiersentwicklungen. Am Beispiel von Wien wird deutlich, dass frühzeitige Öffentlichkeitsarbeit, Raumbildung, Beteiligung und die Markenentwicklung bedeutsam sind. Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA Hamburg befragt ihren Gast zu den Qualitätsversprechen der Seestadt aspern. Die anfänglichen Ziele und große Visionen spielen für jedes Stadtentwicklungsprojekt eine zentrale Rolle. Diese müssen aber auch in operationalisierbare Ziele und Instrumente verwandelt werden, betont Lukas Lang. Lebenslanges Lernen sei wichtig sowie sich Zeit für Evaluationen mit Expert:innen und Kritker:innen zum bisher Erreichten zu nehmen. Von 2008 bis 2009 entwickelte beispielsweise Jan Gehl Architects das Handbuch „Partitur des öffentlichen Raums“ für aspern. Im Jahr 2018 wurde eine Evaluierung in der gebauten Seestadt vorgenommen und die Ergebnisse veröffentlicht. Die Seestadt aspern ist auch ein Wirtschaftsstandort mit rund 20.000 geplanten Arbeitsplätzen. Aktuell angesiedelt haben sich rund 300 Unternehmen - auch im produzierenden Gewerbe - mit 4000 Arbeitsplätzen. In neueren Quartieren der Seestadt gibt es mittlerweile bis zu 20% nicht Wohnnutzung mit kleinteilige Gewerbeflächen sowie einen gestapelten Gewerbehof für Handwerksbetriebe. Die Steuerung der Nutzungsmischung stand von Planungsbeginn an im Fokus. Dazu zählt das eigene Management für ausgewählte Erdgeschosszonen, um von Beginn an eine Vielfalt an gewerblichen Angeboten zu ermöglichen.
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Es bewegt sich was im Nahverkehr: Welche Wirkung haben das 9-Euro-Ticket und der Hamburg Takt in einer wachsenden Stadt?
Bei steigenden Benzinpreisen und einem 9-Euro-Ticket rückt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ins Blickfeld vieler Menschen. Im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ hat IBA-Geschäftsführerin Karen Pein mit Anna-Theresa Korbutt eine Fachfrau des ÖPNV zu Gast, die seit 2021 hvv-Geschäftsführerin ist. Der hvv ist der älteste Verkehrsverbund der Welt und weiterhin quicklebendig. Er übernimmt für drei Bundesländer, acht Kreise und fast 30 Verkehrsunternehmen das Management des gesamten Verkehrsangebots, d. h. für alle Bus-, Fähr-, U-, S-, A- und Regionalbahnleistungen im hvv. Dazu zählen beispielsweise 9.693 km² Verbundgebiet mit rund 10.000 Haltestellen sowie ca. 4.609 Fahrzeugen, wie Busse, U- und S-Bahnen sowie die Fähren. Das Mobilitätsangebot ist erweiterbar mit Sharing-Angeboten für Auto, Rad oder Roller, die u. a. über die Switch App gebucht werden. Die hvv-Geschäftsführerin möchte hier noch mehr Überzeugungsarbeit leisten und vermitteln, dass Sharing Mobility für jeden funktionieren kann. Karen Pein befragt ihren Gast u. a. zu den Plänen des Verkehrsverbundes angesichts der wachsenden Stadt. „Der Hamburg Takt ist das Versprechen, das jede:r Hamburger:in innerhalb von fünf Minuten Wegezeit Zugang zur öffentlichen Mobilität mit einem ÖPNV- Anschluss haben,“ erläutert Anna-Theresa Korbutt. Dies werde in mehreren Intervallen umgesetzt. Ein Blick in die Schweiz oder in die skandinavischen Länder zeige, dass ein Angebotsausbau des ÖPNV in dünnbesiedelten Regionen kostenintensiv sei, aber die Nutzung dann deutlich erhöhe und zur Änderung des Mobilitätsverhaltens beitrage. Eine der großen Herausforderungen in den kommenden Jahren liegt darin, dass die Menschen der ÖPNV-Nutzung gegenüber aufgeschlossener sein müssen und ihr eigenes Mobilitätsverhalten ändern. „ÖPNV muss man nutzen wollen, weil man die Vorteile des Systems erkennt“, sagt Anna-Theresa Korbutt. Sie berichtet auch, dass das 9-Euro-Ticket in den ersten zwei Juniwochen 30% Zuwachs an Fahrgästen gebracht habe. „Wenn der Preis bisher ein blockierender Faktor war, dann sollte man auch darüber reden.“
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Der Traum von der Mitgliedschaft in einer Wohnungsbaugenossenschaft
Wohnungsbaugenossenschaften stehen in dem Ruf günstige und stabile Mieten zu bieten. Das Genossenschaftsprinzip ist inzwischen von der UNESCO auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland gesetzt worden. Allein in Hamburg gibt es mit rund 40 Baugenossenschaften eine breite Vielfalt an genossenschaftlichen Wohnungsangeboten. In der Hansestadt haben die städtische SAGA und die Baugenossenschaften mit rund 300.000 Wohnungen zusammen einen Anteil von 46% an allen Mietwohnungen. „Wir machen das mal gemeinsam ist auch das Selbsthilfeprinzip, das in Genossenschaften steckt“, sagt Marko Lohmann, Vorstand der gemeinnützigen Baugenossenschaft Bergedorf-Bille. Er ist zu Gast im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ und diskutiert gemeinsam mit IBA-Geschäftsführerin Karen Pein über die aktuellen Probleme beim Wohnungsneubau. Hier sind die Auswirkungen durch Preissteigerungen, die Umstellung bei staatlichen Fördergeldern, der Fachkräftemangel, der Anstieg der Fremdkapitalzinsen und die größeren Materialengpässe deutlich zu spüren. Die Genossenschaft Bergedorf-Bille verfügt über fast 9500 Wohnungen in Bergedorf, Hamm-Horn sowie auch in Geesthacht oder in der HafenCity. Der Mietpreis im Bestand liegt derzeit bei durchschnittlich 7,13 Euro netto Kaltmiete pro Quadratmeter. Im Neubau variieren die Mietpreise derzeit je nach Herstellungskosten zwischen 11,50 Euro bis zu 14 Euro netto kalt. Marko Lohmann erläutert die Vorteile des Genossenschaftsprinzips und wie ein lebenslanges Wohnen ermöglicht wird bei sich verändernden Ansprüchen an die Größe oder Ausstattung einer Wohnung. In dieser Podcastfolge kann man erfahren, wie auch heute noch Traum der Mitgliedschaft in einer Wohnungsbaugenossenschaft Realität wird.
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Investition in das Gemeinwohl im Stadtteil – Zukunftsfähige Nachbarschafts-Projekte
„Wir brauchen in den Stadtentwicklungs- und Quartiersentwicklungsprojekten viel stärker den Kontakt zu den Menschen, um die es geht: dass es ein mit den Menschen wird und nicht ein für die Menschen,“ sagt Johanna Debik, Vorständin der Montag Stiftung, im aktuellen Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ der IBA Hamburg. Die in Bonn ansässige Montag Stiftung Urbane Räume konzentriert sich seit 2017/18 auf das Initiieren und Realisieren von Immobilienprojekten mit dem Ziel eine langfristige Perspektive für mehr Gemeinwohl im Stadtteil zu entwickeln. Die Projekte werden von der Montag Stiftung dabei gemeinsam mit Menschen vor Ort und zukünftigen Nutzer:innen entwickelt. IBA-Geschäftsführerin Karen Pein diskutiert mit ihrem Podcastgast welche zentralen Bausteine eine lebendige Nachbarschaftsentwicklung im Quartier langfristig und nachhaltig unterstützen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle, sondern auch um strukturelle, bauliche und organisatorische Unterstützung, die den Bewohner:innen bzw. dem Quartier ganz unmittelbar zugutekommt. Die gemeinsame Projektentwicklung mit Akteuren vor Ort brauche vor allem Zeit und die Möglichkeit des Ausprobierens, betont Johanna Debik. Dabei gilt es auch, die auftauchenden Interessenskonflikte „einfach auszuhalten und auch willkommen zu heißen“. Im Podcastgespräch wird deutlich, dass bei aller Unterschiedlichkeit der Standorte als auch der Gebäude häufig bestimmte Nutzungen für und von der Nachbarschaft gewünscht würden: kleine günstige Räume für Existenzgründer:innen, günstige gewerbliche Räume, ein großer Anteil gemeinschaftlicher Fläche im Gebäude und im Freiraum sowie bezahlbarer Wohnraum. Johanna Debik erläutert, wie eine Mischfinanzierung in den bereits realisierten Gebäuden es ermögliche, Räume gemeinnützigen Projekten und Vereinen dauerhaft kostenlos zur Verfügung zu stellen.
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Lassen sich Stadtwachstum und Naturschutz in Hamburg sinnvoll verknüpfen?
Malte Siegert, 1. Vorsitzender des NABU ist zu Gast bei IBA-Geschäftsführerin Karen Pein in der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Der NABU ist Deutschlands größter Naturschutz und Umweltverband und hat in Hamburg knapp 30.000 Mitglieder. Hier übernehmen zudem 500 Ehrenamtliche wichtige Aufgaben im Naturschutz. In der Stadtentwicklung gibt es viele Schnittstellen mit Naturschutzverbänden wie dem NABU. Er wird u. a. bei Bebauungsplanverfahren formal eingebunden und prüft dabei beispielsweise naturschutzrechtlichen Belange, die Ausgleichsmaßnahmen und ob gesetzlich vorgegebenen Maßnahmen auch umgesetzt werden. „Da sind wir eine Art Korrektiv im Sinne des gesamtgesellschaftlichen Interesses“, betont Malte Siegert. Gemeinsam diskutiert werden die Konflikte bei Flächenkonkurrenzen, wie sich die Biodiversität in der Stadt anhand konkreter Beispiele steigern lässt und welche Argumentationen es für und gegen Projektentwicklungen auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen in Hamburg gibt. Malte Siegert macht deutlich: „Erstmal steht für uns im Vordergrund, dass wir so wenig wie möglich Fläche verbrauchen.“ Zudem wird der Neubau von Einfamilien- und Reihenhäusern in Hamburg thematisiert.
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Starkregen und Hitzeereignisse in der Stadt: Welche erfolgreichen Strategien gibt es?
Die aktuelle Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ beschäftigt sich mit der Frage nach Konzepten für zu viel und zu wenig Wasser in Hamburg. Prof. Antje Stokman von der HafenCity Universität erläutert das Prinzip der Schwammstadt mit ihren Vorteilen für geregelten Abfluss von Regenwasser, Verdunstung und Kühlung. IBA-Geschäftsführerin Karen Pein diskutiert mit ihrem Gast wie man die funktionellen Maßnahmen der Schwammstadt um eine ästhetische Komponente erweitern kann. Gestaltete Projekte der Wasserrückhaltung sollen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wecken und es gibt einige gebaute Beispiele, bei denen Entwässerung erlebbar inszeniert wird. Zentraler Bestandteil der Regenrückhaltung ist das Gründach als Zwischenspeicher. Wie weit Hamburg mit seiner Gründachstrategie im Bestand und im Neubau fortgeschritten ist, wird kritisch betrachtet. Prof. Antje Stokman erläutert anhand von Beispielen, dass Fassadenbegrünung nicht nur ökologische sondern auch ökonomische Vorteile für Bauherr:innen und Immobilienbesitzer:innen haben kann. „Große Zukunftsthemen sind aus meiner Sicht Dürren und Hitzeereignisse im Sommer“, sagt die Landschaftsarchitektin. Die Versiegelung in der Stadt ist ein weiteres zentrales Gesprächsthema. Diskutiert wird, wie Neubauquartiere auch zur Biodiversität in einer Stadt beitragen können.
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Die Stadt braucht ihre Handwerksbetriebe direkt im Quartier
Im Fokus der Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ steht das Handwerk und dessen Bedeutung für die Stadtentwicklung. Allein in Hamburg gibt es 120 unterschiedliche Handwerksberufe. Dazu zählen im Bau- und Ausbau (z. B. Maurer:in, Heizungstechniker:in,...), im Bereich Ernährung (z. B. Bäcker:in, Bierbrauer:in,..), im Themenfeld Gesundheit (z.b. Optiker:in, Zahntechniker:in, …) sowie viele Berufsgruppen wie Reinigung, Schuster:in, Bestatter:in, Fotograf:in usw. In gemischt genutzten Neubauquartieren spielt die Ansiedlung von Handwerksbetrieben eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen auf kurzem Wege die Nahversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner. Hjalmar Stemmann, Präsident der Hamburger Handwerkskammer, weist darauf hin, dass eine bequeme Erreichbarkeit von Optiker, Hörgeräteakustiker, Bäckerei, oder Schuster eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen jeden Alters spielen. IBA-Geschäftsführerin Karen Pein diskutiert mit ihrem Gast Lösungen der potenziellen Konflikte von Wohn- und Gewerbenutzung in unmittelbarer Nachbarschaft. Hjalmar Stemmann sieht bei der Mischung in der heutigen Zeit deutlich geringere Konflikte, da insbesondere im Handwerk die Lärmimmissionen durch technischen Fortschritt zurückgegangen sind. Im Gespräch wird deutlich, dass in der Stadtplanung die Ansiedelung von Handwerksbetrieben individuell zu betrachten ist. Die Bandbreite an räumlichen wie technischen Anforderungen für einzelne Betriebe sei sehr groß. In Hamburg hat sich die Parksituation für Handwerker durch die umfänglichen Anwohnerparkzonen verschärft. Hier fordert der Präsident der Handwerkskammer dringend Lösungen ein, die teilweise erst auf Bundesebene gefunden werden müssen. Hjalmar Stemmann macht deutlich, dass die Klimawende nur gelingen kann, wenn auch die entsprechenden Handwerksbetriebe ausreichend Nachwuchs ausbilden könnten. Das Handwerk biete eine große Bandbreite an nachhaltigen Berufen, die einzelnen Bausteine der Klimawende konkret zu realisieren.
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Hamburg und sein Müll: Wie nutzen wir unseren Abfall besser?
Die Abfallvermeidung sowie die getrennte Sammlung von Müll trägt maßgeblich zur Einsparung von CO2 bei und spielt eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. In Hamburg fallen pro Jahr durchschnittlich 240 kg pro Kopf an Restmüll an, die es zu entsorgen gilt. Dazu kommen für jeden von uns pro Kopf noch ca. 52 kg Papier, 42 kg Bioabfälle und 23 kg im gelben Sack. „Das soll und muss auch weniger werden“, sagt Sven Winterberg, Vertriebsleiter der Stadtreinigung im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA Hamburg diskutiert mit ihrem Gast, welche Stellschrauben beim Thema Abfall und Quartiersentwicklung noch verändert werden müssen. Ein Unterflursystem zur Müllentsorgung bringt vor allem in Neubauquartieren viele Vorteile mit sich, erläutert Sven Winterberg. Die unterirdischen Gefäße sind deutlich größer, werden seltener angefahren und können zudem maschinell geleert werden. Die Einwurfschächte sind flächeneffizient, ansprechend im Aussehen und barrierefrei zugänglich. Damit werden Mülltonnen auf der Straße und Müllräume im Keller oder Erdgeschoss der Wohngebäude vermieden. „Müllentsorgung muss simpel, einfach und komfortabel sein. Die Systeme müssen in den Alltag der Menschen passen, sagt Sven Winterberg. Recycling und Kreislaufwirtschaft spielen zusätzlich eine immer größere Bedeutung und sollen weiter zukünftig weiter verbessert werden. „Müll ist wirklich Müll: das was irgendwo an einer Stelle versäumt wurde anders intelligenter zu nutzen.“
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So lassen sich Partizipations- und Planungsprozesse wirkungsvoller gestalten
„Wir haben nicht mehr so viel Zeit, um uns um zukunftsfähige Städte zu kümmern“, sagt Prof. Dr. Agnes Förster und fordert, dass die wichtigen Zukunftsthemen deutlich früher in Planungen integriert werden müssen. In dieser Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ diskutiert IBA Hamburg Geschäftsführerin Karen Pein mit ihrem Gast aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung sowie Gestaltung von Beteiligungsprozessen und Nachbarschaftsentwicklung. Professor Dr. Agnes Förster, Inhaberin des Lehrstuhls für Planungstheorie und Stadtentwicklung an der RWTH Aachen University, legt ihren Fokus darauf, den Raum mit den Prozessfragen zusammen zu bringen bzw. Räume und Prozesse zu gestalten. „Wir können in den Räumen vor Ort etwas lernen. Insofern ist Stadt immer auch eine Baustelle, in der wir gemeinsam daran arbeiten wie Zukunft ist und sein soll,“ sagt die studierte Architektin. In ihren Forschungsarbeiten ist Prof. Dr. Förster unter anderem der Frage nachgegangen, wie sich Planungsprozesse wirkungsvoller gestalten lassen. Ihre Erkenntnisse machen deutlich, dass sich durch einen anhaltenden Lernprozess die Planung und Umsetzung verändernden Gegebenheiten idealerweise anpasst. Pein und Förster vertiefen die Frage, welche Elemente zur Bildung und Stärkung lebendiger Quartiere und einer guten Nachbarschaft beitragen. Hier spielen zunächst Städtebau und Freiraumplanung eine zentrale Rolle, da sie unter anderem Begegnungsorte in einem Quartier definieren und gestalten. Zur Stärkung von Nachbarschaften sollten zudem im sogenannten Wohnumfeld (jenseits der eigenen Wohnungstür) die richtigen Impulse gesetzt werden. Prof. Dr. Förster hat in dieser Frage sechs Bedürfnisse identifiziert, die es dabei zu beachten gilt. Sie fordert Planer:innen grundsätzlich dazu auf, robuste Gerüste und Rahmen zu entwerfen, in denen eine lebendige Nutzungsvielfalt auch ermöglicht wird. Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeit von Prof. Dr. Förster, die die Vorteile der Partizipation auch als eine Form der Co-Kreation beschreibt, von der alle profitieren können. Insbesondere die Vermittlungsarbeit und das verständliche erklären spiele in komplexen Planungsprozessen eine immer größere Rolle und sollte in seiner Bedeutung nie unterschätzt werden.
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Bewahrt Hamburg sein Stadtgrün und passt es dem Klimawandel an?
Hamburg hat ca. 316 Grünanlagen, 225.000 Straßenbäume, 750 Spielplätze und über 5700 grüne Dächer. Dazu kommen 35.000 Kleingärten. In der aktuellen Folge des Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht IBA-Geschäftsführerin Karen Pein mit ihrem Gast darüber, ob die Hansestadt aktuell genug Stadtgrün für ein gutes Klima und eine ausreichende Erholung seiner Bewohnerschaft besitzt. Aus Sicht von Hans Gabányi, Leiter des Amts für Naturschutz, Grünplanung und Bodenschutz, ist die grüne Infrastruktur Hamburgs schon sehr gut aufgestellt aber noch nicht ausreichend auf die Herausforderungen des Klimawandels und wachsenden Erholungsbedürfnisse der Menschen vorbereitet. Das Grün spiele in Hamburg für die Lebensqualität eine große Rolle und diene der Erholung, dem Klima und der Biodiversität. In dieser Podcastfolge wird der unlängst erfolgreich geschlossene Vertrag für Hamburgs Stadtgrün erläutert. Er ermöglicht eine Stärkung des Grünen Netzes und erreicht eine kontinuierliche Verbesserung der bestehenden Grünräume mit unter anderem jährlich zusätzliche 17 Millionen Euro Budget. In Hamburg zeigt sich aktuell, dass die Nutzung des öffentlichen Raums in den Parks, Grünanlagen oder auf den Wasserflächen zunehmend konfliktbeladener zwischen allen Nutzergruppen ist. Hier gilt es wieder eine bessere Kultur des Miteinanders zu finden. Hans Gabányi wünscht sich, dass auch das Bewusstsein der Menschen für die Grüne Infrastruktur noch weiter gestärkt wird und stellt die aktuellen Ideen dafür vor.
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ABOUT THIS SHOW
Dieser Podcast zur Zukunft der Stadt diskutiert mit wechselnden Gästen Themen wie bezahlbares Wohnen, Freiraum, Architektur, Kultur, Mobilität, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz, Verkehr, Sport, Arbeitsplätze, Bildung, Mitwirkung, Nachbarschaften und Bürgerbeteiligung etc. Die Stadtentwicklung von morgen wird auch anhand von best practice Beispiele der Gäste vorgestellt. Die Shownotes jeder Podcastfolge ergänzen die diskutierten Themen und Projekte.Die IBA Hamburg als Gastgeberin entwickelt lebenswerte Wohnquartiere und neue Stadtteile in Hamburg durch eine zukunftsgerichtete Stadtplanung am Puls der Zeit. Ausführliche Informationen zu den Projekten der IBA Hamburg sind hier zu finden: www.iba-hamburg.de und unter www.oberbillwerder-hamburg.de
HOSTED BY
IBA Hamburg GmbH, Anke Hansing
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