Haus am Dom - Der Podcast podcast artwork

PODCAST · education

Haus am Dom - Der Podcast

Das Haus am Dom ist ein Bildungs-, Kultur- und Tagungszentrum des Bistums Limburg in Frankfurt am Main. Es versteht sich als Plattform zwischen Kirche und Gesellschaft und als Drehscheibe des städtischen und gesellschaftlichen Diskurses. Eröffnet wurde das Haus am Dom am 14. Januar 2007 durch Bischof Franz Kamphaus. Seither führen hier Gesprächsrunden und Akademietagungen zu aktuellen gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Themen Menschen zusammen. Es ist auch Podium für das Aktuelle Forum des Domkreises Kirche und Wissenschaft, zentraler Veranstaltungsort der Frankfurter katholischen Gemeinden und attraktiver Tagungsort für nichtkirchliche Gruppen und Institutionen. Ausstellungsräume des Museums für Moderne Kunst, der MMK-Zollsaal, und des Dommuseums, das so genannte Sakristeum, ergänzen das Angebot. Untergebracht ist das Zentrum im ehemaligen Hauptzollamt der Stadt in der Frankfurter Altstadt und in direkter Nachbarschaft zum Kaiserdom St. Bartholomäus.

Publisher-supplied feed metadata · PodParley refreshed Jun 10, 2026 · Source feed

  1. 279

    Mit Gott gegen die Demokratie

    Warum der christliche Nationalismus alle angeht Vortrag und Gespräch mit Arnd Henze und Meron Mendel, Moderation: Joachim Valentin Donald Trump wurde auch mit der Hilfe christlicher Nationalisten ins Weiße Haus gewählt. Denn unter dem Slogan „Make America Great Again“ vereinen sich in seiner „MAGA-Bewegung“ christlicher Nationalismus und ein Kult um Trump als Führungsfigur: MAGA ist nicht nur extremistisch, sondern speist sich auch aus gleichsam religiöser Verehrung Trumps. Und die Bewegung hat wenig gemeinsamen Inhalt, dafür aber deutliche Feindbilder: die liberale Gesellschaft und den demokratischen Rechtsstaat. In seinem neuen Buch „Mit Gott gegen Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“, das im März 2026 erschienen ist, zeigt Henze: Die Inszenierung des MAGA-Kults und das rigide Vorgehen der Regierung gegen Minderheiten und Gegner provozieren in den USA zunehmend Vergleiche zur NS-Zeit. Voreilige Analogien zur deutschen Vergangenheit gelten in unserer Erinnerungskultur zwar als tabu, aber sind es in den USA heute nicht doch ähnliche Fragen wie die, vor denen die Kirchen in Deutschland in den 1930er Jahren standen? Und: wie steht es um den christlichen Nationalismus in Deutschland? Bedroht er auch hier unsere Demokratie? Arnd Henze, geboren 1961, ist Fernsehredakteur beim WDR und Publizist. Er hat Theologie in Göttingen, Heidelberg und Berkeley, CA studiert. Seit 35 Jahren beschäftigt er sich mit internationalen Krisen und Konflikten. Von 2012 bis 2019 war er Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio. Viele seiner Reportagen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Meron Mendel (*1976 in Ramat Gan, Israel) ist ein israelisch-deutscher Pädagoge, Historiker und Publizist. Er leitet seit 2010 erfolgreich die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main und ist Professor für transnationale Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Bekannt ist er für sein Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus , seine Publikationen (z.B. „Über Israel reden“) und den jüdisch-muslimischen Dialog. Joachim Valentin ist habilitierter Fundamentaltheologe und Religionshistoriker. Seit 2005 leitet er das Haus am Dom in Frankfurt am Main. Er ist seit 2009 Professor für Christliche Religions- und Kulturtheorie an der Goethe-Universität Frankfurt. Er war 10 Jahre lang (Co) Vorsitzender des Rates der Religionen Frankfurt und hat den Hessischen Rundfunk und die Deutsche Bischofskonferenz jeweils mehr als 10 Jahre lang in Medien Fragen beraten. Eine Veranstaltung des Haus am Dom in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank.

  2. 278

    „Medien, Macht und Meinung"

    Medien prägen, was wir sehen – und wie wir denken. Zwischen Algorithmen, Empörung und Dauerbeschallung stellt sich die Frage: Wer beeinflusst eigentlich unsere Meinung – und wie frei ist sie noch? Beim Podium „Medien, Macht und Meinung“ diskutieren wir, wie mediale Dynamiken politische Haltungen formen, Radikalisierung antreiben oder eindämmen können – und was Angst, digitale Beschleunigung und permanente Erregung mit unserer Demokratie machen. Klar ist: Ohne echte Begegnung und offenen Dialog gerät das Vertrauen in gemeinsame Werte ins Wanken. Genau hier setzt „AGORA FFM – Demokratie braucht Begegnung“ an. Das Projekt macht Demokratie konkret erfahrbar – im Streitgespräch, im gemeinsamen Handeln, im direkten Austausch. Denn demokratischer Zusammenhalt entsteht nicht im Feed, sondern im Miteinander. Wir freuen uns sehr folgende Gäste für unsere Podiumsdiskussion gewonnen zu haben: - Navid Wali, Violence Prevention Network - Prof. Dr. Viera Pirker, Vizepräsidentin der Goethe-Universität Frankfurt mit Forschungsschwerpunkt Religionspädagogik und Mediendidaktik Moderation: Abdul-Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF Cover: Anne Zegelman

  3. 277

    RECHT UND ANGST IN DEMOKRATIEN

    Die Angst greift um sich. Sie scheint unser Handeln zu lähmen und Misstrauen in unserer Gesellschaft zu säen. An die Stelle nüchterner politischer Analyse tritt zunehmend eine Emotionalisierung, die sich in Hass und Hetze entlädt. Unsere Hoffnungen weichen düsteren Zukunftsbildern, und anstelle von Eigenverantwortung tritt das Gefühl persönlicher Ohnmacht. Es ist höchste Zeit, dieses vielschichtige Gefühl differenziert zu beleuchten – aus sozialpsychologischer, soziologischer und rechtsphilosophischer Perspektive. Wir möchten die Funktion der Angst in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragen und ihre Wirkungen genauer in den Blick nehmen. RECHT UND ANGST IN DEMOKRATIEN Prof. Dr. Benno Zabel, Universitätslehrer für Strafecht und Rechtsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt a.M., Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt a.M. Moderation: Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a.M. und Dramaturgin PROF. DR. BENNO ZABEL Benno Zabel ist Hochschullehrer an Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er hat Rechtswissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig studiert und in diesen Bereichen auch promoviert sowie habilitiert. Zwischen 2015 und 2021 war er an der Universität Bonn tätig. Seit 2021 lehrt er Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität. Er ist Zweiter Vorsitzender der Internationalen Vereinigung für Rechtsphilosophie – deutsche Sektion (IVR) und Mitglied des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Benno Zabel ist Mitherausgeber verschiedener Periodika und Buchreihen zur Strafrechtstheorie, Rechtskritik und Rechtsphilosophie. Zuletzt von ihm erschienen ist der Sammelband Faszination und Freiheit – Gegenwartsdiagnosen im Anschluss an Christoph Menkes Theorie der Befreiung (hrsg. mit Klaus Günther, 2025) und die Monographie Kritik der strafenden Vernunft. Studien zu Recht, Verletzlichkeit und Schmerz (2025).

  4. 276

    Ich designe meinen Tod

    Ob man sich nach dem Tod für eine Reerdigung entscheidet, bei der Körper in 40 Tagen zu Erde kompostiert oder man sich einen biologisch ab baubare Pilzsarg bestellt; ob die Asche im Fried wald verstreut wird oder der Leichnam in einer Baumkapsel landet oder ob nach der Kremierung eine Diamantbestattung folgt - all das liegt aktuell - den entsprechenden Geldbeutel vorausgesetzt - in der Entscheidung jedes und jeder einzelnen. Im Vergleich zu einer Zeit vor wenigen Jahrzehnten, in der allein die Erdbestattung im Sarg üblich war, kommt diese Entwicklung, einer Revolution gleich. Und sie erlangt zunehmend Gesetzesrang. Was bedeutet das für das soziale Miteinander und die Erinnerungskultur? Wie wird in den Sozialen Medien getrauert und erinnert? Welchen Heraus forderungen muss sich eine moderne Bestatterin stellen und was sagen andere Religionen dazu? Verena Maria Kitz, Pastoralreferentin, Leiterin des Fachzentrums Trauerseelsorge St. Michael, Frankfurt Tom Schröpfer, sterbenleben· trauerbegleitende Bestattungen Dr. Wolfgang Beck, Professor für Pastoraltheologie und Predigtlehre, TPHS Sankt Georgen Samir Bouaissa, Vors. Muslimische Friedhöfe Wuppertal e.V. Moderation: Dr. Joachim Valentin, Leiter Haus am Dom

  5. 275

    170 Jahre Ende der Roma-Sklaverei

    Vor 170 Jahren endete nach über 500 Jahren die Versklavung der Roma in Rumänien. Gemeinsam erinnern wir an die Befreiung, beleuchten verdrängte historische Kontinuitäten und geben Raum für Stimmen der Roma-Community. Mit Vorträgen, Musik und Gespräch möchten wir Vergangenheit sichtbar machen und Zukunft gestalten. DK Kooperation: · Amare le Roma e. V. · Bachtale Romnja* · Förderverein Roma e.V.

  6. 274

    Katrin Eigendorf: Erzählen, was ist

    Berichten am Limit in einer Zeit der Kriege Nur aus der Nähe, aus der eigenen Anschauung und Anteilnahme lässt sich über Krieg berichten. Mit großer Empathie und Genauigkeit macht die bekannte Journalistin komplexe Sachverhalte verständlich. Dadurch eröffnet sie Perspektiven, die uns nicht ohnmächtig zurücklassen, sondern Orientierung schaffen. · Katrin Eigendorf, ZDF-Sonderkorrespondentin Moderation: Dr. Lisa Straßberger, Katholische Akademie, Haus am Dom

  7. 273

    Angst als gesellschaftliche Stimmung

    Die Angst greift um sich. Sie scheint unser Handeln zu lähmen und Misstrauen in unserer Gesellschaft zu säen. An die Stelle nüchterner politischer Analyse tritt zunehmend eine Emotionalisierung, die sich in Hass und Hetze entlädt. Unsere Hoffnungen weichen düsteren Zukunftsbildern, und anstelle von Eigenverantwortung tritt das Gefühl persönlicher Ohnmacht. Es ist höchste Zeit, dieses vielschichtige Gefühl differenziert zu beleuchten – aus sozialpsychologischer, soziologischer und rechtsphilosophischer Perspektive. Wir möchten die Funktion der Angst in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragen und ihre Wirkungen genauer in den Blick nehmen. ANGST ALS GESELLSCHAFTLICHE STIMMUNG Prof. em. Dr. Heinz Bude, Professor em. für Makrosoziologie an der Universität Kassel PROF. EM. DR. HEINZ BUDE Heinz Bude, Jahrgang 1954, leitete von 2000 bis 2023 das Lehrgebiet Makrosoziologie an der Universität Kassel. Von 1992 bis 2014 war er zudem am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig und war dort Leiter des Arbeitsbereichs Die Gesellschaft der Bundesrepublik. Im Jahre 2016 erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie den Preis für Hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie. Seit 2020 ist er Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel. Unter seinen Veröffentlichungen Deutsche Karrieren (1987), Die Ausgeschlossenen (2008), Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee (2019) und zuletzt Abschied von den Boxern (2024) sowie der Roman mit Zeichnungen von Bude, Munk, Wieland Transit 64 (2025). Cover: Evgeni Tcherkasski auf Unsplash

  8. 272

    Kann KI Geist oder Kunst?

    Die Digitalisierung der Lebenswelt und der Einsatz von KI verändern unsere Welt dramatisch. Der Philosoph Daniel Martin Feige hat eine kritische Theorie der Digitalisierung geschrieben. Er ist der Meinung, dass digitale Technologien alles andere als neutrale Werkzeuge sind. Prof. Dr. Daniel Martin Feige, Stuttgart Moderation: Dr. Johannes Lorenz, Katholische Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt

  9. 271

    Erich Kästner: Herz, sprich lauter!

    Musikalische Soirée zum Gedenken an die Bücherverbrennung Im Mittelpunkt stehen Leben und Werk von Erich Kästner: Die eher unpolitischen Verse – frech, leicht frivol, manchmal böse … Und seine oftmals sehr politischen Texte – unbequem, gesellschaftskritisch, meist links … Unterhaltsam, voll bissigem Humor, mitreißend interpretiert und musikalisch ausgestaltet. · Ursula Kurze, Kompositionen, Gesang, Konzertgitarre

  10. 270

    Harald Welzer - Im Haus der Gefühle

    Die Ökokatastrophen galloppieren quasi uneingeschränkt und befördern verstärkte Ausbeutung und Gewalt in unserer imperialen Lebensweise. Antidemokraten propagieren erfolgreich neue fundamentalistische Projekte, verabschieden demokratische Errungenschaften und sprinten rückwärtsgewandt in die fossilistische Falle. Harald Welzer hält dagegen. Der Sozialpsychologe entwickelt neu eine Theorie eines guten Zusammenhaltes und von lebensdienlichen Orten, die Sicherheit, Zukünfte und Vertrauen eröffnen. Er zeigt Wege auf, die nötige sozialökologische Transformation neu und anders anzugehen. Ein zutiefst demokratisches Aufbegehren in bekannter intellektueller Schärfe. Prof. Dr. Harald Welzer, Sozialpsychologe, Potsdam Direktor FUTURZWEI-Stiftung Cover: Von Elena Ternovaja - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

  11. 269

    US-Politik unter Trump 2

    Folgen für die globale Gesundheitsversorgung und -politik Der US-Austritt aus der WHO und Kürzungen bei USAID haben weitreichende Folgen für die globale Gesundheitsvorsorge und Entwicklungshilfe. In der Veranstaltung werden die Auswirkungen auf die Gesundheitszusammenarbeit, medizinische Versorgung sowie die Rolle des Pandemievertrags thematisiert. · PD Dr. Peter Tinnemann, Leiter Gesundheitsamt Frankfurt · Dr. Andreas Wulf MD, Medico International e.V.

  12. 268

    Jonas Grethlein - Hoffnung - Eine Geschichte der Zuversicht

    Darf die Hoffnung heute eigentlich noch als Quelle der Kraft gelten oder ist sie nicht viel mehr eine Flucht vor der Realität? Jonas Gretlein untersucht 2500 Jahre Geschichte der Hoffnung. Prof. Jonas Grethlein, Altphilologe Heidelberg spricht mit Dr. Johannes Lorenz, Studienleiter Katholische Akademie Rabanus Maurus über sein Buch "Hoffnung - Eine Geschichte der Zuversicht“.

  13. 267

    Hoffen wider die Angst

    Wie das Christentum ist Judentum zentral vom Motiv der Hoffnung geprägt: Auf Schalom, umfassendes Heil, Gerechtigkeit und Frieden schon im Diesseits und das Kommen des Messias und die jenseitige Welt. Doch seit Jahrhunderten muss gegen eine brutale Realität „angehofft“ werden: Judenverfolgungen, massive gesellschaftliche Benachteiligung, Hass sprechen eine andere Sprache. Wie ist die Hoffnungsreligion Judentum damit umgegangen? · Rabbiner PD Dr. Jehoshua Ahrens Moderation: Prof. Dr. Joachim Valentin, Katholische Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom, Frankfurt

  14. 266

    Begegnungen mit dem Fremden. Die Bibel als Lese- und Lebensbuch.

    Die Bibel ist das meistverkaufte Buch der Welt. Es ist aber auch das Buch, das viele Missverständnisse hervorruft. Kornelia Siedlaczek hat in den letzten 35 Jahren die Bibel komplett gelesen und erzählt von ihren Erfahrungen mit dem Buch aller Bücher. Dr. Kornelia Siedlaczek im Gespräch mit Johannes Lorenz Foto von Aaron Burden auf Unsplash

  15. 265

    Partnerschaft auf Augenhöhe – Entwicklungsarbeit zwischen Limburg und Kamerun

    Diese Podcastfolge widmet sich der Frage, wie gleichberechtigte Partnerschaft in der Entwicklungszusammenarbeit gelingen kann – besonders vor dem Hintergrund globaler Machtverhältnisse und kolonialer Geschichte. Im Gespräch mit Robert Tanto, Winfried Montz und Marianne Pötter Janzen wird sichtbar, wie komplex das Ringen um Augenhöhe ist: zwischen unterschiedlichen Erwartungen, historischen Belastungen und der Suche nach neuen Formen gemeinsamer Verantwortung. Die Folge beleuchtet, wie Entscheidungsprozesse gestaltet werden, wo koloniale Kontinuitäten fortwirken und welche Schritte nötig sind, um echte Teilhabe zu ermöglichen. Kooperation: Eine Kooperation mit Misereor, der Abteilung Weltkirche und der Katholischen Akademie Rabanus Maurus im Rahmen der Misereor Fastenaktion 2026.

  16. 264

    Zuhören, erinnern, neu beginnen? – Interreligiöser Dialog und die Aufarbeitung der Missionsgeschichte

    Diese Podcastfolge öffnet ein Gespräch über Zuhören als kirchliche Haltung, die Aufarbeitung kolonialer Missionsgeschichte und die Chancen eines interreligiösen Dialogs, der über Höflichkeiten hinausgeht. Mit Pater Markus Hau, Provinzial des Pallottinerordens und Charlotte Njikoufon, Kone e.V, begegnen sich zwei Stimmen, die institutionelle Verantwortung und praktische Dialogarbeit verbinden. Im Zentrum steht die Frage, wie eine Kirche aussehen kann, die ihre Vergangenheit ehrlich betrachtet, verdrängte Stimmen stärkt und aus Fehlern lernt. Die Folge thematisiert koloniale Kontinuitäten, ein verändertes Missionsverständnis und den Weg zu einer glaubwürdigen Haltung zwischen Verantwortung und Versöhnung. Cover: Schönborn in Rom – Müssen Kirche im Globalen Süden zuhören – kath.ch Eine Kooperation mit Misereor und der Abteilung Weltkirche im Rahmen der Misereor Fastenaktion 2026

  17. 263

    Zwischen den Welten – Ein Gespräch über hybride Identitäten, Kolonialgeschichte und Literatur als Widerstand

    In dieser Folge steht die Autorin Mirrianne Mahn im Mittelpunkt, die über ihren Roman „Issa“ spricht – ein vielstimmiges Werk über Herkunft, koloniale Wunden und die Suche nach Zugehörigkeit. Das Gespräch führt tief hinein in Fragen hybrider Identität, die Spannung zwischen Fremdzuschreibung und Selbstermächtigung und die Spuren, die Missionsgeschichte und Kolonialismus bis heute in Körpern, Sprachen und Biografien hinterlassen. Mirriane Mahn erzählt, wie „Issa“ als Suchbewegung entstanden ist, warum Uneindeutigkeit ein produktiver Ort sein kann und welche Verantwortung Literatur in postkolonialen Gesellschaften trägt. Cover: Rowohlt Verlag Eine Kooperation mit Misereor und der Abteilung Weltkirche im Rahmen der Misereor Fastenaktion 2026

  18. 262

    Karimi trifft Thomas Metzinger

    Was bedeutet es heute zu glauben, zu denken, zu hoffen? Promi-Talk Ahmad Milad Karimi spricht mit inspirierenden Persönlichkeiten aus Religion, Philosophie, Politik, Kultur und Kunst. Direkt. Tiefgründig. Überraschend. Eine Gesprächsreihe über das, was uns trägt und was uns herausfordert. · Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi, Religionsphilosoph, Moderator · Prof. Dr. Thomas Metzinger, Philosoph u. Bewusstseinsforscher, Mainz Kooperation: hr2-kultur

  19. 261

    Ist der Tod das Ende?

    Ein Streitgespräch Kann die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist, vor dem Hintergrund eines naturwissenschaftlich aufgeklärten Weltbildes noch überzeugen? Drei Theologinnen und ein Theologe streiten sich darüber. Moderation: Dr. Johannes Lorenz, Katholische Akademie Rabanus Maurus · Dr. Aurica Jax, Münster · Dr. habil. Sarah Rosenhauer, Dresden · Dr. Fana Schiefen, Köln · Dr. habil. Gregor Taxacher, Dortmund

  20. 260

    Tonarten der Verkündigung – über Liturgie und Musik

    Tonarten der Verkündigung – über Liturgie und Musik Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Meinrad Walter Religion ohne Musik? Der Glaube bliebe sang- und klanglos. Im Singen und Spielen, aber auch im Hören werden Themen und Gesten, Gefühle und Gedanken lebendig. Das gilt für Gottesdienste ebenso wie für konzertante Werke. Gerade weil Musik ein kultureller und kirchlicher Aktivposten ist, braucht es eine Standortbestimmung, die auch die derzeitigen Veränderungsprozesse in den Blick nimmt: Wie gelingt das konstruktive Zusammenwirken pastoraler und musikalischer Kräfte, wenn die Gemeinden größer werden? Wie finden Glaubens- und Musikvermittlung zusammen, vom Lied zur Erstkommunion bis zum dramatischen Oratorium für Soli, Chor und Orchester? Meinrad Walter geht solchen Fragen an klangvollen Beispielen nach, von denen einige dann auch in die Eucharistiefeier einfließen werden. Cover: Hans Memling, Musizierende Engel (Detail), 1483–1494. Koninklijk Museum voor (c)

  21. 259

    Unter Heiden. Warum ich trotzdem Christ bleibe #hoffen

    Warum in der Kirche bleiben? In einer Zeit, in der Glaube oft nur mit Skandalen und Missbrauch verbunden wird, erzählt der Journalist Tobias Haberl, warum sein Glaube ihm wichtig bleibt. Ein persönlicher Blick auf das Leben als gläubiger Mensch in einer säkularen Welt. · Tobias Haberl, SZ-Journalist, Autor Moderation: Dr. Johannes Lorenz, Studienleiter für Theologie und Philosophie, Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt Cover: btb Verlag

  22. 258

    Hartmut Rosa - Situation und Konstellation: Vom Verschwinden des Spielraums

    Der Soziologe Hartmut Rosa aus Jena präsentiert seine neue Analyse unserer spätmodernen blockierten Gesellschaft, worin die toxischen Momente wachsen, die ökologische Katastrophe immer mehr sich Platz schafft und persönliche Ermessungsspielräume verschwinden. Zwei Soziolog:innen der Goethe-Universität hinferfragen diesen gesamtgesellschaftlichen Verlust der Handlungsenergien.

  23. 257

    Domgespräch mit Jean-Claude Kardinal Hollerich #hoffen

    In diesem Jahr ist zum Frankfurter Karlsamt Jean-Claude Kardinal Hollerich SJ zu Gast, der Erzbischof von Luxemburg. Er war Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) und Generalrelator der Bischofssynode »Für eine synodale Kirche«. Wir hören ihn zur Lage der Kirche in seinem Heimatland und weltweit.

  24. 256

    „Jin Jiyan Azadi“ von Daniela Sepehri – Poem Performance

    Kunst als Widerstand und als Zeichen der Solidarität mit den Menschen im Iran: Deutsch-iranische Menschenrechtsaktivistin Daniela Sepehri präsentiert in dieser Podcast-Folge ein starkes Poem: Es trägt den Titel „Jin Jiyan Azadi“ und stammt aus ihrem aktuellen Buch „Im Namen des Stiftes“, das 2025 im Lektora Verlag erschienen ist. Es folgt ein Gespräch mit SPD-Kommunalpolitikerin Hibba Kauser, in diesem nimmt Daniela Sepehri die Situation im Iran sowie die dortigen politischen Entwicklungen seit 2022 in den Blick. Sie macht ebenfalls die (fehlende) Solidarität Deutschlands mit den Menschen im Iran zum Thema und gibt Einblicke in ihren Alltag als Menschenrechtsaktivistin, der sie so manches Mal vor Herausforderungen stellt. In ihrem Buch „Im Namen des Stiftes“ präsentiert Daniela Sepehri Gedichte und Texte, die radikal ehrlich sind und dabei tief unter die Haut gehen. Mit vielschichtigen Themen wie Identität, Heimat, Rassismus und Frauenrechte lässt sie die Leser*innen eintauchen in die Welt persönlicher und gesellschaftlicher Kämpfe. Dabei wechselt sie mühelos zwischen Poesie und schonungsloser Kritik. In eindringlichen Worten zerlegt sie Strukturen der Unterdrückung und fordert uns auf, nicht länger zu schweigen. Jeder Text ist ein Weckruf, eine Einladung zum Hinsehen und Zuhören – und ein Appell, uns dem Hass entgegenzustellen. Ein aufrüttelndes Werk, das die Stimme erhebt für all jene, die oft überhört werden. Ein großes Dankeschön und die Credits gehen an den Lektora Verlag! Sie hören einen Audio-Ausschnitt der Veranstaltung „Im Namen des Stiftes“ (Daniela Sepehri) vom 16.01.2026, Haus am Dom, Frankfurt. Verantwortlich: Laura-Maria Joksimović, Studienleiterin für Weltanschauungsfragen und Lebenskunst  

  25. 255

    "Zonen der Angst" (Michael Roth)

    Michael Roth gibt Einblicke ins Leben von Berufspolitikern und beleuchtet den Druck, dem sie täglich ausgesetzt sind. Michael Roth beschreibt offen die "Zonen der Angst" in der Berufspolitik. Er reflektiert über den Druck, die Rituale der eigenen Partei oder Peergroup zu hinAterfragen, und die psychischen Belastungen, die er lange nicht erkannte. Mit seinem Buch will er anderen Mut machen, sich ihren eigenen Ängsten zu stellen. YZ Michael Roth, ehem. Mitglied des Deutschen Bundestages

  26. 254

    STÄRKE * SCHWÄCHE - Folge 5 … rabbinisch gesehen - Was bedeuten Stärke und Schwäche im Judentum?

    Wann wird eine vermeintliche Schwäche zur Stärke und was ist die Verantwortung der Stärkeren? Der Vortrag zeigt die rabbinische Reflektion biblischer Geschichten von Mose bis David und Goliath auf und was wir daraus für unseren Alltag lernen können. Mit: Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens, Bern

  27. 253

    Und es wurde Licht / Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel

    Gute Nachrichten sind heute selten – erst recht, wenn sie aus Israel kommen. Dabei gibt es sie: in einem Buch. Der israelische Journalist und Autor Igal Avidan berichtet aus einer irritierten Gesellschaft, in der Juden und Araber ein Zusammenleben gefunden hatten, das den Vorstellungen von ewigem Hass nicht entspricht. Eine friedliche Co- Existenz auf dem Vulkan – davon erfährt man in diesen Reportagen aus dem Alltagsleben in Israel vor dem 7.10.23. Aggression ist zwar an der Tagesordnung, Hilfe, Solidarität, Nachbar- und Freundschaft aber auch! Cover: Berenberg-Verlag

  28. 252

    Hannah Arendt 50. Todestag - Ich bin nur scheinbar von meinem Thema abgekommen …

    Soirée am Dom anlässlich des 50. Todestages von Hannah Arendt Eine interdisziplinäre Annäherung an die die große Philosophin. Besonders prägnante Texte werden vorgetragen und im Anschluss im Gespräch kommentiert. Eine Einführung. Diskutieren Sie mit! · Birgit Heuser, Schauspielerin, Frankfurt · Dr. Maike Weißpflug, Philosophin, Berlin

  29. 251

    Mitleid als Schwäche? Amerikas Kulturwandel im Gespräch

    Mitleid als Schwäche? Amerikas Kulturwandel im Gespräch Zuerst kommt die Familie, dann die Nation, dann vielleicht die Anderen. Sieht der Katholik und Amerikanische Vize-Präsident J.D. Vance universale Werte wie Mitleid als Schwäche an? Wir sprechen über kulturelle und ideengeschichtliche Veränderungen in den USA unter Donald Trump. Mit · Prof. DDr. Holger Zaborowski, Philosoph, Theologe, Erfurt · Prof. Dr. Johannes Völz, Amerikanist, Frankfurt

  30. 250

    STÄRKE * SCHWÄCHE - Folge 4 -Schwache und starke Künstliche Intelligenz. Wo stehen wir heute?

    Die KI-Forschung unterscheidet zwei Formen von künstlicher Intelligenz: schwache und starke KI. Während schwache KI auf spezifische Aufgaben beschränkt ist, kann starke KI theoretisch jede intellektuelle Aufgabe wie ein Mensch erfüllen. Kann sie auch ein Bewusstsein entwickeln? Wir bringen uns auf den neusten Stand der Forschung! · Dr. Manuela Lenzen, Wissenschaftsjournalistin, Philosophin, Lipperland

  31. 249

    Prof. Thomas Fuchs - Was wird aus dem Menschen?

    Symposium zum 150. Geburtstag von Carl Gustav Jung. Carl Gustav Jung (1875–1961) zählt neben Sigmund Freud und Alfred Adler zu den klassischen Vertretern der Tiefenpsychologie. Anlässlich seines 150. Geburtstags soll insbesondere das religionspsychologische Werk C. G. Jungs in den Blick genommen werden: Was sind die Grundlagen und zentralen Erkenntnisse? Worin besteht seine Relevanz für den interdisziplinären Diskurs? Festvortrag mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiater, Philosoph, Heidelberg Einführung: Ludger Verst, 2. Vorsitzender der C. G. Jung-Gesellschaft Köln

  32. 248

    Beziehungspflege – wie Paare langfristig glücklich bleiben

    Wie können Paarbeziehungen auch nach langer Zeit frisch und lebendig bleiben? Alltagsroutinen, unausgesprochene Erwartungen, Schwierigkeiten in der emotionalen Kommunikation und idealisierte Vorstellungen von Liebe erschweren es Paaren oft, anstrengende Phasen in der Beziehung als Chance zur Weiterentwicklung zu begreifen. · Dr. Sharon Brehm, Paartherapeutin und Bestsellerautorin (bekannt durch ihr Buch »WiederHerz Gestellt«) zeigt auf, dass emotionale Sicherheit die Grundlage für eine erfüllende Partnerschaft ist. Sie erläutert, wie diese Sicherheit als Basis für eine lebendige Beziehung dient und gibt praktische Tipps zur Beziehungspflege im Alltag.

  33. 247

    Harald Welzer: Das Haus der Gefühle

    Wir wohnen in unseren Gefühlen wie in Häusern. Diese inneren Landschaften prägen unsere Entscheidungen und sind das Ergebnis zahlreicher Einflüsse von der Geburt bis zum Erwachsenwerden. Wenn gewohnte Sicherheiten bröckeln, eine als gegeben vorausgesetzte Welt verschwindet, verunsichert das die Menschen zutiefst, ohne dass sie recht wissen, warum. Das nutzen Antidemokraten aus und schüren Angst, denn Demokratie setzt Vertrauen, Sicherheit und Zuversicht voraus. Aber das sind Gefühle und nichts, was man rational erlernt oder erklärt bekommen hat. Sie müssen gelebt werden, vital erworben worden sein in der Wirklichkeit. Erst das erlaubt ein Gefühl von Beheimatung und Zukunftsvertrauen. Harald Welzer zeigt, woraus unsere Weltbeziehungen gemacht sind. Und wie wirkungsvoll es für unsere Demokratie wäre, eine aufgeklärte, zupackende Politik der Gefühle zu haben.

  34. 246

    STÄRKE * SCHWÄCHE - Folge 3 - "Europas Hunde": Geschichte, Literatur und Widerstand in Belarus

    Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2025 Ein Melancholie und Humor vereinendes Großwerk der politischen Subversion“: Aus der Ferne schreibt Bacharevic˘ über seine halbautonome ­Heimat Belarus, vielstimmig, satirisch, düster und poetisch. ­Deren Geschichte und Mythen erscheinen in fiebrigen Figuren zwischen einem Imperium des totalitären Schreckens im Osten und einem Westen, der nicht ungeschoren davonkommt. Der Autor erfindet zwischendurch eine Kunstsprache, greift voraus in ein Berlin des Jahres 2050. Sein in Belarus verbotener Roman aus Großstadtgeschichte, Dorf-Prosa und Science-Fiction-Szenarien kreist um Fragen zu Autonomie und Identität. Alhierd Bacharevic˘, Schriftsteller Claus-Jürgen Göpfert, Journalist Moderation: Dr. Lisa Straßberger, Studienleiterin, Katholische Akademie Rabanus Maurus Cover: Anne Zegelman

  35. 245

    Sei du selbst und andere schlechte Ideen

    Sei du selbst - und andere schlechte Ideen. So heißt das jetzt in deutsch erschienene Buch des britischen Theologen Graham Tomlin. Wir haben mit ihm darüber gesprochen. Rt. Revd. Dr. Graham Tomlin, ehem. Bischof Church of England Im Gespräch mit: Helge Bezold, Evangelische Akademie Frankfurt und Johannes Lorenz, Katholische Akademie Rabanus Maurus

  36. 244

    4. SCIVIAS Literaturpreis - Ich und Du. Entdeckungen

    Der 4. Literaturwettbewerb des Bistums Limburg zielte auf diesen Moment: Wenn jemand aus sich herausgeht, sich aufmacht auf die andere Seite. Der Spielraum ist immens. Flora Webers neugierige Sammlung von Begegnungen, Gesprächssplittern und Social-Media-Posts: eine melancholisch-amüsierte Selbstverortung und das Auftauchen einer Persönlichkeit aus dem Grundrauschen tradierter und digital vermittelter Sprech- und Denkweisen. Finn Tubbes Besuch eines Sohnes bei seiner Mutter: Die eingeübten Wege des Gesprächs werden scharfkantig, die eingeübten Rollen obsolet. Im Prozess des Alterns und der damit einhergehenden Einschränkungen erscheinen Bindungs- und Fliehkräfte in einem labilen Gleichgewicht. · Dr. Raphaela Brüggenthies OSB, · Flora Weber, SCIVIAS-Literaturpreis 2025 · Finn Tubbe, SCIVIAS-Förderpreis 2025 · Michael Kumpfmüller, Laudatio Die Lesereise macht folgende Stationen:  Donnerstag, 30.10.2025, 19 Uhr: Kulturzentrum / Dombibliothek, Grabenstraße 37, 65549 Limburg Freitag, 31.10.2025, 19 Uhr: St. Petrus, Schloßstraße 15, 35745 Herborn Samstag, 1.11.2025, 16 Uhr: St. Raphael, Launsbacher Straße, 35435 Wißmar Kooperation: · KEB · Bischöfliches Ordinariat Limburg

  37. 243

    Kristine Bilkau »Halbinsel«

    Linn, die Umweltingenieurin: Für Annett ist die Tochter Verkörperung von Hoffnung, Sinn und Zukunft. Doch dann kippt Linn auf einer Tagung um – Kreislaufzusammenbruch, Erschöpfung. Mit großem Gespür lotet Kristine Bilkau drängende Fragen unserer Zeit aus – die Verantwortung der Älteren für den Zustand der Welt und den Wunsch der Jüngeren nach eigenem Sinn und Ziel. · Kristine Bilkau, Autorin

  38. 242

    Iraks christliches Erbe - Vom Überleben im Zweistromland

    Iraks christliches Erbe Vom Überleben im Zweistromland. Erstmals legte Matthias Kopp Anfang des Jahres eine alle Epochen umfassende Monographie über den Irak vor. Sie nimmt die Sicht des Christentums ein, das im Irak vor seinem Ende steht und zeichnet den Kampf der irakischen Christen für ihr kulturelles Erbe nach. Die religionswissenschaftliche Untersuchung fokussiert auch islamische Strömungen sowie religiöse Minderheiten und Ethnien, insbesondere die Jesiden, und bildet so ein Kaleidoskop des reichen Vermächtnisses an der Wiege der Menschheit und seiner aktuellen Gefährdung. · Dr. Matthias Kopp, Theologe, Archäologe, Pressesprecher Deutsche Bischofskonferenz Cover: Herder (c)

  39. 241

    STÄRKE * SCHWÄCHE - Folge 2 - 125 Tage Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Weg zur Macht

    Buchpräsentation Er polarisiert, er inspiriert, und er kämpft: Friedrich Merz hat den beispiellosen Sprung von der politischen Bühne ins Wirtschaftsleben und wieder zurück geschafft. Nach dem Wahlsieg der CDU/CSU steht er vor der größten Herausforderung seiner Karriere – die Führung Deutschlands als Bundeskanzler. Doch wer ist der Mann, der als Gegenentwurf zu Angela Merkel gilt und nun die politische Zukunft unseres Landes maßgeblich mitgestalten wird? Welche Vision verfolgt er? Und was haben wir von einem Bundeskanzler Friedrich Merz zu erwarten? · Volker Resing, Leiter des Ressorts „Berliner Republik“ beim Cicero

  40. 240

    Ist Gott (noch) allmächtig?

    Kann Gott scheitern? Wir diskutieren mit Prof. Dr. Andreas Krebs, Theologe und Philosoph. Im Glaubensbekenntnis bekennen Christen ihren Glauben an einen allmächtigen Gott. Doch was bedeutet dieses Attribut Gottes? Kann Gott womöglich sogar scheitern? Wir sprechen über Stärke und Schwäche ausgehend von der Frage, wie wir uns Gott vorstellen (können). Denn das hat Einfluss darauf, wie wir uns den Menschen vorstellen. · Prof. Dr. Andreas Krebs, Theologe und Philosoph, Bonn · Moderation: Dr. Johannes Lorenz, Studienleiter, Katholische Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt am Main

  41. 239

    STÄRKE * SCHWÄCHE - Folge 1 - Atomare Stärke und Frieden – passt das zusammen?

    Welche Rolle hat die nukleare Abschreckung? Macht sie stark? Und: welche Gefahren gehen von atomaren Rüstungs­systemen aus? Wir beleuchten diese Fragen, und wie natur­wissenschaft­liche Forschung zur Begrenzung der Gefahren beitragen kann, um lang­fristig nach­haltigen Frieden zu fördern. Angesichts der aktuellen geo­politischen Lage stellt sich immer wieder die Frage, ob eine Perspek­tive der nuklearen Abrüstung realistisch sein kann oder ob sie die Sicher­heit der Staaten schwächen könnte. In der ersten Folge unserer Halbjahres-Podcastreihe "Stärke*Schwäche" ist Studienleiterin Dr. Yvonne Kathrin Zelter im Gespräch mit Prof. Dr. Malte Göttsche, PRIF & TU Darmstadt | Cluster Natur- und Technik, wissenschaft­liche Rüstungs­kontroll­forschung (CNTR). Cover: Anne Zegelman

  42. 238

    Gemeinsinn: Der sechste, soziale Sinn - Buchvorstellung mit Prof. Aleida Assmann

    Gemeinsinn: Der sechste, soziale Sinn „Die resiliente Demokratie braucht kein Feindbild, aber einen starken Sinn für das, was Menschen miteinander verbindet und zusammenhält.“ In ihrem glänzend geschriebenen Buch zeigen Aleida und Jan Assmann kulturelle Rahmenbedingungen für Gemeinsinn auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie. Mit: Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann, Kulturwissenschaftlerin, Anglistin, Konstanz

  43. 237

    Tradwives: Hausfrauen – die neuen Internetstars

    Amerikanistin und Theologin Dr. Claudia Jetter spricht über sog. Tradwives. Gemeint sind Frauen, die in den sozialen Medien das Ideal der sorgenden und unterwürfigen Hausfrau verkörpern. Sie gewähren ausgewählte Einblicke in ihren Familienalltag, inszenieren sich als perfekte Ehefrau und Mutter und stehen für eine traditionelle Rollenverteilung. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Internetphänomen? Und warum polarisieren Tradwives? Dr. Claudia Jetter bietet in ihrem Vortrag neben Beschreibung und kritischen Beobachtungen des Phänomens auch Erklärungsansätze an, die dabei helfen, die Tradwife-Bewegung auf Social Media besser zu verstehen und einzuordnen. Zu hören sind Ausschnitte aus: Dr. Claudia Jetter, Vortrag zu: „Hausfrauen – die neuen Internetstars. Tradwives auf Instagram, TikTok & Co.“ vom 27.03.2025, Haus am Dom, Frankfurt am Main. Verantwortliche Studienleiterin: Laura-Maria Joksimovic, Weltanschauungsfragen und Lebenskunst

  44. 236

    ZUSAMMENHALT - Folge 7 - Rabbinisch gesehen

    Zusammenhalt … rabbinisch gesehen Gespräch mit Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens. „Ihr alle steht heute vor dem Ewigen, eurem Gott, eure Ältesten und alle Männer Israels, eure Kinder, eure Frauen und eure ­Bekehrte, damit ihr in den Bund des Ewigen eintretet.“ (Wochenabschnitt Nizawim) Überall im jüdischen Religionsrecht wird die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und die Identifikation mit ihr gefordert. Auch der heiligste und weiseste Mensch braucht Gemeinschaft. Im Miteinander entsteht eine ganz neue Dynamik – ein neues Licht, ein Quantensprung gegenüber dem Leben als Einzelne. Mit: Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens, Bern

  45. 235

    Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt

    Mit: Prof. Dr. Jan Loffeld, Praktische Theologie, Tilburg School of Catholic Theology, Utrecht

  46. 234

    Der jüdische Anteil an der Demokratie

    Gespräch mit Rabbinerin Elisa Klapheck Noch immer wird deutsche Demokratiegeschichte vor allem von ihrem Scheitern her erzählt. Auch das 175-jährige Jubiläum der Frankfurter Paulskirche hat das nicht geändert. Dass es kein positives Demokratie-Narrativ gibt, liegt auch daran, dass der jüdische Anteil an der Demokratie nicht verstanden, vielmehr unsichtbar gemacht und sogar tabuisiert wird An diesem Abend diskutieren Rabbinerin Elisa Klapheck und Professor Joachim Valentin über das demokratisierende Potential religiöser Traditionen, insbesondere des Judentums. Elisa Klapheck ist liberale Rabbinerin in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt a. M., Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz und Professorin für Jüdische Studien am Zentrum für Komparative Theologie in Paderborn. Sie hat die Reihe „Jüdisch-Politisches Lehrhaus“ initiiert und engagiert sich für eine religiöse Erneuerung des Judentums unter Einbeziehung gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftsethischer Herausforderungen. Joachim Valentin ist katholischer Theologe und Religionshistoriker, als Professor an der Goethe Universität forscht und lehrt er zu Religion und Moderne, jüdischer Religionsphilosophie sowie zur Sichtbarkeit von Religion im Film. Seit 2005 leitet er das Kultur und Bildungszentrum Haus am Dom.

  47. 233

    Die Seelenfänger von Shincheonji

    Wie eine koreanische Neureligion Menschen manipuliert: Oliver Koch und Johannes Lorenz stellen ihr neues Buch vor. Mit dem Versprechen, der »neue Himmel und die neue Erde« zu sein, missioniert die koreanische Neureligion Shincheonji weltweit – auch im deutschsprachigen Raum. Vor allem junge Menschen werden durch Themen wie Frieden, Gemeinschaft oder Spiritualität in Bibelkurse gelockt. Dort finden sie sich in einem System aus Lügen, Tarnung und Täuschung wieder. Die Autoren sind Weltanschauungsbeauftragte und informieren sachkundig über Entwicklung und Hintergründe der Neureligion mit ihrem weitverzweigten Netz an Umfeldorganisationen. Sie zeigen, wie Menschen durch diese Form extremer Religiosität abhängig und unfrei werden. Ein ausführlicher psychologischer Teil entlarvt den manipulativen Charakter von Shincheonji und gibt praktische Tipps zum Umgang für Betroffene, Angehörige, Institutionen und Beratende. Cover: Herder Verlag

  48. 232

    ZUSAMMENHALT - Folge 6 - Pasta verbindet

    Sandra Beimfohr über Essen, Küchengemeinschaft und das Leben als Gastronomin. Zu Gast bei uns im Podcast-Studio am Dom ist Gastronomin Sandra Beimfohr. Eine gute Gastgeberin zu sein, heißt für sie, nicht nur gutes Essen zu servieren und die Menschen damit glücklich zu machen, sondern auch mit den Besucher/innen ihres Cafés ins Gespräch zu kommen. Sie schätzt die Freiheit, die mit ihrer Selbstständigkeit einhergeht und weiß, wie wichtig ein gut funktionierendes Miteinander im Küchen- und Restaurantbetrieb ist.   Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Nina Karp del Vecchio führt sie das Café-Restaurant DIE BRÜCKE, das im Frankfurter Stadtteil Sachsenhauen in der Brückenstraße Nr. 19 zu finden ist und seine Gäst/innen jede Woche mit einer neuen Karte überrascht. Neugierig, was DIE BRÜCKE zu bieten hat? Die wechselnde Wochenkarte gibt es hier: https://www.facebook.com/DieBrueckeFrankfurt/  Im Gespräch Laura-Maria Joksimovic. Cover: Anne Zegelman

  49. 231

    Künstliche Intelligenz 
und Zusammenhalt

    Unterschätzen wir womöglich den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf unser gesellschaftliches Zusammenleben? Dr. Anne Weber, 
Philosophin, Hannover Im Gespräch mit: Dr. Johannes Lorenz, Studienleiter, Katholische Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt

  50. 230

    Mystik und Bauernkrieg

    Thomas Müntzer war viel mehr als ein „Revoluzzer in Talar“. Vor 500 Jahren, am 27. Mai 1525 wird Thomas Müntzer auf dem Feld von Mühlhausen in Thüringen hingerichtet. Mitten im Höhepunkt der Bauernaufstände und nach kurzer Haft und Folter. Thomas Müntzer war sein Leben lang im Konflikt mit den feudal-klerikalen Zeitgenossen, die er wortmächtig anklagte, mit ihrem Reichtum „Christus ein Gräuel“ zu sein. Er stellte sich auf die Seite der Aufständischen und wollte mit Ihrer Hilfe ein „Gottesreich der Auserwählten“ aufbauen. Für die Bauern war er „der Knecht Gottes“: Müntzer wollte einzig dem Projekt "Reich Gottes auf dieser Erde am Ende der Zeiten" dienen. Erst engagierter Anhänger Martin Luthers, entwickelte er später ein eigene Befreiungstheologie der engagierten Innerlichkeit und des Heiligen Geistes in Gemeinschaften. Müntzer war Priester, Mystiker und Sozialrevolutionär und öffnet auch heute noch unseren Blick auf eine Kirche der Armen. An der Schwelle zur Moderne formuliert der Theologe folgende demokratische Einsicht „Die Gewalt soll gegeben werden dem gemeinen Volk“. Der Theologe Prof. Dr. Stefan SILBER stellte Thomas Müntzer vor. Er fragte primär zur Aktualität Thomas Müntzers aus der Sicht der Befreiungstheologie.

Type above to search every episode's transcript for a word or phrase. Matches are scoped to this podcast.

Searching…

We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.

No matches for "" in this podcast's transcripts.

Showing of matches

TOPICS IN THIS SHOW

Click any topic to search every transcript on PodParley for moments someone mentioned it.

Loading reviews...

ABOUT THIS SHOW

Das Haus am Dom ist ein Bildungs-, Kultur- und Tagungszentrum des Bistums Limburg in Frankfurt am Main. Es versteht sich als Plattform zwischen Kirche und Gesellschaft und als Drehscheibe des städtischen und gesellschaftlichen Diskurses. Eröffnet wurde das Haus am Dom am 14. Januar 2007 durch Bischof Franz Kamphaus. Seither führen hier Gesprächsrunden und Akademietagungen zu aktuellen gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Themen Menschen zusammen. Es ist auch Podium für das Aktuelle Forum des Domkreises Kirche und Wissenschaft, zentraler Veranstaltungsort der Frankfurter katholischen Gemeinden und attraktiver Tagungsort für nichtkirchliche Gruppen und Institutionen. Ausstellungsräume des Museums für Moderne Kunst, der MMK-Zollsaal, und des Dommuseums, das so genannte Sakristeum, ergänzen das Angebot. Untergebracht ist das Zentrum im ehemaligen Hauptzollamt der Stadt in der Frankfurter Altstadt und in direkter Nachbarschaft zum Kaiserdom St. Bartholomäus.

HOSTED BY

Haus am Dom

CATEGORIES

Frequently Asked Questions

How many episodes does Haus am Dom - Der Podcast have?

Haus am Dom - Der Podcast currently has 50 episodes available on PodParley. New episodes are automatically indexed when they're published to the podcast feed.

What is Haus am Dom - Der Podcast about?

Das Haus am Dom ist ein Bildungs-, Kultur- und Tagungszentrum des Bistums Limburg in Frankfurt am Main. Es versteht sich als Plattform zwischen Kirche und Gesellschaft und als Drehscheibe des städtischen und gesellschaftlichen Diskurses. Eröffnet wurde das Haus am Dom am 14. Januar 2007 durch...

How often does Haus am Dom - Der Podcast release new episodes?

Haus am Dom - Der Podcast has 50 episodes. Check the episode list to see recent publication dates and frequency.

Where can I listen to Haus am Dom - Der Podcast?

You can listen to Haus am Dom - Der Podcast on PodParley by clicking any episode. We provide an embedded audio player for direct listening, and you can also subscribe via your preferred podcast app using the RSS feed.

Who hosts Haus am Dom - Der Podcast?

Haus am Dom - Der Podcast is created and hosted by Haus am Dom.
URL copied to clipboard!