Historisches Archiv Forsthaus Parnitz
by Waldbauernschule Parnitz
Dokumente, Fotos und Zeugnisse aus der Geschichte des Forsthauses Parnitz in der Dübener Heide — Episode für Episode vorgelesen, von der Kaiserzeit über die DDR-Zeit bis in die Gegenwart. Ein Hörarchiv der Waldbauernschule Parnitz.
Episodes
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Zwei Konzepte vor dem Verkauf — Öko-Kultur und Waldstatt 2020
Im Vorfeld des Verkaufs 2021 (→ Die Brüder Walter) entwickelten zwei voneinander unabhängige Interessentengruppen substanzielle Übernahmekonzepte für das Gelände. Beide Vorhaben dokumentieren, wie der Ort am Vorabend des Eigentümerwechsels gesehen wurde — bevor sie aus unterschiedlichen Gründen...
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Die Brüder Walter — Übernahme des Geländes 2001
Nach der Schließung des Schullandheims 1994 stand das Gelände gut sieben Jahre weitgehend leer. 2001 wechselte es erstmals seit der Vorkriegszeit wieder in private Hand.
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Vereinsbewerbung 1995 — ein gescheiterter Übernahmeversuch
Nach der Schließung des Schullandheims 1994 (→ Schullandheim nach der Wende) stand das gesamte Gelände zum Verkauf. Eine konkrete Übernahmebewerbung kam vom Verein Dübener Heide e.V., der 1990 — sofort nach der Wende — neu gegründet worden war: als Wiederaufnahme eines Vorgängervereins, der in…
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Postkarten — Schullandheim „Forsthaus Parnitz"
Nach der Wende wird das Gelände als Bildungs- und Erholungszentrum und Schullandheim „Forsthaus Parnitz" weitergeführt. Die Postkarten aus dieser Zeit zeigen das Ensemble in seiner damaligen Form und wurden als Werbemittel für die Einrichtung genutzt.
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Schullandheim und Ausflugsgaststätte nach der Wende
Simone und Peter Graf übernehmen das Gelände und bauen es zum Schullandheim mit Ausflugsgaststätte aus. Sie kommen am 1. Juni 1990 nach Parnitz — Simone stammt ursprünglich aus Wittenberg. Zuvor hatten sie in Mecklenburg ein Ferienlager geleitet und dort auch gewohnt; als diese Tätigkeit wegfiel,...
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Übergabe des Mehrzweckobjekts — 5. Februar 1990
Drei Monate nach dem Mauerfall — und während in Berlin die Auflösung des MfS noch im Gange ist — wird das Gelände in Parnitz in einem nüchternen Verwaltungsakt weitergereicht: Am 5. und 7. Februar 1990 unterzeichnen Vertreter des Amtes für Nationale Sicherheit (in Liquidation) und des Rates des...
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Heizhaus-Schornstein 1989 — die letzte MfS-Baugenehmigung
Am 30. August 1989 unterzeichnet die Staatliche Bauaufsicht des Ministeriums für Staatssicherheit ein Routineformular: Baugenehmigung Nr. 112/89. Vorhaben: Neubau eines 15 Meter hohen Stahlblechschornsteins am Heizhaus des Objekts Parnitz. Auftraggeber: MfS, BV Halle. Projektant: VEB...
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Das Mehrzweckgebäude — Bau und Abnahme 1983 bis 1986
Das Mehrzweckgebäude — heute das markante Gebäude mit dem hohen Satteldach auf dem Lagergelände — entstand erst Mitte der 1980er Jahre, nach dem Baustopp von 1978. Die Bauakte im BStU-Bestand dokumentiert Planung, Genehmigung und Abnahme des Gebäudes, das noch heute steht. Sie zeigt vor allem den...
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Ausbau des Teiches zum Badeteich — Planungsunterlagen 1984
Eine interne Dokumentation vom 23. März 1984, unterzeichnet vom Produktionsleiter der Meliorationsgenossenschaft Pretau, zeigt, dass das MfS in der ersten Hälfte der 1980er Jahre den Teich auf dem Lagergelände systematisch zum Badeteich ausbauen ließ.
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Bauen am Plan vorbei — die Modernisierung 1983 bis 1987
Zwischen 1983 und 1987 entstand auf dem Gelände fast alles, was es zuvor nicht gegeben hatte: eine Bungalowsiedlung (geplant waren zwanzig Bungalows), das Mehrzweckgebäude, ein sanierter Badeteich, ein Sportplatz und ein Ehrenhain. 1,2 Millionen Mark in vier Jahren — gebaut am regulären...
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Sicherheit im Mehrzweckobjekt — Lageberichte 1980–1984
Drei Dokumente aus den Jahren 1980 bis 1984 — eine handschriftliche Sicherheitskonzeption, ein Kontrollbericht und ein Schreiben der Abteilung Kader und Schulung — zeichnen nach, wie das MfS die Sicherheitslage im Mehrzweckobjekt Parnitz schrittweise zu verbessern versuchte.
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Jagdgäste — die Stasi-Jagd in Parnitz
Neben Schulung und Kinderferienlager wurde das Gelände auch zur Jagd genutzt — zumindest punktuell, durch Personen aus dem MfS-Umfeld und einzelne privilegierte zivile Gäste. Anders als die Schulungs- und Lagerfunktion, für die ausführliche Aktenüberlieferung vorliegt, ist die Jagdnutzung...
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Privater Bungalow im Dienstobjekt — Nutzungsvertrag 1979
Ein Konvolut aus Antragsbrief, Nutzungsvertrag und Lageplan dokumentiert, wie ein leitender MfS-Offizier einen Bungalow auf dem Gelände des Objekt Parnitz zur privaten Erholungsnutzung übernahm.
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Die Abschottung — wie das Lager von außen erlebt wurde
Während im Inneren ein Pionierferienlager mit Sommerbetrieb für Kinder lief (→ Alltag im Pionierferienlager), erlebten die Menschen in der Umgebung das Gelände vor allem als abgeriegelt. Heimatchronist Herbert Meyer erinnert sich an mehrere Versuche, dem Ort näherzukommen — und an die...
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Zeitzeugenbericht — Alltag im Pionierferienlager Parnitz
Der ehemalige Lagerleiter (1974–1989) berichtete im Gespräch vom Mai 2025 über den Alltag und die Strukturen im Pionierferienlager „Feliks E. Dzierzynski". Wie das Gelände von außen wirkte — abgeriegelt, weiträumig durch Wachposten gesichert — schildert ergänzend die Außenperspektive (→ Die...
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Tag der Tscheka — Pionierpanzerbrigade im MfS-Objekt Parnitz
Das Filmmaterial zeigt eine Veranstaltung, die den Charakter des Geländes in konzentrierter Form sichtbar macht: die Vorführung der „Pionierpanzerbrigade" der „Station Junger Touristen" Bad Schmiedeberg im Mehrzweckobjekt des MfS in Parnitz — nach Zeitzeugenangaben um 1976 oder 1977.
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Vereinbarung mit dem Strafvollzug Bitterfeld 1975 — eine offene Forschungsfrage
In den Aufbau-Konzeptionen für das MfS-Ausbildungs- und Pionierferienlagerobjekt Parnitz aus dem Jahr 1975 — überliefert im Aktenbestand der Verwaltung Rückwärtige Dienste — taucht eine Personalplanung auf, die einen blinden Fleck der Geländegeschichte berührt: die Heranziehung von…
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Außerplanmäßiges Vorhaben — Bauplanung und Baustopp 1974 bis 1978
Die Sachakte BV Halle RD 408 dokumentiert eine Weichenstellung: Das Gelände in Parnitz war bis 1974 ein reines Ausbildungsobjekt des MfS — nun sollte dort in kürzester Frist ein Kinderferienlager entstehen. Aus den Planungsunterlagen und dem Baustopp vier Jahre später lässt sich ablesen, was…
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Handreichung für Gruppenpionierleiter — Jungpionierlager „F. E. Dzierzynski" Parnitz
Eine interne „Handreichung für Gruppenpionierleiter, die ihren Einsatz im Jungpionierlager ‚F. E. Dzierzynski' in Parnitz haben" (Dokumentencode ZD 9140) bietet einen einzigartigen Blick in den Alltag und die Ideologie des Lagers. Das Dokument ist auf den Sommer 1988 ausgerichtet: Es nennt...
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MfS-Sachakte BV Halle RD 2457 — Aufgabenstellung zur Umgestaltung des Pionierferienlagers
Die Sachakte BV Halle RD 2457 enthält unter anderem eine „Aufgabenstellung zur Umgestaltung des Pionierferienlagers Parnitz, Bezirk Halle" — ein internes MfS-Planungsdokument, das die damalige Bebauungsstruktur des Geländes detailliert beschreibt und einen umfangreichen Erweiterungsbau plant.
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Kinderferienlager „Feliks E. Dzierzynski"
Nach der MfS-Übernahme im Mai 1972 (→ Trägerwechsel 1968–1973) wurde das Gelände als Schulungs- und Ausbildungsobjekt der Bezirksverwaltung Halle eingerichtet — so jedenfalls die Zweckbestimmung in den Akten von 1972 (Brief des BV-Leiters an SED, 6. September 1972). Ein Kinderferienlager mit...
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Postkarte „Ferienheim Parnitz der VdgB-BHG Rackith"
Eine Postkarte aus Privatbesitz ergänzt die Dokumentation der kurzen Übergangszeit zwischen Jugendherberge und MfS-Nutzung (→ Trägerwechsel 1968–1973): Die Vorderseite zeigt eine Schwarz-Weiß-Fotografie des Jagdhauses Rohrberg — bereits mit dem Erweiterungsbau (Küche im Erdgeschoss, Sanitärräume…
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Drei Träger in fünf Jahren — Vom Jugendgästehaus zum MfS-Ausbildungsobjekt
Zwischen der Jugendherberge der frühen DDR-Jahre und dem Pionierferienlager des MfS lagen — bisher kaum bekannt — zwei weitere Träger. Eine Reihe von Schriftstücken aus der Sachakte BV Halle RD 408 belegt die Eigentumskette zwischen 1968 und 1973 mit ungewöhnlicher Detailtiefe.
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Jugendherberge „Artur Becker"
In den frühen Jahren der DDR trägt das Jagdhaus „Rohrberg" einen anderen Namen: Jugendherberge „Artur Becker" — benannt nach dem deutschen Kommunisten und Spanienkämpfer Artur Becker) (1905–1938), der in der DDR als Held verehrt wurde und zahlreichen Jugend- und Pioniereinrichtungen seinen Namen...
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Ferienlager der Oberpostdirektion Halle (Saale) — Fotoalbum 1951
Im Archivbestand der Deutschen Post, Bezirksdirektion Halle, hat sich ein Fotoalbum erhalten, das unter anderem 6 Fotos vom Ferienlager der Oberpostdirektion Halle (Saale) in Parnitz aus dem Sommer 1951 enthält — aufgeklebt auf zwei Albumseiten. Es sind die frühesten bisher bekannten…
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Familie Kaps — Försterfamilie und Zeitzeugen 1947–1961
Zwischen 1947 und 1961 lebte die Familie Kaps im alten Forsthaus Parnitz. Der Vater — Alfred Kaps, wie ihn ein anderer Zeitzeuge aus dieser Zeit benennt (→ Zeitzeugenbericht — Jugendherberge 1947/48) — war hier als Revierförster und Revierjäger eingesetzt; die Familie war zuvor im Forsthaus...
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Zeitzeugenbericht — Jugendherberge Parnitz 1947/48
Herr Kriechstock berichtet, als Kind in den Jahren 1947/48 die Jugendherberge Parnitz besucht zu haben — noch vor Gründung der DDR, in der Sowjetischen Besatzungszone.
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Förster Leidenfrost — Forsthaus Parnitz 1927–1939
Mehrere Quellen aus den Jahren 1927 bis 1939 belegen die Person, die Forsthaus Parnitz in der Zwischenkriegszeit prägte: Förster Leidenfrost. Nach dem Weggang von Max Dake, der die Forstverwaltung bis mindestens 1918 geführt hatte, taucht Leidenfrost im Jahr 1927 erstmals in der Kemberger Zeitung...
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Försterei Parnitz aus der Luft — Oktober 1937
Im Oktober 1937 nahm die Hansa Luftbild GmbH im Auftrag der Topographischen Reichsaufnahme beim Reichsamt für Landesaufnahme einen Luftbildplan der „Försterei Parnitz" auf. Der Plan im Maßstab 1:5000 — Originalformat etwa 40 × 40 cm — wird heute im Landesarchiv Sachsen-Anhalt unter der Signatur C...
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Familie Dippe — Eigentümer bis 1945
Nach der Bauermeister-Zeit (→ Louis Bauermeister — Bauherr und Jagdpächter am Parnitz) ging das Anwesen an die Familie Dippe aus Bösewig (heute Ortsteil von Lutherstadt Wittenberg) über. Der Übergang selbst ist urkundlich nicht überliefert, muss aber spätestens 1928 erfolgt sein — ab diesem Jahr...
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Schwanenteich am Forsthaus Parnitz — Ansichtskarte 1917
Eine der ältesten überlieferten Ansichten von Parnitz: Die Karte zeigt den Schwanenteich beim Forsthaus Parnitz — zwei Ruderboote mit Ausflüglern auf dem Wasser, Schwäne und Gänse auf dem See, und am gegenüberliegenden Ufer ein kleiner Pavillon inmitten alter Bäume. Das Bild dokumentiert Parnitz...
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Fritzsches Wanderbuch beschreibt den „Parnitz" — 1916
Die früheste bislang bekannte gedruckte Beschreibung von Parnitz findet sich in Ernst Fritzsches „Die Dübener Heide. Ein Wanderbuch" (Leipzig 1916). Unter laufender Nummer 201 beschreibt der Bad Schmiedeberger Heimatkundler den Ort als beliebtes Ausflugsziel und nennt Details, die den Charakter…
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Forsthaus Parnitz als Gasthof und Forstrevier — Familie Dake (1902–1918)
Das Forsthaus Parnitz war in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zugleich Forstrevier mit eigener Forstverwaltung und öffentlich zugänglicher Gasthof mit Festveranstaltungen. Verantwortlich auf dem Standort war in dieser Zeit die Familie Dake. Mehrere Zeitungsanzeigen im Kemberger…
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Louis Bauermeister — Bauherr und Jagdpächter am Parnitz
Louis Bauermeister (1838–1920) war Grubenbesitzer, konservativer Reichstagsabgeordneter für Bitterfeld-Delitzsch und in den Jahren um 1905 Jagdpächter auf der Gemarkung Parnitz. In seiner Zeit entstand das repräsentative Jagdhaus „Rohrberg" (→ Jagdhaus Rohrberg 1905).
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Jagdhaus Rohrberg — Bau 1905
Auf den seit Generationen als Forstplatz genutzten Grund — das kleine Forsthaus ist 1875 bereits amtlich erfasst — setzt sich 1905 ein bauliches Statement: Das zweigeschossige Jagdhaus mit seinen charakteristischen Gründerzeitfassaden entsteht und prägt seitdem das Erscheinungsbild des Ensembles.
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Forsthaus Parnitz im Wohnplatzverzeichnis des Deutschen Reiches — 1875
Der bislang früheste amtliche Nachweis des Forsthauses Parnitz stammt aus dem Wohnplatzverzeichnis des Deutschen Reiches auf Grundlage der Reichsvolkszählung vom 1. Dezember 1875. Auf Seite 820 des Bandes K–P führt das Verzeichnis unter laufender Nummer 12:
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Mark Parnitz unter den von Witzleben — Hutungsakten 1702–1735
Zwischen dem Beleg der wüsten Mark Parnitz 1578 in der Kemberger Kirchenvisitation und der amtlichen Erwähnung als „Forsthaus Parnitz" 1875 im Wohnplatzverzeichnis des Deutschen Reiches liegen fast drei Jahrhunderte, in denen die Quellenlage zu Parnitz dünn ist. Eine Akte im Gutsarchiv Rackith...
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Parnitz als wüste Mark — Kirchenvisitation Kemberg 1578
Die ältesten schriftlichen Spuren von Parnitz reichen mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurück — und damit ist die forstwirtschaftliche Nutzung der heutigen Försterei nur das jüngste Kapitel einer viel älteren Siedlungsgeschichte. …
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Die Brüder Walter — Übernahme des Geländes 2001
Nach der Schließung des Schullandheims 1994 stand das Gelände sieben Jahre weitgehend leer. 2001 wechselte es erstmals seit der Vorkriegszeit wieder in private Hand.
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Postkarten — Schullandheim „Forsthaus Parnitz"
Nach der Wende wird das Gelände als Bildungs- und Erholungszentrum und Schullandheim „Forsthaus Parnitz" weitergeführt. Die Postkarten aus dieser Zeit zeigen das Ensemble in seiner damaligen Form und wurden als Werbemittel für die Einrichtung genutzt.
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Schullandheim und Ausflugsgaststätte nach der Wende
Simone und Peter Graf übernehmen das Gelände und bauen es zum Schullandheim mit Ausflugsgaststätte aus. Sie kommen am 1. Juni 1990 nach Parnitz — Simone stammt ursprünglich aus Wittenberg. Zuvor hatten sie in Mecklenburg ein Ferienlager geleitet und dort auch gewohnt; als diese Tätigkeit wegfiel,...
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Übergabe des Mehrzweckobjekts — 5. Februar 1990
Drei Monate nach dem Mauerfall — und während in Berlin die Auflösung des MfS noch im Gange ist — wird das Gelände in Parnitz in einem nüchternen Verwaltungsakt weitergereicht: Am 5. und 7. Februar 1990 unterzeichnen Vertreter des Amtes für Nationale Sicherheit (in Liquidation) und des Rates des...
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Heizhaus-Schornstein 1989 — die letzte MfS-Baugenehmigung
Am 30. August 1989 unterzeichnet die Staatliche Bauaufsicht des Ministeriums für Staatssicherheit ein Routineformular: Baugenehmigung Nr. 112/89. Vorhaben: Neubau eines 15 Meter hohen Stahlblechschornsteins am Heizhaus des Objekts Parnitz. Auftraggeber: MfS, BV Halle. Projektant: VEB...
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Das Mehrzweckgebäude — Bau und Abnahme 1983 bis 1986
Das Mehrzweckgebäude — heute das markante Gebäude mit dem hohen Satteldach auf dem Lagergelände — entstand erst Mitte der 1980er Jahre, nach dem Baustopp von 1978. Die Bauakte im BStU-Bestand dokumentiert Planung, Genehmigung und Abnahme des Gebäudes, das noch heute steht.
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Bauen am Plan vorbei — die Modernisierung 1983 bis 1987
Zwischen 1983 und 1987 entstand auf dem Gelände fast alles, was es zuvor nicht gegeben hatte: zwanzig Bungalows, das Mehrzweckgebäude, ein sanierter Badeteich, ein Sportplatz und ein Ehrenhain. 1,2 Millionen Mark in vier Jahren — gebaut am regulären Bauinvestitionsplan vorbei.
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Sicherheit im Mehrzweckobjekt — Lageberichte 1980–1984
Drei Dokumente aus den Jahren 1980 bis 1984 — eine handschriftliche Sicherheitskonzeption, ein Kontrollbericht und ein Schreiben der Abteilung Kader und Schulung — zeichnen nach, wie das MfS die Sicherheitslage im Mehrzweckobjekt Parnitz schrittweise zu verbessern versuchte.
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Zeitzeugenbericht — Alltag im Pionierferienlager Parnitz
Zeitzeugen, die das Lager als Kinder oder Jugendliche erlebt haben, berichten über den Alltag und die Strukturen im Pionierferienlager „Feliks E. Dzierzynski". Wie das Gelände von außen wirkte — abgeriegelt, weiträumig durch Wachposten gesichert — schildert ergänzend die Außenperspektive (→ Die...
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Tag der Tscheka — Pionierpanzerbrigade im MfS-Objekt Parnitz
Das Filmmaterial zeigt eine Veranstaltung, die den Charakter des Geländes in konzentrierter Form sichtbar macht: die Vorführung der „Pionierpanzerbrigade" der „Station Junger Touristen" Bad Schmiedeberg im Mehrzweckobjekt des MfS in Parnitz — nach Zeitzeugenangaben um 1976 oder 1977.
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Vereinbarung mit dem Strafvollzug Bitterfeld 1975 — eine offene Forschungsfrage
In den Aufbau-Konzeptionen für das MfS-Ausbildungs- und Pionierferienlagerobjekt Parnitz aus dem Jahr 1975 — überliefert im Aktenbestand der Verwaltung Rückwärtige Dienste — taucht eine Personalplanung auf, die einen blinden Fleck der Geländegeschichte berührt: die Heranziehung von…
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Außerplanmäßiges Vorhaben — Bauplanung und Baustopp 1974 bis 1978
Die Sachakte BV Halle RD 408 dokumentiert eine Weichenstellung: Das Gelände in Parnitz war bis 1974 ein reines Ausbildungsobjekt des MfS — nun sollte dort in kürzester Frist ein Kinderferienlager entstehen. Aus den Planungsunterlagen und dem Baustopp vier Jahre später lässt sich ablesen, was…
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