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PODCAST · society

HörRäume

Regelmäßig veröffentlichen wir hier interessante Vorträge und Gespräche, die bei uns an der Akademie stattgefunden haben.

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  1. 64

    Wem gehört das Internet?

    Die ehemalige Europaabgeordnete Helga Trüpel analysiert die Entwicklung des Internets von einem Raum utopischer Freiheit hin zu einem von wenigen Plattformkonzernen dominierten Markt. Sie zeigt, wie Big-Tech-Unternehmen von fehlender Regulierung profitieren, öffentliche Debatten beeinflussen und wirtschaftliche Macht bündeln. Im Zentrum ihres Vortrags steht die Frage, wie demokratische Prinzipien, Urheberrechte und faire Wettbewerbsbedingungen in der digitalen Welt gesichert werden können. Trüpel skizziert konkrete Ansätze – von Kartellrecht über Transparenzpflichten bis hin zu neuen EU‑Gesetzen wie Digital Services Act und AI Act – und ordnet die Debatte in größere geopolitische Zusammenhänge ein. Ein pointierter Beitrag über die Zukunft digitaler Öffentlichkeit und Europas Rolle im globalen Machtgefüge.

  2. 63

    Wenn aus Gesprächen Zukunft entsteht

    Wie gelingt Dialog in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft? Welche Rolle spielen Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen? Und wie kann daraus eine gute Zukunft entstehen? In dieser Episode der HörRäume spricht Miriam Kaufmann mit Berthold Frieß, dem neuen Vorsitzenden des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Bad Boll. Im Gespräch geht es um die Bedeutung von offenen Diskursräumen für unsere Demokratie, den Umgang mit gesellschaftlichen Spannungen und die Frage, wie Verständigung trotz wachsender Unterschiede gelingen kann. Berthold Frieß bringt vielfältige Erfahrungen aus Kirche, Politik und Verwaltung mit und blickt auf die Herausforderungen unserer Zeit: von sozialem Zusammenhalt über Klimaschutz bis hin zu neuen Formen des Dialogs. Dabei wird deutlich, warum es gerade heute Orte wie die Akademie braucht, an denen Menschen jenseits von schnellen Meinungen und digitalen Echokammern miteinander ins Gespräch kommen.

  3. 62

    Demokratie in die Köpfe

    Demokratie ist mehr als eine Staatsform, sie ist eine Lebensform. In seinem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Den Wandel gestalten – Schule wirkt" spricht Prof. Dr. Klaus Zierer darüber, warum sich die Zukunft unserer Demokratie in den Schulen entscheidet. Ausgehend von aktuellen Krisen wie Klimawandel, Krieg, sozialer Ungleichheit und Vertrauensverlust zeigt er, welche zentrale Rolle Bildung für Demokratiefähigkeit spielt. Zierer macht deutlich: Demokratie braucht gebildete, urteilsfähige und selbstverantwortliche Menschen. Schule ist daher nicht nur Lernort, sondern ein Raum gelebter Demokratie. Es geht um Haltung ebenso wie um Wissen, Streitfähigkeit und vor allem Vertrauen. Ein eindringlicher Vortrag über Demokratiebildung, Lehrerprofessionalität und die große Verantwortung von Schulen. Für alle, die Bildung als gesellschaftliche Zukunftsaufgabe verstehen. Intro: Studienleiterin Tanja Urban Eine Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

  4. 61

    Gerechter Frieden?

    Was bedeutet „rechtserhaltende Gewalt“ in einer Zeit des Krieges? Kann es unter den Bedingungen imperialer Gewalt einen gerechten Frieden geben? In seinem Vortrag setzt sich der polnische Publizist und ZEIT‑Autor Adam Krzemiński mit der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland auseinander. Aus polnischer Perspektive ordnet er die friedensethischen Überlegungen der EKD historisch, politisch und moralisch ein – vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der europäischen Geschichte und aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen. Krzemiński fragt nach den Grenzen pazifistischer Traditionen, nach Verantwortungsethik, Abschreckung und Solidarität mit bedrohten Gesellschaften. Sein Beitrag ist ein eindringliches Plädoyer dafür, Friedensethik nicht losgelöst von Macht, Gewalt und realen Erfahrungen zu denken. Der Vortrag war Teil des 11. friedensethischen Studientags der Evangelischen Akademien in Deutschland, der am 25. Februar 2026 stattgefunden hat. Schwerpunkt: "EKD-Friedensdenkschrift in der Diskussion. Stimmen aus der Ukraine und aus Polen".

  5. 60

    Migrationspanik und Realität

    Europa erlebt seit Jahren eine vermeintliche „Dauerkrise“ der Flüchtlingspolitik. Doch was steckt tatsächlich hinter Abschottung, Überlastungsnarrativen und dem Ruf nach Kontrolle? In ihrem Vortrag auf der Flüchtlingsschutztagung 2026 der Evangelischen Akademie Bad Boll analysiert die renommierte Migrationsforscherin Dr. Judith Kohlenberger die politischen und gesellschaftlichen Dynamiken der aktuellen Flüchtlingspolitik. Sie zeigt, wie Migration zunehmend instrumentalisiert wird, um von sozialpolitischen Versäumnissen abzulenken, wie rechtsstaatliche und humanitäre Standards erodieren und warum selbst sinkende Asylzahlen den Aufstieg rechter Parteien nicht bremsen. Der Vortrag führt von den europäischen Außengrenzen bis ins Innere unserer Gesellschaft und macht deutlich, dass Fragen von Flucht, Integration und Zusammenhalt nicht isoliert migrationspolitisch beantwortet werden können. Ein analytisch scharfer, zugleich hoffnungsvoller Beitrag über Verantwortung, Solidarität und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Vielfalt umgehen können.

  6. 59

    Handy aus, Hirn an?

    In dieser HörRäume‑Episode diskutieren ein Jugendlicher, ein Lehrer, ein Vertreter des Kultusministeriums und eine psychologische Expertin darüber, wie Kinder und Jugendliche besser vor den Risiken digitaler Medien geschützt werden können. Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Fragen: Brauchen wir ein Handyverbot an Schulen? Und sollte es eine Altersgrenze für Social‑Media‑Plattformen geben? Die Gäste beleuchten wissenschaftliche Erkenntnisse zu Suchtmechanismen und psychischer Gesundheit, pädagogische Herausforderungen im Schulalltag sowie politische Handlungsspielräume. Dabei wird deutlich, dass verantwortliche Digitalisierung nur gelingt, wenn Schule, Eltern, Politik und Jugendliche gemeinsam Lösungen entwickeln. Eine konzentrierte, differenzierte Debatte über Chancen und Grenzen digitaler Medien und darüber, wie ein bewusstes und verantwortungsvolles Aufwachsen im Digitalen möglich wird.

  7. 58

    „Wir kämpfen ums Überleben“

    Prof. Jan Ilhan Kizilhan beschreibt im Gespräch mit Studienleiterin Dr. Carola Hausotter die prekäre Lage der Kurd*innen in Syrien, dem Iran, der Türkei und dem Nordirak: staatliche Gewaltexzesse sowie politische Unterdrückung und gegenüberstehende Autonomiebestrebungen sowie internationale Machtspiele prägen die Region. Kizilhan betont die Rolle kurdischer Frauen, die Bedeutung von Menschenrechten und die Verantwortung Europas. Zudem schildert er als Verantwortlicher psychosozialer Projekte im Nordirak, die Unterstützung aus Baden-Württemberg und den Umgang der kurdischen Diaspora mit der Situation. Das Gespräch fand im Vorfeld der Tagung "Die kurdische Perspektive aus Europa 2026" statt, die vom 06. bis 08. März 2026 an der Evangelischen Akademie Bad Boll stattfindet.

  8. 57

    Das große Wir

    Was hält eine Gesellschaft zusammen, wenn Klimawandel, demografischer Umbruch und politische Spannungen sie herausfordern? In dieser Episode sprechen Oberkirchenrat Dr. Jörg Schneider von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Technische Direktor des Verbands Region Stuttgart Thomas Kiwitt über Gemeinsinn als Kraft für Zusammenhalt. Es geht um das Spannungsfeld zwischen lokalen Interessen und globalen Anforderungen, zwischen kirchlichen Transformationsprozessen und regionaler Entwicklung. Ein Gespräch über Verantwortung, Kompromissfähigkeit und die Frage, wie wir Zukunft gemeinsam gestalten können.

  9. 56

    40 Jahre Mut und Wandel

    In dieser besonderen Episode der HörRäume blickt Dr. Irmgard Ehlers, ehemalige Studienleiterin der Evangelischen Akademie Bad Boll, auf die mutigen Anfänge einer heute etablierten Tagung zurück. Sie erzählt von visionären Frauen, gesellschaftlichen Widerständen, überraschenden Bündnissen und den ersten Schritten hin zu einem Raum, der Sichtbarkeit, Austausch und Empowerment ermöglicht hat. Ein persönlicher, bewegender und zugleich historisch wertvoller Rückblick zum 40‑jährigen Jubiläum für alle, die sich für Queer-History, Frauenbewegung und gesellschaftlichen Wandel interessieren.

  10. 55

    Gemeinsam gegen Hass im Netz

    Hass im Netz betrifft uns alle. Er bedroht Menschen und unsere Demokratie. Monika Appmann und Alexander Bergholz sprechen mit Joscha Lell von der Beratungsstelle elly darüber, welche Strategien Betroffenen helfen, was die Politik tun könnte und warum Solidarität eine entscheidende Rolle spielt. Die umfassende Arbeit der Beratungsstelle elly wurde im September 2025 mit dem Akademiepreis der Evangelischen Akademie Bad Boll ausgezeichnet.

  11. 54

    Ist das Kunst oder kann das KI?

    Kann KI Kunst? Die Philosophin und Ethikerin Dorothea Winter argumentiert: KI‑Systeme reagieren, simulieren und kombinieren, doch ohne eigenen, freien Willen fehlt die künstlerische Aussage. KI produziert daher höchstens Kitsch aber keine Kunst. In ihrem Vortrag plädiert Winter für eine Kultur der Transparenz, für Regeln, die Vielfalt schützen, und für Bildung, die Urteilsfähigkeit stärkt. Der Vortrag war Teil der Veranstaltung „KI als Partnerin oder Konkurrenz für Kreative?“ an der Evangelischen Akademie Bad Boll. Moderation: Studienleiter Peter Steinle

  12. 53

    Mobilitätswende gerecht gestalten

    In dieser Episode der HörRäume widmen wir uns der Frage: Wie kann die Mobilitätswende gerecht gestaltet werden? Mobilität betrifft uns alle – doch nicht alle profitieren gleichermaßen von Veränderungen. Erfahren Sie, warum gerechte Mobilität mehr ist als nur Verkehrspolitik – es geht um Teilhabe, Chancen und soziale Gerechtigkeit. Wir beleuchten das Thema aus vier Perspektiven: + Kinder, Jugendliche und Familien (Dominik Nawratil, Landesjugendring Baden-Württemberg e.V.) + Menschen mit Behinderung sowie Seniorinnen und Senioren (Bernd Ebert, Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V.) + Migrantinnen und Migranten (Argyri Paraschaki-Schauer, Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg) + Menschen in Armutssituationen (Claudia Wanner, Interessengemeinschaft Langzeitarbeitsloser) Ergänzt werden die Impulse jeweils durch eine praktische Einordnung von Sophie Linse von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Die Impulse waren Teil der Abschlussveranstaltung der Tagungsreihe "Mobilitätswende gerecht gestalten", die am 07.11.2025 im Stuttgarter Hospitalhof stattgefunden hat. Die Tagungsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und der Evangelischen Akademie Bad Boll. Moderation: Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Kathinka Kaden.

  13. 52

    Wie kann KI die Demokratie stärken?

    In dieser Episode der HörRäume spricht der Software-Entwickler und KI-Vordenker Eric Dauenhauer über die Chancen und Risiken von KI für unsere demokratischen Strukturen. Welche Rolle spielt Transparenz? Wie können Algorithmen helfen, politische Teilhabe zu fördern, statt sie zu gefährden? Und was bedeutet das für die Zukunft unserer Gesellschaft? Die Aufnahme entstand im Rahmen der Veranstaltung „Politische KI: Wie verändern neue Technologien Demokratie und Öffentlichkeit?“ an der Evangelischen Akademie Bad Boll. Anmoderation: Studienleiter Peter Steinle

  14. 51

    Ehrfurcht vor dem Leben

    In dieser Episode der HörRäume präsentieren wir den Vortrag „Ein Feuerbrand in dunkler Zeit“, gehalten von Dr. Gottfried Schüz, dem Vorsitzenden der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum Frankfurt am Main. Der Vortrag wurde im Rahmen der Tagung "Ehrfurcht vor dem Leben – Albert Schweitzer zum 150. Geburtstag" an der Evangelischen Akademie Bad Boll aufgezeichnet und bietet tiefgehende Einblicke in Schweitzers Denken, seine ethische Haltung und seine kritische Sicht auf die moderne Zivilisation. Dr. Schüz beleuchtet, wie Schweitzers Prinzip der „Ehrfurcht vor dem Leben“ auch heute noch als ethischer Kompass dienen kann – in einer Welt, die mehr denn je nach Orientierung und Mitgefühl verlangt. Moderation: Tagungsleiter Peter Steinle.

  15. 50

    Die Macht der Information

    In dieser kraftvollen Rede, gehalten zum 80. Jahrestag der Gründung der Evangelischen Akademie Bad Boll, analysiert der Journalist und Publizist Heribert Prantl die gegenwärtige Krise der öffentlichen Kommunikation. Er spricht über die Gefahren von Fake News, die Rolle der sozialen Medien, die Verantwortung des professionellen Journalismus und die Bedrohung demokratischer Werte durch digitale Desinformation und politische Manipulation. Mit historischen Rückblicken, persönlichen Anekdoten und leidenschaftlichen Appellen fordert Prantl eine neue Aufklärung und den Mut zur Wahrheit. Ein Vortrag, der nachhallt – und zur Verteidigung der Demokratie aufruft.

  16. 49

    Aufklärung unter Druck

    In dieser Episode der HörRäume hören Sie einen Vortrag von Karim Saleh, Islamwissenschaftler und Fachreferent der Fachstelle Extremismusdistanzierung Baden-Württemberg (FEX). Der Beitrag wurde im Rahmen einer Klausurtagung der Evangelischen Akademie Bad Boll am 03.07.2025 im Kloster Kirchberg gehalten. Saleh beleuchtet aktuelle Phänomene der Aufklärungsfeindlichkeit – von Verschwörungsmythen über autoritäre Sehnsüchte bis hin zu antidemokratischer Propaganda – und zeigt auf, wie politische Bildung, Zivilgesellschaft und Pädagogik darauf reagieren können.

  17. 48

    Vielfalt durch Streuobst

    Streuobstwiesen sind mehr als nur schöne Landschaft – sie sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, kulturelles Erbe und Quelle gesunder, regionaler Lebensmittel. Doch sie sind bedroht. In dieser Episode der HörRäume, dem Podcast der Evangelischen Akademie Bad Boll, sprechen wir mit dem Streuobstexperten und Landtagsabgeordneten Dr. Markus Rösler sowie der Obstbaumpflegerin und Gründerin der "Schule für Obstbaumpflege" Gesine Langlotz über die Bedeutung, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Streuobstbaus. Anlass ist die Tagung „Vielfalt durch Streuobst“, die in Kooperation mit dem NABU-Bundesfachausschuss Streuobst stattfand – und die Verabschiedung der „Bad Boller Erklärung zum Streuobstbau“, die konkrete politische und gesellschaftliche Forderungen formuliert. Eine Folge für alle, die sich für Biodiversität, nachhaltige Landwirtschaft und regionale Verantwortung interessieren.

  18. 47

    Leben schenken – Medizinische und ethische Impulse zur Organspende

    Spenderorgane wie Nieren, Leber oder Herzen sind für viele schwer erkrankte Menschen die einzige Überlebenschance – und dennoch bleibt die Zahl der Spenden dramatisch niedrig. In Deutschland standen im vergangenen Jahr rund 1.000 Organspenden etwa 8.000 Patient*innen gegenüber, die dringend auf ein lebensrettendes Organ warten. Die Debatte um eine gesellschaftlich tragfähige Lösung ist aktueller denn je: Entscheidungs- oder Widerspruchslösung? Wann beginnt der Tod – mit dem Hirntod oder dem Herzstillstand? In dieser Episode der HörRäume geht es um die ethischen und medizinischen Dimensionen der Organspende – im Fokus steht das Ringen um Verantwortung, Vertrauen und Transparenz in einer existenziellen Ausnahmesituation. Medizinische Perspektive: Prof. Dr. Vedat Schwenger, Ärztlicher Direktor, Katharinenhospital, Stuttgart. Ethische Aspekte: Prof. Dr. Urban Wiesing, Direktor, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Tübingen. Einführung: Dr. Dietmar Merz, Direktor, Evangelische Akademie Bad Boll Die Beiträge waren Teil der Veranstaltung "Hirntod oder Herztod? Ethische Fragen zur Organspende.", die am 02.07.2025 im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof (Stuttgart) in Kooperation mit der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg stattgefunden hat.

  19. 46

    Kommunikation in schwierigen Situationen

    Sprache spielt eine zentrale Rolle, wenn sich Menschen begegnen. In der Seelsorge und im gottesdienstlichen Feiern wird meist auf das gesprochene Wort gesetzt. Doch im Bereich der Alten- und Pflegeheime ergeben sich hier manchmal auch Grenzen. Wie gelingt Kommunikation in schwierigen Situationen?

  20. 45

    Einheit und Identität der Deutschen in Ost und West

    Am 29. März 2025 ist der bedeutende DDR-Bürgerrechtler Gerd Poppe gestorben. Im Juni 1990 war er neben Wolfgang Schäuble, Herta Däubler-Gmelin, Erhard Eppler, Hans Modrow und Heribert Prantl Referent bei der Tagung "Markierungen auf dem Weg zu einer gesamtdeutschen Verfassung". Sein Vortrag leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung von 40 Jahren unterschiedlicher, gegensätzlicher Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland. Es ging Poppe darum, über die Verfassungsfrage die Menschen ernst zu nehmen, die durch ihre friedliche Revolution ein bedrückendes, menschenverachtendes System in der DDR außer Kraft gesetzt haben.

  21. 44

    Bernhard Vogel über Bürokratieabbau

    Bernhard Vogel ist am 02. März 2025 verstorben. Er war der einzige Politiker, der sowohl in einem alten (Rheinland-Pfalz) als auch in einem neuen Bundesland (Thüringen) Ministerpräsident war. Vor 30 Jahren hat er an der Evangelischen Akademie Bad Boll einen Vortrag gehalten, der heute wieder sehr aktuell ist. Es geht um den Stellenwert von Bürokratie und um die Frage: "Was kann und muss der Staat leisten?".

  22. 43

    Künstliche Intelligenz in der Medizin

    Künstliche Intelligenz bietet die große Chance, Medizin sinnvoll weiterzuentwickeln. Aber kann KI die großen Probleme im Gesundheitswesen wirklich lösen? Wie verändert sich das Arzt-Patienten-Verhältnis durch den Einsatz von KI? Entscheiden Algorithmen oder Menschen? Wer trägt künftig die Verantwortung? Ein Vortrag von Prof. Dr. med. Bernhard-Wilhelm Niebling vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Freiburg.

  23. 42

    Sicherheit contra Privatsphäre

    Sollten deutsche Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit haben biometrische KI-Gesichtserkennung zu nutzen, um Straftaten zu verhindern? Was bedeutet es dann aber für die Privatsphäre, wenn der Staat womöglich eine eigene Bilder-Datenbank mit Millionen Portraitfotos unbescholtener Bürgerinnen und Bürger aufbaut? Eine faire und sachliche pro- und contra-Diskussion zwischen Alexander Poitz von der Gewerkschaft der Polizei und Kilian Vieth-Ditlmann von der gemeinnützigen zivilgesellschaftlichen Organisation AlgorithmWatch.

  24. 41

    Auf den Spuren eines europäischen Islams

    Sozialpfarrerin Kathinka Kaden im Gespräch mit dem Islambeauftragten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Dr. Friedmann Eißler. Es geht um eine gemeinsame interreligiöse Studienreise nach Bosnien und Herzegowina. Die Schilderung der vielen Begegnungen und Erlebnisse eröffnet neue Perspektiven und es entsteht ein hoffnungsvolles Bild der Verständigung zwischen den Religionen.

  25. 40

    Mut zur Integrität

    Korruption stellt eine große globale Herausforderung dar. Auch Organisationen, die in der kirchlichen Entwicklungsarbeit unterwegs sind, müssen Prozesse und Strategien zur Vorbeugung entwickeln. Unsere Gesprächspartner*innen Sonja Grolig und Willi Kawohl sind seit vielen Jahren in der Präventionsarbeit tätig. Sie geben Einblicke in ihre Arbeit und heben hervor, was aus ihrer Sicht gegen Korruption hilft.

  26. 39

    Wir erheben unsere Stimme

    Armutsbetroffene Menschen setzen Falschinformationen, die über sie in den Medien verbreitet werden, ihre Sicht und ihre Erfahrungen entgegen. In den Beiträgen berichten die Betroffenen, wie es ihnen derzeit persönlich und mit der momentanen Sozialpolitik geht.

  27. 38

    Sport: ein starker Player für die Gesellschaft?

    Was leistet Sport für die Gesellschaft? Was können Sportvereine bewegen? Und was kann Kirche vom Sport lernen? Im Rahmen der diesjährigen Michaelisakademie werfen Andreas Felchle, der Präsident des Württembergischen Landessportbunds, Sonja Carle, die Vorsitzende der Württembergischen Sportjugend, der Sportsoziologen Dr. Wolfgang Fritsch, der Geschäftsführer der Sportvereinigung Feuerbach e.V., Dr. Benjamin Haar, und Florian Güntert vom Fanprojekt Stuttgart e.V. ihre Scheinwerfer auf die relevanten Aspekte im Zusammenspiel von Sport und Gesellschaft.

  28. 37

    Medizin in Zeiten von eHealth

    Lange Zeit galt, dass allein die Autorität des Arztes bzw. der Ärztin Garant für die richtige Behandlung sei. Heute gehen wir dagegen von einer informierten Übereinstimmung von Patient*in und Ärzt*in aus und sind bestrebt, Entscheidungen gemeinsam zu treffen. So zeichnet sich ein partnerschaftliches Verhältnis ab, das stark von nachvollziehbaren und evidenzbasierten Erklärungen geprägt ist. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung? Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Medizin? Wie kann es in einer Welt der zunehmenden Arbeitsverdichtung neben reinen Fakten noch Raum für Erfahrungswissen und Intuition geben?

  29. 36

    Zukunftsort Kirchenimmobilie?

    Aus dem ehemaligen Pfarrhof im uckermärkischen Greiffenberg ist ein "genossenschaftlich Organisierter Ort für Austausch, Experimente und Zusammenkünfte" entstanden. Wir haben mit den Initiatoren Leona Lynen und Edouard Barthen über ihren Transformationsort gesprochen. Ein tolles Projekt, das hoffentlich viele inspiriert neu über die Umnutzung von Kirchenimmobilien nachzudenken.

  30. 35

    Mit Kant ethisch durchstarten?

    Zum 300. Jubiläum des Geburtstags von Immanuel Kant kann man sich schon mal fragen: Was bedeutet die Kantianische Ethik eigentlich im Kontext von Unternehmensgründungen und der Start-up-Förderung? Wie lässt sich das Herzstück der Kantschen Moralphilosophie, der Kategorische Imperativ, grundsätzlich verstehen und praktisch anwenden? Jonas Franzen, Studienleitender für Wirtschaftsethik, präsentiert in diesem Impulsvortrag eine moderne Interpretation des Kategorischen Imperativs und skizziert Bezüge zur Start-up-Szene. Moral zum Mitdenken – und mitgründen

  31. 34

    Kann denn Kleben Unrecht sein?

    Öffentlichkeit und Justiz sind im Umgang mit den Aktionen der "Letzen Generation vor den Kippunkten" sichtlich überfordert. Wie sonst kam es zu so unterschiedlichen Urteilen für die gleichen Aktionen - vom Freispruch bis zu mehrmonatiger Haft? Wie sonst konnte es zu dem überzogenen Versuch kommen, die Gruppe als eine kriminelle Vereinigung einzustufen? Der Staatssekretär a.D. und Rechtsanwalt Rezzo Schlauch gibt in seinem Vortrag Antworten auf diese Fragen. Der Vortrag war Teil der Veranstaltung "Über_Forderungen angesichts der Klimakatastrophe. Ziele und Aktionsformen der „Letzten Generation“", die am 02. und 03. März 2024 an der Evangelischen Akademie Bad Boll stattgefunden hat.

  32. 33

    40 Jahre getrennte Entwicklung

    Sie hören den Vortrag „40 Jahre getrennte Entwicklung: Deutschlandpolitische Positionen und Handlungsfelder heute“, den Dr. Wolfgang Schäuble am 25. Februar 1989 an der Evangelischen Akademie Bad Boll gehalten hat. Der Vortrag war Teil der Tagung "Einheit und Identität der Deutschen". Zum Zeitpunkt dieser Tagung ahnte noch niemand, dass mit dem „Republikgeburtstag“ der DDR im Oktober 1989 der Untergang der DDR seinen Anfang nahm und die friedliche Revolution begann. Wir senden den Vortrag anlässlich des Todes von Dr. Wolfgang Schäuble am 26.12.2023 und zum Dank seiner Verbundenheit mit der Evangelischen Akademie Bad Boll.

  33. 32

    Justizielle Behandlung von NS-Verbrechen

    Sie hören den Vortrag „Justizielle Behandlung von NS-Verbrechen“ von Oberstaatsanwalt Alfred Streim, dem damaligen Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg. Streim zeigt klar und offen auf, wie die Geschichte der Justiziellen Aufarbeitung bis 1995 verlief. Auch heute noch ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur. Der Vortrag war Teil der Tagung "Dealing with the past – Sichtbar machen für die Zukunft", die im Dezember 1995 an der Evangelischen Akademie Bad Boll stattgefunden hat.

  34. 31

    Umgang mit der deutschen Okkupation Kretas

    In dieser Episode sprechen die Studienleitenden Wolfgang Mayer-Ernst und Dr. Albert Decker über die Orthodoxe Akademie auf Kreta, die Zeit des 2. Weltkrieges in Griechenland, die Zeit der deutschen Okkupation der Insel (1941 - 1945) und über ihre Eindrücke beim Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Orthodoxen Akademie. Das Gespräch leitet Dr. Kerstin Renz.

  35. 30

    Politische Männlichkeit und der autoritäre Backlash

    Männer bilden die klare Mehrheit in gewalttätigen Formen des Rechtsextremismus. Die Zusammenhänge zwischen Männlichkeit, Radikalisierung und antidemokratischer Orientierung scheinen aber noch wenig bearbeitet und werden institutionell kaum berücksichtigt. Wer sind die Anhänger der autoritären Bewegungen? Welche ideologischen Denkmuster liegen ihnen zugrunde? Und warum sind sie, besonders für junge Männer, so attraktiv? Sie hören Antworten der Journalistin Dr. Susanne Kaiser, die mehrere Bücher zu dem Themenkomplex geschrieben hat. Der Vortrag war Teil der Veranstaltung "Rechte Männer - rechte Männlichkeit", die am 23.10.2023 im Stuttgarter Hospitalhof stattgefunden hat. Kooperationspartner: Männer.bw.

  36. 29

    Furkans Weg von Pakistan nach Deutschland

    Im Format „Koffergeschichten“ berichten junge Menschen, die aufgrund von Flucht oder Migration nach Deutschland gekommen sind, von ihren Erfahrungen und davon, was sie als Person auszeichnet. In dieser Episode erzählt Furkan aus Pakistan seine Geschichte.

  37. 28

    Reale Begegnung und virtuelle Welten

    In seinem Vortrag mahnt der Bestsellerautor, Arzt und Neurowissenschaftler Joachim Bauer: Reale Begegnungen sind für die Entwicklung des menschlichen Selbst, für unsere Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar. Denn der Mensch kann vieles entbehren, nur den Menschen nicht. Der Vortrag am 24.10.2023 im Hospitalhof (Stuttgart) war Teil der Reihe "via medici", die die Evangelische Akademie Bad Boll zusammen mit der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg veranstaltet.

  38. 27

    Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III

    Der Fotograf Andreas Langen ("die arge lola") berichtet im Gespräch mit Studienleiterin Gerda Müller über Entstehung und Botschaft der bewegenden Fotoausstellung "Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III". Auschwitz ist ein vielfach ausgeleuchteter Ort, seit Jahrzehnten erforscht, von Millionen Besuchern jedes Jahr besichtigt. Trotzdem existiert im unmittelbaren Umfeld des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau 75 Jahre nach dessen Befreiung eine fast unbekannte Sphäre: die Lebenswelt von Menschen, die aufgrund historischer und biografischer Fügung zu Nachbarn dieser Schreckensorte geworden sind.

  39. 26

    I want you to panic – Klimakonflikte ohne Lösung?

    Die Anliegen der Klimabewegung unterstützen viele Menschen. Doch zu einem fundamentalen Umdenken in unserem Handeln scheinen wir nicht bereit. Welche Antworten gibt die Kirche? Kann sie Mittler sein, wenn es um die Anliegen der Klimabewegung geht? Wie geht eine Rückkehr zum konstruktiven Dialog und zum gemeinsamen Handeln? Diese Fragen diskutierte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl im Rahmen der diesjährigen Michaelisakademie am 8. Oktober 2023 mit Vertreter*innen der "Letzten Generation", von "fridays for future" sowie aus Kirche und Wissenschaft. Sie hören eine gewinnbringende, kontroverse und engagierte Diskussion.

  40. 25

    Gesellschaftsverändernde Einflüsse der maschinellen „Intelligenz“

    Der deutsch-amerikanische Informatiker Joseph Weizenbaum war einer der Pioniere des Internets. Er entwickelte das Computerprogramm ELIZA, dass mit Hilfe von natürlicher Sprache ein therapeutisches Gespräch simulierte. ELIZA gilt als der Prototyp der modernen Chatbots. Weizenbaum war zuletzt Professor für Computer Science am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und wäre 2023 100 Jahre alt geworden. Im Vortrag führt uns Joseph Weizenbaum humorig und behutsam in Grundkenntnisse der Künstlichen Intelligenz ein und verdeutlicht die daraus entstehende Verantwortung für Politik, Bildung, Wissenschaft und uns alle. Der Vortrag war Teil der Tagung "Mensch-Maschinen oder Maschinen-Mensch?", die 1990 bei uns an der Akademie stattgefunden hat. Ziel der Tagung war, die kritische Auseinandersetzung mit dem aufkommenden Thema „Künstliche Intelligenz“.

  41. 24

    „Ich – Wirtschaftswunderkind“

    Jede Generation hat ihre typische zeitgeschichtliche politische Biografie. Wie haben sich Erziehung, besondere Ereignisse und gesellschaftliche Strömungen auf das ausgewirkt, was aus uns geworden ist? Welche wiederkehrenden Muster gibt es in BRD-Biografien mit einer Kindheit und Jugend in den 1960er und 1970er Jahren? Sind unsere Weltbilder subjektiv? Prof. Dr. Rainer Moritz, Autor und Leiter des Literaturhauses Hamburg, liest aus seinem Buch „Ich – Wirtschaftswunderkind“.

  42. 23

    Neues Bauen? Neues Leben?

    Wie wohnen, leben und arbeiten wir in einer Welt im Wandel? In dieser Episode geht es darum, wie zukunftsfähiges Bauen in Zeiten von Klimawandel und Energiewende aussehen kann und welche Auswirkungen das auf unser Zusammenleben hat. Außerdem wird nach der Rolle der Kirchen in diesem Transformationsprozess gefragt.

  43. 22

    Klima-Perspektiven

    Wie können wir einen positiven Einfluss auf eine sozial-ökologische Transformation haben? Welche Verantwortung hat jede und jeder einzelne? Wo liegen "Fehler im System"? Und was hat das alles mit Unternehmergeist und Kirche zu tun?

  44. 21

    Ungleichheit in der Leistungsgesellschaft

    Wie können wir unter den gegenwärtig schwierigen Bedingungen eine neues Miteinander aufbauen? Im Mittelpunkt eine denkbaren kulturellen Transformation steht das Konzept des "Wohlstands für alle". Was bedeutet dies konkret? Ein Grundstein ist ein besserer Einklang zwischen Mensch und Natur. Das gelingt aber wiederum nur im Rahmen einer starken sozialen Sicherung. Der Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge ist ein gefragter Experte auf diesem Gebiet. Ihn haben wir nach der Ungleichheit in der Leistungsgesellschaft gefragt. Welche Auswege können den Aufbau einer "gesunden Gesellschaft unterstützen? Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltung: "Zur gesunden und ehrlichen Gesellschaft durch Gemeinwohl für alle" (14.12,2022, online). In Kooperation mit der Universität Kassel & der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

  45. 20

    Zur Lage der Kurd*innen in Deutschland und in den kurdischen Gebieten

    Er ist nicht nur Psychologe und Psychotherapeut, sondern auch ausgewiesener Orientalist und zudem kurdischer Herkunft. Prof. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ist ein Kenner der politischen Situation in den Herkunftsländern des kurdischen Volkes: der Türkei, dem Nordirak, Iran und Syrien. Im Gespräch mit Studienleiterin Dr. Carola Hausotter geht es um die allgemeine politische Lage in diesen vier Ländern, aber auch um die Situation der Kurdinnen und Kurden in Deutschland.

  46. 19

    Bildungsgerechtigkeit!? Haupthindernis: Armut und soziale Ungleichheit.

    "Armut und soziale Ungleichheit – das Haupthindernis auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit." Impuls von Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln. Moderation: Tanja Urban, Evangelische Akademie Bad Boll Im Rahmen der Veranstaltung "Zeit für (jetzt aber wirklich endlich mehr) Chancen.Bildung", 02./03. März 2023, Französische Friedrichstadtkirche, Berlin.

  47. 18

    Green? New? Deal?

    Die Klimakrise fordert die Politik weltweit heraus. Umfassende ökologische und sozial gerechte Maßnahmen müssen umgesetzt werden. Das geht nur über einen grundlegenden internationalen Konsens. Ein immer wieder eingebrachter Vorschlag ist ein "Green New Deal". Aber: Ist ein allgemeines Konzept für die globale Transformation denkbar? Vortrag des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Ulrich Brand von der Universität Wien.

  48. 17

    Freiheit! – heute, gestern und morgen

    Welche Bedeutung hatte das Wort „Freiheit“ für die Bürgerrechtsbewegung, die zum Ende der DDR geführt hat und was hat das mit der heutigen Situation zu tun? Wie wurde damals für Freiheit gekämpft? Und warum ist das auch morgen noch wichtig? Sie hören ein mutmachendes Gespräch mit dem DDR-Bürgerrechtler und Pfarrer Stephan Bickhardt. Er organisierte Lesungen mit systemkritischen Schriftsteller*innen, verbreitete über einen Untergrundverlag zigtausend aufklärende Flugblätter und war Mitgründer der Initiative „Demokratie Jetzt“, die später in „Bündnis 90“ aufging. Nach weiteren Stationen als Studentenpfarrer und Polizeiseelsorger in Leipzig ist Bickhardt heute Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen.

  49. 16

    Iran: Frauen kämpfen für Veränderung

    „Frau, Leben, Freiheit” – Welche Lebensbedingungen müssten im Iran geschaffen werden, damit Frauen und andere diskriminierte Gruppen nicht das Gefühl haben, nur die Flucht aus dem Land ermöglicht ihnen ein Leben in Freiheit? Mit der Juristin und Politologin Raze Baziani und der Literaturwissenschaftlerin Maryam Aras haben wir am 7. Dezember 2022 in der Kunsthalle Göppingen darüber diskutiert.

  50. 15

    Erinnern? Wozu?

    Gemeinsame Geschichte? Trennende Geschichte? Wie entstehen historischen Narrative? Nationale Geschichte soll der Herstellung nationaler Identität dienen. Was aber ist das überhaupt "Erinnerung"? Was erinnern wir? Und zu welchem Zweck? Ein Impuls von Studienleiter Wolfgang Mayer-Ernst. Im Kontext des Erasmus+ geförderten Projekts "Nationale Geschichtsbilder im gemeinsamen Europa" der Orthodoxen Akademie (Kreta, Griechenland) und der Evangelischen Akademie Bad Boll.

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Regelmäßig veröffentlichen wir hier interessante Vorträge und Gespräche, die bei uns an der Akademie stattgefunden haben.

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HörRäume is created and hosted by Evangelische Akademie Bad Boll.
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