hr INFO Himmel und Erde

PODCAST · religion

hr INFO Himmel und Erde

Lebensfragen - Glaubensfragen: Hintergründe zu Religion und Kirche

  1. 26

    Balance statt Bonus: Unser Blick auf Arbeit und Leben

    “Arbeit war sein ganzes Leben.“ Wenn früher bei Beerdigungen dieser Satz fiel, fanden das alle vorbildlich. Heute würde man damit Kopfschütteln ernten. Arbeit und Leben sollen in Balance sein, und Arbeit soll nicht alles sein, was ein Leben ausmacht. Davon sind die heutigen Mittdreißiger überzeugt. Ihre Devise heißt “Balance statt Boni”. Aber muss man Arbeit so gegen “Leben” ausspielen? Steckt in der Arbeit nicht auch so viel an Selbstwirksamkeit, Befriedigung und Sinnerfüllung, dass damit ganz viel “Leben” ins Leben kommt? Wir fragen anlässlich des Tags der Arbeit, wie sich unser Blick auf die Arbeit gewandelt hat. Luther verstand Arbeit noch als Gottesdienst. Aber auch heute sagen manche noch: mein Job ist meine Berufung.

  2. 25

    Maibaum & Co. - Was bringen uns Bräuche und Traditionen?

    Der Mai steht vor der Tür. Ein Monat mit vielen Brauchtumsfesten. Den Auftakt macht der Tanz in den Mai, mancherorts auch als Walpurgisnacht gefeiert. In manchen Gemeinden wird ein Maibaum erreichtet. Zu seinen Füßen feiert die Dorfgemeinschaft sich selbst und die Tradition. Ein Brauchtumsfest stiftet Identität. Es drückt in Symbolen aus, was im Leben wichtig ist: Die Liebe zum Beispiel, wenn junge Männer ihre Liebste mit Birkenzweigen beschenken. Manche Tradition ist schon viele hundert Jahre alt. Manchmal wissen die Heutigen gar nicht mehr, wo der Ursprung einer Tradition liegt. Etliches Brauchtum hat sogar vorchristliche oder naturreligiöse Wurzeln. Und trotzdem erweisen sich einige Traditionen als erstaunlich modern. Da verbindet eine Sängerin das Jodeln mit modernen Pop-Sounds. Junge Leute suchen sich Dirndl und Lederhose und posten das auf Instagram. Kann es sein, dass diese alten Rituale und Brauchtümer uns auch seelisch guttun, weil sie dem Leben Kontinuität geben, weil sie Gemeinschaft feiern, weil sie wichtige Werte zelebrieren? Kann es sein, dass gelebtes Brauchtum die Resilienz stärkt, so dass wir in unsicheren und unruhigen Zeiten besser durchkommen?

  3. 24

    Machtgebaren oder Sanftmut. Die besondere Kraft der Schwachen

    Er drückt seine Aggressivität gerne in GROSSBUCHSTABEN aus und fällt mit brutaler Machtgebärde über andere her. Jetzt hat der Zorn von US-Präsident Trump auch den Papst getroffen. Weil der es gewagt hatte, in einer Predigt in eher leisen Tönen zum Frieden zu mahnen und die „Allmachtsphantasien“ von Politikern zu kritisieren. Und wie zum Beweis hämmerte der sichtbar getroffene Präsident in sein Smartphone, Leo XIV. sei nur Papst im Vatikan geworden, weil er Präsident in Washington sei. An vielen Orten begegnen uns derzeit die eher lauten Töne der angeblich Stärkeren. Auch im Alltag, selbst in persönlichen Beziehungen. Kommen dabei die Schwachen unter die Räder? In der Bibel heißt es, Gott stehe auf der Seite der Schwachen. Gottes Kraft sei in den Schwachen mächtig, formulierte einst der Apostel Paulus. Beweist unsere Zeit gerade das Gegenteil? Kommt nur noch weiter, wer die Ellenbogen ausfährt? Oder gibt es doch eine besondere Macht der Schwachheit? Welche Stärke trainieren zum Beispiel Frauen, die Selbstverteidigung üben? Wie gelang es dem angeblich schwachen Geschlecht, den Frauen, auch in der Männerdomäne Fußball ihren Platz zu erkämpfen und zu behaupten? Und ist es womöglich dringend nötig, dass wir wieder sanfte, gewaltfreie Formen der Kommunikation erinnern und einüben? Eine Ausgabe von „Himmel und Erde“ rund um die besondere Kraft der Schwachheit.

  4. 23

    Runter vom Sofa! Warum es gut ist, sich Herausforderungen zu stellen

    Noch nie haben sich Menschen so weit von ihrem Heimatplaneten entfernt wie die Besatzung der Artemis 2-Mondmission in dieser Woche. Die Menschheitsgeschichte ist voll großer Herausforderungen. Es treibt uns Menschen einfach immer wieder zu neuen Ufern. Auch privat suchen wir “Challenges”: einmal einen Marathon laufen, einmal auf einen Viertausender oder beim “Lauf der Verrückten” der hessischen evangelischen Pfadfinder mitmachen. Nicht alle aber sind so “verrückt” unterwegs wie Joyce Hübner. Sie will bis Oktober jeden Tag einen Marathon laufen und in dieser Zeit alle deutschen Städte mit Stadtrecht betreten. Wir fragen den Psychologen, warum wir Herausforderungen brauchen und schauen, welche Blüten der “Challenge-Wahn” treibt in Zeiten von Social Media.

  5. 22

    Das Leben blüht auf. Wege zur mehr Lebendigkeit

    Ostern ist ein Fest des neuen Lebens. Die christlichen Kirchen erinnern daran, dass Christus nach dem Bericht der Bibel auferstanden ist von den Toten. Ostern ist nicht zufällig ein Frühlingsfest. Denn auch in der Natur erleben wir nach den kahlen Wintermonaten, dass das Leben wieder durchbricht. Wie können wir jetzt neue Lebendigkeit ins Leben bringen. Der Psychologe Lukas Klaschinski empfiehlt, mehr Sinnlichkeit ins Leben zu bringen, die Sinne zu schärfen. Die Psychotherapeutin Daniela Tausch erzählt, was es für sie bedeutet, auch angesichts von Krisen und Krankheit sich mit der Lebendigkeit zu verbinden. Der evangelische Pfarrer Martin Vorländer beschreibt die besondere Kraft der Osterbotschaft.

  6. 21

    Wo das Leben gut ist. Paradiesische Orte und paradiesische Zeiten

    Wie oft tragen wir diese Sehnsucht in uns nach einem Ort, an dem alles gut ist, wo wir uns zu Hause fühlen, wo wir sein können, so wie wir sind. Wo liegt dieser Ort? Finden wir ihn tatsächlich in der Gartenparzelle? Oder am fernen Meeresstrand? Vielleicht reicht ja auch eine einfache stille Bank im Park? Oder das kleine Plätzchen auf dem Balkon? Wie wichtig ist diese Sehnsucht nach dem guten Ort für unser Wohlbefinden? Aber wenn man der Bibel glaubt, dann ist auch das Paradies nicht ohne Gefahren und nicht ohne Regeln. Vor allem aber, sagt die Bibel, sind wir aus dem Paradies vertrieben worden. Warum eigentlich? Gibt es einen Weg zurück? Welche Antworten geben die Religionen? An diesem Sonntagmorgen begeben wir uns auf Spurensuche nach dem Paradies. Oder zumindest nach paradiesischen Orten und Momenten. Und vielleicht finden wir das Paradies ja in uns selbst?

  7. 20

    Nicht nur in der Frühjahrs-Sonne: Entdecke Deine Kraftquellen

    Ein paar Tage Sonne und wir spüren: die Lebensgeister sind wieder da. Auch in der Natur regt sich neues Leben: die Frühblüher stecken bei ein wenig Sonne und Wärme gleich die Köpfchen aus der Erde. Alles scheint von neuer Lebensenergie erfasst. Wir gehen auf die Spuren dieser Lebensgesetze: Wie lassen sich Lebensgeister wecken, wenn uns die Natur nicht so kraftvoll zu Hilfe kommt? Wo sind die Quellen unserer Kraft, wenn es draußen und drinnen eher dunkel ist? Wir sprechen über die Wirkung der Natur auf unsere Psyche, die Energie, die uns Krafttraining bis ins Alter schenkt. Und wir erkunden spirituelle Übungen, damit die Energien fließen.

  8. 19

    Stille Stunden – raus aus der Reizüberflutung

    Gedimmtes Licht, keine Dudelmusik, kein Werberadio mit Sonderangeboten: mittwochs ist “Stille Stunde” beim Rewe in Heusenstamm. Immer mehr Geschäfte in Hessen bieten inzwischen “stille Stunden” an. Nicht nur für Menschen mit Autismus kann die ständige Reizüberflutung überfordernd sein. Auch Gesunde empfinden Stille als wohltuend für Auge und Ohr. Unser Hirn ist nicht gebaut für den Dauerangriff auf unsere Sinne durch Musik, News, social media-Geklingel. Obwohl wir das ahnen, fällt uns der Verzicht darauf schwer. Zeit für ein paar Tipps gegen die Reizüberflutung. Wir erkunden Wege zu einem reizärmeren, zufriedenen Leben.

  9. 18

    Jetzt hilft nur ein Wunder

    Angesichts all der Krisen denkt man manchmal: Jetzt hilft nur noch ein Wunder! Aber gibt es sie? In der katholischen Kirche werden wissenschaftlich unerklärbare Heilungen als Wunder bezeichnet. Aber es gibt auch ohne Gott manchmal spontane Heilungen. Persönlich kann eine unerwartete Wendung in einer Krise ein Wunder sein. Oder ein geliebter Mensch und ein Neugeborenes. Wir sollten - dreißig Jahre nach dem Mauerfall - auch mit politischen Wundern rechnen, sagt der Ökonom Fred Luks.

  10. 17

    Vertrauen gefragt

    Globale Krisen und Bedrohungen aller Art machen uns Angst. Das Vertrauen in Politik, Medien und Institutionen schwindet. Doch ist Vertrauen die Basis eines Lebens von Beginn an. Auch die sozialen Medien und das Internet tragen dazu bei, dass uns das “Urvertrauen” abhanden kommt. Überall wird zusätzlich zugespitzt, skandalisiert. Wie können wir das Vertrauen zurückgewinnen, dieses so wichtige “Lebens-Mittel” jedes einzelnen Lebens und der Gesellschaft als ganzer?

  11. 16

    Orientierungsbedarf - Welchem Stern folgen wir?

    Sie folgten dem Stern und fanden den Heiland: die Geschichte der Hl. Drei Könige steht im Hintergrund der weltgrößten Hilfsaktion von Kindern für Kinder: die Sternsinger. Sie ziehen verkleidet als Könige durch die Straßen, segnen die Häuser und sammeln für Bedürftige. Mit dabei haben sie den Stern. Sterne sind seit Urzeiten Orientierungspunkte - und zugleich Sinnbilder für die Ausrichtung von Menschen. Welchem Stern folgen wir? Wir sprechen über den großen Orientierungsbedarf in der heutigen Welt und fragen, wer ihn stillen kann.

  12. 15

    Süßer die Glocken nie klingen - Die Lust am Klang

    Das kleine Glöckchen ruft zur Bescherung, verheißungsvoll. Die Kirchenglocken läuten Weihnachten ein, majestätisch und festlich. Seit Jahrhunderten bringen Glocken Botschaften unter die Menschen, sei es die Zeiteinteilung des Tages, der Ruf zum Gottesdienst, die Warnung vor Gefahr. Von jungen Glöcknern in Groß-Britannien über eine der ältesten Glockengießereien der Welt in Mittelhessen bis hin zu einer Friedensglocke mit Gewicht - wir sind am Weihnachtsmorgen nicht nur dem Klang und der Bedeutung von Glocken auf der Spur, sondern lauschen den unterschiedlichsten Klängen - mit der Frage, was uns fasziniert am Klang - bei Instrumenten, beim gemeinsamen Musizieren und überhaupt bei „Klangkörpern“.

  13. 14

    Wintersonnwende: Endlich mehr Licht

    Heute am 21.12.25 ist Wintersonnwende. Endlich, mehr Licht. Endlich geht es wieder “bergauf”. Die Sonnwende wird seit Menschengedenken gefeiert, mit Licht- und Feuerritualen. Weihnachten ist ein Teil davon. Wer mit den Zyklen der Natur gehen will, dem empfiehlt die Autorin Maren Schneider ebenfalls Licht- und Räucherrituale. Außerdem: Tiny Church - die kleinste Kirche Frankfurts. Und: Die hippen Missionare - Evangelikale Gruppen in der katholischen Kirche.

  14. 13

    Herausforderung Familie - nicht nur zur Weihnachtszeit

    Wir haben sie nicht ausgesucht und müssen doch ein Leben lang mit ihr klarkommen: unsere Familie. Manchmal tragen Familien alte Verletzungen und Streit durch die Jahre, ohne dass Lösungen gelingen. Weihnachten ist dann der alljährliche spannungsgeladene Knotenpunkt des Familienlebens. Wie kann man Familienkonflikte gut klären? In der neuen ARD-Dokuserie “Familientherapie” lädt die Psychotherapeutin und Podcasterin Franca Cerutti vier Familien zum Intensiv-Coaching aufs Land ein. Wir sprechen mit Ihr und ihren Klienten über das, was Familien befrieden und stärken kann. Außerdem: die rebellischen Nonnen von Goldenstein Und: Bilanz der Papstreise in die Türkei und den Libanon

  15. 12

    Sinnlich leben - mehr Lebendigkeit

    Der Advent ist eine der "sinnlichsten" Zeiten des Jahres: wir tauchen ein in die Welt der Gerüche, lassen uns bezaubern vom Duft der Tannennadeln, Orangen und Räuchermännchen. Wir staunen über goldglitzernde Kugeln, lassen uns vom milden Licht der Kerzen das Herz wärmen, der Klang der Glöckchen und Lieder weckt uralte Erinnerungen, mit den Weihnachts-Plätzchen zergeht uns die Süßigkeit dieser Wochen auf der Zunge. Wir Menschen sind Sinneswesen. Die lustvolle Erfahrung von Lebendigkeit machen wir, wenn alle Sinne hellwach sind. Allzu oft leben wir verkopft, dabei findet sich der wahre Genuss des Lebens in einem bewusst sinnlichen Leben im Augenblick.

  16. 11

    Die Lust am Schreiben

    Zur Weihnachtszeit greifen wir wieder zu Papier und Füller, jetzt werden Weihnachtskarten und Briefe geschrieben. Sonst im Alltag begnügen wir uns meist mehr und mehr mit dem Diktieren, dem Klicken, Wischen und Tippen von Nachrichten. Dabei ist das Schreiben mit der Hand besonders lustvoll und schön, ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung und es sorgt für ein Feuerwerk im Gehirn. Außerdem: Die Synodalkonferenz - Ein neues nationales Gremium aus katholischen Bischöfen und Laien

  17. 10

    Wie wir Ruhe finden

    Der November ist der ruhigste Monat des Jahres. Wir ziehen uns zurück ins Innere und kommen leichter zur Ruhe als sonst. Ruhe ist ein kostbares Gut. Menschen, die “in sich ruhen”, sind meist angenehme Zeitgenossen. Wie finden wir innere Ruhe, wenn uns Unruhe quält, wenn Sorgen an uns nagen? Außerdem: Das neue Friedenspapier der EKD Und: Neue Gedenkformen für auf der Flucht Verstorbene

  18. 9

    In unsicheren Zeiten: Was stärkt die Lebensfreude?

    Wir leben in unsicheren Zeiten. Zahlreiche Krisennachrichten bestimmen unseren Alltag und drücken aufs Gemüt. Da hat es die Freude am Leben nicht leicht. Wo können wir Hoffnung, Mut und Zuversicht stärken? Vielleicht können wir etwas von Martin Luther lernen, dem Reformator, an den die evangelischen Kirchen in Hessen am 31. Oktober, dem Reformationstag erinnern. Als junger Mensch war Luther der Verzweiflung nahe. Voller Selbstzweifel und Ängste hoffte er auf Besserung im Kloster. Aber auch dort fand er keine Lebensfreude. Erst beim intensiven Bibelstudium und durch seine Neuentdeckung, dass er von Gott nicht verurteilt, sondern geliebt und gerechtfertigt wird „allein aus Gnade“, kehrte bei ihm die Lebensfreude zurück. Und das ganz praktisch. Er heiratete, gründete eine Familie, empfing gerne Gäste, aß und trank und liebte es dabei gerne auch mal deftig. Ein Leben voller Zuversicht und Hoffnung - und das auch in schwierigen, in kriegerischen Zeiten mit vielen Anfeindungen. Wo finden Menschen heute ihre Lebensfreude? In Beziehungen? In der Natur? Beim kreativen Hobby oder beim Tanzen und Laufen? Was können wir tun, damit die Krisenstimmung der Zeit uns nicht die Freude am Leben raubt?

  19. 8

    Geheimnisvolle Dunkelheit - Vom Leben in der Nacht

    Wenn es dunkel wird, dann kommt das Leben zur Ruhe. So scheint es uns. Tatsächlich ist auch die Nacht voller Leben. Zahlreiche Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Dunkelheit. Sie brauchen die Nacht zum leben. Wir Menschen dagegen machen oft die Nacht zum Tage, erleuchten sie mit hellem Licht - und bringen dadurch manches im Nachtleben der Natur durcheinander. Uns Menschen macht die Dunkelheit oft Angst. Andererseits ist sie ein Ort besonderer Geborgenheit. Geburten finden überwiegend in der Nacht statt. Religiöse Offenbarungen sind in allen Kulturen den Menschen oft nachts zuteil geworden. Und nicht zuletzt sind wir selbst innerlich nachts aktiv, auch wenn wir schlafen. Dann regeneriert sich der Körper, nutzt unsere Seele die Ruhe der Nacht, um in Träumen das Erlebte des Tages zu bearbeiten.

  20. 7

    Melancholie – das bittersüße Herbstgefühl

    Der Herbst ist eine gefühlsintensive Zeit, die Tage werden kürzer und vor uns liegt der kalte Winter. Das Gefühl der Melancholie stellt sich ein. Wir spüren das bittere Gesetz der Vergänglichkeit und ergehen uns in süßen Erinnerungen an das Gestern. Ist das nicht auch unser allgemeines Gesellschaftsgefühl gerade? Leben wir in herbstlich-müden Zeiten? Außerdem: An der Seite der Armen Papst Leo XIV ermahnt seine Kirche Und: Eine neue Thora für Gießen Festliche Vorfreude in der jüdischen Gemeinde

  21. 6

    Richtig nörgeln! Klagen als Kraft der Veränderung

    Richtig nörgeln. Klagen als Kraft der Veränderung Gerade uns Deutschen sagt man nach, eine Nation der Nörgler und Bedenkenträger zu sein. Und ja, zurzeit pflegen viele die Opferrolle, gerade in der politischen Auseinandersetzung. Aber ist Nörgeln wirklich nur destruktiv? In der Bibel zum Beispiel kann man Texte finden, die eine einzige große Klage-Litanei sind. Missstände zu beklagen, auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen, das ist eine wichtige Kraft der Veränderung. Davon ist zum Beispiel der Frankfurter Publizist Michel Friedmann überzeugt. Kann also im Nörgeln eine heilsame Kraft liegen, wenn wir dabei nicht in bloßes Selbstmitleid verfallen? Wir gehen dieser Frage nach. Am Sonntagmorgen in Himmel und Erde in hr INFO.

  22. 5

    Das Glück auf zwei Rädern. Was wir beim Radfahren erleben

    Fahrradfahren ist Lebenslust pur. Und für manche auch ein spirituelles Erlebnis. Wenn man in diesen Tagen durch sommerliche Wiesen und Felder radelt, den frischen Wind um die Nase wehen lässt und die Wärme auf der Haut spürt, dann stellt sich sofort sommerliche Leichtigkeit ein. Natürlich kennt jeder auch Gegenwind und fordernde Anstiege. Aber das will - wie auch sonst im Leben - bewältigt werden. Wir lernen in der Sendung begeisterte Radler kennen, hören von der Psychologie des Fahrradfahrens, wie man in den Flow kommt, und warum man beim Radeln inspirierende Gedanken bekommt. Außerdem erkunden wir, was Fahrradfahren mit Spiritualität zu tun hat und was die hessischen Radwege-Kirchen im Angebot haben. Wir treffen eine Fahrrad-begeisterte Stadtdplanerin in Ugandas Hauptstadt Kampala und hören von einem Kulturgeschichtler etwas über die “Freiheit auf zwei Rädern”, die mit der Erfindung des Fahrrads verbunden war.

  23. 4

    Quelle des Lebens - Wasser als Lebenselixier

    Sommer und Wasser - das gehört doch irgendwie zusammen. In dieser Woche kam viel Wasser vom Himmel. Aber eigentlich hoffen wir auf glückliche und entspannende Stunden am Strand oder auf den Wellen. Warum eigentlich tut Wasser uns so gut? Ans Meer! Für viele ist das die größte Urlaubs-Sehnsucht. Die Füße ins kalte Naß tauchen, auf das Rauschen der Wellen hören, den Blick in die Ferne schweifen lassen. Allein die Vorstellung sorgt schon für Entspannung und Wohlgefühl. Woher kommt das eigentlich? Liegt es daran, dass alles Leben aus dem Wasser kommt - und wir selbst ja auch? Daran, dass wir selbst zum größten Teil aus Wasser bestehen? Der Psychologe Florian Schmidt-Höhne hat über „Die Meere in uns geforscht“ und bietet Coachings am Meer an - eine Form, um seelischem Stress und Burn-out zu begegnen. Dass Wasser Leben bedeutet, davon weiß die Bibel eine ganze Menge Lieder zu singen. Nicht umsonst ist das Eintauchen ins Wasser, die Taufe, eines der wichtigsten Rituale des Christentums. Auch andere Religionen heiligen das Wasser. Beim großen Kumbh Mela Fest in Indien erhoffen sich die Gläubigen beim reinigenden Bad im Fluß nichts weniger, als dass ihnen der Himmel offen steht. Und passt das nicht gut zu den himmlischen Gefühlen, wenn wir leicht und sanft schaukelnd von den Wellen getragen werden?

  24. 3

    Maß halten zwischen den Extremen: Ein Lob der Mitte

    Man kann fast ein bisschen darüber erschrecken: Schon die Mitte des Jahres? Wehmut kommt auf. Geht‘s jetzt nur noch bergab? Im Himmel und Erde-Sonntagsthema werfen wir einen anderen Blick auf die Mitte. Vielleicht ist die Mitte der Ort, wo wir eigentlich hingehören! In den spirituellen Traditionen jedenfalls geht es immer darum: die eigene innere Mitte finden. Das haben wir heute oft verlernt. Weil wir immer Spitze sein wollen. Weil wir neuerdings gerne extremen Positionen folgen. Aber schon bei den Griechen war der Mittelweg der Pfad der Tugend. Maß halten zwischen den Extremen war die goldene Lebensregel. Wie können wir das wieder einüben? Auch und gerade in der Politik: Früher hieß es: „In der Mitte werden Wahlen gewonnen“. Jetzt fragen wir uns: Gibt es die politische und Gesellschaftliche Mitte eigentlich noch? Braucht es heute nicht viel mehr Menschen, die die Kunst des ver-mittelns beherrschen?

  25. 2

    Zeiten der Muße. Leere, Faulsein - Eine Anleitung zum Nichtstun

    Viele träumen davon. Besonders, wenn Termine und Verabredungen drängeln, wenn die Familie oder der Job einen fordern: einfach mal nichts tun! Sich irgendwo hinsetzen, die Füße hochlegen, die Augen schließen. Die Ferien- und Urlaubszeit bietet ja eigentlich mal Raum dafür. Aber wenn wir es versuchen, merken wir schnell, dass das gar nicht so leicht ist. Es gäbe ja auch im Alltag Momente fürs Nichts-Tun. Zum Beispiel wenn wir auf den Bus oder die U-Bahn warten. Wenn wir im Wartezimmer sitzen. Wenn wir im Supermarkt in der Schlange stehen. Aber wie schnell greifen wir dann zum Smartphone, um uns abzulenken. Oder werden nervös und ärgerlich. Nichts tun kann unangenehm sein. Hat auch keinen guten Ruf. Klingt nach Faulheit. Dabei könnte es so gesund sein. In dieser Ausgabe von „Himmel und Erde“ gibt es eine Anleitung zum Nichtstun. Unsere holländischen Nachbarn haben da mehr Übung. Die haben sogar ein eigenes Verb dafür: niksen! In der Bibel heißt es, dass selbst Gott ruhte und dass der Mensch ruhen soll - warum fällt es uns dann so schwer? In der Meditation kann man es üben und erleben, wie gut es tut. Und vielleicht findet ja jeder genau den Ort, wo er genau nichts tun kann. So wie der Förster auf seinem Hochsitz. Himmel und Erde: Eine Einladung, mal nichts zu tun. Außer Radio oder Podcast hören, natürlich.

  26. 1

    Die Magie einer anderen Welt: Faszination Kloster

    Teaser Klöster faszinieren bis heute: eine abgeschlossene Welt der Stille, der Mystik, des Heiligen hinter dicken Mauern. Aber längst sind die Klostermauern durchlässig geworden. Einfach mal aussteigen, alles hinter sich lassen und eintauchen in eine fremde Welt, das suchen und finden viele im Klosterurlaub. Klöster öffnen ihre Türen, nehmen Gäste auf und geben Anteil an einem Leben aus Arbeit und Gebet. Woran liegt es, dass Mönche und Nonnen eine höhere Lebenserwartung haben als Weltleute? Warum wirken die geordnete Tagesstruktur, der Rhythmus, die starke Sinnorientierung lebensverlängernd? Da ist der Jetset-Manager eines Modelabels, der radikal die Seiten wechselt und in eine Einsiedelei einzieht. Da sind Touristen und Pilger, die in Nordfrankreich förmlich über sich hinauswachsen auf der Wanderung zum Klosterberg Mont St. Michel. Wir sprechen mit einer Frau, die sich Jahr für Jahr eine Klosterauszeit gönnt. Wir fragen einen Benediktiner, den Autor des Buches “Der Mönch in dir”, was wir von Klostermenschen lernen können.

Type above to search every episode's transcript for a word or phrase. Matches are scoped to this podcast.

Searching…

No matches for "" in this podcast's transcripts.

Showing of matches

No topics indexed yet for this podcast.

Loading reviews...

ABOUT THIS SHOW

Lebensfragen - Glaubensfragen: Hintergründe zu Religion und Kirche

HOSTED BY

hr INFO

CATEGORIES

URL copied to clipboard!