PODCAST · society
hr INFO Kultur
by hr INFO
Trends und Hintergründe aus der Kulturszene
-
104
Die Liedermacherin Alin Coen: Poesie, Stärke und Verletzlichkeit
Alin Coen muss nicht laut werden, um Eindruck zu hinterlassen: Seit 2010 kennt man sie und ihre Band mit samtigem Deutschpop zwischen SingerSongwriter und Folk. Mit Musik voller Poesie, Wärme und Achtsamkeit. Vor kurzem ist Alins viertes Studioalbum erschienen, „Du bedeutest mir die Welt“. Und ihr Plan, diesmal - endlich! - ein tanzbares Album zu schreiben, ist nur so halb aufgegangen: Statt durchgehender Beats gibt es wieder viele liebevolle Herzöffner. Im Gespräch bei hr iNFO Kultur erzählt die deutsch-mexikanische Songwriterin, warum sie nicht zur Vollzeit-Umweltaktivistin wurde, welchen Einfluss Mutter-Sein auf ihre Songs hat und wie das Weltall auf die neue Platte gekommen ist. Von und mit Melanie Aschenbrenner.
-
103
S. Fischer geht - Was wird aus der Buchstadt Frankfurt?
In der vergangenen Woche kündigte der Frankfurter Verlag S. Fischer an, nach Berlin umziehen zu wollen. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Es war ein traumatisches Deja Vu, nachdem schon der Suhrkamp Verlag 2010 Frankfurt verlassen hatte und nach Berlin gezogen war. Aber diesmal ist die Entscheidung anders gelagert. Denn zwar will sich der S. Fischer Verlag neu aufstellen, aber was wäre, wenn das Traditionshaus mit seinem Umzug ein Eigentor schießt? Denn die Verlagsbranche kämpft insgesamt mit sinkenden Umsätzen. Was soll ein Umzug da bewirken? Braucht Frankfurt den S. Fischer Verlag, um weiterhin Stadt des Buches zu bleiben? Oder braucht der Fischer-Verlag nicht vielmehr Frankfurt, die Stadt des Buches? Moderation: Jan Tussing
-
102
Disco: Verspottet. Verehrt. Geblieben.
Disco war weit mehr als Tanzmusik. Vor allem in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren gerieten in den Clubs Rollenbilder ins Wanken, während DJs einen neuen Sound prägten. Die Soziologin und Tanzwissenschaftlerin Gabriele Klein und DJ Delfonic sprechen über Tanzen, Gemeinschaft und den Einfluss von Disco auf die Popgeschichte. Disco wurde verspottet, verehrt - und ihr Puls ist bis heute geblieben.
-
101
TOO HOT - Heiße Städte, neue Wege im Deutschen Architekturmseum
Extreme Hitze - das ist eins von vielen Wetterphänomenen, die mit der Klimakrise immer häufiger werden und oft bedrohliche Ausmaße annehmen. Besonders betroffen sind Städte, der Lebensraum für rund 60% der Weltbevölkerung. Die Versiegelung von Böden, der Mangel an Grün und die Aufheizung des öffentlichen Raums, aber auch Starkregen und steigende Meeresspiegel bedrohen an vielen Orten städtisches Leben. Wie Städte darauf reagieren können, das zeigt jetzt eine neue Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt. „TOO HOT - Heiße Städte, neue Wege“ - so der Titel. Wir stellen sie vor. Außerdem ein Blick in die Ausstellung "Design for Democracy - Was Gestaltung bewirken kann!" im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt. Moderation: Christoph Scheffer
-
100
Die Welt, gesehen durch die Augen der KI
Künstliche Intelligenz ist dabei, unser Leben zu verändern. Und zwar von Grund auf: die Art, wie wir arbeiten, woher wir unsere Informationen bekommen, welches Bild wir uns von der Welt machen. Die KI scannt, analysiert und interpretiert, manchmal manipuliert oder halluziniert sie auch. Und: sie erschafft ganz neue Bildwelten. In der Frankfurter Kunsthalle Schirn versucht jetzt eine Ausstellung, diese Entwicklungen mit den Mitteln der Kunst aufzugreifen, erklärend, aber auch gestaltend. Der Gedanke: nur wenn wir die neuen Entwicklungen verstehen, sie uns aneignen, kritisch, künstlerisch und nicht zuletzt auch spielerisch damit umgehen, haben wir eine Chance, als Menschen souverän und selbstbestimmt zu bleiben. Wir sprechen darüber u.a. mit Sabastian Baden, Direktor der Kunsthalle Schirn und mit Roland Meyer, der sich mit dem Thema "Slopaganda" beschäftigt - dem massenhaften Fluten des Internets mit billigen, KI-generierten Bilderwelten, die Menschen mit Fake-News und Propaganda verunsichern wollen.
-
99
Nachhaltige Gastronomie – nachhaltig Essen
Seit 10 Jahren gibt es den „Tag der nachhaltigen Gastronomie“, immer am 18. Juni. Das ist ein Aktionstag, den die Vereinigten Nationen ausgerufen haben. Und ganz ehrlich, ich hab von diesem Aktionstag noch nie gehört. Dabei soll er unseren Umgang mit Essen verbessern, wir sollen bewusster mit Lebensmittel umgehen, regional einkaufen, möglichst nichts wegwerfen… Wichtige und hehre Ziele also. Schauen wir uns in dieser Sendung mal an, welche Ideen es schon gibt, damit wir nachhaltiger einkaufen, kochen und essen. Mit Yvonne Koch
-
98
Eddos goldenes Lächeln
Der Sudan steht trotz der andauernden humanitären Krise wenig im Fokus. Nun ist ein Roman erschienen, der all die schweren politischen Themen greifbar macht und dabei mit solch überbordender Erzähllust gefüllt ist, dass er beinahe platzt wie eine reife Frucht: Die Rede ist von „Eddos goldenes Lächeln“ von Stella Gaitano. Es ist ihr Debütroman, den sie 2018 im arabischen Original veröffentlichte. Die deutsche Übersetzung ist jetzt erschienen und landete prompt auf der Shortlist des Internationalen Literaturpreises. Stella Gaitano zeichnet in „Edos goldenes Lächeln“ ein eindrückliches Bild zweier Frauen zwischen Kriegen und Frieden, zwischen Stadt und Land, Mutterschaft und Tod. Die eine ist Eddo, die in ihrem Leben viel zu oft gegen den Tod ankämpft, denn zehn ihrer Kinder sterben auf unerklärliche Weise - noch bevor sie das erste Lebensjahr erreichen. Irinu, auch Lucy genannt, ist ihre einzige überlebende Tochter und mit außergewöhnlicher Fruchtbarkeit gesegnet… Andrea Geißler spricht in der Sendung mit Autorin Stella Gaitano und Übersetzerin Larissa Bender. Eine Chronologie der Ereignisse im Sudan liefert ARD-Korrespondentin Anna Osius.
-
97
"Vom Fällen eines Stammbaums" - Das Romandebut von Martin Piekar
Nach drei Gedichtbänden von Martin Piekar ist jetzt sein erster Roman erschienen: „Vom Fällen eines Stammbaums“. Eine bewegende Familiengeschichte, eine Geschichte von Fürsorge und Liebe, von Herkunft und Trauma. Martin Piekar wurde 1990 in Bad Soden am Taunus geboren und lebt heute in Frankfurt - „als Poet, Lehrer und Philosoph“, wie er sagt. Er gewann Preise bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, wurde ausgezeichnet unter anderem mit dem hr2-Literaturpreis und dem Robert-Gernhardt-Preis. Christoph Scheffer hat mit Martin Piekar gesprochen. (Foto: Charlotte Werndt)
-
96
OMEN, MOMEM, smile.: Kann man Clubkultur erben?
Kann man Clubkultur erben? In Frankfurt trifft eine junge Festivalreihe auf eine große Clubgeschichte: smile. auf OMEN, Dorian Gray und die 90er-Jahre-Techno-Szene. Damals waren es feste Räume, eigene Sounds, Nächte, die über Jahre eine Szene geprägt haben. Heute sucht smile. wechselnde Orte, baut neue Dancefloors und erreicht ein Publikum, das wegen Musik, Atmosphäre und Gemeinschaft wiederkommt. Es geht nicht darum, smile. zum neuen OMEN zu erklären. Sondern darum, was von damals weiterwirkt: in Musik, auf Tanzflächen und in der Idee, selbst etwas zu gestalten.
-
95
Richtig verbunden - was Deutschland zusammenhält
84 Menschen trafen sich in zwei ARD-Studios in Baden-Baden und Leipzig. Und redeten miteinander vor laufenden Kameras - stundenlang, über fast alles: Demokratie, Migration, Ungleichheit, Politik und Alltag. Und darüber, wie schwierig es sein kann, über all das offen und mit Respekt für andere Meinungen zu reden. „Was Deutschland verbindet“ heißt das Projekt. Das Ziel war es, einen Raum für Dialog zu schaffen, in dem die Beteiligten entdecken können, was sie womöglich verbindet. Untereinander und mit dem Rest der 84 Millionen Deutschen, die das Ergebnis in der ARD-Mediathek, im Radio und im Fernsehen verfolgen können. Gibt es so eine Verbindung trotz Streit oder gerade in der harten Diskussion um die Sache? Oder sie ist sie eher ein vages Gefühl, wie damals vor zwanzig Jahren, 2006 im Fußball-Sommermärchen? Gäste: Corrie, Teilnehmerin an "Was Deutschland verbindet" aus Hessen Tim Frohwein, Sportsoziologe, Autor von "2006. Das Sommermärchen des Jahrhunderts"
-
94
ALLES über Fränze
Fränze Roloff, das war DIE Hörspiel-Regisseurin der Nachkriegszeit. Ein Begriff. Eine Institution. Und: ein Rätsel. Wer war Fränze Roloff als Mensch? Das hat sich Redakteurin und Hörspiel-Autorin Andrea Geißler oft gefragt. Denn wer sich ein bisschen für die Geschichte des Hörspiels interessiert, kommt an Fränze Roloff nicht vorbei. An über 170 Produktionen hat sie von 1946 bis Anfang der 1970er mitgewirkt. Aber nicht die Menge ist auffällig, sondern eine besondere Qualität: Fränze Roloffs‘ Stücke sind auf eine subtile Art feministisch. Während in vielen Hörspielen der 50er und 60er Jahre Frauen in unterwürfigen Mädchenrollen auftreten und sprechen, klingt das bei Fränze Roloff anders. Bei ihr finden sich vielschichtige und eigensinnige Frauenfiguren. Fränze Roloff erreichte mit diesen Hörspielen im Radio regelmäßig ein Millionenpublikum und ihr Einfluss auf Gespräche im Wohnzimmer dürfte beträchtlich gewesen sein. Warum aber ist sie derart in Vergessenheit geraten? Oder wollte sie am Ende selbst ihre Spuren verwischen? Auch darauf deutet einiges hin, das stellt Andrea Geißler während ihrer Recherche fest. Für diese Sendung ist sie ihren Spuren trotzdem nachgegangen und hat alles zusammengetragen, was sie finden konnte - ALLES über Fränze. Unterstützt haben sie dabei die pensionierte Tontechnikerin Ulla Götz, der einstige Literatur- und Hörspielleiter des Hessischen Rundfunks Hans Sarkovicz - und Hörspiel-Enthusiast Bastian Pastewka.
-
93
Ein Tag im Creator Room: Dein Studio - Dein Coach - Dein Content
Wir machen einen Ausflug in den Creator Room - dem Workshop-Format des Hessischen Rundfunks zur Medienbildung. Wie werden Schülerinnen und Schüler fit für den Umgang mit Social Media - den Plattformen, wo sie irre viel Zeit verbringen, sich informieren und Antworten suchen? Im Schul-Curriculum ist dafür oft nur wenig Zeit. 2025 hat der Hessische Rundfunk den Creator Room geschaffen. Hier können Jugendliche aller Schulformen ab der 8. Jahrgangsstufe checken, wo im Netz und in Sozialen Netzwerken Fallen, Fake News und Desinformation lauern und wie man sie erkennt. Dazu erstellen sie selbst Content, mit professioneller Hilfe von Coaches und Journalist:innen des hr. Melanie Aschenbrenner hat sich einen Tag lang dazugesellt und mit Jugendlichen, Workshopleiter:innen und Lehrkräften gesprochen.
-
92
Hinter Hut, Hotel und Panik: Udo Lindenberg ist 80
Nur wenige deutsche Musiker sind so fest mit ihren eigenen Markenzeichen verbunden wie Udo Lindenberg: Hut, Sonnenbrille, Hotel Atlantic, Panikorchester. Zum 80. Geburtstag erzählt die sechsteilige ARD-Podcastreihe „Udo. Ein Leben an der Grenze“ sein Leben noch einmal neu. Maik Fischer schaut hinter diese Podcastreihe und spricht mit den NDR-Autor*innen Christina Hollstein und Moritz Cassalette darüber, wie sie sich Lindenberg genähert haben, warum sie nicht die alten Fragen stellen wollten - und wie aus vielen Stimmen, Erinnerungen und Udos eigenen Erzählungen ein anderer Blick auf den Panikrocker entsteht: nicht kleiner, nicht braver, aber menschlicher.
-
91
Legendär: Peter Urban sein - der ESC-Moment des Lebens
Für den Musikjournalisten und ESC-Fan Tim Frühling wurde ein Traum wahr, den kaum jemand für möglich gehalten hätte: Einmal selbst den Eurovision Song Contest kommentieren - in der Rolle der legendären ESC-Stimme Peter Urban. In diesem Podcast erzählt Tim von dem größten Erlebnis seines Lebens, von Gänsehautmomenten, Lampenfieber und seiner lebenslangen Liebe zum ESC. Außerdem blickt Natascha Pflaumbaum hinter die neue ARD-Doku „70 Jahre ESC - More than music“ - und auf den Kult um eine Show, die Europa seit Jahrzehnten verbindet.
-
90
Kultur feiern: 40 Jahre Schirn Kunsthalle Frankfurt
Erst umstritten, dann nicht mehr wegzudenken: Seit 40 Jahren gehört die Schirn zu den wichtigsten Kulturinstitutionen von Frankfurt und weit darüber hinaus. Mehr als 280 Ausstellungen gab es bisher, die mehr als 10 Millionen Menschen angelockt haben. Die Schirn blickt auf eine bewegte 40jährige Geschichte zurück. Und die wird jetzt gebührend gefeiert: Das ganze Wochenende gibt es im Übergangsquartier in der Dondorf Druckerei in Bockenheim volles Programm. Foto Norbert Miguletz
-
89
Zusammen geht’s besser: MYLLER und die Popförderung
Die Musik des 26-jährigen MYLLER aus Gießen klingt wie eine Umarmung. Dass er "der hessische Ed Sheeran" genannt wird, liegt nicht nur an seinen roten Haaren, sondern auch an dem positiven Mix aus Handgemachtem und Studiobeats. MYLLER kennt aber auch die Probleme, die Musikacts in Zeiten von Streaming, Live-Krise und einer übervorsichtigen Musikindustrie treffen: Wie kommt man im Business weiter, wenn man a) mit Musikstreams kaum noch Geld verdient und b) unheimlich viele Kosten selber stemmen muss? Hier hilft die Popmusikförderung. Zum Beispiel durch neue Fördermodelle der GEMA. Oder die vom Bund und der Musikwirtschaft finanzierte Initiative Musik. Wir sprechen mit MYLLER, dem Jury-Mitglied Mario Cetti von der Initiative Musik, dem GEMA-Experten für Kulturförderung Marco Thiedig sowie der Musikerin und GEMA-Jurorin Revelle. Und erörtern, für wen Förderung in Frage kommt, was sie leisten kann, was man mitbringen muss. Neue Musik von Myller gibt's auch. Eine Sendung von und mit Melanie Aschenbrenner
-
88
Die Welt im Geld
Globalisierung in a nutshell - im Historischen Museum Frankfurt müsste das wohl künftig „Globalisierung in einer Münze“ heißen. Denn die beiden Historikerinnen Christina Bach und Yi Liu haben eine Sonderausstellung konzipiert, die Frankfurter „Finanzobjekte“ mit Ereignissen der Weltgeschichte verknüpft. Zum Beispiel, wie ein Vulkanausbruch in Indonesien auch hierzulande für viele Menschen die Welt auf den Kopf stellte. Die beiden Kuratorinnen zeigen vorab in einem Rundgang einige Gegenstände in der Ausstellung und machen überraschende globale Zusammenhänge deutlich. In dieser Sendung schauen wir uns also an, was etwa mittelalterliche Wechsel über ihre Unterzeichner erzählen oder koloniale Geldscheine über das Verhältnis Deutschlands zu China. Die Exponate reichen aber durchaus auch bis in unsere Geldbeutel hinein. Wir sprechen darüber, wie Swift-Codes im internationalen Zahlungsverkehr funktionieren oder erfahren, was eine Bezahlkarte für Geflüchtete bedeutet. Die Ausstellung „Die Welt im Geld“ im Historischen Museum Frankfurt ist noch bis 31. Januar zu sehen. Von und mit Andrea Geißler.
-
87
Unter die Haut – Tattoos als Kunst in den Opelvillen Rüsselsheim
„Unter die Haut. Tattoos im Blick“ - so heißt die neue Ausstellung in den Opelvillen in Rüsselsheim. Eine spannende Entdeckungsreise, die wir zusammen mit der Leiterin und Kuratorin Beate Kemfert machen können: Junge Kunst, die unter die Haut geht, und eine eindrucksvolle Fotosammlung zum Thema Tätowierungen. (Foto: Christoph Scheffer)
-
86
Podium Zukunft - Jugendorchester stellen sich vor
Wie könnte das Konzertleben in der Klassischen Musik in zehn oder zwanzig Jahren aussehen? Was soll sich ändern, damit junge Leute sich damit identifizieren können? Welche lieb gewonnenen Rituale sollen vielleicht auch bleiben? Solche Fragen stellt das "Podium Zukunft", ein neues Festival der Jugendorchester, das jetzt zum ersten Mal von der Alten Oper Frankfurt ausgerichtet wird. An drei Tagen treffen sich ambitionierte Jugendorchester aus Brasilien, Südafrika, Berlin und Hessen, um Konzerte zu spielen, ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Visionen zu entwickeln, wie zukünftig ihre eigene Rolle als Künstlerinnen und Künstler in der Klassischen Musik aussehen könnte. Wir sprechen darüber mit dem Koordinator des Programms, Constantin Zill.
-
85
Welcome to Frankfurt - wie geht es Menschen in der Mainmetropole?
Es gibt eine neue Doku-Serie vom Hessischen Rundfunk. ‚Welcome to Frankfurt‘ heißt die, sie begleitet acht Menschen, die in Frankfurt einen Neuanfang wagen. Und dabei bekommen wir ungewöhnliche Einblicke in deren Alltag. Zum Beispiel welche Regeln es im Schlafzimmer eines jüdisch-orthodoxes Paares gibt oder worüber sich eine hochdotierte Bank-Managerin in ihrer Luxus-Wohnung freut. So nah kommt man unbekannten Menschen selten. Und auch der Blick auf Frankfurt könnte sich durch diese Serie möglicherweise verändern. In der ARD Mediathek finden Sie die Serie hier: https://www.ardmediathek.de/serie/welcome-to-frankfurt-neu-in-der-stadt/staffel-1/MDQxNjAxNTAtMzZmYS00MTNhLWE4ZjItNjFmMjFlMTU1MDQy/1
-
84
Welcome to Frankfurt - wie geht es Menschen in der Mainmetropole?
Es gibt eine neue Doku-Serie vom Hessischen Rundfunk. ‚Welcome to Frankfurt‘ heißt die, sie begleitet acht Menschen, die in Frankfurt einen Neuanfang wagen. Und dabei bekommen wir ungewöhnliche Einblicke in deren Alltag. Zum Beispiel welche Regeln es im Schlafzimmer eines jüdisch-orthodoxes Paares gibt oder worüber sich eine hochdotierte Bank-Managerin in ihrer Luxus-Wohnung freut. So nah kommt man unbekannten Menschen selten. Und auch der Blick auf Frankfurt könnte sich durch diese Serie möglicherweise verändern. In der ARD Mediathek finden Sie die Serie hier: https://www.ardmediathek.de/serie/welcome-to-frankfurt-neu-in-der-stadt/staffel-1/MDQxNjAxNTAtMzZmYS00MTNhLWE4ZjItNjFmMjFlMTU1MDQy/1
-
83
50 Jahre Punk: Aufruhr, Aufbruch, Türöffner - eine Jugendkultur macht Geschichte
Punk. Eine Jugendkultur wird 50 Jahre alt - und ist längst mehr als „nur“ Musikgeschichte. Punk befeuerte Aufruhr und sorgte für Antrieb. Vielen ermöglichte er den Aufbruch zu neuen Horizonten. Doch während die ersten Punks schon im Rentenalter sind, ist der Punk-Geist noch aktiv, in Musik, Kunst, Literatur, Politik und Aktivismus, in Feminismus und DIY-Spirit. In den neuen Anthologien „Bored Teenagers“ und „Angriff aufs Schlaraffenland“ aus dem Ventil Verlag erzählen über 200 Beteiligte anhand ihrer Lieblingssongs, was Punk ihnen gegeben hat. Gespräche mit dem Herausgeber Jonas Engelmann, der Musikjournalistin und Autorin Christina Mohr und Ann-Kathrin Mogge, Historikerin und politische Bildnerin aus Kassel. Von und mit Melanie Aschenbrenner
-
82
MISHPOCHA – Ein Beastie Boy im Jüdischen Museum Frankfurt
Die Beastie Boys - das war eine Band, die ab den 1980er Jahren Punk und Hip-Hop, Jazz und Funk miteinander verband und deren Sound viele noch im Ohr haben. Jetzt ist der Mitbegründer der Beastie Boys - Michael Diamond, genannt Mike D - nach Frankfurt gekommen, um eine Ausstellung im Jüdischen Museum zu kuratieren, in der es um das Thema Familie geht: „MISHPOCHA - The Art of Collaboration“.
-
81
Babbeln, talken, parlieren – Fremdsprachen lernen heute
Ob Englisch oder Chinesisch fürs Business, oder Spanisch für den nächsten Urlaub - Fremdsprachenkenntnisse lohnen sich in vielen Lebenslagen und in jedem Alter. Neben den "guten alten" Sprachkurs-Angeboten, in denen man mit einem Lehrer Grammatik und Vokabeln paukt, gibt es aber auch immer mehr digitale Sprachlern-Angebote: Sprachapps sind auf dem Smartphone jederzeit verfügbar und und KI-Tools bieten zusätzlich interaktive und anpassungsfähige Übungen. Was gibt es noch? Wie sinnvoll sind diese Angebote, lassen sie sich gut kombinieren und nutzen? In dieser Sendung bekommen wir unter anderem Einblick in die umfangreichen Angebote des Sprachenzentrums der Hochschule Darmstadt, wir hören bei einer Fremdsprachen-Plauderstunde in einem Café in Erzhausen zu und erfahren von einem Trainer aus dem Bereich "interkulturelle Kompetenz", dass es weit mehr bedarf als nur Grammatik und Vokabeln zu beherrschen, damit Menschen verschiedener Kulturen sich gut verstehen.
-
80
Zwischen Muskeln und Mitgefühl – Männlichkeit im Wandel
Sie sollen stark, aber auch einfühlsam sein. Klare Ansagen, aber kein Mansplaining machen. Brusthaare eher wegrasieren, aber Muskeln können schon da sein.... Es ist für Männer gar nicht so leicht, für sich zu entscheiden, welche Art Mann sie sein wollen. Und wie sie sich selbst präsentieren. Denn unser Verständnis von Männlichkeit hat sich verändert. Und wir schauen in dieser Sendung, wie sich das vor allem im künstlerischen Bereich auswirkt. Mit Yvonne Koch
-
79
Schätze, die in Archiven schlummern
Es ist ja immer wieder toll, was Museen in ihren Ausstellungen oder auch präsentieren. Aber was Viele nicht wissen: Das Gezeigte ist oft nur ein Bruchteil von dem, was in den Archiven oder Magazinen schlummern. Und manchmal sind unter all den Kulturgütern, die die Museen für uns alle aufbewahren, auch wahre Schätze zu finden. Und genau um diese Schätze geht es heute. Mit Yvonne Koch
-
78
Siri Hustvedt - Intellektuelle Gigantin im Film
Sie waren das Dream-Team, das literarische Traumpaar: Siri Hustvedt und Paul Auster. Während der Dreharbeiten zum Filmportrait über die wichtigsten zeitgenössischen literarischen Stimmen Amerikas verstarb Paul Auster überraschend. Siri Hustvedt hat diesen Verlust in ihrem jüngsten Buch "Ghost Stories" verarbeitet. Im Film "Dance around the self" portraitiert Regisseurin Sabine Lidl die US-amerikanische Intellektuelle hautnah. Der Film feierte auf der Berlinale Premiere und ist für den deutschen Filmpreis nominiert. Mit Jan Tussing
-
77
Forever Young? - Wenn Popstars gehen
Was passiert, wenn Popstars sterben, aufhören oder langsam aus dem eigenen Leben verschwinden? Warum gehen uns solche Abschiede oft näher, als wir selbst erwartet hätten? Ein Podcast über Pop, Erinnerung, Abschied - und die Frage, was bleibt, wenn die, die immer da waren, nicht mehr da sind.
-
76
Forever Young? - Wenn Popstars gehen
Was passiert, wenn Popstars sterben, aufhören oder langsam aus dem eigenen Leben verschwinden? Warum gehen uns solche Abschiede oft näher, als wir selbst erwartet hätten? Ein Podcast über Pop, Erinnerung, Abschied - und die Frage, was bleibt, wenn die, die immer da waren, nicht mehr da sind.
-
75
Mit der Ratte ins Medienzeitalter - Ausstellung im Jungen Museum Frankfurt
„Es gibt keine Kindheit ohne digitale Medien - und es wird auch nie mehr eine geben!" Was auch als Warnung verstanden werden kann, ist eine Tatsache. Deswegen ist Medienkompetenz in einer mehr und mehr vernetzten Welt auch eine Schlüsselkompetenz. Im Jungen Museum in Frankfurt startet in dieser Woche eine Mitmach-Ausstellung zum Thema Medienkompetenz. „Damals 1410“. Kinder lernen spielerisch und selbstbewusst Medien zu nutzen. Sie werden auf eine Welt von Tictoc und Youtube vorbereitet und erhalten Kompetenzen, mit sozialen Medien kritisch umzugehen. Eltern sind explizit als Begleiter und Mitspieler erwünscht.
-
74
"Liebe" in späten Jahren – Thomas Hettches Roman als Hörspiel
Thomas Hettche schreibt seit Ende der 1980er Romane, die es immer wieder auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises schaffen. Im März ist sein 13. Werk erschienen. Ein kurzweiliger Roman mit dem Titel "Liebe" über zwei Menschen, die erst im letzten Drittel ihres Lebens die große Liebe entdecken - und leben. Gleichzeitig zum Buch erscheint nun auch das vom Hessischen Rundfunk produzierte Hörspiel, mit Martina Gedeck und Matthias Brandt in den Hauptrollen: "Liebe - zwischen Herzklopfen, Leidenschaft und Verzweiflung" https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:0aca1b6e10d09b06/
-
73
Erfolg mit fremden Federn - Der Boom der Tribute-Bands
Sie heißen U12, AB/CD, Beatles Revival Band, Night Fever oder Echoes und füllen Clubs und Hallen. Der Sound ist vertraut, die Professionalität hoch. Von der Hobbyband, die aus Liebe zum Original spielt, bis zu aufwändigen Arenashows - hier sucht und bekommt das Publikum seine Lieblingssongs, gewürzt mit einer satten Portion Nostalgie. Denn wer am Sound der eigenen Jugend hängt, nimmt auch gern technisch gute Kopien. Vor allem, wenn die Idole nicht mehr touren können oder wollen. Verdirbt der Tribute-Boom den Markt für kleine und neue Originalbands? Oder bietet er den Menschen einfach, was sie wollen? Mit den Machern des Rockclubs Burghof Hühnerstall in Frankfurt, Wolfgang Meisetschläger von U12 und Steffen Maier von Echoes.
-
72
Kunst versus Kapitalismus
Es kracht zwischen Kunst und Kapital. Während Multimillardäre immer mehr Geld und Macht anhäufen, werden Kulturprogramme zusammengestrichen und Preis- und Fördergelder teils nach politischen Kriterien vergeben - wie gerade der aktuelle Skandal um den Buchhandelspreis ans Licht bringt. Kunst zu machen wird prekärer - nicht nur in Deutschland. Warum ist das Verhältnis zwischen Kunst und Kapitalismus derart toxisch? Darüber diskutieren in dieser Sendung Literaturwissenschaftler Johannes Franzen und Ökonom Daniel Stähr mit Host Andrea Geißler. Grundlage sind ihre kürzlich erschienenen Sachbücher: In Daniel Stährs Buch „Die neuen Propheten“ geht es um die Dominanz der Wirtschaftswissenschaften und wie diese zu Ungerechtigkeit führt. In Johannes Franzens Buch sind starke Emotionen über Kunst im Fokus: Unser Kunstgeschmack erzählt viel über uns selbst und diese Selbsterzählung verteidigen wir mit Haut und Haar. Die Diskussion bewegt sich zielstrebig auf (noch) utopische Fragestellungen zu: Wie kann sich Kunst der „The winner takes it all“-Mentalität entziehen? Spoiler: Hier sind kreative Ansätze gefragt… Von und mit Andrea Geißler.
-
71
Im Lauf der Zeit - Frankfurt feiert Wim Wenders
"Paris, Texas", "Der Himmel über Berlin" oder "Buena Vista Social Club" - mit diesen Filmen ist Wim Wenders bekannt geworden. Kurz nach seinem 80. Geburtstag widmet das Deutsche Filmmuseum dem Regisseur jetzt eine Retrospektive und eine große Ausstellung. Die Alte Oper zeigt die Rolle der Musik in seinem filmischen Schaffen. Zu beiden Veranstaltungen kommt Wim Wenders nach Frankfurt - und lässt sich feiern. (Foto: imago)
-
70
Wenn Lesen den Puls hebt - Spannung pur im Krimi-März
Frühlingszeit ist Krimizeit in Hessen: in Darmstadt locken die "Krimitage" Fans spannender Literatur in diverse Lesungen. Und mit dem Wiesbadener "KrimiMärz" wird die hessische Landeshauptstadt - Hauptsitz von BKA und LKA - auch literarisch zum Hotspot des Verbrechens. Was macht Krimi und Thriller so attraktiv für ein breites Lesepublikum? Wohin entwickelt sich das Genre, welche Themen stehen gerade hoch im Kurs? Und: wie arbeitet so ein Krimi-Bestsellerautor eigentlich? Wir sprechen mit Susanne Lewalter, der Leiterin des Wiesbadener Literaturhauses und mit Spiegel-Bestsellerautor Ivar Leon Menger aus Darmstadt, der beim "KrimiMärz" aus seinem aktuellen Thriller "Der Tower" liest.
-
69
"Dieser Drang nach Härte" - Eva von Redecker über den "neuen Faschismus"
Der Rechtsruck ist überall zu spüren, weltweit kommen autoritäre Kräfte an die Macht - von Ungarn bis Italien, von Argentinien bis in die USA. Viele sehen eine neue "faschistische" Gefahr heraufziehen. Doch woran erkennen wir den Faschismus heute, wenn er uns begegnet? Führt der Vergleich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in die Irre? Und welche Entwicklungen in der Gesellschaft begünstigen diesen "Drang nach Härte", der immer öfter zur Ausgrenzung von Minderheiten oder gar zu körperlichen Angriffen führt? Diesen Fragen geht die Philosophin Eva von Redecker in ihrem neuen Buch nach, das am 11. März bei S. Fischer erscheint. Sie verknüpft die hellsichtigen Überlegungen von Hannah Arendt, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno aus den 1930er bis 1950er Jahren mit aktuellen Beobachtungen. Und sie entwickelt Kriterien und Begriffe, um den Faschismus in seiner heutigen Gestalt zu definieren und erklären. Daraus entwickelt Eva von Redecker auch Strategien der Gegenwehr. Christoph Scheffer hat mit ihr gesprochen. (Foto: Sophie Brand)
-
68
Illustration – Die Macht der Zeichnung
Cornelia Funke bietet jungen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit, eine Weile bei ihr in der Toskana zu leben und zu arbeiten. Auch die Illustratorin Pauline Pete aus Fulda war bei der berühmten Autorin zu Gast und hat gerade gemeinsam mit ihr ein Buch veröffentlicht. Es geht um den Krieg und wie die Kunst die Hoffnung hochhalten kann. Ein Gespräch über die Zeit in der Toskana und welche Voraussetzungen es braucht für gute Illustrationen. Illustration: Pauline Pete Cornelia Funke bietet jungen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit, eine Weile bei ihr in der Toskana zu leben und zu arbeiten. Auch die Illustratorin Pauline Pete aus Fulda war bei der berühmten Autorin zu Gast und hat gerade gemeinsam mit ihr ein Buch veröffentlicht. Es geht um den Krieg und wie die Kunst die Hoffnung hochhalten kann. Ein Gespräch über die Zeit in der Toskana und welche Voraussetzungen es braucht für gute Illustrationen. Illustration: Pauline Pete
-
67
Streitkultur: Wie streiten wir richtig?
Wie wertvoll ist der Streit in der Gesellschaft? Einer der großen Streiter um gesellschaftlichen Fragen, einer der keine Angst vor Konflikten hat, ist der Publizist und Jurist Michel Friedman. Er wurde in den vergangenen Tagen 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass fragen wir den Rhetorik-Professor Olaf Kramer von der Universität Tübingen, wie wir richtig streiten oder ob es besser wäre, Streit zu vermeiden. Auch in den neuen Diskussionsformaten der ARD geht es darum, eine starke Meinung richtig zu vertreten.
-
66
"Der Sport ist die Stadt" - Deutsches Architekturmuseum zeigt Städte in Bewegung
Wo kann man sich in der Stadt bewegen? Wo gemeinsam mit anderen spielen oder Sport treiben? In den Zentren unserer Städte und Wohnviertel sind solche Plätze rar. Oft liegen sie am Stadtrand oder hinter hohen Zäunen auf Schul- oder Vereinsgelände. Wie der Sport in die Stadt kommen und dabei auch zur Belebung der Innenstädte beitragen kann, das zeigt jetzt eine neue und sehr spielerische Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt: „Die Stadt ist der Sport - Städte in Bewegung“ - Christoph Scheffer stellt sie vor. (Foto: Konrad Langer)
-
65
AI-Worlding. Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen
Künstliche Intelligenz erobert immer mehr kreative Bereiche - eine Herausforderung gerade für angehende Künstlerinnen und Künstler. An der Hochschule für Gestaltung in Offenbach nimmt man diese Herausforderung an und erforscht in einem KI-Labor die Möglichkeiten künstlerischer Arbeit mit Künstlicher Intelligenz. Jetzt zeigen Studierende im Museum Angewandte Kunst und im saasfee*pavillon in Frankfurt faszinierende Arbeiten, bei deren Entstehen KI eine entscheidende Rolle gespielt hat: als Werkzeug, als Co-Creator oder gar als bestimmende Kraft, die den menschlichen Künstler zum Assistenten degradiert. „AI-Worlding. Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen“ - so heißt das Ausstellungsprojekt. Gemeinsam ist den hier gezeigten Arbeiten, dass sie - bei allem Bewusstsein für die Gefahren von KI - voller Neugier und Lust mit dieser Technik arbeiten. Christoph Scheffer hat mit den Macher*innen gesprochen.
-
64
Noch wird gelacht - Wie geht´s der Fassenacht?
Die Fastnacht - der Karneval oder der Fasching - erscheint unverwüstlich. Sie kommt jedes Jahr wieder, mit Sitzungen, Kappenabenden, Tanz und am Ende großen Umzügen - bis Aschermittwoch. Fastnacht ist Tradition, aber nicht überall traditionell. Wenn wir die Fernsehaufzeichnungen aus dem letzten Jahrhundert betrachten und mit den Aktiven von heute sprechen, merken wir: es ist nicht mehr so wie früher, die Fastnacht ändert sich und muss sich wohl auch ändern, um unverwüstlich zu bleiben. Gäste: Lea Kuhn, 20-jährige Büttenrednerin aus Frankfurt Patrick Mühlhause, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Männerballette Prof. Gunther Hirschfelder, Kulturwissenschaftler und Fastnachtsforscher (Uni Regensburg)
-
63
Der Club Voltaire in Frankfurt - Ein linkes Biotop vor dem Aus?
Der Ort wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen. Zwischen Bankentürmen und Edelboutiquen, zwischen Börse und Alter Oper, liegt ein kleines Biotop der Linken. Jetzt droht dem traditionsreichen "Club Voltaire " das Aus. Christoph Scheffer fragt: Was steht auf dem Spiel?
-
62
"Die Nazis waren ja nicht einfach weg" - Holocaust-Gedenken heute
Der 27. Januar ist der Tag, an dem 1945 die Rote Armee die wenigen Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz befreite. Seit 2005 wird er als „Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ begangen. Auch in diesem Jahr wieder - 81 Jahre danach. Doch was verbindet junge Leute heute mit dieser Geschichte? Welche Fragen haben Jugendliche zum Nationalsozialismus und zum späteren Umgang der Nachkriegsgesellschaft mit dem Thema. Darum geht es in der Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ im Frankfurter Museum für Kommunikation, die vom Schulmuseum Nürnberg zusammen mit Schülerinnen und Schülern erarbeitet wurde. Moderation: Christoph Scheffer / Foto: imago
-
61
Was auf die Ohren! - 25 Jahre hr2 Hörfest
Ein Fest für das Hören will das hr2 Hörfest sein. Und das seit einem Vierteljahrhundert! 25 Jahre hr2 Hörfest werden in der kommenden Woche gefeiert, wie immer in Wiesbaden, ein Erlebnis für Ohren Hirn und Herz. Wir feiern mit und blicken voraus auf die Highlights des Programms - vor allem auf den Eröffnungsabend in der Lutherkirche Wiesbaden zum Thema „Vom Glück, im Chor zu singen“ - im Gespräch mit dem Autor Stefan Moster. Moderation: Christoph Scheffer
-
60
Erbarmen, die Hessians kommen! Söldner in Amerikas Unabhängigkeitskrieg
Am 15. Januar 1776, also vor ziemlich genau 250 Jahren, besiegelte Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel in einem Vertrag mit König Georg III. von England das Schicksal von etwa 12.000 jungen Männern aus Hessen: Sie sollten als Söldner für die britische Krone in den Krieg ziehen. Der Landgraf brauchte Geld, King George wollte den Sieg über die Rebellen um George Washington, die die Unabhängigkeit Nordamerikas vom Mutterland England forderten. Das Ergebnis ist bekannt, aber welche Einzelschicksale verbanden sich damals hinter dieser Entscheidung? Das Hessische Staatsarchiv Marburg zeigt jetzt in einer Ausstellung anhand von Tagebüchern, Briefen, Kriegskarten und dergleichen mehr die verschiedenen Facetten dieses generationsprägenden Ereignisses. Der Historiker und Buchautor Robert Focken ("Fangt den Washington!") erzählt uns in spannenden Geschichten anschaulich von den Menschen, die sich damals - mehr oder weniger freiwillig - auf das Abenteuer "Neue Welt" eingelassen haben.
-
59
DESIGN FOR DEMOCRACY - Frankfurt RheinMain als World Design Capital 2026
Frankfurt und die Rhein-Main-Region sind in diesem Jahr World Design Capital - also Welt-Design-Hauptstadt, ein Titel der alle zwei Jahre von der World Design Organisation an eine andere Stadt vergeben wird. Die Idee bei der World Design Capital: nicht glitzernde Oberflächen zeigen, sondern demokratische Strukturen schaffen, in denen alle an der Gestaltung ihrer Lebenswelt teilhaben können. Christoph Scheffer spricht darüber mit der Geschäftsführerin Carolina Romahn und mit den Designerinnen von OMC°C, die im Hauptstadtjahr das Projekt "Schattengrün" realisieren. (Foto: Christoph Scheffer)
-
58
Sterne statt Zufall – Astrologie: Orientierung oder Mythos?
Astrologie ist längst mehr als klassische Sternzeichen und Zeitungshoroskope. Im Zentrum steht das individuelle Geburtshoroskop, das Geburtsdatum, -zeit und -ort berücksichtigt, um Persönlichkeit, Lebensmuster und Potenziale zu analysieren. Neue Trends wie Paarhoroskope vergleichen zwei Charts, um Beziehungsdynamiken und Kompatibilität zu beleuchten. Astrocartographie verknüpft Horoskope mit geografischen Orten, um zu zeigen, wo sich beruflich, privat oder kreativ günstige Energien entfalten können. Viele Menschen nutzen Astrologie als Werkzeug für Selbstreflexion, Orientierung und persönliche Entwicklung. Junge Generationen sind besonders offen für astrologische Angebote, die Self-Care, Mindset und Lifestyle verbinden. Skeptiker kritisieren fehlende wissenschaftliche Belege und psychologische Effekte. Dennoch erlebt Astrologie mal wieder wachsende Relevanz - als Medium für Selbsterkenntnis, Lebensplanung und Orientierung in unsicheren Zeiten. Warum eigentlich? Von Natascha Pflaumbaum
-
57
Spaß aus der Hood - Neue Comedy aus Frankfurt
"Home is where the Mic is" heißt die dreiteilige Dokureihe von Agata Pietrzik: und da es geht um "Hood Comedy". Das sind Halid Rizvanovic und Bruno Banarby - die selber als Stand Up Comedians auftreten und junge Comedy-Künstler fördern. Bei ihnen und nicht nur da entsteht eine neue Frankfurter Comedyszene, die sehr international und sehr frankfurterisch ist. Gäste: Agata Pietrzik - Autorin der hr-Dokureihe "Home is where the Mic is" (O-Töne von:) Bruno Banarby, Halid Rizvanovic - Hood Comedy Madiou Barry, Cansu, Abeku Okyere, Timur Turga, Alex Stoldt, Kaya Yanar - Comedians Und ein Beitrag von Rumeysa Ceylan zum Frankfurt Comedy Club von Reda Salahdine
-
56
"Kennst du deine Rechte?" - logo-Moderator Sherif Rizkallah kämpft für Kinderrechte
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ - das ist ein schöner Satz und ein hoher Anspruch, der erste Artikel unseres Grundgesetzes. Grundrechte, Menschenrechte gelten selbstverständlich für alle, auch und besonders für Kinder. Doch weil Kinder besondere Bedürfnisse haben, gibt es eigens formulierte Kinderrechte wie das Recht auf Bildung, auf Spiel und Freizeit oder auf gewaltfreie Erziehung. Was die Grund- und Menschenrechte für Kinder konkret bedeuten, das ist Thema eines neuen Kinder- und Jugendbuchs mit dem Titel „Kennst du deine Rechte?“. Geschrieben hat es der Journalist Sherif Rizkallah, den viele Kinder als Moderator und Reporter der logo-Kindernachrichten kennen. Christoph Scheffer spricht mit ihm über sein Buch. (Foto: ZDF/Maximilian von Lachner)
-
55
Frantz Fanon - Die Aktualität eines Jahrhundertdenkers für unsere Kultur
Dekolonisierung - Kaum einer steht mehr für dieses Wort als Frantz Fanon. Der Psychiater, Vordenker und anti-koloniale Kämpfer wäre am 20. Juli 2025 100 Jahre alt geworden. Welche Bedeutung haben seine Analysen für unsere Kultur und die Gesellschaft heute? Und was können wir von Fanon lernen? Das erklären die Organisator:innen der „100 Years Fanon!“-Konferenz an der Frankfurter Goethe Universität, Aktivist:innen von „Hands off Africa Frankfurt“ und die Macher:innen eines dekolonialen Theaters. Eine Sendung von Tim-Tih Kost. (Foto: Imago)
We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.
No matches for "" in this podcast's transcripts.
No topics indexed yet for this podcast.
Loading reviews...
Loading similar podcasts...